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DE2241623C3 - Verfahren zur Reinigung von Abgasen aus Abfallverbrennungsanlagen - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Abgasen aus Abfallverbrennungsanlagen

Info

Publication number
DE2241623C3
DE2241623C3 DE19722241623 DE2241623A DE2241623C3 DE 2241623 C3 DE2241623 C3 DE 2241623C3 DE 19722241623 DE19722241623 DE 19722241623 DE 2241623 A DE2241623 A DE 2241623A DE 2241623 C3 DE2241623 C3 DE 2241623C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
washed
wash water
wash
sedimentation basin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19722241623
Other languages
English (en)
Other versions
DE2241623B2 (de
DE2241623A1 (de
Inventor
Friedrich Dipl.-Chem. 6306 Lang-Goens Fischer
Herbert 6304 Lollar Fischer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Davy Bamag 6308 Butzbach GmbH
Original Assignee
Davy Bamag 6308 Butzbach GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Davy Bamag 6308 Butzbach GmbH filed Critical Davy Bamag 6308 Butzbach GmbH
Priority to DE19722241623 priority Critical patent/DE2241623C3/de
Publication of DE2241623A1 publication Critical patent/DE2241623A1/de
Publication of DE2241623B2 publication Critical patent/DE2241623B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2241623C3 publication Critical patent/DE2241623C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/68Halogens or halogen compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

Waschkreislauf Kalkmilch zugespeist. Pem Waschwasser wird als Oxidationskatalysatox über Leitung 17 eine Lösung des Kofcmltsulfatkatalysatars zudosiert, so daß der Gehalt im umlaufenden Waschwasser l-5g, gerechnet als CoSOi pro m3, beträgt.
Hierzu X Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Entfernung von Staub, Schwefeloxiden, Chlorwasserstoff und Fluorwasserstoff aus Verbrennungsabgasen von Abfallvernichtungsanlagen mittels einer Wasserwäsche, dadurch gekennzeichnet, daß das Waschwasser durch Zugabe von Kalkmilch neutralisiert wird und eingewaschene und gebildete Schwefelsäure sowie eingewaschener Fluorwasserstoff in Form der entsprechenden Calciumsalze gefällt werden, und daß die gefällten Salze zusammen mit dem eingewaschenen Staub in einem Sedimentationsbekken abgeschieden werden, daß das geklärte Abwasser auf den Adsorber zurückgeführt wird, daß dem Waschwasser zur Oxidation des eingewaschenen Schwefeldioxids eine Lösung von Kobaltsulfat als Katalysator zugesetzt wird, wobei die Konzentration im umlaufenden Waschwasser 1 bis 5 g, gerechnet als COSO4 pro m3 beträgt, und daß ein Teil des Waschwassers nach erfolgter Klärung zur Konstanthaltung des Chloridspiegels abgestoßen und durch Frischwasser ersetzt wird.
    Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entfernung von Staub, Schwefeloxiden, Chlorwasserstoff und Fluorwasserstoff aus Verbrennungsabgasen von Abfallvernuiitungsanlagen mittels einer Wasserwäsche und ist dadurch gekernzeichnet, daß das Waschwasser durch Zugabe von Kalkmilch neutralisiert wird und eingewaschene und geb;' Jete Schwefelsäure sowie eingewaschener Fluorwasserstoff in Form der entsprechenden Calciumsalze gefällt werden, und daß die gefällten Salze zusammen mit dem eingewaschenen Staub in einem Sedimentationsbecken abgeschieden werden, daß das geklärte Abwasser auf den Adsorber zurückgeführt wird, daß dem Waschwasser zur Oxidation des eingewaschenen Schwefeldioxids eine Lösung von Kobaltsuliat als Katalysator zugesetzt wird, wob.i die Konzentration im umlaufenden Waschwasser 1 bis 5 g, gerechnet als CoSO4 pro mJ, beträgt, und daß ein Teil des Waschwassers nach erfolgter Klärung zur Konstanthaltung des Chlondspiegels abgestoßen und durch Frischwasser ersetzt wird.
    Flüssig anfallende Abfälle werden seit kurzem in besonderen Verbrennungsanlagen vernichtet. Dabei fallen Verbrennungsabgase an. die je nach Art der vernichteten flüssigen Einsatzmiticl mehr oder weniger große Mengen an Staub. Schwefeloxiden und Salzsäure sowie Fluorwasserstoff mit sich fuhren. Zum Schiit/ der Umwelt ist jedoch die [mission dieser Stoffe nicht gestattet, so daß eine weitgehende Entfernung dieser Substanzen vorgenommen werden muß. Es ist vorge schlagen worden, cmc· Intstaiibiing mit Hilfe von Elektrofiltern vor/'.inehmen und anschließend die Entfernung der Schweielnxide durch Sorption an Feststoffen zu bewerkstelligen (Bergbau fursdiungs Verfahren Dechema Mönögr. 64 [1970], S. 119-129). Die Entfernung des Chlorwasserstoffs und Fluorwasser* Stoffs soll dann anschließend durch eine Wäsche erfolgert. Wie ohne weiteres ersichtlich ist, ist diese Art der Verbrcnnungsabgasatifbereilung sehr umständlich und mit hohen Investilions- und Betriebskosten behaftet.
    Die vorliegende Erfindung will diesem Mißstand begegnen und ein Verfahren in die Hand geben, mit dem ein großer Teil dieser hohen Investitions- und Betriebskosten vermieden werden kann. Der Erfindungsgedanke sieht vor, die Entstaubung sowie die Entfernung der übrigen Schadstoffe durch eine Wasserwäsche vorzunehmen, wobei das Waschwasser durch Zudosierung von Neutralisationsmitteln, insbesondere von Kalkmilch, auf einem fast neutralen pH-Wert gehalten wird und einen katalytisch wirkenden Zusatz erhält, der die durch das Einwaschen des Schwefeldioxids gebildete schweflige Säure in Schwefelsäure überführt. Die Erfindung sieht weiterhin vor, durch die Verwendung von Kalkmilch als Neutralisationsmittel eingewaschene Schwefelsäure sowie die durch Oxidation der schwefligen Säure gebildete Schwefelsäure und den eingewaschenen Fluorwasserstoff als Calciumsalze auszufällen und in einem separaten Sedimentationsbekken als Feststoffe aus dem Wasserkreislauf auszuschleusen. Der im Sedimentationsbecken abgesetzte Schlamm wird kontinuierlich oder schubweise entfernt. Er kann durch Filtration so weit entwässert werden, daß er zur Deponie geeignet ist. Gleichzeitig mit dem Ausscheiden der gebildeten Calciumsalze (Calciumsulfat und Calciumfluorid) erfolgt eine Abscheidung des eingewaschenen Staubes im Sedimentationsbecken. Zusammen mit den gebildeten Calciumsalzen erfolgt Jie Abtrennung aus dem Waschwasser. Das im Sedimentationsbecken geklärte Wasser wird wieder auf den Kopf des Waschturms aufgegeben. Ein Teil des Waschwassers wird entsprechend dem Chlorwasserstoffgehalt des Abgases abgestoßen und durch Frischwasser ersetzt und dadurch der Salzgehalt des Waschwassers auf konstanter Höhe gehalten. Dem Waschwasser wird als
    J5 katalytisch wirksames Oxidationsmittel Kobaltsulfat in einer Menge von 1 — 5 g COSO4 pro m3 Wasser zugesetzt. Die Erfindung sieht weiterhin vor. die Temperatur des zu waschenden Gases so weit abzusenken, daß ein Teil des benötigten Frischwassers
    ■to als Gaskondensat gewonnen und in j.n Waschkreislauf eingebracht wird.
    Anhand der Skizze soll das Verfahren noch einmal kurz beschrieben werden.
    Das zu waschende Abgas wird über Leitung 2 dem
    4ΐ Absorber 1 zugeführt. Es verläßt, befreit von Staub und sonstigen unerwünschten Bestandteilen, über Leitung 3 den Absorber und gelangt über einen Kamin ins Freie. Das zu waschende Gas wird über Leitung 4 mit Waschwasser im Ocgenstrom in Berührung georacht.
    so Das Wasser rieselt von oben nach unten durch den Absorber und wird über Leitung 7 abgezogen. Die Hauptinenge des abgezogenen Waschwassers wird n.ittcls der Pumpe 6 durch die Leitung 5 wieder in den Absorber 1 gefördert. F.in Teilstrom des Waschwassers gelangt in das Absetzbecken 9. indem die Feststoffe ausgeschieden werden. Mittels der Pumpe 10 wird das geklärte Waschwasser über Leitung 4 wieder auf den Kopf des Absorbers I aufgegeben. Die Feststoffe werden über Leitung 11 aus deir Sedimentationsbecken 9 ahgcviigen und gelangen über ein Filter, beispielswei st über ein Iruromdfilicr 12= Über 13 werden du· Feststoffe ausgetragen, während das Filtrat über Leitung 14 dem Klarwasscr ini Sediineniaiiönsbecken 9 zugeführt Wird. Ein Teil des Waschwassers wird über
    ''■> Leitung 15 in den Vorfluter entlassen. Zur Neutralisation des Waschwassers und zur Fällung der eingebrachten bzw. gebildeten Schwefelsäure sowie des eingewa· schönen Fluorwasserstoffs wird über Leitung 16 dem
DE19722241623 1972-08-24 1972-08-24 Verfahren zur Reinigung von Abgasen aus Abfallverbrennungsanlagen Expired DE2241623C3 (de)

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Publication Number Publication Date
DE2241623A1 DE2241623A1 (de) 1974-03-07
DE2241623B2 DE2241623B2 (de) 1978-04-13
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DE2913329C2 (de) * 1979-04-03 1984-11-22 Dechema Deutsche Gesellschaft F. Chem. Apparatewesen E.V., 6000 Frankfurt Verfahren zur Abscheidung von Spuren gasförmiger Schadstoffe auf Basis von Schwefel aus Abgasen durch chemische Absorption
DE3216561A1 (de) * 1982-03-16 1983-09-29 Feraton Anstalt, 9494 Schaan Verfahren zum reinigen von abgas und zur rueckgewinnung von waerme und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
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CN109045975A (zh) * 2018-08-28 2018-12-21 天津市岩丰精机有限责任公司 一种锂云母焙烧烟气处理工艺

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Publication number Publication date
DE2241623B2 (de) 1978-04-13
DE2241623A1 (de) 1974-03-07

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