DE2241060B2 - Zweistufiger Transistorverstärker und Übertragungsverfahren für ein Kabel-Fernsehsystem - Google Patents
Zweistufiger Transistorverstärker und Übertragungsverfahren für ein Kabel-FernsehsystemInfo
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Description
und einem Stromrückkopplungszweig zwischen den Transistoren vorgesehen ist und die beiden Verstärker
in Gegentaktschaltung zur Unterdrückung der zweiten Oberwelle geschaltet sind.
11. Verstärker nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet daß die Phasenverschiebung über die gesamte Bandbreite der Fernsehsignale in einem
Bereich von 90 ± !5° gehalten wird.
12. Verstärker iiach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Phasenverschiebung über eine Bandbreite von ungefähr 260 MHz in dem
angegebenen Bereich gehalten ist
13. Verfahren zum Herabsetzen der Amplitudenmodulation des Fernsehsignals eines Fernsehkanals
durch das Signal eines zweiten Fernsehkanals auf Grund der Kreuzmodulation zwischen den beiden
gleichzeitig über ein Fernsehkabel übertragenen Signalen, dadurch gekennzeichnet, daß die über das
Kabel übertragenen Fernsehsignale mit einem Transistorverstärker mit zwei Stufen verstärkt und
eine Spannungsrückkopplung und eine Stromrückkopplung von der Ausgangsstufe des Verstärkers
zur Eingangsstufe des Verstärkers vorgesehen und dadurch die Phasenverschiebung der Verstärkerschleife
bei im wesentlichen 90° über die gesamte Bandbreite der Fernsehsignale gehalten wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenverschiebung der
Verstärkerschleife in einem Bereich von 90 ± 15° innerhalb der gesamten Fernsehbandbreite bwiialten
wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenverschiebung über
eine Bandbreite von ungefähr 260MHz in dem angegebenen Bereich gehalten ist.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen zweistufigen Transistorverstärker für ein Kabel-Fernsehsystem,
in welchem eine Vielzahl von getrennten Signalkanälen gleichzeitig über ein Kabel übertragen
wird, sowie auf ein Verfahren zum Herabsetzen der Amplitudenmodulation des Fernsehsignals eines Fernsehkanals
durch das Signal eines zweiten Fernsehkanals auf Grund der Kreuzmodulation zwischen den beiden
gleichzeitig über ein Fernsehkabel übertragenen Signalen.
Bei Kabelfernsehsystemen, bei denen die Signale vieler Fernsehkanäle über eine Kabel-Hauptstation an
eine Vielzahl von entlang dem Kabel angeschlossenen Teilnehmern übertragen werden, sind zahlreiche Verstärker
in Kaskade geschaltet und im Abstand voneinander längs des Kabels angeordnet, um der
Signalschwächung im Kabel entgegenzuwirken. Die Anzahl der Teilnehmerstationen, die an einem Kabel
angeschlossen sein kann, hängt von der Länge des verwendeten Kabels ab, und diese hängt wiederum von
gewissen begrenzenden Faktoren einschließlich der Anzahl der getrennten Verstärker ab, welche in
Kaskade geschaltet werden können, bevor das Signal/ Rauschverhältnis auf einen unannehmbaren Wert
abfällt. Eine Lösung für das Rauschproblem besteht darin, daß die Verstärker bei höheren Ausgangspegeln
betrieben werden; damit nimmt aber auch die Verzerrung der Verstärker zu, wodurch wiederum ein
Grenzwert gegeben ist. Somit sind derartige Systeme
einerseits durch Verzerrung und andererseits durch Rauscheinflüsse beeinträchtigt, und diese beiden Faktoren
begrenzen die Länge des Kabelabschnittes, die benutzt werden kann.
Ein wesentlicher Faktor bei der Verzerrung entlang der Verstärkerkette ist die Kreuzmodulation iuf Grund
der Nichtlinearität der Verstärker in der Kette, d. h. die Modulation eines der Trägersignale durch die bezüglich
der Amplitude modulierten Signale des anderen Trägers. Beispielsweise werden die Hurizont?l-Synchronisierimpulse
auf dem Kanal 2 durch Amplitudenmodulation des Trägersignais dieses Kanals erzeugt.
Die Kreuzmodulation in dem System führt dazu, daß diese Amplitudenmodulation auch in einem oder
mehreren der anderen Kanäle, beispielsweise dem Kanal 5 auftritt und das Fernsehbild dieses Kanals
unbrauchbar macht.
Um diese Wirkungen der Kreuzmodulation zu unterdrücken, hat man versucht möglichst lineare
Verstärker zu bauen, indem man bessere Transistoren verwendete und diese bei hohen Strom- und Spannungspegeln betrieb. Indessen muß man nicht nur die
Verzerrungen herabsetzen, sondern auch über die gesamte Bandbreite des Verstärkers eine flache
Verstärkungscharakteristik erreichen. Die Fernsehbandbreite erstreckt sich von 40 bis 300MHz, und
bezüglich des Stromes wird gefordert, daß die Verstärkung sich über der gesamten Bandbreite um
weniger als 1A dB ändert. Dadurch wird sichergestellt, daß einzelne Fersehkanäle nicht mehr verstärkt
werden als andere und die Verstärker nicht in die Sättigung getrieben werden.
Bei der Auslegung dieser Verstärker ist es auch sehr wichtig, daß eine annehmbare Widerstandsanpassung
zwischen dem Kabel und dem Verstärker am Einlaß und am Auslaß jedes Verstärkers erreicht wird und daß die
Widerstandsanpassung über die gesamte Frequenzbandbreite aufrechterhalten wird. Es sind strenge
Richtlinien bezüglich der Impedanzanpassung längs der Verstärkerkette erforderlich, um sicherzustellen, daß
keine Signalreflexionen an den E-ngangs- und/oder Ausgangsverstärkerklemmen auftreten, welche zu unannehmbaren
Schattenbildern in den empfangenen Fernsehbildern führen würden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Verstärker der eingangs genannten Art zu schaffen, bei
dem die Wirkung der Kreuzmodulation erheblich herabgesetzt ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die beiden Verstärkerstufen durch einen Spannungs-
und einen Stromrückkopplungszweig miteinander verbunden sind und daß die Rückkopplungsimpedanzen
derart gewählt sind, daß sich über die gesamte Bandbreite der Fernsehsignale eine Gesamt-Phasenverschiebung
des Verstärkers von etwa 90° ergibt. Zweistufige Verstärker mit einem Spannungs- und
einem Stromrückkopplungszweig sind an sich bekannt, jedoch wird die Rückkopplung nicht dazu benutzt, eine
Phasenverschiebung von 90° zu erreichen.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren zum Herabsetzen der Amplitudenmodulation des
Fernsehsignals eines Fernsehkanals durch das Signal eines zweiten Fernsehkanals auf Grund der Kreuzmodulation
zwischen den beiden gleichzeitig über ein Fernsehkabel übertragenen Signale, dadurch gekennzeichnet,
daß die über das Kabel übertragenen Fernsehsignale mit einem Transistorverstärker mit zwei
Stufen verstärkt und eine Spannungsrückkopplung und eine Stromrückkopplung von der Ausgangsstufe des
Verstärkers zur Eingangsstufe des Verstärkers vorgesehen und dadurch die Phasenverschiebung der Verstärkerschleife
bei im wesentlichen 90° über die gesamte Bandbreite der Fernsehsignale gehalten wird.
Vorteilhafte Ausführungsformen bzw. Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unieransprüchen
gekennzeichnet.
Die Verminderung der Kre^zmodulation beim
ίο Gegenstand der Erfindung gestattet es, die Verstärker
mit höheren Ausgangspegeln zu betreiben und dadurch die nutzbare Länge des Kabels und die Anzahl der
anschließbaren Teilnehmerstellen wesentlich zu erhöhen. Auch kann eine optimale Impedanzanpassung des
Kabels an den Eingang bzw. Ausgang des Verstärkers durch entsprechende Auswahl der Widerstandselemente
der Verstärkerschaltung erreicht werden, so daß Signalreflexionen längs des Kabels im wesentlichen
vermieden werden. Schließlich ist es möglich, die Flachheit der Verstärkungscharakteristik über die
gesamte Fernsehbandbreite aufrechtzuerhalten.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnungen
erläutert; es stellen dar
F i g. 1 ein Spektrum eines Paares von Fernsehträgerfrequenzen der Kanäle 2 und 5, wobei mit der
Trägerfrequenz von Kanal 5 bezüglich der Amplitude modulierte Seitenbandsignale übertragen werden und
diese Seitenbandsignale durch Kreuzmodulation auch auf den Kanal 2 übertragen werden,
Fig. 2A, 2B ein Zeigerdiagramm der Trägersignale
und der oberen und unteren Seitenbandsignale,
Fig. 3 ein Diagramm der Phasenverschiebung einer
Verstärkerschleife über der Frequenz bei einem herkömmlichen Verstärker und bei einem Verstärker
nach der Erfindung,
F i g. 4 ein Diagramm einer einfachen Form einer Verstärkerschaltung nach der Erfindung,
Fig . *>
eine andere Ausführungsform eines Verstärkers nach der Erfindung mit einem Ausgangskanal,
Fig. 6 eine andere Ausführungsform eines Verstärkers
nach der Erfindung, bei welchem ein Paar Verstärk'TSchaltungen in Gegentaktschaltung verbunden
sind.
In Fig. 1 ist eine Spektralcharakteristik der Signale
zweier Fernsehkanäle dargestellt, die gleichzeitig über ein Fernsehkabel übertragen werden können, wobei
sich versteht, daß derzeit die Signale von bis zu 50 Kanälen übertragen werden können. Es sind zwei in
Prüfgeräten verwendete Seitenbandsignale dargestellt, wogegen beim tatsächlichen Betrieb ein Seitenband
unierdrückt ist, um mit weniger Bandbreite auszukommen. Eimer dieser Kanäle, beispielsweise der Kanal
CH5 mit dem Träger 11, ist mit einem Synchronisiersignal
behaftet, und dieser Träger ist zusammen mit den durch die Amplitudenmodulation entstandenen Seitenbandfrequenzen
12 und 13 dargestellt. Wegen der Nichtlinearität der Verstärker in der Kabelkette führt
die Kreuzmodulation dazu, daß das Synchronisiersignal des Kanals 5 als Amplitudenmodulation auch in einem
Nachbarkanal, beispielsweise dem Kanal CH2 mit dem Träger 14, auftritt. Die Verstärker entlang der Kette
müssen mit einem hinreichend niedrigen Ausgangspegel betrieben werden, so daß dieses kreuzmodulierte Signal
im Kanal 2, welches durch Seitenbänder 15, 16 dargestellt ist, nicht das Bild des Kanals 2 beeinträchtigt,
das für den Teilnehmer entsteht, welcher den Kanal 2 längs des Kabels betrachtet. Diese Herabsetzung des
Signalpegels begrenzt die Länge des Fernsehkabels, welches in dem System verwendet werden kann.
Verstärker mit verbesserter Linearität tragen dazu bei, dieses Problem zu lösen, obgleich zusätzliche Probleme
einschließlich der Impedanzfehlanpassung an den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen des Verstärkers
sowie der Flachheit der Verstärkerkurve auftreten.
Es wurde indessen nunmehr herausgefunden, daß die Kreuzmodulation wesentlich herabgesetzt und damit
dieser Anteil der Verstärkungsverzerrung unter Kontrolle gebracht werden kann, wenn man die Phasenverschiebung
der Verstärkerschleife nahe bei 90° über die gesamte Betriebsbandbreite hält. Die Wirkung der
konstanten Phasenverschiebung von 90° wird am besten aus F i g. 2A verstanden, wo die beiden bezüglich
der Amplitude modulierten Seitenbandfrequenzen 15 und 16, welche dem benachbarten Trägersignal 14
aufmoduliert wurden, als zwei Zeiger dargestellt sind, die dem Zeiger des Trägersignals hinzugefügt sind.
Diese beiden Seitenbandfrequenzen 15 und 16 drehen sich in entgegengesetzten Richtungen entsprechend
dem Verlaur der Modulationssignale, und wenn sie nach
oben gerichtet sind, verstärken sie die Amplitude des Trägersignals, während sie dessen Amplitude verringern,
wenn sie nach unten gerichtet sind, so daß sich eine Amplitudenmodulation des Trägersignals ergibt. Da die
Fernsehempfänger der Teilnehmer diese Amplitudenmodulation mit aufnehmen, ist die Signalveränderung
im Wiedergabebild zu sehen.
Wenn die Ausrichtung dieser beiden Zeiger der Seitenbänder 15 und 16 gemäß F i g. 2B um 90° gedreht
wird, so ergibt sich, daß die Amplituden der beiden Zeiger sich in entgegengesetzt gleichen Richtungen
erstrecken und die Amplituden sich auslöschen und zu keiner Amplitudenveränderung im Hauptträgerzeiger
führen. Wenn beispielsweise der eine Zeiger der Seitenbandmodulation nach oben gerichtet und der
andere nach unten gerichtet ist und die beiden Zeiger sich auslöschen, so führt dies insgesamt zu keiner
Änderung der Amplitude des Trägers 14. Obwohl die Kreuzmodulation noch auftritt, manifestiert sie sich
jedoch durch die 90°-Phasenverschiebung nicht mehr als Amplitudenmodulation des Trägers. Da der Fernsehempfänger
lediglich auf die Amplitudenmodulation und nicht auf die Phasenmodulation der Signale anspricht.
wird diese Art der Modulation entgegen der in Fig. 2A
erläuterten Modulation nicht auf dem Bildschirm wiedergegeben. Es sei angemerkt, daß das ursprüngliche
modulierte Signal, welches die Bildinformation des Kanals 2 trägt, durch diese Phasenverschiebung nicht
beeinträchtigt wird
Die neue Verstärkerschaltung stellt sicher, daß die Phasenverschiebung der Verstärkerschleife nahe bei
90° über dem gesamten Betriebsfrequenzband des Systems bleibt. Dies ist in Fig.3 durch die Kurve A
dargestellt; die Kurve B erläutert die Art der Phasenverschiebung, die sich in herkömmlichen rückgekoppelten
Verstärkerschaltungen für Kabelfernsehsysteme ergibt.
Für einen zufriedenstellenden Betrieb ist es nicht erforderlich, daß die Phasenverschiebung exakt bei 90°
gehalten wird, da auch außerhalb dieses optimalen Wertes bei Phasenverschiebungen zwischen 90 ± 15"
gute Ergebnisse erhallen werden. In Fig.4 ist
schematisch ein Schaltungsdiagramm einer einfachen Verstärkerschaltung dargestellt. Die Schaltung weist ein
Transistorpaar 21, 22 auf, wobei die Basis 23 des Eingangsverstärkers 21 mit der Eingangsklemme 24 des
Verstärkers verbunden ist, welcher die eintreffenden Fernsehsignale von dem Fernsehkabel 25 zugeführt
werden. Der Kollektor 26 des Ausgangstransistors 22 ist mit der Ausgangsklemme 27 des Verstärkers verbunden,
um die verstärkten Ausgangsfernsehsignale an den anschließenden Fer.isehkabelabschnitt 25' zu übertragen.
Die Emitier 28 und 29 der beiden Transistoren sind über die zugeordneten Emitterwiderstände Re ι bzw.
Re 2 mit Masse verbunden. Der Kollektor 31 des Eingangstransistors 21 ist mit der Basis des Ausgangstransistors
22 verbunden. Eine Spannungsrückkopplungsschaltung 33 mit dem Widerstand Rf 1 führt vom
Kollektorausgang 26 des Ausgangstransistors 22 zurück zum Emitter 28 des Eingangstransistors 21. Eine
Stromrückkopplungsschallung 34 mit einem Widerstand Rf 2 führt vom Emitter 29 des Ausgangstransistors
22 zur Basis 23 des Eingangstransistors 21. Auf diese Weise wird ein Teil der Ausgangsspannung an die
Eingangstransistorschaltung zurückgeführt, und ein Teil des Ausgangsstromes durch den Emitterwiderstand des
Ausgangstransistors 22 wird auf die Eingangsschaltung zurückgekoppelt. Diese doppelte Verstärkerrückkopplung
ergibt verschiedene günstige Eigenschaften.
Die Phasenverschiebung der Verstärkerschleifc wird im wesentlichen durch die Phasenverschiebung Φ des
Ausgangstransistors gebildet. Diese Phasenverschiebung ist im wesentlichen 90° über die gesamte
Frequenzbandbreite. Daher wird die Phasenverschiebung der Verstärkerschleife nahe bei 90° über das
gesamte Frequenzband gehalten und die Kreuzmodulation wirksam unterdrückt oder zumindest wesentlich bis
auf den Punkt vermindert, wo sie nur eine untergeordnete Rolle bei der Verstärkerverzerrung bildet.
Zusätzlich wird die Impedanz an den Eingangs- und Ausgangsklemmen des Verstärkers zu einem Wirkwiderstand,
und durch einfache Auswahl des Widerstandswertes kann die Verstärker-Ausgangsimpedanz
Ro exakt auf die Impedanz Ri des Ausgangsfernsehkabels
25' abgestimmt werden, die beispielsweise 75 Ω beträgt. Durch die Auswahl des geeigneten Wertes der
Widerstandselemente für eine Anpassung von 75 Ω am Ausgang ist die Impedanz R, des Verstärkers etwas
geringer als 75 Ω. bildet aber immer noch einen Wirkwiderstand, und die geeignete Impedanzanpassung
für das Eingangsfernsehkabel kann durch einen einfachen Trimm-Widerstand Rb erreicht werden, der in
den Eingangskreis eingefügt wird, um die Widerstandsanpassung auf den gewünschten Wert von 75 Ω für den
Widerstand Rs zu bringen. Die neue Verstärkerschaltung ergibt also eine gute Wirkwiderstandsanpassung
an beiden Eingangs- und Ausgangsklemmen, und diese Anpassung wird über das gesamte Betriebsfrequenzband
des Systems aufrechterhalten.
In Fig.5 ist eine andere Ausführungsform der
Verstärkerschaltung dargestellt, bei welcher ein Eingangsübertrager
41 und eine Ausgangsinduktionsspule 42 verwendet werden, um den Verstärker mit den
Eingangs- und Ausgangsfernsehkabeln zu verbinden. Dies ergibt eine höhere Flexibilität bei der Impedanzanpassung
an den Klemmen und erlaubt den Betrieb mit einem Ausgangskabel von 50 Ω sowie mit einem
solchen von 75 Ω. Der Emitter des Ausgangstransistors 22 ist über einen Kondensator CX mit dem Emitterwiderstand
Rei gekoppelt, der in diesem Fall im Kollektorkreis 31 des Eingangstransistors 21 liegt, um
die effektive Belastung herabzusetzen. Der Kondensator bildet bei der Betriebsfrequenz des Verstärkers
einen Kurzschlußkreis. In der Spannungsrückkopp-
lungsschaltung «st in Reihe mit dem Widerstand Rn ein
Kondensator C2 geschaltet, so daß sich eine /?C-Kopplung
zwischen dem Emitter des Eingangstransistors und dem Kollektor des Ausgangstransistors ergibt. /?i und
Ru sind Vorspannungswiderstände für die Schaltung.
Die Impedanz der Eingangs- und Ausgangsanschlüsse und die Verstärkung des Verstärkers werden durch die
Auswahl der Werte von R&, Rb, Rn, Rb und Rn
geregelt. Somit sind eine Vielzahl von Parametern zur Einstellung der Eingangs- und Ausgangsimpedanz
sowie eines Verstärkungsbereichs von 10 bis 20 dB vorgesehen.
Durch die wirksame Verminderung der Kreuzmodulation durch die neue Verstärkerschaltung erhalten auch
Verzerrungen zweiter Ordnung eine größere Bedeutung im Verstärker. Diese Verzerrungen zweiter
Ordnung können im wesentlichen unterdrückt werden, indem Verstärkerpaare im Gegentaktbetrieb gemäß
F i g. 6 angeordnet sind. Ein Eingangsübertrager 51 wird dazu benutzt, um das Eingangssignal in zwei bezüglich
der Phase um 180° versetzte Signale zur Übertragung an die beiden Verstärkerschaltungen aufzuspalten. Eine
Ausgangsverstärkerschaltung 52 verbindet die beiden Verstärkerausgänge zur Übertragung durch das Fernsehkabel.
Die Verzerrungsspannungen zweiter Ordnung in dem einen Verstärker sind um 180° phasenversetzt
gegenüber denjenigen in dem anderen Verstärker, und diese beiden Signalverzerrungen löschen sich am
Ausgang aus. Dieser Gegentaktverstärker unterdrückt daher im wesentlichen die Kreuzmodulation und
Verzerrungen zweiter Ordnung in den Verstärkern des Kabelfernsehsystems.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
$09545/373
Claims (10)
1. Zweistufiger Transistorverstärker für ein Kabel-Fernsehsystem, in welchem eine Vielzahl von
getrennten Signalkanälen gleichzeitig über ein Kabel übertragen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Verstärkerstufen (21, 22) in an sich bekannter Weise durch einen Spannungs- (33, Rf i) und einen Stromrückkopplungszweig
(34, Rfi) miteinander verbunden sind und daß die Rückkopplungsimpedanzen derart
gewählt sind, daß sich über die gesamte Bandbreite der Fernsehsignale eine Gesamt-Phasenverschiebung
des Verstärkers von etwa 90° ergibt
2. Verstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenverschiebung in einem
Bereich von 90 ± 15° über die gesamte Bandbreite des Fernsehkanals gehalten ist
3. Verstärker nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Phasenverschiebung über eine
Bandbreite von ungefähr 260 MHz in dem angegebenen Bereich gehalten ist.
4. Verstärker nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsrückkopplungszweig
(33, Rf\) zwischen dem Kollektor (26) des Ausgangstransistors (22) und dem Emitter (28) des
Eingangstransistors (21) und der Stromrückkopplungszweig (34, Rf 2) zwischen dem Emitter (29) des
Ausgangstransistors und der Basis (23) des Eingangstransistors angeschlossen ist
5. Verstärker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsrückkopplungszweig
(33) einen mit dem Emitter (28) des ersten Transistors (21) verbundenen Emitterwiderstand
(Ä£i) und einen zwischen dem Kollektor (26) des
Ausgangstransistors (22) und dem Emitter (28) des Eingangstransistors (21) angeschlossenen Parallelwiderstand
(Rf 1) aufweist und der Stromrückkopplungszweig (34) einen mit dem Emitter (29) des
Ausgangstransistors verbundenen Emitterwiderstand (Re 2) und einen zwischen dem Emitter des
Ausgangstransistors und der Basis des Eingangstransistors angeschlossenen Parallelwiderstand
(Rf 2) aufweist.
6. Verstärker nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsrückkopplungszweig
einen in Reihe geschalteten Kondensator (C2) aufweist.
7. Verstärker nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Trimm-Widerstand (Rb) an
einer der Verstärkereingangs/ausgangsklemmen (24, 27) zur Abstimmung der Impedanz an dieser
Klemme vorgesehen ist.
8. Verstärker nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Übertrager (41) die
Basis des Eingangstransistors (21) mit einer Eingangsschaltung (24) und ein zweiter Übertrager (42)
den Ausgang des Ausgangstransistors (22) mit einer Ausgangsschaltung (27) verbindet.
9. Verstärker nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Trimm-Widerstand (Rb) zwischen
dem Eingangsübertrager (41) und der Basis des Eingangstransistors (21) vorgesehen ist.
10. Verstärker nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich ein ähnlicher Verstärker
mit Eingangs- und Ausgangstransistoren (21', 22') und einem Spannungsrückkopplungszweig
060
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US17389871A | 1971-08-23 | 1971-08-23 |
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| DE2241060A1 DE2241060A1 (de) | 1973-03-01 |
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Family Applications (1)
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