DE2240739C3 - Einrichtung zur Identifizierung von Mikrofichekarten - Google Patents
Einrichtung zur Identifizierung von MikrofichekartenInfo
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- DE2240739C3 DE2240739C3 DE19722240739 DE2240739A DE2240739C3 DE 2240739 C3 DE2240739 C3 DE 2240739C3 DE 19722240739 DE19722240739 DE 19722240739 DE 2240739 A DE2240739 A DE 2240739A DE 2240739 C3 DE2240739 C3 DE 2240739C3
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Identifierung
von Mikrofichekarten für Lese- und Kopiergeite, bei der zur Identifizierung einer bestimmten, ausjbringenden
Mikrofichekarte nacheinander die Codeeichen an den Mikrofichekarten in einem Speicher
ausgelesen werden.
Solche Einrichtungen werden insbesondere bei Mikrofichekarten verwendet, die Postkartenformat haben.
Es ist üblich, in einem Speicher eine große Zahl von Mikrofichekarten, von denen jede mit einer großen
Zahl von Einzelbildern, im folgenden Frames genannt, versehen ist, aufzubewahren. Jede Mikrofichekarte ist
mit einem spezifischen, sie charakterisierenden Codezeichen versehen. Eine bestimmte, gesuchte Mikrofichekarte
wird durch Lesen oder Abtasten des Codezeichens identifiziert und dem Speicher entnommen.
Die bisher bei Mikrofichekarten verwendeten Codezeichen bestehen aus Einkerbungen in verschiedenen
Formen, die im Rücken der Randleiste der im Speicher angeordneten Mikrofichekarten angebracht sind. Diese
Codezeichen werden mit Hilfe von mechanischen Abtastverfahren abgelesen. Bei einigen Anwendungsfälien
werden die Mikrofichekarten auch in Paketen gespeichert, wobei jedes Paket Einkerbungen in verschiedenen
Formen aufweist, die sich von den Einkerbungen anderer Pakete unterscheiden. Die Herstellung von mit
Einkerbungen versehenen Mikrofichekarten erfordert ein aufwendiges und kompliziertes Produktionsverfahren;
weiterhin können die verschiedenen Formen der Einkerbungen nur durch eine umfangreiche, mechanisch
arbeitende Einrichtung abgetastet werden, um die einzelnen Mikrofichekarten zu identifizieren.
Aus dem DT-Gbm 7 047 376 ist ein Mikrofilmlesegerät zur Auswertung eines außerhalb der eigentlichen
Bildfelder mit Code- oder Registermarkierungen versehenen Mikrofilmstreifens mit einem während der Auswertung
die Planlage des zu projizierenden Filmstück sichernden Andruckrahmen bekannt, bei dem der Andruckrahmen
eine außerhalb der eigentlichen Bildfelder in den Rahmen eingelassene reflektierende Fläche
zur Beleuchtung und/oder Ausspiegelung der Codeoder Registermarkierungen aufweist. Dabei werden
also die Codezeichen des Mikrofilmstreifens mittels einer reflektierenden Fläche an dem Andruckrahmen
abgetastet, der jeweils über den gewünschten Bildausschnitt des Mikrofilmstreifens gelegt wird. Diese Einrichtung
läßt sich jedoch nur bei einem Mikrofilm zusammen mit einem Andruckrahmen verwenden.
Bei den herkömmlichen Einrichtungen zur Identifizierung von in einem Speicher befindlichen Mikrofichekarten
werden diese dem Speicher entnommen und einzeln an einer Identifizierungseinrichtung vorbeigeführt,
von der eine bestimmte, gesuchte Mikrofichekarte ausgewählt und dann der weiteren Verwendung zugeführt
wird. Hierbei nimmt also das eigentliche Auslesen genausoviel Zeit in Anspruch wie das sich daran
anschließende Auswerfen bzw. Austragen; außerdem bereitet das Abtasten von mit Einkerbungen versehenen
Mikrofichekarten besondere Schwierigkeiten.
Der Erfindung liegt also deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Identifizierung von Mikrofichekarten
der angegebenen Gattung zu schaffen, bei der eine bestimmte Karte im Speicher schnell und sicher
gefunden wird, und die auch bei mit Einkerbungen versehenen Karten verwendbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Abtastlichtquelle, durch eine Lichtempfangseinrichtung,
durch wenigstens einen an den Mikrofichekarten im Speicher angebrachten Reflektor und durch
mehrere Sätze von Codezeichen, wobei ein Satz von Codezeichen auf der Oberfläche wenigstens dieses
einen Reflektors oder einem Teil einer jeden Mikrofichekarte in der Weise vorgesehen ist, daß in einer Ab-
iaststellung der Mikrofichekarte der Satz von Codezeichen
im Strahlengang des von der Lichtquelle ausgehenden Lichtes angeordnet ist, und wobei das Licht von
wenigstens diesem einen Reflektor zurückgeworfen wird, den Sau von Codezeichen durchdringt und auf
die Lichtempfangseinrichtung auftrifft.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile liegen insbesondere darin, daß die Mikrofichekarten zur identifizierung
nicht aus dem Speicher herausgezogen werden müssen, so daß sich bei der Abtastung einer jeden einzelnen
Karte eine beträchtliche Zeitersparnis ergibt. Erst wenn eine Karte identifiziert ist, wird sie vollständig
dem Speicher entnommen. Die Zeitersparnis kann man sich in einer Überschlagsrechnung dadurch klarmachen,
daß vor dem Auswerfen einer bestimmten, gesuchten Karte mehrere hundert oder noch mehr Karten
abgetastet werden müssen. Weiterhin können mit dieser Einrichtung auch Mikrofichekarten identifiziert
werden, bei denen die Markierungen aus Einkerbungen in den verschiedensten Formen bestehen. Da diese Einkerbungen
in der Randleiste einer Karte angebracht sind, ergibt sich sogar eine sehr schnelle und sichere
Abtastung. Außerdem müssen die Mikrofichekarten zur Identifizierung nicht bewegt werden, so daß das Abtasten
und Auffinden einer bestimmten Karte ohne unmittelbare Berührung der Karte möglich ist; schließlich
hat die erfindungsgemäße Einrichtung einen einfachen und kompakten Aufbau, so daß sie ohne großen Aufwand
in ein Lesegerät eingesetzt werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die schematischen
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung eines Lesegeräts für Mikrofichekarten, bei dem die erfindungsgemäße
Einrichtung verwendet wird,
F i g· 2 eine perspektivische Ansicht einer Mikrofichekarte,
die mit der Einrichtung nach der Erfindung identifiziert werden kann,
F i g. 3 eine Ansicht einer Ausführungsform der Einrichtung gemäß der Erfindung,
F i g. 4 und 5 Ansichten weiterer Aurführungsfoirmen
der Einrichtung gemäß der Erfindung,
Fig.6 bis 10 Beispiele für die Anordnung des Reflektors
an einer geneigten Fläche der Randleiste der Mikrofichekarte,
F i g. 11 eine Ansicht einer Ausführungsform, bei der
ein Reflektor in dem Speicher vorgesehen ist,
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht einer Mikrofichekarte,
die bei der Ausführungsform nach F i g. 11 verwendet wird und
F i g. 13 bis 15 Modifikationen der in F i g. 11 gezeigten
Ausführungsform.
F i g. 1 zeigt einen Speicher 2, der drehbar im oberen Teil eines Gehäuses 1 eines Gerätes zum Lesen und
Kopieren von Mikrofichekarten angeordnet ist. Der zylindrische Speicher 2 enthält eine große Zahl von Mikrofichekarten
3, die radial darin gelagert sind. Jede Mikrofichekarte 3 enthält eine Anzahl von Frames
oder Einzelbildern IA mit bestimmten Informationen.
An einem Randstreifen der Mikrofichekarte 3 ist eine Randleiste 3D vorgesehen, wie in F i g. 2 gezeigt ist. Die
einzelne Mikrofichekarte 3 wird mittels einer Abtast- und Entnahmeeinrichtung aus dem .Speicherbehälter
herausgezogen.
Die Einrichtung zur Identifizierung der Mikrofichekarten
weist eine Abtastlichtquelle 5 und eine Lichtempfangseinrichtung 6 auf, die beide im folgenden im Detail
erläutert werden. Ein optisches System mit einer Lichtquelle 7 A, einem Reflektor 7B, einem Linsensystem
7Cund einem Reflektor 7Dist so angeordnet, daß
eine bestimmte, aus dem Speicher 2 herausgezogene Mikrofichekarte 3 in dieser Abta^tstellung in den Raum
zwischen dem Linsensystem 7Cund dem Reflektor 7D
hineinragt. Ein weiterer Reflektor 8, der mittels einer Welle drehbar gelagert ist, ist unterhalb des Reflektors
7D angeordnet. An der Welle ist ein Zahnsegment 9,
das im Eingriff mit einem Ritzel Il eines Motors 10 ίο steht, angebracht, so daß der Reflektor 8 mittels des
Zahngetriebes und des Motors geschwenkt werden kann.
An der Stirnseite des Gehäuses 1 ist ein Schirm 12 vorgesehen, auf den die Informationen eines bestimmten
Frames der Mikrofichekarte 3 projiziert werden können. Im unteren Teil des Gehäuses befindet sich
eine Belichtungseinrichtung 14 mit einem Förderband 13. Bei der Belichtungseinrichtung 14 ist eine Entwicklungseinrichtung
15 vorgesehen. In der Nähe der Entwicklungseinrichtung
15 befindet sich eine Austragöffnung 16 für das lichtempfindliche Aufzeichnungsmaterial.
Ein Tastenfeld 17 dient dazu, den Satz von Codezeichen oder Markierungen der gesuchten, auszugebenden
Mikrofichekarte in die Identifizierungseinrichtung einzugeben.
Ist die Identifizierungseinrichtung auf einen bestimmten Satz von Codezeichen eingestellt, so wird die
gewünschte Mikrofichekarte 3 aus dem sich drehenden Speicher 2 herausgezogen. Die Mikrofichekarte wird
dann so angeordnet, daß sich das gewünschte Frame 3/4 in dem Strahlengang des von der Lichtquelle 7Ά
ausgehenden Lichts befindet. Ist der Reflektor 8 in der in F i g. 1 mit durchgehenden Linien dargestellten Stellung,
so wird eine Abbildung der Informationen auf dem Frame 3A auf den Schirm 12 geworfen. Wird ein
Umschaltknopf (nicht dargestellt) betätigt, so schaltet sich der Motor 10 ein und schwenkt den Reflektor 8
mittels des Ritzels 11 und des Zahnsegmentes 9 aus der
mit durchgehenden Linien gezeichneten Stellung in die mit gestrichelten Linien gezeichnete Stellung. Dadurch
fällt das vcn dem Reflektor 7D reflektierte Licht auf die Belichtungseinrichtung 14, so daß ein lichtempfindliches
Aufzeichnungsmaterial, das sich in der Belichtungseinrichtung befindet, durch eine Abbildung des
Frames 3A belichtet wird.
Das durch eine Abbildung der Informationen aul dem Frame 3Λ belichtete Aufzeichnungsmaterial wird
in der Entwicklungseinrichtung 15 entwickelt und aus dem Gerät durch die Austragsöffnung 16 ausgegeben
Vorher kann das Aufzeichnungsmaterial bei Bedarl eine Trocknungseinrichtung durchlaufen. Befindet sich
der Reflektor 8 in der mit gestrichelten Linien gezeichneten Stellung, so ist ein Mikroschalter (nicht dargestellt)
betätigbar, um das Förderband 13, die Entwick lungseinrichtung 15, die Trocknungseinrichtung und di<
Austragseinrichtung in Betrieb bzw. in Bewegung zi setzen.
Die in F i g. 2 gezeigte Randleiste 3Ö, die an der Mi
krofichekarte 3 befestigt ist, weist in der Mitte ihre
Rückseite eine Aussparung 3Cauf. In diese Aussparunj
3C'ragt ein Teil eines Randstreifens 3£f der Mikrofiche
karte 3. Auf dem Randstreifen 3E ist ein Satz von Co dezeichen oder Markierungen 3D vorgesehen. Vo;
einem Ende der Leiste in Längsrichtung gesehen, weis ein Teil der Rückseite der Randleiste 3ß, der der Aus
sparung 3C entspricht, die Form eines umgekehrten }
auf, wie in F i g. 3 dargestellt ist. Die beiden geneigte Flächen Mund A'des umgekehrten V weisen eine spit
gelnde Oberfläche auf, so daß sie Licht reflektieren. Auf Grund dieser Anordnung wird das von der Lichtquelle
5 ausgehende und auf die geneigte Fläche M !reffende Licht von dieser reflektiert. Das Licht dringt dann
durch den in die Aussparung 3Cragenden Randstreifen 3E der Mikrofichekarte 3 und trifft auf die geneigte
Fläche N. An dieser wird das Licht wiederum reflektiert und fällt anschließend auf die Lichtempfangseinrichtung
6. Auf Grund dieses Weges der Lichtstrahlen wird der Satz von Codezeichen 3D, der auf dem Rand- ίο
streifen 3E angebracht ist, mit der Lichtempfangseinrichtung 6 ausgelesen. Zwischen der Lichtquelle 5 und
der Empfangseinrichtung 6 ist eine Lichtabschirmplatte 18 vorgesehen.
Der Satz von Codezeichen 3D kann auch auf geneigte Flächen M oder N aufgebracht werden. In diesem
FaIi braucht der Randstreifen 3£ nicht in die Aussparung 3C zu ragen. Eine derartige Anordnung ist in
F i g. 4 gezeigt.
Im allgemeinen beträgt die Dicke der Randleiste ao einer Mikrofichekarte höchstens 2 mm, da der Platzbedarf
im Speicher 2 berücksichtigt werden muß. Aus diesem Grund ist die auftreffende Lichtmenge begrenzt,
wenn die eine geneigte Fläche als Einfallsfläche und die andere als Reflexionsfläche verwendet wird, wie in
F i g. 3 gezeigt ist. Dabei kann jedoch ein Problem dadurch auftreten, daß die Codezeichen nicht mit ausreichender
Genauigkeit ausgelesen werden können, wenn der Wirkungsgrad der Einrichtung zur Identifizierung
der Mikrofichekarten sowie die Präzision bei der Einstellung der Karte und der Einrichtung relativ zueinander
berücksichtigt werden. Bei der im folgenden zu beschreibenden Ausführungsform tritt dieses Problem
nicht auf bzw. wird minima! gehalten.
Wie in F i g. 5 gezeigt ist, durchläuft das von der Lichtquelle 5 ausgehende Licht eine Kondensorlinse 19
und einen halbdurchlässigen Spiegel 20 und fällt auf die beiden geneigten Flächen M und N auf der Rückseite
der Randleiste 3ß. Der Teil des Lichts, der auf die geneigte Fläche M trifft, wird nach dem Durchgang durch
den Randstreifen 3E der Mikrofichekarte an der geneigten Fläche N reflektiert und trifft auf den halbdurchlässigen
Spiegel 20. Der Teil des Lichts, der auf die geneigte Fläche N auftrifft, fällt nach dem Durchgang
durch den Randstreifen 3f der Mikrofichekarte und der Reflexion an der Fläche M ebenfalls auf den
halbdurchlässigen Spiegel 20. Das auf den halbdurchlässigen Spiegel 20 auftreffende Licht wird erneut an diesem
reflektiert und trifft nun auf die Lichtempfangseinrichtung 6. Die in der Lichtempfangseinrichtung 6 ankommende
Lichtmenge ist daher bei der in F i g. 5 gezeigten Ausführungsform doppelt so groß wie bei der
in F i g. 3 gezeigten Ausführungsform. Die Ausgangsleistung der Identifizierungseinrichtung wird um den gleichen
Betrag erhöht.
Unter der Annahme, daß bei der in F i g. 5 gezeigten Ausführungsform der Winke! zwischen den beiden Flächen
M und N 90° beträgt, sind die von den beiden geneigten Flächen M und N reflektierten und auf den
halbdurchlässigen Spiegel 20 treffenden Strahlen paral-IeI
zu den einfallenden Strahlen. Das gilt auch dann, wenn sich die Mikrofichekarte 3 in einer schrägen Lage
befindet, wie mit den gestrichelten Linien angedeutet ist. Die zurückgeworfenen Lichtstrahlen werden vom
halbdurchlässigen Spiegel 20 in einen Bereich reflektiert, in dem die Lichtempfangseinrichiung 6 vorgesehen
ist. Die Neigung bzw. die schräge Lage der Mikrofichekarte 3 wird dadurch ausgeglichen.
Der Satz von Codezeichen 3D, der an dem in die Aussparung 3C ragenden Teil des Randes 3£der Mikrofichekarte
3 angebracht ist, kann gleichzeitig mil dem fotografischen Aufbringen der Informationen auf
die einzelnen Frames 3A der Karte hergestellt werden. Auf der einen oder auf beiden geneigten Flächen M
und N kann eine Markierung von Hand angebracht werden. Diese Markierung ist zusammen mit dem Satz
von Codezeichen auf dem Rand der Karte lesbar. Der Satz von Codezeichen kann mittels eines mit einem
Rechner verbundenen und von diesem gesteuerten Mikrofilmgerätes angebracht werden.
F i g. 6 zeigt eine Anzahl von Mikrofichekarten 3, die nebeneinander in einem drehbaren oder verschiebbaren
Speicher angeordnet sind. Jede der Karten weist eine Randleiste 3ß auf, die an einem Randstreifen der
Karte mit einem doppelt klebenden Band befestigt ist. Die Randleiste 3ß hat eine geneigte Fläche K, die in
Längsrichtung der Leiste angeordnet ist und einen keilförmigen Raum zwischen dem Randstreifen 3£und der
geneigten Fläche K der Randleiste 3ß freiläßt. Nach einer bevorzugten Ausführungsform verläuft eine neben
der geneigten Fläche K der Leiste 3ß liegende Fläche 21 parallel zur Mikrofichekarte 3, wobei die geneigte
Fläche K mit der Seitenfläche 21 und der Mikrofichekarte 3 einen Winkel von 45° bildet. Die geneigte
Fläche K hat eine spiegelnde Oberfläche, so daß auftreffendes Licht reflektiert wird. Die Seitenfläche 21
der Randleiste 3ß hat ebenfalls einen reflektierenden Bereich 22.
jede der Mikrofichekarten 3 weist an ihrem Randstreifen
3£" einen spezifischen Satz von Codezeichen auf. Dieser wird gleichzeitig mit dem Aufbringen der
Informationen auf die einzelnen Frames 3A der Mikrofichekarte 3 auf fotografische Weise erzeugt. Hierdurch
wird die Herstellung einer Markierung zur Identifizierung der Mikrofichekarten leicht und mit geringem
Aufwand möglich.
Wie in F i g. 6 gezeigt ist, sind die Abtastlichtquelle 5, die Kondensorlinse 19 und der halbdurchlässige Spiegel
20 in der Abtaststellung angebracht. In einem rechten Winkel zum halbdurchlässigen Spiegel 20 ist eine Linse
23 und die Lichtempfangseinrichtung 6 angeordnet. Das von der Lichtquelle 5 ausgehende Licht fällt auf die
geneigte Fläche K der Randleiste 3ß der Mikrofichekarte 3, die sich in der Abtaststellung befindet. Das
Licht wird dann reflektiert und dringt durch den Randstreifen 3£der Mikrofichekarte. Anschließend fällt das
Licht auf den reflektierenden Bereich 22 der Seitenfläche 21 einer benachbarten Mikrofichekarte 3. Das
Licht wird von dem reflektierenden Bereich 22 zurückgeworfen und durchläuft den gleichen Strahlengang
wie beim Einfallen in umgekehrter Reihenfolge. Nach dem Durchgang durch den Randstreifen 3£der Mikrofichekarte
3 und der Reflexion an der geneigten Fläche K trifft das Licht ? if den halbdurchlässigen Spiegel 20.
Das Licht wird an dem Spiegel 20 reflektiert und fällt durch die Linse 23 auf die Lichtempfangseinrichtung 6.
Der Satz von Codezeichen, der am Randstreifen 3 E angebracht ist, wird in eine Vergleichsschaltung (nicht
dargestellt) eingegeben, die die Codezeichen abliest und ermittelt. In dieser Schaltung wird der Satz von
Codezeichen mit dem vorher eingegebenen Satz verglichen. Stimmen die beiden Sätze überein, so wird die
Mikrofichekarte in der Entnahmestellung aus dem Speicher herausgezogen.
Statt des an der Seitenfläche 21 der Randleiste 3ß vorgesehenen, Licht reflektierenden Bereichs 22, kann
ein Licht reflektierendes Element 24 an der Seitenfläche des Randstreifens 3E der Mikrofichekarte angebracht
werden. Das Element 24 ist dabei an der der geneigten Fläche K der Randleiste 3ß gegenüberliegenden
Seitenfläche angebracht (s. F i g. 7). In diesem Fall ist, unabhängig von einer Verschiebung oder einer
Neigung der benachbarten Mikrofichekarte 3, ein genauer Strahlengang gewährleistet.
Die in F i g. 8 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von den in den F i g. 6 und 7 gezeigten Ausführungsformen
dadurch, daß zwischen der geneigten Fläche K der Randleiste 3ß und dem Randstreifen 3Eder
Mikrofichekarte 3 kein keilförmiger Raum vorgesehen ist. Bei dieser Ausführungsform ist ein Satz von Codezeichen
auf der geneigten Fläche K angebracht, die auch als spiegelnde Fläche ausgebildet ist. An der Seitenfläche
21 der Randleisten ist, wie in F i g. 6 gezeigt, ein reflektierender Bereich 22 vorgesehen.
Die in F i g. 9 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von den in den F i g. 6, 7 und 8 gezeigten Aus- »o
führungsformen dadurch, daß die geneigte Fläche K bei dieser Ausführungsform entgegengesetzt zu der Neigung
der Fläche K bei den früheren Ausführungsformen geneigt ist. Auf der geneigten Fläche K jeder
Randleiste 3B ist ein Satz von Codezeichen vorgese- as
hen. An einem Randstreifen jeder Mikrofichekarte ist auch bei dieser Ausführungsform ein reflektierendes
Element 23 angebracht. Das Licht reflektierende Element 25 kann jedoch auch innerhalb der einzelnen
Randleisten 3B angebracht werden, wie in F i g. 10 gezeigt ist.
Bei dieser Ausführungsform sollte die Randleiste aus Kunststoff hergestellt werden. Die spiegelnde Fläche
wird durch einen Metallüberzug gebildet, der vorzugsweise durch ein galvanisches Verfahren aufgebracht
wird. Die Randleiste kann auch aus Aluminium bestehen, wobei eine Schicht aus einem synthetischen Harz
auf der geneigten Fläche nach der Behandlung mit Diamant aufgebracht wird. Die Leiste kann auch durch Ultraschallschweißen
mit der Mikrofichekarte verbunden werden. Besteht die Randleiste aus Metall, so kann die
spiegelnde Fläche nach dem Polieren durch Plattieren mit Metall hergestellt werden. Handelt es sich bei dem
verwendeten Metall um rostfreien Stahl, so muß die spiegelnde Fläche nur poliert werden. Nach einer bevorzugten
Ausführungsform handelt es sich bei der Licht reflektierenden Fläche gemäß der Erfindung um
eine spiegelnde Fläche; die Licht reflektierende Fläche kann aber auch das Licht diffus zurückwerfen.
Bei der in F i g. 11 gezeigten Ausführungsform ist
eine große Anzahl von Mikrofichekarten 3 in gleichmäftigen Abständen in einem linear verschiebbaren Speicher
2 untergebracht An einem Randstreifen jeder Mikrofichekarte 3 ist eine Randleiste 3ß vorgesehen, wie
in Fi g. 12 gezeigt ist Die Randleiste 3ß weist in der
Mitte ihrer Rückseite eine Aussparung 3C auf, in die ein Randstreifen 3E der Mikrofichekarte 3 ragt. Auf
dem Randstreifen 3E ist ein Satz von Codezeichen angebracht An den gegenüberliegenden Enden der Randleiste
3 B sind in axialer Richtung Zapfen 26 angebracht.
Nach F i g. 11 sind die Mikrofichekarten 3 in einem
Speicher 2 angeordnet Die Zapfen 26 liegen dabei in Aussparungen 27, die jeweils; in den beiden Seitenwänden
des Speichers 2 vorgesehen sind. Zwischen den beiden Seitenwänden des Speichers 2 sind paarweise die
Reflektoren 28 und 29, 28' und 29', 28" und 29" usw. angeordnet Die Reflektoren eines zusammengehörenden
Paars von Reflektoren sind jeweils an den gegenüberliegenden Seiten der Randstreifen 3£ der einzelnen
Mikrofichekarten 3 vorgesehen. Die reflektierenden Oberflächen der zusammengehörenden Reflektoren
liegen sich gegenüber und bilden einen Winkel von 45" in bezug auf die Oberfläche der Mikrofichekarte.
Eine Abtast- und Identifizierungseinrichtung 4 weist eine Lichtquelle 5 und eine Lichtempfangseinrichtung 6
auf.
Das von der Lichtquelle 5 ausgehende Licht fällt auf den Reflektor 28 der Mikrofichekarte, der sich im Bereich
der Abtasteinrichtung 4 befindet, wenn der Speicher 2 verschoben wird. Das Licht wird an dem Reflektor
28 reflektiert, dringt durch den Randstreifen 3£der Mikrofichekarte 3 und trifft auf den Reflektor 29. Dort
wird das Licht erneut reflektiert und fällt nun auf die Lichtempfangseinrichtung 6. Beim Durchdringen des
Randstreifens 3E erzeugt das Licht eine Abbildung des auf dem Randstreifen befindlichen Satzes von Codezeichen.
Über die Lichtempfangseinricbtung 6 gelangt die Abbildung zu einer Vergleichsschaltung (nicht dargestellt),
wo die Codezeichen mit dem vorher eingegebenen Satz von Codezeichen verglichen werden. Stimmen
die beiden Sätze der Codezeichen nicht überein, bewegt sich der Speicher weiter. Stimmen sie überein,
hält der Speicher 2 nach einer bestimmten Strecke an, so daß sich die gewünschte Mikrofichekarte in der Entnahmestellung
befindet, in der sie aus dem Speicher 2 herausgezogen werden kann.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 13 durchläuft das Licht von der Lichtquelle 5 in der Abtast- und Identifizierungseinrichtung
4 vor dem Auftreffen auf den Reflektor 28 eine Linse 19 und einen halbdurchlässigen
Spiegel 20, die zwischen den beiden Seitenwänden des Speichers 2 vorgesehen sind. Das Licht wird vom Reflektor
28 zurückgeworfen, durchdringt den Randstreifen 3£ der in der Abtaststellung befindlichen Mikrofichekarte
3, und fällt dann auf den Reflektor 29. Da der Reflektor 29 nicht geneigt, sondern senkrecht und parallel
zur Mikrofichekarte 3 angebracht ist, durchdringt das vom Reflektor 29 zurückgeworfene Licht erneut
den Randstreifen 3£, wird dann vom Reflektor 28 reflektiert und fällt auf den halbdurchlässigen Spiegel 20.
Hier wird das Licht erneut reflektiert und fällt nun durch die Linse 23 auf die Lichtempfangseinrichtung 6.
Der senkrechte Reflektor 29 wird überflüssig, wenn ein reflektierendes Klebeband auf einer Fläche des Randstreifens
3£, die gegenüber der dem Reflektor 28 benachbarten Fläche liegt, angebracht ist.
Bei den in den Fig. 11 und 13 gezeigten Ausführungsformen
sind zwischen den beiden Seitenwänden des Speichers 2 längliche Reflektoren vorgesehen. Be
der in Fig. 14 gezeigten Ausführungsform ist jedoch
der eine Reflektor, nämlich der Reflektor 28 in der Fig. 11 und 13, als kleiner Reflektor 30 ausgebildet
der auf einer zwischen den beiden Seitenwänden vor gesehenen Lagerplatte verschiebbar angebracht ist
Der Reflektor 30 bewegt sich längs der Randstreifei 3E der Mikrofichekarten 3. Gleichzeitig damit beweg
sich eine Abtast- und Identifizierungseinrichtung 4, di< unter anderem eine Lichtquelle und ein optisches Sy
stern aufweist, um im Zusammenwirken mit dem Re flektor 29 den auf dem Randstreifen 3E angebrachte!
Satz von Codezeichen abzutasten. Der Vorteil diese Ausführungsform liegt in der Möglichkeit, die Abtast
und Identifizierungseinrichtung sowie verschieden Teile des optischen Systems klein zu machen.
Die erfindungsgemäße Einrichtung läßt sich nicht nu in Lesegeräten für Mikrofichekarten und Lese- un
Kopiergeräten mit einem zylindrischen Speicher, wie in F i g. 1 gezeigt, verwenden. Sie kann ebenso in Geräten
mit einem linear verschiebbaren Speicher eingesetzt werden. Weiterhin kann ein stationärer Speicher vorgesehen
sein, wobei dann die Abtast- und Identifizierungseinrichtung
längs der Randstreifen einer großen Anzahl von im Speicher befimdiicher Mikrofichekarten
bewegbar ist.
Bei den in den F i g. 11 ff. erläuterten Ausführungsformen besteht die Randleiste aus Metall, Aluminium
oder einem synthetischen Harz. Ist die Randleiste aus einem durchsichtigen Acrylharz, so ist keine Ausspa-
rung für die Randleiste notwendig. Das Licht durchdringt dann die Randleiste und trifft auf den Randstreifen
der Mikrofichekarte, auf dem der Satz von Codezeichen angebracht ist. Weiterhin kann auch ein Satz
von Codezeichen auf der Oberfläche der Randleiste selbst vorgesehen werden, wobei das Licht auf diesen
Satz fällt.
Schließlich können die Codezeichen noch einfach auf dem Rücken eines an einem Rand der Mikrofichekarie
angebrachten Teils vorgesehen sein, wobei die Markie rungen einen Kontrast zu dem Untergrund dieses Teils
bilden.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Einrichtung zur Identifizierung von Mikrofichekarten für Lese- und Kopiergeräte, bei der zur Identifizierung
einer bestimmten, auszubringenden Mikrofichekarte nacheinander die Codezeichen an den
Mikrofichekarten in einem Speicher ausgelesen werden, gekennzeichnet durch eine Abtastlichtquelle
(5), durch eine Lichtempfangseinrichtung (6), durch wenigstens einen an den Mikrofichekarten
(3) im Speicher angebrachten Reflektor (K, M, N) und durch mehrere Sätze von Codezeichen,
wobei ein Satz von Codezeichen auf der Oberfläche
wenigstens dieses einen Reflektors oder einem Teil (3E) einer jeden Mikrofichekarte (3) in der Weise
»rorgesehen ist, daß in einer Abtaststellung der Mikrofichekarte
(3) der Satz von Codezeichen im Strahlengang des von der Lichtquelle ausgehenden
Lichts angeordnet ist und wobei das Licht von we- j0
«igstens diesem einen Reflektor zurückgeworfen «vird, den Satz von Codezeichen durchdringt und
»uf die Lichtempfangseinrichtung (6) auftrifft.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an jeder Mikrofichekarte (3) an einem a5
Randstreifen (3E) eine Randleiste (3ß) angebracht ist, die zwei geneigte Flächen (M, N) mit reflektierender
Oberfläche aufweist, wobei ein Satz von Codezeichen entweder auf einer der reflektierenden
Flächen oder auf einem zwischen sie ragenden Randstreifen (3£) der Mikrofichekarte (3) vorgesehen
ist, wobei das von der Abtastlichtquelle (5) ausgehende Licht jeweils an den beiden geneigten Flächen
(M, N) reflektiert wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen der Abtastlichtquelle (5) und der Randleiste (3B) der Mikrofichekarte (3), die sich
in der Abtaststellung befindet, ein halbdurchlässiger Spiegel (20) vorgesehen ist und daß das von der
Abtastlichtquelle (5) ausgehende Licht von den beiden Licht reflektierenden Flächen (M, N) der Randleiste
reflektiert wird, wobei jeweils der Anteil des von einer Fläche (M, N) reflektierten Lichtes den
Randstreifen (3E) der Mikrofichekarte (3) durchdringt, von der anderen reflektierenden Fläche (M.
N) zurückgeworfen wird und dann auf den Spiegel (20) auftrifft, und wobei der halbdurchlässige Spiegel
(20) das Licht reflektiert und auf die Lichtempfangseinrichtung (6) wirft.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an jeder Mikrofichekarte (3) in dem Speicher (2) an einem Randstreifen eine Randleiste
(3B) mit einer geneigten Fläche (K) angebracht ist, auf der eine Licht reflektierende Oberfläche vorgesehen
ist, die mit einer auf der benachbarten Mikrofichekarte (3) angebrachten reflektierenden Fläche
(22) oder mit einem an einem Randstreifen der gleichen Mikrofieheki'rte (3) angebrachten Licht reflektierenden
Element (24) zusammenwirkt.
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Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP7092071A JPS541460B2 (de) | 1971-09-14 | 1971-09-14 | |
| JP7629771A JPS4843330A (de) | 1971-10-01 | 1971-10-01 | |
| JP723209A JPS5415632B2 (de) | 1971-12-24 | 1971-12-24 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2240739A1 DE2240739A1 (de) | 1973-03-29 |
| DE2240739B2 DE2240739B2 (de) | 1974-09-05 |
| DE2240739C3 true DE2240739C3 (de) | 1975-05-22 |
Family
ID=27275704
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722240739 Expired DE2240739C3 (de) | 1971-09-14 | 1972-08-18 | Einrichtung zur Identifizierung von Mikrofichekarten |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2240739C3 (de) |
| GB (1) | GB1388585A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9413675U1 (de) * | 1994-08-25 | 1994-10-27 | Dst Deutsche System-Technik Gmbh, 28307 Bremen | Abtasteinrichtung für Filmlochkarten |
-
1972
- 1972-08-14 GB GB3789672A patent/GB1388585A/en not_active Expired
- 1972-08-18 DE DE19722240739 patent/DE2240739C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2240739B2 (de) | 1974-09-05 |
| DE2240739A1 (de) | 1973-03-29 |
| GB1388585A (en) | 1975-03-26 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |