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DE2240764B2 - Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier aus Styrol-Pfropfcopolymerisaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier aus Styrol-Pfropfcopolymerisaten

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Publication number
DE2240764B2
DE2240764B2 DE19722240764 DE2240764A DE2240764B2 DE 2240764 B2 DE2240764 B2 DE 2240764B2 DE 19722240764 DE19722240764 DE 19722240764 DE 2240764 A DE2240764 A DE 2240764A DE 2240764 B2 DE2240764 B2 DE 2240764B2
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DE
Germany
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film
solvent
styrene
elastomer
treatment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722240764
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English (en)
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DE2240764A1 (de
Inventor
Hiroshi Toyonaka Kishikawa
Takeshi Ibaragi Oyobe
Takami Suita Sato
Kou Yamatokoriyama Sota
Kiyoshi Kyoto Yasuno
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sumitomo Chemical Co Ltd
Original Assignee
Sumitomo Chemical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sumitomo Chemical Co Ltd filed Critical Sumitomo Chemical Co Ltd
Publication of DE2240764A1 publication Critical patent/DE2240764A1/de
Publication of DE2240764B2 publication Critical patent/DE2240764B2/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J7/00Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
    • C08J7/02Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances with solvents, e.g. swelling agents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2351/00Characterised by the use of graft polymers in which the grafted component is obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Derivatives of such polymers
    • C08J2351/04Characterised by the use of graft polymers in which the grafted component is obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds; Derivatives of such polymers grafted on to rubbers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Paper (AREA)
  • Manufacture Of Porous Articles, And Recovery And Treatment Of Waste Products (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Treatments Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description

(a) einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, das das Styrolpolymerisat quillt, und
(b) einem Lösungsmittel, das keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat ausübt, ao oder in mindestens zwei Stufen mit mindestens zwei miteinander mischbaren Lösungsmitteln unterschiedlicher Quellwirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat nacheinander, die in der Reihenfolge abnehmender Quellwirkung angewandt werden, mit der Maßgabe, daß in der ersten Stufe ein Lösungsmittel mit starker Quellwirkung und in der letzten Stufe ein Lösungsmittel ohne Quellwirkung verwendet wird, und
3) nachfolgendes Trocknen der behandelten Folie,
dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmaterial ein Styrol-Pfropfcopolymcrisat verwendet, das ein Elastomer mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,1 bis 5 μπι enthält.
40
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Styrolpolymerisat verwendet, das als Elastomer Polybutadien, ein Butadien-Styrol-Copolymerisat oder ein Terpolymerisat aus Äthylen, Propylen und einem nichtkonjugierten Diolefin enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Styrolpolymerisat verwendet, daß 3 bis 7 Gewichtsprozent Elastomer enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Styrolpolymerisat verwendet, das ein Elastomer mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,5 bis 3 Mikron enthält.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Styrolpolymerisat einen Schmelzflußindex von 0,1 bis 5, bestimmt nach ASTM D-1238 bei 230° C und einer Belastung von 2,16 kg, aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmeschrumpfung der Folie in mindestens einer axialen Richtung 10 bis 70 »/0 beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Folie in ein Lösungsmittelgemisch taucht, das aus einem einzigen Lösungsmittel oder einem Gemisch von Lösungsmitteln mit quellender Wirkung gegemüber dem Styrslpolymerisat und einem Nichtiösungsmittel besteht, das keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat aufweist und mit dem Lösungsmittel oder dem Gemisch der Lösungsmittel mischbar ist, und anschließend die Folie im Luftbad bei Temperaturen trockn-:». bei denen keint Wärmeschrumpfung der Folie ■ ritt
8. Verfahren nach Anspruch 1, -adurch gekennzeichnet, daß man als Nichtlösungsmhtel mit keiner quellenden Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat einen Alkohol mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen verwendet.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Folie in ein Lösungsmittel mit quellender Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat und anschließend in mindestens ein Lösungsmittel mit schwächerer quellender Wirkung als das erste Lösungsmittel und schließlich in ein Nichtiösungsmittel mit keiner quellenden Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat taucht und hierauf die Folie im Luftbad Lei Temperaturen trocknet, bei denen keine Wärmeschrumpfung der Folie erfolgt
10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmitteigemisch eine Mischung aus Methyläthylketon, Cyclohexan und Isopropanol verwendet.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man die Folie in ein Gemisch aus Methylisobutylketon und Methanol und danach in Methanol taucht.
Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier aus Kunststoffen bekannt. Bei einem Verfahren wird aus einem Kunststoff, das mit einem weißen Pigment oder einem Treibmittel versehen ist, eine Folie hergestellt. Bei einem anderen Verfahren wird ein Pigment auf die Oberfläche einer Trägerfolie aufgebracht. Ferner ist ein Verfahren bekannt, bei dem die Oberfläche einer Trägerfolie mechanisch aufgerauht oder mit Lösungsmitteln behandelt wird. Das letztgenannte Verfahren der Behandlung der Oberfläche der Trägerfolie mit Lösungsmitteln eignet sich zur technischen Herstellung von bedruckbaren und beschreibbaren Folien. Wenn die Oberfläche einer Folie mit Lösungsmitteln behandelt wird, entsteht auf der Oberfläche eine poröse Schicht, wodurch die Aufnahmefähigkeit vor Druckfarben erreicht wird. Durch die Aufrauhunj wird Beschreibbarkeit erreicht. Die Inneiischicht verleiht der Folie die erforderlichen mechanischen Eigen· schäften. Zur Herstellung von Synthesepapier durcr Behandlung einer Trägerfolie mit einem Lösungs mittel muß die Trägerfolie folgende Bedingungei erfüllen: Die Trägerfolie soll durch die Lösungs mittelbehandlung gequollen werden, sie soll eini Oberflächenstruktur ausbilden können, die bedruck bar und beschreibbar ist, und sie soll ausgezeichnet! mechanische Eigenschaften besitzen.
Von den kristallinen Polyolefinen, wie Polyäthylen und Polypropylen, ist bekannt, daß sie eine ausgezeichnete Lösungsmittelbeständigkeit haben und daher nicht mit Lösungsmitteln behandelt werden können. Polyvinylchlorid kann zwar mit Lösungsmitteln behandelt werden, besitzt jedoch nicht die erforderliche Oberflächenstruktur. Homopolymerisate des Styrole lassen sich ausgezeichnet mit Lösungsmitteln behändem, weisen jedoch nicht die erforderliche Oberflächenstruktur und die mechanischen Eigenschaften auf.
merisat entsprechend verdünnt werden. Ein Gemisch aus einem Styrolpolymerisat nut zu niedrigem Elastomergehalt und einem Elastomer ist jedoch für die Zwecke der Erfindung unbrauchbar.
Die durchschnittliche Teilchengröße des Elastomers beträgt 0,1 bis 5, vorzugsweise 0,5 bis 3 Mikron.
Bei einer durchschnittlichen Teilchengröße des Elastomers von weniger als 0,1 Mikron ist die durch die Lösungsmittelbehandlung gebildete Oberflächennotwendigen ίο struktur allzu schwach konvex und konkav, die Oberflächenfestigkeit ist zu niedrig und somit wird
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur ein nicht beschreibbares synthetisches Papier erhal-
Herstellung von synthetischem Papier mit guter Be- ten. Bei einer durchschnittlichen Teilchengröße des
schreibbarkeit und Bedruckbarkeit aus einem Styrol- Elastomere von oberhalb 5 Mikron ist die durch die
polymerisat zu schaffen, daß sich durch Lösungs- x« Lösungsmittelbehandlung gebildete Oberflächenstruk-
mittelbehandlung befriedigend quellen läßt und die tür zu stark konvex and konkav und man erhält
py g
mittelbehandlung befriedigend quellen läßt und die erforderliche Oberflächenstruktur und die notwendigen mechanischen Eigenschaften besitzt Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst
Die Erfindung betrifft somit den in den Ansprüchen gekennzeichneten Gegenstand.
Der Ausdruck »Folie« bedeutet hier auch Plattenmaterial. Das erfindungsgemäß eingesetzte Styrolpolymerisat, das ein Elastomer enthält, wird durch Silriti d Elilri
g g
tür zu stark konvex and konkav, und man erhält ebenfalls ein nicht bedruckbares und beschreibbares Synthesepapier. Der Ausdruck »durchschnittliche Teilchengröße des Elastomers« bedeutet die durchschnittliche Größe des Durchmessers der Teilchen.
Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß nur bei Verwendung einer Folie aus einem Styrolpolymerisat mit einem Elastomergehalt innerhalb des angegebenen Bereichs und einer durchschnittlichen Teil-
Suspensionspolymerisation oder Emulsionspolymeri- 25 chengröße de„ Elastomers innerhalb des angegebenen sation von Styrol oder einem Gemisch aus Styrol Bereiches bei der Behandlung mit Lösungsmitteln und mindestens einem olefinisch ungesättigten ~
Monomeren, wie Acrylnitril, Methylmethacrylat oder
yy Äthylmethacrylat in Gegenwart eines Elastomers, wie
zeitig wird verhindert, daß während der Lösungsmittelbehandlung Risse entstehen. Ferner läßt sich durch die Lösungsmittelbehandlung der Opakitäts-
em synthetisches Papier mit ausgezeichneter druckbarkeit und Beschreibbarkeit liefert.
Durch den Gehalt an Elastomerteilchen wird bei
Polybutadien, einem Butadien-Styrol-Copolymerisat 30 der Lösungsmittelbehandlung eine bedruckbare und oder einem ternären Copolymerisat aus Äthylen, beschreibbare Oberflächenstruktur erreicht. Gleich-Propylen und einem nicht konjugierten Diolefin,
hergestellt. Ein Teil des Styrol wird dabei auf das
Elastomer gepfropft. Beispiele für verwendbare
Styrolpolymerisate sind schlagzähes Polystyrol. 35 grad der Folie einstellen. Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisate (ABS- Die Folie aus dem Styrolpolymerisat mit einem
Copolymerisate), Methylmethacrylat-Butadien-Styrol- Gehalt an Eiastomerteilchen kann durch Extrudieren Copolymerisate (MBS-Copolymerisate) und Acryl- oder Kalandrieren und anschließendes monoaxiales nitril-Butadien-Styrol-Methylmethacrylat-Copoly- oder biaxiaies Verstrecken um das 2- bis 30fache merisate (ABSM-Copolymerisate). Das ernndungs- 40 der ursprünglichen Fläche zur Orientierung der gemäß eingesetzte Styrolpolymerisat hat vorzugsweise einen Schmelzflußindex von 0,1 bis 5, bestimmt
nach der ASTM-Prüfnorm D-1238 (bei 230° C unter
einer Belastung von 2,16 kg).
Die durchschnittliche Teilchengröße des Elastomeren wird durch 20stündiges Eintauchen des Styrolpolymerisats in einer lprozentigen wäßrigen Osmiumtetroxidlösung bei 40° C bestimmt. Hierbei färben
sich die Elastomerteilchen. Aus einer gefärbten Probe h d Shi hll d i i
Molekülketten hergestellt werden. Die Wärmeschrumpfung der Folie wird nach der japanischen Industrie-Prüfnorm (JIS) K-6872 dadurch bestimmt, daß man die Folie an der Luft 30 Minuten auf 130cC erhitzt. Der Wert beträgt 2 bis 90%, vorzugsweise 10 bis 70% in mindestens einer axialen Richtung. Die Dicke der Folie kann innerhalb eines breiten Bereiches liegen. Dieser Bereich ist nicht notwendig auf die Dicke von Papier beschränkt. Vor
wird ein sehr dünner Schnitt hergestellt und in einem 50 zugsweise beträgt die Dicke 30 bis 300 Mikron.
Elektronenmikroskop bei 10 00Ofacher Vergrößerung Im erfindungsgemäßen Verfahren kann entweder
eine einstufige, zweistufige oder mehrstufige Lösungsmittelbehandlung angewendet werden. Danach wird
p g
photographiert. Es wird der Durchmesser der 20 größten Teilchen in einer Fläche von 20 cm2 der vergrößerten Photographic bestimmt und der Durchschnittswert berechnet.
Das Styrolpolymerisat weist einen Elastomergehait von 1 bis 10, vorzugsweise 3 bis 7 %, auf.
Bei Verwendung eines Styrolpolymerisats mit einem Elastomergehalt von weniger als 1% ist die ilbhdl bild Ob
g
die behandelte Folie getrocknet.
Bei der einstufigen Lösungsmittelbehandlung wird die Oberfläche der Folie mit einem Lösungsmittelgemisch aus einem einzigen Lösungsmittel oder einem Gemisch aus einem Lösungsmittel mit quellender Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat und
durch Lösungsmittelbehandlung gebildete Ober- 60 einem Nichtlösungsmittel mit niedrigerer Verdampflächenstruktur nicht bedruckbar, und die erhaltene fungsgeschwindigkeit als das quellend wirkende Folie hat nicht die erwünschten mechanischen Eigen- Lösungsmittel durchgeführt. Dieses Nichtlösungsmitschaften wie Papier. Bei einem Elastomergehalt von tel ist mit dem quellend wirkenden Lösungsmittel mehr als 10% besitzt die Folie ebenfalls nicht die mischbar und hat gegenüber dem Styrolpolymerisat erwünschten mechanischen Eigenschaften des Papiers, 65 praktisch keine quellende Wirkung, insbesondere fehlt die Steifigkeit. Sofern das Styrol- Das quellend wirkende Lösungsmittel bzw. das
polymerisat einen allzu hohen Gehalt an Elastomer Lösungsmittelgemisch mit quellender Wirkung geaufweist, kann es mit elastomerfreiem Styrolpoly- genüber dem Styrolpolymerisat hat eine Schrumpf-
beginnzeit gegenüber dem Styrolpolymerisat von 2 bis 30 Sekunden. Das Nichtlösungsmittel, das keine (pellende Wirkung besitzt, hat eine praktisch unendliche Schrumpfbeginnzeit gegenüber dem Styrolpolymerisat Das Lösungsmittelgemisch aus einem Lösungsmittel mit quellender Wirkung und einem Nichtlösungsmittel, das keine quellende Wirkung besitzt, hat eine Schrumpfbeginnzeit von 5 bis 300 Sekunden.
Die Schnimpfbeginnzeit des im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Lösungsmitteis ist die zum Beginn der Schrumpfung und Deformierung eines eingetauchten Teils einer Größe von 1 X 1 cm einer rechteckigen Probe einer Größe von 1 X 2 cm in verschiedenen Lösungsmitteln bei einer bestimmten Behandlungstemperatur bei der Herstellung des synthetischen Papiers der Erfindung erforderliche Zeit Diese Probe wird aus der Folie aus dem Styrolpolymerisat herausgeschnitten, die in der Längs- und in der Querrichtung um das Dreifache gereckt wurde und eine Dicke von 60 Mikron aufweist
Bei der zweistufigen und der mehrstufigen Lösungsmittelbehandlung wird die Oberfläche der Folie mit einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch mit quellender Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat und anschließend mit mindestens einem Lösungsmittel behandelt, das eine schwächere quellende Wirkung als das erste Lösungsmittel besitzt und das mit dem ersten Lösungsmittel mischbar ist. Die Behandlung erfolgt in der Reihenfolge, in der das Ausmaß ihrer Quellwirkung abnimmt Schließlich wird die Folie mit einem Nichtlösungsmittel behandelt, das keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpoly merisat aufweist und mit den Lösungsmitteln misch bar ist.
Beispiele für Lösungsmittel mit quellender Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat sind Äthylacetat Isobutylacetat, Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon, Tetrachlorkohlenstoff, Benzol, Toluol, 1,4-Dioxan, Cyclohexan, Isopropyläther, Benzyläther, Hexan und Pentan. Beispiele für Nichtlösungsmittel, die keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat ausüben, sind Alkohole mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, wie Methanol, Äthanol, Propanol und Isopropanol.
Die Temperatur und Zeitdauer zur Behandlung der Folie mit den Lösungsmitteln steht in enger Beziehung zur Art des verwendeten Polymers, der Wärmeschrumpfung und der Dicke der Folie und der Art und der Zusammensetzung der verwendeten Lösungsmittel. Es können keine allgemeinen Werte angegeben werden. Im allgemeinen hat eine längere Behandlung bei hoher Temperatur eine Auflösung und Deformierung der Folie zur Folge. Durch kürzere Behandlung bei niedrigerer Temperatur wird keine ausreichende Beschreibbarkeit oder Bedruckbarkeit der Folie erreicht. Je nach der Art der Folie muß daher die Art und Zusammensetzung des verwendeten Lösungsmittels, die geeignete Behandlungstemperatur und Behandlungszeit bestimmt werden. Beispielsweise kann die Behandlungstemperatur zwischen 5 und 40° C und die Behandlungszeit zwischen 0,1 und 60 Sekunden liegen. Die Lösungsmittelbehandlung kan z. B. durch Tauchen, Besprühen oder Beschichten erfolgen.
Das erfindungsgemäß eingesetzte Styrolpolymerisat kann ein Antioxydationsmittel, wie 2,6-Di-tertbtityl-4-mcthyIphcnol, 4,4-Thiobis-6-tert.-buty!-3-methylphenol, Dilaurylthiodipropionat oder Trinonylphenylphosphit, ein weißes Pigment, wie Titandioxid, Bariumsulfat, Zinkoxid, Calciumcarbonat, Talcum, Ton oder Kieselsäure, ein Dispergiermittel für das Pigment, ζ. B. ein Calcium-, Magnesium-, Zink- oder Bariumsalz der Stearinsäure, ein Polymerisat zum Dispergieren des Pigments, wie niedermolekulares Polyäthylen oder ein Äthyl-Vinylacetat-Copolymerisat, ein Gleitmittel, wie Methylenbisamid oder
ίο Stearinsäureamid, oder ein Antistatikum in herkömmlichen Mengen erhalten.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
Es wird ein schlagzähes Polystyrol hergestellt, das durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart von Polybutadien erhalten wurde. Der Polybutadien-
ao gehalt beträgt 6,6 Gewichtsprozent, (gaschromatographisch bestimmt). Die durchschnittliche Teilchengröße des Polybutadiene beträgt 1,7 Mikron, und es hat einen Schmelznußindex von 0,23, bestimmt nach ASTM D-1238 bei 230° C und einer Belastung von
as 2,16 kg. Aus diesem Kunstharz wird eine Folie einer Dicke von 1,0 mm hergestellt, die zunächst auf Metallwalzen mit einer Oberflächentemperatur von 1150C um das Dreifache der ursprünglichen Länge und anschließend in der Querrichtung in Heißluft von 130° C um das Dreifache gereckt wird. Die auf diese Weise erhaltene Folie hat eine Dicke von 100 Mikron und eine Wärmeschrumpfung von 65°/o in einer Richtung und 64 «/o in der Querrichtung, bestimmt nach JIS K-6872 beim 30minütigen
Erwärmen im Luftbad bei 1300C. Die erhaltene Folie wird 5 Sekunden bei 25° C in ein Gemisch aus Methyläthylketon, Cyclohexan und Isopropanol vom Volumenverhältnis 25 : 20: 55 eingetaucht und anschließend in Warmluft bei 4O0C getrocknet (einstufige Lösungsmittelbehandlung). Die erhaltene Folie hat zahlreiche feine Poren auf der Oberfläche, sie besitzt eine ausgezeichnet glatte Oberfläche und läßt sich sehr gut bedrucken und beschreiben. Die Bedruckbarkeit der Folie ist in Tabelle III angegeben.
In Tabelle I sind die Schrumpfbeginnzeit und die spezifische Verdampfungsgeschwindigkeit der jeweils verwendeten Lösungsmittel angegeben.
Tabelle I Lösungsmittel
Methyläthylketon ..
Cyclohexan
Methyläthylketon/
Cyclohexan (25:20)
Isopropanol
Schrumpfbeginnzeit, see
3
120
unendlich
Spezifische Verdampfungsgeschwindigkeit
595
717
232
Beispiel 2
Es wird ein schlagzähes Polystyrol hergestellt, das durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart von
Polybutadien erhalten worden ist. Der Polybutadiengehalt beträgt 6,5 Gewichtsprozent, die durchschnittliche Teilchengröße des Polybutadiene 3,2 Mikron und der Schmelzflußindex 0,7. Aus diesem Kunstharz wird gemäß Beispiel 1 eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron hergestellt. Die Wärmeschrumpfung der Folie beträgt 63% in einer Richtung und 65°/o in der Querrichtung. Diese Folie wird 3 Sekunden bei 25° C in ein Gemisch aus Methylisobutylketon und Methanol im Volumenverhältnis 90:10 und anschließend 30 Sekunden bei 25° C in Methanol getaucht. Danach wird die Folie in Warmluft bei 40° C getrocknet (2stufige Lösungsmittelbehandlung). Das erhaltene Synthesepapier hat zahlreiche gleichförmige feine Poren auf seiner Oberfläche, es besitzt eine ausgezeichnet glatte Oberfläche und läßt sich sehr gut bedrucken und beschreiben. Die Bedruckbarkeit des Synthesepapiers ist in Tabelle III angegeben. In Tabelle II sind die Schrumpfbeginnzeit und die spezifische Verdampfungsgeschwindigkeit des je- ao weils verwendeten Lösungsmittels angegeben.
Tabelle II
25
Lösungsmittel
Methylisobutylketon
Methanol
Methylisobutylketon/Methanol
(90:10)
Schrumpfbeginnzeit, see
18
unendlich
Spezifische Verdampfungsgeschwindigkeit
159
363
35
Beispiel 3
Es wird ein Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat hergestellt, das durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart eines Acrylnitril-Butadien-Copolymerisats erhalten wurde. Der Butadiengehalt beträgt 9,2 Gewichtsprozent, die durchschnittliche Teilchengröße des Butadiens 0,7 Mikron und der Schmelzflußindex 3,5. Aus diesem Kunstharz wird eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron gemäß Beispiel 1 hergestellt Die Wärmeschnnnpfung dieser FoUe beträgt 67% in der einen Richtung und 70% in der Quenichtnng. Die Folie wird 5 Sekunden bei 25° C in ein Gemisch aus Toluol, Cyciohexan und Propanol im Volamenverhältnis 20:45:35 getaucht and anschließend in 40° C wanner Luft getrocknet (einstufige Lösungsmittelbehandlung). Das erhaltene Synthesepapier hat zahlreiche gleichförmige feine Poren auf seiner Oberfläche, es besitzt eine ausgezeichnet glatte Oberfläche und läßt sich sehr gut bedrucken und beschreiben. Die Bedruckbarkeit des Synthesepapiers ist in Tabelle ΠΙ angegeben.
Beispiel 4
Es wird ein schlagzahes Polystyrol durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart eines Styrol-Butadien-Copolymerisats hergestellt. Der Gehalt an Styrol-Butadien-Copolymerisat beträgt 8,1 Gewichtsprozent, die durchschnittliche Teilchengröße dieses Copolymerisate 4,6 Mikron, und der Schmelzflußindex des Polystyrols beträgt 0,3. Aus diesem Kunstharz wird eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron gemäß Beispiel 1 hergestellt. Die Wärmeschrumpfung dieser Folie beträgt 65% in einer Richtung und 67% in der Querrichtung. Die Folie wird gemäß Beispiel 1 in das Lösungsmittelgemisch getaucht. Das erhaltene Synthesepapier hat zahlreiche gleichförmige feine Poren auf seiner Oberfläche, es besitzt eine ausgezeichnet glatte Oberfläche und läßt sich sehr gut bedrucken und beschreiben. Die Bedruckbarkeit des Synthesepapiers ist in Tabelle III angegeben.
Vergleichsbeispiel A
Es wird ein schlagzähes Polystyrol durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart von Polybutadien mit einem Polybutadiengehalt von 7,1 Gewichtsprozent, einer durchschnittlichen Teilchengröße des Polybutadiene von 6,0 Mikron und einem Schmelzflußindex von 0,5 hergestellt. Gemäß Beispiel 1 wird aus diesem Kunstharz eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron hergestellt. Die Wärmeschrumpfung dieser Folie beträgt 65% in der einen Richtung und 68% in der Querrichtung. Die Folie wird 5 Sekunden bei 25° C in das im Beispiel 1 verwendete Lösungsmittelgemisch getaucht und anschließend in Warmluft bei 4O0C getrocknet. Das erhaltene Synthesepapier hat eine schlechtere OberBächenglätte und läßt sich nicht bedrucken. Die Bedruckbarkeit des Synthesepapiers ist in Tabelle ΠΙ angegeben.
Vergleichsbeispiel B
Eine 100 Mikron dicke Folie wird aus elastomerfreiem Polystyrol mit einem Schmelzflußindex von 0,7 gemäß Beispiel 1 hergestellt Die Wänneschrumpfung der Folie beträgt 65% in der einen Richtung und 63 % in der Querrichtung. Die Folie wird 5 Sekunden bei 25° C in das im Beispiel 1 verwendete Lösungsmittelgemisch getaucht und anschließend in Warmluft bei 40° C getrocknet. Das erhaltene Synthesepapier h?t Risse auf seiner Oberfläche und läßt sich nicht bedrucken und beschreiben.
Vergleichsbeispiel C
93 Gewichtstefle elastomerfreies Polystyrol mit einem Schmelzflußindex von 0,7 und 7 Gewichtsteile eines Styrol-Butadien-Copolymerisats werden 30 Minuten bei 1500C auf einem Banbray-Mischer vermischt. Die durchschnittliche Teilchengröße des Styrol-Butadien-Copolymerisats in dem erhaltener Harzgemisch betragt 4,0 Mikron. Aus diesem Kunstharzgemisch wird eine 100 Mikron dicke FoUe gemäß Beispiel 1 hergestellt Die Wärmeschrumpfunj
fo dieser Folie beträgt 62% in der einen Richtung um 64% in der Querrichtung. Die Folie wird 5 Sekun den bei 25° C in das im Beispiel 1 verwendete Lö sungsmittelgemisch getaucht und anschließend be 400C m Warmluft getrocknet Das erhaltene Syn thesepapier hat Risse auf seiner Oberfläcne, and di auf der Oberfläche gebildeten zahlreichen feinen Po ren sind ungleichmäßig. Ferner ist dieses Synthese papier weder bedruckbar noch beschreibbar.
Tabelle III
10
Beispiel Elastomer
gehalt, °/o
Durch
schnittliche
Teilchengröße
des Elastomers,
Mikron
Glätte
see
Druckfarben
aufnahme
Optische
Dichte
Beschreib
barkeit
Anmerkungen
1
2
3
4
Vergleichs
beispiel
A
B
C
6,6
6,5
9,2
8,1
7,1
7,0
1,7
3,2
0,7
4,6
6,0
4,0
800
500
1500
400
100
20
50
O
O
O
O
X
X
X
1,60
1,40
1,65
1,35
1,00
O
O
O
O
Δ
X
X
1 Risse an der
J Oberfläche
Anmerkungen:
1. Die Glätte wird mit einem Bakk-Glättemesser nach JIS P-8116 bestimmt.
2. Bedruckbarkeit: 0,35 ml einer Druckfarbe werden auf 50 cm1 aufgetragen und mit dem RI-Tester II untersucht.
3. Druckfarbenaufnahme: O gleichmäßige Druckfarbenaufnahme,
X ungleichmäßige Aufnahme der Druckfarbe bzw. druckfarbenfreie Stellen.
4. Die optische Dichte wird mit einem Macbeth RD-100 Reflektions-Densitometer bestimmt.
5. Beschreibbarkeit: Mit einem Bleistift der Härte HB oder einem Kugelschreiber; O EMt; Δ mäßig; X nicht beschreibbar.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Hc rstellung von synthetischem Papier durch
1) Verformen eines Styrolpolymerisats, das 1 bis 10 Gewichtsprozent eines Elastomers enthält, zu einer Folie mit einer Wärmeschrumpfung von mindestens 2 bis 90% in mindestens einer analen Richtung
2) Behandlung der Oberfläche der Folie entweder in einer Stufe mit einem Lösungsmittelgemisch aus
DE19722240764 1971-08-25 1972-08-18 Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier aus Styrol-Pfropfcopolymerisaten Pending DE2240764B2 (de)

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JPS4831269A (de) 1973-04-24
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