DE2240764B2 - Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier aus Styrol-Pfropfcopolymerisaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier aus Styrol-PfropfcopolymerisatenInfo
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Description
(a) einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, das das Styrolpolymerisat
quillt, und
(b) einem Lösungsmittel, das keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat
ausübt, ao oder in mindestens zwei Stufen mit mindestens zwei miteinander mischbaren
Lösungsmitteln unterschiedlicher Quellwirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat nacheinander, die in der
Reihenfolge abnehmender Quellwirkung angewandt werden, mit der Maßgabe, daß in der ersten Stufe ein Lösungsmittel
mit starker Quellwirkung und in der letzten Stufe ein Lösungsmittel ohne Quellwirkung verwendet wird, und
3) nachfolgendes Trocknen der behandelten Folie,
dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmaterial ein Styrol-Pfropfcopolymcrisat
verwendet, das ein Elastomer mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,1 bis 5 μπι enthält.
40
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Styrolpolymerisat
verwendet, das als Elastomer Polybutadien, ein Butadien-Styrol-Copolymerisat oder ein Terpolymerisat
aus Äthylen, Propylen und einem nichtkonjugierten Diolefin enthält.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man ein Styrolpolymerisat verwendet, daß 3 bis 7 Gewichtsprozent Elastomer enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Styrolpolymerisat verwendet,
das ein Elastomer mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,5 bis 3 Mikron
enthält.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Styrolpolymerisat einen
Schmelzflußindex von 0,1 bis 5, bestimmt nach ASTM D-1238 bei 230° C und einer Belastung
von 2,16 kg, aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wärmeschrumpfung der Folie in mindestens einer axialen Richtung 10 bis 70 »/0 beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Folie in ein Lösungsmittelgemisch
taucht, das aus einem einzigen Lösungsmittel oder einem Gemisch von Lösungsmitteln
mit quellender Wirkung gegemüber dem Styrslpolymerisat und einem Nichtiösungsmittel
besteht, das keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat aufweist und mit dem
Lösungsmittel oder dem Gemisch der Lösungsmittel mischbar ist, und anschließend die Folie
im Luftbad bei Temperaturen trockn-:». bei denen keint Wärmeschrumpfung der Folie ■ ritt
8. Verfahren nach Anspruch 1, -adurch gekennzeichnet,
daß man als Nichtlösungsmhtel mit keiner quellenden Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat
einen Alkohol mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen verwendet.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Folie in ein Lösungsmittel mit quellender Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat und anschließend in mindestens
ein Lösungsmittel mit schwächerer quellender Wirkung als das erste Lösungsmittel und schließlich
in ein Nichtiösungsmittel mit keiner quellenden Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat
taucht und hierauf die Folie im Luftbad Lei Temperaturen trocknet, bei denen keine Wärmeschrumpfung
der Folie erfolgt
10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als Lösungsmitteigemisch
eine Mischung aus Methyläthylketon, Cyclohexan und Isopropanol verwendet.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß man die Folie in ein Gemisch
aus Methylisobutylketon und Methanol und danach in Methanol taucht.
Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier aus Kunststoffen
bekannt. Bei einem Verfahren wird aus einem Kunststoff, das mit einem weißen Pigment oder einem
Treibmittel versehen ist, eine Folie hergestellt. Bei einem anderen Verfahren wird ein Pigment auf die
Oberfläche einer Trägerfolie aufgebracht. Ferner ist ein Verfahren bekannt, bei dem die Oberfläche einer
Trägerfolie mechanisch aufgerauht oder mit Lösungsmitteln behandelt wird. Das letztgenannte Verfahren
der Behandlung der Oberfläche der Trägerfolie mit Lösungsmitteln eignet sich zur technischen Herstellung
von bedruckbaren und beschreibbaren Folien. Wenn die Oberfläche einer Folie mit Lösungsmitteln
behandelt wird, entsteht auf der Oberfläche eine poröse Schicht, wodurch die Aufnahmefähigkeit vor
Druckfarben erreicht wird. Durch die Aufrauhunj wird Beschreibbarkeit erreicht. Die Inneiischicht verleiht
der Folie die erforderlichen mechanischen Eigen· schäften. Zur Herstellung von Synthesepapier durcr
Behandlung einer Trägerfolie mit einem Lösungs mittel muß die Trägerfolie folgende Bedingungei
erfüllen: Die Trägerfolie soll durch die Lösungs mittelbehandlung gequollen werden, sie soll eini
Oberflächenstruktur ausbilden können, die bedruck bar und beschreibbar ist, und sie soll ausgezeichnet!
mechanische Eigenschaften besitzen.
Von den kristallinen Polyolefinen, wie Polyäthylen und Polypropylen, ist bekannt, daß sie eine ausgezeichnete
Lösungsmittelbeständigkeit haben und daher nicht mit Lösungsmitteln behandelt werden
können. Polyvinylchlorid kann zwar mit Lösungsmitteln behandelt werden, besitzt jedoch nicht die
erforderliche Oberflächenstruktur. Homopolymerisate des Styrole lassen sich ausgezeichnet mit Lösungsmitteln
behändem, weisen jedoch nicht die erforderliche Oberflächenstruktur und die
mechanischen Eigenschaften auf.
merisat entsprechend verdünnt werden. Ein Gemisch aus einem Styrolpolymerisat nut zu niedrigem
Elastomergehalt und einem Elastomer ist jedoch für die Zwecke der Erfindung unbrauchbar.
Die durchschnittliche Teilchengröße des Elastomers beträgt 0,1 bis 5, vorzugsweise 0,5 bis 3 Mikron.
Bei einer durchschnittlichen Teilchengröße des Elastomers von weniger als 0,1 Mikron ist die durch
die Lösungsmittelbehandlung gebildete Oberflächennotwendigen ίο struktur allzu schwach konvex und konkav, die
Oberflächenfestigkeit ist zu niedrig und somit wird
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur ein nicht beschreibbares synthetisches Papier erhal-
Herstellung von synthetischem Papier mit guter Be- ten. Bei einer durchschnittlichen Teilchengröße des
schreibbarkeit und Bedruckbarkeit aus einem Styrol- Elastomere von oberhalb 5 Mikron ist die durch die
polymerisat zu schaffen, daß sich durch Lösungs- x« Lösungsmittelbehandlung gebildete Oberflächenstruk-
mittelbehandlung befriedigend quellen läßt und die tür zu stark konvex and konkav und man erhält
py g
mittelbehandlung befriedigend quellen läßt und die erforderliche Oberflächenstruktur und die notwendigen
mechanischen Eigenschaften besitzt Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst
Die Erfindung betrifft somit den in den Ansprüchen gekennzeichneten Gegenstand.
Der Ausdruck »Folie« bedeutet hier auch Plattenmaterial. Das erfindungsgemäß eingesetzte Styrolpolymerisat,
das ein Elastomer enthält, wird durch Silriti d Elilri
g g
tür zu stark konvex and konkav, und man erhält ebenfalls ein nicht bedruckbares und beschreibbares
Synthesepapier. Der Ausdruck »durchschnittliche Teilchengröße des Elastomers« bedeutet die durchschnittliche
Größe des Durchmessers der Teilchen.
Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß nur bei Verwendung einer Folie aus einem Styrolpolymerisat
mit einem Elastomergehalt innerhalb des angegebenen Bereichs und einer durchschnittlichen Teil-
Suspensionspolymerisation oder Emulsionspolymeri- 25 chengröße de„ Elastomers innerhalb des angegebenen
sation von Styrol oder einem Gemisch aus Styrol Bereiches bei der Behandlung mit Lösungsmitteln
und mindestens einem olefinisch ungesättigten ~
Monomeren, wie Acrylnitril, Methylmethacrylat oder
yy Äthylmethacrylat in Gegenwart eines Elastomers, wie
zeitig wird verhindert, daß während der Lösungsmittelbehandlung Risse entstehen. Ferner läßt sich
durch die Lösungsmittelbehandlung der Opakitäts-
em synthetisches Papier mit ausgezeichneter druckbarkeit und Beschreibbarkeit liefert.
Durch den Gehalt an Elastomerteilchen wird bei
Polybutadien, einem Butadien-Styrol-Copolymerisat 30 der Lösungsmittelbehandlung eine bedruckbare und
oder einem ternären Copolymerisat aus Äthylen, beschreibbare Oberflächenstruktur erreicht. Gleich-Propylen
und einem nicht konjugierten Diolefin,
hergestellt. Ein Teil des Styrol wird dabei auf das
Elastomer gepfropft. Beispiele für verwendbare
hergestellt. Ein Teil des Styrol wird dabei auf das
Elastomer gepfropft. Beispiele für verwendbare
Styrolpolymerisate sind schlagzähes Polystyrol. 35 grad der Folie einstellen.
Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisate (ABS- Die Folie aus dem Styrolpolymerisat mit einem
Copolymerisate), Methylmethacrylat-Butadien-Styrol- Gehalt an Eiastomerteilchen kann durch Extrudieren
Copolymerisate (MBS-Copolymerisate) und Acryl- oder Kalandrieren und anschließendes monoaxiales
nitril-Butadien-Styrol-Methylmethacrylat-Copoly- oder biaxiaies Verstrecken um das 2- bis 30fache
merisate (ABSM-Copolymerisate). Das ernndungs- 40 der ursprünglichen Fläche zur Orientierung der
gemäß eingesetzte Styrolpolymerisat hat vorzugsweise einen Schmelzflußindex von 0,1 bis 5, bestimmt
nach der ASTM-Prüfnorm D-1238 (bei 230° C unter
einer Belastung von 2,16 kg).
nach der ASTM-Prüfnorm D-1238 (bei 230° C unter
einer Belastung von 2,16 kg).
Die durchschnittliche Teilchengröße des Elastomeren wird durch 20stündiges Eintauchen des Styrolpolymerisats
in einer lprozentigen wäßrigen Osmiumtetroxidlösung bei 40° C bestimmt. Hierbei färben
sich die Elastomerteilchen. Aus einer gefärbten Probe h d Shi hll d i i
Molekülketten hergestellt werden. Die Wärmeschrumpfung der Folie wird nach der japanischen
Industrie-Prüfnorm (JIS) K-6872 dadurch bestimmt, daß man die Folie an der Luft 30 Minuten auf
130cC erhitzt. Der Wert beträgt 2 bis 90%, vorzugsweise
10 bis 70% in mindestens einer axialen Richtung. Die Dicke der Folie kann innerhalb eines
breiten Bereiches liegen. Dieser Bereich ist nicht notwendig auf die Dicke von Papier beschränkt. Vor
wird ein sehr dünner Schnitt hergestellt und in einem 50 zugsweise beträgt die Dicke 30 bis 300 Mikron.
Elektronenmikroskop bei 10 00Ofacher Vergrößerung Im erfindungsgemäßen Verfahren kann entweder
eine einstufige, zweistufige oder mehrstufige Lösungsmittelbehandlung
angewendet werden. Danach wird
p g
photographiert. Es wird der Durchmesser der 20 größten Teilchen in einer Fläche von 20 cm2 der
vergrößerten Photographic bestimmt und der Durchschnittswert berechnet.
Das Styrolpolymerisat weist einen Elastomergehait von 1 bis 10, vorzugsweise 3 bis 7 %, auf.
Bei Verwendung eines Styrolpolymerisats mit einem Elastomergehalt von weniger als 1% ist die
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g
die behandelte Folie getrocknet.
die behandelte Folie getrocknet.
Bei der einstufigen Lösungsmittelbehandlung wird die Oberfläche der Folie mit einem Lösungsmittelgemisch
aus einem einzigen Lösungsmittel oder einem Gemisch aus einem Lösungsmittel mit quellender
Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat und
durch Lösungsmittelbehandlung gebildete Ober- 60 einem Nichtlösungsmittel mit niedrigerer Verdampflächenstruktur
nicht bedruckbar, und die erhaltene fungsgeschwindigkeit als das quellend wirkende
Folie hat nicht die erwünschten mechanischen Eigen- Lösungsmittel durchgeführt. Dieses Nichtlösungsmitschaften
wie Papier. Bei einem Elastomergehalt von tel ist mit dem quellend wirkenden Lösungsmittel
mehr als 10% besitzt die Folie ebenfalls nicht die mischbar und hat gegenüber dem Styrolpolymerisat
erwünschten mechanischen Eigenschaften des Papiers, 65 praktisch keine quellende Wirkung,
insbesondere fehlt die Steifigkeit. Sofern das Styrol- Das quellend wirkende Lösungsmittel bzw. das
polymerisat einen allzu hohen Gehalt an Elastomer Lösungsmittelgemisch mit quellender Wirkung geaufweist,
kann es mit elastomerfreiem Styrolpoly- genüber dem Styrolpolymerisat hat eine Schrumpf-
beginnzeit gegenüber dem Styrolpolymerisat von 2 bis 30 Sekunden. Das Nichtlösungsmittel, das keine
(pellende Wirkung besitzt, hat eine praktisch unendliche
Schrumpfbeginnzeit gegenüber dem Styrolpolymerisat Das Lösungsmittelgemisch aus einem
Lösungsmittel mit quellender Wirkung und einem Nichtlösungsmittel, das keine quellende Wirkung
besitzt, hat eine Schrumpfbeginnzeit von 5 bis 300 Sekunden.
Die Schnimpfbeginnzeit des im erfindungsgemäßen
Verfahren verwendeten Lösungsmitteis ist die zum Beginn der Schrumpfung und Deformierung eines
eingetauchten Teils einer Größe von 1 X 1 cm einer rechteckigen Probe einer Größe von 1 X 2 cm in verschiedenen
Lösungsmitteln bei einer bestimmten Behandlungstemperatur bei der Herstellung des synthetischen
Papiers der Erfindung erforderliche Zeit Diese Probe wird aus der Folie aus dem Styrolpolymerisat
herausgeschnitten, die in der Längs- und in der Querrichtung um das Dreifache gereckt wurde
und eine Dicke von 60 Mikron aufweist
Bei der zweistufigen und der mehrstufigen Lösungsmittelbehandlung wird die Oberfläche der Folie mit
einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch mit quellender Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat
und anschließend mit mindestens einem Lösungsmittel behandelt, das eine schwächere quellende Wirkung
als das erste Lösungsmittel besitzt und das mit dem ersten Lösungsmittel mischbar ist. Die Behandlung
erfolgt in der Reihenfolge, in der das Ausmaß ihrer Quellwirkung abnimmt Schließlich wird die
Folie mit einem Nichtlösungsmittel behandelt, das keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpoly
merisat aufweist und mit den Lösungsmitteln misch bar ist.
Beispiele für Lösungsmittel mit quellender Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat sind Äthylacetat
Isobutylacetat, Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon, Tetrachlorkohlenstoff, Benzol,
Toluol, 1,4-Dioxan, Cyclohexan, Isopropyläther, Benzyläther, Hexan und Pentan. Beispiele für Nichtlösungsmittel,
die keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat ausüben, sind Alkohole
mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, wie Methanol, Äthanol, Propanol und Isopropanol.
Die Temperatur und Zeitdauer zur Behandlung der Folie mit den Lösungsmitteln steht in enger Beziehung
zur Art des verwendeten Polymers, der Wärmeschrumpfung und der Dicke der Folie und
der Art und der Zusammensetzung der verwendeten Lösungsmittel. Es können keine allgemeinen Werte
angegeben werden. Im allgemeinen hat eine längere Behandlung bei hoher Temperatur eine Auflösung
und Deformierung der Folie zur Folge. Durch kürzere Behandlung bei niedrigerer Temperatur wird
keine ausreichende Beschreibbarkeit oder Bedruckbarkeit der Folie erreicht. Je nach der Art der Folie
muß daher die Art und Zusammensetzung des verwendeten Lösungsmittels, die geeignete Behandlungstemperatur und Behandlungszeit bestimmt werden.
Beispielsweise kann die Behandlungstemperatur zwischen 5 und 40° C und die Behandlungszeit zwischen
0,1 und 60 Sekunden liegen. Die Lösungsmittelbehandlung kan z. B. durch Tauchen, Besprühen oder
Beschichten erfolgen.
Das erfindungsgemäß eingesetzte Styrolpolymerisat kann ein Antioxydationsmittel, wie 2,6-Di-tertbtityl-4-mcthyIphcnol,
4,4-Thiobis-6-tert.-buty!-3-methylphenol,
Dilaurylthiodipropionat oder Trinonylphenylphosphit,
ein weißes Pigment, wie Titandioxid, Bariumsulfat, Zinkoxid, Calciumcarbonat, Talcum,
Ton oder Kieselsäure, ein Dispergiermittel für das Pigment, ζ. B. ein Calcium-, Magnesium-, Zink- oder
Bariumsalz der Stearinsäure, ein Polymerisat zum Dispergieren des Pigments, wie niedermolekulares
Polyäthylen oder ein Äthyl-Vinylacetat-Copolymerisat,
ein Gleitmittel, wie Methylenbisamid oder
ίο Stearinsäureamid, oder ein Antistatikum in herkömmlichen
Mengen erhalten.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Es wird ein schlagzähes Polystyrol hergestellt, das
durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart von Polybutadien erhalten wurde. Der Polybutadien-
ao gehalt beträgt 6,6 Gewichtsprozent, (gaschromatographisch
bestimmt). Die durchschnittliche Teilchengröße des Polybutadiene beträgt 1,7 Mikron, und es
hat einen Schmelznußindex von 0,23, bestimmt nach ASTM D-1238 bei 230° C und einer Belastung von
as 2,16 kg. Aus diesem Kunstharz wird eine Folie einer
Dicke von 1,0 mm hergestellt, die zunächst auf Metallwalzen mit einer Oberflächentemperatur von
1150C um das Dreifache der ursprünglichen Länge
und anschließend in der Querrichtung in Heißluft von 130° C um das Dreifache gereckt wird. Die auf
diese Weise erhaltene Folie hat eine Dicke von 100 Mikron und eine Wärmeschrumpfung von
65°/o in einer Richtung und 64 «/o in der Querrichtung,
bestimmt nach JIS K-6872 beim 30minütigen
Erwärmen im Luftbad bei 1300C. Die erhaltene
Folie wird 5 Sekunden bei 25° C in ein Gemisch aus Methyläthylketon, Cyclohexan und Isopropanol vom
Volumenverhältnis 25 : 20: 55 eingetaucht und anschließend in Warmluft bei 4O0C getrocknet (einstufige
Lösungsmittelbehandlung). Die erhaltene Folie hat zahlreiche feine Poren auf der Oberfläche,
sie besitzt eine ausgezeichnet glatte Oberfläche und läßt sich sehr gut bedrucken und beschreiben. Die
Bedruckbarkeit der Folie ist in Tabelle III angegeben.
In Tabelle I sind die Schrumpfbeginnzeit und die spezifische Verdampfungsgeschwindigkeit der jeweils
verwendeten Lösungsmittel angegeben.
Methyläthylketon ..
Cyclohexan
Methyläthylketon/
Cyclohexan (25:20)
Isopropanol
Cyclohexan (25:20)
Isopropanol
Schrumpfbeginnzeit, see
3
120
120
unendlich
Spezifische
Verdampfungsgeschwindigkeit
595
717
717
232
Es wird ein schlagzähes Polystyrol hergestellt, das durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart von
Polybutadien erhalten worden ist. Der Polybutadiengehalt beträgt 6,5 Gewichtsprozent, die durchschnittliche
Teilchengröße des Polybutadiene 3,2 Mikron und der Schmelzflußindex 0,7. Aus diesem Kunstharz
wird gemäß Beispiel 1 eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron hergestellt. Die Wärmeschrumpfung
der Folie beträgt 63% in einer Richtung und 65°/o in der Querrichtung. Diese Folie wird 3 Sekunden
bei 25° C in ein Gemisch aus Methylisobutylketon und Methanol im Volumenverhältnis 90:10 und
anschließend 30 Sekunden bei 25° C in Methanol getaucht. Danach wird die Folie in Warmluft bei 40° C
getrocknet (2stufige Lösungsmittelbehandlung). Das erhaltene Synthesepapier hat zahlreiche gleichförmige
feine Poren auf seiner Oberfläche, es besitzt eine ausgezeichnet glatte Oberfläche und läßt sich
sehr gut bedrucken und beschreiben. Die Bedruckbarkeit des Synthesepapiers ist in Tabelle III angegeben.
In Tabelle II sind die Schrumpfbeginnzeit und die spezifische Verdampfungsgeschwindigkeit des je- ao
weils verwendeten Lösungsmittels angegeben.
25
Methylisobutylketon
Methanol
Methylisobutylketon/Methanol
(90:10)
(90:10)
Schrumpfbeginnzeit, see
18
unendlich
unendlich
Spezifische
Verdampfungsgeschwindigkeit
159
363
363
35
Es wird ein Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat hergestellt, das durch Polymerisation von
Styrol in Gegenwart eines Acrylnitril-Butadien-Copolymerisats
erhalten wurde. Der Butadiengehalt beträgt 9,2 Gewichtsprozent, die durchschnittliche Teilchengröße
des Butadiens 0,7 Mikron und der Schmelzflußindex 3,5. Aus diesem Kunstharz wird
eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron gemäß Beispiel 1 hergestellt Die Wärmeschnnnpfung dieser
FoUe beträgt 67% in der einen Richtung und 70% in der Quenichtnng. Die Folie wird 5 Sekunden bei
25° C in ein Gemisch aus Toluol, Cyciohexan und
Propanol im Volamenverhältnis 20:45:35 getaucht
and anschließend in 40° C wanner Luft getrocknet (einstufige Lösungsmittelbehandlung). Das erhaltene
Synthesepapier hat zahlreiche gleichförmige feine Poren auf seiner Oberfläche, es besitzt eine ausgezeichnet
glatte Oberfläche und läßt sich sehr gut bedrucken und beschreiben. Die Bedruckbarkeit des
Synthesepapiers ist in Tabelle ΠΙ angegeben.
Es wird ein schlagzahes Polystyrol durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart eines Styrol-Butadien-Copolymerisats
hergestellt. Der Gehalt an Styrol-Butadien-Copolymerisat beträgt 8,1 Gewichtsprozent,
die durchschnittliche Teilchengröße dieses Copolymerisate 4,6 Mikron, und der Schmelzflußindex
des Polystyrols beträgt 0,3. Aus diesem Kunstharz wird eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron
gemäß Beispiel 1 hergestellt. Die Wärmeschrumpfung dieser Folie beträgt 65% in einer Richtung und 67%
in der Querrichtung. Die Folie wird gemäß Beispiel 1 in das Lösungsmittelgemisch getaucht. Das erhaltene
Synthesepapier hat zahlreiche gleichförmige feine Poren auf seiner Oberfläche, es besitzt eine ausgezeichnet
glatte Oberfläche und läßt sich sehr gut bedrucken und beschreiben. Die Bedruckbarkeit des
Synthesepapiers ist in Tabelle III angegeben.
Vergleichsbeispiel A
Es wird ein schlagzähes Polystyrol durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart von Polybutadien
mit einem Polybutadiengehalt von 7,1 Gewichtsprozent, einer durchschnittlichen Teilchengröße des
Polybutadiene von 6,0 Mikron und einem Schmelzflußindex von 0,5 hergestellt. Gemäß Beispiel 1 wird
aus diesem Kunstharz eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron hergestellt. Die Wärmeschrumpfung dieser
Folie beträgt 65% in der einen Richtung und 68% in der Querrichtung. Die Folie wird 5 Sekunden
bei 25° C in das im Beispiel 1 verwendete Lösungsmittelgemisch getaucht und anschließend in Warmluft
bei 4O0C getrocknet. Das erhaltene Synthesepapier
hat eine schlechtere OberBächenglätte und läßt sich nicht bedrucken. Die Bedruckbarkeit des
Synthesepapiers ist in Tabelle ΠΙ angegeben.
Vergleichsbeispiel B
Eine 100 Mikron dicke Folie wird aus elastomerfreiem Polystyrol mit einem Schmelzflußindex von
0,7 gemäß Beispiel 1 hergestellt Die Wänneschrumpfung der Folie beträgt 65% in der einen Richtung
und 63 % in der Querrichtung. Die Folie wird 5 Sekunden bei 25° C in das im Beispiel 1 verwendete
Lösungsmittelgemisch getaucht und anschließend in Warmluft bei 40° C getrocknet. Das erhaltene Synthesepapier
h?t Risse auf seiner Oberfläche und läßt sich nicht bedrucken und beschreiben.
Vergleichsbeispiel C
93 Gewichtstefle elastomerfreies Polystyrol mit einem Schmelzflußindex von 0,7 und 7 Gewichtsteile
eines Styrol-Butadien-Copolymerisats werden 30 Minuten bei 1500C auf einem Banbray-Mischer vermischt.
Die durchschnittliche Teilchengröße des Styrol-Butadien-Copolymerisats in dem erhaltener
Harzgemisch betragt 4,0 Mikron. Aus diesem Kunstharzgemisch wird eine 100 Mikron dicke FoUe gemäß
Beispiel 1 hergestellt Die Wärmeschrumpfunj
fo dieser Folie beträgt 62% in der einen Richtung um
64% in der Querrichtung. Die Folie wird 5 Sekun den bei 25° C in das im Beispiel 1 verwendete Lö
sungsmittelgemisch getaucht und anschließend be 400C m Warmluft getrocknet Das erhaltene Syn
thesepapier hat Risse auf seiner Oberfläcne, and di auf der Oberfläche gebildeten zahlreichen feinen Po
ren sind ungleichmäßig. Ferner ist dieses Synthese papier weder bedruckbar noch beschreibbar.
10
| Beispiel |
Elastomer
gehalt, °/o |
Durch
schnittliche Teilchengröße des Elastomers, Mikron |
Glätte
see |
Druckfarben
aufnahme |
Optische
Dichte |
Beschreib
barkeit |
Anmerkungen |
| 1 2 3 4 Vergleichs beispiel A B C |
6,6 6,5 9,2 8,1 7,1 7,0 |
1,7 3,2 0,7 4,6 6,0 4,0 |
800 500 1500 400 100 20 50 |
O
O O O X X X |
1,60 1,40 1,65 1,35 1,00 |
O
O O O Δ X X |
1 Risse an der J Oberfläche |
1. Die Glätte wird mit einem Bakk-Glättemesser nach JIS P-8116 bestimmt.
2. Bedruckbarkeit: 0,35 ml einer Druckfarbe werden auf 50 cm1 aufgetragen und mit dem RI-Tester II untersucht.
3. Druckfarbenaufnahme: O gleichmäßige Druckfarbenaufnahme,
4. Die optische Dichte wird mit einem Macbeth RD-100 Reflektions-Densitometer bestimmt.
5. Beschreibbarkeit: Mit einem Bleistift der Härte HB oder einem Kugelschreiber; O EMt; Δ mäßig; X nicht beschreibbar.
Claims (2)
1. Verfahren zur Hc rstellung von synthetischem
Papier durch
1) Verformen eines Styrolpolymerisats, das 1 bis 10 Gewichtsprozent eines Elastomers
enthält, zu einer Folie mit einer Wärmeschrumpfung von mindestens 2 bis 90%
in mindestens einer analen Richtung
2) Behandlung der Oberfläche der Folie entweder in einer Stufe mit einem Lösungsmittelgemisch
aus
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|---|---|---|---|
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|---|---|
| DE2240764A1 DE2240764A1 (de) | 1973-03-08 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| GB (1) | GB1389274A (de) |
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|---|---|---|---|---|
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| JPS61205044U (de) * | 1986-05-15 | 1986-12-24 | ||
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