DE2240764A1 - Verfahren zur herstellung von synthetischem papier - Google Patents
Verfahren zur herstellung von synthetischem papierInfo
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Description
SUMITOMO CHEMICAL COMPANY, LIMITED,
Osaka, Japan
Osaka, Japan
" Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier "
Priorität: 25. August 1971, Japan, Nr. 65 252/71
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von synthetischem
Papier mit ausgezeichneter Bedruckbarkeit und Beschreibbarkeit.
Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier aus Kunststoffen bekannt. Bei einem Verfahren
wird aus einem Kunststoff, das mit einem weißen Pigment oder einem Treibmittel versehen ist, eine Folie hergestellt.
Bei einem anderen Verfahren wird ein Pigment auf die Oberfläche einer Trägerfolie aufgebracht. Ferner ist ein Verfahren bekannt,
bei dem die Oberfläche einer Trägerfolie mechanisch aufgerauht oder mit Lösungsmitteln behandelt wird. Das letztgenannte Vorfahren
der Behandlung der Oberfläche der Trägerfolie mit Lösungsmitteln eignet sich zur technischen Herstellung von bedruckbaren
und boschreibbaren Folien. Wenn die Oberflache einer
Folie mit Lösungsmitteln behandelt wird5 entsteht auf der Oberfläche
eine poröse Schicht, wodurch die Aufnahmefähigkeit von
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Druckfarben erreicht wird. Durch die Aufrauhung wird Beschreibbarkeit
erreicht. Die Innenschicht verleiht der Folie die erforderlichen mechanischen Eigenschaften. Zur Herstellung
von Synthesepapier durch Behandlung einer Trägerfolie mit einem
Lösungsmittel muß die Trägerfolie folgende Bedingungen erfüllen:
Die Trägerfolie soll durch die Lösungsmittelbehandlung gequollen werden, sie soll eine Oberflächenstruktur ausbilden können,
die bedruckbar und beschreibar ist, und sie soll ausgezeichnete mechanische Eigenschaften besitzen.
Von den kristallinen Polyolefinen, wie Polyäthylen und Polypropylen,
ist bekannt, daß sie eine ausgezeichnete Lösungsmittelbeständigkeit haben und daher nicht mit Lösungsmitteln behandelt
werden können* Polyvinylchlorid kann zv/ar mit Lösungsmitteln behandelt werden, besitzt jedoch nicht die erforderliche
Oberflächenstruktur. Homopolymerisate des Styrols lassen
sich ausgezeichnet mit Lösungsmitteln behandeln, weisen jedoch nicht die erforderliche Oberflächenstruktur und die notwendigen
mechanischen Eigenschaften auf.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier mit guter Beschreibbarkeit und Bodruckbarkeit
aus einem Styrolpolymerisat zu schaffen, daß sich durch Lösungsmittelbehandlung befriedigend quellen läßt und
die erforderliche Oberflächenstruktur und die notwendigen mechanischen
Eigenschaften besitzt. Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Herstellung
von synthetischem Papier, da.s dadurch gekennzeichnet ir;L,
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daß man ein Styrolpolyraerisat, das 1 bis 10 Gewichtsprozent,
vorzugsweise 3 bis 7 Gewichtsprozent (eines Elastomers mit
einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,1 bis 5 Mikron, vorzugsweise 0,5 bis 3 Mikron, zu einer Folie mit einer Wärmeschrurapfung
von 2 bis 90 Prozent, vorzugsweise 10 bis 70 Prozenten mindestens einer axialen Richtung verformt, die Oberfläche
der Folie entweder mit einem Lösungsmittelgemisch aus
(a) einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, welches das
Styrolpolyinerisat quillt, und
(b) einem Lösungsmittel, das keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat ausübt, in einer Stufe behandelt
(nachstehend als einstufige Lösungsmittelbehandlung bezeichnet) oder die Oberfläche der Folie zunächst mit einem
Lösungsmittel behandelt, das eine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat ausübt, und erforderlichenfalls
mit mindestens einem Lösungsmittel, das eine schwächere quellende Wirkung als das erstgenannte Lösungsmittel ausübt,
und anschließend mit einem Nichtlösungsmittel für das
Polymerisat, das mit dem quellend wirkenden Lösungsmittel mischbar ist (nachstehend als zweistufige oder mehrstufige
Lösungsmittelbehandlung bezeichnet), und hierauf die behandelte Folie an der Luft unter solchen Bedingungen trocknet,
daß die Folie keiner Wärmeschrumpfung unterliegt.
Der Ausdruck "Folie" bedeutet hier auch Plattenmaterial. Das
erfindungEgeifläi3 eingesetzte Styrolpolymerisat, das ein Elastomer
enthält, wird durch Suspensionspolymerisation oder Emulsionspolymerisation
von Styrol oder einem Gemisch aus Styrol und mindestens einem olefinisch ungesättigten Monomeren, wie
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Acrylnitril, Methylmethacrylat oder Äthylmethacrylat, in Gegenwart
eines Elastomers, wie Polybutadien, einem Butadien-Styrol-Copolymerisat
oder einem ternären Copolymerisat aus Äthylen, Propylen und einem nicht konjugierten Diolefin, hergestellt.
Ein Teil des Styrole oder des olefinisch ungesättigten Monomeren wird dabei auf das Elastomer gepfropft. Beispiele
für verwendbare Polymerisate sind schlagzähes Polystyrol, Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisate (ABS-Copolymerisate),
Methylmethacrylat-Butadien-Styrol-Copolyraerisate (MBS-Copolymerisate)
und Acrylnitril-Butadien-Styrol-Methylmethacrylat-Copolymerisate
(ABSM-Copolymerisate). Das erfindungsgemäß eingesetzte Styrolpolymerisat hat vorzugsweise einen Schmelzflußindex
von 0,1 bis 5, bestimmt nach der ASTM-Prüfnorm
D-1238 (bei 230°C unter einer Belastung von 2,16 kg).
Die durchschnittliche Teilchengröße des Elastomeren wird durch 20-stündiges Eintauchen des Styrolpolymerisats in einer 1prozentigen
wäßrigen Osmiumtetroxidlösung bei 40°C bestimmt. Hierbei färben sich die Elastomerteilchen. Aus einer gefärbten
Probe wird ein sehr dünner Schnitt hergestellt und in einem Elektronenmikroskop bei 10 000-facher' Vergrößerung photographiert.
Es wird der Durchmesser der 20 größten Teilchen in
einer Fläche von 20 cm der vergrößerten Photographie bestimmt und der Durchschnittswert berechnet.
Bei Verwendung eines Styrolpolymerisats mit einem Elastomergehalt von weniger als 1 Prozent ist die durch Lösungsmittelbehandlung
gebiIdcte Oberflächenstruktur nicht bedruckbar und
die erhaltene Folie hat nicht die erwünschten mechanischen Eigenschaften wie Papier. Bei einem Elastomergehalt von mehr
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als 10 Prozent besitzt die Folie ebenfalls nicht die erwünsch- .
ten mechanischen Eigenschaften des Papiers, insbesondere fehlt die Steifigkeit. Sofern das Styrolpolymerisat einen allzu hohen
Gehalt an Elastomer aufweist, kann es mit elastomerfreiem Styrolpolymerisat entsprechend verdünnt werden. Ein Gemisch aus
einem Styrolpolymerisat mit zu niedrigem Elastomergehalt mit einem Elastomer ist jedoch für die Zwecke der Erfindung unbrauchbar
.
Bei einer durchschnittlichen Teilchengröße des Elastomers von weniger als 0,1 Mikron ist die durch die Lösungsmittelbehandlung
gebildete Oberflächenstruktur allzu schwach konvex und konkav, die Oberflächenfestigkeit ist zu niedrig und somit
wird ein nicht beschreibbares synthetisches Papier erhalten. Bei einer durchschnittlichen Teilchengröße des Elastomers von
oberhalb 5 Mikron ist die durch die Lösungsmittelbehandlung gebildete Oberflächenstruktur zu stark konvex und konkav,
und man erhält ebenfalls ein nicht bedruckbares und beschreibbares Synthesepapier. Der Ausdruck "durchschnittliche Teilchengröße
des Elastomers" bedeutet die durchschnittliche Größe des Durchmessers der Teilchen.
Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß nur bei Verwendung
einer Folie aus einem Styrolpolymerisat mit einem Elastomergehalt innerhalb des angegebenen Bereiahs und einer durchschnittlichen
Teilchengröße des Elastomers innerhalb des angegebenen Bereiches bei der Behandlung mit Lösungsmitteln ein synthetisches
Papier mit ausgezeichneter Bedruckbarkeifc und Beschroibbarkeit
liefert.
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Durch den Gehalt an Elastomerteilchen wird bei der Lösungsmittelbehandlung
eine bedruckbare und beschreibbare Oberflächenstruktur erreicht. Gleichzeitig wird verhindert, daß während
der Lösungsmittelbehandlung Risse entstehen. Ferner läßt sich durch die Lösungsmittelbehandlung der Opakitätsgrad der Folie
einstellen.
Die Folie aus dem Styrolpolymerisat mit einem Gehalt an Elastomerteilchen kann durch Extrudieren oder Kallandrieren
und anschließendes monoaxiales oder biaxiales Verstrecken um das 2-bis 30-fache der ursprünglichen Fläche zur Orientierung
der Molekiilketten hergestellt werden. Die Wärmeschrumpfung der
Folie wird nach der japanischen Industrie-Prüfnorm (JIS) K-6872 dadurch bestimmt, daß man die Folie an der Luft 30 Minuten
auf 130°C erhitzt. Der Viert beträgt 2 bis 90 Prozent, vorzugsweise 10 bis 70 Prozent in mindestens einer axialen Richtung.
Die Dicke der Folie kann innerhalb eines breitea Bereiches
liegen. Dieser Bereich ist nicht notwendig auf die Dicke von Papier beschränkt. Vorzugsweise beträgt die Dicke 30 bis
300 Mikron.
Im erfindungsgemäßen Verfahren kann entweder eine einstufige, zweistufige oder mehrstufige Lösungsmittelbehandlung angewendet
werden. Danach wird die behandelte Folie getrocknet.
Bei der einstufigen Lösungsmittelbehandlung wird dia Oberfläche
der Folie mit einem Losungsmittclgemisch aus einem einzigen
Lösungsmittel oder* einem Gcinuxli aas einem Lüsun^üiii.i. ί-U;.■ L
mit quellender Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat und
einem N Lent lösungsmittel mit niedrigerer
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digkeit als das quellend wirkende Lösungsmittel durchgeführt«
Dieses Michtlösungsmittel ist mit dem quellend wirkenden Lösungsmittel
mischbar und hat gegenüber dem Styrolpolymerisat praktisch keine quellende Wirkung.
Das quellend wirkende Lösungsmittel bzw«, das Lösungsmittelgemisch
mit quellender Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat hat eine Schrumpfbeginnzeit gegenüber dem Styrolpolymerisat
von 2 Ms 30 Sekunden. Das Nichtlösungsmittel, das keine quellende
Wirkung besitzt, hat eine praktisch unendliche Schrumpfbeginnzeit gegenüber dem Styrolpolymerisat. Das Lösungsmittelgemisch
aus einem Lösungsmittel mit quellender Wirkung und einem Biclitlösungsmittel, das keine quellende Wirkung besitzt,
hat eise Sclirumpfbeginnzeit von 5 bis 300 Sekunden.
Die Schrurapfbeginnzeit des im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten
Lösungsmittels ist die zum Beginn der Schrumpfung und Deformierung eines eingetauchten Teils einer Größe von
1 cm χ 1 cm einer rechteckigen Probe einer Größe von 1 cm χ 2 cm
in verschiedenen Lösungsmitteln bei einer bestimmten Behandlungstemperatur bei der Herstellung des synthetischen Papiers
der Erfindung erforderliche Zeit, Diese Probe wird aus der Folie aus dem Styrolpolymerisat herausgeschnitten, die in der
Längs- und in der Querrichtung um das Dreifache gereckt wurde und eine Dicke von 60 Mikron aufweist.
Bei der zweistufigen und der mehrstufigen Lösungsmittelbehandlung
wir-«! die Oberfläche der Folie mit einem Lösungsmittel
oder Lösungsraittelgemisch mit quellender Wirkung gegenüber dem
Styrolpolymerisat xuid anschließend mit mindestens einem Lö-
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sungsmittel behandelt, das eine schwächere quellende Wirkung als das erste Lösungsmittel besitzt und das mit dem ersten Lösungsmittel
mischbar ist. Die Behandlung erfolgt in der Reihenfolge, in der das Ausmaß ihrer Quellwirkung abnimmt. ' /
Schließlich wird die Folie mit einem Nichtlösungsmittel behan-
delt, das keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpoly-^ t
merisat aufweist und mit den Lösungsmitteln mischbar 1st. I
Beispiele für Lösungsmittel mit quellender Wirkung gegenüber t
dem Styrolpolymerisat sind Äthylacetat, Isobutylacetat, Aceton, \
Methyläthylketon, Methylisobutylketon, Tetrachlorkohlenstoff, Benzol, Toluol, 1,4-Dioxan, Cyclohexan, Isopropyläther,
Benzyläther, Hexan und Pentan. Beispiele für Nichtlösungsmitt©l, die keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat
ausüben, sind Alkohole mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen,
wie Methanol, Äthanol, Propanol und Isopropanol. /
Die Temperatur und Zeitdauer zur Behandlung der Folie mit den j Lösungsmitteln steht in enger Beziehung zur Art des verwende- }
ten Polymers, der V/ärmeschrumpfung und der Dicke der Folie i
und der Art und der Zusammensetzung der verwendeten Lösungs- J
mittel. Es können keine allgemeinen Werte angegeben werden. \
Im allgemeinen hat eine längere Behandlung bei hoher Tempera- }
tür eine Auflösung und Deformierung der Folie zur Folge. Durch s.
kürzere Behandlung bei niedrigerer Temperatur wird keine aus- /
reichende Beschreibbarkeit oder Bedruckbarkeit der Folie er- ;
reicht. Je nach der Art der Folie muß daher die Art und Zu-
j sammensetzung des verwendeten Lösungsmittels, die geeignete
>' Behandlungstemper.iiur und Behandlungüzeit bestimmt werden. Beispielsweise
kann die Behandlungstemperatur zwischen 5 und AO0C ''·
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und die Behandlungszeit zwischen 0,1 und 60 Sekunden liegen. Die Lösungsmittelbehandlung kann z.B. durch Tauchen, Besprühen
oder Beschichten erfolgen.
Das erfindungsgemäß eingesetzte Styrolpolymerisat kann ein
Antioxydationsmittel, wie 2,6-Di-tert.-butyl-4-methy!phenol,
4,4-Thiobis-6-tert.-butyl~3-methylphenol, Dilaurylthiodipropionat
oder Trinonylphenylphosphit, ein weißes Pigment, wie Titandioxid, Bariumsulfat, Zinkoxid, Calciumcarbonat, Talcum,
Ton oder Kieselsäure, ein Dispergiermittel für das Pigment, z.B. ein Calcium-, Magnesium-, Zink- oder Bariumsalz der
■Stearinsäure, ein Polymerisat zum Dispergieren des Pigments, wie niedermolekulares Polyäthylen, oder ein Äthyl-Vinylacetat-
Copolymerisat, ein Gleitmittel, wie Methylenbisamid oder
Stearinsäureamid, oder ein Antistatikum, in herkömmlichen
Mengen enthalten.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Es wird ein schlagzähes Polystyrol hergestellt, daß durch
Polymerisation von Styrol in Gegenwart von Polybutadien erhalten
wurde. Der Polybutadiengehalt beträgt 6,6 Gewichfcsprozent,
(gaschromatographisch bestimmt). Die durchschnittliche Teilchengröße
des Polybutadiens beträgt 1,7 Mikron und es hat einen Schmelzflußindex von 0,23, bestimmt nach ASTM D-1230 bei 2300C
und einer Belastung von 2,16 kg. Aus diesem Kunstharz wird eine Folie einer Dicke von 1,0 mm hergestellt, die zunächst
auf Metallwagen mit einer Oberflächen tempo raCur von -115'C um
das Dreifache tier ursprünglichen Länge und anschließend in der Querrichtung Ln Heiß Luft von 1300C um da?; !.) ro i fache gerockt
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wird. Die auf diese V/eise erhaltene Folie hat eine Dicke von 100 Mikron und eine Wärmeschrumpfung von 65 Prozent in einer
Richtung und 6h Prozent in der Querrichtung, bestimmt nach JIS K-6872 beim 30m.Lriil-.Lgem Erwärmen im Luftbad bei 1300C. Die
erhaltene Folie wird 5 Sekunden bei 25 C in ein Gemisch aus
Methyläthylketon, Cyclohexan und Isopropanol vom Volumenverhältnis
25 : 20 : 55 eingetaucht und anschließend in V/armluft bei kO°C getrocknet (einstufige Lösungsm it te Lbnharuilung).
Die erhaltene Folie hat zahlreiche feim; Poren auf der Oberfläche,
sie besitzt eine ausgezeichnet glatte Oberfläche und
läßt sich sehr gut bedrucken und beschreiben. Die Bedruckbarkeit
der Folie ist Ln Tabelle I angegeben.
Nachstehend ist die Schrumpfbeginnzeit und die spezifische VerdampfungsgeschwindigkoLt
dor jeweils vorwendeten Lösungsmittel angegeben:
Lösungsmittel
Schrumpfbeginn- spezifisoue Vorzeit,
see dampfungsgeschwLn-
dlgkelt
| Methy La thy.lko ton | 120 | 595 |
| Cyclohexan | 7 | 717 |
| Methylä thylkoton/ Cyclohexan (2f> : 20) |
unendLi ei ι | - |
| IsopropanoL | ||
J η 9 a ι ο / ο 9 ο ι*
Beispiel 2
Es wird ein schlagzähes Polystyrol hergestellt, das durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart von Polybutadien erhalten
worden ist. Der Polybutadiengehalt beträgt 6,5 Gewichtsprozent,
die durchschnittliche Teilchengröße des Polybutadiene 3,2 Mikron und der Schmelzflußindex 0,7. Aus diesem Kunstharz wird
gemäß Beispiel 1 eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron hergestellt. Die Wärmeschrumpfung der Folie beträgt
63 Prozent in einer Richtung und 65 Prozent in der Querrichtung.
Diese Folie wird 3 Sekunden bei 25 C in ein Gemisch aus Methylisobutylketon und Methanol im Volumverhältnis 90 : 10
und anschließend 30 Sekunden bei 250C in Methanol getaucht.
Danach ^ird die Folie in Warmluft bei 400C getrocknet (2-stufige
Lösungsmittelbehandlung). Das · erhaltene Synthesepapier
hat zahlreiche gleichförmige feine Poren auf seiner Oberfläche, es besitzt eine ausgezeichnet glatte Oberfläche und läßt sich
sehr gut bedrucken und beschreiben. Die Bedruckbarkeit des
Synthesepapiers ist in Tabelle I angegeben. Nachstehend ist die Schrumpfbeginnzeit und die spezifische Verdampfungsgeschwindigkeit
des jeweils verwendeten Lösungsmittels angegeben.
Lösungsmittel SchrumpXbeginn- spezifische Ver-
zeit, see dampfungsgeschwin-. digkeit
Methylisobutylketon 18 .159
Methanol unendlich 363
Methylisobutylketon/
Methanol (90 : 10) '
Methanol (90 : 10) '
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7240764
Beispiel 3
Es wird ein Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat hergestellt,
daß durch Polymerisation von Styrol in Gegenwart eines Acrylnitril-Butadien-Copolymerisats erhalten wurde. Der
Butadiengehalt beträgt 9,2 Gewichtsprozent, die durchschnittliche Teilchengröße des Butadiens 0,7 Mikron und der Schmelzflußindex
3,5. Aus diesem Kunstharz wird eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron gemäß Beispiel 1 hergestellt. Die Wärmeschrumpfung
dieser Folie beträgt 67 Prozent in der einen Richtung und 70 Prozent in der Querrichtung. Die Folie wird 5 Sekunden
bei 25 C in ein Gemisch aus Toluol, cyclohexan und Propanol im Volumverhältnis 20 : 45 : 35 getaucht und anschließend
in AO0C warmer Luft getrocknet (einstufige Lösungsmittelbehandlung).
Das erhaltene Synthesepapier hat zahlreiche gleichförmige feine Poren auf seiner Oberfläche, es besitzt
eine ausgezeichnet glatte Oberfläche und läßt sich sehr gut bedrucken
und beschreiben. Die Bedruckbarkeit des Synthesepapiers ist in Tabelle I angegeben.
Beispiel 4 Es wird ein schlagzähes Polystyrol durch Polymerisation von v
Styrol in Gegenwart eines Styrol-Butadien-Copblymerisats herge-
Gchalt an
stellt. Der/Styrol-Butadien-Copolymerisat beträgt 8,1 Gewichtsprozent,
die durchschnittliche Teilchengröße dieses Copolymerisate,
4, (. Mikron, und der Schmelzflußindex des Polystyrols beträgt 0,3. Aus diesem Kunstharz wird eine Folie mit
einer Dicke von 100 Mikron gemäß Beispiel 1 hergestellt. Diο
Wärme.'chrumpfi':;,'- dieser Folie beträgt 65 Prozent in einer'Richtung
und 67 Vrrr]it in der Querrichtung. Die .Folie wird ge-
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"13" 22ΑΠ764
maß Beispiel 1 in das Lösungsmittelgemisch getaucht. Das erhaltene
Synthesepapier hat zahlreiche gleichförmige feine Poren auf seiner Oberfläche, es besitzt eine ausgezeichnet glabte
Oberfläche und läßt sich sehr gut bedrucken und beschreiben.. Die Bedruckbarkeit des Synthesepapiers ist in Tabelle I
angegeben. . -
Vergleichsbeispiel A ' . ν
Es v/ird ein schlagzähes Polystyrol, durch Polymerisation von
Styrol in Gegenwart von Polybutadien mit einem Polybutadienehalt· von 7>1 Gewichtsprozent, einer durchschnittlichen Teilchengröße
des Polybutadiens von 6,0 Mikron und einem Schmelzflußindex von 0,5 hergestellt. Gemäß Beispiel 1 wird aus diesem
Kunstharz eine Folie mit einer Dicke von 100 Mikron hergestellt. Die WärmeSchrumpfung dieser Folie beträgt 65 Prozent
in der einen Richtung und 68 Prozent in der Querrichtung. Die Folie wird 5 Sekunden bei 25°C in das in Beispiel 1 verwendete
Lösungsmittelgemisch getaucht und anschließend in Warmluft bei
AO0C getrocknet. Das erhaltene Synthesepapier hat eine schlechtere
Obefflächenglätte und läßt sich nicht bedrucken. Die Bedruckbarkeit
des -Synthesepapiers ist in Tabelle I angegeben.
Vergleichsbeispiel B
Eine 100 Mikron dicke Folie wird aus elastomerfreiem Polystyrol mit einem Schmelzflußindex von 0,7 gemäß Beispiel 1 hergestellt.
Die WärmeSchrumpfung der Folie beträgt 65 Prozent in der einen Richtung und 63 Prozent in der Querrichtung. Die Folie wird
5 Sekunden bei 25°C in das in Beispiel 1 verwendete Lösungsmittelgemisch
getaucht und anschließend in Warmluft bei AO0C
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getrocknet. Das erhaltene Syrithescpapier hat Risse auf
seiner OberfLache und läßt sich nicht bedrucken und boschrei
ben.
f1I eichr»be tsp i c? 1 C
93 Gewichts toi Li? ο Lastoinerf reies Polystyrol mit einem Schmelzflußindex von 0,7 und 7 Gewichts tolle einer; cityrol-ButadLen-Copolymerisats werden 50 Minuten bei 1500C auf einem Banbury-Mischer vermischt. Die durchschnitt L u:hc Teilchengröije des Styrol-Butadlen-Copolymerisatü in dem erhaltenen Haracemisch beträgt ht0 Mikron. Aus diesem Kunatharzycmisch wird eine 100 Mikron dicke Folie gemäß fsnisplel ! hergestellt. Die V/ärmefJchrumpfunf; dieser Folio beträgt 62 Prozent in einer
93 Gewichts toi Li? ο Lastoinerf reies Polystyrol mit einem Schmelzflußindex von 0,7 und 7 Gewichts tolle einer; cityrol-ButadLen-Copolymerisats werden 50 Minuten bei 1500C auf einem Banbury-Mischer vermischt. Die durchschnitt L u:hc Teilchengröije des Styrol-Butadlen-Copolymerisatü in dem erhaltenen Haracemisch beträgt ht0 Mikron. Aus diesem Kunatharzycmisch wird eine 100 Mikron dicke Folie gemäß fsnisplel ! hergestellt. Die V/ärmefJchrumpfunf; dieser Folio beträgt 62 Prozent in einer
ichtung und Gh Prozent in der Querrichtung. Die Folie
wird 5 Sekunden bei 25 C in das in Beispiel 1 verwendete Lösungsmittelgemisch
getaucht und anschließend bei 400C in Warmluft getrocknet. Das erhaltene Synthesepapier hat IM κ^e auf
seiner Oberfläche, und die auf der Oberfläche gebildccon zahlreichen
feinen Poren sind ungleichmäßig. Ferner ist dieses Synthesepapier weder bedruckbar noch beschreibbar.
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:abelie I
| Beispiel' | Elastomer gehalt, % |
I durchschnittl. Teilchengröße ; des Elastomers. ' Uikron |
Glätte, ' see . · |
Druckfar benauf nahme |
optische Dichte |
Be- ' schreib barkeit ι |
Anmerkun gen I |
|
2 ■ . ■
j ■ ' "3? |
β,β 9,2 8,1 |
1,7 3,2 0,7 v 4,6 |
800 500 1500 ι 400 |
O ο . O |
1,60 1,4-0 1,-. 1,35 |
O O O O |
. ■ j |
| Vergleichsbeispiel Λ B ι"* |
7,1 7,0 |
6,0 4,0 |
100 20 50 |
X X X |
1,00 | Δ χ |
I I ) Risse an ) der Ober- ) fläche |
Anmerkungen: D
2) Bedruckbarkeit:
3) Druckfarbenaufnahmeι
5) Eeschreibbarkeit:
Die Glätte wird mit einem Bakk-Glättemesser nach ο IS P-8116
bestimmt.
0,35 nil einer Druckfarbe werden auf 50 cm aufgetragen und mit
dem RI-Tester II untersucht.
Ό; gleichmäßige Druckfarbenaufnahme
χ ungleichmäßige Aufnahme der Druckfarbe bzw» druckfarbenfreie ^
Stellen. · N>
Die optische Dichte wird mit einem Macbeth RD-IOO Reflektions- ο
Densitometer bestimmt. --j
Mit einem Bleistift der Härte HB oder einem Kugelschreiber; '■£-·
ο gut ; /\ mäßig; χ nicht beschreibbar.'
Claims (13)
1. Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier,
dadurch gekennzeichnet, daß man fin Styrol*
polymerisat, das 1 bis 10 Gewichtsprozent eines Elastomers mit
einer durchschnittlichen Teilchengröße von 0,1 bis 5 Mikron enthält, zu einer Folie mit einer Wärmeschrumpfung von 2 bis'
90 Prozent in mindestens einer axialen Richtung verformt, die Oberfläche der Folie entweder mit einem Lösungsmittelgemisch
aus
(a) einem Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch, welches das Styrolpolymerisat quillt, und
(b) einem Lösungsmittel, das keine quellende Wirkung gegenüber
dem Styrolpolymerisat ausübt, in einer Stufe behandelt (
oder die Oberfläche der Folie mit mindestens zwei mitein- !
ander mischbaren Lösungsmitteln, die von einem Lösungsmittel mit großer Quellwirkung gegenüber dem Styrolpolymerisat ;
\ bis zu einem Lösungsmittel reicht, das keine Quellwirkung I
\ gegenüber den Styrolpolymerisat ausübt, in zwei oder mehr j
Stufen in öar Reihenfolge behandelt, in der das Ausmaß j
ihrer Quellwirkung abnimmt, worauf man die behandelte Folie
trocknet. /
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Styrolpolymerisat verwendet, das als Elastomer Polybutadien,
ein Butadien-Styrol-Copolymerisat oder ein Terpolyraerisat aus
Äthylen, Propylen und einem nicht-konjußierten Diolefin enthält.
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3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man ein Styrolpolymerisat verwendet, daß 3 bis 7 Gewichtsprozeht
Elastomer enthält.
h. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man ein Styrolpolymerisat verwendet, daß ein Elastomer mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von O9'5 bis 3 Mikron
enthält.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man ein Styrolpolymerisat verwendet, bei dem ein Teil des Styrols
oder eines olefinisch ungesättigten Monomeren auf das Elastomer gepfropft ist.
6. Verfahren nach Anspruch U5, dadurch gekennzeichnet, daß
man als Styrolpolymerisat ein schlagzähes Polystyrol, ein Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat, ein Methylmethacrylat-Styrol-Butadien-Copolyraerlsat
oder, ein Acrytoitril-Butadien-Styrol-MethylmethacrYlat-Copolymerisat
verwendet»
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Styrolpolymerisat einen Schmelzflußindex von 0,1 bis 5, bestimmt nach ASTM D-= 1238 bei 230°C und einer Belastung von ·
2,16 kgr aufweist.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ' die Wärmeschrumpfung der Folie in mindestens einer axialen
Richtung 10 bis 7ö Prozent beträgt.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Folie in ein Lösungsmittelgemisch aus einem einzigen Lösungsmittel oder einem Gemisch von Lösungsmitteln mit quel-
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lender Wirkung gegenüber dom ßtyrolpolymerisat und einem
Nichtlösungsmittel taucht, das keine quellende Wirkung gegenüber dem Styrolpolyinerisat aufweist und mit dem Lösungsmittel
oder Gemisch der Lösungsmittel mischbar ist, und anschließend
die Folie im Luftbad bei Temperaturen trocknet, bei denen keine Wärmeschrumpfung der Folie auftritt.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man als Lösungsmittel mit quellender Wirkung gegenüber dem Styrolpolymerisafc Äthylacetat, Isobutylacetat, Aceton, Methyläthylketon,
Methylisobufcylketon, Tetrachlorkohlenstoff, Benzol,
Toluol, 1,4-Dioxan, Cyclohexan, Isopropyläthf.'r, Benzyläther,
Hexan oder Pentan verv/ondet,
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Nichtlösungsmi ttel mil; keiner qucllcndon Wirkung gegenüber
dem Styrolpolymerisafc einen Alkohol mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen
verwendet.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Folie in ein Lösungsmittel mit quellender Wirkung gegenüber
dem Styrolpolymerisat und anschließend in Mindestens t:iri
Lösungsmittel mit r^hv/Jiri^Lcr quellender Wirkung v. ;.j das or. te
Lösungsmittel und schließlich in ein HlchtLösungsmittel mit
keiner quellenden Wirkung gegenüber dem iJtyrolpolymcrisat
taucht und hierauf die Folie im Luftbad bei Temperaturen
trocknet, bei denen keine Wärmer.chruiiipftmg der Folie erfolgt.
309810/0980
13. Verfahren nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, daß
man als Lösungsmittelgemisch eine Mischung aus Methyläthylketon, Cyclohexan und Isopropanol verwendet.
14, Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Folie in ein Gemisch aus Methylisobutylketon und
Methanol und danach in Methanol taucht.
909810/0*988
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP6525271A JPS4831269A (de) | 1971-08-25 | 1971-08-25 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE2240764B2 DE2240764B2 (de) | 1975-04-17 |
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ID=13281513
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722240764 Pending DE2240764B2 (de) | 1971-08-25 | 1972-08-18 | Verfahren zur Herstellung von synthetischem Papier aus Styrol-Pfropfcopolymerisaten |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS4831269A (de) |
| DE (1) | DE2240764B2 (de) |
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| GB (1) | GB1389274A (de) |
Families Citing this family (4)
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Also Published As
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