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DE2240550A1 - Verfahren zur herstellung von malzgetraenken - Google Patents

Verfahren zur herstellung von malzgetraenken

Info

Publication number
DE2240550A1
DE2240550A1 DE2240550A DE2240550A DE2240550A1 DE 2240550 A1 DE2240550 A1 DE 2240550A1 DE 2240550 A DE2240550 A DE 2240550A DE 2240550 A DE2240550 A DE 2240550A DE 2240550 A1 DE2240550 A1 DE 2240550A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
yeast
beer
concentrate
malt
unripened
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2240550A
Other languages
English (en)
Inventor
Yoshiyasu Kosano
Shin Nakajima
Masaru Yagiu
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Suntory Ltd
Original Assignee
Suntory Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Suntory Ltd filed Critical Suntory Ltd
Publication of DE2240550A1 publication Critical patent/DE2240550A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C11/00Fermentation processes for beer
    • C12C11/11Post fermentation treatments, e.g. carbonation, or concentration
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C11/00Fermentation processes for beer
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C12/00Processes specially adapted for making special kinds of beer

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Zoology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Malzgetränk-Konzentrats. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man zu einer Würze Hefe zufügt, die primäre Fermentation durchführt, von dem ungereiften Malzgetränk während oder nach der primären Fermentation die Hefe entfernt, das von der Hefe befreite ungereifte Malzgetränk konzentriert und die Reifung durchführt, indem man zu dem entstehenden Konzentrat Hefe zufügt. Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung eines rekonstituierten Malzgetränks, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Wasser und/oder Kohlendioxyd zu dem Konzentrat nach Beendigung der Reifung zufügt,
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Malzgetränke mit ausgezeichneter Qualität herzustellen, die während des Lagerns weniger .'-Raum einnehmen. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß man ungereifte Malzgetränke konzentriert und dieses Konzentrat reift. Der
e 30-9834/0329
vorliegenden Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, die Transportkosten von einer Brauerei zu dem entsprechenden Markt zu vermindern.
Beim Bierbrauen wird zur Herstellung von Würze aus Malz gemaischt, dann wird die Würze mit Hopfen gekocht und dann fügt man zu der Würze Hefe, um die primäre Fermentation zu induzieren. Nach der primären Fermentation wird eine sekundäre Fermentation durchgeführt. Die Zeit, die für das Gesamtverfahren von der Maischstufe bis zu der letzten Reifestufe erforderlich ist, beträgt im allgemeinen 2 bis 4 Monate. Diese Variationen treten auf und sie hängen von den Ausgangsmaterialien, die verwendet werden, den Bedingungen beim Brauen, den Arten von Bier, die hergestellt werden, und ähnlichen Faktoren ab. Die sekundäre Fermentation ist das Verfahren, das am meisten Zeit erfordert, und sie dauert im allgemeinen 1 bis 3 Monate. Ein nicht gereiftes Bier muß außerdem bei niedrigen Temperaturen vor Beendigung der Reifung gelagert werden, und bei diesem Verfahren sind große Räume in einer Brauerei erforderlich, und dadurch wird die Kapazität der Bierproduktion in einer Brauerei beschränkt.
In der Vergangenheit wurden daher verschiedene Versuche unternommen, um die Zeit abzukürzen, die für die sekundäre Fermentation erforderlich ist. Dabei wurde jedoch immer eine Verschlechterung im Aroma und im Geschmack bzw. Duft beobachtet.
Da eine Volumenverminderung die Lagerung des Bier in einer Brauerei und den Transport von der Brauerei zum Markt erleichtert, wurden viele Versuche unternommen, um ein konzentriertes Bier herzustellen. Das konzentrierte Bier kann serviert werden bzw. verwendet werden, nachdem man Wasser und/oder gegebenenfalls Kohlendioxyd zugefügt hat.
Zur Konzentrierung von Bier wurden bereits verschiedene
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- 3 - 22405S0
Verfahren verwendet. Die Konzentration von Bier ohne Entfernung der Hefe bewirkt ernste Schäden an der Hefe, und dadurch wird die sekundäre Fermentation verhindert, und man erhält ein nichttrinkbares Produkt sowohl bezogen auf das Aroma als auch den Duft bzw. den Geschmack. Es ist daher unumgänglich, die Hefe aus dem Bier vor dem Konzentrationsverfahren zu entfernen, aber die Entfernung der Hefe verhindert die sekundäre Fermentation und damit die Reifung des Biers. Alle Konzentrationsverfahren sind daher nur auf gut gereiftes Bier anwendbar und, bezogen auf die Kapazität einer Brauerei, bringen zu wenig Vorteile mit sich.
Um das Reifen während des Konzentrationsverfahrens zu beschleunigen, wurden viele Versuche unternommen. Man erhielt aber keine zufriedenstellenden Ergebnisse, was das Aroma und den Geschmack betrifft.
Verfahren zur Herstellung von konzentriertem Bier und die Verfahren, um konzentriertes Bier zu rekonstituieren, die in der Literatur beschrieben sind, werden im folgenden zusammenfassend angegeben.
In der US-Patentschrift 3 193 395 wird beschrieben, wie man fermentiertes Bier, das TO bis 200 ppm eines flüssigen Polydimethylsiloxan-Antischaummittels enthält, abkühlt, bis es eine Kristallaufschlämmung mit einer Aufschlämmungskonzentration von 20 bis 75 Gew.% bildet, und wobei die Aufschlämmung aus Eiskristallen und Mutterlauge besteht. Diese Aufschlämmung wird dann unter Rühren einem unteratmosphärischen Druck im Bereich von 0,07 bis 0,7 kg/cm (1 bis 10 psia) unterworfen, um im wesentlichen das gesamte Kohlendioxyd aus der Aufschlämmung zu entfernen. Diese Aufschlämmung wird dann in eine begrenzte Zone eingeführt, worin die Eiskristalle als kompakte Masse in einem Körper aus Kristallschmelze geleitet werden, der entsteht, indem die Eiskristalle in einem stromabwärts gelegenen
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Teil der Zone schmelzen, wobei die Schmelze durch Kristallmasse ersetzt wird und wobei Mutterlauge als konzentrierte Lösung aus einem stromaufwärts gelegenen Teil der Zone entfernt wird. Dies ist ein Verfahren, bei dem durch Kristallisation konzentriert wird.
In der US-Patentschrift 3 323 920 wird ein Verfahren zur Herstellung eines bierähnlichen Produktes beschrieben. Gemäß diesem Verfahren wird Bier aus der Fermentation, das 90 bis 95% Wasser, 2 bis 5% Alkohol und ungefähr 4 bis 6% Zucker enthält, in eine Kühlzone eingeleitet, wobei in der Mutterlauge 20 bis 60 Gew.% Eiskristalle gebildet werden. Die gebildete Aufschlämmung wird in eine Reinigungszone geleitet, wo die Eiskristalle im Gegenstrom mit einem Körper aus Eiskristallschmelze kontaktiert werden. Gereinigtes Wasser wird entnommen. Die Menge an diesem Wasser beträgt 50 bis 90%. Die Mutterlauge aus dieser Reinigungszone wird bei 37,8 bis 65,60C (100 bis 150°F) fraktioniert destilliert, um überschüssigen Alkohol und einen Teil des restlichen Wassers zu entfernen und ein bierähnliches Konzentrat mit einem Alkoholgehalt von weniger als 0,75 Gew.Teilen, berechnet auf die ursprünglichen 100 Gew.Teile Bier, und einem Zuckergehalt im Bereich von 95 bis 100 Gew.Teilen des ursprünglichen Zuckergehalts wird aus dem unteren Teil der Reinigungszone erhalten. Dieses Konzentrat kann durch Zugabe von Wasser zu einem bierähnlichen Getränk rekonstituiert werden. Dieses Konzentrationsverfahren ist ein Konzentrationsverfahren, bei dem Kristallisation und Destillation miteinander verbunden sind.
In der US-Patentschrift 3 323 919 wird ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung eines fermentierten Malzgetränks beschrieben, bei dem durch Gefrierkristallisation konzentriert wird.
In der US-Patentschrift 3 295 988 ist ein Verfahren beschrieben, bei 'dem durch fraktionierte Kristallisation kon-
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zentriert wird und wobei die Mutterlauge recyclisiert wird. Gemäß diesem Verfahren wird eine gekühlte Aufschlämmung aus Bier, Eiskristallen und Mutterlauge in eine verlängerte, begrenzte Trennungszone geleitet, wo die Eiskristalle abgetrennt werden. Ein Teil der entnommenen Eiskristallschmelze wird in diesem Fall recyclisiert, um ihn zum Schmelzen der Eiskristalle zu verwenden. Weiterhin wird ein Teil der konzentrierten Mutterlauge ebenfalls recyclisiert.
In der britischen Patentschrift 1 092 458 wird ein Verfahren zur Herstellung eines Bierkonzentrats besehrieben, wobei Bier in einem Dünnfilmverdampfer bei einer Temperatur unterhalb 700C bei unteratmosphärischem Druck behandelt wird.
In der US-Patentschrift 3 403 029 wird ein Verfahren zur Herstellung eines rekonstituierten Bier beschrieben, das darin besteht, daß man ein fermentiertes Bier durch fraktionierte Kristallisation konzentriert, das Bierkonzentrat mit der abgetrennten Wasserphase, die ausgefällte und agglomerierte Teilchen gelöster Verunreinigungen, Geschmackskörper u.a. enthält, vermischt, die Mischung in erwärmtem Zustand hält und die Mischung filtriert. Ein Merkmal dieses Verfahrens besteht darin, den Geschmack von rekonstituiertem Bier zu verbessern, indem man wieder agglomerierte Teilchen, die die Geschmackskörper enthalten, mit einem Konzentrat kontaktiert.
In der britischen Patentschrift 1 172 833 ist ein Verfahren zur Konzentration von Bier beschrieben, wobei nach Entfernung der unlöslichen Teile das Bier geringfügig über den Gefrierpunkt abgekühlt wird.
Bei den oben beschriebenen Verfahren werden hauptsächlich fraktionierte Kristallisation, fraktionierte Kristallisation ' mit Recyclisierung der Mutterlauge, Verdampfen unter vermindertem Druck verwendet oder diese Verfahren werden gemeinsam
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angewendet. Zur selben Zeit wurden auch verschiedene Verfahren zur Rekonstitution von Bier in der Literatur beschrieben. Alle diese Verfahren sind jedoch, wie bereits erwähnt, nur bei gutgereiftem Bier verwendbar. Sie sind daher für den ursprünglichen Zweck, die Kapazität bei der Bierherstellung zu erhöhen, nicht brauchbar.
Die vorliegende Erfindung schafft ein zufriedenstellendes Verfahren zur Herstellung gutgereifter Malzgetränke, die ausgezeichnetes Aroma und guten Geschmack besitzen, wobei ein ungereiftes Malzgetränk-Konzentrat gereift wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, das Reif längsverfahren unter Verwendung von weniger Lagerraum durchzuführen, und es erleichtert den Transport des Malzgetränks von einer Brauerei zu einem Markt.
Die vorliegende Erfindung umfaßt die folgenden Stufen: Entfernung von Hefe aus ungereiften Malzgetränken während oder gegen Ende der primären Fermentation oder während des Verlaufs der sekundären Fermentation, die Konzentrierung des ungereiften Malzgetränks, das von Hefe befreit ist,und die Zugabe von Hefe zu dem Konzentrat, um die Reifung zu bewirken. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ebenfalls ein Verfahren zur Herstellung von konzentrierten oder rekonstituierten Malzgetränken durch Zugabe von Wasser und/oder Kohlendioxyd zu den konzentrierten, gereiften Malzgetränken.
In die Kategorie von Malzgetränken, wie sie hierin erwähnt werden, fallen auch Malzgetränke, die auf irgendeine Weise aus fermentierter Würze hergestellt wurden, unabhängig von den Unterschieden der Verfahren, die zu ihrer Herstellung erforderlich sind. Wenn man beispielsweise das erfindungsgemäße Verfahren bei der Herstellung von hellem Lagerbier, dunklem Bier, hochalkoholischem Bier, niedrigalkoholischem Bier u.a. verwendet, ergibt die Reifung der konzentrierten Malzgetränke Produkte hoher Qualität. Ab-
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hängig von den verwendeten Bedingungen wird die Zeit, die für die Reifung erforderlich ist, weiterhin verkürzt,
Für die Konzentrierung können ungereifte Malzgetränke verschiedener Stufen von dem Beginn der primären Fermentation bis.zum Ende der sekundären Fermentation verwendet werden.
Der Ausdruck "primäre Fermentation", wie er hierin verwendet wird, bedeutet ein Fermentationsverfahren, das durch Zugabe von Hefe zu einer Würze initiiert wird. Der Ausdruck "sekundäre Fermentation" bedeutet das Verfahren, bei dem ungereifte Malzgetränke nach der primären Fermentation gelagert werden, bis sie ihr charakteristisches Aroma und den charakteristischen Geschmack der gereiften Malzgetränke besitzen. Der Ausdruck "sekundäre Fermentation" umfaßt die sogenannte Ruh-Storage bzw. Ruh-Lagerung. Wenn die sekundäre Fermentation bei niedriger Temperatur unter Druck durchgeführt wird, nimmt die physikalisch-chemische Stabilität des Malzgetränks zu und die Auflösung von Kohlendioxyd in dem Malzgetränk wird verbessert.
Um die Hefe aus den ungereiften Malzgetranken zu entfernen, können alle Verfahren, die dem Fachmann auf dem Braugebiet gut bekannt sind, beispielsweise Filtration durch Filterpressen, Zentrifugation und Sedimentation verwendet werden.
Die Konzentration'der ungereiften Malzgetränke, die frei von Hefe sind, kann gemäß irgendeinem Verfahren, beispielsweise durch fraktionierte Kristallisation mit oder ohne Recyclisierung der Mutterlauge, durch Vakuumverdampfung oder durch eine Kombination dieser Verfahren erfolgen. Im allgemeinen können 30 bis 80% des Wassers, das ursprünglich in den ungereiften Malzgetränken vorhanden ist, gemäß diesen Verfahren entfernt werden.
Zur Initiation der sekundären Fermentation in dem konzentrierten Malzgetränk kann irgendeine Präparation und irgend-
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eine Form der Hefe als Quelle für die Hefe verwendet werden. Beispielsweise kann man reine gezüchtete Hefe, junges fermentiertes Bier, Hefesediment, das aus Fermentationsgefäßen gewonnen wird, und Hefe, die aus Malzgetränken vor deren Konzentration entfernt wurde, verwenden.
Die Menge an Hefe, die zugefügt wird, hängt von dem Reifegrad des Malzgetränkes, das für die Konzentration verwendet wurde, ab. Die Reifung des konzentrierten Malzgetränks kann mit niedrigeren Hefekonzentrationen erreicht werden, als sie bei den Routineverfahren beim Brauen bei der Reifung von unkonzentriertem Bier verwendet werden. Im allgemeinen sind mehr als 10 Zellen/ml Hefe erforderlich, um die sekundäre Fermentation von hellem Lagerbier zu initiieren, wohingegen nur ungefähr 10 bis 10 Zellen/ml Hefe ausreichen, um die Reifung des ungereiften Bierkonzentrats zu bewirken.
Die Zeit, die zur Reifung nach der Zugabe der Hefe zu dem Konzentrat erforderlich ist, beträgt im allgemeinen 3 bis 14 Tage. Dieser Bereich ist durch den Grad der Reifung des verwendeten Biers, des zugefügten Hefestamms, der Konzentration der Hefe und der Herstellung der zugegebenen Hefe und der Temperatur, bei der das Bier gelagert wird, bedingt. Abhängig von den verwendeten Bedingungen, kann der Zeitbereich für die Reifung auch noch verkürzt werden.
Wie in.den Tabellen gezeigt wird, muß helles Lagerbier, dessen primäre Fermentation während 10 Tagen bei 80C durchgeführt wurde, im allgemeinen 2 Monate bei 00C für die vollständige Reifung gelagert werden. Im Gegensatz dazu sind nur ungefähr 14 Tage erforderlich, um das 1,8-fache Konzentrat an ungereiftera hellem Lagerbier zu reifen, wobei das Konzentrat unmittelbar nach der Entfernung der Hefe aus dem Bier am Ende der primären Fermentation hergestellt wurde.
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Es ist möglich, das gereifte Bierkonzentrat, das gemäß diesem Verfahren hergestellt wurde, als fertiges Produkt zu verwenden mit oder ohne Extrazugabe von Kohlendioxyd. Das gereifte Bierkonzentrat kann ebenfalls zu Bier mit irgendeiner gewünschten Konzentration rekonstituiert werden, indem man Wasser mit oder ohne Kohlendioxyd zufügt. Wie in den Tabellen gezeigt wird, ist das rekonstituierte Bier in Bezug auf das Aroma und den Geschmack gegenüber Bier, das gemäß bekannten Verfahren gereift wurde, überlegen.
Wenn das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Malzgetränken verwendet wird, kann die sekundäre Fermentation, die den größten Raumbedarf besitzt und am längsten dauert, in kleinerem Raum und in kürzerer Zeit durchgeführt werden. Bei dem Brauverfahren werden somit durch das erfindungsgemäße Verfahren Verbesserungen erzielt, die die Wirtschaftlichkeit der Brauereien erhöhen. Das Malzgetränk, das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt wurde, kann von einer Brauerei zu einem entfernten Markt in konzentrierter Form transportiert werden, und es ist ebenfalls möglich, das Reifungsverfahren an einer anderen Stelle fortzuführen. Wenn die Reifung des Malzgetränks nach dem erfindungsgemäßen Verfahren durchgeführt wird, erhält man ein organoleptiscb.es Produkt hoher Qualität nicht nur als konzentriertes Malzgetränk, sondern ebenfalls in rekonstituierter Form.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie jedoch zu beschränken.
Beispiele 1 bis 7 und Vergleichsbeispiel 1
Für die Herstellung von hellem Lagerbier wurde eine Würze, die 10,4 bis 10,5% Extrakt enthielt, gemäß einem bekannten Verfahren hergestellt. Zu der Würze fügte man Hefe, um die primäre Fermentation zu initiieren, und diese wurde während 5 bis 10 Tagen bei einer Temperatur zwischen 7 und 100C
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durchgeführt. Die ursprüngliche Dichte an Hefe betrug 1 bis 2 χ 10 Zellen/ml nach dem Anwerfen, erreichte
7
ein Maximum von 4 bis 8 χ 10 Zellen/ml während der primären Fermentation und nahm auf 1 bis 3 x 10 Zellen/ml gegen Ende der primären Fermentation ab. Nichtgereiftes Bier, das von Hefe durch verschiedene Verfahren bei verschiedenen Stufen der sekundären Fermentation befreit war, wurde auf 1/1,8 des ursprünglichen Volumens konzentriert, indem man das Wasser durch fraktionierte Kristallisation entfernte und die Mutterlauge recyclisierte. Die analytischen Ergebnisse der chemischen Zusammensetzung der Konzentrate sind in den Tabellen angegeben. Hefe, die auf verschiedene Weise hergestellt worden war, wurde zu jedem Konzentrat zugefügt, wobei man eine Zellendichte im Bereich von 10^ bis 10' Zellen/ml erhielt. Nach der Zugabe von Hefe wurde das Konzentrat in einem Lagerungstank zwischen 3 und 14 Tagen bei O0C gelagert. Das so hergestellte, gereifte Bierkonzentrat wurde filtriert und als fertiges Produkt in Flaschen mit und ohne Zugabe von Kohlendioxyd abgefüllt. Alle Proben zeigten als Getränk eine ausgezeichnete Qualität. Gereiftes Bier wurde außerdem filtriert und in Flaschen nach der Rekonstitution entweder durch Zugabe von Wasser oder von Wasser und Kohlendioxyd auf das Volumen vor der Konzentration abgefüllt. Die Werte der chemischen Zusammensetzungen und die Ergebnisse eines organoleptischen Versuchs in Bezug auf den Geschmack des rekonstituierten Biers sind in der Tabelle zusammen mit dem Vergleichsbeispiel angegeben.
Bei dem Vergleichsbeispiel wurde gemäß einem bekannten Verfahren gearbeitet, wobei die sekundäre Fermentation nach der primären Fermentation während 60 Tagen bei 00C durchgeführt wurde. Anschließend wurde filtriert und das Bier in Flaschen abgefüllt.
Wie aus den in den Tabellen angegebenen Werten ersichtlich ist, sind die analytischen Werte der chemischen Zusammen-
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Setzungen der rekonstituierten Biere und der Vergleichsprobe fast gleich. Die rekonstituierten Biere sind in Bezug auf die organoleptischen Eigenschaften der Vergleichsprobe überlegen trotz der verkürzten Zeit bei der sekundären Fermentation bei dem erfindungsgemäßen Verfahren. Der organoleptische Geschmacksversuch wurde folgendermaßen durchgeführt. 10 gut geschulte Versuchspersonen wurden in dem Laboratorium und aus Brauereien ausgewählt und das Aroma und der Geschmack wurden gemäß einer 10 Punkte-Skala bewertet. Die durchschnittlichen Werte sind in den Tabellen angegeben. Die organoleptische Bewertung der auf bekannte Weise gebrauten Biere liegt im Bereich von 8,0 bis 8,5 Punkten.
Beispiel 8 und Vergleichsbeispiel 2
Eine Würze für Dunkelbier, die 17% Extrakt enthielt, wurde hergestellt. Die primäre Fermentation wurde während 5 Tagen bei 180C durchgeführt. Nach Entfernen der Hefe durch ein Kieselgurfilter wurde das Filtrat auf ein Drittel des ursprünglichen Wertes durch Gefrierkonzentrierung unter vermindertem Druck konzentriert. Zu dem Konzentrat fügte man reine kultivierte Hefe, wobei man zu Beginn eine Zellendichte von 10 Zellen/ml erhielt. Die sekundäre Fermentation wurde während 3 Tagen bei 20C durchgeführt. Das fertige Bierkonzentrat kann als Getränk ohne Verdünnung verwendet werden. Wie in den Tabellen angegeben, wurden die Werte der chemischen Zusammensetzung und die der Bewertung der organoleptischen Versuche des Geschmacks des rekonstituierten Biers mit denen von Dunkelbier, das nach bekannten Verfahren hergestellt wurde, verglichen.
Beispiel 9 und Vergleichsbeispiel· 3
Die primäre Fermentation wurde während 14 Tagen bei 11°C unter Verwendung von Würze für hochalkoholis.ch.es Bier, die 16,6% Extrakt enthielt, durchgeführt und dann wurde die sekundäre Fermentation während 21 Tagen bei O0C durchgeführt.
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Nach der Entfernung von Hefe aus dem Jungbier wurde das Filtrat auf 1/1,6 des ursprünglichen Volumens durch einfache fraktionierte Kristallisation konzentriert. Nach der Zugabe von Hefesediment, das aus einem Fermenter gewonnen wurde, wurde das Konzentrat 7 Tage bei O0C aufbewahrt, um die Reifung zu bewirken. Das entstehende konzentrierte Produkt kann als Getränk ohne weitere Behandlung verwendet werden. Das Bier, das auf ähnliche Weise wie oben beschrieben rekonstituiert wurde, wurde mit dem Vergleichsbier 3 verglichen, das während 60 Tagen bei O0C gemäß einem bekannten Verfahren gereift worden war. Die Ergebnisse sind in den Tabellen aufgezeigt.
Beispiel 10 und Vergleichsbeispiel 4
Hefe wurde zu einer Würze für niedrigalkoholisches Bier mit einem Gehalt von 1Ο,29ό Extrakt zugefügt. Die primäre Fermentation wurde während 3 Tagen bei 50C durchgeführt und die anschließende sekundäre Fermentation wurde während 7 Tagen bei 00C durchgeführt. Nach der Entfernung der Hefe durch Filtration wurde das Filtrat auf 1/1,6 des ursprünglichen Volumens durch einfache fraktionierte Kristallisation konzentriert. Hefesediment, das aus einem Fermenter gewonnen war, wurde zu dem Konzentrat zugefügt und die Reifung wurde bei O0C während 7 Tagen durchgeführt. Das auf ähnliche Weise wie oben beschriebene rekonstituierte Bier wurde Mt bekanntem Bier (Vergleichbeispiel 4), das gemäß einem bekannten Verfahren hergestellt worden war und wobei die sekundäre Fermentation während 60 Tagen bei 00C durchgeführt worden war, verglichen. Die Versuchsergebnisse sind in den Tabellen angegeben.
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Tabelle 1-1
Beispiel Nr.
Art des Biers
Zeit der sek. Fermentation v. d.Konzentration (Tage)
Verfahren zur Entfernung der Hefe
Konzentrationsverfahren
Stärke der Konzentration
(-fache)
to ο co
3 4 5 6 7 8
helles Lagerbier
η π
If Il Il
11
it
Il
Il
10
η ■ ti
Dunkelbier
hochalkohol.Bier niedrigalkohol.Bier
O '
14 21 28 21
21 7
Filtration mit Kieselgur
Z entrifugieren
Recyclisierung der Mutterlauge u.fraktionierte
Kristallisation
Filtration m.Kieselgur
Sedimentation
Filtration mit Kieselgur
einfache fraktionierte
Kristallisation
1,8
Il ti Il It 11 1,8
Il ti Il Vakuum-Gefrierkonzentrie- 1,8
ti It It rungsverfahren 1,8
It ti ti 1,8
If It 1,8
ti ft 1,8
3,0
ti
1,6 1,6
N) O
1 cn v- cn
Tabelle 1-2
Bei- Chemische Zusammensetzung unmitspiel telbar nach der Konzentration Nr. Gesamt- Aiko- Bitter- Diacetyl extrakt hol stoffe (Gew.96) (Gew.%) (ppm) (ppm) Art der zugefügten Hefe
Konz.d.Hefe Sek.Fer- Gesamtn.d.Zugabe mentat. zeit d.
f-ro-i-ie»,/«ι ν n.d.Kon- sek.Fer (Zellen/ml) „ΩΤΊ+Μ+ mentat.
(Tage)
ζentrat.
Temp. Zeit (0C) CTage)
1 8,6 5,4 37,8 1,50
2 8,6 5,4 37,5 1,48
to
ο
3
4
7,6
7,4
5,6
5,9
36,6
36,0
1,22
0,84
(O
OO
5
6
7,0
6,7
6,1
6,3
36,4
35,8
0,56
0,30
0329 7
8
9
6,5
20,7
6,2
6,5
16,1
10,8
36,2
121,0
17,8
0,22
1,34
1,05
10
13,1
1,6
19,2
0,46 Hefesediment, gewonnen aus einem Fermenter
vor der Konzentrierung abfiltrierte Hefe
Hefe rein-gezüchtet
Hefe s ediment,gew.aus einem Fermenter
junges Bier während der primären Fermentation
Preßhefe rein-kultiviert
Hefesediment, gewonnen aus dem Fermenter
10'
10'
10'
10 10f
10-
1Oj
ιο-
7 7
14
14
0 14 17
0 10 17
0 10 24
0 7 28
0 3 31
2 3 24
0 7 28
0 7 14
Ni
N)
O
Φ
cn
Tabelle 1-3
Beispiel Ursprung!.
Extrakt
(Gew.%)
Qualität nach der Alkohol
(Gew.?0
Rekonstitution Diacetyl
(Ppm)
ο rgano1epti s eher
Geschmacksversuch
(Punkte)
Nr. 10,5 genauer
Extrakt
(Gew.?έ)
3,6 Bitterstoffe
(ppm)
0,02 8,5
1 10,4 3,5 3,6 21,0 0,02 8,5
2 10,4 3,4 3,5 20,9 0,03 8,7
3 10,4 3,6 3,6 20,2 0,02 8,8
4 10,4 3,4 . 3,5 20,0 0,01 9,0
5 10,4 3,5 . 3,5 20,1 0,02 8,8
6 10,4 3,6 3,6 20,5 0,02 8,5
7 • 17,0 3,4 6,2 21,2 0,06 8,2
8 . 16,6 6,5 7,3 40,0 0,04 8,2
9 10,2 ■2,8 1,2 11,0 0,02 8,0
10 7,8 12,0
CaJ CD CO OO U>
* Sekundäre Fer Tabelle II nach der Rekonstitution Di organo-
Vergl. Art des Biers mentation Qualität Alkohol Bitter acetyl
(ppm)
lept.
Geschm.
versuch
(Punkte)
beisp. Temp. Zeit
(0C) (Tage)
urspr. genauer (Gew.%) stoffe
(ppm)
0,02
0,05
0,03
0,02
8,5
8,2
8,0
8,0
Nr. 0 60
0 90
0 60
0 60
Extrakt
(Gew. 96)
Extrakt
(Gew.%)
3,6
6,2
7,3
1,2
23,0
43,0
14,0
15,0
1
2
3
4
helles Lagerbier
Dunkelbier
hochalkohol.Bier
niedrigalkoh.Bier
10,5
17,0
16,6
10,2
3,5
6,5
2,8
7,9

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung eines Malzgetränk-Konzentrats, dadurch gekennzeichnet, daß man Hefe zu einer Würze fügt, um die primäre Fermentation durchzuführen, die Hefe von dem nichtgereiften Malzgetränk während oder nach der primären Fermentation entfernt, das nichtgereifte Malzgetränk, das von Hefe befreit ist j konzentriert und die Reifung durchführt, indem man Hefe zu dem entstehenden Konzentrat zufügt.
2. Verfahren zur Herstellung eines Malzgetränks, dadurch gekennzeichnet, daß man Hefe zu einer Würze zufügt, um die primäre Fermentation durchzuführen, die Hefe aus einem ungereiften Malzgetränk während oder nach der primären Fermentation entfernt, das ungereifte Malzgetränk, das von Hefe befreit ist, konzentriert und die Reifung durchführt9 indem man Hefe zu dem entstehenden Konzentrat zufügt und dann Wasser und/oder Kohlendioxyd zu dem entstehenden gereiften Malzgetränk-Konzentrat zugibt.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von dem ungereiften Malzgetränk 30 bis 80$ Wasser entfernt werden.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Konzentrierung fraktioniert kristallisiert und die Mutterlauge recyclisiert.
5. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man von dem ungereiften Malzgetränk 30 bis 80% Wasser entfernt.
6. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Konzentrierung fraktioniert kristallisiert und die Mutterlauge recyclisiert.
'3 09834/0329
7. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Hefe, die zu dem Konzentrat zugefügt wird, eine
Hefe verwendet, die aus dem Fermentationsgefäß gewonnen
wurde.
8. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hefe, die zu dem Konzentrat zugegeben wird, ein
junges Bier ist, das sich noch in dem primären Fermentationszustand befindet. *
9. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sorte an Malzgetränk, die konzentriert wird, ein ,
helles Lagerbier ist.
10. Verfahren gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Malzgetränk, das konzentriert wird, Dunkelbier
verwendet.
309834/0329
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