DE2240382C3 - Elektrisches Heizelement und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Elektrisches Heizelement und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
50
Die Erfindung betrifft ein elektrisches Heizelement zum Beheizen beliebiger insbesondere gasförmiger und
flüssiger Medien.
Bei derartigen Heizelementen ist es in den meisten Fällen sehr wünschenswert, daß deren thermische
Oberflächenbelastung möglichst niedrig ist. Niedrige Oberflächenbelastung wird aber nur erreicht, wenn das
Temperaturgefälle zwischen dem die Wärme erzeugen- &o
den Heizleiter und dem die Wärme aufnehmenden Medium gering gehalten werden kann.
Eine niedrige Oberflächenbelastung wirkt sich nicht nur unmittelbar auf die Lebensdauer des Heizelementes
aus, sondern auch in geringeren Wärmeverlusten und, &5
soweit es Heizkörper für Wassererhitzer od. dgl. betrifft, in einer in verhältnismäßig engen Grenzen sich
haltenden Verkalkung des Erhitzers.
Bei einem Durchlauferhitzer nach der DE-AS 11 39 589 war es beispielsweise bekannt, um dessen
Erhitzermantei einen elektrischen Rohrheizkörper wendelförmig aufzulöten. Dieses Herstellungsverfahren
ist jedoch ziemlich aufwendig und die vorhin genannte Forderung nach möglichst geringer Oberflächenbelastung wird von einem solchen Heizelement nur teilweise
erfüllt, da auch das verwendete Lötmetall die an sich nur linienförmige Berührungszone zwischen Rohrheizkörper und Durchlaufmantel nicht wesentlich verbreitert
und somit ein guter und gleichmäßiger Wärmeübergang nicht gegeben ist
Man ist auch schon dazu übergegangen, die den Durchlauf bildenden Erhitzerteile als Guß- oder
Preßteile, beispielsweise aus Aluminium herzustellen und einen Rohrheizkörper oder ein Heizkabel in diese
einzugießen oder einzupressen. Als Nachteil muß hier die große Masse und die großen Wandstärken des
derart ausgebildeten Heizclements genannt werden, die wiederum eine verhältnismäßig große thermische
Trägheit des Heizelementes zur Folge haben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein vielseitig verwendbares und wirtschaftlich herstellbares
Heizelement zu schaffen, das einen möglichst raschen und gleichmäßigen Wärmeübergang zwischen dem
eingebauten Heizleiter und dem zu beheizenden Medium sicherstellt.
Zu diesem Zweck ist der Heizkörper zwischen zwei Hülsen eingelegt und derart mit diesen verpreßt daß
der Heizkörper in wenigstens einer der beiden Hülsen in durch das Pressen entstandenen Ausbuchtungen der
Hülse eingebettet ist.
Dieses neuartige Heizelement weist um ein Vielfaches vergrößerte Wärmeübergangsflächen zwischen
dem Heizleiter und dem die Wärme an das zu beheizende Medium weiterleitenden Metallmantel auf,
da dieser satt am Heizkörper anliegt. Die Wärme kann also nicht nur sehr rasch, sondern auch sehr gleichmäßig
zwischen diesen Teilen übergehen. D,«räber hinaus stellt dieses Heizelement eine feste Einheit dar, in der der
Heizleiter einwandfrei fixiert ist.
Die Herstellung des Heizelements erfolgt derart, daß der als Rohrheizkörper oder Heizkabel ausgebildete
Heizkörper auf eine Metallhülse aufgewickelt und dann eine weitere Metallhülse über die derart umwickelte
Innenhülse geschoben wird und zuletzt diese Montageeinheit einem hohen radial auf diese wirkenden
Preßdruck unterworfen wird, derart, daß die genannten Teile dieser Einheit teilweise unter Verformung
miteinander verpreßt werden. Je nachdem, ob der Preßdruck nun von außen auf die äußere.Metallhülse,
oder aber von innen gegen die innere Hülse gerichtet wird, kann man den Rohrheizkörper bzw. das Heizkabel
entweder in die äußere oder in die innere Hülse einformen und hat so die Möglichkeit, das Heizelement
seinem späteren Verwendungszweck weitgehend anzupassen.
Der Gegenstand der Erfindung ist in mehreren Ausfuhrungsbeispielen in der Zeichnung dargestellt. Es
zeigt
Fig. 1 ein Heizelement mit in die Außenhülse eingepreßtem Rohrheizkörper,
Fig.2 ein Heizelement mit in die innere Hülse eingeformtem Heizkörper und
Fig.3 eine Ausführungsart unter Verwendung eines
auf einer Isolicrkordel aufgewickelten Heizleiters in größerem Maßstab.
inneren Hülse ι aus Stahlblech od,dgln einem als
Rohrheizkörper oder Heizkabel ausgebildeten Heizkörper 2, sowie aus einer ebenfalls aus einem geeigneten
Metallblech bestehenden Außenhülse3.
Während bei den in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Ausführungsarten der Heizkörper 3 als Rohrheizkörper mit einem metallischen Mantel 4 ausgebildet ist, der den
isoliert eingebetteten Heizleiter 5 umschließt, ist bei einem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 3 der Heizleiter
5 auf einer Asbestkordel 6 aufgewickelt. Bei einem derartigen Heizkörper 5/6 ist es dann erforderlich,
diesen .zwischen zwei Isoüerplatten oder Isolierhülsen 7
und 8 anzuordnen, die zwischen die Innenhülse 1 und die Außenhülse 3 eingeschoben sind. Die beiden Isolierhülsen
7 und 8 umschließen den Heizleiter völlig.
Bei einem Verfahren zur Herstellung der beschriebenen
Heizelemente wird so vorgegangen, daß man den Heizkörper 2 in Form einer Wendel auf eine
Metallhülse 1 aufwickelt und dann eine weitere Metallhülse 3 über die den Heizkörper tragende
Innenhülse 1 aufschiebt. Diese Montageeinheit 1, 2, 3 wird nun einem sehr starken radial wirkenden
Preßdruck unterworfen. Je nachdem, ob man nun diesen Preßdruck von innen nach außen wirken läßt und dabei
die Außenhülse abstützt, oder man diesen Druck unter Kalibrierung der Innenhülse von außen nach innen
wirken läßt, preßt sich die Innenhülse 1 mit dem Heizkörper 2 gegen die Außenhülse 2 bzw. umgekehrt
die Außenhülse 2 mit dem Heizkörper 2 gegen die Innenhülse 1 fest an, wobei sich sowohl die jeweils unter
dem Preßdruck stehende Hülse 1 bzw. 3 als auch der Heizkörper 2 verformen, derart, daß sich beide Teile auf
großer Fläche aneinanderschmiegen und die betreffende
Hülse I bzw. 3 rinnenartige Ausbuchtungen 9 erhäk,
in die der Heizkörper 2 dann eingebettet und somit einwandfrei fixiert ist. Bei dem beschriebenen Preßvorgang
wird der Heizkörper 2 ebenfalls verformt, derart, daß auf derjenigen Seite desselben, die gegen die nicht
verformte Metallhülse 1 bzw. 3 anliegt, eine Abflachung entsteht, so daß der Querschnitt des Heizkörpers 2 eine
flachovale Form bekommt, die wiederum zu einem gleichmäßigen Wärmeübergang beiträgt
Durch die mögliche Wahl der Richtung des Preßdrucks kann man die wirksame Oberfläche des
Heizelements dort vergrößern, wo es erforderlich ist und damit das Heizelement seinem späteren Verwendungszweck
weitgehend anpassen.
Der Preßvorgang erfolgt auf hydraulichen Preßvorrichtungen
unter Zuhilfenahme beispielsweise von elastischen Kunststoffen oder anderen elastisch verformbaren,
nicht kompressiblen Medien.
Ergänzend wird hinzugefügt, daß ώλ? Erfindung nicht
auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt ist, sondern auch in beliebig anderer Weise gestaltet
werden kann. So ist es ohne weiteres auch möglich, auf diese Weise Heizelemente mit ovalen oder vieleckigen
Querschnitten herzustellen, wobei gegebenenfalls auch beide Wandungen um den Heizkörper herum verformt
werden können. Die Anwendungsmöglichkeiten sind daher sehr vielseitig und es ist somit möglich, das
Heizelement in vielen Fällen auch zum Beheizen von Werkzeugen, Geräten od. dgl. zu verwenden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Elektrisches Heizelement, bestehend aus vcenigstens einer Metallhülse und einem auf dieser
angeordneten, wendeiförmigen Heizkörper, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizkörper
(2) zwischen zwei Hülsen (1,3) eingelegt und derart mit diesen verpreßt ist, daß der Heizkörper (2) in
wenigstens einer der beiden Hülsen (1, 3) in durch das Pressen entstandenen Ausbuchtungen (9) der
Hülse eingebettet ist und mit vergrößerter Fläche gegen die andere Hülse anliegt
2. Heizelement nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizkörper (2) ein raetallummantelter Rohrheizkörper oder ein ebensolches
Heizkabel ist
3. Heizelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Heizkörper (2) aus einem
auf einer Kordel (6) aufgewickelten Heizleiter (5) besteht und zwischen zwei Isolierplatten oder
Isolierhülser. £7, 8) angeordnet ist, die sich zwischen
den Metallhülsen (1, 3) befinden und den Heizleiter (5,6) völlig umschließen.
4. Verfahren zum Herstellen eines Heizelements nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Heizkörper (2) auf eine Metailhülse (1) aufgewickelt und dann eine weitere
Metallhülse (3) über die derart bewickelte Innenhülse (1) aufgeschoben wird und zuletzt diese
Montageeinheit (1 —3) einem hohen radial auf diese so
wirkenden Preßdruck unterworfen wird, derart, daß die genannten Teile dieser Einheit (1—3) unter
teilweiser Verformung miteiru/.ider verpreßt werden.
5. Verfahren nach Anspruch ·" dadurch gekennzeichnet, daß der Preßdruck von außen auf die
Außenhülse (3) wirkt und diese um den Heizkörper (2) verformt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet daß der Preßdruck von innen gegen die ·*ο
Innenhülse (1) wirkt und diese um den Heizkörper (2) verformt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren eine
hydraulische Preßvorrichtung vorsieht und als « druckübertragendes Medium elastische Kunststoffe
oder ähnliche deformierbare, nicht !compressible Stoffe verwendet werden.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (3)
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| DE2240382A1 DE2240382A1 (de) | 1974-02-28 |
| DE2240382B2 DE2240382B2 (de) | 1979-04-19 |
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|---|---|---|---|
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| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3100092A1 (de) * | 1981-01-03 | 1982-07-15 | Türk & Hillinger GmbH & Co, 7200 Tuttlingen | Elektrischer heizkoerper insbesondere fuer kunststoff-spritzduesen |
Families Citing this family (2)
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| DE3534754A1 (de) * | 1985-09-28 | 1987-04-02 | Bauknecht Hausgeraete | Elektrischer durchlauferhitzer fuer haushaltgeraete |
| DE19605996C2 (de) * | 1996-02-17 | 2000-10-19 | Tuerk & Hillinger Gmbh | Verfahren zur Herstellung elektrischer Durchlauferhitzer für flüssige Medien |
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1972
- 1972-08-17 DE DE19722240382 patent/DE2240382C3/de not_active Expired
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