DE2240245A1 - Mischvorrichtung, insbesondere fuer koerniges gut - Google Patents
Mischvorrichtung, insbesondere fuer koerniges gutInfo
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Description
DR. ING. KARL BOEHMERT · DIPL-ING. ALBERT BOEHMERT
28 BREMEN · FELDSTRASSE 24 · TEL. (0421) '444038
Neuanmeldung
Name d. Anm.i PETTIBONE CORPORATION
•ankkontoi lramtr lank, lramin, Klo. 100144?
28 Bremen, den 15* August 1972
PETTIBONE CORPOBATION, 4700 West Division Street,
Chicago, Illinois (V.St.A.)
Mischvorrichtung, insbesondere für körniges Gut
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Mischvorrichtung soll vor allem zum ΑμΓοβΓθ^βη
von Gießerei- oder Formsand dienen und beispielsweise auch dann verwendet werden können, wenn dem Formsand
ein flüssiges Bindemittel oder ein flüssiger Katalysator zugesetzt wird, um die Aushärtung des Sands
beim Formvorgang zu erleichtern. Die Anwendung der Erfindung ist aber nicht auf dieses Gebiet beschränkt
und die erfindungsgemäße Mischvorrichtung kann auch auf vielen anderen Gebieten mit Vorteil Verwendung
finden, beispielsweise beim Mischen von körnigen Materialien bei der Herstellung von Gips oder Beton
oder beim Jodieren von Salz. Die erfindungsgemäße Mischvorrichtung ist aber nicht nur zum Mischen von
körnigem Gut geeignet, sondern kann auch zum Mischen von
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vielerlei in plastischem oder halbfestem Zustand befindlichem Mischgut oder zum Mischen von faserförmigen
Peststoffen mit Flüssigkeiten oder halbfesten Stoffen
verwendet werden, wobei aber bei allen Verwendungen der Vorrichtung von dem der Erfindung zugrundeliegenden
neuartigen Mischvorgang Gebrauch gemacht; wird.
Die Erfindung befaßt sich insbesondere mit Mischvorgängen, bei denen zwei sich in einem langgestreckten
Mischtrog drehende, mit Schaufeln versehene parallele Wellen das zu mischende Gut durchmischen und dabei
vom Einlaß zum Auslaß des Trogs fördern. Die bei Mischvorgängen dieser allgemeinen Bauart verwendeten Mischverfahren
sind sehr verschieden. Bei den meisten dieser bekannten Vorgänge wird angestrebt, durch eine
möglichst große Turbulenz im Mischtrog einen unkontrollierbaren gewissermaßen regel- und wahllosen vor sich gehenden
Mischvorgang hervorzurufen. Bei anderen Arten von gegenwärtig verwendeten Mischvorgängen wirken die
Schaufeln beider Wellen auf das Mischgut in entgegengesetzten Richtungen ein. Ferner sind Mischvorgänge
bekannt, bei denen schraubenlinienförmige Beschauflungen
für die Wellen verwenutt, die parallel gerichtete
Mischgutströme erzeugen, wobei Teilmengen dieser
Ströme durch Wirbelbildung von einem Strom in den anderen überführt werden. E;3 sind auch Mischvorgänge
mit wechselsbändigen Schaufeln vorgeschlagen worden,
die dem körnigen oder andersartigen Mischgut Bewegungen unterschiedlicher Art erteilen, wobei die Mischwirkung
durch das Wechseln von einer Bewegungeart zur anderen
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hervorgerufen wird. Bei einigen, gegenwärtig verwen~
deten Mischvorrichtungen greifen bei der Drehung der beiden parallelen Wellen die an diesen befestigten
Schaufeln ineinander ein, um eine hohe Turbulenz für den Mischvorgang zu erzeugen. Bei anderen Mischvorgängen dieser Art sind die Wellen so weit voneinander
entfernt, daß ihre Schaufeln nicht ineinandergreifen können, so daß sich der durch das Zusammenwirken der
Schaufeln von benachbarten Wellen erzielte Mischvorgang auf ein seitliches Hin- und Herwerfen von Mischgutkörnern
oder -teilchen von dem Bereich einer Welle in den Bereich der anderen Welle beschränkt. In den
meisten dieser Mischvorrichtungen ist die Kontur der Schaufeln nicht von kritischer. Bedeutung, da lediglich
eine mit hoher Turbulenz erfolgende Vorwärtsbewegung
des Mischguts entlang dem Trog erreicht werden soll. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die bei den
vorerwähnten Arten von gegenwärtig üblichen Mischvorrichtungen verwendeten Mischverfahren fast genauso
zahlreich sind, wie die diese Verfahren verwendenden Vorrichtungen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet nach einem neuen Mischverfahren, bei dem zwei sich innerhalb des
Trogs drehende parallele Wellen mit Reihen von besonders geformten Schaufelblättern versehen sind, die
mittels eines Zerschneide- und VerdrängungsvorgangsMischgutmengen wechselweise von einer Welle zur anderen
Welle bewegen, wobei jedes mit einer dieser Mischgutmengen in Eingriff gelangende Schaufelblatt einer
Welle diese Menge in zwei Teilmengen zerteilt und da- -
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bei eine der Teilmengen einem ihm benachbarten Schaufelblatt
der anderen Welle zuführt, das seinerseits diese Teilmenge zerteilt und der ersten Welle zur
Wiederholung des Vorgangs wieder zuführt. Diese Vorgangsfolge erfolgt kontinuierlich, wobei das Mischgut
vor dem Austreten aus dem Trog einer der Anzahl der vorhandenen Schaufelblätter entsprechenden Anzahl
von Zerteilungsyorgängen unterzogen werden.
Das vorstehend kurz umrissene Grundprinzip des neuen Verfahrens beruht also darauf, daß voneinander getrennte
Teilmengen des Nischgute einzeln behandelt werden, nachdem sie in eine vor irgendeinem Schaufelblatt
liegende Stellung gebracht worden sind. Dabei wird jedem Schaufelblatt stets eine Teilmenge des
Mischguts zur Zerteilung zugeführt, die eine Mischung aus einer großen Anzahl von vorher zerteilten Teilmengen
darstellt. Dieser eine sehr gründliche und innige Vermischung bewirkende Vorgang ist von solch.
komplizierter Natur, daß er sich nur als eine eich stetig wiederholende Unterteilung von vor den einzelnen
Schaufelblättern befindlichen Teilmengen definieren läßt.
Wie dieser sich wiederholende Zerschneidungs- oder Teilungsvorgang vor sich geht, wird unter Berücksichtigung
der Form der Schaufelblätter und ihrer Anordnung an den beiden Wellen in einem nachfolgenden
Teil der Beschreibung näher beschrieben.
Die nac3i dem vorstehend erläuterten Mischprinzip arbei-
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tende Mischvorrichtung "besteht gemäß der Erfindung
aus folgenden Haupteilen: einem langgestreckten Trog,
der an seinem einen Ende mit einem Mischguteinlaß und an seinem anderen Ende mit einem Mischgutauslaß versehen
ist; zwei innerhalb des Trogs parallel mit Abstand voneinander angeordnete Wellen; Reihen von auf
den Wellen unter einem Steigungswinkel zu diesen ge-· neigten, in axialem Abstand voneinander und parallel
zueinander befestigten, scheibenförmigen Schaufelblättern in Form von teilweise weggeschnittenen
Ellipsen, wobei der Steigungswinkel der an einer der Wellen angeordneten Schaufelblätter gleich, aber
entgegengesetzt dem Steigungswinkel der Schaufelblätter der anderen Welle ist, die Schaufelblätter beider
Wellen sich paarweise einander gegenüberliegen, die Schaufelblätter sich in einer Stellung ddr beiden Wellen
in im wesentlichen gleicher Richtung seitlich geneigt sind, und die maximale radiale Erstreckung der
Schaufelblätter etwas kleiner als der Abstand der Wellen ist; und Mitteln zur gegenläufigen Drehung der
Wellen mit gleicher Geschwindigkeit.
Die mit den Schaufelblättern versehenen Schaufeleinheiten sind dabei so ausgebildet, daß sie sich auf
ihre Welle aufsetzen und von dieser abnehmen lassen, so daß verschlissene Schaufeln leicht ausgewechselt
werden können oder ein gesamter Schaufelsatz durch einen Satz anders konturierter Schaufeln ersetzt
werden kann, der für das jeweils zu mischende Gut am besten geeignet ist·
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sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung anhand der
Zeichnung· In der Zeichnung zeigt:
Pig. 1 eine teils im Schnitt gezeigte Seitenansicht der erfindungsgemäßen Mischvorrichtung;
Pig. 2 eine Stirnansicht der Vorrichtung}
Pig. 3 einen in größerem Maßstab gezeichneten Teilschnitt gemäß der Linie 3-3 der
Pig. 2;
Pig. 4· eine Draufsicht auf die Mischvorrichtung;
Pig. 5 einen in größerem Maßstab gezeichneten
senkrechten Schnitt gemäß der Linie 5-5 der Pig. 4·;
Pig. 6 eine Explosivdarstellung, in der der Trog zu seiner Reinigung in seiner von der Vorrichtung
gelösten Stellung gezeigt ist;
Pig. 7 einen in größerem Maßstab gezeigten Schnitt der Linie 7-7 der Fig. 1;
Pig. 8 eine Seitenansicht einer Schaufel;
Fig. 9 die in Fig. 8 gezeigte Schaufel von vorn
gesehen;
Fig. 10 eine schematische Darstellung von aufeinanderfolgenden Stellungen von zwei nebeneinander
angeordneten, miteinander zusammenarbeitenden Schaufeln;
Fig. 11 eine schematische Darstellung der zwischen zwei Schaufeln während eines kurzen Zeitraums
einer Umdrehung vorhandenen Überlappungsstellungen; und
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Pig. 12 eine schematische Darstellung aufeinanderfolgender
Stellungen von zwei zusammenarbeitenden Schaufeln von abgewandelter Form
Die als Ganzes mit 10 bezeichnete Mischvorrichtung ist auf einer am oberen Ende eines Traggestells 12 auf Lagern
14 (Fig. 3) abgestützten Drehscheibe 14 angeordnet.
Am Gestell 12 sind Pumpen P. und P^ abgestützt, die
zur Förderung von flüssigen Stoffen, z.B. einem Katalysator und einem Bindemittel dienen, die einem in
der Mischvorrichtung 10 zu mischenden körnigen Material geregelt zugesetzt werden können.
Die Mischvorrichtung 10 weist einen das zu mischende Material aufnehmenden Trog 20 auf, in dem mit Abstand'
voneinander zwei parallele beschaufelte Wellenanordnungen
21 und 22 angeordnet sind, die beim Mischvorgang zusammenarbeiten. Die Wellenanordnungen sind
waagerecht angeordnet und rotieren gegenläufig. Die an ihnen vorgesehenen Mischerschaufeln bewirken ein fortlaufendes
Unterteilen des im Mischtrog 28 befindlichen Materials, indem sie in das Material eindringen bzw.
einschneiden, wobei sie gleichzeitig das Material in Längsrichtung des Trogs zu einem Materialauslaß
fördern.
Der Trog ist ausbaubar an einem Rahmen befestigt, der aus einer auf der Drehscheibe angeordneten viereckigen
Grundplatte 23 und einem auf dieser angeordneten, seitlich vorkragenden Rahmenteil 24 besteht, auf dem vier
sich nach oben erstreckende Säulen 26 angeordnet sind, die zur Abstützung eines oberen Gestellteils 28 dienen.
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Am oberen Gestellteil 28 ist ein senkrechtes Zuführung
srohr JO angeordnet, das mit einem das zu
mischende Gut enthaltenden Vorratsbehälter 32 verbunden ist. Am oberen Gestell 28 ist ferner ein druckmittelbetätigtes
Abschlußorgan 34 mit einer Schieberplatte 36 und einer mit dieser zusammenarbeitenden
von Hand betätigbaren Steuerplatte 38 angeordnet.
An den vier Säulen 26 sind ferner mit Abstand voneinander zwei über die Drehscheibe 14 seitlich vorstehende
Abstützholme 40 befestigt, an deren äußeren Enden die vordere Abschlußplatte 42 für den Trog 20
angeordnet ist. Eine hintere Abschlußplatte 44 ist an den inneren Enden der Holme 40 befestigt und auf der ·
Grundplatte 24 abgestützt (Fig. 1). An den Holmen sind ferner an verschiedenen Stellen Winkeleisen 46
befestigt, die zur Abstützung von Biegelvorrichtungen 48 dienen, die den Trog lösbar an den Holmen halten.
Wie aus den Figuren 5 u^cL 6 ersichtlich ist, weist der
Mischtrog 20 zwei Seitenwände 50 und einen in zwei flache halbzylindrische Rinnen 52a und 52b unterteilten
Boden 52 auf. Die Rinnen sind durch eine hochstehende
Rippe 56 in Längsrichtung voneinander getrennt. An den oberen Randbereichen der Seitenwände 50 sind
Winkelprofilleisten 58 angeschweißt, deren waagerechte Schenkel etwas unterhalb der oberen Kanten der Wände
50 liegen. Zur Festlegung des Trogs 20 an den Holmen 40 dienen die vorerwähnten Riegelvorrichtungen 48.
Jede Riegelvorrichtung weist einen Hebel 60 auf, dessen
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eines Ende an einer mit einem Winkeleisen 46 verbundenen Halterung 62 schwenkbar befestigt ist. Am Hebel
60 ist ein Kniehebelglied 64 angelenkt, das auch mit
einem an der Halterung 62 angelenkten Klemmarm 66 drehbar verbunden ist. Die Länge des Kniehebelglieds
64 und seine Anlenkpunkte aus Hebel 60 und am Arm 66
sind so gewählt, daß, wenn der Hebel 60 nach außen in seine in Fig. 6 gezeigte Stellung verschwenkt wird,
das Glied 64 den Arm 66 vom Trog 20 abschwenkt. Wenn der Hebel nach innen in die in Pig. 5 gezeigte Stellung
verschwenkt wird, kommt der Klemmarm 66 an der Profilleiste zur Anlage und drückt diese an den zugeordneten
Holm an. Dabei bewegt sich das Kniehebelglied 64 etwas über seine Totpunktstellung hinaus
und verriegelt die Vorrichtung in ihrer Trogfesthaltestellung. Am freien Ende des Arms 66 ist eine Einstellschraube
67 vorgesehen, mittels der der auf die Profilleiste 58 ausgeübte Klemmdruck eingestellt werden kann.
Wie aus Fig. 1 und 4 ersichtlich ist, ist am vorderen
Ende des Trogs 20 eine Auslaßöffnung 68 für das Mischgut vorgesehen.
Die beiden nachfolgend näher beschriebenen Wellenanordnungen 21 und 22 sind einander ähnlich, so daß
nur eine beschrieben werden wird. Die Wellenanordnung 21 weist eine mittlere Abstützwelle 70 auf, an der in
ihrer Längsrichtung eine Reihe von Schaufeln 72 (Fig. 5, 6, 8 und 9) angeordnet sind. Jede Schaufel hat
einen Nabenteil 7^, an dem ein Schaufelblatt 76 angeschweißt
ist, das aus einer flachen Scheibe in Form einer teilweise weggeschnittenen Ellipse besteht (Fig. 9)·
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Die Schaufelebene schneidet die Achse der Welle unter
einen spitzen Winkel, der etwa 4-5° "betragen kann. Die
Schaufeln 72 sind auf die Welle 70 aneinanderliegend
aufgeschoben und zwar derart ^ daß sie alle parallel zueinanderliegen und relativ zur Welle so geneigt
sind, daß sie eine nach links gerichtete Steigung haben. Aufgrund dieser Steigung wirken die Schaufeln
bei einer Drehung der Welle im Uhrzeigersinn auf das zu mischende Material so ein, daß sie dieses in
Richtung auf die Auslaßöffnung 68 fördern. Die Schaufeln 72 sind durch geeignete Mittel, beispielsweise
Keile 78 oder Stellschrauben 80 fest mit der Welle 70 verbunden.
Die We11enanOrdnung 22 ist in ähnlicher Weise ausgebildet
wie die Anordnung 21, so daß für sie die gleichen
Bezugszeichen verwendet werden, denen aber jeweils eine Ziffer vorgesetzt st. Es sei hier darauf
hingewiesen, daß im Gegensatz zu den mit nach links gerichtetem Steigungswinkel auf ihren Nabenteilen 7^
befestigten Schaufelblättern 76, die Schaufelblätter
176 der auf der Welle 170 angeordneten Schaufeln 172
an ihrem Kabenteil 174- unt einem nach rechts gerichteten
Steigungswinkel befestigt sind.
Um die Wellenanordnungen 21 und 22 gegenläufig zu drehen,
sind die vorderen Enden der Wellen 70 und 170 in
Lagern 79 gelagert, während die hinteren Enden der Wellen sich durch in der hinteren Abschlußplatte 4-4
(Fig. 1) vorgesehene öffnungen hindurch in ein Getriebegehäuse 81 erstrecken, in dem sie in Lagern 82 gelagert
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sind. Auf den Wellen 70 und 170 sitzende, miteinander
in Eingriff stehende Zahnräder 86 und 88 (Fig. 7) bewirken eine gegenläufige Drehung der Wellen, wenn
die Welle 70 durch den Motor M-^ angetrieben wird,
der mit der Welle über eine Kupplung 89 verbindbar ist.
Wird die oben beschriebene Mischvorrichtung 10 beispielsweise zum Aufbereiten von Gießereisand verwendet, so
wird der Sand vom Vorratsbehälter 32 über das Rohr 30 dem Trog 20 zugeführt, während die Pumpen P^ und Pg
einen geeigneten Katalysator und ein flüssiges Bindemittel in den Trog fördern. Dabei ist die von einem
Motor Mg angetriebene Pumpe P^, an ihrer Saugseite mit
einem Vorratsbehälter für den Katalysator und an ihrer Druckseite über eine flexible Leitung 90 mit einer
Düse 92 verbunden, die nahe dem Bereich des Trogs angeordnet
ist, in dem der Sand aus dem Rohr 30 in den Trog gelangt. Die von dem Motor M, angetriebene Pumpe
Pg ist in ähnlicher Weise über eine flexible Leitung
9Ϊ mit einer das flüssige Bindemittel in den Trog
einführenden Düse 96 verbunden. Von Hand betätigbare,
an einer Steuertafel 102 angeordnete Regelorgane 98 und 100 sind in den Leitungen 90 und 9^ vorgesehen.
Das erfinderische Neue an der beschriebenen Mischvorrichtung beruht vor allem auf der besonderen Form der
Schaufelblätter, die derart ausgebildet sind, daß bei der gleichzeitigen Bewegung der beiden Wellen 70 und
170 während einer, vollen Umdrehung kein merkliches oder wirkungsmäßig ins Gewicht fallendes Ineinandergreifen
zwischen den Schaufelblättern der einen Welle und denen der anderen Welle stattfindet. Dies Nicht-
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Vorhandensein eines Ineinandergreifene bzw« Überlappens
der Schaufelblätter« das schematisch in Pig. 10 gezeigt ist, führt zu einem neuartigen Mischvorgang.
Bezüglich der Anordnung der Schaufelblätter 76 und
längs der Wellen 70 und 170 sei bemerkt, daß die Schaufeln bzw. ihre Nabenteile nebeneinanderliegend auf
den Wellen angeordnet sind, so daß jedem Schaufelblatt 76 ein Schaufelblatt 176 zugeordnet ist, das genau seitlich
von ihm positioniert ist. Obwohl die Schaufelblätter sich gegenläufig drehen, wird die Bewegung des ihr
zugeordneten Schaufelblattes der anderen Welle nicht behindert.
In Fig. 10 sind acht Stellungen gezeigt, die bei der fortschreitenden Bewegung von einem Paar von einander
benachbarten Schaufelblättern 76 und 176 eingenommen werden, und zwar in einer 0° Anfangsstellung, in der
beide Schaufelblätter an der gleichen Seite ihrer Wellen eine ähnliche Stellung einnehmen und einer Anzahl von dieser 0° Stellung in 45° Abständen bis zu
einer 315° Stellung folgenden Stellungen, wobei 45°
nach der 315° Stellung die 0° Stellung wieder erreicht
wird. Bei der Betrachtung dieser Ansichten muß berücksichtigt werden, daß die Schaufelblätter 76 und
176 eben sind und daß die Schaufelkontur halb-elliptisch ist, obowohl die Blätter, weil sie unter einem
Blickwinkel von 45° gesehen werden, halbkreisförmig
dargestellt sind. In der in Pig. 10 unterhalb der oberen Darstellung gezeigten 45° Stellung der beiden
Blätter scheint die Spitze des Schaufelblattes 76 mit der Spitze des Schaufelblatts 176 Berührung zu
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'haben, liegt aber tatsächlich in einem erheblichen
Abstand, vor dieser Spitze· In ähnlicher Weise liegt in der 225 Stellung der beiden Schaufelblätter die
Spitze des Blatts 76 in einem erheblichen Abstand
hinter der Spitze des Blatts 176. Aus diesem Grund ist zwischen einander benachbarten Schaufelblättern immer
ein Abstand vorhanden und in keiner der gezeigten Stellungen ist zwischen ihnen eine ins Gewicht fallende
Überlappung vorhanden»
Die bei den dargestellten Schaufelgrößen, Schaufelkonturen
und Schaufelabständen tatsächlich zwischen der 45° und der 90° Stellung vorhandene sehr kleine
Überlappung der Schaufelspitzen ist ohne Wirkung auf den Mischvorgang. Diese kleine Überlappung ist in
Fig. 11 gezeigt, in der die Bewegung der Schaufelblätter in 10° Intervallen zwischen, der 50° und der 90° Stellung
dargestellt sind. Ein zweiter Bereich mit einer geringfügigen Überlappung liegt unmittelbar hinter
der 270° Stellung, wo die Spitze des Schaufelblatts 76 aufgrund ihrer schnelleren kreisförmigen Bewegung
über den inneren Bereich der benachbarten Kante des Schaufelblatts 176 hinwegstreicht. Da aber diese
Kante zurückfällt, wird diese kleine Überlappung sehr bald zu null, wobei in der 515° Stellung überhaupt
keine Überlappung mehr zwischen den beiden Schaufelblättern vorhanden ist.
Im Betrieb wird von den Schaufelblättern das Mischgut fortlaufend zerschnitten und zerteilt, wobei eine
Verdrängung erfolgt, bei der sich stetig verringernde
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Kassen des Haterials von einer Seite des TrogB zur
anderen bzw. von einer Rinne in die andere geworfen werden, wobei das Material bei seiner Bewegung entlang
dem Trog in kleinere Teilmengen zerschnitten und dabei gründlich und innig durchmischt wird. Zum Erreichen
eines höchstmöglichen Wirkungsgrades wird die Steuerplatte 38 so eingestellt, daß der Materialspiegel
im Trog die maximale Höhe der Schaufelblätter 76 und 176 nicht übersteigt. Auf diese Weise wird durch
eine geometrische Progression von Zerteilungsvorgängen
eine überraschend gründliche Durchmischung bewirkt. In der Praxis hat sich gezeigt, daß am Einlaßende
des Trogs 20 getrennt eingeführte gleiche Mengen von schwarzem und weißem Sand bereits vor dem Erreichen
des vierten Paars von sich gegenüberliegenden Schaufelblättern 76 und 176 zu einem Sand von gleichförmig
grauer Farbe vermischt waren* Es ist also ersichtlich, daß ein beliebiges Material, aas der schneidenden
und stoßenden Wirkung aller im Trog befindlichen Schaufelblätter ausgesetzt worden ist, aus der Auslaßöffnung
68 in gründlich gemischtem Zustand austreten muß.
Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise bei der bereits erwähnten Aufbereitung von Gießereisand kann
ein Vermischen des Sands mit einem Katalysator und einem Bindemittel durch einen Durchknetungsvorgang
erwünscht sein, bei dem die einzelnen Körner zwangsläufig in enge Berührung untereinander gebracht werden,
um alle Körner mit einem gleichmäßigen Überzug von Bindemittel zu versehen. In einem solchen Fall kann
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die erforderliche Turbulenz des Sands der erforderliche Druck durch die Verwendung von flachen halb-elliptischen
Mischerschaufeln erzielt werden, an denen noch den Sand zurückdrückende Flächen vorhanden sind, wöil
nicht alle Bereiche der Schaufelblätter, die normalerweise
eine Rückbewegung des Sands verursachen, weggeschnitten sind. Eine derartige Schaufelform ist schematisch
in Fig. 12 gezeigt, bei denen die weggeschnittenen Bereiche der Schaufelblätter 270 bzw. 376 sich
nur über etwa 90 erstrecken.
Bei dieser Form der Erfindung treten während einer vollen Umdrehung der Schaufelblätter, abgesehen von
den genau der O0 und der 180° Stellung entsprechenden Schaufelstellungen, stets Überlappungen auf, wobei
die größten Überlappungen in der 90° und der 2?0° Stellung vorhanden sind, in denen die Überlappung etwa
25 % erreicht. Drehrichtung, Neigung und Steigung
der Schaufelblätter 276 und 376 sind die gleichen.wie
bei den Schaufelblättern 70 und 170.
In Fig. 12 sind die Überlappungsbereiche schattiert eingezeichnet, wobei ein einen Teil des Schaufelblatts
376 überlappender Bereich des Blatts 276 einen Bereich
darstellt, der einen rückwärts gerichteten Druck auf den Sand ausübt. Dieser Bereich liegt einem Bereich
des Schaufelblatts 376 gegenüber, der einen nach vorne gerichteten Druck auf den Sand ausübt. Hieraus
ergibt sich die Verdichtungs- und Scheuerwirkung die in handelsüblichen Sandaufbereitungsanlagen angestrebt
wird. Da dar von allen Schaufelblättern ausgeübte
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Axialdruck überwiegend nach vorn gerichtet ist, bleibt aber die stetige Vorwärtsbewegung des Sands entlang
dem Trog 20 erhalten.
Bei beiden Ausführungsformen der Erfindung gleichen sich gewisse Gesetzmäßigkeiten des Mischvorgangs.
Allgemein gesagt, ist der Mischungsgrad eine Punktion der Troglänge und der Form der Schaufelblätter, während
der Mischgutdurchsatz durch die Auslaßöffnung 68 eine
Funktion der Drehgeschwindigkeiten der Wellen 72 und
172 und des Steigungswinkels der Schaufelblätter ist*
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Claims (10)
- AnsprücheBnSSSBaBBnaBSBSBBF i) Mischvorrichtung, insbesondere für körniges Mischgut, gekennzeichnet durch einen langgestreckten Mischtrog (20), der an seinem einen Ende mit einem Mischguteinlaß und an seinem anderen Ende mit einem Misch- · gutauslaß (68) versehen ist; zwei innerhalb des Trogs parallel mit Abstand voneinander angeordnete Wellen (70, 170); Reihen von auf den Wellen in axialem Abstand voneinander und parallel zueinander befestigten, scheibenförmigen Schaufelblättern (76> 176), die unter einem Steigungswinkel gegenüber den Wellen geneigt sind und die Form von teilweise weggeschnittenen Ellipsen haben, wobei der Steigungswinkel der an einer der Wellen angeordneten Schaufelblätter gleich, aber entgegengesetzt dem Steigungswinkel der Schaufelblätter der anderen Welle ist, die Schaufelblätter beider Wellen sich paarweise einander gegenüberliegen und in einer Stellung der beiden Wellen in im wesentlichen gleicher Richtung seitlich geneigt sind, und die maximal© radiale Erstreckung der Schaufelblätter etwas kleiner als der Abstand der Wellen ist? und Mittel (86, 8?9 M1) zur30981.0/QS79gegenläufigen Drehen der Wellen (70, 170) mit gleicher Geschwindigkeit.
- 2. Mischvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Vermeiden eines Überlappens von sich gegenüberliegenden Schaufelblattpaaren die Schaufelblätter (76) einer Welle (70) an der einen und die Schaufelblätter (176) der anderen Welle (170) an entgegengesetzten Seiten einer axialen Längsebene liegen.
- 3. Mischvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (52) des Mischtrogs (20) in seiner Längsrichtung in zwei Hinnen (52a, 52b) unterteilt ist, deren Wandungen Rotationsflächen sind, die durch die Drehbewegung der Schaufelblätter erzeugt sind.
- 4. Mischvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hautachse und die Nebenachse der teilelliptischen Schaufelblätter die Achse der zugehörigen Schaufelwelle schneiden, wobei die Nebenachse rechtwinklig zur Wellenachse verläuft und die Hauptachse relativ zur Wellenachse geneigt ist.
- 5. Mischvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rinnen (52a, 52b) des Mischtrogs (20) durch eine geradlinige hochstehende Rippe (56) voneinander getrennt sind.309310/0979
- 6. Mischvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Steigungswinkel der Schaufelblätter (76, 176) 4-5° ist.
- 7. Mischvorrichtung nach Anspruch 4·, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufelblätter (76, 176) die Form einer entlang ihrer Hauptachse geteilten Halbellipse haben.
- 8. Mischvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufelblätter (76, 176) nahe ihren weggeschnittenen Enden Abschnitte aufweisen, die sich bei gegenläufiger Drehung ihrer Wellen (70, 170) periodisch überlappen.·
- 9· Mischvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufelblätter (76, 176) an ringförmigen Nabenteilen (72I-, 174) befestigt sind, die teleskopisch in aneinanderanliegenden Stellungen auf die Wellen (70, 170) aufschiebbar sind; und daß Mittel vorgesehen sind, um diese Nabenteile in ihren vorgesehenen Stellungen auf den Wellen gegen Längsverschieben und Drehung ausbaubar festzulegen.
- 10. Mischvorrichtung für körniges und anderes Mischgut, gekennzeichnet durch einen langgestreckten Mischtrog (20), der an seinem einen Ende, mit einem Mischguteinlaß und an seinem anderen Ende mit einem Mischgutauslaß (68) versehen ist; eine sich in Längsrichtung durch den Trog erstreckende und in diesem drehbare Welle309810/0979(70, 170); eine Beine von auf der Welle schräg liegend, mit axialem Abstand voneinander und parallel zueinander angeordneten flachen scheibenförmigen Schaufelblättern (76, 176) in Form von teilweise weggeschnittenen Ellipsen; und Mitteln (86, 87, M,.) zum Drehen der mit den Schaufelblättern versehenen Welle.309810/0979
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