DE2131566A1 - Sich anpassendes Bremssystem fuer Fahrzeuge mit Raedern - Google Patents
Sich anpassendes Bremssystem fuer Fahrzeuge mit RaedernInfo
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- DE2131566A1 DE2131566A1 DE19712131566 DE2131566A DE2131566A1 DE 2131566 A1 DE2131566 A1 DE 2131566A1 DE 19712131566 DE19712131566 DE 19712131566 DE 2131566 A DE2131566 A DE 2131566A DE 2131566 A1 DE2131566 A1 DE 2131566A1
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- B60T8/17—Using electrical or electronic regulation means to control braking
- B60T8/176—Brake regulation specially adapted to prevent excessive wheel slip during vehicle deceleration, e.g. ABS
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Description
Dipl.-lng.
D-8023 Mor.d-.en - Puüach
Wiewfsli.2,1.MdiH.793357O,7931782
Wiewfsli.2,1.MdiH.793357O,7931782
vI/Mü-Paris file: 4616-A München-Pullach, den 22. Juni 1971
THE BENDIX CORPORATION,EXecutiveOffices, Bendix Center,
Southfield, Michigan, 48 075, Michigan, USA
Sich anpassendes Bremssystem für Fahrzeuge mit*
Rädern
Die Erfindung betrifft ein sich anpassendes Bremssystem für Automobile bzw. Fahrzeuge mit Rädern und insbesondere eine
Steuereinrichtung für ein sich anpassendes Bremssystem, welches stufenweise den Bremsdruck aufbaut und abbaut und zwar
den Bremsdruck in dem Radzylinder.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist die Automobilindustrie sehr bemüht Einrichtungen zum Verhindern einer Radblockierung oder
Radschlitfes für Automobile zu entwickeln. Es gelangten bereits
eine grosse Anzahl \on unterschiedlichen Verfahren zur Anwendung,
um das Schleudern eines Fahrzeuges während der Betätigung einer Fahrzeugbremse durch den Fahrer des Fahrzeuges so
weit zu verhindern, dass die Räder des Fahrzeuges nicht blokkienen
können und das Fahrzeug nicht ins Schleudern geraten kann. Eines dieser bekannten Verfahren, die heutzutage zur
Anwendung gelangen, besteht darin, den Bremsdruck dann zu modulieren, wenn eine Schleuder- oder Blockiergefahr droht.
Es entstehen jedoch erhebliche Probleme, wenn es sich um einen unterschiedlichen Reibungskoeffizienten, also einen
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hohen Reibungskoeffizient und einen niedrigen Reibungskoeffizient zwischen den sich berührenden Flächen handelt, dabei jedoch
der Bremsdruck immer in der gleichen Weise verändert bzw. moduliert wird. Wenn der Bremsdruck entsprechend einem hohen
Reibungskoeffizienten moduliert wird, so dass man einen minimalen Bremsweg erzielt", so gerät das Fahrzeug beim gleichen
Modulationsgrad, jedoch bei einem niedrigen Reibungskoeffizienten ins Schleudern. Werden jedoch die Bremsen bzw. der Bremsdruck
eines Fahrzeuges so moduliert, dass das Fahrzeug bei einem niedrigen Reibungskoeffizienten nicht schleudert, dann
geht ein grosser Anteil der Bremswirkung bei einem hohen Reibungskoeffizienten der sich berührenden Flächen verloren und
der Bremsweg wird bedeutend verlängert· Um nun den Bremsweg sowohl für einen niedrigen Reibungskoeffizienten als auch
einen hohen Reibungskoeffizienten klein zu halten oder zu verringern, und um die seitliche Stabilität des Fahrzeuges
zu verbessern, ist es wünschenswert einen stufenweisen Bremsdruckaufbau und Bremsdruckabbau bzw. eine Vervielfachungsmöglichkeit
für den Bremsdruck und umgekehrt vorzusehen. Dabei soll also ein bestimmter stufenweiser Bremsdruckaufbau bzw.
Bremsdruckaufbaufolge und Bremsdruckabbaufolge für einen hohen Reibungskoeffizienten vorgesehen werden und eine andere
Bremsdruckaufbaufolge bzw. Bremsdruckabbaufolge für einen niedrigen Reibungskoeffizienten geschaffen werden·
Es ist somit ein Ziel der vorliegenden Erfindung eine Steuereinheit
für ein sich anpassendes Bremssystem zu schaffen, welche Bremsdruckaufbaufolgen und Bremsdmckabbaufolgen im Bremszylinder
eines Fahrzeugrades vorsehen kann.
Ebenso ist es Ziel der Erfindung eine elektronische Steuereinheit
für ein hydraulisches Bremssystem zu schaffen, welches einen Modulator zum Steuern des Druckes in den Bremssy-
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lindern eines Fahrzeugrades aufweist, wobei der Modulator einen Steuereingang und Steuerausgang aufweist.
Auch ist es Aufgabe der Erfindung eine logische Schaltung in Form einer Steuereinheit zu schaffen, um mit Hilfe dieser Schaltung
die Einlass- und Rückschlagventile des Modulators zu steuern, der seinerseits den Bremsdruck in den Bremszylindern
des Fahrzeugrades steuert.
Die Erfindung sucht auch eine Steuereinheit für ein sich anpassendes
Bremssystem zu schaffen, welche zwei Negativbeschleunigungssignale und ein Beschleunigungssignal dazu verwendet,um
den Eingangssolenoid und den Rückstellsolenoid eines Bremsdruckmodulators
zu steuern, der den Druck im Bremszylinder des Rades verändert und zwar derart, dass eine Modulationsfolge an einen niedrigen Reibungskoeffizienten angepasst ist,
und eine andere Modulationsfolge an einen hohen Reibungskoeffizienten zwischen Rad und Fahrbahn angepasst ist.
Schliesslich ist es Gegenstand der Erfindung eine logische Computer-Anordnung in Form einer Steuereinheit für ein sich
anpassendes Bremssystem zu schaffen, welches zwei Negativbeschleunigungspunkte und einen Beschleunigungspunkt und einen
Integrationszyklus zum Steuern der Modulationseinrichtung verwendet,
welche den Druck im Bremszylinder des Fahrzeugrades verändert.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung eines Auführungsbeispieles
unter Hinweis auf die Zeichnung. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine grafische Darstellung des Radbremsdruckes während eines scharfen Bremsvorganges, bei dem ein nor-
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males Fahrzeug ins Schleudern geraten würde, und die Negativbeschleunigung und Beschleunigung des
Rades in Abhängigkeit von de* Zeit, bei gleichem
Zeitmaßstabj
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines sich anpassenden
Brema$rstems;
Fig. 3 ein Blockschaltbild eines Teiles der elektronischen Steuereinheit nach Figur 2j
Fig. 1J ein Blockschaltbild einer anderen Ausführungsform
des Zählers nach Figur 3 J und
Fig. 5 ein Schaltplan einer logischen Schaltung des digitalen
Abschnittes der elektronischen Steuereinheit nach Figur 2 und nach Figur 3·
In den Figuren sind für gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen gewählt und Figur 1 veranschaulicht eine Bremsdruckänderung
eines Rades und eine Beschleunigungs-Negativbeschleunigungsänderung eines Rades über der Zeit, wenn ein bevorstehendes
Schleudern oder Schleuderzustand in einem sich anpassenden Bremssystem, wie dies beschrieben werden soll, abgetastet
wurde. Figur 2 veranschaulicht ein sich anpassendes Bremssystem, bei dem der Druck gemäss Figur 1 geändert werden kann.
Nach Betätigung des Bremspedales 10 ist das Steuerventil 12 offen. Hierdreh kann unter Druck befindliches Medium vom Sammelbehälter
14 zum Modulator 16 durch den Eingangssolenoid 18 strömen. Vom Modulator 16 strömt das unter Druck befindliche
Medium zum Radzylinder 20 und naoh loslassen von entweder dem Bremspedal 10 oder nach Freigabe des Modulators 16 infolge
einer bevorstehenden Schleuderbedingung kehrt das unter Druck befindliche Medium zum Reservoir 22 durch den Rückführsolenoid
2k oder durch die Steuerventil-Umgehungsleitung 23 zurück.
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Eine Pumpe 26 lädt den Sammelbehälter 14 vom Reservoir 22 her wieder auf. Die elektronische Steuereinheit 28 steuert den Eingangssolenoid
18 und den Rückkehr- oder Rückführsolenoid 24 derart, dass, wenn ein-e Schleuderbedingung droht, der Modulator
16 Bremsdruck vom Radzylinder 20 frei lässt. Die Eingangsgrösse zur elektronischen Steuereinheit 28 bestehen aus Signalen
vom Radgeschwindigkeitsabtaster oder Abtastern, die die Umdrehungsgeschwindigkeit
des Fahrzeugrades kennzeichnen. Die Stromversorgung für die elektronische Steuereinheit 28 besteht
aus der normalen 12 Volt Gleiehspannungsquelle, wie sie bei Automobilen gegeben ist. Diese Spannung muss jedoch für die
meisten logischen Rechenschaltungen geregelt werden und zwar
auch für die Schaltung für den vorliegenden Zweck.
Figur 3 zeigt nun einen Abschnitt der elektronischen Steuereinheit
28. Eine die Radgeschwindigkeit kennzeichnende Eingangsgrösse bewirkt das Entstehen von Spannungsimpulsen mit
veränderlicher Frequenz und Grosse, die dann die Umdrehungsgeschwindigkeit
des Rades bzw. die einem Zähler 30 zugeführte Spannung kennzeichnen. Die Ausgangsgrösse aus dem Zähler
30 wird mit Hilfe eines Differenzierverstärkers 32 in einen Spannungswert konvertiert, der direkt zur Beschleunigung oder
Negativbeschleunigung des Fahrzeugrades proportional ist. Die Ausgangsgrösse aus dem Differenzier-verstärker 32 wird einem
G2 Bezugsvergleicher oder Vergleichsstufe 34, einer G, Bezugsvergleiehestufe
36,und einer G^ BezugsVergleicherstufe 38 zugeführt.
Die G. und G2 Bezugsvergleicherstufe 34 und 38 erzeugen
zwei Spannungen, wobei die niedrigere vorhanden ist, wenn die Spannung der G. Bezugsvergleicherstufe von der Ausgangsgrösse
des Differenzierverstärkers erreicht wurde und eine niedrigere Negativbeschleunigungsfolge des Fahrzeugrades
wiedergibt. Die G2 Bezugsvergleicherstufe 34 erzeugt ein Signal,
welches ein hohes Spannungssignal aus dem Differenzler- ver-
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stärker 32 kennzeichnet und ebenso eine grössere Negativbeschleunigungsfolge als bei der G1 Bezugsvergleicherstufe 38
kennzeichnet. Die G, Bezugsvergleicherstufe 36 erzeugt ein
Signal, welches eine Beschieuni-gungsspannung wiedergibt, wobei
das Fahrzeugrad in einer gegebenen Folge beschleunigt. Während einer Bremsbetätigung, wenn die Ausgangsgrösse aus
dem Differenzierverstärker 32 die G1 Bezugspannung erreicht,
gibt die Vergleicherstufe 38 eine G1 Ausgangsgrösse ab. Die
G1 Bezugsspannung gibt an, dass sich die Räder des FahEBuges
einer Schlupf- oder Schleuderbedingung nähern.
Auch die G1 Ausgangsgrösse der Bezugs-Vergleieherstufe 38
wird einem GVT-Computer IfO eingespeist, welcher die Ausgangsgrösse
des Differenzierverstärkers 32 integriert, wenn er von der G1 Ausgangsgrösse der G1 Bezugsvergleicherstufe 38 getriggert
wurde. Bei einer scharfen Bremsung bei einem hohen Reibungskoeffizienten wird das G1-Negativbeschleunigun-gssignal
zuerst empfangen und nach einer kurzen Integrationszeit wird die G>,VT Spannung empfangen. Nimmt man an, dass das Rad fort
fährt in einer grösseren Folge, nachdem das G1 Signal empfangen
wurde, negativ zu beschleunigen, bis ein Spannungswert bzw. Ausgangsspannung des Differenzierverstärkers 32 erreicht
ist," welcher dem G2 Bezugspunkt entspricht, dann gibt die G~
Bezugsvergleicherstufe 3^ die G* Ausgangsgrösse an. Die Ausgangsgrösse
aus der G2 Bezugsvergleicherstufe bewirkt, dass
der gesamte Druck in dem Radzylinder 20, wie noch beschrieben werden soll, freigegeben wird. Nach Freigabe des Bremsdruckes im Radzylinder 20, fängt das Rad an auf einen Punkt
zu beschleunigen, bei dem die Ausgangsgrösse aus dem Differenzierverstärker
32 die G, BezugsSpannung überschreitet, so daß
dann die G, Bezugsvergleicherstufe 36 eine G, Ausgangsgrösse
abgibt. Diese AusgangsgrossenG1, G2, G, und G1VT werden in den
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BAD OR(GINAL
digitalen Abschnitt der Steuereinheit 28 geleitet.
Bevor der digitale Abschnitt der Steuereinheit gemäss Figur 5
erläutert werden soll, ist eine allgemeine Erklärung der hler
verwendeten Logik angebracht. Die zyklische Steuerlogik hat die Aufgabe den Bremsdruckzyklus als Punktion der Radgeschwindigkeit
und Radbeschleunigung zu verändern. Es sind zwei Druckabbaufolgen und eine gesteuerte Druckaufbaufolge möglich. Weiter
ist eine zweite Druckaufbaufolge möglich, die eine Punktion der Bremspedalkraft und des unkondensierten Druckes zwischen
dem Hauptzylinder und dem Bremszylinder ist. Es wären auch weitere Druckaufbau und Druckabbaufolgen bei Vergrösserung
der Schaltung möglich. Die Bremsdrucksteuerung im Radzylinder 20 wird durch den Einlaß-solenoid 18 oder RÜckführsolenoid 24
beeinflusst. Der Einlaßsolenoid 18, der ein normalerweise offenes
Ventil ist, ist in der Versorgungsleitung gelegen, während ein zweites normalerweise geschlossenes Ventil, welches
den Rückkehrsolenoid 24 darstellt, in der Rückführungsleitung
angeordnet ist. Die Ventile 18 und 24 können erregt werden,
um die eine oder andere Ventilstellung vorzusehen. Auch können die Ventiele 18 und 24 impulsmässig ein- oder ausgestellt
werden, um dazwischenliegende Druckfolgen zu ermöglichen .
Unter Hinweis auf Figur 1 soll eine Erklärung gegeben werden, durch die die Beziehung zwischen dem Verhalten des Rades und
dem Bremsdruck bei dr Forderung nach einer sich anpassenden Bremssteuerung hervorgehen wird. Zum Zeitpunkt TQ wird das
Bremspedal 10 niedergedrückt, so dass der Bremsdruck mit der Geschwindigkeit P^ steil ansteigt. Die Geschwindigkeit P^ ist
eine Funktion von der Treibereingangsgrösse, Zum Zeltpunkt T, 1st ein negativer Wert der Radbeschleunigung erreicht, durch
welchen eine Integration eingeleitet wird, wobei die erhaltene
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Ausgangsgrösse aus einem Geschwindigkeits-Zeitprodukt besteht
und als G^VT bezeichnet ist.
Wenn die G^VT Bedingung erfüllt ist, wird der Bremsdruck in
einer langsamen Folge P, abgebaut. Wenn die Radbeschleunigung noch mehr negativ wird (Bremsung oder Negativbeschleunigung)
und den Wert von G2 zum Zeitpunkt T, überschreitet, dann wird
der Bremsdruck mit einer schnelleren Folge P2 abgebaut. Diese
schnelle Folge bleibt bestehen, bis die Negativbeschleunigung des Rades unter den Wert von Gg zum Zeitpunkt T1^ fällt, woraufhin
diese Folge dann wieder auf den Wert P, zurückkehrt. Die Druckänderungsfolge P1 bleibt bestehen, bis die Radbeschleunigung
unter G^ fällt und in die positive Beschleunigungsrichtung
übergeht. Zu diesem Zeitpunkt T,- nimmt der Bremsdruck mit
einer kleinen Folge P, zu. Wenn die Radbeschleunigung G, überschreitet,
einem grossen positiven Beschleunigungswert, dann wird der Druck mit einer Folge P^ schnell erhöht. Diese Folge
Pl1. ist eine Funktion des Druckdiffe^ntials zwischen dem Bremsdruck
des Radzylinders und dem stromaufwärts herrschenden Eingangsdruck.
Diese Folge P^ tritt auf, bis die Radbeschleuni-™
gung unter G^ fällt, wie durch den Zeitintervall zwischen Tg
und Τγ angezeigt ist. Zum Zeitpunkt T7 wird die Dri^ckaufbaufolge
auf die an früherer Stelle erwähnte niedrige Druckaufbaufolge Pj reduziert und bleibt bestehen, bis G1VT zum Zeitpunkt
Tq erreicht ist.
Wenn G2 vor dem Zeit - Intervall auftritt, der zum Erreichen
von G1VT erforderlich ist, wie durch die strichlierte Beschleunigungskurve
gemäss Figur 1 veranschaulicht, was bei einem niedrigen Strassenreibungskoeffizienten der Fall sein könnte,
dann wird der Druck unmittelbar in der schnellen Folge P2
abgebaut. Die Druckfolge P2 ist ebenfalls mit gestrichelten
Linien für die Druckkurve dargestellt. Es. lassen sich ver-
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schiedene Druckfolgen erzielen, indem man entweder die Solenoid
Ventile 18 und 24 mit einer spezifischen Frequenz impulsmässig ansteuert und zwar in einem richtigen Zyklus, oder indem man
die Solenoid-Ventile 18 und 24 erregt. Die folgende Tabelle I fasst die Beziehung zwischen den Radbezugspunkten G., G2, G,
und GVT und den Druckfolgen zusammen. Die Zustände der Solenoid· ventile 18 und 24 sind ebenso angegeben.
TABELLE I - STEUERZYKLUSLOÖIK
Rad Charakteristik Einlaß- Rückführ- Druckfolge
Solenoid Solenoid
O1VT oder G^ O O P1 »
G1VT bis G2 1 ρ P1
G2 1 1 P
bis G1 1 ρ P1
4η uj.g G, ρ O P,
G3 O O P4**
GT bis G1VT oder G2 ρ OP,
(Wiederholzyklus) Bemerkungen
0 Solenoidventil entregt
ρ Solenoidventil pulemoduliert
1 Solenoidventil erregt
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* P1 Punktion der anfänglichen Pedalniederdrückkraft
#* P1J Punktion des unkompensierten Druckdifferentials
zwischen dem Radzyiinder und der Druckquelle
Die Schaltung gemäss Figur 3 liefert die gewünschen G1, G2, G,
Einstellpunkte und G1VT, plus der Winkelbeschleunigung A^ des
Rades, welche das Ausgangssignal des Differenzierverstärkers
32 darstellt. Figur 5 zeigt ein funktionelles Blockschaltbild des digitalen Abschnittes der elektronischen Steuereinheit 28.
Das Diagramm ist nach Maßgabe positiver logischer Symbole oder Symbolsprache aufgebaut. Die Eingangssignale - G1, G2, G^, G1 -V
und ein Qemsschalter BK SW zeigen eine Betätigung der Bremse an - nehmen einen logischen Einswert an, wenn ein positives
Signal empfangen wurde. Es sei hervorgehoben, dass auch eine negative Logik verwendet werden kann und das schematische
Schaltbild gemäss Figur 5 verbindet Funktionen und verwendet in einigen Fällen eine umgekehrte bzw. negative Logik, um die
ZaKL der Komponenten minimal zu halten und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.
Vor der Betätigung des Bremspedales 10, um also das Fahrzeug zu bremsen oder zum Anhalten zu bringen, sind alle Eingangsgrössen
zum digitalen Abschnitt auf einem logischen Null-Wert. Beide Solenoidventile 18 und 24 sind entregt. Wenn auf das
Bremspedal 10 eine ausreichende Kraft ausgeübt wird, dann wird eine sich anpassende Bremswirkung erforderlich und es spielt
sich dann nacheinander das Folgende ab. (Es wird erneut auf die Beschreibung der Figur 1 und der Tabelle I hingewiesen.)
Ein Niederdrücken des Bremspedales 10 schliesst einen herkömmlichen
Schalter, so dass dadurch eine Bremsschalter BK SW Eingangsgrösse
von eins vorgesehen wird. Der Bremsdruck wird über
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das normalerweise offene Einlaßsolenoidventil 18 zugeführt und das Rad fängt dann an negativ zu beschleunigen. Wenn der Zeitpunkt
G1 erreicht ist, setzt die G,VT Integration ein. Die
Integrationszeit verändert sich sowohl in Abhängigkeit von der anfänglichen G, Negativbeschleunigungsgeschwindigkeit,als
auch mit der Grosse der Negativbeschleunigung des Rades. Wenn G3VT auftritt, befinden sich beide Eingangsgrössen zum UND-Gatter
42 (Figur 5) auf einem Wert, da BK SW eins ist und G1VT über
das ODER-Gatter 44 zum anderen Eingang des UND Gatters 42 gelangt. Daher stellt die Ausgangsgrösse aus dem UND Gatter 42
den Flip-Flop 46 in den einen Zustand, wodurch der Ausgang Q einen logischen Einswert annimmt. Es sei angenommen, dass
zu diesem Zeitpunkt die abgewandelte G, Ausgangsgrösse zur Verfügung steht. Dann weist das UND Gatter 48 zwei Eingngsgrössen
mit einem logischen Einswert auf und es erscheint demzufolge eine Ausgangsgrösse mit einem logischen Einswert. Die
Ausgangsgrösse aus dem UND Gatter 48 gelangt durch das ODER Gatter 50 und diese treibt den normalerweise offenen Eingangssolenoid
18. In Abhängigkeit von der Bemessung der Schaltung und den Anforderungen des Einlass-solenoids 18 können verschiedene
Leistungsverstärkungen zwischen dem ODER Gatter 50 und
dem normalerweise offenen Solenoid l8 erforderlich sein. Ist der Eingangssolenoid 18 erregt, so wird das Einlassventil vom
Steuerventil 12 geschlossen, so dass eine weitere Druckzunahme im Radzylinder 20 verhindert wird.
Wenn der Bremsvorgang auf einem niedrigen Reibungskoeffizienten eingeleitet wird und wenn das Bremsdrehmoment bei weitem
das zulässige Fahrbahndrehmoment überschreitet, dann ergibt die G1VT Integration einen sehr hohen Druck am Rad und zwar
in Einklang mit der Integrationszeit und demzufolge erfährt das Rad eine sehr steile Negativbeschleunigungsfolge. Um dieser
Situation Herr zu werden wird ebenso der zweite Viert der
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negativen Radbeschleunigung Gp in das ODER Gatter 44 eingespeist
und demzufolge auch in das UND Gatter 42. Da für diese Bedingungen Gp schneller auftreten kann als G^VT, wird der
Druckaufbau im Radzylinder 20 früher beendet, um der starken Negativbeschleunigung des Pahrzeugrades entgegenzuwirken.
Wenn durch G, VT oder durch G2 der Flip-Flop 46 in den einen
Zustand gebracht wird, so gelangt dadurch der Flip-Flop 52 durch die Q Ausgangsgrösse des Flip-Flops 46 ebenfalls in
den einen Zustand. Die logische Einsausgangsgrösse des UND Gatters 42, die abgewandelte G, Ausgangsgrösse und eine Ausgangs
grösse aus dem Taktgeber 54 hat eine Ausgangsgrösse aus
dem Gatter 56 zur Folge, welches somit im Rhythmus der Taktfrequenz
impulsmässig getastet wird. Die Ausgangsgrösse aus dem UND Gatter 56 gelangt durch das ODER Gatter 58 und tastet
den Rückführsolenoid 24 mit einer Frequenz an, die gleich der Taktfrequenz ist. Der pulsierende Betrieb des Rückführsolenoids
24, gekoppelt mit dem Schliessen des Elnlass-solenoids 18 ergibt eine langsame Druckabbaufolge P, am Radzylinder 20. Wenn
nun die negative Radbeschleunigung fortfährt zuzunehmen und wenn sie den Bezugswert G2 überschreitet, dann wird der Rückführsolenoid
durch die Bezugsgrösse G2 fortwährend erregt, wobei
diese Bezugsgrösse direkt durch das ODER Gatter 58 geleitet wird und dadurch eine schnelle Druckabbaufolge P2 auftritt.
Diese schnelle Abbaufolge wird aufrechterhalten, bis die negative Radbeschleunigung bis unterhalb dem G2 Negativbeschleunigungswert
abfällt, zu welchem Zeitpunkt die langsame Druckabbaufolge P1 wieder hergestellt wird. Durch die Diskontinuierlichkeit
des G2 Eingangssignals wird die Druckabbaufolge P,
bei-behalten, bis die negative Radbeschleunigung unter den Q,
Festpunkt gelangt und sich dem positiven Beschleunigungssustand nähert. Zu diesem Zeitpunkt wird das RückfÜhrsolenoid-
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ventil 24 geschlossen, da sich beide Eingangsgrössen zum ODER
Gatter 58 auf einem logischen Nullwert befinden. Beim Vorhandensein einer G-, Beschleunigungseingangsgrösse und bei einer
Ausgangsgrösse des Flip-Flops 52, der nicht zurückgestellt wurde, und bei einer Taktgebereingangsgrösse leitet das UND-Gatter
60 über das ODER Gatter 50, so dass der Einlaßsolenoid oder das Solenoidventil 18 impulsmässig geschaltet wird und dadurch die
langsame Druckaufbaufolge P^ wieder hergestellt wird. Dies steht
in Einklang mit der Tatsache, dass die Ausgangsgrösse des UND Gatter 48 sich auf einem logischen Nullwert befindet, da die
abgewandelte Eingangsgrösse G, Null ist. Demnach besteht das
einzige Signal, welches durch das ODER Gatter 50 gelangen kann aus demjenigen Signal, welches vom Ausgang des UND Gatters 60
abgeleitet wurde. Diese Eingangsgrösse weist dieselbe Folgefrequenz und Dauer auf wie die Taktimpulse, die vom Taktgeber
54 in das UND Gatter 60 geleitet wurden. Die G, Eingangsgrösse
zum UND Gatter 60 wird invertiert, wie durch den Kreis in der Eingangsleitung. Daher wird eine (TT Eingangsgrösse als positives
Signal vom UND Gatter 60 empfangen, bis die G, Beschleunigungsfolge erzielt ist.
Wenn die Radbeschleunigung über den G, Bezugswert zunimmt, wird
das UND Gatter 60 verhindert, der Einlaßsolenoid 18 wird entregt und eine schnelle Aufbaufolge P^ wird aufgebaut. Auch diese
Aufbaufolge ist nicht gesteuert, sondern ist eine Funktion des Differenzdruckes zwischen dem Hauptzylinder 12 und dem Rad
zylinder 20. Gleichzeitig fällt die Q Ausgangsgrösse des Flip-Flops 46 auf Null ab und stellt dl· Logik für den nächsten
Zyklus des Rades zurück. Wenn die Radbtsohleunigung unter G, abfällt, wird das UND Satter 60 in Bereitschaft gesetzt und der
Einlaß-solenoid oder das Solenoidventil 18 wird durch den Takt
geber impulsmässig angesteuert und eine niedrige Druckaufbau-
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folge P, wird wiederholt. Diese niedrige Aufbaufolge P, hat
zur Folge, dass das Bremsmoment das Straßenmoment überschreitet
und das Rad wird erneut negativ beschleunigt, wobei der Steuerzyklus erneut wiederholt wird. Wenn das Bremspedal losgelassen
wird, nimmt BK SVJ einen logischen Wert von Mull an,
so dass dadurch der Flip-Flop 46 Und der Flip-Flop 52 zurückgestellt werden, vorausgesetzt, dass diese nicht bereits zurückgestellt
wurden, so dass im Endergebnis die anfänglichen Bedingungen wieder hergestellt werden. Es sei hervorgehoben, dass die
Grosse BK SW durch einen Inverter 62 geschickt wird, der dann den Flip-Flop 52 zurückstellt und über ein ODER Gatter 64, welches
ebenfalls die G, Eingangsgrösse empfangt, den Flip-Flop
64 zurückstellt. Es ist an dieser Stelle sehr wichtig, dass
entweder G-^VT oder G3 die Einlass- und Auslass-solenoide l8
und 24 aktivieren kann. Wenn jedoch G„ vor der Integrationszeit von G^VT auftritt, dann erfolgt keine niedrige Druckabbaufolge
P1 und der Bremsdruck wird entsprechend der schnellen
Druckabbaufolge P2 abgebaut.
Durch die abgewandelte G^ Ausgangsgrösse erhält man eine Möglichkeit
bzw. durch die Veränderung des G-, Festpunktes entweder einen niedrigen oder einen hohen Negativbeschleunigungswert
des Rades vorzusehen. Im vorliegenden Fall schiebt die
abgewandelte G, Ausgangsgrösse den G, Festpunkt in eine positive Richtung für eine Modulation nach dem ersten Zyklus, wenn
da3 Fahrzeug auf einem niedrigen Reibungskoeffizienten fährt. Daher liegt der Negativbeschleunigungsfestpunkt des Rades für
G, sehr viel niedriger nachdem ersten Zyklus. Dies schafft die
Möglichkeit, dass die Druckabbaufolge entsprechend dem zweiten
da-P, für eine längere Zeitdauer vorhanden ist, so dass/durch
die Modulationsempfindlichkeit oder Ansprechbarkeit in Verbindung mit einer Fläche mit niedrigem Reibungskoeffizienten
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erhöht wird. Es ist möglich den Betrieb für eine Fläche mit niedrigem Reibungskoeffiaenten einzustellen und den G1 Pestpunkt
in negativer Richtung zu verschieben; oder mit anderen Worten, fährt das Fahrzeug auf einer Fläche mit niedrigem Reibungskoeffizienten,
so wird bei auf den anfänglichen Zyklus nachfolgenden Zyklen der Negativbeschleunigungsgrad des Rades,
der erforderlich ist, um den Q-, Festpunkt zu erzielen, erhöht.
Dies kann mit Hilfe einer Sperreehaltung erreicht werden, wobei
die Or-jVT Eingangsgrösse zum UND Gatter 66 gelangt, waches
den Flip-Flop 68 zurückstellt, wenn der Flip-Flop 70 sich im
zurückgestellten Zustand befindet und zwar bei einer φ Ausgangsgrösse.
Das die Q Ausgangsgrösse des Flip-Flops 68 zum UND Gatter 72 gelangt, wobei Gp der Bezugspunkt ist, kann der
Flip-Flop 70 niemals in den einen Zustand verbracht werden, während sich der Flip-Flop 68 in dem einen Zustand befindet.
Gleichfalls ist die Ausgangsgrösse des Flip-Flops 70 zum UND Gatters 66 zurückgeführt, welches niemals erlaubt, dass der
Flip-Flop 68 zum gleichen Zeitpunkt in den einen Zustand gebracht wird, während welchem der Flip-Flop 70 sich in dem
einen Zustand befindet. Wenn G2 vor G1 -VT auftritt, was zur
Annahme führt, dass es sich um eine Fläche mit niedrigem Reibungskoeffizienten handelt, so wird der Flip-Flop 70 in den
einen Zustand gebracht, so dass er eine Q Ausgangsgrösse abgibt, die durch G1' dargestellt ist. Dann wird G,1 in eine
Vergleichsstufe 7^ geleitet und verändert den Bezugspunkt der
Vergleichsschaltung. Wenn somit eine Ausgangsgrösse aus dem Differenzierverstärker 32, die durch Αω dargestellt ist, in
die Vergleichsstufe 71J gelangt und zwar zusammen mit dem Negativbeschleunigungs-Bezugssignal
G-, so entsteht eine Ausgangsgrösse, die als abgewandelte G1 Ausgangsgrösse bezeichnet
wurde. Wenn G1VT vor G2 auftritt, dann kann der Flip-Flop
70 niemals in den einen Zustand gebracht werden und es kann niemals eine G1 1 Ausgangsgrösse erhalten werden. Die Ausgangs-
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grösse der Vergleichsstufe 74 ist somit die gleiche wietiie G1
Eingangsgrösse. Wenn eine G ' Ausgangsgrösse auf dem Flip-Flop 70 erhalten wird, so wird dadurch die abgewandelte G, Ausgangsgrösse
auf einen niedrigeren Wert der negativen Radbeschleunigung nach dem ersten Zyklus gebracht. Es sei hervorgehoben,
dass die zuvor beschriebene Sperrschaltung durch die Q Ausgangsgrösse des Flip-Flops 46 zurückgestellt wurde. Die Sperrschaltung
wiederholt demnach ihren Zyklus mit Jedem vervollständigten Druckmodulationszyklus.
Bei einem System mit mehreren Steuerkanälen kann ein gemeinsamer Taktgeber wie beispielsweise der Taktgeber 54 verwendet
werden, um die Stückzahl der verwendeten Elemente und die Herstellungskosten bei grosser Zuverlässigkeit minimal zu halten.
Figur-4 zeigt einen Zähler 76 und ebenso einen Zähler
Beide Zähler empfangen Eingangssignale von getrennten Radgeschwindigkeit sabt astern, die die Umdrehungsgeschwindigkeit
von zwei einzelnen Rädern wiedergeben, wobei beide Räder von einem einzigen Druckmodulator gesteuert werden. Ein Beispiel
hierfür sind die Heckräder eines Automobils, welches durch einen einzigen Modulator oder Modulationseinheit gesteuert
wird. Die Ausgangsgrössen auf den Zählern gelangen in eine
Signalverarbeitsungsstufe 80, welche entweder ein "Hochauswahli1
oder "Niedrigauswahl"-System enthält. Ein "Hochauswahl"-System sieht ein verarbeitetes Geschwindigkeitsausgangssignal
vor, welches die Umdrehungsgeschwindigkeit des Rades mit der höheren Umdrehungszahl kennzeichnet. Ein nNiedrigauswahl"-System
sieht ein verarbeitetes Geschwindigkeitsausgangssignal vor, welches die niedrigere Umdrehungsgeschwindigkeit
von den zwei zuvor erwähnten Radgeschwindigkeiten kennzeichnet. Der Zähler 30 in Figur 3 kann durch die Schaltung
gemäss Figur 4 ersetzt werden, um ein verarbeitetes Geechwin-
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digkeitsausgangssignal direkt in den Differenzierverstärker 32 einzuspeisen. Die Radgeschwindigkeitsabtaster, die eine
Eingangsgrösse für den Zähler 30 vorsehen können, können aus
herkömmlichen magnetischen Abtastvorrichtungen oder aus kleinen
Dopplerradareinheiten bestehen, die nunmehr mehr und mehr auf dem Markt erhältlich sind. Ein Dopplerradar-Radgeschwindigkeitsabtaster
arbeitet auf der Grundlage einer Frequenzveränderung zwischen dem gesendeten Signal und dem empfangenen
Signal, um einen Impuls als Ausgangsgrösse vorzusehen, welcher die Frequenz-veränderung kennzeichnet. Die Frequenzveränderung
ist direkt proportional zur Umdriungszahl des Rades.
Die vorliegende Erfindung schafft somit ein sich anpassendes Bremssystem für ein Fahrzeug mit Rädern, um den Bremsdruck
zu steuern. Auf einem die Winkelgeschwindigkeit der Räder kennzeichnenden Signal, erzeugt eine Steuereinheit ein Signal,
welches die Beschleunigung oder Negativbeschleunigung des Rades wiedergibt. Wenn die Negativbeschleunigung bestimmte Werte
überschreitet, oder die Beschleunigung einen gegebenen Wert überschreitet, dann verändert die Steuerlogik den Bremsdruck
derart, dass unterschiedliche Druckaufbaufolgen und Druckabbaufolgen des dem Radzylinder zugeführten Bremsdruckes vorgesehen
werden.
Sämtliche in der Beschreibung erkennbaren und in der Zeichnung dargestellten Einzelheiten sind für die Erfindung von
Bedeutung.
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I Q 3 S 3 7 / 1 1 5 5
Claims (5)
1. Sich anpassendes Bremssystem für Fahrzeuge mit Rädern, mit
eine/r Steuereinheit und einem Modulator zum Steuern des an
einen Bremsbdätigungsmechanismus abgegebenen Bremsdruckes entsprechend
einem gesteuerten Rad des Fahrzeuges, wobei die Steuereinheit eine Einrichtung zum Erzeugen eines zur Umdrehungsgeschwindigkeit
des gesteuerten Rades proportionalen Signales enthält und eine Einrichtung vorgesehen ist, um zxtfischen
einer ersten und einer zweiten Negativbeschleunigungsfolge in Abhängigkeit von dem ßeschwindigkeitssignal auszuwählen
und um eine Beschleunigungsfolge entsprechend dem Ge-
j-—
schwindigkeitssignal auszuwählen, dadurch gekennzeichnet,daß
ι -
eine Einrichtung zum Erzeugen einer ersten und einer zweiten Ausgangssteuergrösse vorgesehen ist, wobei die erste Ausgangssteuergrösse
erzeugt wird, wenn die zweite Negativbeschleunigungsfolge innerhalb eines gegebenen Zeitabschnittes oder Zeitperlode,
nachdem die erste Megativbeschleunigungsfolge erreicht ist, nicht auftritt, und die zweite Steuerausgangsgrösse
erzeugt wird, wenn die zvreite Negativbeschleunigungsfolge während der gegebenen Zeitperiode auftritt, und dass väter eine
Einrichtung zum Vermindern der Beschleunigung des gesteuerten Rades mit Hilfe einer dritten Steuerausgangsgrösse, die erzeugt
wird, wenn die ausgewählte Beschleunigungsfolge überschritten wirdj vorgesehen ist.
2. Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswähleinrichtung einen Integrator und eine Vergleicherschaltung
zum Auswählen zwischen der ersten und der zweiten Negativbeschleuriigungsfolge aufweist, wenn das rre?sch;-/indirkeitssignal
mit einer gegebenen niedrigeren und höheren Folge jeweils abnimmtä i,m dia Bei5 3hieuniiUJi-*3i*ol γ? .:in;=i:".i-..--"hlia.,
Ί Q 9 'B 8 7 / » 1 S β '
BAD ORIGINAL
wenn das Geschwindigkeitssignal in einer gegebenen Folge zunimmt .
3. Bremssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zum Erzeugen der ersten und der zweiten
Steuerausgangsgrösse aus einer Steuerlogik zum Erzeugen der ersten und der zweiten Steuerausgangsgrösse besteht, und dass
die erste Steuerausgangsgrösse ein impulsförmiges Signal ist
und die zweite Ausgangssteuergrösse aus einem gleichmässigen Spannungssignal besteht.
4. Bremssystem nach Anspruch 3> dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerlogik ebenso eine dritte Steuerausgangsgrösse in Form eines gleichmässigen Spannungssignals erzeugt, wenn die
Beschleunigungsfolge überschritten wird.
5. Sieh anpassendes Bremssystem für Fahrzeuge mit Rädern, mit
einer Steuereinheit und einem Modulator zum Modulieren des hydraulischen Bremsdruckes des Bremssystems, wobei der Modulator
mit einem Eingangs- und einem Ausgangsventil zum Steuern
des an einen Bremsbetätigungsmechanismus des gesteuerten Rades abgegebenen Druckes ausgestattet ist und die Steuereinheit
einen Abtaster enttSLt, um ein die Umdrehungszahl des
gesteuerten Rades kennzeichnendes Signal zu erzeugen, weiter ein Bremsschalter zum Aktivieren der Steuereinheit vorgesehen
ist, wenn das Bremspedal des Fahrzeugs niedergedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sperrschaltung und eine Vergleicherschaltung
zum Bestimmen der Bremsdruckabbaufolge, die auf den Bremsbetätigungsmechanismus einwirkt, vorgesehen ist,
wenn eine Schlupfbedingung oder Schleuderbedingung des gesteuer ten Rades aufgrund von Änderungen in der Umdrehungszahl des Rades
droht; dass weiter eine erste Gatter -und Schaltereinrichtung zum zeitweiligen Betreiben des Eingangsventils in einem
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von drei möglichen Betriebszuständen während der Schlupfbedingung
oder Schleuderbedingung vorgesehen sind, wobei die Betriebszustände des Eingangsventils offen, geschlossen oder
impulsmässig angesteuert sind; dass eine zweite Gatter- und Schaltereinrichtung zum zeitweiligen Betreiben des Ausgangsventils
in einem von drei möglichen Betriebszuständen während der Schlupfbedingung vorgesehen sind, wobei die Betriebszüstände
des Ausgängsventils aus- offen, geschlossen oder impulsmässig
betrieben bestehen; dass weiter die Steuereinheit bei richtigem Betrieb oder betriebsweise des Eingangs- und Ausgangsventiles
zwei Druckaufbaufolgen und zwei Druckabbaufolgen für den Bremsbetätigungsmechanismus vorsehen kann, um eine
weiche oder glatte Druckänderungskurve entsprechend einer Fläche mit hohem Reibungskoeffizienten, und eine ähnliche
Kurve, entsprechend einer. Fläche mit niedrigem Reibungskoeffizienten,
jedoch mit einer steilen oder scharfen Druckabbaufolge
vorzusehen.
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|---|---|---|---|
| US5494170A | 1970-07-15 | 1970-07-15 |
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ID=21994519
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| JP (1) | JPS5319750B1 (de) |
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| FR2098406B1 (de) | 1975-02-21 |
| JPS5319750B1 (de) | 1978-06-22 |
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