DE2130601C3 - Gasdruckregler - Google Patents
GasdruckreglerInfo
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- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D16/00—Control of fluid pressure
- G05D16/04—Control of fluid pressure without auxiliary power
- G05D16/10—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a piston or plunger
- G05D16/103—Control of fluid pressure without auxiliary power the sensing element being a piston or plunger the sensing element placed between the inlet and outlet
- G05D16/106—Sleeve-like sensing elements; Sensing elements surrounded by the flow path
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Description
40
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Gasdruckregler zum Einbau zwischen der Hochdruck-
und Niederdruckstrecke einer Gasleitung mit einem Gehäuse, einem im Gehäuse befindlichen dornförmigen
Ventilsitz, der an einem Ende Drosselöffnungen für den Gasdurchtritt besitzt und am anderen Ende einen bewegbaren
Steuerschieber aufweist. Ein solcher Gasdruckregler ist aus dem UdSSR-Erfinderschein 183 550
bekannt.
Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet von solchen Gasdruckreglern ist das Drosseln von feuchten Gasen,
wobei der Regler unmittelbar in die Hauptgasleitung eingebaut wird. Dabei können Ausscheidungen von
Kristallhydraten auftreten, was zu Schwierigkeiten, insbesondere wegen der Erschwerung der Bewegung des
Steuerschiebers führt.
Bei iem bekannten Gasdruckregler wird versucht,
dadurch Abhilfe zu schaffen, daß an der Verbindungsstelle zwischen Regleraustrittsstutzen und der Gasleitung
eine thermische Isolierung vorgesehen wird, die den Ventilsitz vom Rohr trennt. In der Praxis zeigt es
sich jedoch, daß allein eine thermische Isolierung nicht ausreicht, um die notwendigen Temperaturverhältnisse
zu gewährleisten. Die Kristallhydratausscheidungen können nicht völlig verhindert werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Gasdruckregler anzugeben, bei dem Kristallhydratausscheidungen
zuverlässig verhindert werden. Dabei wird Gebrauch gemacht von einer Beheizung, wie sie aus
der DTPS 334970 allgemein zur Entfernung von Naphthalin aus Gasleitungen an sich bekannt ist
Ausgehend von einem Gasdruckregler der eingangs beschriebenen Art wird zur Lösung der gestellten Aufgabe
erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß zum Verhindern von Kristallhydratausscheidungen aus dem strömenden
Gas der Ventilsitz hohl ausgeführt ist und daß dieser Hohlraum mit einer Heizmittelquelle verbunden
Es ist dabei besonders zweckmäßig, als Heizmittelquelle ein Wirbelrohr zu verwenden, welches an die
Hochdruckstrecke der Gasleitung angeschlossen wird und dessen Heißgasaustritt mit dem Hohlraum des
Reglers verbunden wird, während sein Kaltgasaustritt
in die Niederdruckstrecke mündet
Durch die vorgeschlagene Verwendung eines Wirbelrohres ergibt sich die Möglichkeit der Reglerheizung
mit geringstem apparativen Aufwand und ohne jede zusätzliche Energiequelle. Die Druckenergie des
aus der Hochdruckstrecke abgezapften und dem Wirbelrohr zugeführten Teilstroms des Gases wird in Wärmeenergie
umgewandelt die das aus dem Wirbelrohr austretende Heizgas enthält welches zum Heizen des
Reglers dient
Bei Verwendung eines Wirbelrohres als Heizmittelquelle
ist es weiterhin zweckmäßig, daß im Hohlraum des Ventilsitzes des Reglers ein Einsatz untergebracht
ist und das Heißgas in den Raum zwischen Ventilsitz und Einsatz zuströmt, während es durch einen im Einsatz
vorgesehenen Kanal, welcher direkt in die Niederdruckstrecke mündet ausströmt
Auf diese Weise werden Strömungsverhältnisse erreicht, die den gesamten kondensationsgefährdeten Bereich
zuverlässig heizen und vor Kristallhydratausscheidungen schützen. Es ist hierfür weiterhin noch
zweckmäßig, daß der Abströmkanal des Heißgases und der gedrosselte Hauptgasstrom auf gleicher Höhe
in die Niederdruckstrecke mündet wobei der gedrosselte Hauptstrom durch einen zwischen Ausströmkanal
und Wand des Einsatzes gebildeten Ringkanal ausströmt.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines Ausführungsbeispiels,
welches in den Zeichnungen dargestellt ist weiter erläutert. Es zeigt
F i g. 1 den erfindungsgemäßen Gasdruckregler im
Längsschnitt
F i g. 2 den Schnitt H-II der F i g. 1,
F i g. 3 das Schaltschema des Gasdruckreglers an der Gasleitung und an der Heizmittelquelle.
Der Gasdruckregler 1 (Fig. 1) wird zwischen der Hochdruckstrecke 2 und der Niederdruckstrecke 3 der
Gasleitung eingebaut und enthält zunächst ein Gehäuse
4 (F i g. 1, 2), in dem sich ein dornförmiger hohler Ventilsitz 5 befindet. Der Ventilsitz ist an der Stirnwand des
Gehäuses an der Seite der Niederdruckstrecke 3 befestigt und besitzt an seinem einen Ende Drosselfenster 6
für Gasdurchtritt. An dem anderen Ende des Ventilsitzes sitzt ein Schieber 7. Zwischen dem Schieber und
dem Ventilsitz besteht eine nachgiebige Verbindung durch eine RückstellTeder 8, die sich im Raum 9 zwischen
dem Boden des Schiebers 7 und Ventilsitz 5 befindet. Die nachgiebige Verbindung des Schiebers mit
dem Ventilsitz kann auch durch ein Gaspolster im Raum 9 erreicht werden.
Kunststoff-Ringe 10 dichten den Schieber 7 gegen
den Ventilsitz 5 ab.
Für diesen Zweck eignen sich auch andere Dich-
tungsstoffe mit geringem Reibungsfaktor.
Der Schieber 7 deckt die Drosselfester ab. Seine Verstellung erfolgt durch Druckänderung im Raum 9. Hierzu
ist der Raum 9 durch den Kanal 12 im Ventilsitz 5 mit dem Steuerorgan 11 verbunden. Als Hilfsenergie
dient das Hochdruckgas, welches aus der Gasleitung abgenommen und durch das Rohr 13 dem Steuerorgan
zugeleitet wird. Die Kanäle 14 und 15 verbinden das Steuerorgan 11 mit der Niederdruckstrecke 3 der Gasleitung.
Der Kanal 14 dient zur Druckübefwachung in der Niederdruckstrecke 3. Steigt der Druck über den
vorgegebenen Wert, so deckt das Steuerorgan 11 den
Kanal 12 ab und unterbricht den Hochdruckgaszutritt zum Raum 9. Dabei wird der Schieber durch die in den
Regler 1 ankommende Hochdruckströmung v;rschcben und deckt die Drosselfenster 6 ab. Das überflüssige
Hochdruckgas wird bei Abdeckung des Kanals 12 vom Steuerorgan 11 durch den Kanal 15 abgeleitet
Der Drosselschieber kann auch innerhalb des Ventilsitzes angeordnet werden.
Im Hohlraum des Ventilsitzes 5 ist ein Einsatz 16 vorhanden. Er hat eine solche Gestaltung, daß zwischen
ihm und der Innenwandung des Ventilsitzes 5 eine vom gedrosselten Gas getrennte Kammer 17 vorhanden
bleibt. Durch diese Kammer wird ein Heizmittel zur Ventilsitzvorwärmung geleitet. Konstruktiv
stellt der Einsatz 16 einen koaxial im Ventilsitzhohlraum angeordneten Zylinder mit Angüssen 18 an den
Fenstern dar. Diese Angüsse trennen die Kammer 17 von dem durch die Fenster 6 strömenden Fördergas.
Der Kanal 19 im Ventilsitz 5 verbindet die Kammer 17 mit einer Heißgasquelle 20 (F i g. 3) und der Kanal 21
im Ventilsitzeinsatz 16 mit der Niederdruckstrecke 3 der Gasleitung. Der Kanal 21 dient zur Ableitung des
Heizmittels.
Das durch die Fenster 6 einströmende gedrosselte Gas wird durch den Ringspalt abgeleitet, der zwischen
der Außenwandung des Kanals 21 und der Innenwandung des Einsatzes 16 gebildet wird.
Die unmittelbare Verbindung der Heizkammer 17 mit der Gasleitungstrecke 3 ist nur in den Fällen vorteilhaft,
wenn zur Ventilbeheizung ein Teil des aus der Hochdruckstrecke 2 abgezweigten Stromes benutzt
wird.
Werden andere Heizmittel verwendet, so trennt man die Heizkammer von der Niederdruckstrecke und sieht
besondere Ableitkanäle für das Heizmittel im Ventilsitz vor.
Bei der in den Zeichnungen wiedergegebenen Ausführungsvariante dient ein Wirbelrohr 20 (F i g. 3) als
Heizmittelquelle. Es ist mit dem Rohr 22 an der Hochdruckstrecke 2 der Gasleitung angeschlossen. Im Wirbelrohr
vollzieht sich die energetische Trennung eines abgezweigten Hochdruckgasstromes in zwei Teilströme
mit verschiedener Temperatur, wobei das Heißgas zur Ventilsitzbeheizung benutzt wird.
Die sich im Wirbelrobr vollziehende energetische Trennung des Gasstromes besteht darin, daß das durch
das Rohr 22 unter hohem Druck zugeleitete und in einer Düse bis zur kritischen Geschwindigkeit beschleunigte
Gas zunächst in das Wirbelrohr tangential einströmt und sich infolge auftretender Drallbewegung
in zwei Teilströme trennt, wobei sich die heiUere
Außenströmung in der Pfeilrichtung A und die kältere Innenströmung in der Pfeilrichtung B bewegt Das bei
diesem Vorgang anfallende Heißgas wird als Heizmitte]
durch das Rohr 23 und den Kanal 19 der Heizkammer 17 zugeleitet
Der Heizgasdruck kann beträchtlich höher als der Druck an der Niederdruckstrecke 3 der Gasleitung gewählt
sein. In diesem Falle entfällt der Kanal 21 zwischen der Heizkammer 17 und der Niederdruckstrecke
3, da die beiden Gase unmittelbar an den Drosselfenstern 6 gemischt werden.
Das am anderen Wirbelrohraustritt 20 abgenommene Kaltgas wird durch das Rohr 24 direkt in die Niederdruckstrecke
3 abgeführt.
Eine weitere Temperaturerhöhung des Heißgases kann durch einen Ejektor (in der Zeichnung nicht angedeutet)
erreicht werden, den man in das Rohr 24 vor dem Anschluß an der Strecke 3 einbaut.
Der beschriebene Gasdruckregler hat folgende Wirkungsweise: Das aus dem Wirbelrohr austretende
Heißgas hat eine Temperatur von 30 bis 8O0C und gibt seine Wärme an die Wände des Ventilsitzes 5 und des
Einsatzes 16 ab. Bei Durchströmung der Drosselfenster steigt die Gasgeschwindigkeit, sinken der Gasdruck
und die Gastemperatur. Infolge der Temperaturabsenkung scheiden die Kristallhydrate an der Außenfläche
des Ventilsitzes 5 und des Schiebers 7 aus. Da aber der Ventilsitz 5 durch das vom Wirbelrohr 20 ankommende
Heißgas beheizt wird, ist die Haftkraft zwischen den anfallenden Kristallen und den Reglerteilen 5 und 7
verhältnismäßig gering, und die anfallenden Kristalle werden von der Strömung mitgerissen.
Die Ventilsitzbeheizung im Bereich der Drosselfenster verhindert also die Verklemmung des Schiebers 7
bei Bewegung auf dem Ventilsitz im laufenden Betrieb.
Ein erfindungsgemäß ausgebildeter Regler hat sich seit einem Jahr als Druckregler in der Gasleitung einer
Gasregelstation als zuverlässig bewährt. Während dieser Betriebszeit wurde keine Kristallhydratablagerung
am Ventilsitz und am Schieber festgestellt. Die Heißgastemperatur betrug während des Betriebs etwa
5O0C und die Temperatur, bei der die Kristallhydratausscheidung
beginnt, schwankte zwischen —2 und -0,5° C bei einem Druck von etwa 40 kp/cm2.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Gasdruckregler zum Einbau zwischen der Hochdruck- und Niederdruckstrecke einer Gasleitung
mit einem Gehäuse, einem im Gehäuse befindlichen dornförmigen Ventilsitz, der an einem Ende
Drosselöffnungen für den Gasdurchtritt besitzt und am anderen Ende einen bewegbaren Steuerschieber
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zum Verhindern von Kristallhydratausscheidungen
aus dem strömenden Gas der Ventilsitz (5) hohl ausgeführt ist und daß dieser Hohlraum (17) mit einer
Heizmittelquelle (20) verbunden ist
2. Gasdruckregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizmittelquelle ein an der Hochdruckstrecke (2) der Gasleitung angeschlossenes
Wirbelrohr (20) ist wobei der Austrittskanal (23) des Wirbelrohrs für Heißgas mit dem Hohlraum
(17) des Reglers (I) verbunden und der Austrittskanal
(24) für Kaltgas an der Niederdruckstrekke (3) der Gasleitung angeschlossen ist
3. Gasdruckregler nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet daß im Hohlraum (17) ein
Einsatz (16) untergebracht ist und das Heißgas in den Raum zwischen Ventilsitz (5) und Einsatz (16)
zuströmt und durch einen im Einsatz (16) vorgesehenen Kanal (21), welcher direkt in die Niederdruckstrecke
(3) mündet ausströmt.
4. Gasdruckregler nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß der Ausströmkanal (21)
des Heißgases und der gedrosselte Hauptgasstrom auf gleicher Höhe in die Niederdruckstrecke (3)
münden, wobei der gedrosselte Hauptstrom durch einen zwischen Ausströmkanal (21) und Wand des
Einsatzes (16) gebildeten Ringkanal ausströmt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712130601 DE2130601C3 (de) | 1971-06-21 | 1971-06-21 | Gasdruckregler |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19712130601 DE2130601C3 (de) | 1971-06-21 | 1971-06-21 | Gasdruckregler |
Publications (3)
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|---|---|
| DE2130601A1 DE2130601A1 (de) | 1973-01-11 |
| DE2130601B2 DE2130601B2 (de) | 1975-02-27 |
| DE2130601C3 true DE2130601C3 (de) | 1975-10-02 |
Family
ID=5811286
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712130601 Expired DE2130601C3 (de) | 1971-06-21 | 1971-06-21 | Gasdruckregler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2130601C3 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10151321B4 (de) * | 2001-10-17 | 2006-04-13 | Mischner, Jens, Prof. Dr.-Ing. | Gasdruckregeler |
| DE10238541B4 (de) * | 2001-10-17 | 2007-10-25 | Mischner, Jens, Prof. Dr.-Ing. | Gasdruckregler |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9790972B2 (en) | 2013-06-25 | 2017-10-17 | Emerson Process Management Regulator Technologies, Inc. | Heated fluid regulators |
| EP2996010A1 (de) * | 2014-09-10 | 2016-03-16 | RWE Gas Net, s.r.o. | Verfahren und Vorrichtung zum Regeln und Reduzieren eines Gasdrucks |
| US10094597B2 (en) | 2014-09-24 | 2018-10-09 | Fisher Controls International Llc | Field instrument temperature apparatus and related methods |
-
1971
- 1971-06-21 DE DE19712130601 patent/DE2130601C3/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10151321B4 (de) * | 2001-10-17 | 2006-04-13 | Mischner, Jens, Prof. Dr.-Ing. | Gasdruckregeler |
| DE10238541B4 (de) * | 2001-10-17 | 2007-10-25 | Mischner, Jens, Prof. Dr.-Ing. | Gasdruckregler |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2130601A1 (de) | 1973-01-11 |
| DE2130601B2 (de) | 1975-02-27 |
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