DE2128870A1 - Abdeckung fuer kanaele, rinnen, schaechte od. dgl - Google Patents
Abdeckung fuer kanaele, rinnen, schaechte od. dglInfo
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Description
VOLKER BUSSE DIETRICH BUSSE
45OSNABRDCK, den
Abdeckung für Kanäle, Rinnen, Schächte od. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Abdeckung für Kanäle, Rinnen, Kabel- bzw. Rohrschächte u. dgl. Für derartige Abdeckungen
besteht die generelle Forderung, daß sie eine geschlossene und ebene Oberfläche bei relativ hoher Tragfähigkeit ausbilden
sollen.
Die Abdeckung von Kanälen, Rinnen, Rohr- oder Kabelschächten od. dgl. erfolgt bisher in verschiedener Weise:
a) Man verwendet wegen der erforderlichen Tragfähigkeit dicke Eisenbleche oder Eisentafeln. Hierbei können jedoch
durch Spannungen oder ungünstige Belastungen Verformungen auftreten, die eine nicht ebene Oberfläche
hinterlassen. Dadurch ragen Ecken oder Ränder der Tafeln stellenweise aus der angrenzenden Bodenfläche heraus.
Bei einseitiger Belastung einer unebenen Abdeckung erhöht sich der Höhenunterschied zwischen Abdeckung und
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der angrenzenden Bodenfläche noch zusätzlich. Diese sog. "Stolperkanten11 bilden eine ständige Unfallquelle. Diese Art
der Abdeckung hat überdies ein relativ hohes Eigengewicht und ist beim Auf- und Zudecken von Schächten od. dgl. schwer und
umständlich zu handhaben.
b) Vielfach erfolgt die Abdeckung auch mit einzelnen Holzbrettern
oder Holzbohlen. Durch Feuchtigkeitsunterschiede kann sich jedoch das Holz dehnen bzw. zusammenziehen. Es entstehen dabei
unerwünschte, breite Spalte zwischen den Brettern, was ein Eindringen eines Fußes oder Rades von Fahrzeugen zur Folge
haberfkann, überdies haben Holzbretter oder Holzbohlen nur eine
relativ kurzlebige Tragfähigkeit, die zumeist erst beim Einbrechen einer Last (also nach einem geringeren oder schwereren
Unfall) festgestellt und behoben wird.
c) Zur Abdeckung werden, wenn auch seltener, ferner auch Stein bzw· Betonplatten verwendet. Hierbei muß die erforderliche
Tragfähigkeit mit viel Materialmasse erreicht werden; überdies
sind solche Stein- bzw. Betonplatten unhandlich und schlagempfindlich und außerdem wirtschaftlich aufwendig.
Bekannte Gitterroste oder Rollroste finden zur Abdeckung von Kanälen, Rinnen, Schächten od. dgl. grundsätzlich keine Anwendung,
da sie die eingangs genannte generell bestehende Forderung nach einer geschlossenen und ebenen Oberfläche nicht erfüllen und eine
große Licht- bzw. Wasser- und Luftdurchlässigkeit haben und
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gerade deshalb nur für solche Anwendungsfälle geeignet und bestimmt
sind, wo eine Abdeckung mit großer Durchlässigkeit gefordert wird.
Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, eine Abdeckung für Kanäle, Rinnen, Schächte od. dgl. zu schaffen, die bei
j Ausbildung einer ebenen und geschlossenen Oberfläche von genüj gender Tragkraft einfach herzustellen und leicht zu handhaben
ist und die ferner unfallsicher und dauerhaft im Gebrauch ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung eine Abdeckung vor, die aus einzelnen, in verlegtem Zustand eine ebene und geschlossene
Oberfläche bildenden Lamellen besteht, die miteinander flexibel verbunden sind. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die einzelnen Lamellen mittels Drahtseilen od. dgl.
in ihrer Lage zueinander flexibel fixiert und bilden auf- bzw. abrollbare Einheiten mit endlicher Länge. Dabei erstrecken sich
die Lamellen quer zur Verlegungsrichtung und die Drahtseile od. dgl. verlaufen in Verlegungsrichtung.
Die Erfindung sieht weiter vor, daß sich die Lamellen im verlegten
Zustand tragend aneinander abstützen. Dabei können die Lamellen aus ein umgekehrtes L formenden Profilstäben bestehen,
bei denen in verlegtem Zustand das vordere Ende jedes horizontalen L-Steges am Rücken der benachbarten Lamelle an- oder aufliegt.
Stattdessen können die Lamellen auch aus jeweils ein nach unten offenes oder geschlossenes Hohlprofil bildenden
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Profilstäben bestehen, die in der Ebene ihrer Oberfläche einen sich horizontal erstreckenden Ansatz oder Steg aufweisen, der
sich auf oder am Rücken der benachbarten Lamelle abstützt.
Schließlich ist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen
, daß die Lamellen an ihren vertikalen Stegteilen mit nach unten offenen Schlitzen versehen sind, in die ein geflochtenes
Drahtseil od. dgl. Verbindungsmittel, das gegebenenfalls kunststoffummantelt ist, eingepreßt ist.
Während die bisher bekannten und zur Anwendung gekommenen Kanäle, Rinnen, Schächte od. dgl. mehr oder minder eine Art Notlösung
darstellten, wird mit der Erfindung eine Abdeckung geschaffen, die allen zu stellenden Forderungen in nahezu idealer Weise
entspricht. Die erfindungsgemäße Abdeckung bietet eine plattenähnliche
Abdeckung mit geschlossener, ebener Oberfläche, welche durch die horizontalen Flächen der Lamellen erreicht wird. Diese
Oberfläche kann nach Be.darf ohne wesentlichen Aufwand durch Buckelbildung o. ä. rutschsicher gemacht werden; es können öffnungen
in genau gewünschter Position und Größe mühelos eingearbeitet werden. Da d-ie Lamellen flexibel zueinander fixiert sind,
können zwischen Ihnen keine Zwischenräume entstehen. Sollte ■ sich durch abnormale Belastung eine Lamelle verformen, so halten
die angrenzenden Lamellen die ursprüngliche Lage und Form. Eine verformte Lamelle kann durch Hammerschläge schnell und leicht
gerichtet werden. Bei Zerstörung einzelner Lamellen können diese notfalls an Ort und Stelle ausgewechselt werden, ohne die Gesamtheit der Abdeckungseinheit demontieren zu müssen. Bei nicht
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_ 5 —
ebenen Einrahmungen passen sich die Lamellen der nicht ebenen Oberfläche, bzw. deren Aufnahmewinkel jeweils entsprechend an,
weil die erfindungsgemäße Konstruktion flexibel ist, wodurch die Abdeckung zur angrenzenden Bodenfläche keine unterschiedlichen
Höhen (sog. "Stolperkanten") aufkommen läßt.
Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ermöglicht die erfindungsgemäße
Abdeckung bei gleicher Belastbarkeit und gleichem Materialeinsatz gegenüber starren Abdeckplatten selbst im ungünstigsten
Fall eine Material- bzw. Gewichtsersparnis von etwa 5O#. Dies
liegt darin begründet, daß die senkrechten Stege der.Lamellen die statisch günstigeren Trag- bzw. Belastungswerte geben, wahrem
die waagerechten Schenkel die Belastung über eine relativ kurze Spannweite auf die angrenzenden senkrechten Lamellenschenkel
übertragen. - Die erfindungsgemäße Abdeckung erlaubt auch eine
wirtschaftliche Fertigung, weil selbst bei unterschiedlichen Breiten und Belastungswerten das System stets erhalten bleibt
und somit eine wenig aufwendige Serienfertigung zuläßt.
Die erfindungsgemäße Abdeckung ist schließlich beim Auf- bzw. Zudecken eines Schachtes od. dgl. leicht zu handhaben, weil ihr
Gewicht auf eine rollende Bewegung gemindert wird.
Mehrere Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind nachstehend anhand einer Zeichnung näher erläutert; in der
Zeichnung zeigen:
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Fig. 1
Pig. 2
Pig. 3
Pig. 3
Fig. 4
eine perspektivische Ansicht eines Teilstücks einer erfindungsgemäßen Abdeckung;
eine Einzelheit zu Pig. I;
eine weitere Einzelheit bei einer etwas abgewandelten Ausführung; und
eine noch weiter abgewandelte Ausführung.
Wie zunächst aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, besteht die Abdeckung aus einzelnen, im verlegten Zustand eine ebene und geschlossene
Oberfläche bildenden Lamellen 1. Die einzelnen Lamellen 1 bestehen aus ein umgekehrtes L formenden Profilstäben bzw. Winkelstäben,
die einen horizontalen Schenkel bzw. Steg 2 und einen· vertikalen Schenkel bzw. Steg 3 aufweisen. Die Lamellen 1 sind
mittels Drahtseilen 4 od. dgl. in ihrer Lage zueinander flexibel fixiert und bilden auf- bzw. abrollbare Einheiten von endlicher
Länge. Zur Verbindung der Lamellen 1 mit den Drahtseilen 4 sind die vertikalen Stege 3 der Lamellen zweckmäßig mit nach unten
offenen Schlitzen 5 veraäien, in die das geflochtene Drahtseil 1J
od. dgl. Verbindungsmittel, das gegebenenfalls kunststoff ummantelt
ist, eingepreßt if':. Auf diese V/eise sind die Lamellen
in ihrer Lage zueinander flexibel fixiert und bilden eine auf- bzw. abrollbare Einheit mit endlicher Länge. Natürlich könnte
die Verbindung der Lamellen 1 mit den Drahtseilen 4 od. dgl. flexiblen Verbindungsmitteln auch in anderer geeigneter Art
erfolgen; jedoch ermöglicht die erwähnte Befestigung das Auswechseln einzelner Lamellen ohne Störung des Verbandes.
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Die Lamellen 1 erstrecken sich quer zur Verlegungsrichtung, währerjd
die Drahtseile 4 od. dgl. in Verlegungsrichtung verlaufen. Das Auf- bzw. Zudecken eines Schachtes od. dgl. kann somit durch
einfaches Auf- bzw. Abrollen der Abdeckung in der Verlegungsrichtung erfolgen. In der verlegten Stellung liegen die Lamellen 1
mit ihren vertikalen Stegen 3 auf in der Kanalseitenwand im oberen Bereich vorgesehenen und in Fig. 1 strichliniert angedeuteten
Absätzen 6 auf, so daß.die horizontalen Stege 2 der Lamellen die in der Ebene des Bodens 7 liegende Oberfläche der
Abdeckung bilden.
Während sich beim Aufrollen der Lamellen 1 deren horizontale Stege übereinanderschieben, wie aus der Darstellung in Fig. 1
rechts ersichtlich, stützen sie sich in verlegtem Zustand tragend aneinander ab, so daß sie hohe Belastungen aufnehmen können.
Die tragende Abstützung der Lamellen 1 im verlegten Zustand aneinander wird dadurch erreicht, daß der horizontale Steg 2
jeder Lamelle am Rücken der benachbarten Lamelle an- oder auf- . liegt. Hierzu können, wie aus Fig. 2 ersichtlich, an dem den
Rücken jeder Lamelle 1 bildenden vertikalen Steg 3 Auflageansätze 8 vorgesehen sein, z. B. in Form von Ausdrückungen. Die Auflageansätze
8 befinden sich dabei in einem etwa der Dicke des horizontalen Steges 2 entsprechenden Abstand unterhalb der von
diesem gebildeten Oberfläche der Abdeckung, so daß in Verbindung mit der entsprechenden Abstandsbemessung der einzelnen Lamellen
voneinander die horizontalen Stege 2 jeder Lamelle unmittelbar aneinanderliegen und eine geschlossene, ebene und' tragende
Oberfläche bilden.
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j Die tragende Abstützung der Lamellen aneinander kann auch dadurch
erreicht werden, daß, wie in Fig. 3 dargestellt, der horizontale Steg 2 jeder Lamelle im Rückenbereich einen Auflageabsatz 9 von
etwa der Dicke des horizontalen Steges ausbildet, auf dem dann das vordere Ende des horizontalen Steges 2 der benachbarten
Lamelle in voller Länge aufliegt.
Wie schließlich aus Fig. 4 ersichtlich, können die einzelnen
Lamellen 1 auch aus nach unten offenen (oder auch geschlossenen) Hohlprofilen bestehen, die in der Ebene ihrer die Oberfläche
bildenden horizontalen Querstege 2 mit einem sich horizontal erstreckenden Ansatz oder Steg 10 versehen sind, der sich auf
oder am Rücken der benachbarten Lamelle abstützt. Dies kann dabei wiederum in der in Fig. 2 oder 3 gezeigten Weise geschehen, d. h.
mittels Auflageansätzen 8 oder - wie in Fig. 4 dargestellt - ■
mittels der im Rückenbereich ausgebildeten Auflageabsätze 9.
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Claims (9)
1. Abdeckung für Kanäle, Rinnen, Schächte od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einzelnen, im verlegten Zustand
eine ebene und geschlossene Oberfläche bildenden Lamellen (1) besteht, die miteinander flexibel verbunden sind.
2. Abdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die einzelnen Lamellen (1) mittels Drahtseilen (4) od. dgl. in ihrer Lage zueinander flexibel fixiert sind und auf- bzw.
abrollbare Einheiten mit endlicher Länge bilden.
3. Abdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lamellen (1) sich quer zur Verlegungsrichtung erstrecken und die Drahtseile (4) od. dgl, in Verlegungsrichtung verlaufen.
H. Abdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Lamellen (1) sich im verlegten Zustand tragend aneinander abstützen.
5. Abdeckung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lamellen (1) aus ein umgekehrtes L bzw. entsprechendes Winkelprofil formenden Profilstäben bestehen, bei denen im
verlegten Zustand das vordere Ende jedes horizontalen Steges (2) am Rücken der benachbarten Lamelle an- oder aufliegt.
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6. Abdeckung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der den Rücken einer Lamelle bildende vertikale Steg (3) in einem etwa der Dicke des horizontalen Steges (2) entsprechenden
Abstand von der vom horizontalen Steg (2) gebildeten Oberfläche mit Auflageansätzen (8) versehen ist.
7. Abdeckung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der die Oberfläche bildende horizontale Steg (2) im Rückenbereich einen Auflageabsatz (9) von etwa der Dicke des horizontalen
Steges (2) ausbildet.
8. Abdeckung nach Anspruch k, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lamellen (1) aus jeweils ein nach unten offenes oder geschlossenes Hohlprofil bildenden Profilstäben bestehen, die
in der Ebene ihrer Oberfläche einen sich horizontal erstreckenden Ansatz oder Steg (10) aufweisen, der sich auf oder am Rücken
der benachbarten Lamelle abstützt.
9. Abdeckung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (1) an ihren vertikalen
Stegen (3) mit nach unten offenen Schlitzen (5) versäien sind,
in die ein geflochtenes Drahtseil (2O od. dgl. flexibles Verbindungsmittel,
das gegebenenfalls kunststoffummantelt ist,
eingepreßt ist.
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