DE2128688C - Sendeanordnung mit zwei Signalquellen - Google Patents
Sendeanordnung mit zwei SignalquellenInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Sendeanordnung mit zwei Signalquellen, einer rotierenden Antenne mit
zwei Strahlungselemente^ denen die von den Signalquellen gelieferten Signale mit einer Phasenverschiebung
von 90° gegeneinander zugeführt werden, und einer zwischen die Signalquellen und die Antenne geschalteten
Drehkopplung.
Die Drehkopplung einer solchen Sendeanordnung wird normalerweise eine Einfach-Drehkopplung, an
deren Eingang die Signalquellen mittels einer Multiplexeinrichtung
und an deren Ausgang die Antenne angeschlossen ist. Die Multiplexeinrichtung wird benöligt,
um die Signale verschiedener Frequenz im wesentlichen rückwirkungsfrei auf eine gemeinsame
Leitung zu geben, die dann an die Einfach-Drehkopplung angeschlossen ist. Der Ausgang der Drehkopplung
ist dann unter Verwendung entsprechender Verzweigungen derart mit den beiden Strahlungselementen
der Antenne verbunden, daß die Signale der beiden Strahlungselemente mit der gewünschten Phasenverschiebung
von 90° gegeneinander zugeführt werden. Der Nachteil einer solchen Anordnung besteht
darin, daß eine Multiplexeinrichtung mit einem komplizierten Aufbau und außerdem am Ausgang der
Drehkopplung eine breitbandige Verzweigung benötigt
wird, um die Energie auf die beiden Strahlungs- kanäle in der Weise auf die beiden Multiplexer verceilt
elemente mit der gewünschten Phasenverschiebung zu werden, daß sie jeweils den doppelten rrequenz-,,rteilen.
abstand haben, so daß die Selektionsmittel jedes Fs ist zwar aus der USA.-Patentschrift 2 713 151 Multiplexers wesentlich weniger scharf und damit sehr
cme Doppeldrehkopplung bekannt, die eine Ent- 5 viel einfacher ausgebildet sein können als bei der Verdopplung
zweier Signalqucllen auch ohne Multiplexer Wendung nur eines Multiplexers für alle Kanäle. Msgewährleistet,
jedoch sine1 -lche Doppeldrehkopplun- gesamt ergibt sich durch die Erfindung eine vereineen
beim Aufbau einer S .^anordnung der eingangs fachung des Aufbaues und infolgedessen auch eine
beschriebenen Art nicht ohne weiteres anwendbar. Reduzierung von Größe und Gewicht der erfindungs-Itei
dei bekannten Doppeldrehkopplung ist nämlich io gemäßen Sendeanordnung, was für die bevorzugte
eine feste Zuordnung von je einem Eingang mit je Anwendung solcher Sendeanordnungen in Satelliten
einem Ausgang vorhanden, so daß also dann, wenn die eine außerordentlich hohe Bedeutung hat.
den beiden Eingängen der Doppeldrehkopplung züge- Die Erfindung wird im folgenden an Hand der in
führten Signale den beiden Strahlungselementen der der Zeichnung dargestellten Ausfunrungsbeispieit
Antenne mit einer Phasenverschiebung von 90° 15 näher beschrieben und erläutert. Es zeigt
gegeneinander zugeführt werden sollen, beide Aus- F i g. 1 eine perspektivische Seitenansicht einer
gänge der Doppeldrehkopplung mit beiden Strah- ersten Ausführungsform einer fur eine Sendeanorcllungselementen
verbunden werden müßten, wozu höchst nung nach der Erfindung geeigneten Doppeldrenkomplizierte
Netzwerke zur Verzweigung und Wieder- kopplung,
/usammenführung der verschiedenen Leitungen benö- ao F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-1 üurcn
tiet würden. Die Anwendung einer Dopptidrehkopp- die Doppeldrehkopplung nach Fig. 1,
lung scheint daher nicht dazu geeignet zu sein, den F i g. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 durcii
komplizierten Aufbau einer Sendeanordnung der ein- die Doppeldrehkopplung nach F 1 g. *,
oangs beschriebenen Art zu vereinfachen. F i g. 4 eine schematische Darstellung der Doppel-
° Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine 15 drehkopplung nach Fig. 1,
Sendeanordnung der eingangs beschriebenen Art so F i g. 5 eine schematische Darstellung ähnlich
auszubilden- daß sie sow. hl hinsichtlich des An- F i g. 4 einer zweiten fur d.e ernndungsgemaue
Schlusses der Sender an die Drehkopplung als auch Sendeanordnung geeigneten Doppeldrehkopplung,
"hinsichtlich der Verbindung zwischen Diehkoppluag ' F i g. 6 eine schematische Darstellung einer druten
uH \ntenne vereinfacht wird. 3« Ausführungsform einer für die Sendeanordnung nach
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch der Erfindung geeigneten Doppeldrehkopplung
gelobt daß eine Doppeldreh'iopplung mit zwei axial F i g. 7 eine schematische Seitenansicht eines Nacn-
hinlereinander angeordneten, gegeneinander verdreh- richtensatelliten mit einer Sendeanordnung nach der
baren Hohlleiterabschnitten mit kreisförmigem Quer- Erfindung zur Erläuterung von deren Arbeitsweise
schnitt Verwendung findet, mit deren erstem Hohl- 35 F i g. 8 ein Diagramm, das zur Erläuterung der
leiterabsch-itt eine zwei Eingänge aufweisende erste Erfindung die Verteilung von Nachnchtenkanalen
Finrichtung, die auf linear polarisierte Eingangssignale auf die Frequenz wiedergibt
anspricht und in dem ersten Hohlleiterabschnitt zwei F i g. 9a, 9b. 9c und 9d Strahlungsdiagramm^
entgegengesetzt umlaufende, zirkulär polarisierte Si- der Antenne des Nachrichtensatelliten nach F 1 g. 7
enale erzeugt und mit deren zweitem Hohlleiter- 40 und
aoschnkt el^e zwei Ausgänge aufweisende zweite Ein- F i g. 10 das Blockschaltbild e.ner Zwe.kanal-
richtung gekoppelt ist, die auf die zirkulär polarisierten Sendeanordnung nach der Erfindung.
Signale anspricht und zwei um im wesentlichen 90" Die für die ernndungsgemaße Sendeanordnung ge
gegeneinander phasenverschobene, linear polarisierte eigneten Doppeldrehkopplungen sind η der Z*ch™"|
Ausgansssignale erzeugt, von denen jedes von den 45 alle mit der Bezugsziffer 28 bezeichnet und zwar die
Ä zirkulär polarisieren Signale abgeleitete Korn- in den F ig. 1 bis 4 ^teilte Aurf^n^mmJ
ponenten enthält und daß die Signalquellen an je einen 28a und die .1, den F. g. 5 und 6 d«gMtelltM wei
der Eingänge der Drehkopplung angeschlossen und die ten bzw. dritten Ausfuhrungsform%mi\^7e£e C n
Ausgänge der Drehkopplung jeweils mit einem der '«de der Doppeldrehkopplungen 28 umfaßt einen
Ängselemente der'Antenne verbunden sind. 50 Eingangs-Hohlleiterabschmtt 50 ™ ^JJ
Bei der erfindungsgemäßen Sendeanordnung findet Querschnitt und einen Ausgangs .Hohlleiterabschnitt
also eine Drehkopplung Verwendung, die zwar ähnlich 52 mit ebenfalls kreisförmigem Querschnitt, die beide
wL die voibekann^ D?ehkopplung eine Trennung der durch eine drehbare HF-D.chtung 65 miteinander ver-
an beiden Eingängen zuführten Signale bewirkt, bunden s.nd. N^hrichtensateliiten
jedoch jedes der beiden Signale mit einer Phasen- 55 F 1 g. 7 zeigt einen Teil eines Nachn™en^£.n
verschiebung von 90° gegeneinander auf ihre beiden 51, in den eine Sendeanordnung mit einer^ Doppe1-
Ausgänge verteilt. Damit ist es möglich, die Ausgänge drehkopplung 28 nach der Erfindung.angebaut ist
der 8Drfhkopplung ohne Anwendung komplizierter Die_ Erfindung mag ^ ^**^^^™
Verzweigungsnetzwerke mit den Strahlungselementen zunächst das in Fi g. 7 dargesteUtepSj^nkurz er
der Antenne zu verbinden und trotzdem an die beiden 6= läutert wird Der Satellit 51 hat eine Antenne 20 mit
•Eingänge zwei verschiedene Signalquellen rückwir- einem Parabolreflektor 22 der von zwei Einspeise-
kunlsfrei anzuschließen. Außerdem kann bei der erfin- hörnern 24 und 26 ausgeleuchtet wird. Wie nach-
dungsgemäßen Sendeanordnung auf einen Multi- stehend noch kurz erläutert werden wird ist ur
plexer zum Anschli·* der beiden Signalquellen ver- manche Anwendungen von Nachrichtensatelliten eine
ziehtet werden. Es ist allerdings auch möglich, daß jede 65 Strahlungskeule erwünscht, die in einer Achse einen
der Signalquellen von einem Multiplexer gebildet großen Bereich mit Signalen annähernd gleicher Le1-
wird, an den mehrere Sender angeschlossen sind. In stung bedeckt. Solch eine Strahlungskeule kann da-
diesem Fall können jedoch die vorhandenen Frequenz- durch gebildet werden, daß die beiden Einspeisehorner
mit Signalen erregt werden, die gegeneinander um 90° Anzahl Sender benötigt wird, kann bei Vorliegen vcn
phasenverschoben sind. · zwei Anschlüssen an jeden Anschluß ein Satz von
Die zur Erregung der Einspeisehörner 24 und 26 Sendern angeschlossen werden, deren Frequenzabstand
dienenden Signale werden von der Doppeldrehkopp- das doppelte des normalen Kanalabstandes ist, wo-Iung28
über Hohlleiter 30 und 32 zugeführt. Die 5 durch der Aufbau des Multiplexers vereinfacht wird.
Eingänge der Doppeldrehkopplung 28 werden mit Durch die Formung der Strahlungskeule wird ein
Signalen gespeist, die von Hohlleitern 34 und 36 zu- Fernfelddiagramm erzeugt, das ein größeres Gewinngeführt
werden, die ihrerseits an Sender-Multiplexer Bandbreiten-Produkt aufweist als mit einer vergleich-38
und 40 angeschlossen sind. Die Sender-Multiplexer baren üblichen Technik der Aperturanregung erzielt
sind zusammen mit anderen Einheiten wie Empfän- io werden kann. Da bei Nachrichtensatelliten die Strahgern,
signalverarbeitenden Einheiten, Einheiten zur lungskeule einen vorgeschriebenen, großen Bereich der
Stromversorgung, Steuereinheiten und Einrichtungen Erdoberfläche bedecken muß, wenn der Nachrichtenzur
Lagerregelung, die für die Erfindung nicht bedeu- satellit seine Aufgabe erfüllen soll, ist anzustreben, daß
tend und daher nicht dargestellt sind, auf einer Trag- der kleinste Gewinn in diesem Bereich und nicht der
struktur 42 befestigt. 15 Gewinn in der Mitte der Strahlungskeule auf ein
Fig. 10 veranschaulicht Einzelheiten der Sender- Maximum gebracht wird. Wie «,päter im einzelnen
Multiplexer 38 und 40. Jeder Sender-Multiplexer erläutert werden wird, erregt die Doppeldrehkopplung
umfaßt beispielsweise sechs Sendekanäle mit einer 28 das Speisenetzwerk der Antenne 20 mit zwei Signa-Bandbreite
von 40MHz. Jeder Sendekanal enthält len, die im wesentlichen gleiche Komponenten der von
einen Zirkulator, ein Eingangsfilter, einen Leistungs- 10 den Sender-Multiplexern 38 und 40 gelieferten Signale
Verstärker und ein Ausgangsfilter. Jeder der Sende- umfaßt, und es werden diese Signale in beiden Einkanäle
ist mit einer Bezugsziffer versehen, die der speisehörnern mit einer Phasenverschiebung von etwa
Kanalnummer entspricht, und es sind die ungerad- 90° zugeführt. Die Vorteile dieser Art der Anregung
zahligen Kanäle an den Hohlleiter 34 und die gerad- der Einspe'sehörner 24 und 26 kann an Hand F i g. 9
zahligen Kanäle an den Hohlleiter 36 angeschlossen. 35 erläutert werden, welche die Bildung des gewünschten
Die Sender-Multiplexer werden von einer 90°-Hybride Strahlungsdiagrammes wiedergibt. Fig. 9 a zeigt das
44 gespeist, die ihre Energie von einem Empfänger 48 Fernfelddiagrarrm für einen Parabolreflektor, der von
über einen Frequenzumsetzer 46 erhält. Der Frequenz- einem einzigen zentrisch angeordneten Strahler ausgeumsetzer46
dient dazu, das empfangene Signal zum ieuchtei wird. Fig. 9b zeigt das gleiche Fcrnfcld-Aussenden
in den gewünschten Frequenzbereich zu 30 diagramm für einen Parabolreflektor, dessen Strahlpr
bringen. gtgenüber dem Zentrum versetzt ist, während F i g. 9c
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen das Strahlungsdiagramm wiedergibt, das bei einer
Sendeanordnung besteht darin, daß infolge der Fre- Ausleuchtung des Reflektors mit zwei Strahlern ent·
quenztrennung zwischen geradzahligen und ungerad- steht, die zu beiden Seiten des Reflektorzentrums anzahligen
Kanälen (s. F i g. 8) die Sender-Multiplexer 35 geordnet sind. Fig. 9d zeigt endlich die erzielte
38 und 40 vereinfacht werden können, weil eine Verbesserung, nämlich ein breiteres Diagramm mil
einwandfreie Isolation der Ausgangssignale dieser nahezu konstantem Gewinn, das. erzielt wird, wenn
Sender-Multiplexer in der Doppeldrehkopplung 28 zwei gegenüber der Mitte versetzte Strahler durch zwei
aufrechterhalten wird. Bei der mit Hilfe der Doppel- um 90° gegeneinander phasenverschobene Signale erdrehkopplung
erzielten Isolation können die Anforde- 40 regt werden. Diese Anordnung führt auch zu identirungen
an die Ausgangsfilter der Sender-Multiplexer sehen Strahlungsdiagrammen für die von jedem dei
hinsichtlich der Dämpfung außerhalb des Paßbandes beiden Sender-Multiplexer gelieferten Ausgangssignale
vermindert und infolgedessen Einsparungen erzielt Es sei auch darauf hingewiesen, daß bei Satelliten
werden. Beispielsweise können die Ausgangsfilter, die die eine Eigendrehung ausführen, die Antenne 2t
von Interdigitalleitungen gebildet werden können, und 45 gegenüber dem umlaufenden Teil 42 des Satelliten eine
die Hohlleiter, an die diese Filter angeschlossen sind, Drehung ausführen muß. damit die Antenne V eine
bei Systemen mit einer Doppeldrehkopplung 28 aus gleichbleibende Ausrichtung hat, so daß der ir
Aluminium anstatt aus Invar bestehen. F i g. 7 obere Teil der Doppeldrehkopplung 28 gegen
Das Merkmal des Doppelbetriebes der Kcmbina- über dem unteren Teil drehbar sein muß.
tion von Antenne 20 und Doppeldrehkopplung 28 50 Die Doppeldrehkopplung nach den F i g. 1 bis *
führt zu dem gewünschten Strahlungsdiagramm mit weist die oben behandelten Vorteile hinsichtlich mini
in einem größeren Winkelbereich gleichbleibenden maler Größe, kleinsten Gewichtes und einfachste!
Gewinn bei einer Reduktion in Größe, Gewicht und Aufbaus auf und erfüllt die oben behandelten Förde
Kompliziertheit des zur Speisung der Antenne dienen- rungen hinsichtlich einer elektrischen Isolation zwi
den Netzwerkes. Der hier gebrauchte Ausdruck 55 sehen den Multiplcxer-Ausgangskanälcn und de
»Doppelbetrieb« bezieht sich auf das Vorhandensein Lieferung von Signalen zur Antenne 20 mit der gc
zwei unabhängiger Antennenanschlüsse, von denen wünschten Phasenlage. Die in den Fig. 1 bis ■
jeder das gleiche Strahlungsdiagramm bei gleicher dargestellte Doppcldrchkopplung 28« umfaßt cinci
Polarisation, jedoch mit unterschiedlichem Sinn der Eir.gangs-Hohllcitcrabschniu 50 mit kreisförmigen
Phasenprogression quer zum Diagramm liefert. Die 60 Querschnitt, der mit zwei F.ingangsannen 54 und 5«
Bedeutung der beiden unabhängigen Anschlüsse beim versehen ist, die von rechteckigen Hohlleitern g?hüde
Senden liegt in der Verminderung des vorstehend be- werden und in Umfangsrichtung des Hohlleiter
handelten Multiplexproblems, das angetroffen wird, abschnittes 50 um 90" gegeneinander versetzt ange
wenn sich mehrere Sender verschiedener Frequenz die ordnet sind. Die Hingangsarmc 54 und 56 sind daz>
gleiche Antenne teilen. Es sei erwähnt, daß die Not- 65 bestimmt, mit den Ausgängen der von den Scndci
wendigkeit für einen Sender-Multiplexer völlig ent- MuUiplcxcrn kommenden Hohlleiter 34 und M>
vci
fällt, wenn bei einer Antenne mit zwei Anschlüssen bunden zu werden. Weiterhin bilden die Hingangs
nur zwei Sender vorhanden sind. Wenn eine größere arme 54 und 56 zusammen mit leitenden Diagonal
wänden 58 und 60 einen Orihogonal-Modcnwandlcr
51. der bewirkt, daß von den Hohlleitern 34 und 36 zugcführte linear polarisierte Signale in dem einen
kreisförmiger, Querschnitt aufweisenden Hohlleiterabschnitt 50 linear polarisierte Signale anregen, die
räum··^h senkrecht aufeinanderstellen. Die Diagonalwände
38 und 60 haben von den Eingangsarmen 54 und 56 einen solchen Abstand, daß die von dem Endabschnitt
51 zurück zu den Eingangsarmen reflektierten Wellen mit den Wellen in Phase sind, die von den
Eingangsarmen zugeführt werden. Eine Anzahl von Blenden 62, in manchen Fällen kann auch eine geniigen,
verändert die Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Welle mit der einen Polarisationsrichtung gegenüber
der Fortpflanzungsgeschwindigkeit der Welle mit der anderen Polarisationsrichtung und hat infolgedessen
die Funktion eines polarisationsempfindlichen Differenzphasenschiebers. Die Ausbildung der Diagonalwände
und Blenden für optimale Wirkung ist in der Literatur behandelt, beispielsweise in dem Buch von
George C. Southworlh: »Principles and Applications
of Waveguide Transmission«, van Nostrand Company Inc., 1956.
Eine drehbare HF-Dichtung 65, bei der es sich um eine kontaktlose Anordnung mit einer HF-Falle handein
kann, ermöglicht eine Drehung zwischen dem Eingangs-Hohlleiterabschnitt 50 und dem Ausgangs-Hohlleiterabschnitt
52 der Doppeldrehkopplung 28a. Her Aiisgangs-Hohlleiterahscbnitt 52 enthält einen
Orthogonal-Modenwandler 63, der aus zwei Ausgangsarmen 64 und 66 und Diagonalwänden 68 und 70
besteht. Diese Elemente arbeiten in dergleichen Weise. wie es für den oben behandelten Orthogonal-Modenwandler
51 beschrieben worden ist. Die Ausgangsarme 64 und 66 sind dazu bestimmt, mit den die
Antenne 20 speisenden Hohlleitern 30 und 32 verbunden zu werden.
Tatsächlich umfassen die von jedem der Sender-Multiplexer
38 und 40 erzeugten Signale eine große Anzahl verschiedener Frequenzkomponenten, die in
Kanälen gruppiert sind, die durch Frequenzbereiche getrennt sind, deren Bandbreite wegen der Verteilung
der geradzahligen und ungeradzahligen Kanäle auf die beiden Sender-Multiplexer der Bandbreite eines einzigen
Kanales gleich ist. Um jedoch die Erläuterung der Wirkungsweise der Doppeldrehkopplung 28a einfach
zu halten, sei angenommen, daß jedes der beiden Ausgangssignale der beiden Sender-Multiplexer nur
aus einer einzigen Frequenz besteht und daß die Vektoren, welche die transversale elektrische Welle der
Signale beschreiben, an jeder Stelle durch den Ausdruck COSw1/ und cos o2t wiedergegeben werden
können. F i g. 4 verfolgt analytisch die Signale, die die Doppeldrehkopplung 28a durchlaufen. Die von
den Sender-Muitiplexern 38 und 40 (F i g. 7) gelieferten Signale werden den Eingangsarmen 54 und
56 des kreisförmigen Hohlleiterabschnittes 50 zügeführt und erhalten wegen der Anordnung dieser Eingangsarme
eine um 90° gegeneinander versetzte Ausrichtung. Der von den Blenden 62 gebildete Phasenschieber
erzeugt gegensinnig umlaufende zirkulär polarisierte Wellen, bei denen es sich um Wellen vom
7~£"ii-Typ handeln kann und die durch die Ausdrücke
e'β·'/|/2 und e iB"'l\'2- beschrieben werden. Im Ausgangs-Hohlleiterabschnitt
52 der Doppeldrehkopplung behalten die Signale ihre Zirkularpolarisation,
abgesehen von der Addition eines Phasenwinkels f)
infolge der Drehung des Atisgangs-Hohlleilcrabschnit-(es
der Doppeldrehkoppliiüg in bezug auf den I-in
gangs-llohlleiterabsdiniil. Dieser Rotalionseffekt win
durch die Änderung der Ausdrücke für die Signale ii
"7|2 und
hl
hl
V|2 Rechnung getragen
Der Orihogonal-Modcnwandler 63 im Ausgangs llohlleitcrabschniit 52 erzeugt in den Ausgangsarme!
64 und 66 linear polarisierte Wellen mit einer Phasen verschiebung von 90 . die durch die Ausdrücke
(~h -ι
l/l ι
ι - f-)\
sjn
·
·
) ( , ^ + cos ,fil { _ ß-
charakterisiert sind. Diese Signale werden über di< Hohlleiter 30 und 32 den Einspeischörnern 24 und 2(
zugeführt.
Eine zweite Ausführungsform einer Doppeldreh kopplung ist in F i g. 5 veranschaulicht und in ihre
Gesamtheit mit 28Λ bezeichnet. Die Doppeldrehkopp lung 286 ist der in F i g. 1 dargestellten Doppeldreh
ao kopplung 28« im wesentlichen gleich, abgesehen da
von, daß die von den Scnder-Multiplcxern 38 und 4( gelieferten Eingangssignale den Eingängen einer 90°
Hybride 72 zugeführt werden und dafür der Phasen schieber 62 innerhalb des Eingangs-Hohlleiterabschnit
tes 50 weggelassen ist. Die Ausgänge der 9O'-Hybrid(
72 sind mit den Eingangsarmen des Hohlleiter abschnittes 50 verbunden. Wenn wieder angenommer
wird, daß die von den Sender-Multiplexern 38 und 4( gelieferten Signale in der Form cosf-»,/ und cos <r>2
vorliegen, sind die von der 90°-Hybride 72 den Ein gangsarmen 54 und 56 zugcführten Signale
(sinmt 1
Da die den Eingangsarmen des ersten Hohl'siter
abschnittes 50 zugeführten Signale um 90" phasen
verschoben sind und mit Hilfe des Orthogonal-Moden Wandlers 51 in räumlich senkrecht aufeinanderstehend(
Signale umgewandelt werden, werden im Eingangs· Hohlleitcrabschnilt 50 entgegengesetzt umlaufende zirkulär
polarisierte Wellen angelegt. Der Ausgangs-Hohlleiterabschnitt 52 der Doppcldrehkopplung 28/
ist mit demjenigen der oben behandelten Doppeldreh-
♦5 kopplung 28a identisch.
F i g. 6 veranschaulicht eine dritte Ausführungs· form einer Doppcldrehkopplung, bei der die Ausgangssignale
der Sender-Multiplexer 38 und 40 der Eingängen eines magischen T 74 zugeführt werden
Ein magisches T verteilt die Eingangssignale gleichzeitig auf zwei Ausgangssignale 76 und 78 und es wire
die Phas3ndiffere:iz durch die Anwendung eines längeren
Übertragungsweges für eines der beiden Ausgüngssignale des magischen T 74 erzielt. In F i p. I
ist diese Verlängerung des Übertragungsweges schematisch durch einen mit »Wegdifferenz« bezeichneter
Block 80 veranschaulicht. Es versteht sich, daß die Wegdifferenz für die von den Ausgängen des magischen
T 74 zugeführten Signale an jeder Stelle de<
Weges zwischen dem magischen T und dem Hohlleiterabschnitt 50 eingeführt werden kann. Beispielsweise
kann ein Teil der Wegdifferenz in die Verbinduiit
zwischen dem magischen T 74 und den Eingänge· des Hohlleiterabschnittes 50 und ein zusätzücher Teil
durch Versetzen der Eingangsarme in Längsrichtung des runden Hohllciterabschnittes eingeführt wenden,
Es sei erneut darauf hingewiesen, daß die den Eingangsarmen des Hohllcilcrabschnitles 50 zueeführten
Signale wegen der unterschiedlichen Wccliinp: um
90° phasenverschoben und außerdem durch die Wirkung des Orthogonal-Modenwandiers 51 räumlich
senkrecht aufeinanderstellen. Der Ansgangs-I lohlleiterabschnilt
52 Jer Doppeldrehkopplung 28 r ist mit demjenigen der oben beschriebenen Doppcldrehkopplung
28i7 identisch.
Der Aufbau der Doppeldrehkopplungen nach den F i g. 5 und 6 gibt dem Konstrukteur die Möglichkeit,
die Gesamtlänge der Hohllciterabschnitte mit kreisförmigem Querschnitt in solchen Fällen zu reduzieren,
in denen in Richtung der Mittelachse der Doppeldrehkopplung nur wenig Platz zur Verfugung steht. Die
einfache Ausbildung der eriindungsgemäßc:i Doppeldrehkopplungen
vermindert die Toleranzschwierigkeiten, die bei komplizierteren Anordnungen angetroffen
werden, und ermöglicht eine Vergröberimg der Toleranzen für die Komponenten der verbleibenden
Einheiten. Zugleich werden Störungen des Strahlungsdiagrammes
eduziert. die sonst durch Mangel in dem Koppelnetzwerk zur Speisung der Antenne hervorgerufen
werden.
ίο Die vorstehende Beschreibung befaßt sich mit einer
Sendeanordnung. Es versteht sich jedoch, daß die Erfindung ebenso bei einer Kombination von Ser.de-
und Empfangssystem verwendet werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (11)
1. Sendeanordnung mit zwei Signalquellen, einer rotierenden Antenne mit zwei Strahlungseletnenten,
denen die von den Signalquellt:n gelieferten Signale mit einer Phasenverschiebung von 90° gegeneinander
zugeführt werden, una einer zwischen die Signalquellen und die Antenne gesiliakcten Drehkopplung,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Doppeldrehkopplung (28) mit zwei axial
hintereinander angeordneten, gegeneinander verdrehbaren Hohlleiterabschnitten (50 und 52) mit
kreisförmigem Querschnitt Verwendung findet, mit deren erstem Hohlleiterabschnitt (50) eine zwei
Eingänge (54 und 56) aufweisende erste Einrichtung (51), die auf linear polarisierte Eingangssignale anspricht und in dem ersten Hohlleiterabschnitt
zwei ' ι tgegengesetzt umlaufende, zirkulär polarisierte Signale erzeugt, und mit deren zweitem
Hohlleiterabschnitt (52) eine zwei Ausgänge (64 und 66) aufweisende zweite Einrichtung (63)
gekoppelt ist, die auf die zirkulär polarisierten Signale anspricht um', zwei um im wesentlichen
90° gegeneinander phasenverschoHene, linear polarisierte Ausgangssignale erzeugt, von denen jedes
von den beiden zirkulär polarisierten Signalen abgeleitete Komponenten enthält, und daß die
Signalquellen (38 und 40) an je einen der Eingänge (54 bzw. 56) der ürehkopplung (28) angeschlossen
und die Ausgänge (64 unJ 66) t .r Drehkopplung
(28) jeweils mit einem der Ctrahlungselemente (24 bzw. 26) der Antenne (20) verbu. den sind.
2. Sendeanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn die das transversale
elektrische Feld der linear polarisierten Fingangssignale repräsentierenden Vectoren durch coso),r
und cosai2r bestimmt sind, die erste Einrichtung
(51) die Eingangssignale in Signale der Form e/a>
>'/]/2 und ei<oi'l\~i umwandelt und die zweite
Einrichtung (63) die linear polarisierten Ausgangssignale in der Form cos ω,/ |- sin o>2t und
sin (O1/ + cos O)1I liefer·.
3. Sendeanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Eintichtung
(63) ein Orthogonahnodenwandler mit zwei Ausgangsarmen (64 und 66) ist, die am zweiten
Hohlleiterabschnitt (^2) angebracht sind und von
denen jeder eines der beiden linear polarisierten Ausgangssignale liefert.
4. Sendeanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ausgangsarme
(64 und 66) in Umfangsrichtung des zweiten Hohlleiterabschnittes (52) um im wesentlichen 90°
gegeneinander versetzt angebracht sind.
5. Sendeanordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Orthogonalmodenwandler
(63) zwei im wesentlichen senkrecht aufeinanderstellende, im zweiten Hohlleiterabschnitt (52) angeordnete, leitende Diogonalwände
(68 und 70) aufweist.
6. Sendeanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Einrichtung (51) einen Orthogonalmodenwandler umfaßt, der mit einem polarisationsempfindlichen
Differenzphasenschieber gekoppelt ist.
7. Sendeanordnung nach Anspruch 6, dadurch j-ekennzeichnet, daß der Orthogonalmodenwandler
(SI) der ersten Einrichtung zwei Eingangsarme (54 und 56) umfaßt, die am ersten Hohlleiterabschnitt
(50) angebracht sind.
8. Sendeanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Eingangsarme
(54 und 56) in Umfangsrichtung des ersten Hohlleiterabschnittes (50) um im wesentlichen 9(T
gegeneinander versetzt angebracht sind.
9. Sendeanordnung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, cädurch gekennzeichnet, daß der polarisationsempfindliche
Differenzphasenschieber der ersten Einrichtung wenigstens eine im ersten Hohlleiterabschnitt
(50) angeordnete Blende (62) umfaßt.
10. Sendeanordnung nach einem der Ansprücheo bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Orthogonalmodenwandler
(51) der ersten Einrichtung zwei im wesentlichen senkrecht aufeinanderstehende, im
ersten Hohlleiterabschnitt (50) angeordnete, leitende Diagonalwäiide (58 und 60) aufweist.
11. Sendeanordnung nach einem der Ansprücheo bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Einrichtung
als Differenzphasenschieber eine 90°- Hybride (72) mit zwei Eingängen und zwei Ausgängen
umfaßt, ciiren Eingängen die linear polarisierten
Eingangssignale zugeführt werden und deren Ausgänge mit den am ersten Hohlleiterabschnitt
angebrachten Eingangsarmen (54 und 56) verbunden sind.
!2. Sendeanordnung nach einem der Ansprücheo bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Differenzphasenschieber
der ersten Einrichtung ein magisches T (74) umfaßt und die Ausgangsarme des magischen T mit den am ersten Hohlleiterabschnitt
(50) angebrachten Eingangsarmen (54 und 56) derart verbunden sind, daß dii elektrische Länge
des einen Verbinaungsweges um 90c größer ist als
diejenige des anderen Veibindungsweges.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US5186970A | 1970-07-02 | 1970-07-02 | |
| US5186970 | 1970-07-02 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2128688A1 DE2128688A1 (de) | 1972-01-13 |
| DE2128688B2 DE2128688B2 (de) | 1972-08-24 |
| DE2128688C true DE2128688C (de) | 1973-03-29 |
Family
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