DE2126820A1 - Verbesserte elektrolytische Zelle zur Herstellung von Fluor - Google Patents
Verbesserte elektrolytische Zelle zur Herstellung von FluorInfo
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Description
Montecatini Edison S.p.A. „t.e„OiM
_„ _ _ , TILlOR. NlOlIUFiTENT Mt))ICIIK
31 j J?oro Buonaparte
Mailand, Italien hambuhg, den 29. Mai 1971
Verbesserte elektrolytische Zelle 2ur Herstellung von Fluor
Die Erfindung betrifft eine verbesserte elektrolytisch
Zelle zur Herstellung von Fluor.
Das Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Pluor
unter Verwendung einer geschmolzenen Mischung von Kaliuaflorid
und Fluorwasserstoffsäure als Elektrolyt ist bekannt. Zur Durchführung dieses Verfahrens werden elektrolytisch^ Zellen verwendet, die eine bestjmte Zahl vor.
Kathoden und Anoden aufweisen, welche in den Elektrolyt eintauchen, sowie ein Diaphragma, das die Kathodenzone
von der Anodenzone trennt, um das Vermischen von Wasserstoff und Fluor, die gasförmig entstehen, zu verhindern.
Das Verfaliren wurde bei hohen llektrolysetemperaturen
- etwa E5O°C - durchgeführt, und fand hauptsächlich in
1098-51/fm ί
Deutschland vielfach Anwendung, wurde aber später zu
Gunsten des in den USA entwickelten Verfahrens, bei welchem die Zellen bei mäßigen Temperaturen arbeiten,
aufgegeben. Bei dem zuletzt genannten Verfahren wird mit einem Elektrolyten einer Zusammensetzung von etwa
KF. 1,8 HF und bei einer Temperatur im Bereich von 85 bis 1100C mit Anoden aus Nickel oder amorphem Kohlenstoff
gearbeitet· Es sind Zellen in verschiedenen baulichen Ausführungen entwickelt worden, denn die Benutzung
von Anoden aus amorphem Kohlenstoff ist jetzt allgemein
üblich geworden, wodurch ein großer Teil der Schwierigkeiten, die anodische Korrosion und Polarisation mit
sich bringen, gelöst Λ% Die Struktur und die 'Betriebskennzeichen
dieser Zellen sind in den nachstehend aufgeführten Arbeiten beschrieben}
"Fluorine generation, handling and disposal11 in "Industrial
and Engineering Chemistry11, VoI· 39, No.3, März 1947J
"Moderni aspetti e svilnppi della chimica del fluoro11
von D. Sianesi in aL& cBimica e !«indastria", VoI 46,
No. 8 August 1964«
Die Anoden aus amorphen Kohlenstoff der bekannten Zellen
tauchen zum Teil in den Elektrolyt ein und werden von
einem in der Zelle befindlichen Metallträger gehalten; die Anoden sind mittels Bolzen fest mit dem Träger verbunden.
um guten elektrischen Metall-KoMlepejfcoff-Kontakt
- 109851/-1629 ■ ' '"
BAD
zu erhalten.
Die Nachteile, die bfei diesen Fällen auftreten, rühren
von der Beschädigung des Metall-Kohlenstoff-Kontaktes her. Tatsächlich,,bildet sich, während die Zelle in Betrieb
ist, ein Niederschlag von Produkten hohen elektrischen Widerstands im Zwischenraum zwischen Metall
und Kohlenstoff, sowohl infolge von Korrosion durch die Dämpfe, die in der Anodenzone entstehen, als auch
infolge des Hindurchsickerns von Elektrolyt zwischen Kohlenstoff und Metall. Diese Abscheidung setzt nicht
nur die elektrische Leistung herab, sondern gibt auch
Anlaß zurüberhitzung, wodurch, wenn eine bestimmte
Temperatur erreicht ist, ermöglicht wird, daß die Anoden von Fluor unter Bildung von CF^ - was das Phänomen zu
Tage bringt, bevor Änderungen in der Spannung oder dem Strom auftreten-- angegriffen werden.
Die Kohlenstoff-Fluor-Reaktion geht, wenn sie einmal begonnen hat, bis zum vollständigen Bruch der Anoden
weiter. Wann immer dies eintritt, ist es notwendig den Betrieb der Zellen zu stoppen, den Deckel zu entfernen
und die Anodeneinheit auszubessern oder zu erneuern. Dies erfordert Zeit und bringt eine Kostenerhßhung mit
sich, die nicht vernachlässigt werden kann.
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ORfGINAL INSPECTED
Die Lebensdauer der üblichen Zelle wird dementsprechend
vor allem durch die lebensdauer der Anodeneinheit bestimmt. ■
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Zelle zu schaffen, bei welcher die Nachteile der bekannten
beseitigt oder auf ein Minimum reduziert sind. Vor allem soll der die Anoden haltende Träger und damit
die elektrische Stromführung innerhalb der Zelle wegfallen.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine verbesserte elektri-^
sehe Zelle zur Herstellung von Fluor, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie mit Eohleanoden versehen ist,
die aus der Zelle herausragen, wobei der herausragende Teil jeder Anode mit einem gasdichten Überzug aus gut
leitendem Material, durch welches die elektrische Stromführung gesichert ist, versehen ist.
Durch die Erfindung ist eine elektrische Stromführung
geringen Widerstands, die über die Zeit immer gleich gut wirksam ist, erhalten; die elektrische Leistung
ist im Vergleich zu der, die mit einer üblichen Anodeneinheit erhältlich ist, dadurch besser,und bei längerem
Betrieb tritt keine Verschlechterung ein. Außerdem ist es möglich, bei der zusammengebauten und in Betrieb
befindlichen Zelle die Anode oder Anoden, welche tat-
109851/1629:
sächlich gebrochen sind, festzustellen und die zufällig
gebrochenen Anoden zu ersetzen, ohne den Zellendeckel entfernen zu müssen, was ein wesentlich kürzeres Un- .
terbrechen des Betriebes der Zelle erforderlich macht,
als bei den bekannten Zellen. Ein weiterer Vorteil, zu dem die Erfindung führt, besteht darin, daß im "Vergleich
zu den bekannten Zellen eine wesentlich kleinere Menge Korrosionsprodukte entsteht (die Produkte bilden sich
während des Betriebes der Zelle und mischen sich dann mit dem Elektrolyten, was einen Austausch des Elektrolyten
in periodischen Zeitabständen erforderlich maeht), und in der Eliminierdng der Bildung von OF, aus dem
Fluor und folglich auch aus den Produkten, die durch Fluorierung
entstehen*
Nachstehend wird die Erfindung ins einzelne gehend beschrieben, wobei auf die beigefügte Figur, die
einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Zelle schematisch zeigt, Bezug genommen wird.
Wie die Figur zeigt, besteht die elektrolytische Zelle zur Herstellung von Fluor nach der Erfindung aus:
Einem ^ehälter 1 aus Monel-Metell zur Aufnahme
des Elektrolyten, und ist von einem Mantel 2 oder anderen geeigneten Mitteln, mit denen der Behälter-
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inhalt erwärmt oder gespült werden kann, umgeben«
Einem Deckel 3 aus Stahl.
Einer bestimmten Anzahl amorpher Kohleelektroden 4, die zylindrisch geformt und senkrecht angeordnet
sind derart, daß sie teilweise in den Elektrolyten 11 eintauchen und aus dem Deckel 3 der Zelle
herausragen. Der herausragende Teil ist mit einem Überzug 5 aus geeignetem Metall (z. B. Kupfer) versehen.
Die Zuführleitung ist außerhalb der Zelle angeordnet, verwirklich* durch geeignet geformte
Kupferklemmen 6. Die Anoden werden von dem Zellendeckel
getragen, sind aber elektrisch mittels einer Stopfbuchse 7 aus Isoliermaterial (z. B. Polytetrafluorethylen)
ihm gegenüber isoliert, was auch perfekte Dichtigkeit gegen das Austreten von Gasen
(Fluor und Fluorwasserstopf), die in der Zelle entstehen, sichert.
Eine in den Elektrolyten eintauchende Kathode, bestehend aus sovielen Stahlrohren 8, wie der
Anzahl der Anoden entspricht· Die Kathodenrohre sind konzentrisch zu den Anoden angeordnet und
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miteinander verschweißt, so daß sie eine Einheit darstellen, welcher der elektrische Strom durch
»ei oder mehrere runde Stahlstäbe zugeführt wird. (Die Stäbe sind in der Figur nicht gezeigt und
haben auch die Aufgabe, die Kathode im Inneren der Zelle zu tragen).-Die Stäbe gehen durch den
Zellendeckel hindurch, gegen den sie mittels einer Stopfbuchse elektrisch isoliert sind, wobei die
Stopfbuchse auch perfekte Dichtigkeit gegen die in der Zelle sich entwickelnden Gase (Wasserstoff
und Fluorwasserstoff) gewährleistet.
Diaphragmen, deren Anzahl gleich der der Anoden ist und die in ihrem oberen Teil aus .Monel-Metall-Rohren
9 bestehen und in ihrem oberen Ende mit dem Stahldeckel 3 verschweißt sind und etwas in den
Elektrolyten 11 eintauchen, so daß eine gasdichte Barriere gebildet ist, und in ihrem unteren Teil
aus einem Netzwerk oder einer perforierten Platte 10 aus Mona-Metall bestehen, welches vollständig
in den Elektrolyten 11 eintaucht; das Diaphragma ist von gleicher zylindrischer Gestalt und gleichem
Durchmesser, wie der Monel-Metall-Rohrabschnitt.
Die Diaphragmen 9 und 10 sind konzentrisch zu den Kohleanoden angeordnet und haben gleichen Abstand
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"·*■" 212682Q
Λ
zu den entsprechenden Anoden und den Stahlrohren 8, welche die Kathode darstellen. Es sind außerdem Rohre
(nicht gezeigt) zum Ausströmen von Fluor und Wasserstoff, getrennt voneinander, aus der Zelle, sowie Rohre
zum Einströmen von Fluorwasserstoffsäure in der Zelle
vorgesehen.
Zwischen dem Behälter 1 und dem Deckel 3 der Zelle ist eine Dichtung 12 vorgesehen.
Die unteren Enden der rohrföinLgen Diaphragmen 10 enden in
einer durch ein Gitter geschützten Öffnung 13f in welcher
eine Steckbuchse 14 - vorzugsweise aus Polytetrafluoräthylen fest eingesetzt ist, hauptsächlich zur selbsttätigen Zentrierung
der Anode 4 während des Zusammentais, und der sich
ausbildenden zusätzlichen Funktion des Haltens der Anode.
Die Stoßfbuchseneinheit 7, welche - wie weiter oben erwähnt die
doppelte Aufgabe hat, nämlich die Anode 4 zu tragen - während sie 6ie elektrisch gegen den Zellendeckel 3 isoliert
- und vollkommene Dichtigkeit zu gewährleisten, so daß Fluor und Fluorwasserstoff nicht ais der Zelle entweichen
können, ist ein Hülsenkörper 7» der in der Weise befestigt ist, daß er entlang der Anodenachse verschiebbar ist und
auf die elastische Dichtung 15 durch den Zug, der durch
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die Schrauben, von denen nur die Achsen 16 in der Figur
eingezeichnet sind, entsteht, wirkt. Die Hülse 7 und
die Dichtung 15 sind Torzugsweise aus Polytetrafluoräthylen. Das Zusammenhauen und Auseinandernehmen der
Anoden ist mit dieser Stopfbuchsenvorrichtung, welche perfekte Dichtigkeit gegenüber Austreten der im Inneren
der Zelle gebildeten Gase gewährleistet, leicht und schnell vorzunehmen.
Bei jeder Anode 4 ist der aus der Zelle herausragende Abschnitt mit einem Überzug 5 aus leitendem Material,
z. B. Kupfer, versehen, durch welchen die elektrische Stromführung erreicht wird, und der aus der Zelle heraus
ragende Anodenabschnitt ist gasdicht gemacht. Hierdurch werden Verluste an Fluor und Fluorwasserstoff durch die
Porosität der Kohleanoden vermieden.
Der Überzug 5 kann verschiedene Gestalt haben und z. B. eine Kappe sein, die der Anode an ihrem Ende
aufgestülpt wird«
Die anodische elektrische Stromführung, die auf diese
Weise verwirklicht ist, unterliegt tatsächlich keiner
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Korrosion oder dem Durchsickern des Elektrolyten zwischen
der Kohle und den Metallteilen, sie "bietet einen geringen elektrischen Widerstand, der sich über die Zeit nicht ändert,
wodurch konstante hohe Stromleistung während der Betriebszeit der Zelle gewährleistet ist. Eine derartige
elektrische Stromführung der Anoden führt außerdem nicht zu einer Überhitzung, was zusammen mit der Korrosion das
vorzeitige Brechen der Anoden und die Entstehung von CI^ verursacht
- während im Gegensatz dazu eine lange Lebensdauer der Anoden gesichert ist.
Die"obige Beschreibung läßt erkennen, wie, wenn die Zelle
in Betrieb ist, die Möglichkeit besteht, festzustellen, ob der Stromfluß einem vorbestimmten Wert entspricht. Diese^
Messung kann von Anode zu Anode mit Hilfe eines Gleichstromamperemeters
vorgenommen werden. In dem Pail, wo die Anode gebrochen ist, ist es möglichs sie direkt zu ermitteln
und zu ersetzen, ohne daß der Zellendeckel oder die anderen Anoden entfernt werden müssen. Es ist nur ein kurzes Unterbrechen
des Betriebes der Zelle hierfür erforderlich.
Es ist experimentell bewiesen worden, daß die lebensdauer jeder Anode, die Teil dieser Zelle ist, wesentlich länger
ist als die von Anoden, mit denen die bekannten Zellen aus—
~ 11
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Al
gestattet sind - die bei einer Stromdichte von etwa 0,1 Ampere pro cm unter oder etwa bei vier Monaten
liegt, während die Anoden, die mit der neuen elektrischen Verbindungsart versehen sind, wenn sie ebenfalls
der Stromdichte von etwa 0,1 Ampere pro cm ausgesetzt <«
sind, noch 15 Monate nach Beginn des Arbeitens der Zelle einwandfrei ohne ein Anzeichen einer Abnahme
arbeiten und für eine wesentlich längere Zeit als 15 Monate vorgesehen werden können.
Es ist auch experimentell gefunden worden, daß, wenn
man die Anoden der bekannten Zellen und die Anoden der Zellen nach der Erfindung bei einer Stromdichte von
etwa 0,15 Amp/cm betreibt, die erst^i ein, bis zwei
Monate halten, während die letzteren noch nach zwölf Monaten gut arbeiten* Es ist in der Tat festgestellt
worden, daß die zuletzt genannten Anoden nach zwölf Monaten noch genauso wirksam sind, wie zu Beginn.
Nachstehend werden einige Beispiele zur Veranachaulichung
der Erfindung gebracht.
Es wurde eine Zelle nach der Erfindung benutzt, bestehend
aus einem Monel-Metall-Behälter von rechteckigem
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Querschnitt, der mit einem Mantel zum Kühlen des Elektrolyten sowie einem Stahldeekel, der mittels
Schrauben am Behälter befestigt war, versehen war.
22 Anoden aus amorphem Kohlenstoff und zylindrischer Gestalt eines Durchmessers von 80 mm waren in zwei
Reihen angeordnet. Der Anodenabschnitt, der in den Elektrolyten tauchte, war 450 mm lang. Die Anoden
waren unteinnander unabhängig, da die elektrische
Stromführung
außerhalb der Zelle lag. Der Anodenabschnitt außerhalb deer Zelle war ganz mit Kupfer überzogen
und mit einer Kupferklemme versehen, durch welche die Stromzufuhr gesichert war.
Die ffasdichtheit und die elektrische Isolierung wurden
durch eine Stopfbuchse für jede Anode gewährleistet, 22 gasdichte Diaphragmen aus Monel-Metall in
Form eines Rohres eines Durchmessers von 120 mm, konzentrisch zu den Anoden angeordnet, wurden zum
Teil, 60 mm tief, in den Elektrolyten getaucht. Jedes
dieser Diaphragmen war mit seinem oberen Ende mit
en
dem ZelYdeckel verschweißt und trug,an seinem untere» Ende befestigt, ein Rohr aus Monel-Metall einer lichten Weite von 120 mm9 einer Höhe von 390 mm, welches ganz in den Elektrolyten eintauchte.
dem ZelYdeckel verschweißt und trug,an seinem untere» Ende befestigt, ein Rohr aus Monel-Metall einer lichten Weite von 120 mm9 einer Höhe von 390 mm, welches ganz in den Elektrolyten eintauchte.
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22 Stahlrohre eines Durchmessers von 16O mm und einer
Länge von 390 mm wurden konzentrisch zu den Anoden und ihren Diaphragmen angeordnet, miteinander verschweißt
und völlig in den Elektrolyten eingetaucht; sie stellten die Kathode dar. Der Elektrolyt war eine Mischung
von Fluorwasserstoffsäure und Kaliumflorid der Zusammensetzung
von etwa KP.1,8 HF. Die Betriebstemperatur war etwa 1000C. .
Die Zelle wurde mit einer Anodenstromdichte von etwa
0,1 Amp/cm betrieben«, Die festgestellte Lebensdauer
der Anoden lag über 15 Monaten, was für die hier gebrachte
Zelle insgesamt 24 · 10 Amp/h entspricht.
Als 15 Monate nach Beginn des Betriebs der Zelle der
Betrieb zwecks Überprüfung unterbrochen wurde, wurden die Anoden herausgezogen und es zeigte sich, daß sie
alle in bester Verfassung waren und einen Widerstand hatten- an der Kupfer-Kohlenstoff-Verbindung -, d£R
gleich dem Widerstand war, den sie hatten, als sie neu waren, nämlich unter 1000 Mikro-Ohm. Der Wert
dieses Widerstandes wurde zwischen den Anodenenden bestimmt, eine davon beschichtet, und die andere unbe-
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schichtet«
Deckel, Kathode und Diaphragma, wie sie bei den bekannten Zellen zur Herstellung von Fluor gebräuchlich sind,
wurden zu einer Zelle zusammengebaut, bestehend aus einem Monel-MetaltBehälter gleicher Gestalt und Größe, wie in
dem vorangegangenen Beispiel» (Zwecks besserer Information über die Struktur dieser bekannten Zellenart wird auf
die eingangs gebrachten besonderen Artikel verwiesen). Genauer gesagt bestand die Anodeneinheit aus 8 Anodenpaaren
aus amorphem Kohlenstoff, hatten rechteckigen Querschnitt und wurden von einem Metallträger gehalten,
mit welchem sie fest verschraubt waren. Die Anoden haltenden
Träger befanden sich in der Zelle und wurden wiederum von drei Kupferleiter tragenden Stäben gehalten,
welche aus dem Deckel durch die Stopfbucheenvorrichtung ragten.
Die Abstände zwischen Anoden, Diaphragmen und Kathoden
waren die gleichen wie in dera vorstehenden Beispiele
Die Zelle wurde mit einer Anodenstromdichte von etwa 0,1 Amp/em betrieben.
Es wurden mehr er© Versuche durchgeführt ^ aber lceinsr
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dauerte länger als 4 Monate, was insgesamt 6,4 · 10 Amp/h entspricht; In einer kürzeren Zeit oder meistens
4 Monate nach Beginn der Zelle wurde das Brechen einer oder mehrerer Anoden festgestellt, was dazu nötigte,die
Zelle auseinanderzunehmen und die Anodeneinheit zu ersetzen. Am Schluß jedes Versuches wurde festgestellt,
daß der Widerstand zwischen den Kohleanoden und dem Metallträger einen Wert hatte, der wesentlich über
dem Wert zu beginn des Versuches lag. Während der Widerstand der neuen Anodeneinheit unter 1000 Mikro-Ohm
pro Anode lag (die Messung dieses Widerstandes wurde
zwischen dem Anodenende und dem Metallträger vorgenommen), lag er am Ende jedes Versuches im Bereich von 40.000
bis 100.000 Mikro-Ohm bei den gebrochenen Anoden und
bei bis zu 10.000 Mikro-Ohm bei den unbeschädigten Anoden.
Es wurde eine Zelle nach der Erfindung benutzt« Die
Zelle bestand aus einem Behälter aus Monel-Metall rechteckigen Querschnitts, der mit einem Kühlmantel
und einem Stahldeckel versehen war.
Es wurden zwei Anoden aus amorphem Kohlenstoff benutzt.
Ihre Gestalt und Größe sowie die Art der
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(Stromführung)
elektrischen Verbindung/war die gleiche, wie im Beispiel 1· Die Diaphragmen aus Monel-Metall waren ebenfalls
zwei an der Zahl und die Kathode bestand aus zwei Stahlrohren. Auch sie hatten die gleiche Gestalt,
Größe und baulichen Merkmale, wie in Beispiel 1 beschrieben. Der Elektrolyt hatte eine Zusammensetzung
von etwa KF . 1,8 HF, die Betriebstemperatur lag bei 10O0C.
Die Zelle wurde mit einer Anodenstromdichte von etwa
0,15 Amp/cm betrieben. Die Lebensdauer der Anode lag über 12 Monate. .
Es wurde eine Zelle der für die Herstellung von Fluor gebräuchlichen Art hergestellt und Deckel, Kathode,
Anode und Diaphragma zu einer Versuchszelle zusammengestellt, die von einem Behälter gebildet wurde, welcher dem in Beispiel 3 beschriebenen entsprach.
Es wurden zwei Anoden aus amorphem Kohlenstoff und rechteckigen Querschnitts vorgesehen? sie waren fest
mit dem Anoden tragenden Metallträger, der in der Zelle angeordnet war, verschraubt.
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Die Abstände zwischen Anoden, Diaphragmen und Kathoden sowie der benutzte Elektrolyt und die Bettebstemperatur
waren die,gleichen, wie in allen vorstehenden Beispielen,
Die Zelle wurde mit einer Anodenstromdichte von etwa
0,15 Amp/cm betrieben. Die Lebensdauer der Anoden war
kürzer oder in den meisten Fällen 2 Monate.
Die vorstehenden Beispiele zeigen deutlich, daß die verbesserte Zelle nach der Erfindung die Lebensdauer der
Anoden erhöht, wodurch die zwangsläufigen Unterbrechungen des Betriebes erheblich herabgesetzt werden.
Darüber hinaus kann eine gelegentlich gebrochene Anode
sofort außerhalb der Zelle festgestellt werden und das Auswechseln der gebrochenen Anode erfordert wesentlich
weniger Zeit als der gleiche Vorgang bei den bekannten Zellen. Die Kosten sind erheblich gesenkt, und
zwar sowohl dadurch, daß der Austausch der gebrochenen Anoden wesentlich einfacher ist, als auch dadurch, daß
das Brechen der Anoden sehr viel seltener vorkommt.
Darüber hinaus ist die neue elektrische Verbindung zwischen Kohleanoden und Metallteil nach dem Äußeren
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der Zelle verlegt und kann folglich durch Korrosion nicht beeinflußt werden. Daraus ergibt sich, daß die
Verbindung bei langem Betrieb ao. Leistung nicht verliert
und die elektrische Leistung immer auf gleicher Hohe bleibte .
- 19 -
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ORIGINAL INSPECTED
Claims (4)
1. Verbesserte elektrolytische Zelle zur Herstellung von
Fluor, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Kohleanoden (4) versehen ist, die aus der Zelle herausragen, wobei der
herausragende Teil jeder Anode (4) mit einem gasdichten
Überzug (5) aus gut leitendem Material versehen ist,
durch welche elektrische Stromführung gewährleistet
Fluor, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Kohleanoden (4) versehen ist, die aus der Zelle herausragen, wobei der
herausragende Teil jeder Anode (4) mit einem gasdichten
Überzug (5) aus gut leitendem Material versehen ist,
durch welche elektrische Stromführung gewährleistet
ist.
2. Elektrolytische,Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Überzug (5) eine dem Anodenende aufgestülpte Kappe ist.
3. 2elle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß Jede Anode (4) vom Zellendeckel (3) durch eine Stopfbuchsenvorrichtung (7) gehalten wird.
daß Jede Anode (4) vom Zellendeckel (3) durch eine Stopfbuchsenvorrichtung (7) gehalten wird.
4. Zelle nach Anspruchs, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anoden (5) von rundem Querschnitt sind, eine aus
daß die Anoden (5) von rundem Querschnitt sind, eine aus
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einem im wesentlichen zylindrischen Rohr bestehende Kathode (8) mit jeder Anode (4) koaxial verbunden ist
und ein Diaphragma (9) vorgesehen ist, welches ebenfalls aus einem im wesentlichen zylindieisehen Rohr besteht,
das zur Anode (4) koaxial und zwischen Anode
(4) und. Kathode (8) angeordnet ist.
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