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DE2126820A1 - Verbesserte elektrolytische Zelle zur Herstellung von Fluor - Google Patents

Verbesserte elektrolytische Zelle zur Herstellung von Fluor

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DE2126820A1
DE2126820A1 DE19712126820 DE2126820A DE2126820A1 DE 2126820 A1 DE2126820 A1 DE 2126820A1 DE 19712126820 DE19712126820 DE 19712126820 DE 2126820 A DE2126820 A DE 2126820A DE 2126820 A1 DE2126820 A1 DE 2126820A1
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anodes
fluorine
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Antonio Mailand Battarra Alberto Alessandria Rebua Giovanni Mailand Bestetti Luigi Monza Mailand Tricoli, (Italien)
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Montedison SpA
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B9/00Cells or assemblies of cells; Constructional parts of cells; Assemblies of constructional parts, e.g. electrode-diaphragm assemblies; Process-related cell features
    • C25B9/17Cells comprising dimensionally-stable non-movable electrodes; Assemblies of constructional parts thereof
    • C25B9/19Cells comprising dimensionally-stable non-movable electrodes; Assemblies of constructional parts thereof with diaphragms

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  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

PATENTiNWiLTE DB. ing. H. NEGENDANK · diplino. H. BAVCK · χ>ιρι.·ι>η* s. W. SCHMITZ HAMBVBO-MÜNCHEN ZUSTBLHJNOSAN3CHBIFT: HAMBURG »8 ■ NKUBRWALL 41 TKL. *«t« ta VND a«4iis TEI.BQlt. NSOBUAPATKNT HAMBITBO MÜNCHEN 15 · MOZARTSTB. 28
Montecatini Edison S.p.A. „t.eOiM
_„ _ _ , TILlOR. NlOlIUFiTENT Mt))ICIIK
31 j J?oro Buonaparte
Mailand, Italien hambuhg, den 29. Mai 1971
Verbesserte elektrolytische Zelle 2ur Herstellung von Fluor
Die Erfindung betrifft eine verbesserte elektrolytisch Zelle zur Herstellung von Fluor.
Das Verfahren zur elektrolytischen Gewinnung von Pluor unter Verwendung einer geschmolzenen Mischung von Kaliuaflorid und Fluorwasserstoffsäure als Elektrolyt ist bekannt. Zur Durchführung dieses Verfahrens werden elektrolytisch^ Zellen verwendet, die eine bestjmte Zahl vor. Kathoden und Anoden aufweisen, welche in den Elektrolyt eintauchen, sowie ein Diaphragma, das die Kathodenzone von der Anodenzone trennt, um das Vermischen von Wasserstoff und Fluor, die gasförmig entstehen, zu verhindern.
Das Verfaliren wurde bei hohen llektrolysetemperaturen - etwa E5O°C - durchgeführt, und fand hauptsächlich in
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Deutschland vielfach Anwendung, wurde aber später zu Gunsten des in den USA entwickelten Verfahrens, bei welchem die Zellen bei mäßigen Temperaturen arbeiten, aufgegeben. Bei dem zuletzt genannten Verfahren wird mit einem Elektrolyten einer Zusammensetzung von etwa KF. 1,8 HF und bei einer Temperatur im Bereich von 85 bis 1100C mit Anoden aus Nickel oder amorphem Kohlenstoff gearbeitet· Es sind Zellen in verschiedenen baulichen Ausführungen entwickelt worden, denn die Benutzung von Anoden aus amorphem Kohlenstoff ist jetzt allgemein üblich geworden, wodurch ein großer Teil der Schwierigkeiten, die anodische Korrosion und Polarisation mit sich bringen, gelöst Λ% Die Struktur und die 'Betriebskennzeichen dieser Zellen sind in den nachstehend aufgeführten Arbeiten beschrieben}
"Fluorine generation, handling and disposal11 in "Industrial and Engineering Chemistry11, VoI· 39, No.3, März 1947J "Moderni aspetti e svilnppi della chimica del fluoro11 von D. Sianesi in aL& cBimica e !«indastria", VoI 46, No. 8 August 1964«
Die Anoden aus amorphen Kohlenstoff der bekannten Zellen tauchen zum Teil in den Elektrolyt ein und werden von einem in der Zelle befindlichen Metallträger gehalten; die Anoden sind mittels Bolzen fest mit dem Träger verbunden. um guten elektrischen Metall-KoMlepejfcoff-Kontakt
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BAD
zu erhalten.
Die Nachteile, die bfei diesen Fällen auftreten, rühren von der Beschädigung des Metall-Kohlenstoff-Kontaktes her. Tatsächlich,,bildet sich, während die Zelle in Betrieb ist, ein Niederschlag von Produkten hohen elektrischen Widerstands im Zwischenraum zwischen Metall und Kohlenstoff, sowohl infolge von Korrosion durch die Dämpfe, die in der Anodenzone entstehen, als auch infolge des Hindurchsickerns von Elektrolyt zwischen Kohlenstoff und Metall. Diese Abscheidung setzt nicht nur die elektrische Leistung herab, sondern gibt auch Anlaß zurüberhitzung, wodurch, wenn eine bestimmte Temperatur erreicht ist, ermöglicht wird, daß die Anoden von Fluor unter Bildung von CF^ - was das Phänomen zu Tage bringt, bevor Änderungen in der Spannung oder dem Strom auftreten-- angegriffen werden.
Die Kohlenstoff-Fluor-Reaktion geht, wenn sie einmal begonnen hat, bis zum vollständigen Bruch der Anoden weiter. Wann immer dies eintritt, ist es notwendig den Betrieb der Zellen zu stoppen, den Deckel zu entfernen und die Anodeneinheit auszubessern oder zu erneuern. Dies erfordert Zeit und bringt eine Kostenerhßhung mit sich, die nicht vernachlässigt werden kann.
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ORfGINAL INSPECTED
Die Lebensdauer der üblichen Zelle wird dementsprechend vor allem durch die lebensdauer der Anodeneinheit bestimmt. ■
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Zelle zu schaffen, bei welcher die Nachteile der bekannten beseitigt oder auf ein Minimum reduziert sind. Vor allem soll der die Anoden haltende Träger und damit die elektrische Stromführung innerhalb der Zelle wegfallen.
Die Aufgabe wird gelöst durch eine verbesserte elektri-^ sehe Zelle zur Herstellung von Fluor, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie mit Eohleanoden versehen ist, die aus der Zelle herausragen, wobei der herausragende Teil jeder Anode mit einem gasdichten Überzug aus gut leitendem Material, durch welches die elektrische Stromführung gesichert ist, versehen ist.
Durch die Erfindung ist eine elektrische Stromführung geringen Widerstands, die über die Zeit immer gleich gut wirksam ist, erhalten; die elektrische Leistung ist im Vergleich zu der, die mit einer üblichen Anodeneinheit erhältlich ist, dadurch besser,und bei längerem Betrieb tritt keine Verschlechterung ein. Außerdem ist es möglich, bei der zusammengebauten und in Betrieb befindlichen Zelle die Anode oder Anoden, welche tat-
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sächlich gebrochen sind, festzustellen und die zufällig gebrochenen Anoden zu ersetzen, ohne den Zellendeckel entfernen zu müssen, was ein wesentlich kürzeres Un- . terbrechen des Betriebes der Zelle erforderlich macht, als bei den bekannten Zellen. Ein weiterer Vorteil, zu dem die Erfindung führt, besteht darin, daß im "Vergleich zu den bekannten Zellen eine wesentlich kleinere Menge Korrosionsprodukte entsteht (die Produkte bilden sich während des Betriebes der Zelle und mischen sich dann mit dem Elektrolyten, was einen Austausch des Elektrolyten in periodischen Zeitabständen erforderlich maeht), und in der Eliminierdng der Bildung von OF, aus dem Fluor und folglich auch aus den Produkten, die durch Fluorierung entstehen*
Nachstehend wird die Erfindung ins einzelne gehend beschrieben, wobei auf die beigefügte Figur, die einen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Zelle schematisch zeigt, Bezug genommen wird.
Wie die Figur zeigt, besteht die elektrolytische Zelle zur Herstellung von Fluor nach der Erfindung aus:
Einem ^ehälter 1 aus Monel-Metell zur Aufnahme des Elektrolyten, und ist von einem Mantel 2 oder anderen geeigneten Mitteln, mit denen der Behälter-
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inhalt erwärmt oder gespült werden kann, umgeben«
Einem Deckel 3 aus Stahl.
Einer bestimmten Anzahl amorpher Kohleelektroden 4, die zylindrisch geformt und senkrecht angeordnet sind derart, daß sie teilweise in den Elektrolyten 11 eintauchen und aus dem Deckel 3 der Zelle herausragen. Der herausragende Teil ist mit einem Überzug 5 aus geeignetem Metall (z. B. Kupfer) versehen. Die Zuführleitung ist außerhalb der Zelle angeordnet, verwirklich* durch geeignet geformte Kupferklemmen 6. Die Anoden werden von dem Zellendeckel getragen, sind aber elektrisch mittels einer Stopfbuchse 7 aus Isoliermaterial (z. B. Polytetrafluorethylen) ihm gegenüber isoliert, was auch perfekte Dichtigkeit gegen das Austreten von Gasen (Fluor und Fluorwasserstopf), die in der Zelle entstehen, sichert.
Eine in den Elektrolyten eintauchende Kathode, bestehend aus sovielen Stahlrohren 8, wie der Anzahl der Anoden entspricht· Die Kathodenrohre sind konzentrisch zu den Anoden angeordnet und
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miteinander verschweißt, so daß sie eine Einheit darstellen, welcher der elektrische Strom durch »ei oder mehrere runde Stahlstäbe zugeführt wird. (Die Stäbe sind in der Figur nicht gezeigt und haben auch die Aufgabe, die Kathode im Inneren der Zelle zu tragen).-Die Stäbe gehen durch den Zellendeckel hindurch, gegen den sie mittels einer Stopfbuchse elektrisch isoliert sind, wobei die Stopfbuchse auch perfekte Dichtigkeit gegen die in der Zelle sich entwickelnden Gase (Wasserstoff und Fluorwasserstoff) gewährleistet.
Diaphragmen, deren Anzahl gleich der der Anoden ist und die in ihrem oberen Teil aus .Monel-Metall-Rohren 9 bestehen und in ihrem oberen Ende mit dem Stahldeckel 3 verschweißt sind und etwas in den Elektrolyten 11 eintauchen, so daß eine gasdichte Barriere gebildet ist, und in ihrem unteren Teil aus einem Netzwerk oder einer perforierten Platte 10 aus Mona-Metall bestehen, welches vollständig in den Elektrolyten 11 eintaucht; das Diaphragma ist von gleicher zylindrischer Gestalt und gleichem Durchmesser, wie der Monel-Metall-Rohrabschnitt. Die Diaphragmen 9 und 10 sind konzentrisch zu den Kohleanoden angeordnet und haben gleichen Abstand
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zu den entsprechenden Anoden und den Stahlrohren 8, welche die Kathode darstellen. Es sind außerdem Rohre (nicht gezeigt) zum Ausströmen von Fluor und Wasserstoff, getrennt voneinander, aus der Zelle, sowie Rohre zum Einströmen von Fluorwasserstoffsäure in der Zelle vorgesehen.
Zwischen dem Behälter 1 und dem Deckel 3 der Zelle ist eine Dichtung 12 vorgesehen.
Die unteren Enden der rohrföinLgen Diaphragmen 10 enden in einer durch ein Gitter geschützten Öffnung 13f in welcher eine Steckbuchse 14 - vorzugsweise aus Polytetrafluoräthylen fest eingesetzt ist, hauptsächlich zur selbsttätigen Zentrierung der Anode 4 während des Zusammentais, und der sich ausbildenden zusätzlichen Funktion des Haltens der Anode.
Die Stoßfbuchseneinheit 7, welche - wie weiter oben erwähnt die doppelte Aufgabe hat, nämlich die Anode 4 zu tragen - während sie 6ie elektrisch gegen den Zellendeckel 3 isoliert - und vollkommene Dichtigkeit zu gewährleisten, so daß Fluor und Fluorwasserstoff nicht ais der Zelle entweichen können, ist ein Hülsenkörper 7» der in der Weise befestigt ist, daß er entlang der Anodenachse verschiebbar ist und auf die elastische Dichtung 15 durch den Zug, der durch
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die Schrauben, von denen nur die Achsen 16 in der Figur eingezeichnet sind, entsteht, wirkt. Die Hülse 7 und die Dichtung 15 sind Torzugsweise aus Polytetrafluoräthylen. Das Zusammenhauen und Auseinandernehmen der Anoden ist mit dieser Stopfbuchsenvorrichtung, welche perfekte Dichtigkeit gegenüber Austreten der im Inneren der Zelle gebildeten Gase gewährleistet, leicht und schnell vorzunehmen.
Bei jeder Anode 4 ist der aus der Zelle herausragende Abschnitt mit einem Überzug 5 aus leitendem Material, z. B. Kupfer, versehen, durch welchen die elektrische Stromführung erreicht wird, und der aus der Zelle heraus ragende Anodenabschnitt ist gasdicht gemacht. Hierdurch werden Verluste an Fluor und Fluorwasserstoff durch die Porosität der Kohleanoden vermieden.
Der Überzug 5 kann verschiedene Gestalt haben und z. B. eine Kappe sein, die der Anode an ihrem Ende aufgestülpt wird«
Die anodische elektrische Stromführung, die auf diese Weise verwirklicht ist, unterliegt tatsächlich keiner
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Korrosion oder dem Durchsickern des Elektrolyten zwischen der Kohle und den Metallteilen, sie "bietet einen geringen elektrischen Widerstand, der sich über die Zeit nicht ändert, wodurch konstante hohe Stromleistung während der Betriebszeit der Zelle gewährleistet ist. Eine derartige elektrische Stromführung der Anoden führt außerdem nicht zu einer Überhitzung, was zusammen mit der Korrosion das vorzeitige Brechen der Anoden und die Entstehung von CI^ verursacht - während im Gegensatz dazu eine lange Lebensdauer der Anoden gesichert ist.
Die"obige Beschreibung läßt erkennen, wie, wenn die Zelle in Betrieb ist, die Möglichkeit besteht, festzustellen, ob der Stromfluß einem vorbestimmten Wert entspricht. Diese^ Messung kann von Anode zu Anode mit Hilfe eines Gleichstromamperemeters vorgenommen werden. In dem Pail, wo die Anode gebrochen ist, ist es möglichs sie direkt zu ermitteln und zu ersetzen, ohne daß der Zellendeckel oder die anderen Anoden entfernt werden müssen. Es ist nur ein kurzes Unterbrechen des Betriebes der Zelle hierfür erforderlich.
Es ist experimentell bewiesen worden, daß die lebensdauer jeder Anode, die Teil dieser Zelle ist, wesentlich länger ist als die von Anoden, mit denen die bekannten Zellen aus—
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Al
gestattet sind - die bei einer Stromdichte von etwa 0,1 Ampere pro cm unter oder etwa bei vier Monaten liegt, während die Anoden, die mit der neuen elektrischen Verbindungsart versehen sind, wenn sie ebenfalls der Stromdichte von etwa 0,1 Ampere pro cm ausgesetzt <« sind, noch 15 Monate nach Beginn des Arbeitens der Zelle einwandfrei ohne ein Anzeichen einer Abnahme arbeiten und für eine wesentlich längere Zeit als 15 Monate vorgesehen werden können.
Es ist auch experimentell gefunden worden, daß, wenn man die Anoden der bekannten Zellen und die Anoden der Zellen nach der Erfindung bei einer Stromdichte von etwa 0,15 Amp/cm betreibt, die erst^i ein, bis zwei Monate halten, während die letzteren noch nach zwölf Monaten gut arbeiten* Es ist in der Tat festgestellt worden, daß die zuletzt genannten Anoden nach zwölf Monaten noch genauso wirksam sind, wie zu Beginn.
Nachstehend werden einige Beispiele zur Veranachaulichung der Erfindung gebracht.
Beispiel 1
Es wurde eine Zelle nach der Erfindung benutzt, bestehend aus einem Monel-Metall-Behälter von rechteckigem
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Querschnitt, der mit einem Mantel zum Kühlen des Elektrolyten sowie einem Stahldeekel, der mittels Schrauben am Behälter befestigt war, versehen war.
22 Anoden aus amorphem Kohlenstoff und zylindrischer Gestalt eines Durchmessers von 80 mm waren in zwei Reihen angeordnet. Der Anodenabschnitt, der in den Elektrolyten tauchte, war 450 mm lang. Die Anoden
waren unteinnander unabhängig, da die elektrische Stromführung
außerhalb der Zelle lag. Der Anodenabschnitt außerhalb deer Zelle war ganz mit Kupfer überzogen und mit einer Kupferklemme versehen, durch welche die Stromzufuhr gesichert war.
Die ffasdichtheit und die elektrische Isolierung wurden durch eine Stopfbuchse für jede Anode gewährleistet, 22 gasdichte Diaphragmen aus Monel-Metall in Form eines Rohres eines Durchmessers von 120 mm, konzentrisch zu den Anoden angeordnet, wurden zum Teil, 60 mm tief, in den Elektrolyten getaucht. Jedes dieser Diaphragmen war mit seinem oberen Ende mit
en
dem ZelYdeckel verschweißt und trug,an seinem untere» Ende befestigt, ein Rohr aus Monel-Metall einer lichten Weite von 120 mm9 einer Höhe von 390 mm, welches ganz in den Elektrolyten eintauchte.
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22 Stahlrohre eines Durchmessers von 16O mm und einer Länge von 390 mm wurden konzentrisch zu den Anoden und ihren Diaphragmen angeordnet, miteinander verschweißt und völlig in den Elektrolyten eingetaucht; sie stellten die Kathode dar. Der Elektrolyt war eine Mischung von Fluorwasserstoffsäure und Kaliumflorid der Zusammensetzung von etwa KP.1,8 HF. Die Betriebstemperatur war etwa 1000C. .
Die Zelle wurde mit einer Anodenstromdichte von etwa 0,1 Amp/cm betrieben«, Die festgestellte Lebensdauer der Anoden lag über 15 Monaten, was für die hier gebrachte Zelle insgesamt 24 · 10 Amp/h entspricht.
Als 15 Monate nach Beginn des Betriebs der Zelle der Betrieb zwecks Überprüfung unterbrochen wurde, wurden die Anoden herausgezogen und es zeigte sich, daß sie alle in bester Verfassung waren und einen Widerstand hatten- an der Kupfer-Kohlenstoff-Verbindung -, d£R gleich dem Widerstand war, den sie hatten, als sie neu waren, nämlich unter 1000 Mikro-Ohm. Der Wert dieses Widerstandes wurde zwischen den Anodenenden bestimmt, eine davon beschichtet, und die andere unbe-
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schichtet«
Beispiel 2
Deckel, Kathode und Diaphragma, wie sie bei den bekannten Zellen zur Herstellung von Fluor gebräuchlich sind, wurden zu einer Zelle zusammengebaut, bestehend aus einem Monel-MetaltBehälter gleicher Gestalt und Größe, wie in dem vorangegangenen Beispiel» (Zwecks besserer Information über die Struktur dieser bekannten Zellenart wird auf die eingangs gebrachten besonderen Artikel verwiesen). Genauer gesagt bestand die Anodeneinheit aus 8 Anodenpaaren aus amorphem Kohlenstoff, hatten rechteckigen Querschnitt und wurden von einem Metallträger gehalten, mit welchem sie fest verschraubt waren. Die Anoden haltenden Träger befanden sich in der Zelle und wurden wiederum von drei Kupferleiter tragenden Stäben gehalten, welche aus dem Deckel durch die Stopfbucheenvorrichtung ragten.
Die Abstände zwischen Anoden, Diaphragmen und Kathoden waren die gleichen wie in dera vorstehenden Beispiele
Die Zelle wurde mit einer Anodenstromdichte von etwa 0,1 Amp/em betrieben.
Es wurden mehr er© Versuche durchgeführt ^ aber lceinsr
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dauerte länger als 4 Monate, was insgesamt 6,4 · 10 Amp/h entspricht; In einer kürzeren Zeit oder meistens 4 Monate nach Beginn der Zelle wurde das Brechen einer oder mehrerer Anoden festgestellt, was dazu nötigte,die Zelle auseinanderzunehmen und die Anodeneinheit zu ersetzen. Am Schluß jedes Versuches wurde festgestellt,
daß der Widerstand zwischen den Kohleanoden und dem Metallträger einen Wert hatte, der wesentlich über dem Wert zu beginn des Versuches lag. Während der Widerstand der neuen Anodeneinheit unter 1000 Mikro-Ohm pro Anode lag (die Messung dieses Widerstandes wurde zwischen dem Anodenende und dem Metallträger vorgenommen), lag er am Ende jedes Versuches im Bereich von 40.000 bis 100.000 Mikro-Ohm bei den gebrochenen Anoden und bei bis zu 10.000 Mikro-Ohm bei den unbeschädigten Anoden.
Beispiel 3
Es wurde eine Zelle nach der Erfindung benutzt« Die Zelle bestand aus einem Behälter aus Monel-Metall rechteckigen Querschnitts, der mit einem Kühlmantel und einem Stahldeckel versehen war.
Es wurden zwei Anoden aus amorphem Kohlenstoff benutzt. Ihre Gestalt und Größe sowie die Art der
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(Stromführung)
elektrischen Verbindung/war die gleiche, wie im Beispiel 1· Die Diaphragmen aus Monel-Metall waren ebenfalls zwei an der Zahl und die Kathode bestand aus zwei Stahlrohren. Auch sie hatten die gleiche Gestalt, Größe und baulichen Merkmale, wie in Beispiel 1 beschrieben. Der Elektrolyt hatte eine Zusammensetzung von etwa KF . 1,8 HF, die Betriebstemperatur lag bei 10O0C.
Die Zelle wurde mit einer Anodenstromdichte von etwa 0,15 Amp/cm betrieben. Die Lebensdauer der Anode lag über 12 Monate. .
Beispiel 4
Es wurde eine Zelle der für die Herstellung von Fluor gebräuchlichen Art hergestellt und Deckel, Kathode, Anode und Diaphragma zu einer Versuchszelle zusammengestellt, die von einem Behälter gebildet wurde, welcher dem in Beispiel 3 beschriebenen entsprach.
Es wurden zwei Anoden aus amorphem Kohlenstoff und rechteckigen Querschnitts vorgesehen? sie waren fest mit dem Anoden tragenden Metallträger, der in der Zelle angeordnet war, verschraubt.
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Die Abstände zwischen Anoden, Diaphragmen und Kathoden sowie der benutzte Elektrolyt und die Bettebstemperatur waren die,gleichen, wie in allen vorstehenden Beispielen,
Die Zelle wurde mit einer Anodenstromdichte von etwa
0,15 Amp/cm betrieben. Die Lebensdauer der Anoden war kürzer oder in den meisten Fällen 2 Monate.
Die vorstehenden Beispiele zeigen deutlich, daß die verbesserte Zelle nach der Erfindung die Lebensdauer der Anoden erhöht, wodurch die zwangsläufigen Unterbrechungen des Betriebes erheblich herabgesetzt werden.
Darüber hinaus kann eine gelegentlich gebrochene Anode sofort außerhalb der Zelle festgestellt werden und das Auswechseln der gebrochenen Anode erfordert wesentlich weniger Zeit als der gleiche Vorgang bei den bekannten Zellen. Die Kosten sind erheblich gesenkt, und zwar sowohl dadurch, daß der Austausch der gebrochenen Anoden wesentlich einfacher ist, als auch dadurch, daß das Brechen der Anoden sehr viel seltener vorkommt.
Darüber hinaus ist die neue elektrische Verbindung zwischen Kohleanoden und Metallteil nach dem Äußeren
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der Zelle verlegt und kann folglich durch Korrosion nicht beeinflußt werden. Daraus ergibt sich, daß die Verbindung bei langem Betrieb ao. Leistung nicht verliert und die elektrische Leistung immer auf gleicher Hohe bleibte .
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ORIGINAL INSPECTED

Claims (4)

ΡΛΤΕΝΤΑΛ »V'ÄLTiC L I ZbO Z J dr.ing. H. NEGENDANK · dipl.-ing. H. HAUCK · dipl.-phys. W, SCHMITZ HAMBURG-MÜNCHEN ZUSTE L LUNGSAN SCHRIFT: HAM BURG 36 · NEUER WALL 41 TKI.. 36 74 28 UND 3β 41 13 TELEGH. NEGEDAPATENT HAMBURG Montecatini Edison S.p.A. München 15 · mozartstr.23 31, Foro Buonaparte · ΤΕ1··"8Ο58β TELEGH. NEGEIIAPATENT MÜNCHEN Mailand. Italien Hamburg, 9. Sept. 1971 Patentansprüche;
1. Verbesserte elektrolytische Zelle zur Herstellung von
Fluor, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit Kohleanoden (4) versehen ist, die aus der Zelle herausragen, wobei der
herausragende Teil jeder Anode (4) mit einem gasdichten
Überzug (5) aus gut leitendem Material versehen ist,
durch welche elektrische Stromführung gewährleistet
ist.
2. Elektrolytische,Zelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (5) eine dem Anodenende aufgestülpte Kappe ist.
3. 2elle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß Jede Anode (4) vom Zellendeckel (3) durch eine Stopfbuchsenvorrichtung (7) gehalten wird.
4. Zelle nach Anspruchs, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anoden (5) von rundem Querschnitt sind, eine aus
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einem im wesentlichen zylindrischen Rohr bestehende Kathode (8) mit jeder Anode (4) koaxial verbunden ist und ein Diaphragma (9) vorgesehen ist, welches ebenfalls aus einem im wesentlichen zylindieisehen Rohr besteht, das zur Anode (4) koaxial und zwischen Anode (4) und. Kathode (8) angeordnet ist.
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DE2126820A 1970-06-01 1971-05-29 Elektrolytische Zelle mit Kohleanoden zur Herstellung von Fluor Expired DE2126820C3 (de)

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