DE2922773C2 - - Google Patents
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- DE2922773C2 DE2922773C2 DE2922773A DE2922773A DE2922773C2 DE 2922773 C2 DE2922773 C2 DE 2922773C2 DE 2922773 A DE2922773 A DE 2922773A DE 2922773 A DE2922773 A DE 2922773A DE 2922773 C2 DE2922773 C2 DE 2922773C2
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer
Elektrolysezelle, die einen Behälter für den Elektrolyten,
mehrere blechartige Elektroden in diesem Behälter sowie Glie
der zum Anschließen der Elektroden an die Stromquelle umfaßt.
Es ist heute allgemein üblich, im Zusammenhang mit der Gewinnung
von Chlor und Alkali, Hypochloriten und Chloraten mit Edelmetal
len oder deren Oxiden überzogene Titananoden einzusetzen. Ganz all
gemein werden diese Anoden dabei zum Beispiel über eine durch
die Wand der Elektrolysewanne geführte, mit einer Dichtung verse
hene Schraubverbindung an die Stromschiene angeschlossen. Über
solche oder ähnliche Vebindungen, zum Beispiel Flanschverbindungen,
können auch aus anderen Metallen als Titan hergestellte Teile an
die Stromschiene angeschlossen werden. So hat man zum Beispiel in
gewissen Fällen einen Titanrohr-Kupferkern-Elektrodenschaft verwen
det, wobei der Kupferkern über ein angeschnittenes Gewinde an der
Anode selbst und mit seinem anderen Ende über eine Schraubverbin
dung zum einen an der Wandung des Elektrodenkastens, zum anderen
an der Stromschiene befestigt ist. Allen Schraubverbindungen ist der
Nachteil gemeinsam, daß sie an den Kontaktflächen Übergangswi
derstände verursachen und damit natürlich auch Energieverluste.
Die innerhalb des Elektrolysekastens befndlichen Schraubverbindun
gen stellen auch insofern eine schlechte Lösung dar, als die Bäder
lauge in sie einzudringen vermag und Korrosion verursacht, insbe
sondere wenn unterschiedliche Werkstoffe miteinander verbunden wer
den müssen. Auch sind die mit den Schraubverbindungen verbundenen
Dichtungen in der Praxis sehr wartungsaufwendig. Außerdem ver
ursachen Schraubverbindungen aus Titan einen langen, den Strom
schlecht leitenden "Titan-Stromweg".
Stromschienen aus Aluminium hat man auch ohne Schraubverbindung
an das Ende der Titanelektroden angeschlossen. An den die Zellen
mantelwand durchbrechenden Elektrodenschaft kann eine Aluminium
verdickung angegossen werden, die dann zum Beispiel über eine
Schraubverbindung an der Aluminium-Stromschiene befestigt wird, wie
es in der GB-PS 11 27 484 beschrieben ist. Hierbei ergibt
sich ein verhältnismäßig langer Titan-Stromweg, was infolge der
schlechten elektrischen Leitfähigkeit des Titans gleichbedeutend
mit Energieverlusten ist. Außerdem bewirkt der lange Elektroden
schaft einen zusätzlichen Titanverbrauch. Auch das Angießen der
Halterungs-Enden an das Aluminium ist ein schwieriger Arbeitsgang.
Die Verbindung zwischen Stromschiene und Titananode wurde auch
durch Befestigung der Elektrode mittels Bolzen an innerhalb
des Elektrolysekastens befindlichen Anodenstützen verwirklicht. Die
se Stützen können in einem Arbeitsgang durch Widersandsschweißen
an das Titan-Mantelteil und dieses wiederum an den Aluminiumleiter
angefügt werden, vorausgesetzt, daß das Aluminium eine Dicke von
weniger als 3 mm hat, wie in der GB-PS 11 25 493 dargelegt
ist. Die Schwäche dieser Konstruktion liegt vor allem darin, daß
sie sich nicht in Verbindung mit dicken Stromschienen eignet wie
sie beim Arbeiten mit hohen Strömen und Stromdichten üblich sind.
Im Falle dünner Aluminiumbleche muß die Aluminium-Oberflächen
schicht noch über eine besondere Verbindung an den Aluminium-Strom
leiter angeschlossen werden. Das gleiche trifft für die in diesem
Patent erwähnten anderen Methoden zur Beschichtung von Titan mit
Aluminium, wie das Explosionsfügen, zu. Dabei gestaltet sich die
Herstellung der Durchführungen, wie zum Beispiel der Rohrstutzen,
schwierig, ganz abgesehen davon, daß eine solche Konstruktion auch
kostspielig ist.
In der DE-OS 26 03 626 ist eine andere
Lösung zur Befestigung der Aluminium-Stromschiene an das Mantel
teil des Titan-Elektrolysekastens dargelegt: Ein Kupfer-, Aluminium-,
Stahl- oder Titanzapfen wird durch Reibungsschweißen oder Kon
densatorbolzenschweißen an das Titan-Mantelteil angefügt. Der
Aluminiumzapfen kann dann in entsprechende Bohrungen der Strom
schiene eingeführt und an die Schiene angeschweißt werden. Die
Schwäche dieser Konstruktion liegt darin, daß infolge der schlech
ten elektrischen Leitfähigkeit des Titans eine große Anzahl sol
cher Aluminiumzapfen erforderlich ist um den Strom in den Elek
trolysekasten zu leiten.
Wie bereits dargelegt wurde, können die Titananoden über Bolzen
an den an die Innenfläche des Titan-Mantelteils angeschweißten
Stützen befestigt werden, wobei an den Kontaktflächen Übergangs
widerstand auftritt. In der DE-OS
26 03 626 wiederum ist dargelegt, daß das an seiner unteren Kante
gebogene Anodenblech an den Stützleisten durch Kehlnathschweißen
befestigt wird. Weiter ist darin auch dargelegt, daß die Anoden
direkt an die Oberfläche der aus Metall bestehenden Bodenplatte
angeschweißt werden können. Diese vorgenannte Anschlußmethode ist
insofern schlecht, als die Anodenbleche während des Schweißens auf
irgendeine Weise ausgerichtet werden müssen damit ihre Befestigung
an der richtigen Stelle erfolgt.
Mit der vorliegenden Erfindung wird somit bezweckt, eine Elektroly
sezelle zu schaffen, bei welcher der Stromweg zwischen den an den
einen Pol der Stromquelle angeschlossenen Stromschienen oder Hänge
leitern und den ihnen zugeordneten Elektroden möglichst kurz und
der Übergangswiderstand möglichst gering ist.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur
Herstellung einer Elektrolysezelle, die einen Behälter für den
Elektrolyten, mehrere blechartige Elektroden in diesem Behälter
sowie Glieder zum Anschließen der Elektroden an die Stromquelle
umfaßt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß zumindest die mit
dem einen Pol der Stromquelle verbundenen Glieder von Alumi
nium-Stromschienen oder -Hängeleitern oder bei Verwendung von
Aluminium als Schweiß-Zusatzwerkstoff alternativ von Kupfer-
Stromschienen oder -Hängeleitern gebildet werden, die auf der
zu den Titanelektroden entgegengesetzten Seite des Titanmantel
teils des Elektrolysebehälters an diesem oder direkt an den
Titanelektroden, entweder durch Schutzgas-Lichbogenschweißen,
durch MIG- oder WIG-Schweißen oder unter vorherigem Aluminium-
Auftragschweißen des Titanmantelteils des Elektrolysebehälters
oder der Titanelektroden, befestigt werden.
Die Anoden können gemäß einer Ausführungsform der Erfindung an
die an die Mantelinnenfläche angeschweißten Anodenstützen,
-halterungen o. dgl., in die eine Kerbe eingearbeitet ist, oder
an eine in das Titan-Mantelteil eingearbeitete Kerbe angeschweißt
werden, wobei in letzterem Falle Voraussetzung ist, daß das Titan-
Mantelteil eine ausreichende Dicke aufweist, wobei dann die senk
rechte Kerbwand als Führung der Anode dient und das Schweißen von
der anderen Seite der Anode erfolgt.
Bei der erfindungsgemäßen Elektrolysezelle wird der Übergangswi
derstand vermieden, ein kurzer Titan-Stromweg erzielt, und die Ano
den lassen sich zum einen in gleichen gegenseitigen Abständen und
zum anderen so anordnen und ausrichten, daß sich eine günstige
Stromspeisung ergibt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Aluminium-Stromschiene
durch MIG- oder TIG-Schweißen unmittelbar an das Titan-Mantelteil
angefügt. An einem geschweißten Probestab durchgeführte Zugversuche er
gaben, daß die Schweißnaht eine ebenso große oder nahezu eben
so große Festigkeit wie Aluminium aufweist. Widerstandsmessungen
ergaben, daß der Übergangswiderstand der Schweißnaht gleich null
und der Gesamtwiderstand gleich der Summe der Widerstände der
Ti- und Al-Stäbe ist. Es kann somit konstatiert werden, daß mit
Hilfe von Schutzgaslichtbogenschweißen eine Kontaktfläche zwi
schen Titan und Aluminium erzielt wird, deren Übergangswiderstand
gleich null ist. Werden die Aluminium-Stromschienen gemäß der
Erfindung geschweißt, so erhält man eine große Kontaktfläche zwi
schen Aluminium und Titan. Um eine Kontaktfläche mit dem Übergangs
widerstand null zu erzielen kann man auch wie folgt verfahren: Auf
das Titan-Mantelteil oder die Titanelektrode wird durch MIG- oder
TIG-Auftragschweißen eine Aluminiumschicht aufgebracht, an die dann
die Stromschiene bzw. Hängeleiter auf normale Weise angeschlos
sen werden.
Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen näher beschrieben. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Elektrolysezelle im Schnitt,
Fig. 2
eine Teilansicht im Schnitt längs der in Fig. 1 angedeuteten Linie
A-A,
Fig. 3 die Perspektivansicht einer alternativen Ausführungsform
in aufgeschnittenem Zustand,
Fig. 4 eine Teilansicht der in Fig. 3
gezeigten Elektrolysezelle im Schnitt,
Fig. 5 die Teilansicht
einer dritten Ausführungsform zur Befestigung der Anoden am Titan-
Mantelteil im Schnitt,
Fig. 6 und 7 die Befestigung von Anoden mit
und ohne Aufhängeglieder am Titan-Mantelteil,
Fig. 8 den stirnsei
tigen
Schnitt durch eine erfindungsgemäße Zelle zur elektrolytischen
Gewinnung von Metallen und
Fig. 9 einen Schnitt längs der in Fig. 8
angedeuten Geraden B-B.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Elektrolysezelle ist der den Elektro
lyten enthaltende Kasten mit der Bezugszahl 1, das Titan-Mantel
teil mit der Bezugszahl 2 bezeichnet. Das Titan-Mantelteil 2 ist
vom Kasten 1 elektrisch isoliert. Das Mantelteil 2 ist über mehrere
nebeneinander befindliche keilförmige Aluminium-Stromschienen
ans Anodenpotential der Stromquelle angeschlossen, und auf der ent
gegengesetzten Seite des Mantelteils 2 sind mehrere blechförmige
Titanelektroden 3 parallel zueinander und quer zu den auf der ent
gegengesetzten Seite des Titan-Mantelteils 2 befestigten Strom
schienen 4 befestigt. Ins untere Teil des Elektrolytkastens 1 er
strecken sich außerdem an das Kathodenpotential der Stromquelle an
geschlossene Stromschienen 6, an denen mehrere blechartige Kato
den 5 befestigt sind, die sich in teilweiser Überdeckung mit den
Anoden 3 in einem Abstand von diesen im Elektrolyten befinden.
Die Stromschienen können, je nachdem an welcher Wand die Elektroden
befestigt sind, auch auf andere Weise als in Fig. 1 dargestellt
angeordnet sein.
Die vorliegende Erfindung betrifft in erster Linie die Befestigung
der Stromschienen 4 und der Titananoden am Titan-Mantelteil 2 auf
eine solche Weise, daß ein möglichst kurzer Titan-Stromweg und
ein geringer Übergangswiderstand erzielt werden. Durch die keil
artige Form der Aluminium-Stromschiene 4 wird die schlechtere
Stromleitfähigkeit der kathodischen Stahl-Stromschienen 6 kompen
siert und damit eine gleichmäßige Stromverteilung erzielt. Dient als
kathodischer Grundwerkstoff Titan, kann das erfindungsgemäße Ver
fahren auch auf der Kathodenseite in gleicher Weise wie auf der Ano
denseite angewandt werden.
Aus Fig. 2 geht näher hervor, daß die Stromschienen 4 unmittelbar
an das Titan-Mantelteil 2 angeschweißt sind, wodurch eine einfache
und billige Konstruktion erzielt wurde, die frei von Übergangswi
derständen ist und eine gleichmäßige Stromverteilung auf die an
der Innenfläche des Deckelteils 2 sitzenden Titan-Anoden 3 gewähr
leistet. Die Stromschienen 4 werden am Mantelteil 2 durch Schutz
gaslichtbogenschweißen, vorzugsweise durch MIG- oder TIG-Schweißen,
befestigt. Das Anschweißen von Kupfer-Stromschienen an das Titan-
Mantelteil erfolgt nach dem MIG- oder TIG-Verfahren und unter Einsatz von
Aluminium als Zusatzwerkstoff.
Bei der in Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsform sind innenseitig
an das Titan-Mantelteil 2 durch MIG- oder TIG-Schweißen in einem
gegenseitigen Abstand voneinander mehrere Stützen 7 für die Anoden
3 bzw. eine zusammenhängende Stütze pro Anode angebracht. Falls
die Anoden 3 am Mantelteil 2 befestigt sind und zwischen den Anoden
3 und dem Mantelteil Durchlässe durch die Gasströmungen und den Lau
genumlauf belassen werden müssen, empfiehlt es sich, pro Anode 3
statt einer zusammenhängenden Stütze mehrere kleinere Stützen 7 an
zuordnen. Die Stützen 7 bestehen aus Titan und haben an ihrer
einen Kante eine eingearbeitete, zu den übrigen die gleiche Anode 3
tragenden Stützen 7 parallele Kerbe, deren zum Mantelteil 2 senk
recht verlaufende Wandung 8 als Anodenführung dient, wobei das
Anschweißen von der anderen Seite aus an die andere Wandung 9 der
Kerbe erfolgt. Auf diese Weise gelangen die Anoden 3 exakt an die
richtige Stelle, lassen sich präzis zueinander und zu den Kathoden
ausrichten, und beim Auswechseln der Anoden 3 lassen sich diese
durch Abschleifen der Schweißnaht 10 leicht und schnell von ihren
Stützen 7 lösen. Danach können die neuen Anoden 3 in exakt der
gleichen Stellung wie die alten Anoden 3 angeschweißt werden, denn
die Führungsfläche 8 der Kerbe wurde im Zusammenhang mit dem Aus
wechseln der Anoden 3 in keiner Weise angetastet.
Gemäß der Erfindung kann alternativ auch in das Titan-Mantelteil 2,
vorausgesetzt es ist dick genug, zum Beispiel eine rechteckige,
vorzugsweise jedoch eine Kerbe der in Fig. 5 gezeigten Art, einge
arbeitet werden, wobei die zum Manelteil 2 senkrechte Seite 17 der
Kerbe als Führung der Anode 3 dient und das Anschweißen von der
anderen Seite 18 aus erfolgt. Werden alle Kerben in richtiger Länge
und konzentrisch zur Mittellinie der Anodengruppe ausgeführt, wird
ein müheloses Ausrichten der Anoden auch in seitlicher Richtung er
zielt. Außerdem ergibt sich beim Anschweißen des Anodenbleches 3
eine große Kontaktfläche zwischen dem Titan-Mantelteil 2 und der
Anode 3. Das Entfernen der Anoden 3 gestaltet sich ebenso einfach
wie im vorangehend beschriebenen Falle; die Konstruktion bietet je
doch den Vorteil, daß keine besonderen Stützen für die Anoden 3
an der Innenseite des Titan-Mantelteils 2 angebracht werden brauchen.
Außerdem wird so ein noch kürzerer Titan-Stromweg erzielt. Beim
Arbeiten mit blechartigen Titananoden 3 brauchen diese nicht ganz
bis zur Kante beschichtet zu werden, so daß eine eventuelle
Beschädigung der Beschichtung im Zusammenhang mit dem Schweißen
vermieden wird (in den Fig. 6 und 7 ist der beschichtete Be
reich durch Schrägraster dargestellt).
Erfolgt die Stromspeisung der Anoden 3 über den Boden oder eine Sei
tenwand des Elektrolysekastens 1, so können die Anoden 3 als zu
sammenhängende, d. h. ununterbrochene Bleche ausgeführt werden. Er
folgt hingegen die Stromzufuhr über das Deckelteil 2 des Kastens 1,
so kann man die Gasableitung und den Laugenumlauf dadurch sicherstel
len, daß man die Anodenstütze nicht als einheitliches Stück son
dern als Teilstücke mit Zwischenlücken ausführt. In Fig. 6 ist eine
solche Teilungsweise gezeigt. Werden die Anodenbleche wiederum in
innenseitig am Deckelteil 2 befindliche Rillen eingesetz, so kann die
Titananode 3 mit Haltegliedern 11 versehen werden, zwischen denen das
Gas entweichen und die Lauge zirkulieren kann. Ein Beispiel einer
solchen Konstruktion ist in Fig. 6 gezeigt. Bei der in Fig. 7 darge
stellten Konstruktion ist die Anode 3 am Titan-Mantelteil 2 befe
stigt und ohne Halteelemente ausgeführt. Werden auch die Kathoden aus
dem Grundmaterial Titan hergestellt, so lassen sich alle vorange
hend gegebenen Beispiele auch auf die Kathodenseite anwenden.
In Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung für Me
tallelektrolysen-Zwecke dargestellt, bei der die Elektroden 3 so
an Hängeleitern 12 aufgehängt sind, daß sie im Inneren des Elektrolyse
kastens 1 hängen. Wie aus Fig. 9 deutlicher hervorgeht, ist die
einzelne Elektrode 3 mit ihrer oberen Randpartie 16 in einem am
Hängeleiter 12 befindlichen, in Längsrichtung verlaufenden und
sich in Vertikalrichtung durch diesen erstreckenden Spalt an
geordnet. Die Elektrode 3 besteht aus Titan, der Hängeleiter 12
entweder aus Kupfer oder Aluminium. Der Spalt weitet sich nach oben
zu, und die obere Kante der Elektrode 3 ist an dieser Erweiterung
so an den Hängeleiter 12 angeschweißt, daß die Schweißnaht 14
straff zwischen die schrägen Wände 15 des Spaltes gepreßt wird.
Auf diese Weise wird die Elektrode 3 sehr straff am Hängeleiter 12
befestigt, da ja ihre Oberkante 16 regelrecht in den Spalt ein
gekeilt wird.
Gemäß der gemachten Erfindung kann die Elektrode 3 auch auf andere
als in den Beispielen beschriebenen Weisen an den Hängeleiter 12 an
geschweißt werden, zum Beispiel durch Anschweißen des Elektroden
schaftes seitlich an den Hängeleiter oder durch Schweißen des Hän
geleiters unter den passend gebogenen Elektrodenschaft.
Bei der elektrolytischen Gewinnung von Chloraten können Titanelek
troden auch als Kathoden verwendet werden, wenngleich sich diese sehr
rasch abnutzen, da der an der Kathode entstehende Wasserstoff in sta
tu nascendi Titanhydrid bildet.
Zur Erzielung einer Kontaktfläche mit dem Übergangswiderstand null
kann man auch folgendermaßen verfahren: Auf das Titan-Mantelteil
oder die Titanelektrode wird durch MIG- oder TIG-Auftragschweißen
eine Aluminiumschicht aufgebracht, und an diese werden dann auf
herkömmliche Weise zum Beispiel durch Schweiß- oder Schraubver
bindung die Stromleiter befestigt (der Al/Al-Übergangswiderstand
ist gering).
Die Befestigung der Hängeleitung an die Titanelektroden kann durch
Schweißen unter Anwendung auch anderer Anschlußarten als oben
erwähnt erfolgen, zum Beispiel durch Anschweißen des Elektroden
schaftes seitlich an den Hängeleiter oder durch Schweißen des
Hängeleiters unter den gebogenen Elektrodenschaft.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung einer Elektrolysezelle,
welche einen Behälter (1) für den Elektrolyten,
mehrere blechartige Elektroden (3, 5) in diesem
Behälter (1), sowie Glieder (4, 6, 12) zum Anschlie
ßen der Elektroden an die Stromquelle umfaßt,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest die mit dem einen Pol der Stromquel
le verbundenen Glieder von Aluminium-Stromschienen
oder -Hängeleitern oder bei Verwendung von Alumi
nium als Schweiß-Zusatzwerkstoff alternativ von
Kupfer-Stromschienen (4, 6) oder -Hängeleitern
(12) gebildet werden, die auf der zu den Titanelek
troden (3) entgegengesetzen Seite des Titanmantel
teils (1 oder 2) des Elektrolysebehälters an
diesem oder direkt an den Titanelektroden, entwe
der durch Schutzgas-Lichtbogenschweißen, durch
MIG- oder WIG-Schweißen, oder unter vorherigem
Aluminium-Auftragschweißen des Titanmantelteils (1
oder 2) des Elektrolysebehälters oder der Titan
elektroden (3, 5) befestigt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hängeleiter (12) wenigstens einen in Längsrich
tung verlaufenden, die Aufhängestange vertikal durch
brechenden Spalt aufweist, in dem die Titanelektrode
(3) mit ihrer Oberkante (16) durch eine Schweißnaht
(14) an der Aufhängestange (12) befestigt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spalt bzw. die Spalte im Hängeleiter (12) sich
nach oben zu weitet bzw. weiten, so daß die Oberkante
(16) der Titanelektrode (3) einschließlich ihrer
Schweißnaht (14) zwischen den schrägen Flächen (15)
des sich nach oben weitenden Spaltes bzw. der sich
nach oben weitenden Spalte eingekeilt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Titanelektroden (3) an die Innenfläche des Ti
tanmantelteils (1 oder 2) der Elektrolysezelle ange
schweißt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in die Innenfläche des Titanmantelteils (1 oder 2)
für jede Titanelektrode (3) eine längliche Nut einge
arbeitet wird, deren eine Fläche (17) senkrecht zur
Fläche des Mantelteils (1 oder 2) verläuft, während die
entgegengesetzte Seitenwand (18) abgeschrägt ist, und
daß die Titanelektroden (3) mit ihrer Kante so in die
Nut eingesetzt werden, daß sie gegen die senkrechte
Fläche (17) ausgerichtet sind und daß anschließend die
Titanelektroden (3) von der abgeschrägten Seitenwand
(18) der Nut aus an die Innenfläche des Mantelteils (1
oder 2) so geschweißt werden, daß die Nuten auf gleiche
Linie zentriert sind.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenfläche des Ti
tanmantelteils (1 oder 2) der Elektrolysezelle für jede
Titanelektrode (3) zunächst ein oder mehrere Stützglie
der (7) befestigt werden, in die ein Einschnitt einge
arbeitet wird, dessen eine Fläche (8) senkrecht zur
Innenfläche des Mantelteils (1 oder 2) verläuft, wobei
die Titanelektrode (3) so in diesen Einschnitt einge
setzt wird, daß sie an der senkrechten Fläche (8) an
liegt und die Titanelektrode (3) ausrichtet und daß die
Titanelektrode (3) auf der anderen Fläche (9) des Ein
schnittes angeschweißt wird.
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