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ANLAGE ZUR WÄRMEBEHANDLUNG VON FEINDISPERSEM MATERIAL Die Erfindung
bezieht sich....auf Anlagen zur Herstellung von Baustoffen, genauer auf Anlagen
zur Wärmebehandlung von feindispersem Material, insbesondee Zement.
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Bekannt sind zum Beispiel Anlagen zur Wärmebehandlung feindisperser
Materialien der Firma Wedag (BRD), bestehend aus einigen Stufen von einzelnen und
gekoppelten Zyklon -M1ärmeaustauschern, die hintereinander abwechselnd aufgestell
und durch Staub - und Gasleitungen verbunden sind.
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In den bekannten Anlagen sichern die letzten im Gasgang stehenden
Zyklone jedoch keine effektive Entstau bung, und feindisperses Material scheidet
sich in ihnen nicht vollständig » Das verursacht die Verunreinigung der Atmosphäre
mit Staub und führt zur Verletzung der Sanitäts -und Hygieneanforderungen an die
Arbeit der Betriebe.
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In den genannten Anlagen betritt außerdem der lIeilSgas -strom zuerst
den Einzelzyklon und danach die Zwillingszyklone, wodurch keine genügend effektive
Abscheidung des teilweise mit Wärme behandelten feindispersen Materials und dessen
Zuführung in den Ofen gesichert wird. Der gleich nach dem Ofen angeordnete Einzelzyklon
soll in diesem Zusammenhang mit einem großeren Durchmesser im Vergleich zu den Durchmessern
der nachfolgenden Zyklone gebaut werden, da die Gase, die eine hohe Temperatur aufweisen,
ihr Volumen vergrö.
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Bern, das führt aber zur
Senkung des Nutzeffektes
des Zyklons.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Entwicklung einer Anlage
zur Wärmebehandlung von feindispersem Material mit einer julordnung von Zyklonen,bei
der es möglich ist,eine effektive Abscheidung des feindispersen Mate -rials in der
letzten und ersten Stufe mit geringstem energe -tischen Aufwand zur Überwindung
des hydraulischen Widerstandes des gesamten Systems zu gewährleisten.
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Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst,daß in der An -lage zur
Wärmebehandlung von feindispersem Material,die einige Stufen von gekoppelten und
einzelnen Zyklon - Wärmeaustauschern enthält,die hintereinander abwechselnd aufgestellt
und untereinander durch Staub - und Gasleitungen verbunden sind ,erfindungs.
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gemäß,die erste und dritte Stufe des Zyklonwärmeaustauschers in Richtung
der Gasbewegung aus Zwillingszyklonen und die zweite und vierte Stufe aus Einzelzyklonen
besteht,wobei der letzte Zyklon der zur Abscheidung von feindispersem Material dient,
mehrstufig ausgebildet ist.
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Ein solcher Aufbau der Anlage ermöglicht es,eine effek -tive Abscheidung
von feindispersem Material im letzten in Richtung der Gasbewegung stehenden Zyklon
dadurch zu sichern, daß er mehrstufig ausgebildet ist,und in den ersten in Reich
-tung der Gasbewegung stehenden Zyklonen dadurch, daß sie als Zwillingszyklone ausgeführt
sind.
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Nachstehend wird die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels
mit Bezugnahme auf
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 den Aufbau der erfindungsgemäßen Anlage,schematisch
dargestellt;
Fig. 2 mehrstufigen Zyklon - Abscheider,der in dieser An -lage zum Einsatz kommt.
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Die Anlage zur Wärmebehandlung von feindispersem Material besteht
aus vier Stufen I, II, III und IV (Fig.1).
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Die Stufe I ist in Form von zwei parallel angeordneten Zyklonen 1
und 2 ausgeführt,die fur die Erhitzung des fein -dispersen Matorials mit Heizgas
bestimmt sind.
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Für die Zuführung von Heizgas in de Zyklone 1 und 2 dienen die Rohrstutzen
3 und 4 für die Abfiihrung des in den Zyklonen erhitzten feindispersen Materials
dienen die Staubleitungen 5 und 6.
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Die Gasaustrittsstutzen 7 und 8 der Zyklone 1 und 2 sind mit der
Stufe 11 der Anlage verbunden, die in Form eines Einzel -zyklons 9 ausgebildet ist.
Die Austrittsstaubleitung 10 für dieperses Material geht in die Gasleitung 11 ein.
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Der Gasaustrittsstutzen 12 verzweigt sich und steht mit den Zyklonen
13 und 14 der Stufe 111 in Verbindung.
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Die Austrittsstaubleitungen 15 und 16 für feindisperses Material
treten in die Rohrstutzen 7 und 8 ein und die Gasaus -trittsstutzen 17 und 17t sind
mit der Stufe IV verbunden, die in
Form eines mohrstufigen Zyklons
18 ausgeftihrt ist,der als Ab -scheider für feindisperses Material dient.
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Der mehrstufige Zyklon 18 (Fig.2) ist in Form eines zylin -drischen
Gehäuses 19 mit Trichterboden 20 und Gasaus -trittsstutzen 21 ausgebildet.Innerhalb
des Rohrstutzens 21 ist ein zusätzlicher Zyklon 22 angeordnet,der zum Auffangen
von feindispersem Material vorgesehen istsdas sich im Außengehäuse 19 nicht abgeschieden
hat.
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Der zusätzliche Zyklon 22 besteht aus zwei Kegelstümpfen 23, 24,
die ineinander eingesetzt und mit schrägen Leitschau -feln 25 miteinander verbunden
s;nd tdie die Gasmenge zum Um -lauf bringen.
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Der Eintritt von Gas in den mehrstufigen. Zyklon - Abschei -der 18
erfolgt durch die tangential angeordneten Rohrstutzen 26 und 27 und der Austritt
von Gas erfolgt durch den Kegel -stumpf 23.Die Bodenöffnung 28 des Zusatzzyklons
22 und die Bodenöffnung 29 dos Außengehäuses 19 mit dem Trichterboden 20 dienen
zum Abschütten von feindispersem Material.
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Bunker 30, 31 (Fig.1) sind fur die Zufuhrung des der Wärmebehandlung
z@ unterziehenden feindispersen Materials vorgese -
hen und durch Staubleitungen 32 und 33 mit Gasleitungen 17 und 17' verbunden Die
Anlage hat folgende Wirkungsweise.
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Feindispersos Gemisch aus den Bunkern 30 und 31 (Fig.1)
wird
durch die Staubleitungen 32 und 33 den Gasleitungen 17 und 17' zugeführt,wo es von
don Heißgasen aufgefangen und in den mehrstufigen Zyklon - Abscheider 18 der Stufe
IV (Fig.2) mitge -rissen wird. In diesem Zyklon wird das feindisperse Gemisch zu
98 - 99 % von Gasen getrennt und durch die Staubleitung 34 (Fig.1) gelangt es in
die Gasleitung 12 der Stufe III.In der Gasleitung 12 erfolgt der Wärmeaustausch
zwischen feindispersem Gemisch und Heißgasen.Danach rieselt das feindisperse Gomisch
in die Zyklone 13 und 14 der Stufe III.Beim Durchgehen aller vier Stufen wird das
feindisperse Gemisch erhitzt und teilweise entkohlt und dann gelangt über die Staubleitungen
5 und 6 in den Ofen (auf der Zeichnung nicht gezeigt) zum Rösten.
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Heißgase treten aus dam Ofen durch die Gasleitung 11 in die Zyklone
1 und 2 der Stufe 1 einund reißen das feindisperse Gemisch mit,das über die Staubleitung
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,und geben ihm einen Teil ihrer Wärme ab.
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In den Zyklonen'der Stufe I erfolgt die Trennung der Gase von feindispersem
Gemischt danach reißen die Gase das über die Staubleitungen 15, 16 gelangende feindisperse
Gemisch mit und treten über die Gasleitungen 7, 8 in den Zyklon 9 der Stufe II ein,wo
sich dieser Prozeß wiederholt.
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Beim Durchgehen aller vier Stufen erhitzen die Gase den Rohstoff,kühlen
sich dabei ab und gelangen durch eine Gaslei -tung 35 zur Reinigung.
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Die abwechselnden Trennung des Staub - Gas - Stromes in
der
1. und III. Stufe und dessen Vermischung in der II. und IV. Stufe der Anlage schaffen
einen Stabilisierungseffekt des Wärme - und aerodynamischen Zustandes in den Abzweigungen
der Gasleitungen.
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Prtifungen der vorgeschlagenen Anlage zeigten ihre hohe Effektivität
und Wirtschaftlichkeit . Der hydraulischo Widerstand der Anlage ist durchschnittlich
um 20 - 25 % niedriger gegenüber den bekannten ähnlichen Anlagen.
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Der Einsatz dieser Anlage ermöglicht es,das Austragen von Staub in
die Atmosphäre um 15 - 17 % zu verringern.