DE2125119B2 - Vorrichtung zum vereinzeln von ringfoermigen werkstuecken - Google Patents
Vorrichtung zum vereinzeln von ringfoermigen werkstueckenInfo
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Description
50
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von ringförmigen Werkstücken, insbesondere von
Schraubenfederringen, mit einem als Magazin dienenden, einseitig gehaltenen Dorn.
Für die automatische Weiterbearbeitung von ringförmigen Werkstücken ist es vielfach erforderlich, daß
diese einzeln mit bestimmter Taktfolge einer Maschineneinheit zugeführt werden müssen. Hierzu werden die
ringförmigen Werkstücke manuell oder maschinell einem Vorratsmagazin zugeführt, aus dem sie dann t>o
einzeln weitergeleitet werden müssen.
Es sind bereits Vereinzelungsvorrichtungen bekannt, bei denen ringförmige Werkstücke, z. B. Kolbenringe,
stapelweise außen zugeführt, gehalten und der jeweils untere mittels eines Schiebers seitlich weitergeschoben μ
werden.
Zum Vereinzeln von weniger formstabilen ringförmigen Werkstücken, wie insbesondere Schraubenfederrin
gen, lassen sich die bisher bekannten Vereinzelungsvorrichtungen nicht einsetzen, da die Ringkontur durch
radial angreifende Kräfte von Schiebern, Haltern od. dgl. zu starken Verformungen neigt, so daß eine
definierte Vereinzelung, Führung und Weitergabe nicht möglich ist
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art derart
auszubilden, daß sie ohne besondere äußere Einwirkung eine kontinuierliche Vereinzelung solcher weniger
formstabilen ringförmigen Werkstücke ermöglicht Eine weitere Forderung ist die weitgehende Durchmesser-Unabhängigkeit um ohne besondere Verstellungen
derartige ringförmige Werkstücke mit unterschiedlich großen Durchmessern vereinzeln zu können.
Für die Lösung der Aufgabe ist davon auszugehen, daß manuell oder mit Hilfe an sich bekannter
Zuführeinrichtungen die ringförmigen Werkstücke auf einen einseitig gehaltenen Magazin-Dom aufreihbar
sind. Der Durchmesser des Domes ist deshalb geringer als der kleinste Ringdurchmesser innerhalb eines
anfallenden Ringdurchmesserbereiches.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Halterung des Domes aus mindestens zwei
abwechselnd zustellbaren Verbindungselementen besteht. Dadurch ist es möglich, den Dorn von der einen
Seite her kontinuierlich oder stoßweise zu beschicken, während die ringförmigen Werkstücke auf der gegenüberliegenden Seite taktweise vereinzelt abgegeben
werden.
Um den Einfluß äußerlich angreifender Kräfte an den weniger formstabilen ringförmigen Werkstücken weitgehend zu vermeiden, wird weiterhin vorgeschlagen,
den Dorn leicht geneigt zur Horizontalen anzuordnen, so daß die ringförmigen Werkstücke unter Eigengewicht auf diesem weitergleiten können.
Die Verbindungselemente sind vorzugsweise als im wesentlichen vertikal übereinander liegende Steckverbindungen ausgebildet. Die Steckverbindungen bestehen aus in Führungen linear zustellbaren Schiebern mit
in die Stirnseite des Domes einschiebbarem Bolzen.
Vorzugsweise verlaufen die Führungen der Schieber in Richtung auf den Dorn spitzwinklig zusammen, um
eine selbsthemmende Wirkung während der jeweiligen Zustellung einer Steckverbindung zu erzielen. Auf diese
Weise wird ein Herausfallen des Domes aus der Vorrichtung vermieden.
Die weiteren Merkmale der Erfindung bestehen in der besonderen Anordnung und Ausbildung der
Steckverbindungen. Vorteilhafterweise sind an den Enden der Schieber für jeweils eine Steckverbindung
mindestens zwei nebeneinander angeordnete und fest miteinander verbundene einschiebbare zylindrische
Bolzen vorgesehen, um eine Verdrehung des Domes um seine Längsachse zu vermeiden. Es ist aber auch
denkbar, daß für die Steckverbindungen Bolzen mit von der Kreisform abweichendem Querschnitt verwendet
werden.
Um eine exakte Führung der zu vereinzelnden Ringe sowie Halterung des Domes zu gewährleisten, sind die
Enden der Schieber mit parallel zur senkrechten Stirnfläche des Domes verlaufenden Anschlagflächen
ausgebildet.
Ein weiteres Merkmal ist die Anordnung einer Abstreifplatte, welche die Schieber umgibt.
Schließlich wird vorgeschlagen, die Schieber pneumatisch anzutreiben, um eine relativ hohe Taktzahl der
Vereinzelungsvorrichtung zu erreichen.
Mit Hilfe der gemäß der Erfindung vorgeschlagenen Halterung für einen einseitig aufgespannten Magazin-Dorn
ist es möglich, ringförmige Werkstücke auf das freie Ende des Domes kontinuierlich oder paketweise
aufzuschieben, während sie am anderen Dornende taktweise vereinzelt abgleiten können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näh^r
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung der Vorrichtung im ι ο
Schnitt,
F i g. 2 eine Ansicht der Stirnseite der Vorrichtung gemäß Pfeilangabe in F i g. 1.
Die in F i g. 1 dargestellte Vorrichtung besteht aus einem Maschinengehäuse 1, zwei spitzwinklig zueinander
verlaufenden Kugel-Führungen 2, 3, in denen zwei Schieber 4,5 geführt werden. Letztere sind über Kolben
6,7, die in pneumatische Zylinder 8,9 gesteuert werden, antreibbar. Die gegenüberliegenden Enden 10, 11 der
Schieber 4, 5 weisen jeweils zwei nebeneinander liegende zylindrische Bolzen 12,13 und 14,15 auf, die in
entsprechende Ausnehmungen des stirnseitigen Verschlusses 16 eines rohrförmigen Domes 17 ragen und
somit eine Steckverbindung bilden. Die Schieber 4, 5 sind weiterhin von einer Abstreifplatte 18 umgeben, die
mit dem Maschinengehäuse 1 fest verbunden ist
Die Lage der zylindrischen Bolzen 12,13 und 14,15 ist
aus Fig.2 ersichtlich, die eine Ansicht auf die Abstreifplatte 18 gemäß Pfeilangabe in F i g. 1 darstellt.
Durch die Durchbrüche 19, 20 ragen die Schieber 4, 5. Strichpunktiert sind zwei ringförmige Werkstücke 21,
22 mit unterschiedlichen Durchmessern in ihrer Zwischenstellung, d. h. vor dem Abfallen vom unteren
Schieber 5, angedeutet
Der Funktionsablauf der Vorrichtung ist folgender:
Die über ein Transportband od. dgl. in unregelrnäßi
Die über ein Transportband od. dgl. in unregelrnäßi
gen Abständen zugeführten ringförmigen Werkstücke
30 fallen sich aufreihend auf den geneigt zur Horizontalen angeordneten Dorn 17. Ein Klemmhalter
31 gibt jeweils nur das untere ringförmige Werkstück 30' zur vereinzelten Weitergabe frei, das an der
Anschlagfläche 32 des Schiebers 4 anliegt. Fährt nunmehr der obere Schieber 4 nach links zurück, so wird
das ringförmige Werkstück 30' von der Abstreifplatte 18 über die zylindrischen Bolzen 12, 13 des Schiebers 4
abgestreift und fällt infolge seines Eigengewichtes auf den unteren Schieber 5, der zu dieser Zeit allein den
Dorn 17 hält. Der Schieber 4 fährt wieder in seine in F i g. i dargestellte Schließstellung vor, wobei zu
bemerken ist, daß durch die spitzwinklige Anordnung der beiden Schieber 4, 5 eine selbsthemmende Wirkung
gegenüber dem Dorn 17 erreicht worden ist, so daß dieser nur einseitig gehaltene nicht durch unvermeidbare
Reibkräfte abgestoßen werden kann. Das ringförmige Werkstück 30' befindet sich jetzt in der Zwischenstellung
34 zwischen dem oberen 4 und unteren Schieber 5. Nunmehr fährt der untere Schieber 5 nach links zurück,
wobei das ringförmige Werkstück 30' von der Abstreifplatte 18 über die Bolzen 14, 15 des unteren
Schiebers 5 abgestreift wird und frei in eine Auffangrinne 35 einer weiteren, nicht näher dargestellten
Bearbeitungsmaschine fällt. Danach fährt der Schieber 5 wieder in seine Schließstellung vor. Gleichzeitig gibt der
Klemmhalter 31 das nächste ringförmige Werkstück 30" für den sich jetzt wiederholenden Arbeitsprozeß
frei.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Vereinzeln von ringförmigen Werkstücken, insbesondere von Schraubenfederringen, mit einem als Magazin dienenden, einseitig
gehaltenen Dorn, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung des Domes (17) aus
mindestens zwei abwechselnd zustellbaren Verbindungselementen (4,5) besteht
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- ι ο zeichnet, daß der Dorn (17) leicht geneigt zur
Horizontalen angeordnet ist
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindungselement (4, 5) im wesentlichen vertikal übereinander
angeordnete Steckverbindungen vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steckverbindungen aus in Führungen (2, 3) linear zustellbaren
Schiebern (4,5) mit in die Stirnseite (16) des Domes (17) einschiebbaren zylindrischen Bolzen (12, 14)
bestehen.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß die Führungen (2, 3)
der Schieber (4, 5) in Richtung des Domes (17) spitzwinklig zusammenlaufen.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Steckverbindungen jeweils zwei nebeneinander angeordnete
und fest miteinander verbundene einschiebbare zylindrische Bolzen (12,13,14,15) vorgesehen sind.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet daß für die Steckverbindungen Bolzen (12,13,14,15) mit von der Kreisform
abweichendem Querschnitt vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet daß die Enden (10,11) der
Schieber (4, 5) mit parallel zur senkrechten Stirnfläche des Domes (17) verläufenden Anschlagflächen (32,33) ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet daß eine die Schieber (4,5)
umgebende Abstreifplatte (18) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet daß die Schieber (4, 5)
pneumatisch antreibbar sind.
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