DE2124072B2 - Spreizvorrichtung zum rueckformen verformter kernloecher von wickelkernen - Google Patents
Spreizvorrichtung zum rueckformen verformter kernloecher von wickelkernenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spreizvorrichtung nach dem Gattungsbegriff des Anspruchs 1.
Bekannt sind Spanndorne (DT-AS 12 65 528), die dazu Verwendung finden sollen, eine Rolle oder einen
Wickel aus Blattmaterial während des Aufwickeins oder Abwickeins zu tragen und zu halten. Beim Aufwickeln
wird so vorgegangen, daß das Blattmaterial in Form eines langen Streifens auf den ausgedehnten Spanndorn
aufgewickelt wird. 1st der Wickel oder die Rolle fertiggestellt, dann wird dieser Spanndorn in sich
zusammengezogen und aus dem Wickel oder der Rolle hjrausbefördert. Soll der Wickel oder die Rolle
abgewickelt werden, dann wird der in sich zusammengezogene Spanndorn der Entgegenhaltung in die mittlere
axiale öffnung des Wickels oder der Rolle eingeschoben, dann ausgedehnt und in der Spannlage innerhalb
der Rolle oder des Wickels festgelegt, um auf diese Weise die Rolle oder den Wickel während des
Abwickeins des Blattmaterials zu halten und zu tragen. Hierbei ist der zentrale Mittelteil des Wickels oder der
Rolle jederzeit praktisch im wesentlichen zylindrisch bzw. hohlzylindrisch. Aufgabe ist es daher ausschließlich,
einen Spanndorn so auszubilden, daß er in diesen zylindrischen zentralen Hohlteil der Rolle oder des
Wickels eingeführt werden kann, um nach seiner Ausdehnung oder Aufweitung den Wickel oder die
Rolle zu tragen und zu halten. Diese bekannte Ausführungsform hat weder den Zweck noch ergibt sich
die Möglichkeit, einen verformten zentralen axialen und hohlen Mittelteil eines Wickels bzw. einer Rolle wieder
auszurichten bzw. so zurückzuverformen, daß der Wickel bzw. die Rolle oder ein Kern, auf welchem das
bandförmige Blattmaterial aufgewickelt ist, in eine zylindrische Hohlform zurückverbracht werden kann. In
dieser Hinsicht geht die Erfindung von einer Spreizvorrichtung aus, wie sie aus der DT-OS 18 13 557
bekanntgeworden ist.
Bei diesem bekannten Spreizdorn liegt zwar die Möglichkeit vor, daß er in einen verformten Kern
eingeschoben werden kann und an seiner keilartig zulaufenden Spitze eine bewegliche Stülzplatte hält,
welche quer aus dem vorderen Ende des Spreizdornes herausgeschwenkt werden kann, um eine Rückformung
des beschädigten Kernes durchzuführen, wobei eine am rückwärtigen Ende dieses Spreizdornes vorgesehene
Verlängerung die Ausübung eines Preßdruckes auf den Spreizdorn ermöglicht, um denselben in den verformten
Kern hineinschieben zu können. Ein derartiger Spreizdorn hat jedoch vor allem die Nachteile, daß durch die
besondere Halterung der Stützplatte und durch die Ausbildung dieser Stützplatte als Teil des einzuschiebenden
vorderen konischen Spreizdornendes eine nachteilige Beeinflussung der Anlenkung dieser Stütz-
platte am Spreizdorn eintritt, so daß die Gelenkverbindung
zwischen Stützplatte und Spreizdorn bereits bei einer erstmaligen Benutzung zerstört werden kann.
Die Erfindung hai sich daher die Aufgabe gestellt,
während des Eintreibens des Spreizdornes in einen verformten Kern nicht nur die genannte Stützplatte
bzw. den Schuh und die Verbindungsteile mit dem Spreizdorn gegen die starken, auf das vordere Ende des
Spreizdornes wirkenden Kräfte zu schützen, sondern tuch die für die Ausübung von Querkräften auf die
Stützplatte bzw. den Schuh verwendete hydraulische Presse mit dem Zweck, eine Beschädigung bzw. ein
Unbrauchbarmachen dieser Spreizdornteile während des Eintreibvorganges mit Sicherheit auszuschalten.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß die vorgenannte Spreizvorrichtung so ausgebildet, daß der
vordere Abschnitt des Dornkörpers starr und am Umfang geschlossen aufgebaut ist, daß dessen keilförmiger
Verlauf von zwei symmetrisch zu einer durch die Dornachse gehenden Längsebene angeordneten und
nach hinten divergierenden Schrägflächen gebildet ist, daß an den Endquerschnitt des vorderen Abschnittes
sich der hintere Abschnitt mit im wesentlichen konstantem Profilverlauf anschließt, daß in dem
hinteren Abschnitt eine Ausnehmung oder Durchbrechung zur Aufnahme der Druckplatte vorgesehen ist,
daß die Druckplatte in der Außereingriffsteilung mit ihrer Oberfläche einen Teil der Oberfläche des hinteren
Abschnitts bildet und zur Anlage an die Wand des Kernlochs quer zur Dornachse geführt ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen dieser Lösungsform sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Der Spreizdorn nach der Erfindung ist bei besonders einfachem und kompakter: Aufbau unempfindlich
gegen stärkste Beanspruchung, die seine Beschädigung oder sogar eine Zerstörung während des Eintreibvorgangs
in einem verformten Kern hervorrufen könnten
Die Erfindung wird an Hand bevorzugter Ausfühniingsformen
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert, in denen darstellt F i g. 1 eine Spreizvorrichtung in Seitenansicht,
Fig.2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 in Fig. 1, in
Richtung der Pfeile gesehen,
F i g. 3 einen Schnitt längs der Linie 3-3 in F i g. 1, in Richtung der Pfeile gesehen,
F i g. 4 eine Ansicht längs der Linie 2-2 In F i g. 1; man
erkennt die Art und Weise, in der die Spreizvorrichtung in den beschädigten Kern eingeführt wird,
F i g. 5 eine Ansicht längs der Linie 3-3 in F i g. 1; man
erkennt die Art und Weise, in der die Spreizvorrichtung den Kern aufzuweiten sucht,
Fig.6 eine Ansicht längs der Linie 3-3 in Fig. 1, in
der gezeigt wird, wie die ausgefahrene Druckplatte dazu dient, den Kern eng an den Hauptteil der Spreizvorrichtung
anzuschließen,
F i g. 7 eine Ansicht einer Druckplatte bei einer abgeänderten Ausführungsweise der Erfindung,
8 eine Ansicht des Aufbaus nach Fig.7 von einem
Ende aus,
F i g. 9 eine Ansicht des Aufbaus nach F i g. 7 von dein
entgegengesetzten Ende aus,
Fig. 10 eine Ansicht eines weiteren abgeänderten Ausführungsbeispiels der Spreizvorrichtung,
Fig. 11 einen Schnitt längs der Linie 11-11 in Fig. 10
zur Verdeutlichung der Führung der Druckplatte bei ihrer Bewegung gegenüber dem Hauptteil der Vorrichtung,
Fig. 12 ein Zerlegbild von einer Zusatzvorrichtung
für die Spreizvorrichtung
F i g. 13 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform
der Spreizvorrichtung,
Fig. 14 eine Draufsicht auf die Spreizvorrichtung nach F i g. 13 bei abgenommener Druckplatte,
Fig. 15 einen Detailschnitt längs der Linie 15-15 in
Fig. 14,
F i g. 16 eine Ansicht des Endes der Spreizvorrichtung
nach Fig. 13, betrachtet ander Linie16-16 in Fig. 13,
Fig. 17 einen Querschnitt längs der Linie 17-17 in Fig. 13,
Fig. 18 einen Querschnitt längs der Linie 18-18 in
Fig. 13,
Fig. 19 einen Querschnitt längs der Linie 19-19 in
Fig. 13,
F i g. 20 einen Längsmittelschnitt durch eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der zwei Kolbenzylindereinheiten
verwendet werden und die insbesondere für lange Kerne geeignet ist,
Fig.21 einen Querschnitt längs der Linie 21-21 in F ig. 20,
Fig.22 einen Querschnitt längs der Linie 22-22 in
F i g. 20,
Fig.23 einen Querschnitt längs der Linie 23-23 in
F i g. 20,
Fig. 24 einen Querschnitt längs der Linie 24-24 in F i g. 20,
F i g. 25 eine Draufsicht, teilweise im Schnitt längs der Linie 25-25 in F i g. 20.
Die Fig. 1 bis 3 der Zeichnungen, in denen in den verschiedenen Ansichten für gleiche Teile jeweils
gleiche Bezugszeichen verwendet werden, stellen eine erste Ausführungsform der Erfindung dar. die einen
Dornkörper 20 aufweist, der aus zwei starken, starren Stahlteilen nämlich einer unteren Hälfte 22 und einer
oberen Hälfte 24 von annähernd U-Querschnitt besteht, die einander gegenüberstehen und deren Schenkel
durch Schweißen oder auf ähnliche Weise miteinander verbunden sind. Die untere Hälfte 22 des Dornkörpers
20 hat einen langgestreckten Schaft oder Handgriff 26, der als Längsfortsatz des Dornkörpers 20 ausgebildet
und mit einem vergrösserten Kopf 28 versehen ist, der sich am Aussenende des Dornkörpers 20 befindet und
den Umgang mit der Spreizvorrichtung erleichtert. Bei einer ausgeführten Vorrichtung hatte die Spreizvorrichtung
eine Gesamtlänge von etwa 115 cm (45"), wobei die obere Hälfte 24 des Dornkörpers 20 etwa 33 cm
(13") maß. Der Dornkörper 20 ist hohl und im Querschnitt im wesentlichen rechteckig mit abgerundeten
Ecken; die Seiten sind eben, die obere Hälfte 24 ist gekrümmt; die Aussenflächen des Domkörpers 20 sind
glatt und weisen keinerlei Vorsprünge auf, die einen Kern, der wieder hergerichtet werden soll, zerreißen
oder sonstwie beschädigen könnten.
Die obere Hälfte 24 des Dornkörpers 20 weist eine längsverlaufende Druchbrechung 30 auf, die eine weiter
unten beschriebende Druckplatte 80 aufnimmt. Der links von der Durchbrechung 30 gelegene Abschnitt des
Dornkörpers (in der Anordnung nach Fig. 1) stellt den vorderen Abschnitt der Spreizvorrichtung dar und soll
im fo'genden als dessen Nase 35 bezeichnet werden. Diese Nase weist Schrägflächen 32, 36 auf, damit die
Spreizvorrichtung leichter in den beschädigten Kern einzudringen vermag. Die obere Schrägfläche 32 der
Nase 35 ist gebogen und verjüngt sich gegen das vordere Ende 37. Eine vorn anschließende Keilfläche 34
des oberen Nasenteils verjüngt sich noch stärker gegen eine ebene Stelle am vorderen Ende 37 der gezeigten
Spreizvorrichtung.
Die untere Schrägfläche 36 der Nase 35 ist praktisch
eben und verjüngt sich gegen das vordere Ende 37 der Spreizvorrichtung unter dem gleichen Winkel wie die
Keilfläche 34, wobei die untere Schrägfläche 36 sich mit einer Keilfläche 38 verbindet, die sich stärker gegen das
vordere Ende 37 der Spreizvorrichtung und unter dem gleichen Winkel wie die Keilfläche 34 verjüngt. Die
Keilflächen 34 ur.d 38 bilden eine Keilspitze unter verhältnismäßig großem Winkel, der allmählich in die
sich weniger stark verjüngenden Schrägflächen 32, 36 übergeht. Die Keilspitze 34,38 umfaßt etwa ein Viertel
der Länge der Schrägflächen 32,36. Die Schrägflächen 32 und 36 sind weniger stark abgeschrägt als die
Keilflächen 34 und 38, so daß sich die Nase 35 leicht in den abgeplatteten Kern 48 (F i g. 4) einschieben läßt und
sich darin durch Reibung hält und nicht durch die Klemmwirkung des zusammengedrückten Kerns 48
hinausdrücken läßt.
Die ebene untere Schrägfläche 36 dient dazu, den Dornkörper 20 in richtiger Lage gegenüber dem Kern
48 (F i g. 4) zu halten, wenn der Dornkörper in den Kern eingeschoben wird. Besäße die Nase 35 runden
Querschnitt, so würde sie dazu neigen, dem Weg geringsten Widerstand zu folgen, wodurch sie leichter
aus der verlangten Stellung verdreht werden könnte.
Wenn die Nase 35 des Dornkörpers 20 in den abgeplatteten Kern 48 (Fig.4) eingeschoben ist,
verhindern Führungsmittel im anschließenden hinteren Abschnitt des Dornkörpers 20, in Gestalt einer
Längsrippe 40, die unter der Unterseite des Dornkörpers 20 verläuft, eine Drehung und versuchen die
richtige Lage des Dornkörpers in dem Kern 48 zu sichern, wenn der Dornkörper weiter in den Kern
eindringt. Die Wirkung dieser Längsrippe 40 läßt sich aus der F i g. 5 erkennen, die darstellt, wie die
Längsrippe 40 an der Innenseite des Kerns 48 (F i g. 5) angreift; die Längsrippe 40 drückt sich in den Kern 48
und verhindert eine Drehung des Dornkörpers 20 gegenüber dem Kern 48 Fig.5 zeigt ferner, daß die
einander gegenüberliegenden Längskanten 42 und 44 des Dornkörpers 20 abgerundeten Querschnitt haben,
wodurch sie zusammen mit der Längsrippe 40 bestrebt sind, die Rundung des Kerns 48 wiederherzustellen. In
dieser Figur, wie in den F i g. 4 und 6 besteht der Kern 48 aus Pappe oder starkem Papier.
Eine ebene Verstärkungsplatte 51 aus Stahl liegt auf der unteren Wand der unteren Hälfte 22 des
Dornkörpers 20; sie ist dort aufgeschweißt oder auf andere geeignete Weise befestigt Diese Platte verhindert
das Werfen oder Aufplatzen des Bodens des Dornkorpers 20, wenn auf diesen eine Kraft ausgeübt
wird.
Eine kraftausübende Vorrichtung ist in Form einer hydraulischen Kolbenzylindereinheit SO mit einem auf
der Verstärkungsplatte 5t angebrachten Zylinder 54 ausgebildet der einen hin und her bewegbaren Kolben
56 aufnimmt welcher aus dem Zylinder 54 heraussteht und in weiter unten beschriebener Weise die Druckplatte
80 betätigt Ein Anschlußstutzen 58 ist mit dem Zylinder 54 verbunden und schließt außerdem an einen
biegsamen Schlauch 60 an, der mit einer Quelle für Druckflüssigkeit verbindbar ist Außerdem ist eine
Steuereinrichtung, etwa eine von Hand oder elektrisch zu betätigende (nicht gezeichnete) Pumpe, an den
Schlauch (60 angeschlossen, die den auf den Zylinder 54 einwirkenden Flüssigkeitsdruck zu steuern vermag; die
Tätigkeit des Kolbens 56 läßt sich auf diese Weise leicht steuern.
Eine kombinierte Führung in Gestalt eines U-förmigen Sitzes 64 aus festem Stahl für die Druckplatte 80, die
weiter unten beschrieben wird, ist durch Schweißen 5 oder auf ähnliche Weise fest mit den Dornkörperhälften
22 und 24 verbunden. F i g. 3 zeigt, daß der Sitz 64 einen Zwischenraum 66 im Mittelabschnitt offen läßt, in dem
sich der Anschlußstutzen 58 befindet. Der Sitz 64 ist eng zwischen den Schenkeln der oberen Hälfte 24 des
Dornkörpers 20 eingepaßt. Der Sitz 64 dient nicht nur als Aufnahme für die Druckplatte 80 sondern außerdem
als rückwärtiger Anschlag für den Zylinder 54.
Die hydraulische Kolbenzyl-ndereinheit ist durch die
Durchbrechung 30 in der oberen Hälfte 24 des Dornkörpers 20 zur Ausführung von Wartungsarbeiten
zugänglich und kann durch diese Durchbrechung hindurch ausgewechselt werden.
Die U-förmige Druckplatte 80 ist bewegbar in dem Dornkörper 20 aufgenommen; das U-Profil der
ίο Druckplatte 80 hat abwärts gerichtete Schenkel 84. Der
Form und der Größe nach kann die Druckplatte 80, wenn sie eingesetzt ist, als ein Teil des oben
beschriebenen Dornkorpers 20 betrachtet werden, an dem sie eine zusammenhängende, glatte Außenseite
bildet Tatsächlich kann man annehmen, daß die Druckplatte 80 aus der oberen Hälfte 24 des
Dornkörpers 20 herausgesägt oder -geschnitten ist, so daß sie eine Form hat, die genau in den Umriß der
Durchbrechung 30 paßt. Die Druckplatte 80 ist länglich und hat geradlinige Kanten 85 an den Schenkeln 84, die
mit komplementär dazu angeordneten geradlinigen Kanten 70 und 72 der Durchbrechung 30 zusammenwirken.
An der Unterfläche der Druckplatte 80 ist eine Verstärkungsplatte 82 angebracht und daran durch
Schweißen oder auf ähnliche Weise befestigt. An der Unterseite der Druckplatte 80 ist ferner eine Führungsplatte
86 fest angebracht; sie verläuft in vertikaler Richtung abwärts und ihre einander gegenüberliegenden
Kanten sind gleitend verschieblich zwischen den Seiten wänden des Dornkorpers 20 angeordnet, so daß
die Druckplatte 80 vertikal verschiebbar ist und ein seitliches Verkanten der Druckplatte 80 gegenüber dem
Dornkörper 20 ausgeschlossen ist.
Der Kolben 56 legt sich gegen die Unterseite der Verstärkungsplatte 82 und drückt die Druckplatte 80
nach oben. Diese Verstärkungsplatte verhindert ein Verwerfen und Aufplatzen der Druckplatte 80.
Wenn die Druckplatte 80 ihre tiefste Stellung eingenommen hat und auf der oberen gebogenen Fläche
des Sitzes 64 aufliegt befindet sie sich in ihrer zurückgenommenen Stellung, und ein Rückende 90 des
hinteren Abschnitts des Dornkorpers 20 dient als Anschlag für das rückwärtige Ende 81 der Druckplatte
80. Dadurch wird vermieden, daß sich das rückwärtige Ende 81 der Druckplatte 80 über das Rückende 90
schiebt wenn die Vorrichtung in einen Kern getrieben wird. Ferner nimmt bei zurückgezogener Druckplatte
80 das Frontende 92 des hinteren Abschnitts des Dornkörpers 20, der dort insgesamt geradlinig und nicht
abgeschrägt verläuft den größten Teil der Reibungskräfte auf, wenn die Spreizvorrichtung in einen
abgeplatteten Kern getrieben wird, »odurch die Druckplatte 80 vor unnötigem Verschleiß geschützt ist.
Im zurückgezogenen Zustand fluchten die Außenflächen der Druckplatte 80 mit den benachbarten Flächen
des Dornkörpers 20, so daß die Druckplatte als Bestandteil des hinteren Abschnitts des Dornkörpers
wirkt wobei die Oberseite 83 der Druckplatte 80
geradlinig verläuft und mit Frontende 92 und Rückende 90 dieses hinteren Abschnitts fluchtet.
Fig.4 zeigt, wie die Nase 35 der Spreizvorrichtung
zur Hälfte in einen abgeplatteten Kern 48 eingegetrieben ist, wobei diese Nase zunächst dazu dient, den Kern
48' in der gezeichneten Weise aufzuweiten F i g. 5 zeigt,
wiie die Spreizvorrichtung dazu dient, den Kern 48 zu weitem, während die Druckplatte 80 noch in zurückgezogener
Stellung verbleibt. F i g. 6 zeigt, daß die Druckplatte 80 ausgefahren ist, wobei die zuvor ]0
gefalteten Bereiche des Kerns 48 gegen die Außenfläche der Spreizvorrichtung gezogen sind.
Bei der Benutzung wird die erfindungsgemäße Spreizvorrichtung in einen beschädigten Kern 48
getrieben, und die hydraulische Hubvorrichtung wird betätigt, die die Druckplatte 80 nach außen führt und
einen Druck auf verschiedene Teile des Kerns ausübt. Wenn von innen auftreibende Kräfte ausgeübt werden,
schlägt ein Arbeiter mit einem geeigneten Werkzeug von außen auf die Rolle, wobei im Zusammenwirken
von Klopfen und auftreibenden Kräften eine Glättung der Faltungen der Rolle auftritt, wodurch die gesamte
Rolle wieder annähernd oder vollständig rund wird.
In den F i g. 7 bis 9 ist eine abgeänderte Ausführungsform dargestellt. Hiernach ist die Druckplatte etwas
anders ausgebildet. Die Druckplatte 80' und die Führungsplatte 86' haben im Prinzip den gleichen
Aufbau wie die oben beschriebenen Bauteile 80 und 86. Bei der veränderten Konstruktion der Druckplatte 80'
ist ein Führungsteil 100 von der Form eines umgekehrten U (F i g. 9) vorgesehen, das an der Druckplatte 80'
angeschweißt oder auf andere Weise befestigt ist. Bei Venvendung einer derartigen Druckplatte 80' kann der
Sitz 64 weggelassen werden, und die einander gegenüberliegenden Schenkel des Führungsteils 100 ^i
können eng zwischen die einander gegenüberliegenden Seitfinwände des Dornkörpers 20 passen, um eine
Vertikalbewegung der Druckplatte 80' herbeizuführen.
Nach der nochmals abgeänderten Ausführungsform der Vorrichtung nach den Fig. 10 und 11 hat der
Domkörper 20' im wesentlichen die gleiche Form wie in den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen der
Erfindung, und übereinstimmende Teile sind mit den gleichen Bezugszahlen bezeichnet, die nur einen Strich
zur Unterscheidung erhalten haben. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung kann die Druckplatte 100
einfach als U-Eisen ausgebildet sein.
Eine vertikal verlaufende Führungsplatte 112 ist starr
an dem Dornkörper 20' befestigt und kann sich zwischen die einander gegenüberstehenden, nach unten
weisenden Schenkel der U-förmigen Druckplatte 110 legen. In dem Dornkörper 20' ist noch ein weiteres
insgesamt U-förmiges, Führungsteil 114 starr angebracht,
wie sich am deutlichsten aus F i g. 11 ergibt Die einander gegenüberstehenden, aufwärts gerichteten
Schenkel des U-förmigen Führungsteils 114 gleiten ohne Spiel zwischen den einander gegenüberliegenden,
nach unten weisenden Schenkel der Druckplatte tlO
und führen diese bei ihrer Vertikalbewegung.
In Fig. 12 ist eine Zusatzeinrichtung wiedergegeben,
mit deren Hilfe Kerne mit größeren Abmessungen an der erfindungsgemäßen Spreizvorrichtung verwendet
weirden kann; die Spreizvorrichtung läßt sich damit in Kernen unterschiedlichen Durchmessers verwenden.
Die Zusatzeinrichtung umfaßt eine Bodenplatte 120 und eine davon getrennte obere Deckplatte 122. Die
Bodenplatte 120 besteht aus einem gebogenen unteren Abschnitt 130 mit einer längsverlaufenden Ausnehmung
oder Nut 134, die die vorher beschriebene Längsrippe 40 des Dornkörpers 20 aufnimmt. An dem unteren
Abschnitt 130 ist ein längsverlaufender Handgriff 132 angebracht.
Der untere Abschnitt 130 weist seinerseits eine längsverlaufende Rippe 136 auf, womit, wenn die
Bodenplatte 120 mit dem oben beschriebenen Dornkörper 20 zusammenarbeitet, eine Führung gegeben ist,
durch die die Drehung des Dornkörpers 20 gegenüber einem zu behandelnden Kern verhindert wird.
Zwei mit gegenseitigem Abstand angeordnete parallele Seitenwände 138 verlaufen von dem unteren
Abschnitt 130 aus nach oben, wobei die Seitenwände 138 so weit voneinander entfernt sind, daß sie die
Seitenwände des Dornkörpers 20 der Spreizvorrichtung umschließen und zwischen sich verschiebbar haltern.
Auf diese Weise läßt sich die Bodenplatte 120 der Zusatzeinrichtung eng um die untere Hälfte 22 des
Dornkörpers 20 üer Spreizvorrichtung legen.
Die Deckplatte 122 besteht aus einem gebogenen oberen Abschnitt 140 und zwei mit gegenseitigem
Abstand parallel nach unten geführten Seitenwänden 142 und 144. Die Seitenwände 142 und 144 sind so weit
voneinander entfernt, daß sie den oberen Teil der Seitenwände des Dornkörpers 20 der Spreizvorrichtung
umschiiießen und zwischen sich verschiebbar haltern.
In der Seitenwand 144 befindet sich ein gerader
Vertikalschlitz 146, der einen Federstift 150 aufnehmen kann, der an dem Dornkörper der Spreizvorrichtung
angebracht ist (Fig. 1 und 3) und aus ihm seitlich vorsteht. Der Federstift 150 ist in dem Vertikalschlitz
146 gleitend verschiebbar und dient dazu, die Deckplatte 122 gegenüber der Spreizvorrichtung auszurichten.
Ist die in Fig. 1 gezeigte Spreizvorrichtung für die
Verwendung an Kernen mit einem Durchmesser von ungefähr 7,5 cm (3") vorgesehen, so kann die Zusatzeinrichtung
herangezogen werden, wenn Kerne von etwa 10 cm (4") Innendurchmesser rückzuformen sind. Es
zeigt sich also, daß mit der Zusatzeinrichtung bedarfsweise Kerne mit unterschiedlichem Durchmesser
rückgeformt werden können.
Das rückwärtige Ende 81 der Druckplatte 80 (am deutlichsten in F i g. 1 zu erkennen ) ist geradlinig und
steht rechtwinklig auf der Achse des Dornkörpers 20. Das geradlinige Ende 81 legt sich gegen eine
zugeordnete geradlinige Kante 91 am Rückende 90 des hinteren Abschnitts des Dornkörpers 20 und gleitet an
dieser Kante entlang. Die Druckplatte 80 hat somit eine Führung, die eine geradlinige Bewegung senkrecht zui
Achse des Dornkörpers 20 erlaubt wenn der Kolben 56 vorgeschoben wird. Wird die Druckplatte 80 zurückge
nommen, berührt die rückwärtige Kante 81 die Kante 91, wodurch die Druckplatte 80 daran gehindert wird
während sie zwangsweise mit dem Dornkörper in der beschädigten Kern 48 getrieben wird, sich unter den
Einfluß der auftretenden Kräfte rückwärts zu bewegen.
Der Kolben 56 ist in dem Dornkörper 20 s< angebracht daß er die Druckplatte 80 nahe ihren
Zentrum angreift. Wird der Kolben 56 vorgeschoben, s( wird die Druckplatte 80 daher praktisch gleichförmi|
längs ihrer gesamten Ausdehnung nach außen gedrücki Anders ausgedrückt: Über die gesamte Fläche de
Druckplatte 80 wirkt etwa der gleiche Druck auf dei Kern 48 ein.
Tatsächlich schwebt die Druckt ilatte 80 auf der
Kolben 56 und kann vor und zurück geschaukel werden, wodurch sie sich dem Profil des beschädigte
Kerns 48 anpaßt, wenn die Druckplatte 80 vorgeschc
ben wird. Dadurch wird eine gleichmäßigere Kraftausübung über einen großen Bereich des Kerns 48 erzielt,
wobei dieser große Bereich der Fläche der Druckplatte 80 entspricht. Dadurch wird die Neigung der Druckplatte
80 herabgesetzt, sich quer zu verbiegen, oder sich mit einem Ende im Vergleich zu dem anderen Ende in den
Kern 48 hineinzudrücken.
Ferner entsteht wegen der geradlinigen Bewegung der Druckplatte 80 höchstens eine geringfügige
Gleitbewegung zwischen der Druckplatte 80 und dem Kern 48; eine größere Gleitbewegung würde entweder
den Kern beschädigen oder andererseits einen Teil der der Kolbenzylindereinheit zugeführten Leistung aufnehmen
und vergeuden. Diese letztere Bemerkung wird verständlicher, wenn man die Bewegung der Druckplatte
80 betrachtet, wenn diese an ihrem vorderen Ende geschwenkt würde, so daß die Druckplatte, wenn sie aus
dem Dornkörper 20, 20' nach aussen gedrückt würde, nicht nur den Kern 48 weiten würde, sondern
notwendigerweise auch in dem Kern mit dem Rückenteil gleiten müßte, wobei Reibungsverluste und
möglicherweise Risse im Kern auftreten würden. Die Reibung der Gleitbewegung bedeutet eine Herabsetzung
der Druckleistung. Dank der geradlinigen Bewegung der Druckplatte 80 wird somit die vollständige
Leistung der Kolbenzylindereinheit zum Aufweiten des Kerns 48 verwendet, ohne daß ein Reißen des Kerns
eintreten kann.
Um abgeplatteten Kernen 48 wieder die runde Form zu geben, wird zunächst die Keilspitze mit den
Keilflächen 34, 36 in die öffnung des Kerns zwischen dessen abgeplattete Teile geschoben, wobei ein
Vorschlaghammer, od. dgl., benutzt wird, mit dem auf den Kopf 28 des Schafts oder Handgriffs 26 geschlagen
wird, um die Spreizvorrichtung in den Kern zu treiben. Zunächst brauchen nur geringe Kräfte aufgewendet zu
werden, um die Keilspitze zum Aufspreizen des Kerns einzudrückende tiefer die Vorrichtung eindringt, um so
schwerer wird das weitere Eintreiben der Spreizvorrichtung in den Kern. Schließlich muß man kräftig auf
den Kopf 28 schlagen, um die Spreizvorrichtung vorzutreiben. Wenn die Spreizvorrichtung so weit
eingetrieben ist, daß der Abschnitt mit den schwächer geneigten Schrägflächen 32, 36 praktisch in dem Kern
steckt, wächst die beim Eintreiben zu überwindende Reibungskraft an. Die schwach geneigten Schrägflächen
erleichtern somit das Eintreiben und dienen zur Überwind ?ng der Reibungswiderstände. Das Einttreiben
wird fortgesetzt, bis die Druckplatte 80 vollständig in dem Kern 48 verschwunden ist; nun wird die
Kolbenzylindereinheit 54, 56 mit hydraulischem Druck beaufschlagt wodurch die Druckplatte 80 herausgedrückt
wird, wie es bereits im Zusammenhang mit F i g. 6 beschrieben worden ist Die Rolle selbst wird mit
einem großen Schlägel bearbeitet d.h. mit einer Eisenstange in Form eines Baseballschlägers, einem
verhältnismäßig schweren Eisen- oder Bleirohr od. dgl.; man klopft auf verschiedene Stellen der Rolle, damit die
Wicklungen sich bewegen und sich der neuen Form des Kerns 48 anpassen. Dieses Schlagen wird während der
Druckbeaufschlagung der Kolbenzylindereinheit ausgeübt
Nachdem die Druckplatte 80 vollständig ausgefahren und das Schlagen vollzogen ist, wodurch der Kern 48
ungefähr die in F i g. 6 gezeichnete Lage angenommen hat wird die Kolbenzylindereinheit 54, 56 druckentlastet
wodurch die Druckplatte 80 sich wieder zurückziehen kann. Nun wird die Spreizvorrichtung in eine neue
Lage in dem zusammengefallenen Kern 48 vorgetrieben (der Kern ist im allgemeinen um ein Vielfaches länger
als der Dornkörper der Spreizvorrichtung), und der beschriebene Vorgang wird wiederholt. Man wiederholt
das Verfahren, bis der Kern 48 und die Rolle selbst ihre
Rundheit wiedergewonnen haben, dann wird die Spreizvorrichtung ausser Funktion gesetzt und aus dem
Kern herausgezogen.
In den Fig. 13 bis 19 sind die gleichen Bauelemente
In den Fig. 13 bis 19 sind die gleichen Bauelemente
durch Bezugszeichen mit Strich (') gekennzeichnet; dort wird eine Ausführungsform gezeigt, bei der der
Dornkörper 20' aus einem einzigen Block eines geeigneten Metalls gearbeitet worden ist. Der Dornkörper
20' hat eine Längsachse 152, ein ebenes rückwärtiges Ende 154, das senkrecht zu der Achse 152 verläuft,
ebene, einander gegenüberliegende Seiten 156,158, eine
gebogene obere Seite 160 und eine untere Seite 162 mit einer daran befindlichen Längsrippe 40'. Die unteren
Langskanten 164, 166 sind abgerundet, ebenso die
I, der Langskanten 164, 166 und der Längsrippe 40' definieren einen Kreis um die Längsachse 152, wie es in
H ι g. 16 mit einer gestrichelten Kreislinie 168 angedeutet
ist ö
Die Nase 35' des Dornkörpers 20' hat ebene Schragflächen 32' bzw 36', die von der oberen Seite 160
bzw. der unteren Seite 162 nach dem vorderen Ende 37' hin abgeschrägt sind, sowie ebene Flächen 34' bzw. 38',
die starker von den Flächen 32' bzw. 36' aus nach dem
vorderen Ende 37' hin abgeschrägt sind. Durch die Nase
*> können Querbohrungen 170,171 geführt werden, um
das Gewicht des Dornkörpers 20' herabzusetzen.
In die obere Seite 160 des Dornkörpers 20' ist eine Ausnehmung 30' geschnitten, die quer von der Seite 156
zu der Seite 158 führt und eine ebene Bodenfläche 174 aufweist In den Seiten 156, 158 befinden sich zwei
einander gegenüberliegende flache Ausnehmungen 176, 1/8 und zwei weitere Ausnehmungen 180, 182
ausgehend von der Ausnehmung 30'; die Ausnehmun-
gen 176 180 und 178, 182 haben Abstand in
Längsrichtung voneinander, so daß dazwischen Seitenteile
184,186 stehen bleiben.
ι«!" ?£" °°Γη1<ΟΓΡεΓ 20' ist zwischen den Seitenteilen
uw, 18b eine Bohrung 188 vorgesehen, deren offenes
Ende in die Bodenfläche 174 der Ausnehmung 30'
mundet wahrend der Boden 190 geschlossen ist. Die
öonrung 188 hat einen erweiterten Abschnitt 192 an ■hrem oberen Ende mit einem Gewinde zum Aufneh-Schraubhülse
194. Die Bohrung 188 stellt 1 Zylinder für die hydraulische Kolbenzylin-
IHS h- α Γ" Der Kolben 56# 'aßt sich in der Bohrung
κ» mn und her bewegen; in seiner zurückgenommenen Stellung stoßt das untere Ende 196 gegen den
gesch ossenen Boden 190 der Bohrung 188. Ein
FnH· W? ISt in eine Ausnehmung 200 im oberen
OberseS £. n"'^ 56' ™SeKgU die gekrümmte
Uberseite 204 fluchtet mit der Bodenfläche 174 der
!0', wenn der Kolben 56' vollständig ist Der Kolben 56' hat eine übliche
in dem Kolben 56' ist eine Schulter 208 lie an die Schraubhülse 194 stößt wenn der
A,lcm.rt ΥoMstlndig ausgefahren ist wodurch die
X£5ffi??_des_K.°'bens 56' begrenzt wird.
45
55
60 Oberst
Uberseite 20
Uberseite 20
ZT! g
ritekwäiWn^rV^ !n e"ie uttnung Ζΐυ m ae
eiκιΓ el 154desP°nikörpers20'geschraubt
58' anihL bch'Euch w ist a" dem Anschlußsttitzen
n?**! « Schlauch 60' kann an eine (nicht
Druckflüssigkeitsquelle angeschlossen wer-
den. Ein Durchlaß 212 verbindet die Öffnung 210 mit dem Boden der Bohrung 188 und leitet die unter Druck
stehende hydraulische Flüssigkeit weiter, so daß der Kolben 56' in die durch den Pfeil 213 angegebene
Richtung bis in die gestrichelt (215) angedeutete Stellung geschoben wird.
Die Druckplatte 80' hat einen oberen Abschnitt 214 mit einer gekrümmten Oberseite 83'. Bei zurückgezogenem
Kolben 56' liegt der obere Abschnitt 214 der Druckplatte 80' innerhalb der Ausnehmung 30' des ι ο
Dornkörpers 20' und füllt diese praktisch vollständig aus, wobei die Bodenfläche 216' des oberen Teils 214
gegen die Bodenfläche 174 der Ausnehmung 30' stößt. In der zurückgenommen Stellung stimmt die Oberfläche
83' mit der Krümmung der oberen Seite 160 des Dornkörpers 20' und der Kreislinie 168 überein,
wodurch diese Oberfläche glatt verläuft, und die Seiten 218,220 fluchten mit den Dornkörperseiten 156,158, so
daß auch diese glatt verlaufen.
Die Seite 218 des oberen Teils 214 der Stützplatte 80' weist zwei von ihr nach unten weisende, in Längsrichtung
mit gegenseitigem Abstand angeordnete Schenkel 222,224 auf, und die Seite 220 weist ein entsprechendes
Schenkelpaar 226, 228 auf, die von dieser Seite nach unten führen; die Schenkel 222, 226 stehen einander
gegenüber, ebenso die Schenkel 224,228. Die Schenkel 222, 224 und 226, 228 sind in Ausnehmungen 176, 180
bzw. 178,182 in den Seiten 156,158 des Dornkörpers 20'
angeordnet und die Außenseiten der Schenkel fluchten mit den Seiten 156, 158. Das Seitenteil 184 liegt
demnach zwischen den Schenkeln 222, 224 und das Seitenteil 186 zwischen den Schenkeln 226,228.
Stifte 230,232 stecken in querliegenden Öffnungen in
dem Dornkörper 20', und ihre Endstücke reichen in die Ausnehmungen 176,178,180,182. Die Enden der Stifte
230, 232 werden von länglichen Schlitzen 234 in den Schenkeln 222, 224, 226, 228 der Druckplatte 80'
aufgenommen, wobei Stifte und Schlitze zusammenwirken, um die Druckplatte 80' so zu führen, daß sie sich in
Richtung des Pfeils 213 bewegen kann und daß ihre Bewegung begrenzt ist.
Die Seitenkanten 236,238 der Schenkel 222,224,226,
228 sind schwach abwärts in Richtung auf die unteren Enden 240 gebogen, um die erwähnte vorwärts und
rückwärts schaukelnde Bewegung der Druckplatte 80' um die gekrümmte Oberseite 204 des Kolbens 56' zu
ermöglichen. Man sieht also, daß die Druckplatte 80' aus der Ausnehmung 30' durch Herausführen des Kolbens
56' bis in die gestrichelt angegebene Stellung 242 (Fig. 13) gebracht werden und hin und her gekippt
werden kann, wie es durch die gestrichelten Linien 244, 246 angegeben ist.
Die beschriebenen Ausführungsformen ließen einen speziellen Zylinder 54 zwischen den Seitenwänden des
Dornkörpers 20 notwendig erscheinen. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist die Bohrung 188, die den
Zylinder 54 aufnimmt in dem massiven Dornkörper 20' vorgesehen. Man sieht außerdem, daß die Bohrung 188
zwischen den Seitenteilen 184,186 liegt, und daß somit
die Stärke der Wandabschnitte zwischen der Bohrung 188 und den Außenflächen der Seitenteile 184, 186
vergrößert wurde, so daß höhere Festigkeit gegenüber
Bruch ohne gleichzeitige Erhöhung der Gesamtbreite der Spreizvorrichtung erzielt werden konnte.
Bei dieser Ausführungsform hat der langgestreckte Schaft oder Handgriff 26' die Gestalt eines U-Profils 248
mit U-Querschnitt und das vordere Schaftende ist mit dem hinteren Ende 154 des Domkörpers 20' verschweißt
oder anderweitig verbunden; ferner ist ein Kopf 28' an das hintere Schaftende geschweißt oder
anderweitig daran befestigt. Man sieht ferner, daß der Anschlußstutzen 58' innerhalb des U-Profils 248 liegt.
Die Spreizvorrichtung in der Ausführungsform nach den Fig. 13 bis 19 wird ebenso verwendet wie die
Spreizvorrichtung in den vorher beschriebenen Ausführungsformen, also so wie in den F i g. 4, 5 und 6
dargestellt.
Die Spreizvorrichtungen nach den Ausführungsformen entsprechend den F i g. 1 bis 3,8 bis 11 und 13 bis 19
lassen sich besonders gut bei Kernen mit kleinem Durchmesser verwenden, etwa bei Kernen von 75 mm
(3") Durchmesser. In den F i g. 20 bis 24 wird nur eine
weitere Ausführungsform der Erfindung gezeigt, die besonders für Kerne mit größerem Durchmesser, etwa
für Durchmesser von 10 cm (4") brauchbar ist. Danach
besteht der Dornkörper 20" aus einem unteren Teil 250, einem oberen Teil 252, einem Spitzenhalteteil 254 im
vorderen Abschnitt und einem Hauptteil 256 im hinteren Abschnitt, sämtlich durch Schweißen oder auf
ähnliche Weise zusammengefügt sind. Das untere Teil 250 hat eine ebene Bodenfläche 258, die über
abgeschrägte Flächen 260 zu Seitenkanten 262 übergeht. In dem unteren Teil 250 ist ein Längsschlitz 264
vorgesehen, in dem das Hauptteil 265 ruht. Der Querschnitt des oberen Teils 252 stimmt mit dem des
unteren Teils 250 überein, wobei die ebene obere Seite 266 über abgeschrägte Flächen 270 zu Seitenkanten 268
übergeht. Auch in dem oberen Teil 252 befindet sich ein längsverlaufender Schlitz 272. Das Unterteil 250 wird
vorzugsweise vorher vollständig gerade bearbeitet. Die Abschrägungen für die Schrägflächc 36" und die
Keilfläche 38" werden durch Querschlitze 274, 276 ermöglicht, die es gestatten, das untere Teil 250 in die
gezeichnete Form zu verbiegen; die Querschlitze 274, 276 werden anschliessend durch Schweißen verschlossen.
Das obere Teil 252 wird ebenfalls vorzugsweise zunächst vollständig gerade bearbeitet. Die Abschrägungen
für die Schrägfläche 32" und die Keilfläche 34" werden durch einen Querschlitz 278 ermöglicht, der es
gestattet, das obere Teil 252 in die gezeichnete Form zu biegen; der Querschlitz 278 wird anschließend durch
Schweißen geschlossen.
Die hintere Kante 280 des Spitzenhalteteils 254 liegi
hinter der rückwärtigen Kante 282 des oberen Teils 252 Das Hauptteil 256 liegt in dem Längsschlitz 264 de;
unteren Teils 250, wobei sein vorderes Ende 284 geger die hintere Kante 280 des Spitzenhalteteils 254 stößt: e;
wird mit dem Spitzenhalteteil 254 und dem unteren Tei 250 verschweißt. Das Hauptteil 256 hat Rechteckgestall
wobei die Seitenflächen 286 von den Seiten de Längsschlitzes 264 nach oben zeigen und daher ii
Querrichtung nach innen gegenüber den Seitenkante! 262 des unteren Teils 250 versetzt sind
Das Hauptteil 256 hat eine ebene Oberseite 288, di<
unterhalb der ebenen oberen Seite 266 des oberen Teil 252 am hinteren Ende 282 liegt, so daß dort ein
Eintiefung gebildet wird. Die Druckplatte 80" weis einen oberen Abschnitt 214" auf, dessen Querschnitt mi
dem des oberen bzw. unteren Teils 252 bzw 25 übereinstimmt. Der obere Abschnitt 214", hat somit ein
ebene Oberseite 290, die über abgeschrägte Flächen 29 zu Seitenkanten 292 übergeht. In dem oberen Abschnil
214" ist ein Längsschlitz 2% vorgesehen. Wenn di Druckplatte 80" zurückgenommen ist wie die Oberseit
290 des Hauptteils 256 in den Längsschlitz 29 aufgenommen, wobei der obere Abschnitt 214" di
erwähnte Eintiefung ausfüllt und eine Fortsetzung des ein Durchlaß 212" verläuft von der Ausnehmung 316 zu
abeienTeils252bildet der Öffnung 210". Ein weiterer Durchlaß 328 verbindet
Von dem oberen Abschnitt 214" führen zwei mit die Ausnehmungen 316 und 314 miteinander. Ein
Querabstand angeordnete Schenkel 298 nach unten; sie Anschlußstutzen 58" ist in die Öffnung 210" geschraubt,
sind an den oberen Abschnitt geschweißt Die Schenkel 5 und an ihn ist ein Schlauch 60" angeschlossen. Man sieht,
298 gleiten auf den Seitenflächen 286 des Hauptteils 256 daß bei Zuführung einer unter Druck stehenden
und führen dadurch die Druckplatte 80" in ihrer hydraulischen Flüssigkeit zu dem Schlauch 60" und
Bewegung zwischen der zurückgezogenen und der damit zu dem Durchlaß 212" eine einleitende leichte
ausgefahrenen Lage. Eine erste querstehende Führungs- Auswärtsbewegung des Kolbens 320 eintritt, worauf die
platte 300 verläuft von dem oberen Abschnitt 214" an io Flüssigkeit in den Durchlaß 328 und in die Ausnehmung
den vorderen Enden der Schenkel 298 nach unten; sie ist 314 gelangt, wodurch dann die Kolben 318, 320
damit durch Schweißen verbunden. An der hinteren gleichzeitig ausgefahren werden und die Druckplatte
Kante 280 des Spitzenhalteteils 254 ist ein nach unten 80" nach außen bewegt wird.
verlaufender Schlitz 302 vorgesehen. Wenn die Es ergibt sich nun ohne weiteres, daß , wenn während
Stützp'atte 80" zurückgenommen ist greift das 15 des Ausfallens der Druckplatte 80" entweder das
Führungsteil 300 nach unten in den Schlitz 302, und es ist vordere oder das rückwärtige Ende des oberen
ein Schlitz 304 in ihr vorgesehen, der das Spitzenhalte- Abschnitts 214" als erstes die Innenseite des Kerns
teil 254 aufnimmt (F i g. 24). Neben dem hinteren Ende berührt und damit einen zunehmenden Widerstand
308 des Hauptteils 256 ist ein Querschlitz 306 gegen das Ausfahren des jeweiligen Kolbens 318, 320
vorgesehen. Eine zweite Führungsplatte 310 verläuft 20 herbeiführt der andere Kolben weiter hinausgeschoben
von dem oberen Abschnitt 214" an den hinteren Enden wird, wodurch der obere Abschnitt 214" in Längsrich-
der Schenkel 298 nach unten. Die Schenkel 298 tung in dem einen oder dem anderen Sinne geneigt wird,
verlaufen in Längsrichtung zwischen der vorderen und wobei die abgerundeten distalen Enden 322, 324 der
der hinteren Führungsplatte 300 und 310. Ist die Kolben 318, 320 diese vor und zurück schaukelnde
Druckplatte 80" zurückgenommen, so greift die hintere 25 Bewegung oder Kippbewegung ermöglichen.
Führungsplatte 310 in den Querschlitz 306, und es Der Handgriff 26" entspricht dem Handgriff 26' bei
befindet sich ein Schlitz 312 in ihr, der das Hauptteil 256 der Ausführungsform nach den Fi g. 14 bis 19, und das
aufnimmt. Die Führungsplatten 300 und 310 begrenzen U-Profil 248" ruht in dem Sitz 64 des nach hinten
zusammen mit den Schlitzen 302 und 306 die Vor- und reichenden Teils 330 des unteren Teils 250; das U-Profil
Rückbewegung und die Schaukelbewegung der Druck- 30 284" ist an das untere Teil 250 bzw. an das hintere Ende
platte 80", wenn diese ausgefahren ist. 308 des Hauptteils 256 geschweißt oder anderweitig
Zwei in Längsrichtung mit Abstand voneinander daran befestigt. Der Kopf 28" ist ebenso an dem
angeordnete Ausnehmungen 314, 316 befinden sich in hinteren Ende des U-Profils 248" angebracht.
dem Hauptteil 256 und verlaufen von dessen Oberseite Bei dieser Ausführungsform wirken die Kanten 261
288 nach unten. Kolben 318 bzw. 320 sind ausfahrbar in 35 an den Seiten der ebenen Bodenfläche 258 und die
den Ausnehmungen 314 bzw 316 aufgenommen, die die Kanten 295 an den Seiten der ebenen Oberseite 290 dei
Zylinder für die Kolben 318 bzw. 320 darstellen. Die Druckplatte 80" (Fig.21) als Führungsmittel, um eir
distalen Enden 322 bzw. 324 der Kolben 318 bzw. 320 Drehen der Spreizvorrichtung zu verhindern und dafüi
legen sich gegen die Unterseite 326 des Längsschlitzes zu sorgen, daß sie bei dem Einbringen in der
2% in dem oberen Abschnitt 214". In dem Ende 308 des 40 beschädigten Kern zweckmäßig ausgerichtet ist.
Hauptteils 256 ist eine öffnung 210" vorgesehen, und
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Spreizvorrichtung zum Rückformen verformter Kernlöcher von Wickelkernen, mit einem in das
Kernioch eintreibbaren Dornkörper, bestehend aus S einem keilförmig verlaufenden vorderen Abschnitt
und einem achsparallel verlaufenden hinteren Abschnitt, wobei am hinteren Abschnitt eine
Druckplatte vorgesehen ist, an der eine normal zur Dornachse gerichtete Kolbenzylindereinheit angreift,
und vorzugsweise mit einem langgestreckten Handgriff, der sich vom hinteren Abschnitt aus nach
rückwärts erstreckt, dadurch gekennzeichnet,
daß der vordere Abschnitt des Dornkörpers (20, 20', 20") starr und am Umfang geschlossen
aufgebaut ist, daß dessen keilförmiger Verlauf von zwei symmetrisch zu einer durch die Dornachse
gehenden Längsebene angeordneten und nach hinten divergierenden Schrägflächen (32,36 32', 36'
32", 36") gebildet ist, daß an den Endquerschnitt des vorderen Abschnitts sich der hintere Abschnitt mit
im wesentlichen konstantem Profilverlauf anschließt, daß in dem hinteren Abschnitt eine
Ausnehmung oder Durchbrechung (30, 30', Schlitz 302) zur Aufnahme der Druckplatte (80, 110,
Deckplatte 122; 80', 80") vorgesehen ist, daß die Druckplatte in der Außereingriffstellung mit ihrer
Oberfläche (83; 83') einen Teil der Oberfläche des hinteren Abschnitts bildet und zur Anlage an die
Wand des Kernlochs quer zur Dornachse geführt ist
2. Spreizvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckplatte (80, 110,
Deckplatte 122, 80', 80") zusätzlich zu und unabhängig von ihrer Bewegung quer zur Dornachse
frei schwenkbar auf dem Kopf oder den Köpfen des Kolbens, bzw. der Kolben (56, 56, 318, 320) der
Kolbenzylindereinheit um Achsen aufgelagert ist, die sich quer entweder zur Längsachse des
Dornkörpers (20,20', 20") oder zur Bewegungsrichtung des Kolbens bzw. der Kolben (56,56', 318,320)
erstrecken.
3. Spreizvorrichtung nach Anspruch 1 od. 2, dadurch gekennzeichnet, daß wahlweise an der
Druckplatte (80,110.122,80'. 80") oder am hinteren
Abschnitt des Dornkörpers (20, 20', 20") ein im wesentlichen U-förmiger Führungsteil (100, 114,
Schenkel 222, 224, 226, 228 298) angeordnet ist, der mit dem zugeordneten anderen Vorrichtungsteil
(rückwärtiger Teil des Dornkörpers oder der Druckplatte) in Gleitverbindung steht.
4. Spreizvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der im wesentlichen U-förmige
Führungsteil wenigstens ein Paar Füße (Schenkel 222, 224, 226, 228) aufweist, die sich an der
Druckplatte (80') seitlich nach unten erstrecken und die von jeweils zugeordneten seitlichen Ausnehmungen
(176, 178, 180, 182) im hinteren Abschnitt des Dornkörpers (20') gleitbar aufgenommen sind
(Fig. 13 bis 19).
5. Spreizvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Abschnitt des
Dornkörpers (20') Stifte (230, 232) aufweist, deren beide Enden jeweils in die seitlichen Ausnehmungen
(176, 178, 180, 182) dieses hinteren Dornkörperabschnittes hinein vorstehen und von entsprechenden
Längsschlitzen (234) in den Füßen (Schenkel 222, 224, 226, 228) des im wesentlichen U-förmigen
Führungsteils gleitbar aufgenommen sind.
6. Spreizvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf jeder Seite des hinteren
Abschnittes des Dornkörpers (20') Daarweise je zwei der seitlichen Ausnehmungen (176, 180 bzw. 178,
182) mit axialem Abstand voneinander so angeordnet sind, daß sie zwischen sich je einen seitlichen
Führungsteil (Seitenteil 184 bzw. 186) im hinteren Dornkörperabschnitt für jeweils zugeordnete Fußpaare
(Schenkel 222, 224 bzw. 226, 228) des betreffenden im wesentlichen U-förmigen Führungsteils
bilden.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US3722570A | 1970-05-14 | 1970-05-14 | |
| US3722570 | 1970-05-14 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2124072A1 DE2124072A1 (de) | 1971-12-16 |
| DE2124072B2 true DE2124072B2 (de) | 1976-09-09 |
| DE2124072C3 DE2124072C3 (de) | 1977-04-21 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1324708A (en) | 1973-07-25 |
| DE2124072A1 (de) | 1971-12-16 |
| US3618895A (en) | 1971-11-09 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |