DE2053202A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Ge raderichten deformierter Bahnmaterial Vorratsrollen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Ge raderichten deformierter Bahnmaterial VorratsrollenInfo
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Description
>i'*' '»*» 2 9 OKT 1970
DR 'NO. H. FINCKE . *
D?; ; -:n g. H. BOHR
Mappe 8550
Beschreibung
zum Patentgesuch
der Firma BRAMMALI ING., Angola, Indiana / V.St.A.
betreffend
Verfahren und Vorrichtung zum Geraderichten deformierter Bahnmaterial-Vorratsrollen
Priorität: 29. Oktober 1969 - V.St.A.
Kurζbesehreibung
Erfindungsgemäß ist ein Paar im Abstand befindlicher, nach
außen gekrümmter Schuhe vorgesehen, um allgemein entsprechend gegeneinander zugewendete Innenflächenbereiche des hohlsylindri-Bchen
Kernes einer deformierten Rolle anzuliegen. Ein Hydraulikstempel
verläuft auf einer Achse zwischen den Schuhen und weist einen Zylinder aowie eine ausfahrbare Kolbenstange auf, welche
in einem koaxial mit der Achse verlaufenden Stift endet, der ein abgerundetes entferntes Ende aufweist. Einer der Schuhe weist
einen erhabenen teilzylindrischen Abschnitt auf, welcher in Rollanlage mit dem von der Kolbenstange entfernten Ende des Zylinders
steht; der andere Schuh weist eine darin vorgesehene öffnung auf, welche lösbar das abgerundete entfernte Ende der Kolbenstange
aufnimmt, wobei eine Zapfenschwenkbewegung beider Schuhe gegenüber der Achse erzielt wird und die Schuhe sich allgemein einer
von der runden Form des Kernes abweichenden Form anpassen, ohne daß eine Seitenbelastung auf den Stempel ausgeübt wird, wenn
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dessen Kolbenstange ausgefahren wird.
Die Erfindung betrifft allgemein eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Geraderichten deformierter Bahnmaterial-Vorratsrollen.
Große Bahnmaterial-Vorratsrollen, beispielsweise von Druckpapier oder von in der Papierverarbeitungsindustrie verwendetem Papier,
werden üblicherweise auf hohlzylindrischen Kernen gelagert, welche aus verhältnismäßig dünnwandigem Material bestehen, beispielsweise
aus Pappe oder Metall. Während des Transports und/ oder der Handhabung dieser Rollen bei einer Druckerei- oder
Verarbeitungsanlage kann der Fall auftreten, daß eine Rolle fallengelassen oder in anderer Weise angestoßen wird, was eine
Verformung oder ein Zusammendrücken der Rolle und damit eine Deformation des Kernes ergibt. Derartige deformierte Rollen
können auf modernen, mit hoher Geschwindigkeit arbeitenden DrukkerpreBsen
oder Verarbeitungsmaschinen nicht mehr verwendet werden, unter anderem infolge entstehender Vibrationen.
Der Altmaterialwert einer deformierten Papierrolle beträgt einen
kleinen Bruchteil des Neuwertes des Papiers, so daß ein erheblicher Verlust auftritt, sofern das Papier nicht erhalten werden
kann. Die Papierbahn auf der Rolle kann, wie sich versteht, durch Abwicklung des Papiers von der deformierten Rolle auf einen
neuen zylindrischen Kern erhalten werden. Jedoch ist dies ein zeitaufwendiger Vorgang, welcher eine Abwicklungsvorrichtung
erfordert, die bei Druckerei- und Verarbeitungsanlagen nicht allgemein zur Verfügung steht.
Aus der USA-Patentschrift 3 292 903 ergibt sich eine Vorrichtung
zum Geraderichten deformierter Papierrollen, welche ein Paar Schuhe umfaßt, die in ein Ende eines deformierten Kernes
eingesetzt werden, sowie ferner einen druckstempelbetätigten Mechanismus zum Auseinanderdrücken der Schuhe, welcher auSer-
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halb des Kernes angeordnet ist. Infolge der Anordnung und Ausbildung
des Betätigungsstellgliedes können die Schuhe dieser Vorrichtung nicht in dem deformierten Kern an von dessen Enden
im Abstand befindlichen Punkten angeordnet werden; daher ist diese Vorrichtung zum Geraderichten stark deformierter Kerne
nicht brauchbar.
Es wurde bereits vorgeschlagen, Spreizglieder für beschädigte Kerne zu verwenden, wobei entsprechende Vorrichtungen längliche
Körper umfassen, die zum Einsetzen in einen deformierten Kern bestimmt sind und einen druckstempelbetätigten Schuh aufweisen,
der von dem Körper gehalten wird, um eingedrückte Bereiche des Kernes nach außen zu drücken, wobei auf diese Weise der ursprüngliche
runde Querschnitt der Rolle wiederhergestellt wird. Es erwies sich jedoch, daß die irreguläre Ausbildung der Innen-fläche
von deformierten Kernen zur Ausübung einer Seitenlast auf den Hydraulikstempel derartiger Spreizglieder führt, mit
der Folge einer Beschädigung des Druckstempels, was wiederum eine häufige und kostspielige Reparatur oder einen Austausch
des Druckstempels erfordert.
Es wäre somit günstig, eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum Geraderichten deformierter Bahnmaterialrollen zu schaffen, wobei
die Vorrichtung einen hydraulischen Stempel verwendet und in die Innenbereiche des deformierten Kernes einsetzbar ist und
wobei ferner eine Seitenbelastung des Druckstempels im wesentlichen vermieden wird, so daß die Kosten der Wartung der Vorrichtung
reduziert werden.
Bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ein Paar im Abstand
befindlicher, nach außen gekrümmter Schuhe vorgesehen, welche
zur entsprechenden Anlage gegen allgemein gegenüberliegende Innenflächenbereiche des Kernes einer deformierten Rolle bestimmt
sind; ein hydraulischer Druckstempel verläuft auf einer Achse zwischen den Schuhen und weist einen ersten und zweiten Teil
auf, welche beide in Richtung der Achse relativ beweglich sind und gegen je einen Schuh anliegen. Jeder der Schuhe weist daran
angebrachte Bauelemente auf, um dessen Schwenkbewegung gegenüber
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der Achse des Druckstempels zu ermöglichen, so daß die Schuhe sich allgemein selbst justieren und einer nicht runden Querschnittskonfiguration
des Kernes anpassen, ohne daß eine Seitenbelastung auf den Druckstempel ausgeübt wird, wenn dieser ausgefahren
wird.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung in den Kern einer deformierten Rolle einsetzbar.
Hydraulikdruck wird auf den Druckstempel ausgeübt, um diesen so auszufahren, daß die Schuhe entsprechend gegen zwei gegenüberliegende
Innenflächenbereiche des Kernes anliegen und diese relativ nach außen drücken. Der Druckstempel wird alsdann zurückgezogen,
und die Vorrichtung wird in dem Kern in eine unterschiedliche Stellung gedreht. Alsdann wird Hydraulikdruck wieder
auf den Druckstempel gegeben, um diesen auszufahren, so daß die Schuhe nunmehr entsprechend gegen zwei andere, allgemein gegenüberliegende
Innenflächenbereiche des Kernes anliegen und diese relativ nach außen drücken.
Es ist ein Zweck der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Geraderichten deformierter Bahnmaterialrollen zu schaffen,
welche in die Innenbereiche eines deformierten Kernes einsetzbar ist und bei welcher die Seitenbelastung des Druckstempels
im wesentlichen eliminiert ist.
Weiterer Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zum Geraderichten deformierter Rollen aus Bahmaterial.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
in Seitenansicht, teilweise in aufgebrochener Darstellung,
Fig. 2 zwei Vorrichtungen nach der Erfindung in Rücken-an-Rücken-Anordnung,
wobei jeweils die oberen Schuhe entfernt sind, in Draufsicht von oben,
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Pig. 3 einen einleitenden Verfahrensschritt gemäß einem
ersten Ausfithrungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens in Seitenansicht,
Pig. 4- einen weiteren Verfahrensschritt gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens in
Seitenansicht,
Pig. 5 einen weiteren Verfahrensschritt gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens in
Seitenansicht,
Pig. 6 einen abschließenden Verfahrensschritt gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
in Seitenansicht,
Pig. 7 den Verfahrensschritt nach Pig. 6 in bruchstückweiser Schnittdarstellung längs der Achse einer Rolle,
Pig. 8 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel eines einen
Bestandteil einer erfindungsgemäßen Vorrichtung bildenden Bodenschuhes, wobei ein teilzylindrischer Abschnitt um
aus der Stellung gemäß Pig. 1 gedreht ist, in Seitenansicht,
Pig. 9 einen Schnitt längs der Linie 9-9 von Pig. 8,
Pig. 10 einen einleitenden Verfahrensschritt gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahre
in Seitenansicht,
Pig. 11 einen weiteren Verfahrensschritt gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens in
Seitenansicht,
Pig. 12 einen weiteren Verfahrensschritt gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens in
Seitenansicht,
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Pig, 13 einen weiteren Verfahrensschritt gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens in
Seitenansicht,
Pig. 14 einen abschließenden Verfahrensschritt gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
in Seitenansicht,
Fig. 15 einen gemäß dem Verfahren nach Fig. 10 - H geradegerichteten
zylindrischen Kern,
Fig. 16 einen einleitenden Verfahrensschritt gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
im Längsschnitt,
Fig. 17 einen weiteren Verfahrensschritt gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens unter
Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem
Bodenschuh gemäß Fig. 8, 9 in Längsschnittdarstellung.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 1, welche mit der
Bezugsziffer 10 versehen ist, umfaßt einen oberen und einen unteren gekrümmten Metallschuh 12 bzw, 14. Die Metallschuhe 12,
14 weisen gekrümmte Außenflächen 16, 18 auf, welche allgemein der gewünschten Krümmung des Kernes einer geradezurichtenden
Rolle entsprechen.
Ein hydraulischer Druckstempel 20 weist einen Zylinder 22 mit einem offenen Ende 24 sowie einem flachen geschlossenen Ende
26 auf. Eine Kolbenstange 28 ist in dem Zylinder 22 von dem offenen Ende 24 nach außen verlaufend angeordnet. Ein länglicher
Zapfen 30 weist ein nahes Ende 32 auf, das lösbar an dem äußeren Ende 34 der Kolbenstange 28 befestigt ist, beispielsweise
durch einen (gestrichelt dargestellten) Gewindezapfen 33.
Die Kolbenstange 28 weist ein abgerundetes oder mit einem balligen
Knopf versehenes entferntes Ende 36 auf. Der Zylinder 22, die Kolbenstange 28 sowie der Zapfen 30 sind auf einer Aohse 38
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angeordnet, welche zwischsn den Schuhen 12, 14 verläuft.
Der Bodenschuh 14 weist einen erhabenen teilzylindrischen Abschnitt
40 auf, welcher an der Schuhinnenfläche 42 zwischen deren Enden in geeigneter Weise verbunden ist, beispielsweise
durch Schweißstellen 44. Der Abschnitt 40 verläuft quer zu der breiten Dimension des Bodenschuhes 14 . Der teilsylindrische Abschnitt
40 ist in Rollanlage mit dem flachen Ende 26 des Zylinders 22 angeordnet, wobei auf diese Weise eine Schwenk- oder
Stoßbewegung des Bodenschuhes gegenüber der Achse 38 ermöglicht wird.
Der obere Schuh 12 weist einen kalottenartigen Sockel 46 in seiner
Innenfläche 48 zwischen seinen Enden auf, in welchen das abgerundete entfernte Ende 38 des Zapfens 30 lösbar eingreift,
wobei auf diese Weise eine Drehbewegung des oberen Schuhes 12 gegenüber der Achse 38 ermöglicht wird.
Durch Ermöglichung einer Drehbewegung des oberen und unteren Schuhes 12 bzw. 14 gegenüber der Achse 30 des Druckstempels
können sich die Schuhe allgemein einer abgerundeten Fläche eines deformierten Rollenkernes anpassen, ohne daß Seitenbelastungen
auf den Stempel ausgeübt werden> wenn dieser durch Anlegung
eines hydraulischen Druckes an einen Fluideinlaß 50 ausgefahren
wird, der mit dem Zylinder 22 in üblicher Weise in Verbindung steht.
Ein anderer kalottenartiger Sockel 52, welcher strichliert dargestellt
ist, kann in der Innenfläche 48 des oberen Schuhes 12 von dem zentralen Sockel 46 versetzt angeordnet sein, um zu ermöglichen,
daß die Ausdehnungskraft an einer vorteilhafteren
Stelle angreift, und zwar in Abhängigkeit von der Ausbildung des deformierten Kernes, wie dies in Pig. 17 veranschaulicht ist.
Gemäß Pig. 2 sind zwei erfindungsgemäße Vorrichtungen nach Art
derjenigen gemäß Fig. 1 mit 10af 10b bezeichnet und in Rückenan-Rücken-Anschlaganordnung
aufgestellt. Die Bodenschuhe 14a,
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14b sind verhältnismäßig lang ausgebildet und weisen ebene, gegenüberliegende Längsseiten 54, 56 auf, welche ermöglichen,
daß die Schuhe in koplanarer Anschlagstellung angeordnet sind,
wobei die Durchmesser der Zylinder 22a, 22b etwas geringer als die Breite der Schuhe sind. Die oberen Schuhe 12 (in Pig. 2
nicht veranschaulicht) weisen vorzugsweise die gleiche Ausbildung wie die Bodenschuhe 14 auf, so döß sie in gleicher Weise
koplanar -anschlagend angeordnet sein können. Die Möglichkeit
der Anordnung zweiter oder mehrerer Vorrichtungen 10 in solcher Rücken-an-Rücken-Aufsteilung läßt die Anwendung größerer Ausrichtungskräfte
an gewünschten Stellen zu. Während in Fig. 2 die beiden Vorrichtungen 10a, 10b als leicht radial versetzt dargestellt sind, versteht es sieh gleichwohl, daß sie auch in
Ausrichtung parallel zu der Kernachse angeordnet sein können oder daß sie gegenüber der Stellung nach Fig. 2 weiter radial versetzt
sein können.
Fig. 3 zeigt einen typischen deformierten Rollenkern 58, von dem,
wie sich versteht, eine Rolle ausBahnmaterial, beispielsweise Papier, (nicht veranschaulicht) aufgenommen wird und in gleicher
Weise deformiert ist. Der deformierte Kern 58, welcher aus verhältnismäßig dünnwandigem Pappkarton oder Metall hergestellt
sein kann, ist mit einer typischen Eindrückstelle 60 veranschaulicht, wie sie sich als Ergebnis einer Deformation der von dem
Kern gelagerten Rolle ergibt, beispielsweise durch Herunterfallenlassen oder durch Anschlagen gegen ein Hindernis. Nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren befindet sich die Vorrichtung 10 in der gezeigten Weise im Inneren des deformierten Kernes 58,
und es wird Hydraulikdruck auf den Einlaß 50 des Zylinders 22 gegeben, um auf diese Weise die Kolbenstange 28 sowie den Stift
30 auszufahren, so daß die Schuhe 12, 14 entsprechend an allgemein gegenüberliegenden Innenflächenbereichen 62, 64 des deformierten
Kernes 58 anschlagen, wobei die Bereiche 62, 64 allgemein an zu dem eingedrückten Abschnitt 60 entgegengesetzten
Seiten liegen. Durch die schwenkbare Anlage der Schuhe 12, 14 an dem Zapfen 30 bzw. teilzylindrischen Abschnitt 44 entsprechen
die Schuhe 12, 14 der Form der Innenflächenbereiche 62, 64, ohne
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daß eine Seitenbelastung auf den Druckstempel ausgeübt wird.
Die Anlegung eines Hydraulikdruckos an den Druckstempel 20
wird fortgesetzt, wobei die Kolbenstange 28 sowie der Stift 30 ausgefahren werden und auf diese Weise bewirken, daß die Schuhe
12, 14 die Bereiche 62, 64 des deformierten Kernes 58 relativ
nach außen drücken, wie dies strichliert in Bereichen 62, 64a veranschaulicht ist, was zu einer Reduzierung des eingedrückten
Abschnittes 60 gemäß der strichlierten Linie 60a führt.
G-emäß Fig. 4 wird in Nachfolge zu der nach außen gerichteten
Ausdehnung der Bereiche 62, 64 der deformierten Rolle 58, wie dies vorangehend beschrieben wurde, der Druckstempel 20 zurückgezogen
und in die Stellung nach Pig. 4 gedreht. Nunmehr kann ein verhältnismäßig kurzer oberer Schuh 66 anstelle des längeren
Schuhes 12 eingesetzt werden» welcher anfänglich verwendet wurde, wobei jedoch der Schuh 66 ebenfalls den kalottenartigen
Sockel 46 in seiner Innenfläche aufweist, welcher das abgerundete entfernte Ende 36 der Kolbenstange 30 aufnimmt. Alsdann wird
wiederum Hydraulikdruck angelegt, um die Kolbenstange 28 sowie den Stift 30 auszufahren bis der Schuh 66 gegen den reduzierten
eingedrückten Abschnitt 60a und der Bodenschuh 14 gegen den gegenüberliegenden Innenflächenbereich 68 anliegen. Die Anlegung
von Hydraulikdruck wird alsdann fortgesetzt, um die Bereiche 60a, 68 relativ zueinander nach außen zu drücken und
den Querschnitt des Kernes 58 in eine allgemein eiartige Form zu bringen, wie dieo durch die atrichlierte Linie 58a angedeutet
ist, wobei der kürzere Schuh 66 das schmalere Ende 60b bildet.
Gemäß Fig. 5 befindet sich der Kern 58 in einer Deformationsstellung zwischen derjenigen, welche in Fig. 4 ausgezogen dargestellt
ist, und derjenigen, welche dort strichliert gezeigt ist. d.h. während des Ausfahrens des Druckstempels 20 aus einer
Rückzugstellung in seine Ausfahrstellung; die Bahnmaterialrolle 70, welche Papier umfassen kann, ist an dem Kern 58 veranschaulicht.
Die Rolle 70 hatte in ihrem ursprünglichen deformierten
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Zustand einen eingedrückten Teil in Ausrichtung mit einen eingedrückten
Teil 60 des Kernes 58, dessen Eindrückung durch die Rolle hervorgerufen wurde. Wenn die gegenüberliegenden Bereiche
60a, 68 des Kernes 58 nach außen gegen die ovale bzw. eiförmige Konfiguration gemäß der gestriohelten Linien 58 nach Pig. 4 gedrückt
werden, so wird der eingedrückte Teil der Rolle 70 in gleicher Weise nach außen gedrückt, jedoch zeigen Palten oder
Eintiefungen 72 das Bestreben, allgemein radial in Ausrichtung mit den Grenzen des eingedrückten Teils 60 der Rolle 58 zu
bleiben, wobei eine Rolle mit solchen Eintiefungen allgemein als "besternte" Rolle bezeichnet wird. Solche Palten oder Eintie-rfungen
können entfernt werden, indem die äußere Umfangsflache
74 der Rolle 70 in dem Bereich der Eintiefung 72 mit einem Schlagholz oder Schlegel 56 mit einer Bewegung geschlagen wird,
die durch die Pfeile 78, 80 dargestellt ist; ein solcher Schlagvorgang wird gleichzeitig mit dem Ausfahren des Druckstempels
20 bewirkt, um den Kern sowie die RoILe in die eiartige Form gemäß Fig. 4 zu bringen. Durch Führung der Schläge auf die äußere
Umfangsflache 74 der Rolle 70 mit dem"Schlegel 76 werden gleichzeitig
mit der Ausdehnung der Rolle in der oben beschriebenen Weise die hohen Teile des "Sternes" gezogen und auf den Rest
der Rolle verteilt.
Gemäß Fig. 6, 7 wird in Nachfolge zu den oben in Verbindung mit Fig. 3-5 beschriebenen Schritten der Druckstempel 20, nunmehr
als 20a bezeichnet, ausreichend zurückgezogen, um einen längeren Oberschuh 12a für den kürzeren Oberschuh 66 einzusetzen.
Ein zweiter Druckstempel 20b wird alsdann innerhalb des Kerns 58 eingesetzt, wobei die Achsen der Druckstempel 20a, 20b in
der gezeigten Weise allgemein senkrecht stehen. Alsdann wird Fluiddruck auswahlmäßig und/oder gleichzeitig auf die Druckstempel
20a, 20b gegeben, welche in Rücken-an-Rücken-Anordnung gemäß Fig. 7 angeordnet sein können, so daß die entsprechenden
Paare von Schuhen 12a, 14a, 12b, 14b den Kern 58 in die gewünschte,
allgemein zylindrische Form bringen.
Die Druckstempel 20a, 20b werden alsdann entfernt, wonach übliche
zylindrische Steckeinsätze 28 in die offenen Enden 84
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des geradegerichteten Kernes 58 eingesetzt werden. Auf die Rolle können alsdann abschließende Formungskräfte ausgeübt werden,
nachdem sie auf diese Weise mit Einsätzen versehen wurde, indem sie über eine ebene Fläche gerollt und hohe oder unebene Punkte
an ihrem Außenumfang 74 mit dem Schlegel 76 bearbeitet werden.
Bei einem besonderen Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach
Fig. 1 hatte der Zylinder 22 eine gesamte Axiallänge von 112,5 mm und einen außenseitigen Durchmesser von 56 mm; die Kolbenstange
28 hatte einen Außendurchmesser von 36 mm und eine maximale
Ausfahrlänge von 66 mm. Die Stifte 30 hatten einen Außendurchmesser von 30 mm und änderten sich in der Axiallänge von
25 - 175 mm.
Fig. 8, 9 zeigen eine abgewandelte Ausführungsform eines Bodenschuhes
HO, bei welchem der erhabene, teilzylindrische Abschnitt 140 um 90° aus der Stellung des Abschnittes 140 gemäß
Fig. 1 gedreht ist; der Abschnitt 140 verläuft bei diesem Ausführungsbeispiel parallel zu der Längsdimension des Bodenschuhes
114. Der Bodenschuh 114 kann in Verbindung mit dem Zylinder 22 sowie dem oberen Schuh 12 von Fig. 1 bei Anwendungsfällen verwendet
werden, wo der obere und untere Schuh nicht in Ausrichtung sein können, beispielsweise in dem Fall, der in Fig. 17
veranschaulicht ist.
Gemäß Fig. 10 ist ein anderer, in typischer Weise deformierter
Rollenkern 86 mit einer darin ausgebildeten typischen tiefen Eindrückung 88 veranschaulicht. Es ist günstig, beim Geraderichten
des deformierten Kernes 86 die anfängliche und Zwischenausdehnungskraft
an Punkten an der Innenfläche des Kernes 86 angreifen zu lassen, welche diametral entgegengesetzt wären,
wenn der Kern zylindrisch wäre, d.h. an Punkten, die in einem
Abstand gleich dem halben Kernumfang auseinanderliegen wurden, wenn sich dieser in seiner zylindrischen Form befände, jedoch
in Anpassung an den deformierten Kernumfang, wie dies durch die Linien 90 nach Fig. 10 veranschaulicht ist. Auf diese Weise werden
der obere und untere Schuh 12, 14 vorzugsweise ßo dicht wie möglich an diesen Punkten 90 angeordnet.
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Bei dem besonderen deformierten Kern 86 gemäß Pig. 10 ist es infolge
der Tiefe der Eindrückung 88 anfänglich unmöglich, das entfernte Ende 36 des Stiftes 30 in den zentralen Sockel 46 des
oberen Schuhes 12 einzusetzen; auf diese Weise ist das entfernte Ende 36 in der gezeigten Weise anfänglich in den versetzten
Sockel 52 eingesetzt. Bei der anfänglichen Einstellung der Vorrichtung nach Fig. 10 bilden die Kanten des oberen und
unteren Schuhes 12, 14 einen Winkel Λ, welcher in dem Falle des besonderen veranschaulichten deformierten Kerns etwa 30 beträgt.
Wenn man der anfänglichen Anordnung des Druckstempels 20 sowie dem oberen und unteren Schuh 12, 14 gemäB Fig. 10 folgt, wird
der Zylinder 22 auf diese Weise betätigt, um die Kolbenstange 28 sowie den Stift 30 in der durch den Pfeil 92 veranschaulichten
Richtung auszufahren, wobei entgegengesetzte Teile 94, 96 des Kernes 86 nach außen gedrückt werden, um den eingedrückten
Teil 88 nach außen zu reduzieren, v/ie dies durch den Pfeil 98
veranschaulicht ist.
Gemäß Fig. 11 wird, sobald der eingedrückte Abschnitt 88 in der Richtung 98 in genügendem Ausmaß nach außen bewegt wurde, um
das entfernte Ende 36 des Stiftes 30 in dem eentralen Sockel des oberen Schuhes 12 aufsitzen zu lassen, der Zylinder 22 betätigt,
um die Kolbenstange 28 sowie den Stift ausreichend zurückzuziehen und zu ermöglichen, das entfernte Ende 36 von dem
Sockel 52 zu dem Sockel 46 bewegt wird, wie dies veranschaulicht
ist; der Zylinder 22 wird alsdann wiederum betätigt, um die Kolbenstange 28 sowie den Stift 30 in der Richtung 92 auszufahren
und auf diese Weise gegenüberliegende Abschnitte 94, des Kernes 86 weiter nach außen zu drücken und die Tiefe des
eingedrückten Teiles 88 gemäß dem Pfeil 98 weiter zu reduzieren.
In der Stellung nach Fig. 11 wird die seitens des Druck3tempels 20 durch Anlage des oberen und unteren Schuhes 12, 14 gegen die
gegenüberliegenden Innenflächen des Kernes 86 ausgeübte Kraft allgemein mit Punkten 90 ausgerichtet, welche um einen halben
Umfang des normalen zylindrischen Kernes auseinanderliegen. Der
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Winkel A! zwischen den Kanton des entsprechenden oberen und unteren
Schuhes 12, H wurde gegenüber demjenigen nach Fig. 10'
etwas reduziert.
Als Ergebnis der nach außen gerichteten Ausfahrbewegung der Kolbenstange
28 sowie des Stiftes 30 in Richtung 92, um auf diese Weise die gegenüberliegenden Teile 94» 96 des Kernes 86 nach
außen zu drücken, erreicht die Kolbenstange 23 ihre voll ausgedehnte
Stellung, so da3 keine weitere Auswärtsbewegung des Kernes
86 möglich wäre. Wenn somit die Abschnitte 94, 96 des Kernes 86 nach außen in der mit der Länge des besonderen verendeten
Stiftes 30 bei den Verfahrensschritten nach Fig. 10, 11 möglichen
LängerStreckung ausgefahren wurden, erfolgt eine Betätigung des
Zylinders 22 zur Zurückziehung der Kolbenstange 28, wonach ein längerer Stift 30-1 für den kürzeren Stift 30 verwendet wird.
Das entfernte Ende 36 des längeren Stiftes 30-1 wird wiederum in dem zentralen Sockel 46 zum Aufsitzen gebracht? der Zylinder
22 wird wiederum betätigt, um die Kolbenstange 28 sowie den Stift 30-1 in der Richtung 92 auszufahren, die Abschnitte 94,
des Kernes 86 weiter nach außen auszudehnen und den eingedrückten Abschnitt 88 in der Richtung 98 weiter zu reduzieren.
Wenn gemäß Pig. 13 die nach auswärts gerichtete Ausfahrbewegung entgegengesetzter Abschnitte 94, 96 des Kernes 86 in der Richtung
92 anhält, verschwindet schließlich der eingedrückte Abschnitt
88 vollständig, und die Abschnitte 100, 102 zwischen den Endabschnitten 94, 96 zeigen das Bestreben, in der veranschaulichten
Weise parallele Ebenen zu bilden. Bei dem Vorgang der Ausdehnung des Kernes 86 auf den Umriß gemäß Fig. 13 kann
es erforderlich sein, einen noch längeren Stift 30-2 anstelle des kürzeren Stiftes 30-1 einzusetzen, welcher während des Verfahrensschrittes
nach Fig. 12 verwendet wurde. Nunmehr kann beobachtet werden, daß die diametral entgegengesetzten Abschnitte
94, 96 nunmehr mit der gekrümmten Form des oberen und unteren Schuhes 12, 14 übereinstimmen, welcher wiederum mit dem Innendurchmesser
de3 gewünschten zylindrischen Kernes gemäß Fig. 15 übereinstimmt.
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Gemäß Pig. 14 wird ein zweiter Druckstempel 20b (der Druckstempel und dessen Bestandteile, welche bei den vorangehenden Verfahrensschritten
verwendet wurden, sind mit der Bezeichnung "a" versehen) um 90 gegenüber dem Druckstempel 20a versetzt eingeführt,
wobei dessen oberer und unterer Schuh 12b bzw. Hb gegen die oberen Abschnitte 102, 100 des Kernes 86 anliegen;
ein verhältnismäßig kurzer Stift 30b wird in Verbindung mit dem Druckstempel 20b verwendet. Alsdann wird der Zylinder 22b betätigt,
um die Kolbenstange 28b sowie den Stift 30b in Richtung
104 auszufahren, während der Zylinder 22a des Druckstempels 20a gleichzeitig betätigt wird, um die Kolbenstange 28a sowie
den Stift 30-2 in der Richtung 106 zurückzuziehen; auf diese Weise beginnt der Kern 86, seine gewünschte zylindrische Form
anzunehmen. Wenn dieser Vorgang sich fortsetzt, ist es notwendig, fortschreitend kürzere Stifte 30a auf den Druckstempel
22a aufzusetzen. Die Ausfahrbewegung des Zylinders 28b sowie des Stiftes 30b zusammen mit der gleichzeitigen Zurückziehung
der Kolbenstange 28a sowie des Stiftes 30a setzen sich alsdann fort, bis der Kern 86 in seine ursprüngliche Form gemäß Pig.
gebracht wurde.
Gemäß Pig. 16 weist eine Papierrolle 108 einen Kern 110 auf,
welcher so stark zusammengedrückt ist, daß die anfängliche Einführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung verhindert wird. Hier
ist nun eine Kernausdehnungsvorrichtung 112 vorgesehen, welche ein Paar länglicher angespitzter und ausfahrbarer Elemente 116,
118 aufweist. Die Elemente 116, 118 werden in ihrer zusammengeklappten
Stellung in das Ende 120 des zusammengedrückten Kernes 110 eingesetzt oder eingetrieben, wie dies veranschaulicht
ist. Die Elemente 116, 2.18 dienen zur Durchführung einer nach außen gerichteten Trennbewegung in der durch die Pfeile 122 veranschaulichten
Richtung, vorzugsweise durch einen geeigneten (nicht gezeigten) mit Fluid beaufschlagten Kraftzylinder. Die
Ausdehnungsvorrichtung 112 kann so ausgebildet sein, wie in der USA-Patentschrift 3 292 903 beschrieben; auch irgendeine andere
ähnliche Vorrichtung zum vom Ende her erfolgenden Einsetzen in einen zusammengedrückten Kern kann verwendet werden.
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Gemäß Fig. 17 wird die Ausdehnungsvorrichtung 112 alsdann betätigt,
um die Elemente 116, 118 zu trennen, die Endöffnung des Kernes 110 ausreichend aufzuweiten und den Druckstempel 20
darin einzuführen.
Bei dieser anfänglichen Aufweitung der Endöffnung 120 des zusammengedrückten
Kernes 110 werden die entgegengesetzten Wandungsteile des Kernes von der Öffnung 120 weg gegen das entgegengesetzte
Ende 126 des Kernes nach einwärts geneigt, wie in Fig. 17 veranschaulicht ist. Vorliegend wird ein Bodenschuh
114 nach Art von Fig. 8, 9 sowie gemäß der obigen Beschreibung mit seinem teilzylindrischen Abschnitt 140 verwendet und auf
diese Weise rechtwinklig zu der Längsachse des Kernes 110 angebracht.
Dies ermöglicht, daß sich der obere und untere Schuh 112, 14 entsprechend dem geneigten Verlauf der gegenüberliegenden
Wandungen des Kernes 110 in der gezeigten Weise anpassen.
Bei Anordnung des Druckstempels 20 in dieser Weise innerhalb der aufgeweiteten Öffnung 120 des zusammengedrückten Kernes 110
wird der Zylinder 22 betätigt, wobei auf diese Weise die Kolbenstange 28 sowie der Stift in der durch den Pfeil 124 gezeigten
Richtung ausgefahren werden; dies bewirkt eine weitere Aufweitung der Öffnung 120. Der Druckstempel 20 kann alsdann gegen
das schmalere Ende 126 des Kernes 110 bewegt land der Vorgang wiederholt werden, bis der zusammengedrückte Kern 110 in zumindest
einer Dimension ausreichend ausgedehnt wurde, um die Verfahrensschritte
gemäß der vorangehenden Beschreibung durchzuführen und den Kern in seine ursprüngliche zylindrische Form
zu bringen. Während die Verwendung eines einzigen Druckstempels
20 in Fig. 3-5, 10-13 und die Verwendung zweier Druckstempel
20a, 20b in Rücken-an-Rücken-Anordnung gemäß Fig. 6, 7 und 14, 15 veranschaulicht wurde, versteht es sich, daß im Falle einer
länglichen Rolle mit einem länglichen deformierten Kern eine Anzahl von Druckstempeln 20 in Abständen längs der Innenfläche des
Kernes verwendet werden können, wobei jeder Druckstempel gemäß dem Ort und der Form des eingedrückten Abschnittes 60 an diesem
besonderen Punkt angeordnet wird; auf diese Weise wird eine An-
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passungsfähigkeit beim Geraderichten erzielt, die eich durch
Vorrichtungen nach dem Stand der Technik nicht erzielen läßt.
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Claims (1)
- ·" I! Pf ■■ : i»ä!!!l:ilPatentansprücheΙΛΪ Vorrichtung zum Geraderichten deformierter Bahnmaterial-Vorratsrollen, gekennzeichnet durch ein Paar im Abstand befindlicher, nach außen gekrümmter Schuhe (12, H) zur entsprechenden Anlage an allgemein entgegengesetzt gegenüberliegenden Innenflächenbereichen des Kernes (58) in der deformierten Rolle und einen hydraulischen Druckstempel (20), welcher auf einer Achse zwischen den Schuhen verläuft und mit einem ersten und zweiten Teil (Zylinder 22, Kolbenstange 28) in Richtung dieser Achse relativ beweglich ist, wobei die Teile entsprechend gegen die Schuhe anliegen, und durch an den Schuhen angebrachte Einrichtungen (Abschnitt 40, Sockel 46) zur Ermöglichung von deren Schwenkbewegung gegenüber der Achse, wobei die Schuhe allgemein einer abgerundeten Form des Kernes entsprechen, ohne auf den Druckstempel eine Seitenbelastung auszuüben, wenn dieser ausgefahren ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daS die eine Schwenkung bewirkenden Einrichtungen (40, 46) an den Schuhen einen erhabenen teilzylindrischen Abschnitt (40) umfassen, welcher gegen einen der Druckstempelteile (Stift 30) anliegt.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schuh (114) in Richtung seiner Krümmung länglich ausgebildet ist und in dieser Richtung gegenüberliegende Enden aufweist, und daß der erhabene Abschnitt (140) eine quer zu der Längsrichtung des einen Schuhes verlaufende Achse aufweist, die allgemein zwischen dessen entgegengesetzten Enden liegt.4. Vorrichtung nach Anspruch 2> dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schuh (14) in Richtung seiner Krümmung länglieh ausgebildet ist und in dieser Richtung zwei entgegengesetzte Enden aufweist, wobei der erhabene Abschnitt (140) eine Achse aufweist, die parallel zu dor Richtung der Längserstreckung des einen109820/1428Schuhes verläuft und allgemein zwischen dessen entgegengesetzten Enden angeordnet ist.5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4·, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Druckstempelteile (Kolbenstange 28) einen Stift (30) umfaßt, der koaxial mit der Achse verläuft und ein abgerundetes entferntes Ende (36) aufweist, und daß die Schwenkeinrichtung an einem der Schuhe einen Sockel (46) zur auswahlmäßigen entfernbaren und drehfähigen Aufnahme des entfernten Endes des Stiftes umfaßt.6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sockel (46) allgemein mitten zwischen den entgegengesetzten Endabschnitten des einen Schuhes (12) in Richtung von dessen Krümmung angeordnet ist und daß dieser eine Schuh einen zweiten Sockel (52) aufweist, der im Abstand von dem erstgenannten Sockel gegen den einen der Endabschnitte hin im Abstand angeordnet ist, um auswahlmäßig,entfernbar und schwenkbar das entfernte Ende des Stiftes (30) aufzunehmen.7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstempel (20) einen Zylinder (22) mit einem offenen und einem geschlossenen Ende sowie eine darin geführte und von dessen offenem Ende nach außen verlaufenden Kolbenstange (28) umfaßt, daß in der Kolbenstange (28) der Stift (30) lösbar sowie koaxial mit deren Achse befestigt ist, daß die Schwenkeinrichtung an einem der Schuhe einen erhabenen gekrümmten Abschnitt (40) aufweist, welcher gegen das geschlossene Ende des Zylinders anliegt.8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das geschlossene Ende (26) des Zylinders (22) eine ebene Fläche in Rollanlege mit dem gekrümmten Abschnitt (40) aufweist, welcher teilzylindrisch ist.9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest einer der Schuhe (12, 14) eine gekrümmte109820/U28Außenfläche aufweist, welche allgemein mit der Innenfläche eines nicht deformierten Rollenkernes übereinstimmt.10. Verfahren zum Geraderichten deformierter Bahnvorratsrollen mit einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 - 9, gekennzeichnet durch Einsetzen der Vorrichtung in den Kern der deformierten Rolle und Aufgabe von Hydraulikdruck auf den Druckstempel zwecks Ausdehnung des Rollenkernes unter entsprechender Anlage der Schuhe gegen zwei allgemein gegenüberliegende Innenflächenbereiche des Kernes, um diese relativ nach außen zu drtikken.11. Verfahren nach Anspruch 10s gekennzeichnet durch die zusätzlichen Verfahrensschritte der Zurückziehung des Druckstempels, Drehung der Vorrichtung in dem Kern in eine unterschiedliche Stellung sowie erneute Hydraulikdruckaufgabe auf den Druckstempel, um diesen so auszufahren* daß die Schuhe gegen zwei andere allgemein entgegengesetzte Innenflächenbereiche des Kernes anliegen und diese relativ nach außen drücken.12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10, 11, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Fall, wenn der Kern anfänglich einen wesentlich eingedrückten, in sein Inneres verlaufenden Abschnitt aufweist, die beiden Angriffsbereiche entsprechend an entgegengesetzten Seiten des eingedrückten Abschnittes vorgesehen werden, wobei- ein Auswärtsdrücken dieser erstgenannten Ahgriffsbereiehe eine Reduzierung des eingedrückten Abschnittes verursacht.13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11, 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden anderen Bereiche den reduzierten eingedrückten Abschnitt und einen Innenflächenbereich des Kernes darstellen, welcher allgemein gegenüber dem reduzierten eingedrückten Abschnitt liegt.H. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 - 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagepunkte des Paares von Schuhen mit den beiden erstgenannten Bereichen im Abstand rund um den Außenum-109820/U28es
fang des deformierten Kern/ um allgemein einen halben Umfang der Innenfläche eines nicht deformierten Kernes angeordnet sind.15· Verfahren nach einem der Ansprüche 10 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß anfänglich ein erster Stift mit einer ersten bestimmten Länge verwendet und danach für den ersten Stift ein zweiter gegenüber dem ersten Stift längerer Stift eingesetzt werden.16. "Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die für die anfänglichen beiden Verfahrensschritte verwendeten Schuhe in Richtung ihrer Krümmung länglich ausgebildet sind und daß nach Drehung des Druckstempels ein verhältnismäßig kürzerer Schuh für einen der anfänglich verwendeten Schuhe eingesetzt und die Vorrichtung so ausgerichtet werden, daß der kürzere Schuh nach Ausfahren des Druckstempels gegen den reduzierten eingedrückten Teil anliegt.17. Verfahren nach Anspruch I3f dadurch gekennzeichnet, daß während der Druckbeaufschlagung des Hydraulikstempels dieser genügend weit ausgefahren ?.ird, so daß die Schuhe den Kern in eine allgemein ovale Form bringen.18. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckstempel so weit ausgefahren wird, daß der andere der anfänglich verwendeten Schuhe sowie der kürzere Schuh den Kern in eine allgemein eiartige Form bringen, wobei der kürzere Schuh dessen verjüngtes Ende bildet.19. Verfahren nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch zusätzliches Zurechtklopfen der Außenfläche der Rolle in Bereichen, die sich allgemein in radialer Ausrichtung mit den entsprechenden Grenzen des reduzierten eingedrückten Teiles befinden, gleichzeitig mit der Druckbeaufschlagung des Druckstempels.20. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 - 19, gekennzeichnet durch Einsetzen einer zweiten Vorrichtung in den Kern mit einem zweiten Paar im Abstand befindlicher, nach außen gekrümmter109820/U28Schuhe sowie einem zweiten hydraulischen Druckstempel, welcher auf einer zweiten Achse zwischen den zweiten Schuhen verläuft und erste und zweite Teile aufweist, die in Richtung der zweiten Achse relativ beweglich sind, wobei die Schuhe entsprechende Bauelemente aufweisen, um eine Schwenkbewegung gegenüber der zweiten Achse zuzulassen, und Anordnung der zweiten Vorrichtung dicht benachbart der erstgenannten Vorrichtung, wobei deren entsprechende Achsen allgemein senkrecht verlaufen, und gleichzeitige Druckbh-aufschlagung beider Druckstempel, wobei die entsprechenden Schuhe gegen die entsprechenden Innenflächenbereiche des Kernes anliegen und diesen relativ nach außen in eine allgemein zylindrische Form drücken.21. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 - 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Schuhe in ihrer Krümmungsrichtung länglich ausgebildet und von gleicher Länge sind und daß der Druckstempel genügend weit ausgefahren wird, so daß der Kern gelängt wird, während die Innenflächenbereiche, welche entsprechend zwischen den erstgenannten Oberflächenbereichen liegen, im Abstand befindliche, allgemein parallele Ebenen bilden.22. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 - 21, gekennzeichnet durch den einleitenden Schritt der Einsetzung eines ausäehnungsfähigen Werkzeuges in eh Ende eines zusammengedrückten Kernes und Ausdehnung desselben zwecks Aufweitung der Öffnung des Kernes an dem einen Ende, wonach das Einführen einer den Druckstempel aufweisenden Vorrichtung in den teilweise aufgeweiteten Kern an einem Ende desselben erfolgt.Für Firma BRAMMALL INC.:PATENTANWÄLTE UR4NQ. H. FINCKE, DiPL-IWG. H. WPL-INO. S. STAiQiK109820/U28Leerseite
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