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DE2123601A1 - Fadensteuervorrichtung bei Nähmaschinen - Google Patents

Fadensteuervorrichtung bei Nähmaschinen

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DE2123601A1
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needle
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plate
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DE19712123601
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DE2123601C3 (de
DE2123601B2 (de
Inventor
George Moffat Elmwood Park; Klose Frederick Manfred Chicago; 111. Reimer (V.StA.)
Original Assignee
Union Special Machine Co., Chicago, 111. (V.StA.)
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Publication date
Application filed by Union Special Machine Co., Chicago, 111. (V.StA.) filed Critical Union Special Machine Co., Chicago, 111. (V.StA.)
Publication of DE2123601A1 publication Critical patent/DE2123601A1/de
Publication of DE2123601B2 publication Critical patent/DE2123601B2/de
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    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B47/00Needle-thread tensioning devices; Applications of tensometers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

DR.-INQ. · DIPU-INO. M.SC. CP..-PHYS. DR. DIPL-PHVS.
HÖGER - STELLRECHT - (i«!ESS3ACH - HAECKER
PATENTANWÄLTE
TELEX: O7 22301 " · " ' DRESDNER BANK A Q
TELEFON. (0711)2*15 56/58 STUTTGART NR. 383743
TEUEQRAMMe: CURA 7 STUTTaART 1, U H LAN D STR. 14c POSTSCHECK STGT. 3>TOe
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11. Mai 1971
Union Special Machine Company 400 North Franklin Street Chicago, Illinois 60610 / U.S.A.
Fadensteuervorrichtung bei Nähmaschinen
Die Erfindung betrifft eine Fadenführungs- oder -steuervorrichtung bei Nähmaschinen/ insbesondere bei Kettenstichnähmaschinen, die es der Bedienungsperson gestatten, die Festigkeit des gebildeten Stiches in Abhängigkeit von dem zu vernähenden Werkstück einzustellen.
In der Bekleidungsindustrie herrscht ein ständig wachsender Bedarf für Nähmaschinen, die für die Herstellung loser oder lockerer Stiche geeignet sind. Ein wesentlicher Grund hierfür ist das Auftreten einer unerwünschten Kräusel- oder Runzelbildung an Nähten bei der Herstellung "dauergebügelter" Kleidung.
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Es wurde gefunden, daß diese Kräuselung hauptsächlich durch die Schrumpfung der Nahtfäden verursacht ist, wie sie während der Forrabügelung solcher Kleidungsstücke auftritt, wobei das betreffende Kleidungsstück gewöhnlich mit einem. Finish-Reagenz behandelt wird, das anschließend durch Einbringen des Kleidungsstückes in einen heißen Ofen ausgehärtet wird« Es wurde gefunden, daß die Nahtkräuselung durch Anwendung lockerer Stiche beträchtlich reduziert werden kann.
Bisher wurden lockere Stiche bei der Herstellung von Kleidungsstücken als unerwünscht betrachtet, und zwar im wesentlichen wegen Ihrer Sperrigkeit, insbesondere bei der Herstellung von Kettenstichen. Ein weiterer Grund für die Unerwünschtheit loser Stiche lag in dem erhöhten Fadenverbrauch pro Stich und nicht zuletzt In dem sogenannten "Grinsen" oder "Klaffen" der Naht, worunter die Erscheinung verstanden wird» daß zwischen den miteinander verbundenen Stoffstücken die Fäden sichtbar werden.
Zur Erzeugung eines in brauchbarer Weise lockeren Stiches wird eine Fadenführungsvorrichtung benötigt t die derart einstellbar ist, daß sie an die jeweiligen Eigenschaften der verschiedenen Nähmaterialien anpaßbar ist. Hierzu wurden bereits Mechanismen vorgeschlagen, die jedoch nur für ganz spezielle Kettenstichmaschinen geeignet waren. Diese Mechanismen waren weiterhin kompliziert und aufwendig und ließen sich bei anderen MascMnentypen nicht anbringen.
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Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, diesem Mangel abzuhelfen und eine Fadenführungsvorrichtung vorzuschlagen, die an beliebige Nähmaschinen anbringbar ist und bei geringem Aufwand eine Veränderung der Stichfestigkeit in weiten Grenzen in einfacher Weise ermöglicht. Außerdem soll sich die erfindungsgemäße Vorrichtung nicht nur für Kettenstich-, sondern auch für Steppstichnähmaschinen eignen.
Die erfindungsgemäße Fadenführungsvorrichtung umfaßt im wesentlichen eine Befestigungsplatte, die mit Hilfe einer einzigen Schraube am Arm einer Nähmaschine befestigt werden kann. Die Befestigungsplatte weist eine Schlitzführung auf, die sich quer über den Laufweg des Nähfadens zwischen einem üblichen Fadenspanner und der üblichen, am Nadelhebel angeordneten öse erstreckt. Weiterhin ist erfindungsgemäß in dieser Schlitzführung der Befestigungsplatte ein ösenglied verschieblich und fixierbar, das den Nähfaden aufnimmt und je nach seiner Einstellung das Ausmaß der Fadenschleife steuert, welche aus dem Nähfaden durch dl^ Bewegung der am Nadelhebel vorgesehenen öse während des Betriebes der Nähmaschine gebildet wird.
Mit Hilfe der Erfindung lassen sich folgende Wirkungen und Vorteile erzielen.
1. Es wird eine Fadensteuerung für Zwei-Faden-Nähmaschinen vorgeschlagen, die es einer Bedienungsperson erlaubt, den Abzug des Nadelfadens jeweils so einzustellen, daß sich entweder feste oder lockere Stiche über einen weiten Bereich hinweg herstellen lassen.
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2. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann rasch und genau auf die jeweils vorherrschenden Nähbedingungen eingestellt werden, ohne daß dabei irgendwelche Veränderungen in4er Einstellung der üblichen Fadenspannmittel· notwendig sind.
3. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in ihrem Aufbau kompakt, erfordert wenig Platz und kann zum Zwecke einer besseren Beobachtung durch die Bedienungsperson an der Vorderseite des überhängenden Armes einer Nähmaschine befestigt werden, wobei die Nähmaschine beispielsweise eine den Faden tragende Nadel 1 und einen einen weiteren Faden tragenden Greifer haben kann.
4. Die erfindungsgemäße Vorrichtung besitzt weiterhin zwei stationäre Fadenführer, die an dem Nähmaschinengestell in einem bestimmten, räumlichen Verhältnis zueinander angeordnet sind; ferner sind Mittel vorgesehen, um dieses Verhältnis zu verändern, sowie verschiebliche Fadenführungen, die in einer vertikalen Ebene hin- und herbewegbar sind, um den Nadelfaden zwischen den stationären Fadenführungen zu steuern, Die Wirksamkeit dieser Fadensteuerung hängt dabei von dem Änderungsgrad des erwähnten räumlichen Verhältnisses ab, um auf diese Weise mehr oder weniger Faden in das System einzuspeisen und auf diese Weise einen festen oder lockeren Stichzu bilden.
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5. Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt wenigstens zwei stationäre Fadenführer, von denen der eine fest an dem überhängenden Arm der Nähmaschine angeordnet ist, während der andere einstellbar in einem schräg verlaufenden Schlitz befestigt ist, der in einer am überhängenden Nähmaschinenarm befestigten Platte vorgesehen ist.
6. Bei der erfindungsgemäßen Fadensteuerung veranlaßt die Einjustierung des einen, verstellbaren Fadenführers entlang dem
* schräg verlaufenden Schlitz eine Veränderung des erwähnten räumlichen Verhältnisses zwischen den beiden stationären Fadenführern, und zwar sowohl in horizontaler, als auch vertikaler Richtung. Ferner sind erfindungsgemäß entlang dem Schlitz Einstellmarkierungen vorgesehen.
7. Bei der erfindungsgemäßen Fadenführungsvorrichtung kann schließlich die kombinierte Wirkung der stationären Fadenführermittel und der verschieblichen Fadenführermittel dadurch reguliert werden, daß die räumliche Beziehung zwischen den stationären Fadenführungen in der Vertikalen und Horizontalen verändert wird, was eine genaue zeitliche Einstellung der Stichsetzung und des Fadenabzuges des' Mechanismus relativ zum Auf- oder Abwärtshub der Nadel gestattet.
Die nachstehende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit beiliegender Zeichnung der weiteren Erläuterung. Es zeigen:
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Fig. 1 eine Teilseitenansicht einer üblichen Kettenstichnähmaschine mit einer erfindungsgexaäßen Fadens teuervorrichtung;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht entlang der Linie II - II in Fig. 1;
Fig. 3 eine vergrößerte Teilschnittansicht entlang der Linie III - III in Fig. 1 und
Fig. 4, 5 und 6, vergrößerte schematische Ansichten von Nähten mit mehr oder weniger größerer Festigkeit der einzelnen Stiche.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich grundsätzlich für Nähmaschinen beliebiger Art. Im Nachstehenden wird sie im Zusammenhang mit einer Kettenstichnähmaschine IO beschrieben, wie sie unter der Klassenbezeichnung 56300 von der Anmelderin hergestellt und vertrieben wird. Die Nähmaschine IO ist mit einer hin- und hergehenden, an ihrer Spitze mit einem Nadelöhr versehenen Nadel 11 ausgerüstet und besitzt weiterhin einen Greifer 12, der ebenfalls einen Faden trägt und unter einer üblichen Stofftrageplatte 13 angeordnet ist. Der Greifer 12 wird in üblicher Weise so betätigt, daß er stirnseitige Bewegungen zum Ausziehen und Abwerfen der Nadelschleife sowie seitliche Bewegungen ausführt, die dazu dienen, ein Fadendreieck
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für den Eintritt der abwärts laufenden Nadel 11 auszubilden. Die dargestellte Maschine liefert einen Zwei-Faden-Kettenstich, der unter der Typenbezeichnung 401 bekannt ist.
Die Nähmaschine IO umfaßt weiterhin einen Rahmen 14, von dem lediglich ein Teil des üblichen, tiberhängenden Armes 15 dargestellt ist. Der Arm 15 trägt den herkömmlichen Nadelkopf in dem eine hin- und hergehende Nadelstange 17 gelagert ist. Das untere Ende der Nadelstange trägt die Nadel 11, während das obere Ende der Nadelstange 17 mit einer öse 18 versehen ist, die sich zusammen mit der Nadelstange 17 bewegt und als erstes Fadenabzugmittel dient.
Der Maschinenrahmen 14 ist weiterhinmit der üblichen, einstellbaren Fadenspannvorrichtung versehen, die auf der Zeichnung das Bezugszeichen 20 trägt und in üblicher Weise zwei vorgespannte Scheiben 21 aufweist.
Eine Maschine der hier dargestellten und beschriebenen Art läßt sich z. B. der USA-Patentschrift 3 418 955 entnehmen.
Der Nadelantrieb der Maschine 10 umfaßt einen Nadelhebel 22, der schwenkbar auf einem Zapfen 23 gelagert ist. Der Zapfen 23 ist seinerseits in dem überhängenden Arm 15 quer angeordnet und in (nicht dargestellten) Lagern gelagert. Ein Nadelstangenlenker 24 ist mit seinem einen Ende gelenkig mit dem Ende des Nadelhebels 22 verbunden, während sein anderes Ende an einem mit der Nadelstange 17 verbundenen Arm 25 angelenkt ist. Der Lenker 24 dient als Antriebsverbindungsglied, um die Nadelstange 17 im Nadelkopf 16 hin- und herzugewegen, wenn der Nadelhebel 22 auf-
und abschwingt.
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Zwischen firm 15 und Nadelkopf 16 ist an der Vorderseite des Maschinenrahmens 14 ein im. wesentlichen vertikal verlaufender Schlitz 26 von schwach gekrümmter Gestalt vorgesehen durch den hindurch eine am Nadelhebel 22 angeordnete Fadenöse 27 nach außen ragt. Die ösen 18 und 27 bilden die beiden bereits erwähnten beweglichen oder verschieblichen Fadenführungen und wirken als Fadenaufnahme- und -abzugsmittel. Die öse 27 ist mit Hilfe einer Schraube 28 starr am Nadelhebel 22 gehalten.
Von der Oberseite des Armes 15 steht ein mehrfach gebogener Draht 3O ab. Dieser Draht 30 verläuft ausgehend vom Arm 15 zunächst nach oben und dann nach links, hierauf nach unten und wiederum nach links und schließlich geringfügig aufwärts. Das linke Ende des Drahtes 3O liegt, wie aus Fig. 2 hervorgeht, im wesentlichen in einer vertikalen Ebene oberhalb des Schlitzes 26 CFig. 1). Der Faden verläuft von der öse 27 über den Draht 30 durch die öse 18 und zur Nadel 11 hinab.
Wie am besten in Fig. 1 dargestellt, ist die Maschine 10 auf der rechten Seite des Schlitzes 26 mit einem erfindungsgemäßen Fadensteuerelement 31 ausgerüstet. Dieses Element umfaßt im wesentlichen eine etwa dreieckige Befestigungsplatte 32, die starr an der Vorderseite des überhängenden Armes 15 mit Hilfe einer einzigen Schraube 33 gehalten ist. Die Schraube 33 verläuft durch eine in vertikaler Richtung längliche öffnung 29 in der Platte 32, so daß die Platte 32 am Arm 15 geringfügig nach oben und unten einjistiert werden kann. Die Schraube 33
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ist in einen Adapterring 34 (Fig. 2) eingeschraubt, der seinerseits in eine Gewindebohrung 35 in der Wand des Armes 15 eingeschraubt ist, Um die Befestigung der Platte 32 zu erleichtern, ist deren oberer Rand mit zwei Lippen 36 versehen, die rechtwinklig von der Platte 32 abstehen. Die Lippen 36 liegen an der Wand des Armes 15 an, um die Platte 32 hiergegen festzustellen wie dies deutlich aus ELg. 2 hervorgeht.
Die Befestigungsplatte 32 besitzt Seitenkanten 37, 38 und 40. Die Seitenkante 40 trägt die Lippen 36 und dient bei der dargestellten Maschine als Feststellkante gegen einen im wesentlichen überhängend ausgebildeten, stufenartigen Vorsprung 41εη der Wand des Armes 15. Die Seitenkante 38 besitzt keine besondere Funktion, während die Seitenkante 37 etwa parallel zu einem Führungsschlitz 42 läuft, der in der Befestigungsplatte 32 ausgebildet ist und etwa von der rechten unteren Ecke zur linken oberen Ecke der Platte 32 verläuft. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Platte 32 so eingestellt, daß der Schlitz 42 etwa um 32° zur Horizontalen geneigt ist.
Der Schlitz 42 dient der Ein- und Feststellung einer stationären ^ öse 43, die ein Teil eines ösengliedes 44 ist. Das ösenglied 44 let a» besten aus Fig. 3 ersichtlich vnd kann entlang den Schlitz 42 verschoben und an diesem in jeder beliebigen Stellung festgestellt werden. Das Ösenglied 44 umfaßt eine Platte 45, in die in der Nähe des einen Plattenendes eine Schraube 46 eingeschraubt ist. Die Schraube 46 trägt ferner auch die Basis der öse43. Ferner ist auf die Schraube 46 ein Abstandsring 47 zwischen Platte 45 und öse 43 aufgeschoben, dessen Dicke etwas größer als die Dicke der Platte 32 ist, so daß der Ring als Führung im Schlitz 42 dienen kann.
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Eine zweite, größere Schraube 48 ist in das gegenüberligende Ende der Platte 45 eingeschraubt. Diese Schraube 48 besitzt einen Schaft 50, dessen Durchmesser im wesentlichen der Breite des Schlitzes 42 entspricht, so daß dieser Schaft 5O als.weitere Führung für das ösenglied 44 innerhalb des Schlitzes 42 dient. Die Schraube 48 ist ferner mit einer Schulter 51 versehen, die gegen einen vom Schaft 5O getragenen Ring 52 drückt. Wenn die Schraube 48 angezogen wird, wirkt der Ring 52 mit der Platte 45 in der Welse zusammen, daß er die Platte 32 zwischen sich festklemmt und auf diese Welse das ösenglied 44 in der einjustierten Lage feststellt.
Wenn die Festigkeit oder Lockerheit des gebildeten Stiches ein gestellt werden soll, ist es lediglich erforderlich, daß die Bedienungsperson die Schraube 48 löst und das ösenglied 44 in die gewünschte Stellung verschiebt und anschließend das ösenglied durch Anziehen der Schraube 48 wieder feststellt. Die öse 43 ist so angeordnet, des sie in wesentlichen In einer vertikalen Ebene verlauft, während die den Faden führende ösenöffnung im wesentlichen entlang einer horizontalen Achse verläuft.
Markierungen auf der »efestigungeplatte 32 «eben aa, da· «·* öeswflied 44 bei einer Verschiebung. **ch lift*· o**m «las« lockeren Stich ergibt, während das nach unten recht« verschobene ösenglied zu einem festen Stich führt, was ebenfalls durch entsprechende Markierungen dargestellt ist. In Fig. 1 sind drei
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verschiedene Wege dargestellt, auf denen der Faden zur Nadel 11 geführt werden kann. Diese Wege entsprechen drei verschiedenen, willkürlich gewählten Einstellungen der stationären Fadenöse 43. Die erwähnten Wege sind rait A, B bzw. C,bezeichnet. Diese Hege weichen lediglich zwischen der Fadenspannvorrichtung 2O"und der öse 27 voneinander ab. Der Fadenweg von der öse 27 zur Nadel 11 bleibt jeweils derselbe und verläuft über den Draht 3Ot durch die öse 18 und nach unten zur Nadel 11.
In Fig. 1 ist die Nadel 11 in ihrer untersten Stellung gezeichnet, wobei der Greifer 12 zurückgezogen ist und eine Nadelfadenschleife 5O abgeworfen hat.
Aus den schematisch dargestellten Laufwegen des Nadelfadens, die aus einer unbegrenzten Zahl möglicher Wege ausgewählt sind, geht hervor, daß die Richtung und die Länge des Fadenweges zwischen der Spannvorrichtung 20 und dem Werkstück W von der Einstellung der f^e 43 abhängt, die ihrerseits durch die Lage des ösengliedes 44 im Schlitz 42 bestimmt ist. Dieser Fadenweg kann von der einen zur anderen Einstellung erheblich variieren. In der Zeichnung sind beispielsweise drei Einstellmöglichkeiten angedeutet, von denen eine mittlere mit A und zwei extreme Einstellungen mit B bzw. C bezeichnet sind.
Bei der Einstellung A ist die Gesamtdistanz des Fadenlaufweges zwischen der Spannvorrichtung 20 und dem Werkstück W in beiden Richtungen des Nadelhubs näherungsweise gleich. Natürlich wird
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während der Stichbildung und vom Vorrücken des Werkstückes in der Maschine immer eine gewisse Fadenmenge verbraucht,- so daß während eines Auf- oder Äbwärtshubes der Nadel und der zugeordneten Abzugsglieder 18 und 27 eine Fadenverkürzung in dem einen oder anderen Zeitpunkt eintritt. Bei der Einstellung A hält die Abzugsbewegung der ösen 18 und 27 den Nadelfaden gesirafftf wenn die Nadel nach oben zu laufen beginnt. Dies veranlaßt die Stichsetzung. Aufgrund der auftretenden Fadenverkürzung wird neuer Faden vom Vorrat abgezogen. Der so gebildete Stich ist in Fig. 5 dargestellt. Man erkennt, daß die Nadelfadenschleife 51 nicht vollständig in das Werkstück W hinaufgezogen ist, was zu einem Stich führt, der weder sehr fest noch sehr locker ist.
Bei der Einstellung B des ösengliedes 44 ist die gesamte Länge des Fadenweges kürzer, wenn die Nadel und die beweglichen ösen 18 und 27 in ihrer Untenstellung sind. Dies bedeutet, daß während des Abwärtshubes der Nadel 11 und der ösen 18 und 27 dem System weniger Faden zugeführt wird als während des Aufwärtshubes. Hieraus folgt, daß während des Abwärtshubes der Nadel 11 keine Spannung ausgebildet wird, da zu dieser Zeit eine ausreichende Fadenmenge vorhanden ist. Bei der Stichbildung im Verlauf des Werkstückvorschubes wird hingegen Faden verloren. Ferner wird während des Aufwärtshubes der Nadel der gesamte lockere Faden von den ösen 18 und 27 aufgenommen, so daß sich allmählich eine Spannung im Faden ausbildet. Dies veranlaßt zunächst, daß der Nadelfaden fest in das Material eingezogen wird, um den Stich zu setzen und Faden vom Vorrat abzuziehen, wenn die Nadel
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das obere Ende ihres Hubes erreicht. Aus Fig. 6 geht für diesen Fall hervor, daß sich ein relativ fester Stich ausbildet, wobei die entstehenden Schleifen 52 im wesentlichen keine horizontale Komponente besitzen.
Aus dem Voranstehenden ergibt sich, daß je weiter die öse 43 nach unten und rechts verschoben wird,, ein um so festerer Stich entsteht, Wenn dementsprechend die öse aus der mit ausgezogenen Linien in Fig. 1 dargestellten Stellung nach unten rechte verschoben wird, wird der Stich zunehmend fester bis zu einer maximalen Festigkeit, die dann erreicht ist, wenn sich die öse 43 in ihrer untersten Lage befindet.
Umgekehrt: Je höher die öse 43 im Schlitz 42 eingestellt ist, umso lockerer wird der Stich. Dies geht darauf zurück, daß der Weg des Nadelfadens am äußeren Ende des Abwärtshubes der Nadel und der ösen 18 und 27 beträchtlich länger als der Fadenweg bei gleicher Einstellung der öse 43 am oberen Ende des Nadelhubes ist. Wenn das ösenglied 44 etwa so eingestellt ist, daß sich der Fadenweg C ergibt, ist der Fadenweg am Ende des Abwärtshubes langer als am Ende des Aufwärtshubes. Hierbei gewinnt die besondere Lage des Drahtes 30 als zusätzliches Aufnahme- oder Abzugsmittel Bedeutung, da der Draht alle Fadenlose während der Endphase der Abwärtsbewegung der Nadel 11 aufnimmt. Bis zu diesem Punkt war ausreichend viel Faden im System vorhanden, um den Faden locker zu halten. Bei der jetzt erläuterten, besonderen Einstellung des Ösengliedes 44 beginnt die Endphase mit dem Abwerfen der Nadelfadenschleife vom Greifer 12. Dies veranlaßt, daß
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1. der Stich gesetzt wird und
2. neuer Faden vom Vorrat abgezogen wird.
Der Stich, der daraus resultiert, wenn das ösenglied 44 so eingestellt ist, daß sich der Fadenweg C ergibt, ist in Fig. 4 dargestellt. Aus dieser Figur geht hervor, daß die Nadelfadenschleife 53 an der Unterseite des Werkstückes W weit zurückreicht, und zwar fast bis zum nächsten Stich. Beim nachfolgenden Aufwärtshub der Nadel 11 und der ösen 18 und 27 wird nun die gesamte Fadenmenge, die in das System eingezogen wurde, ausgespielt, so daß die volle Fadenmenge verfügbar ist. Aus diesem Grund entsteht im Nadelfaden während des Aufwärtshubes der Nadel keine Spannung. Infolgedessen wird während dieser Phase kein Faden aus der gebildeten Schleife oder aus dem Vorrat abgezogen.
Aus dem Voranstehenden geht hervor, daß es die erfindungsgemäße Fadensteuervorrichtung 31 einer Bedienungsperson ermöglicht, die Länge des Fadenweges willkürlich zu verändern, um auf diese Weise die Erzeugung lockerer oder festerer Stiche zu bewirken. Dies kann einfach dadurch erreicht werden, daß die stationäre öse 43 im Führungs schlitz 42 verschoben und in der gewünschten Stellung festgekeilt wird.
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Claims (7)

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1. Fadensteuervorrichtung für eine Nähmaschine, bei der ein Faden von einer Spannvorrichtung zu einer von Antriebsmittein hin- und herbewegten Nadel verläuft und an den AntriebsmitteIn der Nadel wenigstens eine mitbewegte Fadenöse vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Nadel CH) und der von den Antriebsmitteln (22) mitbewegten Fadenöse (27) eine ortsfeste Fadenführung (30) und zwischen der Spannvorrichtung und der Fadenöse {27} ein Fadensteuerelement (31) angeordnet sind, und daß das Fadensteuerelement (31) eine Befestigungsfläche (32) mit quer zum Faden verlaufendem Führungsschlitz (42) aufweist, in dem ein ösenglied (43, 44) verschieblich und in vorgewählter Lage feststellbar ist.
2. Fadenführungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das ösenglied (43, 44) eine Platte (45) mit im Führungsschlitz (42) gleitenden Führungsmitteln (46, 47, 55) und eine Feststellschraube (48) aufweist.
3. Fadenführungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine den Faden aufnehmende öse (43) des ösengliedes (44) mit dem einen Führungsmittel (46) verbunden ist.
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4. Fadenführungsvorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsfläche als Platte (32) ausgebildet ist, die lösbar an der Maschine gehalten und mit dem Führungsschlitz (42) versehen ist.
5. Fadenführungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsplatte (32) mit einer Kante an einer Schulter (41) des Nähmaschinenrahmens anliegt und mit einer einzigen Schraube (33) festgehalten ist,
6. Fadenführungsvorriehtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die mitbewegte Fadenöse (27) an einem oszillierenden Nadelhebel (22) angeordnet ist, der eine die Nadel ·ί11) tragende Nadelstange (17) hin- und herbewegt.
7. Fadenführungsvorriehtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Nadelstange (17) eine zweite mitbewegte Fadenöse (18) angeordnet ist und die ortsfeste Fadenführung (30) zwischen dieser Fadenöse und der mitbewegten Fadenöse (27) am Nadelhebel (22) angeordnet ist.
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DE2123601A 1970-05-14 1971-05-12 Fadensteuervorrichtung für eine Nähmaschine Expired DE2123601C3 (de)

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