DE2123359C3 - Auslösevorrichtung für eine Sicherheitsvorrichtung für die Insassen eines Kraftfahrzeuges - Google Patents
Auslösevorrichtung für eine Sicherheitsvorrichtung für die Insassen eines KraftfahrzeugesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine auf Verzögerungen ansprechende Auslösevorrichtung einer bei einem
Aufprall auszulösenden Sicherheitsvorrichtung für die Insassen eines Kraftfahrzeugs mit Mitteln zur Messung
der sich während einer Anfangsphase des Aufpralls ergebenden Verzögerung und zur Erzeugung einer
ersten Signalspannung, die im wesentlichen proportional der Größe der Verzögerung ist.
Kraftfahrzeugsicherheitsvorrichtungen sollen Insassen eines Kraftfahrzeugs im Fail von Kollisionen vor
Verletzungen schützen. Als Sicherheitsvorrichtungen
jo kommen z. B. Aufprallschutzvorrichtungen mit einem
aufblasbaren Sack oder einem zerreißbaren Netz in Frage, die von der Auslösevorrichtung in eine
Schutzstellung gebracht werden, wenn das Fahrzeug während der Fahrt plötzlich aufprallt.
η Aus der DE-OS 15 80 481 sind Maßnahmen zum
Feststellen und Anzeigen der Verzögerung eines Kraftfahrzeugs bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung
wird ein Kondensator während der Beschleunigung des Kraftfahrzeugs mit einem Gleichstrom auf eine
■in Spannung entladen, deren Höhe der Geschwindigkeit
des Fahrzeugs entspricht. Der Kondensator wird über eine Diode aufgeladen und ist mit der Basis eines
Transistors verbunden. Wenn die Spannung abnimmt, entlädt sich der Kondensator über die Basis und den
4Ί Emitter des Transistors, wodurch eine Verzögerungsanzeigelampe
eingeschaltet wird.
Diese bekannte Vorrichtung ist als Auslösevorrichtung
für eine Kraftfahrzeugsicherheitsvorrichtung nicht geeignei. da sie zwischen solchen Kollisionen, die eine
V) Auslösung erforderlich machen, und solchen, bei denen eine Auslösung nicht notwendig ist. nicht exakt
unterscheiden kann. Es ist bekannt, daß die Größe und
die zeitliche Änderung einer Verzögerung im Fall einer Kollision eines Kraftfahrzeugs unterschiedlich sein
ν-, können, je nachdem, ob die Kollision mit einem festen
Hindernis oder einem anderen Fahrzeug erfolgt bzw. ob es sich um eine Frontalkollision. einen Schrägaufprall
oder Heckaufprall handelt. Bei einer Kollisinn mit einem anderen Fahrzeug, insbesondere mit dem Seitenteil
M) eines anderen Fahrzeugs, ist die Größe der Verzöge
rung im allgemeinen geringer als bei einer Kollision eines Fahrzeugs mit einem festen Hindernis bzw. bei
einer Frontalkollision mit einem anderen Fahrzeug; Die
Belastung, der ein Fahrzeuginsasse im Kollisionsfall ausgesetzt ist, ist jedoch fiichf huf voii der Verzögerung,
sondern auch von der Geschwindigkeit des Fahrzeugs im Koliiliionszeitpunkt abhängig. So kann also, falls das
Fahrzeug mit einem anderen Fahrzeug, das mit höher
Geschwindigkeit gefahren wird, kollidiert, ein Insasse auch dann schwer verletzt werden, wenn das Fahrzeug
mit dem Seitenteil des anderen Fahrzeugs kollidiert und wenn die Verzögerung zwar nicht sehr groß ist, sie aber
länger andauert ι
Wenn daher die Auslösevorrichtung für die Kfz-Sicherheitsvorrichtung
ausschließlich in Abhängigkeit von der Größe der Verzögerung anspricht, dann muß
die Ansprechempfindlichkeit unter Umständen so eingestellt worden, daß die Sicherheilsvorrichtung auch
dann ausgelöst wird, wenn eine Kollision bei verhältnismäßig geringer Fahrzeuggeschwindigkeit eintritt, bei
der die Fahrzeuginsassen aufgrund der geringen Verzögerungsdauer nicht zu Schaden kommen würden.
Die Betätigung der Sicherheitsvorrichtung bei einer r> Kollision dieser Art ist unerwünscht und eher nachteilig,
da sie die Sicht des Fahrers beeinträchtigen kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Auslösevorrichtung der eingangs genannten Gattung so auszugestalten, daß eine Betätigung der Sicherheitsvorrichtung
nur unter Kollisionsbedingungen erfolgt, bei denen eine wesentliche Gefährdung der Insassen
gegeben ist
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst. 2>
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
Bei der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung wird eine erste Signalspannung erzeugt die im wesentlichen
proportional zur gemessenen Größe der Verzögerung j<> des Kraftfahrzeugs während der Anfangsphase eines
Aufpralls ist. Diese Signalspannung wird zeitlich differenziert, um eine zweite Signalspannung zu
erhalten, die der zeitlichen Änderung der Verzögerung während der Anfangsphase des Aufpralls entspricht. Ein r>
Auslösesignal zur Betätigung der Sicherheitsvorrichtung wird nur dann erzeugt, wenn der Betrag der
zweiten Signalspannung innerhalb eines vorbestimmten Bereiches liegt und wenn gleichzeitig der Betrag der
ersten Signalspannung einen bestimmten Wert erreicht hat der eh.er bestimmten Verzögerung entspricht.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die durch Messen der
Größe der Verzögerung erzeugte erste Signalspannung zu diesem Zweck mit einer ersten Gruppe von 4·.
Bezugsspannungen verglichen, die verschiedenen bestimmten Verzögerungswerten entspricht Dadurch
wird eine dritte Signalspannung gebildet die da' Vorhandensein irgendeines der bestimmten Verzögerungswerte
anzeigt, wenn die erste Signalspannung über in
derjenigen Bezugsspaiiiiung liegt, die diesen jeweiligen
Verzögerungswert darstellt. Die aus der Differentiation der ersten Signalspannung gewonnene zweite Signalspannung
wird mit einer zweiten Gruppe von Bezugsspannungen verglichen, die verschiedenen Wer- r.
ten der zeitlichen Änderung der Verzögerung entsprechen und jeweils einer Bezugsspannung der ersten
Gruppe von ßczugsspannungen zugeordnet sind. Durch diesen Vergleich wird eine vierte Signalspannung
erzeugt die das Vorhandensein irgendeines dieser mi Werte der Änderung der Verzögerung bzw des
Bereiches zwischen zwei Werten anzeigt, wenn die zweite Signalspannung unter derjenigen Bezugsspannung
liegt, die diesen jeweiligen Änderungswert darstellt Die dritte und die vierte Signalspannung, die dl
somit die gewählte, bestimmte Größe bzw. die zeitlich«; Änderung der Verzögerung ausdrücken, werden so
miteinander verknüpf;, daß eine Ausgangsspannung als fünfte Signalspannung nur dann entsteht, v/enn die
dritte und die vierte Signalspannung gleichzeitig anstehen. Die zweite Signalspannung, die die zeitliche
Änderung der Verzögerung darstellt, wird außerdem mit einer weiteren Bezugsspannung verglichen, die
unter denjenigen der zweiten Gruppe von Bezugsspannungen liegt und die für eine bestimmte zeitliche
Änderung bezeichnend ist, die unter der niedrigsten der genannten bestimmten zeitlichen Änderungen liegt
Eine sechste Signalspannung wird erzeugt, wenn die zweite Signalspannung über dieser weiteren Bezugsspannung
liegt Diese sechste Signalspannung wird mit der fünften Signalspannung in einer solchen Weise
verknüpft daß das Auslösesignal erzeug! wird, wenn diese beiden Signalspannungen gleichzeitig vorhanden
sind.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an einem
Ausführungsbeispiel näher erläutert Es zeigt
Fig. 1 eine graphische Darstellung repräsentativer Beispiele der Änderung der ^'irzögeniing α ir.
Abhängigkeit von der Zeit t in Millisekunden, und zwar
bei einer Kollision mit festem Hindernis oder Frontalkollision und bei einer seitlichen Kollision zwischen
Fahrzeugen,
F i f. 2 eine graphische Darstellung des Arbeitsprinzips
der Vorrichtung gemäß der Erfindung und
F i g. 3 ein Blockschaltbild zur Darstellung der elektrischen Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
In Fig. 1 gibt eine in unterbrochener Linie gezeigte
Kurve A ein Beispiel des Verlaufes einer Verzögerung über der Zeit t in ms während einer Frontalkollision, die
sich ergibt, wenn das Kraftfahrzeug mit einer Ge schwindigkeit von etwa 50 km/h gefahren wird; eine als
Punkt-Strich-Linie gezeichnete Kurve B zeigt ein Beispiel des Verlaufes dieser Verzögerungsgröße, die
sich bei einer seitliehen Kollision zwischen Fahrzeugen ergibt. Aus F i g. 1 ist zu ersehen, daß die Verzörerung α
bei einer seitlichen Kollision /wischen Fahrzeugen kleiner ist als bei einer Frontalkollision und daß die
Verzögerung bei jeder Kollision innerhalb der Initialphase
einer Kollision im wesentlichen linear wächst Die Erfindung nutzt diese lineare Veränderung der Verzögerung
während der Initialphase der Kollision. Zu diesem Zweck wird die Verzögerung zeitabhängig
differenziert Das Ergebnis der Änderung der Verzögerung ist in F i g. I durch die Steigung Qa bzw. Qb einer
Tangente A '. B'an dem Anfangsteil der Kurve A oder B
dargestellt Die Verzögerungsänderung ist im wesentlichen bezeichnend für die spezifische Art der auftretenden
Kollision und oeispielsweise dafür verwendbar, eine Frontalkollision von einer seitlichen Kollision zwischen
Fahrzeugen zu unterscheiden. Erfindungsgemäß wird ein ßi reich /wischen den beiden Verzögerungsänderungen
A\ Bm mehrere Unterbereiche aufgeteilt, um, wie
beispielsweise in Fig. 2 gezeigt eine zuverlässige und
zweckdienliche Betätigung der Sicherheitsvorrichtung zu bewirken. In Fig. 2 wird ein Bereich der Verzöge
rungsanderung ι iler der bestimmten Verzögerungsänderung,
die der Linie ß'in Fig. I entspricht mit Bereich
I bezeichnet. Weiterhin wird der Bereich zwischen den Linien A'und B', die den zugehörigen Feldern in Fig. 1
entsprechen, in drei aufeinanderfolgende Bereiche II, III
und IV aufgeteilt, die von den Linien C'und D'getrennt
werden, die vorbeitimmie Verzögerungsänderungen
darstellen. Ein Bereich der Verzögerungsänderung, der über dem der Linie A'entsprechenden Wert liegt, wird
als Bereich V bezeichnet. Die Verzögerungsäriderungeiii
die den Linien A', B', C und D' entsprechen, werden hierin jeweils als P.S.Qund R angenommen, wobei
P > Q' > R > S
ist. Die vorherbestimmten Verzögerungsgrößen T, U und V Werden jeweils den Bereichen II, III und IV
zugeordnet, wobei
T< U< V
IO
ist.
Erfindungsgemäß bleibt die Sicherheitsvorrichtung außer Betrieb, wenn die Verzögerungsänderung innerhalb
der Bereiche I und V bleibt; erreicht die Verzögerungsänderuhg irgendeinen der Bereiche II, III is
und IV und erreicht die Verzögerungsgröße irgendeine der Größen T, U und V, die den jeweiligen
Verzögerungsänderungen entsprechen, dann wird ein Auslösesignal auf die Sicherheitsvorrichtung übertragen,
die augenblicklich in ihre Sicherheitsstellung >o gesteuert wird. Es wird darauf hingewiesen, daß, obwohl
der Bereich, der durch die höchste und die geringste Verzögerungsänderung entsprechend der oberen und
unteren Grenze A' und B' abgegrenzt wird, in der Darstellung der Fig. 2 in die drei Bereiche II, III und IV
unterteilt ist, dieser je nach den Erfordernissen in eine beliebige Anzahl von Unterbereichen aufgegliedert
werden kann.
Aus der vorangegangenen Beschreibung ist nunmehr
zu erkennen, daß die Vorrichtung gemäß der Erfindung jo auf einem Grundkonzept beruht, nach dem sich die
Verzögerung während einer Initialphase des Aufpralls im wesentlichen linear erhöht und allgemein mit dem
Ausdruck
bezeichnet werden kann. Die Sicherheitsvorrichtung wird demnach nur dann ausgelöst, wenn eine vorherbestimmte
Beziehung zwischen den Werten n. und a gegeben ist.
Eine bevorzugte Ausführungsform einer Anordnung unter Einbezug dieses Grundkonzepts ist schematisch in
F i g. 3 dargestellt.
In F i g. 3 bezeichnet die Bezugsziffer 10 einen Fühler zum Messen der Verzögerung, die bei dem Aufprall
eines Kraftfahrzeugs auftritt. Der Fühler 10 liefert eine Signalspannung, die sich im wesentlichen proportional
zur Größe der ermittelten Verzögerung verhält. Der Fühler 10 ist mit einem Differenzierglied 11 verbunden,
das die Signalspannung, die der ermittelten Verzögerungsgröße entspricht, zeitlich differenziert, um eine
Ausgangs-Signalspannung zu liefern, die für die zeitliche Änderung der ermittelten Verzögerung bezeichnend ist.
Das Differenzierglied 11 ist mit mehreren Komparatoren verbunden, von denen hier vier vorgesehen und mit
den Bezugsziffern 12p, 12g, 12rund 12sbezeichnet sind.
Die Bezugsspannungen P', Q', /?'und S'werden jeweils
ständig an die Komparatoren 12p, 12g, YIr und 12s angelegt. Diese Bezugsspannungen P', Q', R' und S'
entsprechen jeweils den vorherbestimmten Verzögerungsänderungen P, Q, R und S, die vorher erwähnt
wurden, wobei
ist. Die vom Differenzierglied 11 gelieferte Signalspannung
wird mit diesen Bezugsspannungen P', Q', /?'und
S'verglichen. Jeder der Komparatoren 12p, 12<7 und YIr
liefert eine Ausgangsspannung, wenn die Eingangsspannung vom Diffcrenzierglied 11 unter seiner spezifischen
Bezugsspannung liegt. Demgegenüber liefert der Komparator YIs eine Ausgangsspannung, wenn die
Eingangsspannung über seiner Bezugsspannung S'Iiegt.
Der Fühler IO ist darüber hinaus mit mehreren Komparatoren 13/, 13t/und 13c verbunden, die jeweils
den Komparatoren 12p, 12<7 und 12r zugeordnet sind. Die Komparatoren 13/, 13t/und 13vempfangen ständig
die Bezugsspannungen T, W und V', die auf die
vorherbestimmten Verzögerungsgrößen T, U und V bezogen sind, wobei
T'< U'< V
ist. Jeder der Komparatoren 13/, 13uund 13vlierert eine
Äusgangsspannung, wenn die Eingangsspannung über der zugeordneten Bezugsspannung liegt.
Somit erzeugen die Komparatoren 12p bis 13 ν ihre Ausgangsspannungen unter folgenden Bedingungen:
tMJUipUI U(Ui ΛΛ-fS. M -» Ϊ
Komparator 12g: a < Q'
Komparator 12r: a < R'
Komparator 12s: a > S'
Komparator 13/: <x> V
Komparator 13t/: cc > U'
Komparator 13 f.- λ > V
Komparator 12r: a < R'
Komparator 12s: a > S'
Komparator 13/: <x> V
Komparator 13t/: cc > U'
Komparator 13 f.- λ > V
Die Komparatoren 12p bis 13vsind mit UND-Gattern
14a 14i>und 14r verbunden. Das UND-Gatter 14a ist mit den Komparatoren 12p und 13k das UND-Gatter
146 mit den Komparatoren 12g und 13t/ und das UND-Gatter 14c mit den Komparatoren 12r und 13/
verbunden. Jedes eier UND-Gatter 14a, 146 und 14c liefert eine Ausgangsspannung, wenn die beiden
Eingangssignale gleichzeitig anliegen. Die UND-Gatter 14a, 146 und 14c sowie der Komparator 12s sind mit
einem UND-Gatter 15 verbunden, das eine Ausgangsspannung liefert, wenn gleichzeitig von irgendeinem der
UND-Gatter 14a. 146 und 14c und von dem Komparator 12s eine Ausgangsspannung erzeugt wird.
Diese Ausgangsspannung des UND-Gatters 15 wird zur Erzeugung eines Auslösesignals zur Betätigung der
Sicherheitsvorrichtung 16 verwendet, der die gezeigte elektrische Anordnung zugeordnet ist. Zu diesem
Zweck kann das UND-Gatter 15 mit einer geeigneten Schaltvorrichtung 16 verbunden werden, die normalerweise
offengehalten wird und die dann geschlossen wird, wenn eine Signalspannung vom UND-Gatter 15
empfangen wird.
Um HF-Rauschanteile der vom Fühler 10 gelieferten Spannung zu beseitigen, kann ein Tiefpaßfilter 17
zwischen den Fühler 10, das Differenzierglied 11 und die Komparatoren 13/, 13uund 13 ^geschaltet werden.
Wird ein Kraftfahrzeug, das mit einer Sicherheitsvorrichtung ausgerüstet ist, die über die Auslösevorrichtung
gemäß F i g. 3 betätigt wird, während der Fahrt in eine Kollision verwickelt, so ermittelt der Fühler 10 die
Größe der Verzögerung während der Initialphase und liefert eine Signalspannung, die der Größe der
Verzögerung entspricht
Die so erzeugte Signalspannung wird auf das Differenzierglied 11 und gleichzeitig auf die Komparatoren
13t 13u und 13k übertragen. Die vom Differenzierglied 11 empfangene Signalspannung wird von
diesem in eine Signalspannung umgesetzt, die die zeitliche Änderung a der Verzögerung ausdrückt Das
Ausgangssignal des Differenziergliedes 11 wird auf die
Komparatoren 12p, 12g, 12r und 12s übertragen und jeweils mit den Bezugsspannungen P', Q', R' und 5'
verglichen. Die vom Fühler IO an die Komparaloren 13i
und 13 ν gelieferte Signalspannung wird jeweils mit den Bezugsspannungen V, L/'und V'Verglichen.
ist nunmehr e < S', so liefern die Kompafaloren 12p,
12<7 und 12r Ausgangsspannungen, die jeweils auf die
UND-Gatter 14s, 14/> und 14c übertragen werden. Da
jedoch der Komparator 12s keine Ausgangsspannunp liefert kann, bleibt das UND-Gatter 15 selbst dann
abgeschaltet, wenn irgendeiner der Kornparätöferi 13/.
13u Und 13ν eine Ausgangsspannung liefert, Um es
irgendeinem der UND-Gatter 14a, 14/> und 14c zu ermöglichen, eine Ausgangsspannung zu liefern. Diese
Bedingung entspricht dem Bereich I in F i g. 2.
Ist die Verzögerung größer und demnach
S'< a< R'
und kann somit der Bereich II der Verzögerung erreicht werden, so liefern die Komparatoren 12p, YIq, 12rund
12s Ausgangsspannungen. Überschreitet in diesem Fall
die größe der ermittelten Verzögerung den Wert T, d. h., daß die Signalspannung des Fühlers 10 die Bezugsspannung
T überschreitet, so wird eine Ausgangsspannung vom Komparator 13/ geliefert, und das UND-Gatter
14ckann somit eine Ausgangsspannung liefern. Gibt der
komparator 12s ein Signal, so liefert das UND-Gatter 15 eine Ausgangsspannung, wodurch die Sicherheitsvorrichtung
durch die Schaltanordnung 16 ausgelöst wird.
Im Bereich III der Verzögerungsänderung, bei dem
Im Bereich III der Verzögerungsänderung, bei dem
/f'S a < Q'
ist, liefern die Komparatoren 12p, Hq und 12s
Ausgangsspannungen, wobei der Komparator 12r nicht arbeitet, so daß die UND-Gatter 14a und 146
Eingangsspannungen von den Komparatoren 12p und 12<7 und das UND-Gatter 15 eine Eingangsspannung
vom Komparator 12s erhält. Ist demnach die an die Komparatoren 13/, 13u und 13v gelieferte Signalspannung
höher als die Bezugsspannung t/'im Komparator 13e/, so erhält das UND-Gatter 146 eine Eingangsspannung
nicht nur vom Komparator 12<7, sondern auch vom Komparator 13u, wonach dieses seine Ausgangsspannung
auf das UND-Gatter 15 weitergeben kann. Das UND-Gatter 15 liefert eine Ausgangsspannung, wodurch
das Auslösen der Sicherheitsvorrichtung bewirkt wird.
Ist darüber hinaus
Q'S a
und kaiin somit der Bereich IV der Verzögerungsgröße
j erreicht werden, So liefern die Komparatoren 12p und
12s Ausgangsspannungen, während die Komparatoren
12p Und 12r abgeschaltet bleiben. Überschreitet die auf die Komparatofen 13/, 13t/ und 13 ν übertragene
Signalspannung die Bezugsspannung V'im Komparator
ίο 13v, so kann das UND-Gatter 14a eine Ausgäfigsspähnung
an das UND-Gatter 15 liefern. Arbeitet der Komparator 12s, so liefert das UND-Gatter 15 eine
Ausgangsspannung, um die Sicherheitsvorrichtung in ihre Sicherheitsstellung zu steuern.
ι ■. Ist schließlich
a S P'.
so daß die Vefzögerungsänderung in den Bereich V in Fi g. 2 fällt, so können die Komparatoren 12p, \2q und
12/· keine Ausgängsspänriungen liefern, während der
Komparator 12sin der Lage ist, eine Ausgangsspannung zu liefern. Somit kann keines der UND-Gatter 14a, 146
und 14c eine Ausgangsspannung liefern, wodurch das UND-Gatter 15 abgeschaltet bleibt und die Sicherheitsvorrichtung
in ihrer Ruhestellung verharrt.
Die einzelnen Bedingungen der verschiedenen Komparatoren und UND-Gatter sind in der nachstehenden
Tabelle zusammengefaßt:
| 30 | 12p | a<S' | S'<a<R' | R'<a<Q' | Q'£a<P' | a>P' |
| Mq | EIN | EIN | EIN | EIN | AUS | |
| 12r | EIN | EIN | EIN | AUS | AUS | |
| 35 13 V | EIN | EIN | AUS | AUS | AUS | |
| \3u | EIN | EIN | EIN | EIN | EIN | |
| 13i | EIN | EIN | EIN | EIN | EIN | |
| 14a | EIN | EIN | EIN | EIN | EIN | |
| i4b | EIN | EIN | EIN | EIN | AUS | |
| 40 14c | EIN | EIN | EIN | AUS | AUS | |
| 12s | EIN | EIN | AUS | AUS | AUS | |
| 15 | AUS | EIN | EIN | EIN | EIN | |
| AUS | EIN | EIN | EIN | AUS |
Anmerkung: Bei den in der Tabelle aufgeführten Komparatoren
13/, 13uund 13 ν wird davon ausgegangen, daß diese mit
einer Eingangsspannung versorgt werden, die über ihrer jeweiligen Bezugsspannung T, W und V liegt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Auf Verzögerungen ansprechende Auslösevorrichtung
einer bei einem Aufprall auszulösenden Sicherheitsvorrichtung für die Insassen eines Kraftfahrzeugs
mit Mitteln zur Messung der sich während einer Anfangsphase des Aufpralls ergebenden
Verzögerung und zur Erzeugung einer ersten Signalspannung, die im wesentlichen proportional
der Größe der Verzögerung ist, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (11) zum Differenzieren
der ersten Signalspannung nach der Zeit vorgesehen sind, um eine zweite Signalspannung zu
erzeugen, welche die Größe der zeitlichen Änderung der Verzögerung während der Anfangsphase des
Aufpralls darstellt, und daß das Auslösesignal nur dann erzeugt wird, wenn der Betrag der zweiten
Signalspannung innerhalb eines vorherbestimmten Bereiches liegt und wenn gleichzeitig der Betrag der
ersten SLgnalspannung einen bestimmten Wert erreicht hat, der einer bestimmten Verzögerung
entspricht.
2. Auslösevorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine erste Gruppe von Komparatoren (13k 13u, 13t), die die erste Signalspannung mit
einer ersten Gruppe von Bezugsspannungen (T, W, V) vergleichen und je eine dritte Signalspannung
erzeugen, wenn die erste Signalspannung höher als die zugehörige Bezugsspannung ist, durch eine
zweite Gruppe von Komparatoren (12p, \2q, \2r), die die zveite Signalspannung mit einer zweiten
Gmppe von Bezugsspannungen (P'. Q'. R') vergleichen und je eine vierte Signalspannung erzeugen,
wenn die zweite Signalspannung niedriger als die zugehörige Bezugsspannung ist, durch eine Schallung
(14a, 146. 14c/ die eine fünfte Signalspannung
erzeugt, wenn gleichzeitig eine dritte Signalspan nung von einem der Komparatoren der ersten
Gruppe und eine vierte Signalspannung von einem der zweiten Gruppe zugeordneten Komparator
vorhanden sind, durch einen weiteren Komparator (\2s), der die zweite Signalspannung mit einer
weiteren Bezugsspannung (S'). die niedriger als die Bezugsspannungen der zweiten Komparatorgruppe
ist. vergleicht und eine sechste Signalspannung erzeugt, wenn die zweite Signalspannung höher als
die weitere Bezugsspannung ist. und durch ein Verknüpfungsglied (15), das das Auslösesignal für die
Sicherheitseinrichtung erzeugt, wenn die fünfte und die sechste Signalspannung gleichzeitig vorhanden
sind.
3. Auslösevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung (14a. Hb. Hc) aus
UND-Gattern besteht, deren beide Eingänge jeweils mit einem Komparator der ersten Gruppe (13k 13ü.
13/^ und einem Komparator der zweiten Gruppe
(12p. I2q. \2r) verbunden sind und deren Ausgänge mit einem Eingang eines weiteren, das Verknüpfungsglied
darstellenden UND-Gatters (15) verbunden sind, und daß der /weite Eingang des weiteren
UND-Gatters (15) mit einem Ausgang des weiteren Komparator (12$ verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die höchste der
Bezugsspannungen (V, U', Vi P', Q', IV) dor ersten
(I3f, 13u, 13fjund der zweiten Komparatorgruppe
(12p, \2q, \2r)\m wesentlichen der Größe bzw, der
zeitlichen Änderung der Verzögerung während der Anfangsphase eines Aufpralls bei einer FrontalkoIIision
entspricht, während die weitere Bezugsspannung (S') der zeitlichen Änderung der Verzögerungsspannung
während der Anfangsphase eines Aufpralls bei einer seitlichen Kollision zwischen
Fahrzeugen entspricht.
5. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die
Mittel (10) zur Messung der Verzögerung und die Mittel (11) zum Differenzieren der ersten Signalspannung
ein Tiefpaßfilter (17) geschaltet ist, das hochfrequente Störspannungen in der Signalspannung
beseitigt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP5844770 | 1970-07-04 |
Publications (3)
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