DE2122550B - Spanneinrichtung für Förderbänder od.dgl - Google Patents
Spanneinrichtung für Förderbänder od.dglInfo
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Description
- Zweckmäßigerweise ist bei der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung der den Federn zugewandte Zylinder oder Kolben mit einem in die Federn hineinragenden Ansatz und einer in Längsrichtung durch den Ansatz oder gegebenenfalls durch den Kolben verlaufenden, bis in den beaufschlagbaren Zylinderraum eintretenden Längsbohrung ausgestattet, in der sich das als Stößel ausgebildete, verschiebbar gelagerte, aus dem Ansatz vorstehende und sich an der verschiebbaren Trommel- bzw. Kettenradlagerung abstützender Teil befindet sowie unmittelbar vor dem Stößel der Druckmitteleinlaß einmündet. Dieser Stößel, der sich beim Beaufschlagen des Druckzylinders bis über die Einlaßöffnung verschieben kann, unterbricht die
- Druckmittelzufuhr, wenn die Federvorspannung ihren vorbestimmten Wert erreicht hat. Er sorgt also dafür, daß der Trommel- bzw. Kettenradwelle stets ein ausreichender Federweg zum Ausgleich der schwankenden Kettenbelastung zur Verfügung steht. Da der Stößel nur in der Bohrung des Zylinder- bzw. Kolbenansatzes geführt ist und sich nur an der Trommel- bzw.
- Keuenradwellenlagerung abstützt, kann er sich gegenüber dieser Lagerung frei einstellen.
- In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Schnitt durch die Umkehrstation eines Einkettenförderers nach der Linie a-a der Fig.2, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie b-b der Fig. 1 und F i g. 3 einen Schnitt nach der Linie c-c der F i g. 2, ohne die zu beiden Seiten des Einkettenförderers befindlichen Untersetzungsgetriebe.
- Die beiden Seitenwändel des Einkettenförderers sind durch zwei mit Abstand voneinander angeordnete, übereinanderliegende Querbleche 2 bzw. 3 starr miteinander verbunden. Sie tragen auf ihrer Außenseite die Untersetzungsgetriebe 4, die. über je eine nicht dargestellte Kardanwelle von je einem eigenen Elektromotor angetrieben werden und die Drehbewegung an die Kettenradwelle 5 weitergeben. Beide Querbleche 2, 3 liegen parallel zur Kettenradwelle 5, auf der eine zweiteilige Kettenradtrommel 6 angeordnet ist, die in der Mitte zwischen den beiden Seitenwänden 1 das Kettenrad 7 trägt. Eine Laschenkette 8 umläuft das Kettenrad 7 in Richtung des Pfeiles 9 und wirft das mit Hilfe der Mitnehmer 10 herangeführte Haufwerk auf ein nachgeschaltetes nicht dargestelltes Fördermittel ab. Sowohl das Kettenobertrum als auch das Kettenuntertrum wird von den Mitnehmern 10 getragen. Diese stützen sich im Obertrum auf dem Bodenblech 11 und im Untertrum auf seitlichen Leisten 12 ab, die auf dem Querblech 2 der beiden Seitenwände 1 liegen. Beide Untersetzungsgetriebe 4 greifen mit seitlichen. übereinanderliegenden Ansätzen 13 in Schlitze 14 der beiden Seitenwände 1 ein und führen sich zusammen mit der Kettenradwelle 5, deren Enden drehfest mit den beiden Getriebeabtriebswellen 15 verbunden sind, längsverschiebbar in diesen Schlitzen 14. Außer der Kettenradwelle 5, die die beiden Untersetzungsgetriebe 4 starr miteinander kuppelt, besteht noch eine weitere Querverbindung zwischen den beiden Untersetzungsgetrieben. Diese wird von den seitlichen Leisten 16 der mit einem gemeinsamen Blech 18 verschweißten Rohre 17 gebildet. Beide Rohre 17 liegen mit dem Blech 18 und ihren seitlichen Leisten 16 oberhalb des Querbleches 3, jedoch unterhalb des Bodenbleches 11. Mit ihren Leisten 16 greifen die sich in Kettenlaufrichtung erstreckenden Rohre 17 zwischen die Ansätze 13 der Untersetzungsgetriebe 4 und sind mit ihnen verschraubt. Je ein Dekkel 20 schließt das der Kettenradtrommel 6 zugewandte Rohrende ab und dient den in beiden Rohren 17 befindlichen Schraubfedern 21 und den Stößeln 22 als Widerlager. Das entgegengesetzte Rohrende wird dagegen durch je einen Druckzylinder 23 abgeschlossen, der in das Rohr 17 hineinragt, die Schraubenfeder 21 mit seinem Bund 24 umschließt und mit seinem zylindrischen Ansatz 25 in die Schraubenfeder 21 eingreift. Der Stößel 22, der sich gleichfalls innerhalb der Schraubenfeder 21 befindet, führt sich verschiebbar in der zentralen Bohrung 26 des zylindrischen Ansatzes 25, die in den Zylinderraum 27 einmündet.
- Die Kolben 28 beider Druckzylinder 23 werden von einer mit den beiden Seitenwänden 1 verschweißten Traverse 29 gehalten, die das Widerlager bildet.
- Sie schließen den Zylinderraum 27 äb und führen den Druckzylinder 23, der mit einem Ansatz fest in eine entsprechend bemessene Bohrung des Gleitstückes 30 eingreift. Letzteres erstreckt sich über die ganze Fördererbreite, bis hin zu den Schlitzen 14 der Seitenwände 1, aus denen es an beiden Enden vorsteht. Über einen anb eiden GleitstückenbefindlichenSchmiernippel 31, der die hier austretende Bohrung 32 abschließt, läßt sich Schmierfett bis in die Axialbohrung 33 des Druckzylinders 23 drücken, die bei 34 in die Bohrung 26 des zylindrischen Ansatzes 25 eintritt. Das mit Hilfe einer Presse eingefüllte Schmierfett füllt den Zylinderraum 27 aus und verschiebt anschließend den Druckzylinder 23 in Richtung des Pfeiles 35 (F i g. 2).
- Dabei wird die Schraubenfeder 21 zusammen drückt, und es wird mit den beiden Untersetzungsgetriebes 4 auch die Kettenradtrommel 6 mit dem auf ihr gelagerten Kettenrad7 verschoben und dadurch die Laschenkette8 vorgespannt. Die sich unter der wachsenden Last mehr und mehr verkürzenden Schraubenfedern 21 lassen die sich an den Deckeln 20 abstützenden Stößel 22 tiefer in die Bohrung 26 eintreten, bis diese den Bohrungsaustritt 34 überdecken und. wie in der F i g. 2 dargestellt, abschließen.
- Damit ist jede weitere Schmierfettzufuhr unterbunden und die maximale Federvorspannung erreicht.
- Der jetzt noch verbleibende Feder veb dient ausschließlich zur Dämpfung der auftretenden Belastungsstöße.
- Unter dem Einfluß einer extremen Belastung schieben sich die beiden Rohre 17 noch weiter über die Druckzylinder 23 und drücken die Schraubenfedern 21 weiter zusammen. Die sich dabei eventuell bis in dieKolb eneindrehungen36 hineinbewegendenStößel 22 zwingen - weil sie das Schmierfett dabei aus dem Zylinderraum 27 weitgehend verdrängen - den Druckzylindern 23 infolgedessen eine Gegenbewegung in Pfeilrichtung 35 auf, durch die sich die Charakteristik der Schraubenfedern 21 verändert, sich also ihre Elastizität verringert, bis die Belastungsspitze abgeklungen ist. Mit der dann unter dem Federdruck wieder zurückgehenden Kettenradlagerung bewegen sich die beiden Druckzylinder 23 in ihre Ausgangslage, also in die Gegenrichtung zurück. Dadurch wandern auch die Stößel 22, die ständig unter dem durch die Federspannung bestimmten Druck des Schmierfettes stehen. wieder in ihre Totlage, in der sie an den Deckeln 20 anliegen.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Spanneinrichtung für einen Förderer od. dgl., dessen Antriebs- oder Umkehrtrommel bzw. dessen Kettenradwelle von Federn elastisch gehalten wird, die sich einerseits an der in Förderrichtung verschiebbar geführten Trommel- bzw. Kettenradlagerung und andererseits an einem festen Widerlager abstützen, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen dem festen Widerlager (29) und den Federn (21) beaufschlagbare Druckzylinder (23) befinden, deren Kolben (28) sich entweder an dem festen Widerlager oder an den Federn abstützen und deren Druckmitteleinlaß (34) von einem mit der Trommel- oder Kettenradlagerung (4) verbundenen, verschiebbar gelagerten Teil (22) verschließbar ist.
- 2. Spanneinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der der Feder (21) zugewandte Druckzylinder (23) oder Kolben (28) mit einem in die Feder (21) hineinragenden Ansatz (25) und einer in Längsrichtung durch den Ansatz und gegebenenfalls durch den Kolben verlaufenden, bis in den beaufschlagbaren Zylinderraum (27) eintretenden Längsbohrung (26) ausgestattet ist, in der sich das als Stößel ausgebildete, verschiebbar gelagerte, aus dem Ansatz vorstehende und sich an der verschiebbaren Trommel- bzw. Kettenradlagerung (4) abstützende Teil (22) befindet sowie unmittelbar vor dem Stößel der Druckmitteleinlaß (34) einmündet.Es sind Förderbandanlagen bekannt, in deren Umkehrstation die Umlenktrommel mittels Druckzylinder in Bandlaufrichtung verschiebbar gelagert ist.Außerdem gehört es zum Stand der Technik, Stegkettenförderern zur thberwachung der Ketten und zur Feststellung eines Kettenrisses einen Anstoß- oder Tastschalter zuzuordnen, der bei dem durch den Riß der Kette auftretenden Entspannungsruck einen Kontakt betätigt und dadurch ein Signal auslöst oder den Fördererantrieb abschaltet. Bei diesen Stegkettenförderern ist die Kettenradwelle zur Betätigung des Kontaktes gleichfalls in Förderrichtung verschiebbar gelagert und wird von Federn elastisch gehalten, die sich einerseits an der Wellenlagerung und andererseits an dem starren Rahmen der Umkehrstation abstützen.Bei Kettenförderern, aber auch bei Fahrwerken, beispielsweise von Vortriebsmaschinen, wie überhaupt bei allen endlosen Ketten, die Kettenräder mit niedriger Zähnezahl und kleinem Achsabstand umschlingen, muß zumindest eines der beiden Kettenräder in Kettenlaufrichtung elastisch gelagert sein. Infolge der niedrigen Zähnezahl wird nämlich die Kette von den umlaufenden beiden Kettenrädern immer dann stark gedehnt, wenn ein Kettenradzahn die zu den beiden Kettentrumen parallele Ebene seiner Kettenradwelle durchläuft. Diese Kettendehnung ist besonders groß, wenn die an entgegengesetzten Umkehrenden der Kette befindlichen beiden Kettenräder diese Ebene mit einem ihren Zähne gleichzeitig auf entgegengesetzten Seiten ihrer Kettenradwellen durchlaufen. Dann erreicht die Kettendehnung ihren Größtwert und führt, da sie fortwährend im Rhythmus der Kettenradteilung auftritt, bei kurzen endlosen Ketten, wegen der geringen Dehnungsfähigkeit dieser kurzen Ketten, nach einiger Zeit zum Kettenbruch, zumindest aber zu einem starken Verschleiß der Kette bzw. der Kettenradlagerung. In der Praxis gleicht man diese bei kurzen Förderern oder auch bei Raupenfahrwerken unerwünschten rhythmischen Kettenbelastungen durch elastische Lagerung eines der beiden Kettenräder aus und lagert deren Welle verschiebbar, indem man sie mittels Federn in Kettenlaufrichtung elastisch abstützt. Die Spanneinrichtung, die der endlosen Kette die für einen einwandfreien Betrieb notwendige Vorspannung gibt, wirkt über die Federn auf die beiden Lager der Kettenradwelle ein. Sie reduziert durch die von ihr ausgehende, über die beiden Federn fließende Vorspannkraft den Federweg und kann im Extremfall die Federn bis zu einem Block zusammendrücken, also die Elastizität der Kettenradwellenlagerung praktisch aufheben.Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Spanneinrichtung für die Ketten eines Förderers od. dgl. zu schaffen, die so ausgebildet ist, daß sie die die Kettenradwelle oder Trommelwelle elastisch haltenden Federn nur bis zu einem gewissen Grad vorspannen kann.Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Spanneinrichtung für einen Förderer od. dgl., dessen Antriebs- oder Umkehrtrommel bzw. dessen Kettenradwelle von Federn elastisch gehalten wird, die sich einerseits an der in Förderrichtung verschiebbar geführten Trommel- bzw. Kettenradlagerung und andererseits an einem festen Widerlager abstützen, dadurch gelöst, daß sicb zwischen dem festen Widerlager, und den Federn beaufschlagbare Druckzylinder befinden, deren Kolben sich entweder an dem festen Widerlager oder an den Federn abstützen und deren Druckmitteleinlaß von einem mit der Trommel- oder Kettenradlagerung verbundenen, verschiebbar gelagerten Teil verschließbar ist.Mit dem Beaufschlagen der Druckzylinder verschiebt sich je nach Zylinderanordnung entweder der Kolben oder der Druckzylinder selbst und spannt durch diese Verschiebebewegungen die Federn. Es verändert sich bei diesem Spannvorgang stets der Abstand zwischen dem Druckmitteleinlaß des beaufschlagten Druckzylinders und der Trommel- oder Kettenlagerung, so daß der mit dieser Lagerung verbundene, die Beaufschlagung des Druckzylinders steuernde Teil sich relativ zum Druckmitteleinlaß verschieben muß und diesen Druckmitteleinlaß nach einem vorbestimmten Spannweg abdeckt. Dadurch wird jede weitere Beaufschlagung der Druckzylinder unterbunden und verhindert, daß die Federn unbeabsichtigt auf Block gespannt werden.
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