DE2122422A1 - Offen-End-Spinnvorrichtung mit einem umlaufenden Kämmorgan zur Auflösung des angelieferten Fasermaterials - Google Patents
Offen-End-Spinnvorrichtung mit einem umlaufenden Kämmorgan zur Auflösung des angelieferten FasermaterialsInfo
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Description
Anmelder: 20. ί. i971
TEB Spinnereimaschinenbau Karl-Marx-Stadt
Karl-Marx-Stadt, Ältchemnitzer Str„ 27
Offen-Endr-Spinnvorrichtung mit einem umlaufenden Kämmorgan
zur Auflösung des angelieferten Fasermaterials»
• Die Erfindung betrifft eine Offen-End-Spinnvorrichtung mit
einer umlaufenden, eine Fasersammeifläche aufweisenden Spinnkammer, in die die Fasern mittels Unterdruck einziehbar sind,
einem umlaufenden Kämmorgan zur Auflösung des angelieferten
Fasermaterials und mindestens zwei zueinander versetzten Kanälen zur Einspeisung der Fasern in die Spinnkammer.
Bei einer bekannten Spinnvorrichtung dieser Art besteht das
umlaufende Käinmorgan aus zwei Kämniwalzen, die in bezug auf die Rotationsachse der Spinnkammer einander diametral gegenüberliegen,
und zwischen denen sich eine zentrale, der Garn— wegführung dienende Düse befindet. Den beiden Kämmwalzen wird
je ein Faserstrang vorgelegt, und das die Eämmwalzen aufnehmende Gehäuse sieht auch für jede Kämmwalze einen Kanal vor, durch
die das von den Kämmwalzen aufgelöste Fasermaterial in zwei getrennten
Faserströmen der Spinnkammer zugeführt wird« Beabsichtigt
ist dabei, im wesentlichen Mischgarn herzustellen, gezeigt hat jedoch die Praxis, daß durch die doublierte Einspeisung
der Fasern in die Spinnkammer auch die Bruchgefahr des Garnes erheblich herabgesetzt wird«
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nachteilig ist diese bekannte Spinnvorrichtung schon wegen '3^''"
ihres, "durch die zwei Kämmwalzen bedingten aufwendigen Auf- """"''"'
baues. Vor allen Dingen aber haben sich di3 erforderlichen zwei z. B. Vorgarn - Vorlagekörper für die Kämmwalzen als'
unvorteilhaft erwiesen. Die Vorlagekörper hält man bekannt- '
lieh möglichst groß, so daß deren Unterbringung Schwierig-"
keiten bereitet, insbesondere bei Spinnmaschinen, die eine Mehrzahl von Spinnstellen besitzen.
Es ist eine Offen-End-Spinnvorrichtung mit einer umlaufenden,
eine Sammelfläche bildenden Spinnkammer bekannt, welch erstere ebenfalls zwei Faserstränge verarbeitet und deshalb auch mit
zwei in die Spinnkammer mündenden Zuführrohren versehen ist. Die Speisung der Zuführrohre erfolgt in diesem Falle jedoch
mittels des Ausgangsrollenpaares eines Streckwerkes. Auch hier sind wieder zwei z. B. Vorgarn-Vorlagekörper erforderlich,
und aufgelöst wird nur einer der beiden Faserstränge. Von Nachteil ist bei dieser Spinnvorrichtung außerdem, daß die Paralle—
lisierung der in die Spinnkammer einzuspeisenden Fasern vernachlässigt
wird, was in der Eigenart des Auflöseorgans begründet
liegt»
Bekannt ist schließlich eine mit einer umlaufenden Spinnkammer ausgerüstete Offen-End-Spinnvorrichtung, die zur
Garnbildung nur einen Faserstrang verarbeitete Angeliefert
wird derselbe auch mittels des Ausgangsrollenpaares eines
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Streckwerkes,.dem ein einziges Zuführrohr folgt, das aber an
seinem.in der Spinnkammer mändenden Ende in zwei entgegengesetzt zueinander nach außen gerichtete Kanäle aufgeteilt ist.
Auch hier unterbleibt wieder eine einwandfreie Farallelisierung der Pasern, vor allen Dingen aber entzieht sich die Aufteilung
des in die Spinnkammer einzuspeisenden Faserstromes in die zwei Einzelströme jeglicher Kontrolle, was leicht der.
Qualität des Garnes abträglich werden kann.
Mit der Erfindung wird bezweckt, eine Offen-End-Spinnvorrichtung
der eingangs angeführten Art zu schaffen, die sich durch besondere Einfachheit und geringen Platzbedarf auszeichnet,
Aufgabe der Erfindung ist, zur Garnbildung ebenfalls nur einen z. B. Vorgarn-Vorlagekörper einzusetzen und dabei dafür zu sorgen,
daß nach der Auflösung des einzigen Faserstranges eine weitmöglichst kontrollierte Aufteilung des Fasermaterials in mindestens
zwei Einzelströme erfolgt.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine einzige Kämmwalze, einen Saugluftkanal zur Einspeisung der Fasern in
die Spinnkanmer und ein in demselben befindliches Trennorgan, das den Saugluftkanal in zwei Einzelkanäle aufteilt·
Mittels des Trennorganes ist der Saugluftkanal entweder in seiner
Höhe oder in seiner Breite in die zwei Einzelkanäle aufteilbare
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Das Trennorgan kann sich an dem der Spinnkammer zugewendeten Ende des Saugluftkanal es befinden oder sich bis nahe an die
Kämmwalze erstrecken*
Die Mündungen der beiden Einzelkanäle können in Achsrichtung der Spinnkammer in ein und derselben Ebene, aber auch in verschiedenen
Ebenen liegen«
Es empfiehlt eich, zur gegenseitigen Veränderung der Querschnitte
der beiden Einzelkanäle das Trennorgan einstellbar vorzusehen.
Das Ergebnis der Erfindung ist eine höchst einfache und platzsparende
Offen-End-Spinnvorrichtung mit doublierter Einspeisung
der Fasern in die Spinnkammer. Gleichzeitig schafft die Erfindung die Voraussetzungen für die Erzeugung eines hochwertigen Garnes
und für eine zusätzliche Verminderung der Garnbruchgefahr, Dabei macht sich die Erfindung die Erkenntnis zunutze, daß die Anwendung
eines umlaufenden Kämmorganes für die Aufteilung der in die Spinnkammer einzuspeisenden Fasern in die mindestens zwei Faserströme
besonders günstig ist, weil das Kämmorgan die Fasern bei der Auflösung des Faserstranges nicht nur gut parallelisiert,
sondern auch weitgehend und vor allen Dingen gleichmäßig auflockert.
Nachfolgend sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben.
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Ia dieser zeigen:
Fig. 1s eine aufgeschnittene Offen-End-Spinnvorrichtung in
Seitenansicht, wobei der Saugluftkanal im Bereich der Spinnkammer in seiner Höhe in zwei Einzelkanäle
aufgeteilt ist,
Fig. 2: einen Schnitt nach der Linie II - II der Fig. 1, Fig. 3i eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht, wobei
der Saugluftkanal im Bereich der Spinnkammer in seiner
Breite in zwei Einzelkanäle unterteilt ist, Fig. 4: einen Schnitt nach der Linie IV - IV der Fig. 3,
Fig. 5: einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 3, Fig. 6: eine der Fig. 3 entsprechende Seitenansicht, wobei
die Mündungen der beiden Einzelkanäle in Achsrichtung der Spinnkammer in zwei verschiedenen Ebenen
liegen,
Fig. 7: einen Schnitt nach der Linie VII - VII der Fig. 6, Fig. 8: einen Schnitt nach der Linie VIII - VIII der Fig. 6,
Fig. 9* eine der Fig. 3 entsprechende Seitenansicht, wobei
das Trennorgan sich bis nahe an die Kämmwalze erstreckt,
Fig. 10:einen Schnitt nach der Linie XI-XI der Fig. 9 und
Fig. 11:eine der Fig. 9 entsprechende Seitenansicht, wobei das Trennorgan zwei in Umfangsrichtung der Kämmwalze hintereinander
befindliche Einzelkanäle bildet*
- 6 109882/1657
Gemäß Fig. 1 "besitzt die Offen-End-Spinnvorriehtung eine anlaufende
, topfartige Spinnkammer 1, in die die Fasern in bekannter
Weise mittels Unterdruck eingezogen werden. Hierzu kann die Spinnkammer 1 an oder in der Nähe der Fasersammelf lache mit
Luftdurchgangsöffnungen ausgestattet und überdies in ein Ge~ häuse eingeschlossen sein, an welches ein Unterdruckerzeuger
angeschlossen ist. Der Spinnkammer 1 ist eine umlaufende Kämmwalze 2 vorgeordnet, der von einer Spule 3 her der Faserstrang
4- in Gestalt eines Vorgarnes vorgelegt wird. Die Kämmwalze 2
befindet sich in einem Gehäuse 5» welches bis auf die Faser—
strangeinlaufstelle 6, die Eintrittsöffnung 7 eines Saugluftkanales
8 und die beiden Mündungen 9 und 10 zweier aus dem
Saugluftkanal gebildeten Binzelkanäle 11 und 12 geschlossen ist. Der Saugluftkanal 8 tangiert die Kämmwalze 2, und durch
denselben wird von der Spinnkammer 1 mittels der genannten Luftaustrittsöffnungen und dem evtl. gesonderten Unterdruckerzeuger
Luft von außen her angesaugt. Mittels des in dem Saugluftkanal 8 gebildeten Luftstromes erfolgt die Abnahme der
Fasern des von der Kämmwalze 1 aufgelösten Faserstrangep 4.
Der Saugluftkanal 8 ist also praktisch ein Faserkanal, ebenso, wie die Einzelkanäle 11 und 12 zugleich Faserkanäle sind. Im
Falle der Fig. 1 ist der Saugluftkanal 8 in seiner Höhe in die beiden Einzelkanäle 11 und 12 aufgeteilt, was durch ein Trennorgan
13 geschieht, das die Gestalt eines Messerkeiles besitzt und an den der Spinnkammer 1 zugewendeten Ende des Saugluft-
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kanales 8 vorgesehen ist. Das Gehäuse 5 ist an der der Spinnkammer
1 zugewendeten Seite als Deckel 14 für dieselbe ausgebildet. An der Unterseite des Deckels 14 befinden sich die beiden
Mündungen 9 und 10 der Einzelkanäle 11 und 12, so daß die
Mündungen 9 und 10 in Achsrichtung der Spinnkammer 1 in ein und derselben Ebene liegen. In Umfangsrichtung der Spinnkammer
1 befinden sich die Mündungen 9 und 10 dagegen hintereinander, was insbesondere aus der Fig. 2 hervorgeht. Die Innenwand der
Spinnkammer 1 erweitert sich nach unten konisch, so daß die Einzelfaserströne unter der Einwirkung der Zentrifugalkraft
der Spinnkammer zu deren Sammelfläche 15 gebracht werden. Der aus der Mündung 9 austretende Faserstrom gelangt dabei nicht
nur getrennt von dem aus der Mündung 10 kommenden Faserstrom, sondern auch zeitlich früher an die Sammelflache 15·
Die Offen-End-Spinnvorrichtung der Fig. 3 entspricht im wesentlichen
der der Fig. 1, nur mit dem Unterschied, daß der Saugluftkanal 8 in seiner Breite in die zwei Einzelkanäle 11 und
12 aufgeteilt ist. Das Trennorgan 13 besteht in diesem Falle aus einer in Fig. 5 gezeigten Zwischenwand.-Wie aus der Fig. 4
hervorgeht, liegen auch hier die beiden Mündungen 9 und 10 in Umfangsrichtung der Spinnkaaimer 1 hintereinander, ihr radialer
Abstand zur Drehachse der Spinnkainmer 1 ist hingegen unterschiedlich.
Vorteilhaft ist der radiale Abstand der Mündung 9 zur Spinnkaamerdrehachse größer als der der Mündung 10.
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Auch bei der Ausführung nach der Fig. 6 ist der Saugluftkanal
8 im Sinne der Fig. 3 in seiner Breite in die zwei Einzelkanäle 11 und 12 aufgeteilt, mittels einer das Trennorgan 13
darstellenden, in Fig. 8 gezeigten Zwischenwand. Zum Unterschied von der Fig. 3 befindet sich aber nur die Mündung 11
an der Unterseite des Deckels, die Mündung 12 dagegen im Außenumfang derselben. Die Mündungen 9 und 10 sind also außerdem
noch in Achsrichtung· der Spinnkammer 1 in verschiedenen Ebenen gelegen.
Die Ausführung der Fig. 9 ist wieder mit der der Fig. 3 wesensgleich.
Der Saugluftkanal 8 geht geradlinig in den Einzelkanal 11 über. Darüberhinaus besitzt das Trennorgan 13 die Gestalt
einer Rippe, wie aus der Fig. 10 hervorgeht, die sich gemäß der Fig. 9 allerdings bis nahe an die Faserabnahmestelle der
Kämmwalze 2 erstreckt.
Gleich wie bei der Fig. 1 wird auch bei der Lösung der Fig. der Saugluftkanal 8 in seiner Höhe in die beiden Einzelkanäle
11 und 12 aufgeteilt. Das Trennorgan 13 erstreckt sich wiederum bis nahe an die Kämmwalze 2„ Zwischen derselben und der Oberkante
des Trennorganes 13 befindet sich also ein Luftspalt 16, durch den der Einzelkanal 12 kommunizierend mit dem Saugluftkanal
8 verbunden ist«,
Es geht an, das Trennorgan 13 einsbellbar vorzusehen, um eine
gegenseitige Veränderung der Querschnitte der Einseikanäle 11
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und 12 zu ermöglichen. Im Falle der Fig. 1 kann das Trennorgan
13 in waagerechter Richtung verschiebbar angeordnet sein. Im
Falle der Fig- X ist auch eine schwenkbewegliche Anordnung
des Trennorganes 13 möglich, beispielsweise um eine Achse 17·
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Claims (7)
- Patentansprüche:rl J Offen-End-Spinnvorrichtung mit einer umlaufenden, eine Tasersammelflache aufweisenden Spinnkaiamer, in die die Fasern mittels Unterdruck einziehbar sind, einem umlaufenden Kämmorgan zur Auflösung des angelieferten Fasermaterials und minde-" stens zwei zueinander versetzten Kanälen zur Einspeisung der Fasern in die Spinnkanimer, gekennzeichnet durch eine einzige Käinmwalze (2), einen Saugluftkanal (S) zur Einspeisung der Fasern in die Spinnkammer (1) und ein in demselben befindlichen Trennorgan (13), welches den Saugluftkanal (8) in zwei Einzelkanäle (11 .und 12) aufteilt.
- 2. Offen-End-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennorgan (13) den Saugluftkanal (8) in seiner Höhe in die zwei Einzelkanäle (11 und 12) aufteilt.
- 3. Offen-End-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trennorgan (13) den Säugluftkanal (8) in seiner Breite in die zwei Einzelkanäle (11 und 12) aufteilt.
- 4·· Offen-End-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß sich das Trennorgan (13) an dem der Spinnkammer (1) zugewendeten Ende des Saugluftkanales (8) "befindet.
- 5. Offen-End-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß sich das Trennorgan (13) durchgehend bis nahe an die Käinmwalze (2) erstreckt,- 11 109882/1657
- 6. Offen~35nd-Spinnvorriclitung nach Anspruch 1 bis 5» dadurcn gekennzeichnet, daß die Mündungen (9 und 10) der beiden Einzelkanäle (11 und 12) in Achsrichtung der Spinnkammer (1) in ein und derselben Ebene liegen.
- 7. Offen-End-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen (9 und 10) der beiden Einzelkanäle (11 und 12) in Achsrichtung der Spinnkammer (1) in verschiedenen Ebenen liegen.8· Offen-End-Spinnvorrichtung nach Anspruch 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet, daß das Trennorgan (13) zur gegenseitigen Veränderung der Querschnitte der beiden Einzelkanäle (11 und 12) einstellbar vorgesehen ist„109882/1657Leerseite
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