DE2122317A1 - Verdampfungskühlsystem für metallurgische Öfen - Google Patents
Verdampfungskühlsystem für metallurgische ÖfenInfo
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Description
PATENTANWALT BODE · 4033 HOSEL · HOSTFACH · TELEFON 02102-61701 · TELEX 8585166
R 5 - 19
Dr.-Ing. Ewald W. Rohde 5905 Freudenberg
Jung-Stilling-Straße 6
Jung-Stilling-Straße 6
Verdampfungskühlsystem für metallurgische öfen
Die Erfindung betrifft ein Verdampfungskühlsystem für metallurgische Ufen, insbesondere Hochöfen, das eine Vielzahl
von Kühlkästen aufweist, von denen jeweils mehrere über Fall- und Steigleitungen an ein Ausdampfgefäß angeschlossen
sind und zusammen mit diesem ein Teilsystem bilden.
Derartige Verdampfungskühlsysteme bestehen in der Regel aus scheibenförmigen Ringsystemen mit mehreren Ausdampfbehältern,
wobei jedem Ausdampfbehälter ein gesondertes Teilsystem zugeordnet
ist. Die einzelnen Ausdampfbehälter sind dabei wasserseitig
durch eine Wasser-Ringleitung und dampfseitig durch eine Abdampf-Ringleitung kommunizierend verbunden. An Stelle von
einzelnen Ausdarapfbehältern für jedes Teilsystem kann auch je Kühlscheibe vereinfachend eine Ringtrommel verwendet werden,
die etwa zur Hälfte mit Dampf und zur Hälfte mit Wasser gefüllt ist.
Bei solchen Verdampfungs-Kühlsystemen ist die Wärmeaufnahme der einzelnen Teilsysteme oft unterschiedlich groß, da in den
den Teilsystemen zugeordneten Kühlzonen unterschiedliche. Wärmemengen anfallen. Dies ist z.B. bei Hochöfen besonders ausgeprägt.
Das Rohrsystem jedes Teilsystemes muß so dimensioniert
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sein, daß die größtmögliche anfallende Wärmemenge sicher abgeführt werden kann. Für die normalerweise anfallende Wärmemenge
ist es also überdimensioniert. Wegen der daraus fol genden geringen Drosselwirkung des Rohrsystems neigen die Teilsysteme
dazu, so stark auszudampfen, daß eine Abkühlung des Kühlwassers unter den Siedepunkt eintritt und die Verdampfung
aussetzt. Des» normalerweise natürliche kreislauf des Kühlwassers stagniert dann in dem betreffenden Teilsystem, und
zwar so lang®, bis das stillstehende Kühlwasser wieder auf den Siedepunkt erhitzt ist«, Nachdem der Kreislauf dann wieder eingesetzt
hat j kanu es in der beschriebenen Weise wieder sur
Unterkühlung des Kühlwasser unter- den Siedepunkt kommen usw.
Das Verdampfungs-Kiihlsystem neigt also zu Pulsationen einzelner Teilsysteme, welche ■„ wenn mehr@3?3 Teilsysteme oder die
ganze Kühlseheibe Synchron pulsi&i?&K8 unangenehme Ausmaße
annehmen körnen»
Es ist Aufgab© d©p Erfindunga ein Verdampfungskühlsystem der
eingangs genannten Ayt z« schaffen, bei dem das Auftreten
der obenbeselirieJbanea Pulsationsn vermieden wird, und zwar
ohne daß dasu ®in größeres9 baulieher Aufwand erforderlich ist,
als bei den bekannten Verdampf«ngs-Kühlsystemen.
Gegenstand d©p Erfindung ist ©in Verdaiipfungskühlsystem für
metallurgische öfen, insbesondere Hochöfen, das eine Vielzahl von Kühlkästen aufweist, von denen jeweils mehrere über FaIl-
und Steigleitungen an ein Ausdampfgefäß angeschlossen sind und zusammen mit diesem ein Teilsystem bilden, wobei sich das
Verdampfungslcühlsystem dadurch kennzeichnet, daß die Steigleitungen aller» Teilsysteme im Bereich des Austritts aus den
Teilsystemen durch eine Ringleitung miteinander verbindbar sind, wobei die Ringleitung gegenüber der Atmosphäre und
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anderen Leitungen absperrbar ist. Eine derartige Ringleitung wirkt stabilisierend auf den gesamten Kreislauf des Verdampf
ungskühlsysteraes ein.
Es sei z.B. angenommen, daß in einigen der Teilsysteme der
Kreislauf wegen Unterkühlung des Kühlwassers unter den Siedepunkt stagniert, während in anderen Teilsystemen ein starkes
Ausdampfen des Kühlwassers stattfindet. Durch den in den Steigleitungen der stark dampfenden Teilsysteme aufsteigenden
Dampf wird in der Ringleitung ein Druck erzeugt, der niedriger ist als der Druck in den Fall-Leitungen der unterkühlten
Teilsysteme in Höhe der Ringleitung. Dadurch wird über die zugehörigen
Steigleitungen auf die unterkühlten Teilsysteme eine ■ Saugwirkung ausgeübt, wodurch deren Kreislauf wieder in Gang
gesetzt wird. Das dabei angesaugte, unterkühlte Kühlwasser wird über die Ringleitung zum Teil den Steigleitungen der
stark ausdampfenden Teilsysteme zugeführt, wodurch dort eine Abkühlung und damit eine Verminderung der Aufstiegsgeschwindigkeit
des Dampfes eintritt. Die Ringleitung wirkt also beschleunigend auf den Kreislauf von unterkühlten Teilsystemen
und bremsend auf den Kreislauf von stark dampfenden Teilsystemen ein. Dadurch wird die Stabilisierung des natürlichen
Kreislaufes des Verdampfungskühlsystems erreicht. Die Ringleitung des erfindungsgemäßen Verdampfungskühlsystems stellt
keinen baulichen Mehraufwand dar, da im Bereich des Austritts der Steigleitungen aus den Teilsystemen im allgemeinen ohnehin
eine Ringleitung vorhanden ist, z.3. zum Abführen von Notwasser für die Notkühlung einzelner Teilsysteme.
Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß die Fall-Leitungen aller Teilsysteme im
Bereich des Eintritts in die Teilsysteme durch eine weitere
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Ringleitung miteinander verbindbar sind, wobei die weitere Ringleitung gegenüber der Atmosphäre und anderen Leitungen
absperrbar ist. Die weitere Ringleitung trägt zu einer zusätzlichen Stabilisierung des natürlichen Kühlwasser-Kreislaufs
bei. Sie sorgt nämlich für eine gleichmäßige Kühlwasser-Zufuhr zu allen Teilsystemen, auch wenn von den einzelnen
Fall-Leitungen verschiedene Kühlwassermengen geliefert werden. Dies kann z.B. bei Verstopfung einzelner Fall-Leitungen
der Fall sein. Auch die weitere Ringleitung stellt keinen zu* sätzlichen Bauaufwand dar, da im Bereich des Eintritts der Fall-Leitungen
in die Teilsysteme im allgemeinen ohnehin Ringleitungen vorhanden sind, z.B. eine Notwasser-Zulaufleitung oder
eine Abschlämmsammelringleitung.
Vorzugsweise sind die Steigleitungen und/oder die Fall-Leitungen einzeln oder für ein Teilsystem gemeinsam von der
Ringleitung bzw. von der weiteren Ringleitung durch Sperrorgane abtrennbar. Dadurch ist es möglich, die einzelnen Teilsysteme
z.B. zur Notkühlung, von den übrigen Teilsystemen abzutrennen. Außerdem ist es möglich, die Ringleitung und die
weitere Ringleitung für bestimmte Betriebsfälle einzelnen Teilsystemen allein zur Verfügung zu stellen.
Die Ringleitung kann einen absperrbaren Druckgasanschluß aufweisen.
Auf diese Weise können einzelne Teilsysteme zur Unterdrückung des Siedepunktes des in ihnen befindlichen Kühlwassers
mit Druck beaufschlagt werden und auf diese Weise in an sich bekannter Weise undichte Stellen im Verdampfungskühlsystem
lokalisiert werden. Ober die Ringleitung kann das Druckgas jedem beliebigen Teilsystem zugeführt werden, ohne
daß hierzu eine zusätzliche Leitung notwendig wäre.
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Zweckmäßig weist die Ringleitung ein oder mehrere Sicherheits-Überdruckventile auf. Diese Oberdruckventile sind, z.B. bei
der genannten Unterdrucksetzung von Teilsystemen für jedes Teilsystem wirksam. Dadurch wird die gesonderte Anordnung
von - aus Sicherheitsgründen mehreren - Sicherheits-Überdruckventilen an jedem einzelnen Teilsystem überflüssig.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist
die Ringleitung einen absperrbaren Notwasser-Ablauf auf und weist die weitere Ringleitung einen absperrbaren Notwasser-Zulauf auf. Jedes Teilsystem kann auf diese Weise zur Notkühlung an die Notwasser-Versorgung angeschlossen werden und von
Notwasser durchströmt werden. Gesonderter Notwasserzuführungsund Abführungs-Ringleitungen bedarf es dazu nicht, da während
des im allgemeinen kurzzeitigen Notwasserbetriebes Ringleitung und weitere Ringleitung ohne weiteres von den weiter im
Verdampfungsbetrieb befindlichen Teilsystemen abgetrennt werden können.
Die weitere Ringleitung kann auch als Abschlämmleitung benutzt werden. Dazu weist die weitere Ringleitung einen absperrbaren Abschlämmauslaß auf. Eine gesonderte Abschlämm-Ringleitung, bei der im Winter die Gefahr des Einfrierens
besteht, ist bei dieser Anordnung nicht erforderlich.
Die Verbindung zwischen Steigleitungen und Ringleitung ist vorzugsweise so ausgeführt, daß in die Steigleitungen je ein
Dreiwegehahn eingeschaltet ist, dessen dritter Anschluß mit der Ringleitung verbunden ist. Auf diese Weise können alle
Verbindungdmöglichkeiten zwischen den Teilsystemen, ihren
Steigleitungen und der Ringleitung durch ein einziges Stellorgan hergestellt werden.
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Es ist bekannt, parallel zu den einzelnen Kühlkästen Umgehungsleitungen
vorzusehen, mit denen undicht gewordene Kühlt kästen bei Bedarf überbrückt werden können. Die Umgehungsleitungen
sind über Dreiwegehähne mit den Zu- und Ableitungen der Kühlkästen verbunden. Bei Verwendung solcher Umgehungsleitungen
beim Gegenstand der Erfindung ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß statt des die jeweilige
Steigleitung mit der Ringleitung verbindenden Dreiwegehahns ein Vierwegehahn vorgesehen ist, dessen vierter Anschluß mit
einer den mit der Steigleitung unmittelbar verbundenen Kühlkasten
überbrückenden Umgehungsleitung verbunden ist. Auf diese Weise kann pro Steigleitung ein Drehwegehahn eingespart
werden.
Die einzelnen Teilsysteme können mit Anschlüssen für Manometer
versehen sein, wobei die Anschlüsse zwischen den Teilsystemen und den die Teilsysteme mit der Ringleitung bzw. der weiteren
Ringleitung verbindenden Sperrorganen liegen. Auf diese Weise können in an sich bekannter Weise Dichtxgkeitsprüfungen der
Teilsysteme vorgenommen werden, wobei aus Sicherheitsgründen nach Schließen der Sperrorgane nur in den Teilsystemen
W selbst eine Druckprobe, z.B. mit vorher zugeführtem Notwasser, vorgenommen wird. l v
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung ist mit 1 eine
Ausdampf-Ringtrommel einer Kühlscheibe bezeichnet, die
über Fall-Leitungen 8 und Steigleitungen 15 mit Kühlkästen
in Verbindung steht. Jeweils vierundzwanzig Kühlkästen If
sind zu einem Teilsystem zusammengefaßt. Zwei solcher Teilsysteme sind in der Zeichnung dargestellt. Zu jedem Teilsystem
führt von der Ausdampf-Ringtrommel 1 eine Fall-Leitung
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die in eine Verteilerleitung 9 einmündet und vor der Einmündung mit einem Fall-Leitungs-Absperrorgan 20 versehen ist.
An die Verteiler-Leitung 9 sind acht Kühlketten mit jeweils drei hintereinandergeschalteten Kühlkästen It angeschlossen.
Die Kühlketten sind durch Kühlketten-Absperrorgane 13 von der Verteilerleitung 9 abtrennbar. Von jeder Kühlkette führt eine
eigene Steigleitung 15 zurück zur Ausdampf-Ringtrommel 1.
Die Ausdampf-Ringtrommel 1 ist in Üblicher Weise an eine Speisewasser-Leitung 7 anschließbar und mit einem Dampfdom 2,
einer Steuerflasche 3 und einem Oberlauf 17 versehen.
An der Unterseite der Kühlscheibe befindet sich eine untere Ringleitung 10, die über absperrbare Verbindungsleitungen 11 mit
den einzelnen Verteilerleitungen 9 der Teilsysteme verbunden werden kann. Die untere Ringleitung 10 ist über entsprechende
Absperrorgane an einen Hotwasser-Zulauf 6 oder an einen Abschlämmauslaß 5 anschließbar.
An der Oberseite der Kühlscheibe befindet sich eine obere
Ringleitung 16, die über je einen Dreiwegehahn 12 mit allen Steigleitungen 15 in Verbindung steht. Die obere Ringleitung
16 ist über entsprechende Absperrorgane an einen Notwasserablauf 18 oder einen Preßluftanschluß 4 anschließbar. Weiterhin
ist die obere Ringleitung 16 mit einem bzw. aus Sicherheitsgründen mit mehreren Sicherheits-Oberdruckventilen 19 versehen.
Sofern es aus strömungstechnischen Gründen vertretbar ist,
können die acht einzelnen Steigleitungen 15 jedes Teilsystems durch eine Steigleitung ersetzt werden, in die über eine
Sammelleitung alle acht Kühlketten einmünden. In diesem Fall
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ist pro Teilsystem nur ein Dreiwegehahn zur Verbindung dieser einzelnen Steigleitung mit der oberen Ringleitung 16 erforderlich.
Um undicht gewordene Kühlkästen 14 außer Betrieb zu setzen,
können Umgehungsleitungen 24 für jeden Kühlkasten It vorgesehen
werden. Mögliche Umgehungsleitungen 24 sind in der • Zeichnung gestrichelt angedeutet. Die Umgehungsleitungen 2t
sind normalerweise über Dreiwegehähne 23 mit der Zu- und Ableitung der jeweiligen Kühlkästen 14 verbunden. Sei den
Ableitungen der obersten Kühlkastenreihe, nämlich den Steigleitungen
15 ist insofern eine Vereinfachung möglich, als dort bereits die Dreiwegehähne 12 zur Verbindung mit der oberen
Ringleitung 16 vorhanden sind. Diese können durch Vierwegehähne 22 ersetzt werden, an die nicht nur die Verbindungen
zur oberen Ringleitung 16 sondern auch die oberen Umgehungsleitungen
24 angeschlossen werden können. Auf diese
Weise kann pro Kühlkette ein Drehwegehahn 23 gespart werden.
Mit Hilfe der unteren Ringleitung 10 und der oberen Ringleitung 16 sowie der zugehörigen Absperrorgane sind vier verschiedene
Betriebsarten der Kühlscheibe des erfindungsgemäßen Verdampfungs-Kühlsystems
möglich, nämlich Normalbetrieb, Notwasser-" betrieb, Leckprüfung mit Preßluft und Abschlämmen.
Bei Normalbetrieb sind die Verbindungsleitungen 11, die Fall-Leitungsabsperrorgane
20 und die Kühlketten-Absperrorgane 13 geöffnet sowie die Dreiwegehähne 12 so gestellt, daß die
Steigleitungen 15 freien Durchgang haben und außerdem mit der oberen Ringleitung 16 verbunden si,nd° Preßluftanschluß 4,
Notwasserablauf 18, Abschlämmauslaß S und Notwasserzulauf 6
sind abgesperrt. Auf diese Weise sind alle Fall-Leitungen 8 und alle Steigleitungen 15 der Teilsysteme der Kühlscheibe
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untereinander verbunden« Dadurch wird der Naturumlauf des Kühlwassers
über die ganze Kühlscheibe stabilisiert.
Über die untere Ringleitung 10 werden die Teilsysteme mit
Wasser versorgt, deren zugehörige Fall-Leitung 8 z.B. durch Verstopfung nicht genügend Wasser liefert. Auf diese Weise
wird ein Ausgleich in der Wasserversorgung der einzelnen Teilsysteme erreicht.
Die obere Ringleitung 16 bewirkt, daß bei Kühlketten, die z.B. durch Unterkühlung unter den Siedepunkt keine ausreichende
Dampfentwicklung aufweisen, nicht die Zirkulation
des Wassers stagniert. Durch den Dampfaufstieg in den Steigleitungen 15 anderer, stärker dampfender Kühlketten entsteht
nämlich in der oberen Ringleitung 16 und damit in der Steigleitung der wenig dampfenden Kühlkette ein Druck, der
niedriger ist als der Druck in der Fall-Leitung 8 der wenig dampfenden Kühlkette in Höhe der oberen Ringleitung
16, Dadurch wird die Zirkulation in der wenig dampfenden Kühlkette unterstützt. Gleichzeitig wird den Steigleitungen
lf> der stark dampfenden Kühlketten Wasser aus der wenig
dampfenden Kühlkette zugeführt. Dadurch wird in diesen Steigleitungen 15 der Dampfaufstieg abgebremst.
Insgesamt gesehen wird also der Naturumlauf des Kühlwassers vergleichmäßigt und stabilisiert.
üei Notwasserbetrieb zur Notkühlung eines einzelnen Teilsystems
der Kühlscheibe werden alle Verbindungaleitungen 11 abgesperrt, mit Ausnahme von derjenigen, die dem mit Notwasser
zu betreibenden Teilsystem zugeordnet ist. Weiterhin werden die Dreiwegehähne 12, die dem mit Notwasser zu betreibenden
Teilsystem zugeordnet sind, so gestellt, daft die
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Kühlketten dieses Teilsystems zwar mit der oberen Ringleitung, nicht aber mit ihren Steigleitungen verbunden sind. Alle
Übrigen Dreiwegehähne 12 werden.so gestellt, daß die zugehörigen
Kühlketten zwar mit ihren Steigleitungen 15, nicht aber mit der oberen Ringleitung 16 verbunden sind. Notwasserzulauf
6 und Notwasserablauf 18 werden geöffnet, während Preßluftanschluß *f und Abschlämmauslaß 5 geschlossen bleiben.
Das in diesem Fall als Kühlmittel dienende Notwasser durch- ψ strömt dann das zur Notkühlung vorgesehene Teilsystem und
kühlt dieses ab. Da die übrigen Teilsysteme von der oberen Ringleitung 16 und der unteren Ringleitung 10 abgetrennt
sind, fällt die stabilisierende Wirkung dieser Ringleitungen so lange aus. Dies ist jedoch nicht nachteilig, da der Notwasserbetrieb
eines Teilsystems nur einen ausnahmsweisen Betriebszustand darstellt.
Bei der Leckprüfung mit Preßluft werden die Dreiwegehähne 12 des zu prüfenden Teilsystems so gestellt, daß dieses mit der
oberen Ringleitung 16 nicht aber mit seinen Steigleitungen 15 verbunden ist* Die dem zu prüfenden Teilsystem zugeordneten
k Kühlketten-Absperrorgane 13 werden geschlossen. Alle übrigen
Kühlketten-Absperrorgane 13 und auch die Fall-Leitungsabsperrorgane
20 können wie bei Normalbetrieb geöffnet bleiben, während Notwasserzulauf 6 und Abschlämmauslaß 5 abgesperrt sind.
Alle nicht zu prüfenden Kühlketten werden durch entsprechende Stellung der zugehörigen Dreiwegehähne 12 zwar mit ihren
zugehörigen Steigleitungen 15 verbunden, iedoeh von der
oberen Ringleitung 16 abgetrennt. Der Notwasserablauf 18 bleibt gesehlQssen^und durch den Preßluftanschluß ** wird
Preßluft eingeleitet. Das Leck kann dann in an sich bekannter
Weise gefunden werden. Die Sicherheits^-Oberdruckventile 19 sind
dabei für ^e-de. beliebige au prüfende Kühlkette wirksam, so
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daß nicht für jede Kühlkette oder jedes Teilsystem ein eigenes Sicherheitsventil erforderlich ist. Selbstverständlich
kann statt Preßluft auch ein anderes Druckgas verwendet werden j z.ß. Wasserdampf. Unterhalb der Dreiwegehähne 12 können
Anschlüsse zum bedarfsweisen Anschluß von Manometern vorgesehen
sein, um auf diese Weise zur Leckprüfung Druckänderungen in den Kühlketten messen zu können.
Zum Abschlämmen wird der Abschlämmauslaß 5 geöffnet. Alle übrigen Hähne und Absperrorgane bleiben in der Stellung für
Normalbetrieb. Das Abschlämmen kann also während des Normalbetriebes erfolgen. Die untere Ringleitung 10 dient dabei
als gemeinsame Abschlämm-Ringleitung für die gesamte Kühlscheibe.
Patent ansprüehe;
~ 12 III/Bo
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Claims (11)
1. Verdampfungskühisystem für metallurgische öfen, insbesondere
für Hochöfen a das eine Vielzahl von Kühlkästen aufweist
j von denen jeweils mehrere über Fall- und Steigleitungen
an ein Ausdampfgefaß angeschlossen sind und zusammen
mit diesem ein Teilsystem bilden9 dadurch
. gekennzeichnet, daß die Steigleitungen (15) aller Teilsysteme im Bereich des Austritts aus den Teilsystemen
:
durch eine Ringleitung (16) miteinander verbindbar sind, wobei die Ringleitung (16) gegenüber der Atmosphäre und
anderen Leitungen (4, 18) absperrbar ist«
2. VerdampfungsteüKfeystem nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet , daß die Fall-Leitungen (8) aller Teilsysteme im Bereich des Eintritts in die Teilsysteme
durch eine weitere Ringleitung (10) miteinander verbindbar sind wobei die weitere Ringleitung (10) gegenüber
der Atmosphäre und anderen Leitungen (5,6) absperrbar ist.
3. Verdampfungskühlsystem nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steigleitungen (15) und/oder die Fall-Leitungen (8) einzeln oder für ein Teilsystem gemeinsam von der Ringleitung (16)
bzw. der weiteren Ringleitung (10) durch Sperrorgane (11, 12,13820) abtrennbar sind.
4. Verdampfungskühlsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet » daß die Ringleitung (16)
einen absperrbaren Oruckgasansehluß (M) aufweist.
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5. Verdampfungskühlsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die .Ringleitung (16)
ein oder mehrere Sicherheits-Oberdruckventile (19) aufweist.
6. Verdampfungskühlsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Ringleitung (16)
einen absperrbaren Notwasserablauf (18) aufweist.
7» Verdampfungskühlsystem nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet , daß die weitere Ringleitung (lo) einen absperrbaren Notwasserzulauf (6) aufweist.
8. Verdampfungskühlsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß die weitere Ringleitung
(lo) einen absperrbaren Abschlämmauslaß (5) aufweist.
9. Verdampfungskühlsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß in die Steigleitungen
(15) je ein Dreiwegehahn (12) eingeschaltet ist, dessen dritter Anschluß mit der Ringleitung (16) verbunden ist.
10. Verdampfungskühlsystem nach den Ansprüchen 3 und 9» dadurch gekennzeichnet, daß statt
des Dreiwegehahns (12) ein Vierwegehahn (22) vorgesehen ist, dessen vierter Anschluß mit einer den mit der Steigleitung
(15) unmittelbar verbundenen Kühlkasten (14) überbrückenden Umgehungsleitung (2U) verbunden ist.
11. Verdampfungskühlsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß die einzelnen Teilsysteme
mit Anschlüssen für Manometer versehen sind, wobei die Anschlüsse zwischen Sperrorganen (12) und Teilsystemen
liegen.
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Priority Applications (3)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE2122317A DE2122317B2 (de) | 1971-05-06 | 1971-05-06 | Verdampfungskühlsystem für metallurgische Öfen, insbesondere Hochöfen |
Publications (2)
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| DE2122317B2 DE2122317B2 (de) | 1974-02-07 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Families Citing this family (5)
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|---|---|---|---|---|
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| DE2934421A1 (de) * | 1979-08-25 | 1981-03-19 | M.A.N. Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, 4200 Oberhausen | Verwendung eines kuehlkreislaufs fuer die verdampfungskuehlung eines metallurgischen ofens o.dgl. |
| UA102520C2 (ru) * | 2009-12-29 | 2013-07-25 | Украинский Государственный Научно-Технический Центр Технологии И Оборудования, Обработки Металлов, Защиты Окружающей Среды И Использования Вторичных Ресурсов Для Металлургии И Машиностроения "Энергосталь" | Система охлаждения металлургического агрегата |
| UA102519C2 (ru) * | 2009-12-29 | 2013-07-25 | Государственное Предприятие "Украинский Научно-Технический Центр Металлурческой Промышленности "Энергосталь" | Система охлаждения металлургического агрегата |
| UA102226C2 (ru) * | 2009-12-29 | 2013-06-25 | Государственное Предприятие "Украинский Научно-Технический Центр Металлургической Промышленности "Энергосталь" | Система охлаждения металлургического агрегата |
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1971
- 1971-05-06 DE DE2122317A patent/DE2122317B2/de not_active Withdrawn
-
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- 1972-04-28 ZA ZA722896A patent/ZA722896B/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB1350026A (en) | 1974-04-18 |
| DE2122317B2 (de) | 1974-02-07 |
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