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DE2122310A1 - Herbizide und acarizide Mittel - Google Patents

Herbizide und acarizide Mittel

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Publication number
DE2122310A1
DE2122310A1 DE19712122310 DE2122310A DE2122310A1 DE 2122310 A1 DE2122310 A1 DE 2122310A1 DE 19712122310 DE19712122310 DE 19712122310 DE 2122310 A DE2122310 A DE 2122310A DE 2122310 A1 DE2122310 A1 DE 2122310A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methyl
formula
nit
mercaptan
benzyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712122310
Other languages
English (en)
Inventor
Masahiro Kodaira Tokio; Kudamatsu Akio Kawasaki Kanagawa; Miyamoto Masao; Fukazawa Nobuo; Hachioji Tokio; Osuga Shigeki Katsushika Tokio; Aya (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Publication of DE2122310A1 publication Critical patent/DE2122310A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N47/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid
    • A01N47/08Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom not being member of a ring and having no bond to a carbon or hydrogen atom, e.g. derivatives of carbonic acid the carbon atom having one or more single bonds to nitrogen atoms
    • A01N47/10Carbamic acid derivatives, i.e. containing the group —O—CO—N<; Thio analogues thereof
    • A01N47/18Carbamic acid derivatives, i.e. containing the group —O—CO—N<; Thio analogues thereof containing a —O—CO—N< group, or a thio analogue thereof, directly attached to a heterocyclic or cycloaliphatic ring
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C333/00Derivatives of thiocarbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C333/02Monothiocarbamic acids; Derivatives thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft neue Cyclohexylcarbamate, ein Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Herbizide und Akarizide. Diese neuen Verbindungen haben die folgende allgemeine Formel:
R 0 CH3 H-S-C-N
-CH-S-C-N (I)
XZ)
X ein Halogen, ein niederes Alkyl oder niederes Alkoxy,
R Wasserstoff oder Methyl und
η 0,1,2 oder 3 ist
(wenn η 2 oder 3 ist, können die verschiedenen Reste X gleich oder verschieden sein).
Zur Bekämpfung von Hühnerhirse, einem in Reisfeldern auftretenden Unkraut, wurde bisher Pentachlorphenol (PCP) verwendet. Dieser Stoff übt jedoch eine sehr starke Reizwirkung auf die menschlichen Schleimhäute ,aus, ist schwierig anzuwenden und äußerst giftig für Fische. Daher sind seine Möglichkeiten in Hinblick auf Zeit und Rereich der Verwendung beschränkt.
Nit_70 -1- . ·
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Für die Bekämpfung der Sumpfbinse, eines Unkrauts, das unter den gleichen Bedingungen wie die Hühnerhirse auftritt, wird 2-Methyl-4-chlorphenoxy-essigsäure (MCP) verwendet, jedoch ist MCP für diesen Zweck nicht sehr wirksam.
Aus der französischen Patentschrift Nr. 1328112 geht hervor, daß Benzyl-N,N-Dialkylthiocarbaminsäureester eine herbizide Wirksamkeit besitzen.
Aus der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 29024/68 geht hervor, daß halogensubstituierte Benzylthiolcarbaminsäureester herbizide Wirksamkeit aufweisen.
Es wurde überraschenderweise festgestellt, daß die neuen substituierten (oder unsubstituierten) Benzyl- oder or-Methylsubstituierten (oder unsubstituierten) Benzyl-N-methyl-N-cyclohexylcarbamate der allgemeinen Formel I ausgezeichnete Herbizide sind und sich zur Bekämpfung von Hühnerhirse, Sumpfbinse und breitblättrigen Unkräutern eignen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind durch starke herbizide Wirksamkeit bei Verwendung nicht nur vor dem Aufgehen der Hühnerhirse, sondern auch, wenn sich dieses Unkraut im 1. - 3. Blattstadium in überschwemmten Feldern befindet, geeignet, und sie weisen auch im Vergleich zu den oben erwähnten Benzylthiolcarbamaten geringere Phytotoxizität gegenüber Reispflanzen auf. Dies ist ein sehr wichtiges Merkmal, da viele handelsübliche Herbizide zur Bekämpfung der Hühnerhirse nur vor oder unmittelbar nach dem Aufgehen wirksam sind. Außerdem können die erfindungsgemäßen Verbindungen wegen ihrer geringen Phytotoxizität gegenüber Reispflanzen zur Bekämpfung von in überschwemmten Feldern auftretenden Unkräutern verwendet werden. Dies bedeutet eine große Einsparung an landwirtschaftlichen Arbeitskräften, wenn man die erfindungsgemäßen Verbindungen 1 bis 2 Wochen nach dem Umpflanzen der Reissetzlinge anwendet, da es für diese Wachstumsphase bisher
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kein wirksames Bekämpfungsverfahren gab.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe weisen starke herbizide Wirksamkeit bei Absorption durch die Wurzeln auf, auch können sie als nichtselektive oder selektive Herbizide zur Bekämpfung von Unkräutern (einschließlich jener in Reisfeldern), besonders bei der Bodenbehandlung vor dem Aufgehen der Unkräuter, eingesetzt werden. Außerdem sind die erfindungsgemäßen Verbindungen wirksam als Acarizide, insbesondere sind sie zur Bekämpfung der Roten Spinnmilbe wirksam. Sie weisen bei Verwendung als Acarizide auf Pflanzen nur geringe Phytbtoxizität gegenüber letzteren auf. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können daher sowohl als herbizide als auch als acarizide Mittel verwendet werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer Verbindung der Formel (i), worin
(a) ein Benzylmercaptan der allgemeinen Formel R
A-CH-SM1 (II)
mit N-Methyl-N-cyclohexyl-carbamoylchlorid der Formel
O .CH3
Cl-C-N , v (III)
(b)ein Benzylthiocarbonylchlorid der allgemeinen Formel
R O
CH-S-C-Cl (IV)
mit N-methyl-N-cyclohexylamin der Formel
CH,
ΗΝΓ _ (V)
Nit 70 -3-
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oder (c) Benzylhalogenid der allgemeinen Formel
(VI)
mit N-methyl-N-cyclohexylamin der Formel (V),und COS und einem Alkalimetall in Reaktion gebracht »wird und worin X, R und η die gleiche Bedeutung wie in Formel (i) haben,wobei
M entweder Wasserst'
Hai Halogen bedeutet.
M entweder Wasserstoff oder ein Alkalimetall und
Die Verfahrensvariante (a) wird durch das nachstehend angeführte Reaktionsschema erläutert;
W-CH-SM1
MX-C1 (VII)
Zu' den Ausgangsstoffen für diese Verfahrensvariante gehören z.B. Benzylmercaptan, 2-Chlorbenzylmercaptan, 4-Chlorbenzylmercaptan, 3,4-Dichlorbenzylmercaptan, 2-Chlor-5-brom-benzylmercaptan, 4-Methylbenzylmercaptan, 4-Äthylbenzylmercaptan, 4-1sopropylbenzylmercaptan, 3,4-Dimethylbenzylmercaptan, 2,5-Dimethylbenzylmercaptan, 2,4,5-Trimethylbenzylmercaptan, 4-Methoxybenzylmercaptan, 3-Methyl-4-methoxybenzylmercaptan, 3-Methyl-4-äthoxybenzylmercaptän, 3-Methyl-4-iso-propoxybenzylmercaptan, 2-Methoxy-5-methylbenzylmercaptan, 3-Chlor-4· methoxybenzylmercaptan, 3-Chlor-4-äthoxybenzylmercaptan, 3-Chlor-4-iso-propoxybenzylmercaptan, S-Methoxy-ö-chlorbenzylmercaptan, a-Methylbenzylmercaptan, a-Methyl-2-chlorbenzylmercaptan, a-Methyl-4-chlorbenzylmercaptan, a-Methyl-4-methylbenzylmercaptan, a-Methyl-4-methoxybenzylmercaptan und deren Alkalimetallsalze.
Nit 70 -4-
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Die oben erwähnte Reaktion wird vorzugsweise in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels durchgeführt. Für diesen Zweck können aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe (die auch halogeniert sein können) wie z.B. Benzin,Methylenchlorid, Chloroform, Kohlen stofftetrachlorid, Benzol, Chlorbenzol* Toluol oder Xylol; Äther wie z.B. Diäthyläther, Dibutyläther, Dioxan oder Tetrahydrofuran? niedrig siedende Alkohole, wie z.B. Methanol, Äthanol oder Isopropanolj und Ketone wie z.B. Aceton, Methylethylketon, Methylisopropylketon oder Methylisobutylketon verwendet werden. Auch niedrige aliphatische Nitrile wie Acetonitril oder Propionitril sind zu diesem Zweck geeignet.
Gegebenenfalls kann die Reaktion auch in Gegenwart eines Säurebindemittels durchgeführt werden. Zu diesem Zweck können die Carbonate und Bicarbonate von Alkalimetallen wie z.B. Natriumbicarbonat, Kaliumcarbonat oder Natriumcarbonat, die Alkoholate von Alkalimetallen wie z.B. die Methylate oder Äthylate von Kalium oder Natrium und aliphatische, aromatische oder heterocyclische tertiäre Basen wie z.B. Triethylamin, Diäthylanilin und Pyridin verwendet werden.
Die Verfahrensvariante (b) wird durch das nachstehend angeführte Reaktionsschema erläutert:
R O
VCH-S-C-Cl + 2HN
(VIII)
Als Beispiele für die Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel (IV) seien 3-Methyl-4-metho)cybenzylthiocarbonylchlorid, 3-Chlor-4-äthoxybenzylthiocarbonylchlorid und a-Methyl-4-chlor-
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benzylthiocarbonylchlorid genannt. Diese Reaktion kann auch in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels« wie es obenstehend für die Verfahrensvariante (a) angeführt ist, durchgeführt werden.
Die Verfahrensvariante (c) wird anhand des nachstehend angeführten Reaktionsschemas erläutert:
COS
M2.H-HaI
(IX)
Diese Reaktion wird vorzugsweise in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels, wie. es oben für die Verfahrensvariante (a) angeführt ist, durchgeführt.
Die erfindungsgemäflen Verbindungen weisen bei Verwendung in großen Mengen (z.B. 5 - 40 kg pro Hektar)/selektive herbizide Wirksamkeit auf, werden sie jedoch in kleineren Mengen (z.B. 1 - 5 kg pro Hektar) eingesetzt, so weisen sie ausgezeichnete selektive herbizide Wirksamkeit auf, sodaö diese Verbindungen als Keimungsinhibitoren, insbesondere als Unkrautbekämpfungsmittel, eingesetzt werden können·
Die erfindungsgemäßen Verbindungen weisen herbizide Wirksamkeit beispielsweise gegen die nachstehend angeführten Pflanzen auf. Sie können als Herbizide in trockenen und überschwemmten Feldern, die mit den folgenden, mit Sternchen bezeichneten Ackerbauprodukten bepflanzt sind, eingesetzt werden·
Dikotvle Unkräuter Dicotyle Ackerbauprodukte
Senf (Sinapis) Baumwolle (Gossypium)
Kresse (Lepidium) Karotte (Daucus)
Klebkraut (Galium) Bohne (Phaseolus)
Nit 70
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Sternmiere (Stellaria) •Kamille (Metricaria) Franzosenkraut (Galinosoga) Gänsefuß (Chenopodium) Brennessel (Urtica) Kreuzkraut (Senecio) Fuchsschwanz. (Amaranthus) Portulak (Portulaca)
Kartoffel (Solanum) Kaffee (Coffea) Zuckerrübe (Beta) Kohl (Brassica) Spinat (Spinacia)
.Monokotyle Unkräuter . Lieschgras (Phleum) Rispengras (Poe) Schwingelgras (Festuca) Fingergras (Digiteria) Vogelkraut (Eleusine) Fuchsschwanz (Setaria) Hühnerhirse (Echinochloa) Trespe (Bromus)
Monokotyle Ackerbauprodukte Mais (Zea) Reis (Oryza) Hafer (Avenum) Gerste (Hordeum) Weizen (Triticum) Hirse (Panlcum) Zuckerrohr (Saccharum)
Die oben angeführten Pflanzenarten sind als repräsentative Beispiele der mit lateinischen Namen bezeichneten Gattung zu verstehen. Die erfindungsgemäfien Wirkstoffe können jedoch auch auf andere, ähnliche Pflanzenarten angewendet werden.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können in die üblichen Formulierungen, wie, z.B. Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulver, Pasten und Granulate, übergeführt werden. Diese können auf herkömmliche Weise, z.B. durch Mischen der Wirkstoffe mit Streckmitteln, d.h. flüssigen, festen oder gasförmigen Verdünnungs- oder Trägermitteln, je nach Bedarf auch zusammen mit oberflächenaktiven Mitteln, wie z.B. Emulgatoren und/oder Dispergiermitteln, verwendet werden. Wenn als Streckmittel Wasser verwendet wird, können als Hilfsstoffe z.B. auch organische Lösungsmittel verwendet werden.
Als flüssige Verdünnungs- oder Trägermittel werden Vorzugs- .
Nit 70
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weise aromatische Kohlenwasserstoffe wie z.B. Xylol, Toluol, Benzol, Dimethylnaphthalin oder aromatische Erdölfraktionen, chlorierte aromatische oder aliphatische Kohlenwasserstoffe wie z.B. Chlorbenzol, Chlormethylen, Chloräthylen oder Kohlenstoff tetrachlorid, aliphatische Kohlenwasserstoffe wie z.B. Cyclohexan oder Paraffine (z.B. Mineralölfraktionen), Alkohole wie Methanol oder Butanol, Ketone wie Aceton, Methylethylketon oder Cyclohexanon oder stark polare Lösungsmittel wie Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid oder Acetonitril oder auch Wasser herangezogen werden.
Als feste Verdünnungs- oder Trägermittel werden vorzugsweise vermahlene natürliche Mineralien wie z.B. Kaoline, Tone, Talk, Kreide, Atapulgit, Montmorillonit oder Kieselgur, oder vermahlene synthetische Mineralien wie z.B. hochdisperse Kieselsäure, Aluminiumoxide oder Silikate verwendet.
Als gasförmige Verdünnungs- oder Trägermittel können alle Treibmittel für Aerosole, welche unter normalen Temperatur- und Druckbedingungen gasförmig sind, wie z.B. Freon, verwendet werden. Zu den bevorzugten Emulgatoren gehören nichtionische und anionische Emulgatoren wie z.B. Polyoxyäthylenfettsäureester, Polyoxyäthylen-aliphatische Alkoholäther, z.B. Alkylarylpolyglykoläther, Alkylsulfonate und Arylsulfonatej vorzugsweise Beispiele für Dispergiermittel sind Lignin, Sulfitablaugen und Methylzellulose.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe können zusammen mit anderen landwirtschaftlichen Chemikalien wie z.B. Insektiziden, Nematoziden, Fungiziden (einschließlich Antibiotika), Herbiziden, Pflanzenwachstumsregulatoren oder Düngemitteln verwendet werden.
Die Kompositionen enthalten im allgemeinen 0,1 bis 95 Gew.-^, vorzugsweise 0,5 - 90 Gew.-#, an Wirkstoff. Die Wirkstoffmenge kann je nach der Zubereitungsart, dem Verfahren, Zweck, Zeit '
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und Ort der Anwendung geändert werden.
Die Verbindungen werden entweder so, wie sie sind oder nach Überführung in Flüssigkeiten, emulgierbare Konzentrate, benetzbare Pulver, lösliche Pulver, ölige Zubereitungen, Aerosole, Pasten, Rauche, Stäube, inkrustierte Granulate, Tabletten, Schrot usw. nach Verfahren, wie sie bei der Herstellung landwirtschaftlicher Chemikalien allgemein üblich'sind, eingesetzt. Die Anwendung kann entweder direkt oder mit Hilfe von Vorrichtungen durch Verstreuen, Besprühen, Zerstäuben, Vernebeln, Bestäuben, Vermischen, Verräuchern, Berieseln, Überziehen usw. erfolgen. Auch kann der erfindungsgemäfle Wirkstoff nach dem sogenannten "Ultra Low Volume Verfahren" angewendet werden, welches Wirkstoffkonzentrationen bis zu 95 oder 100 % gestattet.
Bei der tatsächlichen Anwendung können die Kompositionen bis zu einem Wirkstoffgehalt von 0,0001 - 20 Gew.-#, vorzugsweise 0,005 - 5,0 Gew.-%, verdünnt werden. Die Anwendungsmengenpro 10 Ar betragen im allgemeinen 15 - 2000 g, vorzugsweise 40 - 1000 g, in besonderen Fällen können diese Mengen jedoch auch über-· oder unterschritten werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft daher eine herbizide oder acarizide Komposition, welche als Wirkstoff eine erfindungsgemäße Verbindung entweder mit einem festen oder flüssigen Verdünnungs- oder Trägermittel, gegebenenfalls zusammen mit einem oberflächenaktiven Mittel enthalt.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Bekämpfung von Unkräutern und Milben, welches darin besteht, daß man die Schädlinge oder ihren Lebensraum mit der erfindungsgemäöen Verbindung oder einer Komposition, welche den Wirkstoff zusammen mit einem festen oder flüssigen Verdünnungsmittel oder Trägerstoff enthält, bekämpft.
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Die vorliegende Erfindung betrifft weiters ein Verfahren zum Schutz von Ackerbauprodukten gegen durch Unkräuter und Milbenbefall verursachte Schäden, welches darin besteht, daß unmittelbar vor dem Aufgehen und/oder während des Wachstums der Unkräuter eine erfindungsgemäße Verbindung entweder allein oder vermischt mit einem festen oder flüssigen Verdünnungsoder Trägermittel angewendet wird. Durch dieses Verfahren kann der Ertrag an Ackerbauprodukten verbessert werden.
Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der nachstehend angeführten Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1
(D
14,6 g (0,1 Mol) des Natriumsalzes von Benzylmercaptan werden mit 150 ml Aceton vermischt. Dann wird das Gemisch gerührt, während des Rührens werden 17,6 g (0,1 Mol) N-MethyI-N-cyclohexyl-carbamoylchlorid allmählich bei Raumtemperatur hinzugetropft. Nach beendetem Zutropfen wird die Reaktion innerhalb von 2-3 Stunden durch Kochen am Rückfluß zu Ende geführt. Das Aceton wird abdestilliert und dem Extrakt werden 300 ml Benzol hinzugefügt. Die Benzolschicht wird entfernt, mit 1 %-iger Salzsäure, 1 $-lgem Natriumhydroxid und Wasser gewaschen und dann über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdestillieren des Benzols wurden durch weitere Destillation unter vermindertem Druck 24,9 g Benzyl-N-methyl-N-cyclohexylthiolcarbamat erhalten. Ausbeute» 90,9 % Siedepunkt! 157-160°C/0,5 mm Hg Brechungsindext n» * 1,5644.
Hit 70 -10-
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Beispiel 2
OtJ Ci OU
(3)
23,5 g (0,1 Mol) ct-Methyl^-chlorbenzylthio-carbonylchlorid werden in 200,ml Aceton gelöst. Diese Lösung wird auf 0 - 50C abgekühlt, dann werden 22,6 (0,2 Mol) N-methyl-N-cyclohexylamin, gelöst in 100 ml Aceton unter Rühren hinzugetropft. Nach beendigtem Zutropfen wird das Gemisch eine Stunde reagieren und 12 Stunden lang bei Raumtemperatur stehen gelassen. Dann wird aus dem Reaktionsgemisch das ausgefüllte Aminsalz abfiltriert. Die abfiltrierte acetonhältige Schicht, wird mit 1 #-igem Natriumhydroxid, 1 %-iqer Salzsäure und Wasser gewaschen und dann über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdestillieren des Acetons werden durch Destillation bei vermindertem Druck 28,2 g a-Methyl-4-chlorbenzyl-N-methyl-N-cyclohexylthiolcarbamat erhalten.
Ausbeutes 90,4 %
Siedepunkt: 170-173°C/0,2 mm Hg
20
Brechnungsindex: η -> * 1.5671.
In der nachstehend angeführten Tabelle sind weitere erfindungsgemäße Verbindungen angeführt, welche analog zu den in den Beispielen angeführten Verfahren hergestellt wurden (dJe Verbindungen dieser Beispiele zeigt die Tabelle).
Verbin- Strukturformel physikal.Eigenschäften
dung Siedepunkt öC/mm Hg
20 (Brechungsindex n^ )
/Schmelzpunkt 0C)
(1) /VcH0-S-C-M^157 - 160/0,5
2 \ΛΛ (1.5644)
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ORIGINAL INSPECTED
Verbin- Strukturformel dung physikal.Eigen schäften Siedepunkt °C/mm Hg
(Brechungsindex η ^) /"Schmelzpunkt °C_7
(2) .Cl
/\-CH2-S-G-N
174 - 176/0,5 (1,5766)
Cl
0 CH
cH2-S-C-N
165-170/0,3 (1.5748)
O Cl-/ VcH2-S-C-N
Cl
Br
195 - 198/0,2 (1.5849)
177 - 180/0,2 (1.5941)
(6) CH,
O ,CH,
\cHo-S-C-N ,
/~50-51_7
CH2-S-C-N
180-184/0,2 (1.5608)
(8) IsO-C3H7
O CH2-S-C-N
178 - 184/0,2 (1.5559)
Nit
-12-
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Verbin- Strukturformel dung physikal.Eigen schäften Siedepunkt öC/mm Hg
OCi
(Brechungsindex η ^) /"Schmelzpunkt °C_7
CH,
O ,CH,
\CH2-S-C-N
(10)
CH
CH,
CH2-S-C-N.
60 - 62_7
165 - 170/0,1
(11)
CH
3 O CH, s-S-C-N
178 - 183/0,3 (1.5654)
(12)
O CH3 CN
173 - m/0,2 (1.5659)
(13)
CH
2 / -S-C-N
- 58_7
(14)
CH,
2 ο
O CH,
O -S-C-N.
51 - 52
(15)
CH,
0 .CH,
-S-C-N
178 - 179/0,2 (1.5520)
Nit
-13-
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Verbindung Strukturformel
physikal.Eigenschaften Siedepunkt öC/mm Hg
(Brechungsindex η ~) /"Schmelzpunkt °C_7
(16)
Cl (17) CH3O
CH3 O CH, CH^-S-C-N
l2
O CH-: CH2-S-C-N
173 - 176/0,2 (1.5650)
175 - 180/0,2 (1.5766)
Cl (18) C2H5O
O CH.
CH2-S-C-N
189 - 193/0,4 (1.5689)
Cl
(19)
VCH2-S-C-N
OCH
CH,
3 0 CH, -S-C-hT
Cl
180 - 189/0,3 (1.5581)
185 - 188/0,4 (1.5749)
GH-, ι J η CH-S-C-N
Cl
CH-
I J H
CH-S-C-
CH,
170- 173/0,2 (1.5632)
185 - 189/0,2 (1.5699)
Nit
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Verbindung Strukturformel
physikal.Eigenschäften Siedepunkt °C/mm Hg (Brechungsindex η ρ) ^""Schmelzpunkt 0Cj/
(23) Cl
(24)
(25)
CH.
CH3O
CH- O
I J N
CH-S-C-N'
CH- 0 .CH-ι 3 « / CH-S-C-N
CH- O XH-CH-S-C-Ϊ
170 - 173/0,2 (1.5671)
160 - 165/0,3 (1.5564)
175 - 180/0,4 (1.5621)
Arbelttbeisplel It
15 Teilt dtr Verbindung 3, 80 Teilt einer Mischung aus Kiesel· gur und Kaolin und 5 Teile Runnox (Emulgator, Handelsname der Toho Chemicals Co. Limited) wurden sthr fein vermählen, vermischt und dann für die Anwendung in btnetzbare Pulver übergeführt.
Arbeltsbtlspiel 2t
30 Teile der Verbindung 1, 30 Teilt Xylol, 30 Ttile Kawakasol (Produkt und Handeltname dtr Kawasaki Chemical Industry Co«, Ltd.) und 10 Teilt Sorpol (Emulgator, Handelsname der Toho Chemicals Co., Ltd.) wurden unter AUhren zu emulgitrbartn Konzentraten vermischt und mit Wasser vtrdünnt aufgebracht.
ArbeittbtitPltl 3t
10 Teile dtr Verbindung 15, 10 Teilt Bentonit, 78 Teilt
NIt 70
-15-
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ORIGINAL iNSPECTÖ*
Zeeklit und 2 Teile Ligninsulfonat wurden vermischt. Dieser Mischung wurden 25 Teile Wasser hinzugefügt. Das Gemisch wurde nach gutem Durchkneten mittels eines Ausstoßgranulators in ein Granulat von 375 - 750/u(20 - 40 mesh) übergeführt, diese ; wurden bei 40-500C getrocknet.
Arbeitsbeispiel 4;
2 Teile der Verbindung 17 und 98 Teile eines Gemisches aus Talk und Ton wurden sehr fein vermählen und vor der Anwendung durch Mischen in ein Pulver übergeführt.
In den folgenden Testbeispielen werden die Verbindungen mit den in der obenstehenden Tabelle angeführten Nummern bezeichnet.
Beispiel A Test mit in Reisfeldern auftretenden Unkräutern unter Ifberschwemmüngsbedinqungen bei Bodenbehandlung (Topftest)
Zubereitung des Wirkstoff si Trägermittels 5 Gew.-Teile Aceton oder Talk Emulgator: 1 Gew.-Teil Benzyloxypolyglycoläther
1 Gewichtsteil Wirkstoff, wurde mit der oben angeführten Menge Emulgator und Trägermittel vermischt und in emulgierbare Konzentrate oder benetzbare Pulver übergeführt, welche mit Wasser verdünnt aufgebracht wurden.
fe Testverfahren:
Ein Reissetzling (Kinmaze) im Drei- bis Vierblattstadium wurde in einen mit Reisfelderde gefüllten Wagnertopf von 1/5000 a gefüllt und unter Überschwemmungsbedingungen gehalten. Nach dem Einwurzeln des Reissetzlings wurden Samen von Hühnerhirse und breitblättrigen Unkräutern in den Topf gesät und Sumpfbinsen eingepflanzt. Dann wurde der Topf 6 cm tief unter Wasser gesetzt* Der Wirkstoff wurde in Form einer
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Emulsion mittels Pipette in einer bestimmten Menge eingebracht. Nach dem Einbringen wurde der Wasserspiegel zwei Tage lang um 2 bis 3 cm abgesenkt und dann auf einer Höhe von 3 cm gehalten.
Nach 4 Wochen wurden die Wirkung und Phytotoxizität auf die Testreispflanzen bewertet und entsprechend der nachstehend angeführten Skala von 0 bis 5 klassifiziert.
Bewertung:
Wirkung t
5: herbizider Effekt im Vergleich zur unbehandelten Kontrollfläche
-H. -M. -M.
Phytotoxizi tat;
5: Phytotoxizitatsgrad im Vergleich zur unbehandelten Kontrollfläche
-M-
mehr als 95 %' (abgestorben) mehr als 80 % mehr als 50 % mehr als 30 % mehr als 10 % weniger als 10 % (keine Wirkung)
mehr als 90 % (abgestorben) mehr als 50 % mehr als 30 % weniger als 30 % weniger als 10 % 0 % (keine
Phytotoxizität)
Die Ergebnisse sind aus Tabelle A ersichtlich
Nit
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Tabelle A
Ergebnisse der Tests hinsichtlich der Wirksamkeit auf in Reisfeldern auftretende Unkräuter unter Uberschwemmungsbedingungen bei Bodenbehandlung
Verbin Wirk Hühner Pffekt1 breitblätt Phytoto-
dung stoff hirse rige Unkräuter xizität
Vr. gehalt 5 Sumpf 5 Reis
\ g/IQa 5 binse 5 pflanzen
(D 500 . 5 5 5 0
250 5 5 5 0
100 5 4-5 5 0
(2) 500 5 5 4-5 0 '
250 5 4-5 5 ■ 0
100 5 4 5 0
(3) 500 5 5 5 0
250 5 4-5 5 0
100 5 . 4 5 0
(4) 500 4 5 4 0
250 5 4 5 0
100 5 3 5 0
(5) 500 4 5 4 0
250 5 4-5 5 0 %
100 '5 4 5 0
(6)' 500 5 5 5 0
250 5 5 . 5 0
100 5 4-5 5 0
(7) 500 5 . 5 4 0
250 5 4 5 0
100 5 4 5 0
(8) 500 4-5 5 4 0
250 4 0
100 3 0
Nit 70
-18-
(Fortsetzung)
109848/1974
Tabelle A Ergebnisse der Tests hinsichtlich der Wirksamkeit auf in Reisfeldern auftretende Unkräuter unter Uberschwemmunqsbedinqungen bei Bodenbehandlung
(Fortsetzung)
Verbin Wirk Hühner cffpkt breitblätt Phytoto-
dung stoff hirse rige Unkräuter xizität
^r. gehalt
(g/10a
5 Sumpf-. 5 Reis
500 5 binse 5 pflanzen
(9) 250 5 4-5 4 0
100 5 4 5 0
500 5 4 5 ' 0
(10) 250 4 4-5 4-5 ' 0
100 5 4 4-5 0
500 4-5 4 4 • 0
(11) 250 4 4 3 0
100 5 4 5 0
500 5 3 5 - 0
(12) 250 5 4-5 4-5 0
100 5 4 5 0
500 4 4 4*5 0 ;
(13) 250 4 4-5 4 0
100 5' 4 5 0
500 5 3-4 5 0
(14) 250 4-5 4-5 4-5 0
100 5 4 5 0 .
500 5 4 5 0
(15) 250 4-5 5 4-5 0
100 5 4 5 0
500 5 4 4-5 0
tl6) 250 4-5 4 4 0
100 4 0
3-4 0
N it 70
-19-
(FortSetzung)
109848/1974
Tabelle A Ergebnisse der Tests hinsichtlich der Wirksamkeit auf in Reisfeldern auftretende Unkräuter unter · Überschwemmunqsbedinqunqen bei Bodenbehandlunq
(Fortsetzung)
Verbin
dung
Mr.
Wirk
stoff
gehalt
(g/ioa
Effekt Hühner
hirse
Sumpf
binse
breitblätt
rige Unkräuter
Phytoto-
xizität
(17) 500
250
100
5
5
5
5
4-5
4
5
5
4-5
Reis
pflanzen
(18) 500
250 ■
100
5
5
4-5
4-5
4
4
5
5
4-5
ooo
(19) 500
250
100
5
4-5
4
4
4
3-4
5
4
4
QOO
(20) 500
250
100
5
5
4
4-5
4
4
5
4-5
4
OOO
(21) 500
250
100
5
5
5
4-5
4
3
5
4-5
4
ooo
(22) 500
250
100
5
4-5
4
5
4
3
4-5
4
3
0
0
0
(23) 500
250
100
5
4-5
4
5
4
3-4
5
5
4-5
ooo
(24) 500
250
100
5
4-5
4
4
4
3-4
4
3
3
ooo
ooo
Nit 70
-20-
(FortSetzung)
103848/1974
Tabelle A Ergebnisse der Tests hinsichtlich der Wirksamkeit auf in Reisfeldern auftretende Unkräuter unter Uberschwemmungsbedingungen bei Bodenbehandlung
(Fortsetzung)
Verbin
dung
Nr.
Wirk
stoff
gehalt
(g/ioa)
Effekt Hühner
hirse
Sumpf
binse
breitblättri
ge Unkräuter
Phytoto-
xizität
(25) 500
250
100
5
4-5
4
4
3
3
4-5
4
3
Reis
pflanzen
Ver
gleichs-
probe A
keine
Behand
lung
500
250
100
5
5 '
3
5
4
3
5
3
2
ooo
0 0 0 0-1
0
0
0
Anmerkungen: 1. Breitblättrige Unkräuter: Monochoria,
Rotala indica und Lindernia pyxidaria 2. Vergleich Ai Japanische Patentveröffentlichung Sho 43-29025:
P-Chlorbenzyl-N,N-diäthylthiolcarbamat:
ei-/^y-CH2S-C
C2H5
Beispiel B Test hinsichtlich der Wirksamkeit gegen verschiedene Pflanzen bei Bodenbehandlung
Testverfahren:
Die Samen von Testpflanzen wurden in einen Topf von 20x30 cm gesät, nach 24 Stunden wurden die in Beispiel A angeführten
Nit 70
-21-
109848/1974
Mischungen in Mengen von 20, 10, 5, 2,5 und 1,25 kg Wirkstoff pro Hektar auf das Erdreich des Topfes aufgesprüht. 3 Wochen nach dem Besprühen wurde der Schädigungsgrad bewertet und entsprechend der nachstehend angeführten Norm von 0 bis 5 klassifiziert.
Bewertung»
Phytotoxizität: 0: keine Phytotoxizität
1: leichte Schädigung oder leicht verlangsamtes Wachstum 2: starker Schaden oder ziemlich stark verlangsamtes
Wachstum
3s beträchtliche Schädigung nur 50 % Keimung 4i teilweises Absterben der Pflanze nach dem Aufgehen
oder nur 25 % aufgegangen 5ϊ abgestorben oder nicht aufgegangen
Die Ergebnisse der Tests sind aus Tabelle B ersichtlich.
Nit 70 -22-
109848/1974
Z Wirk
stoff
Tabelle Wirk« B ste Ergebnisse der Tests hinsichtlich 4 Ba um- bei Bodenbehandlung Hiih- Por der Wirksamkeit gegen Fuchs verschie-
stoff- dene Pflanzen 1-2 • wolle Mais Kohl ner- tu schwanz
3' konz. Wei-Gei·- Reis 0 hir- lak Gän- Stern Finger-
(kg/ha) zen 4 pflan 0 se ·?*?— miere gras
20 2 zen 0 4 5 5 fuß 5
(D 10 0 2 4 4 5 5 5
5 4 0 5 0 2 2 5 5 5 5 5 5
11Mf, 2,5 1-2 0 3 0 0 0 5 5 5 5 5 5
1,25 0 0 0 0 0 5 4-5 5 5 4-5 5
co Ver- 0 5 0 0 0 5 . 5 5
00 λ 20 0 2 0 5 5 5 4-5 4 5 4-5
OO N) probe 10 0 2 5 5 5 5 5
K 5 5 0 0 2 1-2 4 5 5 5 5 5
co 2,5 1-2 0 0 0 0 3 4 5 5 4 5
-SI 1,25 0 0 0 0 2 2 5 5 2 5
0 0 0 4 4 3
0 2 2 2
Anmerkung« Vergleichsprobe As Franz. Patentschrift Nr. 1,328.112
N-Benzyl-N.N-diäthylthiolcarbamat
Beispiel C
Test hinsichtlich der Wirksamkeit gegen die Rote Spinnmilbe
Testverfahren:
Eine Gartenbohnenpflanze wurde in einen Topf von 6 cm.Durchmesser gesetzt und mit 50 bis 100 Imagines und noch nicht' vollentwickelten Exemplaren der Roten Spinnmilbe beimpft. Nach 2 Tagen wurde mit einem Sprühgerät eine mit Wasser verdünnte Flüssigkeit, welche eine bestimmte Menge des Wirkstoffs in Form eines emulgierbaren Konzentrats enthielt, in Mengen von 40 ml pro Topf auf den Topf aufgesprüht.
Der so behandelte Topf wurde 10 Tage lang in einem Glashaus gehalten, nach Ablauf dieser Zeit wurde er untersucht. Die Bekämpfungswirkung wurde nach demnachstehend angeführten Index bewertetϊ
3ϊ keine lebenden Imagines, junge Insekten oder Eier
2: weniger als 5 % Eier im Vergleich zur nichtbehandelten Kontrollfläche
1: 5 - 50 % Eier im Vergleich zur nichtbehandelten Kontrollfläche
0: mehr als 50 % Eier im Vergleich zur nichtbehandelten Kontrollfläche
Diese Ergebnisse sind aus Tabelle C ersichtlich.
Tabelle C Ergebnisse -der Tests hinsichtlich der Wirksamkeit gegen die Rote Spinnmilbe
Verbindung Wirkstoffgehalt (ppm) 1000 300 100
(2) 3. 2 2
(3) 3 3 3
Nit 70
-24-
(Fortsetzung)
109848/1974
Tabelle C (Fortsetzung) 1000 300 100 0
Verbindung 3 2 1
(4) Wirkstoffgehalt (ppm) 3 2 1
(5) 3 2 1
(6) 3 3' 3
(8> 3 3 2
(11) 3 3 2
(12) 3 2 1
(13) 3 2 1
(15) 3 2 1
(18) 3 - 3 3
(23) 3 2 1
(25) 3 2 0
<elthane (han
delsübliche
i/ergleichs-
Drobe)
unbehandelte
Fläche
Anmerkung: Kelthane: .Bis-(chlorphenyl)-trichloräthanol
Nit 70
-25-
109848/1974

Claims (6)

  1. Patentansprüche Z
    Hy Benzylthiolcarbamate der Formel
    R O
    CH-S-C-NC^ __ (I)
    in welcher
    X für Halogen, niederes Alkyl oder niederes Alkoxy steht,
    R für Wasserstoff oder Methyl steht und
    η für die Zahlen O, 1, 2 oder 3 steht,(wobei die Reste X gleich oder verschieden sein können, wenn η für
    2 oder 3 steht).
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Benzylthiolcarbaminsäureestern gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man a) ein Benzylmercaptan oder ein Salz desselben der Formel
    CH-SM1 (II)
    in welcher
    R, X und η die oben angegebene Bedeutung haben und M für Wasserstoff oder ein Alkalimetallätom steht mit N-Methyl-N-cyclohexyl-carbamoylchlorid der Formel
    3
    Cl-CO-NQ ^x (III)
    gegebenenfalls in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines Säurebindemittels umsetzt
    oder
    b) ein Benzylthiocarbonylchlorid der Formel
    (IV) Nit 70 -26-
    109848/1974
    mit N-Methyl-N-cyclohexylamin der Formel
    (V)
    gegebenenfalls in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels und gegebenenfalls in Gegenwart eines Säurebindemittels umsetzt.
  3. 3. Herbizide Mittel gekennzeichnet durch einen Gehalt an Benzalthiolcarbamaten gemäß Anspruch 1.
  4. 4. Verfahren zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwachstum dadurch gekennzeichnet, daß man Benzylthiolcarbamaten gemäß Anspruch 1 auf die unerwünschten Pflanzen oder ihren Lebensraum einwirken läßt.
  5. 5. Verwendung von Benzylthiolcarbamaten gemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von unerwünschtem Pflanzenwachstum.
  6. 6. Verfahren zur Herstellung von herbiziden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man Benzylthiolcarbamate gemäß Anspruch 1 mit Streckmitteln und/oder oberflächenaktiven Mitteln vermischt.
    Nit 70 -27-
    109848/1974 ORIGINAL INSPECTED
DE19712122310 1970-05-09 1971-05-06 Herbizide und acarizide Mittel Pending DE2122310A1 (de)

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