DE2122050A1 - Verfahren zum Gießen von Kokillen für die Herstellung von Stahl Gußstucken o dgl und Außenform zur Verwendung bei diesem Verfahren - Google Patents
Verfahren zum Gießen von Kokillen für die Herstellung von Stahl Gußstucken o dgl und Außenform zur Verwendung bei diesem VerfahrenInfo
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Description
Patentanwalt Patentanwälte
Dr. phil. Gerhard Henkel Dr. rer. nat. Wolf-Dieter Henkel
D-757 Baden-Baden Balg Dipl.-I Π Q. Ralf M. Kern
τβΐ.:(0722ΐ)63427 Dγ r e r. nat. Lothar Feiler
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Koninklijke Nederlandsche
Hoogovens en Staalfabrieken N.V.
Hoogovens en Staalfabrieken N.V.
Verfahren zum Gießen von Kokillen für die Herstellung von
Stahl-Gußstücken o.dgl. und Außenform zur Verwendung bei
. M. M
diesem Verfahren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gießen von Kokillen zur Verwendung für die Herstellung von Stahl-Gußstükken,
und dgl., bei welchem Gußeisen zwischen einen lotrecht aufrechtstehenden Sandkern und eine um diesen Kern herum
angeordnete Außenform gegossen wird. Außerdem bezieht sich die Erfindung auf diese Außenform sowie auf die mit Hilfe
derselben erhaltenen Kokillen.
Beim Walzen von Stahlprodukten geht man üblicherweise von
Stahl-Brammen bzw. -Platinen aus, die durch Vergießen des Stahls aus den Stahlerzeugungsöfen in sogenannte Kokillengußformei>
erhalten werden. Derartige Kokillen bestehen normalerweise aus Gußeisen bzw. Grauguß und besitzen die
Form eines dickwandigen, sich leicht verjüngenden Rohrs
von im wesentlichen rechteckigem oder quadratischem Querschnitt. Beim Vergießen von Stahl in derartigen Kokillengußformen
wird die Form auf einer schweren, auf Gußeisen bestehenden Gießplatte angeordnet, welche den Boden der
Stahlkokille festlegt. Nach ausreichender Abkühlung der
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1 09847/$
Kokille wird die Form durch Abziehen in Aufwärtsrichtung von der Stahlkokille entfernt, wodurch für das Schmieden
geeignete Stahlblöcke hergestellt werden.
Während des Gießens und Abkühlens des Stahls ist die Kokillenform
beträchtlichen Temperaturschwankungen unterworfen, welche zwangsläufig hohe Spannungen in der Form hervorrufen.
Insbesondere im Hinblick darauf, daß die Kokillengußformen
sehr dicke Wände besitzen, geben diese Spannungen Veranlassung zu Beschädigung der Formen. Aus diesem
Grund sind an das Material der Kokillengußformen hohe metallurgische Anforderungen zu stellen. Insbesondere ist es
höchst unerwünscht, wenn der Werkstoff der Kokillengußformen ein Gefüge besitzt, in welchem Austenit bzw. Zementit
und dendritische Strukturen auftreten.
Demzufolge ist bisher noch keine andere Herstellungsart
der Kokillengußformen als durch Gießen in Sand vorgeschlagen worden. Hierbei werden Sandkörper um ein Modell herum
geformt, dessen Form der zu fertigenden Kokille entspricht, wobei die Sandkörper anschließend beim Gießen der Kokille
als Außenform benutzt werden. Im Inneren einer entsprechenden Form wird eine Sandform geformt, welche den Kern zur
Ausbildung des hohlen Innenraums solcher Kokillengußformen darstellt.
Die auf diese Weise gebildeten Sandkörper müssen genauestens
getrocknet werden, bevor das Gußeisen in sie vergossen werden kann. Es hat sich gezeigt, daß die Herstellung
der beiden Sandkörper ein besonders aufwendiger und zeitraubender
Vorgang ist. Insbesondere ist für die Lagerung der aushärtenden Sandformen viel Raum in der Fertigungsanlage
erforderlich, was insbesondere für die Außenform gilt.
109847/1320
Es ist zwar an sich bekannt, Eisen- bzw. Stahl-Gußstücke unter Verwendung von Graugußformen herzustellen, was beträchtliche
Einsparungen ermöglicht, da derartige Gießformen mehr als einmal benutzt werden können, so daß vergleichsweise
weniger Zeit für die Gießformherstellung erforderlich
ist, und da darüber hinaus der erforderliche Arbeitsplatz zur Lagerung der Graugußformen im Vergleich
zu dem Platz, der für Gießformen aus gehärtetem Sand nötig ist, vernachlässigbar, doch werden Graugußformen in der
Regel nur unter Bedingungen verwendet, die für das Gießverfahren
und dessen Ergebnis weniger kritisch sind als beim Gießen von Brammenformen. Insbesondere bildeten die sehr
hohen Anforderungen, die bisher an den Werkstoff der Gieß- i|
formen gestellt werden mußten, ein Hindernis für die Verwendung von Metall-Gießformen für die Herstellung von Brammenformen
.
Obgleich vorstehend und auch in der folgenden Beschreibung speziell auf Kokillen Bezug genommen wird, gelten entsprechende
Überlegungen ersichtlicherweise auch für das Gießen sehr schwerer Eisen- oder Stahl-Gußstücke mit einer ungefähr
der Gestalt von Kokillen entsprechenden Konfiguration, an welche ebenfalls entsprechende Anforderungen zu stellen
sind.
Es hat sich als möglich erwiesen, beträchtliche Einsparun- ^
gen der Fertigungskosten zu erzielen, ohne die Qualität der auf diese Weise erzeugten Kokillen zu beeinträchtigen,
wenn erfindungsgemäß nur die Außenform aus Grauguß-Formteilen besteht, die lösbar miteinander verbunden sind und
sich jeweils über die Gesamthöhe der Außenform erstrecken. Bei dieser Kombination eines Sandkerns mit einer Außenform
aus Grauguß kann das Abkühlen des Gußstücks so langsam vor sich gehen, daß im Werkstoff des Gußstücks keine
unerwünschten Mikrogefüge entstehen. Außerdem hat es sich gezeigt, daß das Gießen bei einer solchen Kombination
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aus einem Sandkern und einer Grauguß-Außenform in einer vom Standpunkt der Gießtechnik vorteilhaften Weise möglich
ist, wenn die Außenform teilbar ist.
Sind die Teile der Außenform dünn, so steigt die Temperatur der Außenform beim Vergießen des Eisens bzw. Rohstahls
zunächst schnell an. Anschließend vermag die Aussenform
dann nicht mehr viel Wärme vom Gußstück aufzunehmen,
so daß das Abkühlen des Gußstücks ziemlich langsam vor sich geht, was vom metallurgischen Standpunkt vorteilhaft
ist. Es hat sich aber gezeigt, daß bei einer dünnwandigen Außenform wesentlich mehr Verschleiß auftritt als
bei einer Gießform mit dickeren Wänden; bei letzterer erhöht sich jedoch die Gefahr der sogenannten Weißverfestigung
bzw. -erstarrung, d.h. ohne Ausseigerung von Graphit.
Erfindungsgemäß werden die besten Ergebnisse erzielt, wenn die Wanddicke der Außenform an die Dicke der zu gießenden
Kokillen angepaßt ist, wobei die Gesamtmasse der Formteile der Außenform das 0,8- bis 1,4-faehe der Gesamtmasse der
Kokillen beträgt.
Durch entsprechende Auswahl der Wanddicke der Außenform ist es sowohl technisch als auch metallurgisch möglich, ein
gutes Gefüge zu erzielen, indem das Gußstück unter Ausnutzung der noch in ihm enthaltenen Wärme geglüht bzw. angelassen
wird. Zu diesem Zweck wurde bisher das Gußstück nach der Entnahme aus der Außenform beispielsweise mittels
eines Glocken-Temperofens etwa 20 Stunden lang abgedeckt, wobei sich die Außenwandtemperatur des so behandelten Gußstücks
wieder auf einen Wert erhöhte, bei welchem während der Anlaß- bzw. TemperZeitspanne ein gewünschtes Gefüge
erzielt wird.
Dieses Verhältnis zwischen den Massen der Außenform und
den zu gießenden Gußstücken läßt sich weiterhin in gewis-
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sem Ausmaß durch Auswahl einer zusätzlichen Substanz beeinflussen, die vor dem Gießen auf die Innenwand der
Gießform aufgetragen wird. Das Einreihen der Gießformen mit einem solchen Hilfsmittel, welches ein Anhaften des
Gußstücks an der Gießform verhindert, ist bekannt. Hierzu wird häufig ein Graphitgemisch verwendet. Außerdem
ist der Auftrag von Hilfsmitteln bekannt, welche PeSi oder CaSi enthalten. Insbesondere die letztgenannten Hilfsmittel
werden verwendet, um einer Weißerstarrung (d.h. ohne getrennte Graphitausseigerung) entgegenzuwirken.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich in vorteilhafter Weise unter Verwendung einer Außenform durchführen, die
mehrere sich über die Gesamthöhe der Außenform erstreckende Formteile sowie Mittel zur lösbaren Verbindung dieser
Formteile zu einer einheitlichen Anordnung aufweist. Im Prinzip ist es möglich, die Außenform aus einer sehr grossen
Anzahl von Formteilen bzw. Dauben aufzubauen. Das Zusammensetzen und Zerlegen solcher Formteile ist jedoch
ein ziemlich komplizierter Vorgang, der außerdem sehr viel Geschick des Arbeitspersonals erfordert. Andererseits hat
es sich aber herausgestellt, daß das Herauslösen des Gußstücks aus den Formteilen Schwierigkeiten aufwirft, wenn
die Gießform nur in zwei oder drei Teile zerlegbar ist.
Es hat sich gezeigt, daß die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn die Außenform vier im wesentlichen plane
Formteile aufweist, deren aneinander anliegende Kanten eine Form besitzen,die eine geringe Schwenkbewegung der
Formteile relativ zueinander zuläßt. Da die auszuwalzenden Brammen bzw. Platinen in der Regel rechteckigen oder
quadratischen Querschnitt besitzen, entsprechen die im wesentlichen planen Formteile ohne weiteres den vier Seitenflächen
der zu gießenden Brammen. Auf diese Weise ist es leicht möglich, eine ein sehr gutes Lösen des Gußstücks
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Z IZZUt)U
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gewährleistende Gießform mit- begrenzter Anzahl von Formtellen
herzustellen. Während ^es Gießens der Gußstücke
und während ihres Abkühlens r-eten in der Gießform hohe Kräfte auf, welche bestrebt ^ind, die Gießform zu verformen.
Da die Gießform jedoch in Formteile unterteilt ist, können diese Verformungskräfte beträchtlich herabgesetzt
werden.
Dies trifft speziell deshalb zu, weil die Formteile etwas zueinander verschwenkbar zusammengefügt sind. Während
des Gießvorgangs nehmen die vier im wesentlichen planen Formteile gewissermaßen auswärts konvexe Positionen ein,
wobei die Schwenkkanten und die Mittel zum Zusammenhalten der Teile so ausgelegt sein müssen, daß sie diese Möglichkeit
zulassen. Die Ausbildung der zusammenpassenden Kanten der Formteile kann auf einfache Weise erreicht wer- '
den, indem diese Kanten paarweise als Messerkantenlager ausgelegt werden, deren Messerkanten vorzugsweise einen
Spitzenwinkel von 120 - I6o°besitzen. Es trifft zwar zu,
daß bei dieser Ausbildung beim Verschwenken der Formteile relativ zueinander ein Spalt - zwischen diesen Formteilen
gebildet wird, in welchen Eisen hineinfließen kann, doch hat es sich in der Praxis gezeigt, daß dieser Umstand keine
Schwierigkeiten aufwirft. Die Ausbildung der Schwenkkanten als Messerkanten hat bezüglich der Schwenkbarkeit
gegenüber aufeinander abrollenden Zylinderflächen den
Vorteil, daß ihre Herstellung wesentlich einfacher ist.
Es ist darauf hinzuweisen, daß einem möglichen Eintritt von Eisenschmelze in den zwischen den Formteilen gebildeten
Spalt dadurch entgegengewirkt werden kann, daß zwischen diese Formteile feuerfestes Packungs- bzw. Dichtungsmaterial
eingefügt wird, wie es ohne weiteres handelsüblich erhältlich ist.
109847/1320 "?"
Eine vorteilhafte Ausführungsforra der Mittel zur Verbindung
der Formteile besteht darin, daß um die Formteile herum Stahlrahmen angebracht werden, die jeweils aus
durch Keile miteinander gekoppelten Stangen bestehen.Die Form dieser Stangen und ihr Werkstoff werden derart gewählt,
daß die Verformungen der Formteile infolge thermischer Ausdehnung sowie die Krümmungen bzw. Verwerfungen
infolge von Temperaturunterschieden durch die Rahmen vollständig elastisch aufgefangen werden können. Auf diese
Weise wird erreicht, daß die Formteile während des Abkühlens
des Gußstücks bzw. der Kokille durch den Rahmen in gegenseitiger Anlage gehalten werden. Eine andere vorteilhafte
Ausführungsform der Verbindungsmittel besteht darin, daß die Zone der Schwenklinien quer zu den und durch die
Kanten der aneinander angepaßten Formteile von Bolzen durchsetzt werden, die vorzugsweise durch Keile zusammengehalten
werden. Infolge dieser Festlegung der Befestigungsmittel brauchen diese nicht die gesamte thermische Ausdehnung
der Gießform aufzunehmen, sondern nur die Drehtendenz der
Formteile relativ zueinander. Indem die Bolzen die Schwenklinien durchsetzen, kann diese Verdrehung bzw. Schwenkbewegung
der Formteile zueinander lediglich ein Biegemoment in den Bolzen hervorrufen,wobei die Bolzen nicht zusätzlich
durch Zugspannungskräfte beansprucht werden. Selbstverständlich sind auch Kombinationen von Rahmen und Bolzen
möglich, so daß Nutzen aus den Vorteilen beider Konstruktionsarten gezogen werden kann. Derartige Lösungen werden
ebenfalls als einen Teil der Erfindung bildend angesehen. Mit Hilfe des vorstehend umrissenen Verfahrens und unter
Verwendung der beschriebenen Außenformen ist es nicht nur möglich, Kokillen mit niedrigeren Fertigungskosten herzustellen,
sondern kann auch die Qualität dieser Kokillen verbessert werden, was darauf zurückzuführen ist, daß bei
wiederholter Verwendung jeweils derselben Außenform mehr
Erfahrung beim Gießen mit dieser Außenform gewonnen wer-
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den kann, als wenn für jeden Gießvorgang eine neue Sandform angefertigt werden müßte. Zudem ist es auch möglich,
das Verhalten des Gußstücks während des Abkühlens unter Verwendung einer Metall-Außenform auf bessere Weise zu beeinflussen.
Während des Abkühlens können mögliche lokale Berichtigungen vorgenommen werden. Zu diesem Zweck können die Temperaturen
an oder in der Kokille während des Abkühlens gemessen werden, so daß der Abkühlvorgang verfolgt und gewünschtenfalls
korrigiert werden kann.
Im folgenden sind zwei bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Gießformen anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig.1 einen lotrechten Längsschnitt längs der Linie I-I in
Fig. 2 durch eine Gießform mit den Merkmalen der Erfindung,
Fig.2 einen Querschnitt längs der Linie II-II in Fig.1,
Fig.5 eine abgewandelte Ausführungsform des in Fig. 2 im
Kreis III angedeuteten Teils und
Fig.4 eine Seitenansicht des Details IV in Fig. J.
In den Figuren sind einander entsprechende Teile jeweils mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet. In Fig. 2 sind
nur die wesentlichsten Teile der in Fig. 1 im Längsschnitt veranschaulichten Konstruktion dargestellt.
Gemäß Fig. 1 wird die Gießformkonstruktion auf einer Grundplatte 1 aufgebaut, die an der Oberseite konkav ausgebildet
ist. Dieser konkave Teil wird mit Formsand 2 bis auf
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eine der Oberkante der Grundplatte entsprechende Höhe gefüllt. Auf dieser Sandsohicht wird auf an sich bekannte
Weise ein Sand-Kern 3 aufgebaut, der, gegebenenfalls nach Trocknung, mittels einer öse 4, einer Abspannstange 5,
einer Deckplatte 6 und einer Mutter 7 auf die dargestellte Weise gegen die Grundplatte verspannt wird. Diese Verspannung
ist beim Gießen des Gußstücks von Wichtigkeit, um zu verhindern, daß der Kern in der Schmelze schwimmt und sich
dann aufwärts bewegt.
Auf der Außenkante der Grundplatte 1 wird eine aus Gußeisen bzw. Grauguß bestehende Außenform 8 angeordnet, die mit
ösen 9 und 10 versehen ist, so daß sie nach dem Gießen und Abkühlen vom Gußstück abgehoben werden kann.
Zwischen dem Kern 3 und der Außenform 8 verbleibt ein Ringraum
11, in welchen das Gußeisen vergossen und in welchem
nach Erstarrung dieses Gußeisens eine Kokille gebildet wird.
Pig. 2 zeigt einen Querschnitt lungs der linie II-II in
Pig. 1, bei welchem jedoch die Grundplatte 1 und der Kern 3 weggelassen sind. Wie aus Pig. 2 hervorgeht, ist die Außenform
8 zum Gießen der Kokillen aus vier Formteilen 8a bis 8d aufgebaut. Bei dieser dargestellten Ausführungsform sind
die Kanten, mitjwelchen die Formteile zusammengepaßt sind,
als Messerkantenlager ausgebildet. Hierbei verbleibt an der Außenseite der Kanten ein Schlitz, so daß sich die
Formteile 8a bis 8d geringfügig relativ zueinanderverschwenken können.
Die Formteile werden durch vier Rahmen (vergl. auch Fig.1)
zusammengehalten, die jeweils aus vier Stangen bestehen, von denen zwei Stangen 12 als flache Leisten mit an ihren
Enden vorgesehenen ösen bzw. öffnungen ausgebildet sind,
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während die beiden anderen Stangen 13 diese öffnungen zu
durchsetzen vermögen. Zudem sind die Stangen 1j5 an ihren Außenenden mit Langlöchern versehen, durch welche Keile
14 hindurchgeführt werden können.
Pig. j5 veranschaulicht eine Abwandlung des Befestigungsverfahrens
für die Formteile und stellt speziell den in Fig.2 im Ausschnitt III gezeigten Teil näher dar. Bei dieser abgewandelten
Ausführungsform sind die Leisten 12 und die Stangen 13 weggelassen, doch sind die Formteile 8a bis 8d
mit Hilfe von Bolzen 18 miteinander verbunden. Zu diesem
Zweck sind in den Formteilen Ausnehmungen 16 und 17 vorgesehen, in welche der Kopf eines derartigen Bolzens 18 bzw.
ein Keil 19 eingesetzt sind. Die Bolzen 18 durchsetzen Bohrungen,
welche sich quer durch die Trennfläche zwischen den Formteilen erstrecken, und zwar speziell durch die
Schwenklinie, um welche herum diese Formteile in gewissem Maß relativ zueinander schwenkbar sind.
Wenn sich die Formteile etwas um diese Schwenklinie herum verschwenken, werden die Bolzen 18 ersichtlicherweise nur
einem Biegemoment, aber keiner Zugbelastung unterworfen, was eine besonders steife und feste Konstruktion gewährleistet,
die dennoch die nötige Flexibilität besitzt.
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Claims (7)
1. Verfahren zum Gießen von Kokillen für die Herstellung
von Stahl-Brammen und ähnlichen Gegenständen, bei welchem Gußeisen zwischen einen lotrecht angeordneten
Sandkern und eine unter Festlegung eines freien Formraums um diesen Sandkern herum angeordnete Außenform
vergossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Außenform verwendet wird, die aus lösbar miteinander
verbundenen Grauguß-Formteilen besteht, welche sich über die Gesamthöhe der Außenform erstrecken.
2. Außenform zur Verwendung beim Verfahren gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehr als einen sich über die Gesamthöhe
der Außenform (8) erstreckenden Grauguß-Formteil sowie durch Mittel zur lösbaren Verbindung dieser
Formteile zu einer einheitlichen Anordnung.
3· Außenform nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
sie vier im wesentlichen plane Formteile (8a-8d) aufweist, deren aneinander anliegende Kanten so ausgebildet
sind, daß sie eine geringe Schwenkbewegung der Formteile relativ zueinander zulassen.
4. Außenform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
zusammengefügte Kanten paarweise als Messerkantenlager ausgebildet sind, deren Messerkanten vorzugsweise
einen Schneidenwinkel von 120 - 16O° besitzen.
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5. Außenform nach Anspruch 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zur Verbindung der Formteile (8a-8d) Stahl-Rahmen sind,djLe um die Formteile herum
- angeordnet sind und .aus mit Hilfe von Keilfedern oder
Keilen (14) miteinander verbindbaren Stangen (12,13) bestehen.
6. Außenform nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zur Verbindung der Formteile Bolzen sind, welche sich im Bereich der Schwenklinien quer durch die
Kanten der zusammengefügten Formteile (8a-8d) erstrecken und vorzugsweise durch Keile (19) o.dgl. Befestigungsglieder
in ihrer Lage gesichert sind.
7. Außenform nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dicke der Formteile an die Dicke der darin zu gießenden Brammenformen angepaßt ist, wobei
die Gesamtmasse der Formteile das 0,8- bis 1,4-fache der Masse der darin zu gießenden Kokillen beträgt.
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