DE2121300C3 - Verfahren zur Herstellung von Ausgangsformen durch Schneiden von Metall-Stangen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Ausgangsformen durch Schneiden von Metall-StangenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Ausgangsformen durch Schneiden von Metallstangen,
vorzugsweise von Stahlstangen, für ein nachfolgendes Fließpressen oder gratloses Schmieden sowie auch
für die spannende Weiterbearbeitung.
Es ist bereits bekannt, Ausgangsformen bruchflächenfrei durch Schneiden herzustellen, indem mindestens zu
Beginn des Schneidvorganges im Stangenwerkstoff eine mechanische Spannung erzeugt und während des
gesamten Schneidvorganges aufrechterhalten wird. Die mechanische Spannung entspricht dabei der Streckgrenze
des Stangenwerkstoffes oder sie ist größer als diese.
Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß es nur für das Schneiden von /Vf-Metallen angewendet
werden kann. Die hohe, während des gesamten Schneidvorganges wirksame axiale Belastung des
Stangenwerkstoffes, führt beim Schneiden von Stahl zu starken Aufschweißerscheinungen an den Schneidwerkzeugen,
die die Schnittflächen der Ausgangsform zerstören und die Standmenge der Schneidwerkzeuge
nur auf einige Ausgangsformen beschränken.
Ein anderer Vorschlag zur Herstellung von Ausgangsformen aus Stahl besteht darin, daß das Schneiden
mit erhöhten Geschwindigkeiten von 3 bis 4 m/s vorgenommen wird und dabei axiale Druckspannungen
in der Schneidzone vorgesehen sind, die unterhalb der Schneidzone vorgesehen sind, die unterhalb der
Streckgrenze der zu schneidenden Metallstange bleiben.
Die axiale Druckspannung mit einer Größe von maximal der halben Streckgrenze behindert dabei
während des Schneidvorganges eine Verlängerung des abzuschneidenden Stangenstückes, und die erhöhte
Schneidgeschwindigkeit läßt den Vorgang des Schneidens spröder ablaufen als bei niedrigen Beanspruchungsgeschwindigkeiten
jedoch treten durch die über den gesamten Durchmesser wirkenden axialen Belastungen
im Dauerbetrieb wiederum Aufschweißungen an den Schnittflächen der Ausgangsformen und an den
Schneidwerkzeugen auf. Infolge des sich in Schneidrichtung einstellenden leicht S-förmigen Verlaufs der
Schnittflächen zerstören sich während der vollständigen Trennung die sich konvexförmig ausgebildeten beiden
gegenüberliegenden Bruchflächenzonen. Die Reibkräfte sind derart hoch, so daß Aufschweißungen nicht zu
verhindern sind. Eine Steigerung der axialen Druckspannung über die Größe der halben Streckgrenze
hinaus bis zur Streckgrenze hin bringt noch negativere Schr.eidergebnisse.
Der Zweck der Erfindung ist es, die genannten Mängel zu beseitigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung qualitativ hochwertiger, mit
einer Anschnittzone und einem Sruchflächenteil geringster Rauhigkeit aufweisender Ausgangsformen durch
Schneiden von Metallstangen, vorzugsweise Stahlstangen, zu entwickeln, wobei sowohl eine erhöhte
Schneidgeschwindigkeit, als auch eine axiale Belastung unterhalb der Streckgrenze des zu schneidenden
Werkstoffes vorliegen sollen.
Erfingungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die axiale Spannung plötzlich nach einem Bruchteil
der Zeitdauer des Schneidvorganges, jedoch mindestens vor dem vollständigen Zerteilen der Metallstange
aufgehoben wird.
Infolge dieses plötzlichen Axialkraftabbaues kann der Stangenwerkstoff vor und während der verfahrensbedingten
Anschnittpha&e mit einer axialen Spannung beaufschlagt werden, die bis dicht unterhalb der
Streckgrenze des Stangenwerkstoffes reicht. Damit wird die Längung der herzustellenden Ausgangsform
weitestgehend eingeschränkt, so daß die Schnittflächenabmessung in Schneidrichtung nahezu den Ausgangswert
des Stangenwerkstoffes beibehält. Der sich mit der erhöhten Schneidgeschwindigkeit einstellende noch
vorhandene S-förmige Schnittflächenverlauf in Schneidrichtun« nähert sich weiterhin einer Geraden
und beim Vorbeigleiten der beiden jeweiligen Bruchflächenzonen treten damit keine Aufschweißerscheinungen
mit den weiteren Nachteilen an den Schneidbuchsen auf. Es können qualitativ hochwertige, insbesondere
scheibenförmige, Ausgangsformen von Stahlstangen mit einer Anschnittzone und einem Bruchflächenteil
geringster Rauhigkeit, industriell gefertigt werden.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeisoiel
näher erläutert werden.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 Prinzipskizze einer Vorrichtung in Ausgangsstellung
nach einem Schnitt der F i g. 2.
F i g. 2 einen Schnitt nach Fig.).
Ein Führungskörper 14 ist mit einem Schneidwerkzeug-Grundkörper
4 verbunden. Innerhalb des Führungskörpers 14 befindet sich ein steuerbarer Druckmechanismus
16; 15; 13. Der Druckbacken 13 ist im
Führungskörper 14 verschiebbar gelagert. Im Druckbacken 13 ist die Spindel 17 über das Getriebe 18
verstell- und verriegelbar Die Spindel 17 trägt an der
Stirnseite, die dem Stangenwerkstoff 10 zugewendet ist, ein Druckstück 12. Mit dem Schneidwerkzeug-Grundkörper
4 ist ein Aufnahmekörper 2 formschlüssig verbunden, in dem eine Schneidbuchse 11 eingepreßt ist.
Dem innerhalb des Grund- und Aufnahmekörpers 4; 2 senkrecht zur Stangenzuführrichtung verschiebbar
gelagerten Schlitten 3 ist an seinem unteren Ende eine Dämpfungseinrichtung 8 zugeordnet.
Im Schlitten 3 ist eine Schneidbuchse 9 eingepreßt,die
ihrerseits den Anschlag 5 führt, dessen Bund innerhalb der Schn^idbuchse 9 die Höhe der scheibenförmigen
Ausgangsform bestimmt. Ein Auswerfer 6 ist gegenüber der Auswerferöffnung verschiebbar im Grundkörper 4
gelagert. Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist folgende: Der Stangenwerkstoff 10 wird mittels schwenkbarer
Zuführzange 7 zwischen Druckstück 12 und Schneidbuchse 11 so eingeführt, daß Stangenwerkstoff 10 und
Schneidbuchsen ti; 9 miteinander fluchten. Die durch
Getriebe 18 angetriebene Spindel 17 schiebt den Stangenwerkstoff 10 in die Schneidbuchsen 11; 9 bis
zum Anschlag 5.
In dieser Stellung wird die Spindel 17 mechanisch verriegelt. Der Arbeitshub des Maschinenstößel!. I wird
3usgclöst. Kurz bevor der fviaschinenstößel ί mit einer
Geschwindigkeit von 2 m/s auf den mit der Dampfungs- ί
einrichtung 8 verbundenen Schlitten J auftriift, wird der Stößel 16 über einen verstellbaren Ex/enterbeirieb
(nicht dargestellt) nach unten gedrückt. Damit werden über die Hebel 15, der Druckbacken 13 und die Spindel
17 mit dem Druckstück 12 in Zuführrichtung bewegt und der Stangenwerkstoff 10 axial mi( einer Druckspannung
belastet, die dicht unterhalb der Streckgrenze des zu schneidenden Werkstoffes liegt. Anschließend bewegt
der Maschinensiöße! 1 den Schlitten 3 und damit die Schneidbuchsc 9 in Schneidrichtung, wobei das Anschneiden
des axial belasteten Stangenwerkstoffes 10 erfolgt. Danach überschreitet das Kniehebelsystem die
gestreckte Lage der Hebel 15. Der Druckbacken 13 und die Spindel 17 mit dem Druckstück 12 bewegen sich
entgegengesetzt zur Zuführrichtung. Dadurch wird die
axiale Druckspannung dicht unterhalb der Streckgrenze im Stangenwerkstoff 10 plötzlich abgebaut. Während
der weiteren Abwärtsbewegung des Maschinenstößels I wird der Stangenwerkstoff IO völlig geschnitten
Dabei entsteht eine Hruchflächc geringster Kntihigken.
Weder Aufsehwcißcrsdu'inurigcn an den Schnittflachen
der Ausgangsformen noch ein Nachschneiden der Schneidbtichscn !(; 9 beeinflussen das Schneider·
gebnis. Beim Krrcichen der unteren Totlage des
Schlittens 3 wird über den hydraulischen Auswerfer 6 und Anschlag 5 der in der beweglichen Schneidbuchsc 9
befindliche Abschnitt entgegen der Zuführrichtung ausgeworfen. Beim anschließenden Aulwarishub des
fvhischinenslößcls 1 werden der Schlitten 3 durch du·
Diimpfungseinrichtung 8 und der Stößel 16 in die·
Schneidausgangsstcllung zurückgeführt. Die medium sehe Verriegelung der Spindel 17 wird gelost. Durch
erneuten Antrieb der Spindel 17 wird der Stangenwerk stoff 10 in Zuführrichtung wieder bis zum Anschlag 5
geschoben, der sich am Schlitten 3 abstützt. Dieser Arbeitszyklus wiederholt sich, bis der Stangenwerkstoff
10 völlig aufgearbeitet ist. Danach wird durch Entriegeln und Antrieb der Spindel 17 entgegen der
Zuführrichtung die Spindel 17 in Ausgangsstellung zurückbewegt. Die Zuführzange 7 führt neuen Stangenwerkstoff
10 zu.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Ausgangsformen durch Schneiden von Metallstangcn, vorzugsweise von Stahlstangen, mit erhöhter Geschwindigkeit, bei dem mindestens im abzutrennenden Stück der Metallstange und vor Beginn des Schneidens eine axiale Spannung, die unterhalb der Streckgrenze des zu schneidenen Werkstoffes liegt, erzeugt und aufrechterhalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Spannung plötzlich nach einem Bruchteil der Zeitdauer des Schneidvorganges, jedoch mindestens vor dem vollständigen Zerteilen der Metallstangen, aufgehoben wird.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD14777270 | 1970-05-27 | ||
| DD14777270 | 1970-05-27 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2121300A1 DE2121300A1 (de) | 1971-12-09 |
| DE2121300B2 DE2121300B2 (de) | 1976-06-16 |
| DE2121300C3 true DE2121300C3 (de) | 1977-02-03 |
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