DE2120235C3 - Vorrichtung zum Vervielfachen von Elektronen - Google Patents
Vorrichtung zum Vervielfachen von ElektronenInfo
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Description
Die Erfindung befaßt sich mit einer Vorrichtung zum Vervielfachen von Elektronen mit einer scheibenförmigen
Elektrode, die von mechanisch versteifenden Elementen getragen ist, aus Halbleitermaterial besteht,
auf der Vorderfläche mit Elektronen ucaufschlagt wird
und auf der Rückseite eine Deckschicht aufweist, die den Austritt der Elektronen mit thermischer Energie
ermöglicht.
Eine Vorrichtung zur Vervielfachung von Elektronen der vorstehenden Art ist bereits z. B. aus der FR-PS
15 66 989 bekannt.
Diese bekannte Vorrichtung weist eine Halbleiterscheibe auf, die am Umfang zur leichteren Halterung
und Kontaktierung eine verstärkte Zone aufweist, die sich in Richtung der austretenden Elektronen erstreckt.
Eine Unterteilung und Versteifung der Halbleiterfläche ist hierbei nicht vorgesehen.
Aus der GB-PS 11 47 883 ist eine Halbleiterkaltkathode
mit einer Vielzahl von Halbleiterflächenteilen bekannt. Die Aufteilung der Halbleiterfläche befindet
sich auch hier auf der Elektronenaustrittsseite. Das Problem einer gleichzeitigen mechanischen Versteifung
tritt hier überhaupt nicht auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektronenvervielfachende Vorrichtung mit großer
mechanischer Festigkeit, hoher Auflösung, geringem Rauschen und großer Ausbeute der auftreffenden
Elektronenstrahlung sowie mit gutem Vakuumsverhalten zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die scheibenförmige Elektrode eine Vielzahl von
Halbleiterflächenteilen aufweist, die auf der Vorderfläche gegenseitig durch mechanisch versteifende Elemen-
te getrennt sind.
Durch die beschriebene Ausbildung der Halbleiterscheibe wird es ermöglicht, diese einerseits sehr dünn
und mit hohem Auflösungsvermögen herzustellen u/id andererseits bei hoher Verstärkung eine große mechanische
Stabilität zu erreichen. Vorrichtungen dieser Art widerstehen daher auch großen Schockbelastungen.
Elektronen mit ausreichender Energie, die auf eine Stirnfläche der Vervielfacherscheibe gerichtet werden,
erzeugen in der Scheibe eine Vielzahl von Elektronen
mit thermischer Energie. Die nicht mit Elektronen beaufschlagte, gegenüberliegende Stirnfläche der Vervielfacherscheibe,
die mit einer Deckschicht versehen ist, setzt die Elektronenaffinität soweit herab, daß die in
der Halbleiterschicht erzeugten und durch Diffusion in die Deckschicht eingedrungenen Elektronen die Vervielfacherscheibe
verlassen und als freie Elektronen in den Vakuumraum emittiert werden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die Dicke der Halbleiterschichtteile mindestens so groß wie
die Eindringtiefe der auftreffenden Elektronen und höchstens so grob wie die Diffusionslänge von
Elektronen mit thermischer Energie in diesem Halbleitermaterial. Zwischen den einzelnen Schichtteilen
wird die Stärke der elektronenvervielfachenden Scheibe durch versteifende Elemente erhöht, so daß eine
ausreichend mechanische Festigkeit erzielt wird. Die Größe der elektronenvervielfachenden Schichtbereiche
ist bei Anwendung in einer Bildverstärkerröhre vorzugsweise so gewählt, daß die größte ü.ieare
Ausdehnung der Bereiche gleicher oder geringer ist, wie die durch andere Parameter, z. B. die elektronenoptische
Abbildungsfehler bestimmte Grenzauflösung. Die Diffusionslänge der Ladungsträger mit thermischer
Energie kommt bei den bisher bekannten Halbleitermaterialien in die Größenordnung von μπι. Die Stärke
des halbleitenden Materials der Vervielfacherscheibe darf, um wirksam zu sein, nicht größer als die
Diffusionslänge der Ladungsträger gemacht werden. Bei einzelnen Halbleitermaterialien, wie z. B. Silizium,
erreicht die Ditfusionslänge etwa ΙΟμπι. Bei vielen
Anwendungen, wie z. B. bei Bildverstärkerröhren, ist es zur Erzielung einer möglichst großen Auflösung
zweckmäßig, die Stärke der Vervielfacherscheibe nicht wesentlich größer als die Eindringtiefe der auftreffenden
Elektronen zu machen, die im allgemeinen im μην Bereich liegt.
Vorzugsweise wird, um einen möglichst großen Vervielfachungsausnutzungsgrad der auftreffenden
Elektronenstrahlung zu erzielen, der Flächenanteil der elektronenvervielfachenden feile an der Gesamtfrontfläche
der Scheibe so groß wie möglich gewählt.
Um den Ausnutzungsgrad besonders groß zu gestalten, wird gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
auch eine spezielle Ausführungsart vorgesehen, bei der durch elektronenoptische Maßnahmen die
einfallende Elektronenstrahlung von den nicht vervielfachenden Flächeiiteilen auf die jeweils benachbarten
vervielfachenden Teile gelenkt wird.
Einzelheiten, Merkmale und Vorteile einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsbeispiele, sowie anhand der schematischen
Zeichnungen F i g. 1 bis 3.
Die Fig. I zeigt ein Ausfuhrungsbeispiel einer erfindungsgemäßen eleHronenvervielfachenden Scheibe
in einer Teilschnittdarstellung. Die elektronenvervielfachende Scheibe besteh·, aus einer Halbleiterscheibe
I1 mit der sich durch höherenergetische Elektronen
eine möglichst groß« Zahl von Elektronen mit thermischer F.nergie erzeugen lassen. Die Halbleiterscheibe
weist Vertiefungen 3, z. B. Löcher auf. Die mit den Vertiefungen versehene Stirnfläche 2 der Vervielfacherscheibe
wird mit der zu vervielfachenden Elektronenbestrahlung beaufschlagt Diese Vertiefungen
oder Löcher werden beispielsweise mit Hilfe bekannter photolithographischer Verfahren durch Ät-
iu zen hergestellt. Durch die Vertiefungen ergibt sich an
den Flächenteilen 4 der Halbleiterscheibe eine geringere Stärke. Die Schichtstärke dieser Flächenteile 4 wird
so gewählt, daß sie gleich oder größer als die Eindringtiefe der auftreffenden Elektronen und kleiner
oder gleich als die Diffusionslänge der erzeugten Elektronen mit thermischer Energie ist. Es ergibt sich
damit eine Vielzahl von einzelnen Flächenteilen 4 eines Halbleitermaterials, das eine Stärke aufweist, die
mindestens so groß wie die Eindringtiefe der auftreffenden Elektronen und höchstens so groß wie die
Diffusionslänge von Elektronen mit th; mischer Energie in diesem Halbleitermaterial ist
Die Halbleiterscheibe I ist an den nicht mit Vertiefungen versehenen Flächenteilen 5 so stark, daß
eine ausreichende mechanische Stabilität der Vervielfachersche^be
erreicht wird. Dies führt im allgemeinen dazu, daß an diesen Stellen die Schichtstärke größer als
die Eindringtiefe der auftreffenden Elektronen und die Diffusionslänge der erzeugten Elektronen mit thermischer
Energie wird. Um einen möglichst großen Vervielfachungsgrad der auftreffenden Elektronenstrahlung
zu erzielen, ist wie auch aus der Figur zu ersehen ist, der Flächenanteil der elektronenvervielfachenden
Teile 4 an der Gesamtfläche der Scheibe groß.
Ji Die Halbleiterscheibe 1 wird an den Randzonen 7 in
bevorzugter Weise verstärkt und wird dort z. B. mit einem Metallring 8, der gleichzeitig als Anschlußelektrode
dient, festgehalten. Die Verbindung des Metallringes 8 mit der Halbleiterscheibe 7 bzw. I kann z. B. di rch
Löten erfolgen oder wie es in der F i g. 1 angedeutet ist, mit Hilfe eines weiteren Metallringes 9, der den
verstä.kten Teil 7 der Halbleiterscheibe gegen den Haitering 8 drückt.
Die Scheibe besteht ir. bevorzugter Weise aas einem
η Material mit großer p-Leitfähigkeit. Beispielsweise
besteht die Scheibe aus Zn-dotiertem GaAs oder aus mit B-dotiertem Si mit einer Ladungsträgerkonzentration
von > lO'Vcm3. Um eine Rekombination der thermischen Elektronen an der Oberfläche der mit Vertiefun-
■)<> gen versehenen Stirnfläche der Halbleiterscheibe
herabzusetzen und damit den Vervielfachungsgrad zu erhöhen, ist die Oberfläche stärker p-dotiert als der
übrige Teil der Scheibe, d. h, die Oberfläche ist mit einer ρ+ -dotKt;in Schicht versehen.
3"> Die nicht mit Vertiefungen versehene andere Stirnfläche der Sehe be ist mit einer Deckschicht 6
ausgestattet, die die Elektronenaffinität soweit reduziert, daß die im Innern der Halbleiterscheibe erzeugten
Elektronen mit thermischer Energie in den Vakuum-
W' raum austreten. Die deckschicht 6 besteht beispielsweise
aus einer oder aus wenigen Atomlagen einer elektropositiven Metallschicht, ζ. B. einer Cs-Schicht.
Vorzugsweise wird als Deckschicht eine Schicht mit hoher η-Leitfähigkeit und insbesondere geringer Elek-
• ■ tronenaffinität, wie z. B. eine Schicht aus Cs oder SbCsj
in einer Stärke von wenigstens A bis 100 A vorgesehen. Die Deckschicht kann auch, um den Aunritt der
Elektronen besonders wirksam zu machen, mehrlagig
ausgebildet sein und z. B. aus übereinanderliegenden
η-leitenden HalbleiterschicKun unterschiedlichen
Bandabstandes und unterschiedlicher jedoch kleiner Elektronenaffinität bestehen.
Die F i g. 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung. Für gleiche oder ähnliche Teile wurden
dieselben Bezeichnungen wie beim Ausführungsbeispiel der F i g. I gewählt. Bei dem vorliegenden Ausführungsheispiel
besteht die Vervielfacherscheibe aus einer dünnen halblcitenden Folie 1, die mit einer aus einer
Vielzahl von Löchern 10 bestehenden Trägerplatte Il ,lurch Kleben, Sintern, l-öten, mechanisches Anpressen
u. dgl. verbunden ist. Um die Herstellung der dünnen halbleitenden Scheibe 1 und die Handhabung bei der
Verbindung mit der Trägerplatte 11 zu erleichtern, wird
vorgesehen, zuerst die halbleitende Hotie in größerer Stärke herzustellen, dann mit der Trägerplatte Il zu
durch Abätzen auf den vorgesehenen Wert /u reduzieren.
Die Stärke der Halbleiterfolie ist gleich oder größer als die Eindringtiefe der auftreffenden schnellen
Elektronen und gleich oder geringer als die Diffusionslänge der im Halbleitermaterial erzeugten Elektronen
mit thermischer Energie. Die Trägerplatte 11 ist so ausgeführt, daß durch Wahl eines geeigneten Materials,
wie z. B. eines Metalls, wie Nickel oder eine« !eitf^higen
Glases, eines zweckmäßigen Lochdurchmessers, Lochabstandes und einer Plattenstärke sowohl eine große
mechanische Festigkeit als auch eine genügende elektrische Leitfähigkeit zur Vermeidung einer elektrischen
Aufladung durch die auftreffenden Elektronen erzielt wird. Durch die Verbindung der Trägerplatte 11
mit der Halbleiterfolie 1 ergibt sich eine Vervielfacherscheibe mit großer mechanischer Festigkeit und eine
Vielzahl von Flächenteilen 4 eines Halbleitermaterial,
dessen Stärke mindestens der Eindringtiefe der auftreffenden Elektronen entspricht und höchstens die
Diffusionslänge der erzeugten Elektronen mit thermischer Energie aufweist.
Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, auf der noch nicht mit Löchern versehenen Trägerplatte U die
Halbleiterfolie 1 durch epitaktische Abscheidung, z. B. nach dem Gastransportverfahren oder Aufdampfen zu
erzeugen. Danach werden die Löcher 10 der Trägerplatte 11 z. B. durch Ätzen mit Hilfe photolithographischer
Verfahren hergestellt. Die Trägerplatte 11 kann dabei
aus einem Halbleiter, z. B. einem anderen Halbleiter mit ähnlichem oder gleichem Kristallaufbau oder aus
Metall, z. B. MolyMän bestehen.
Die Fig.3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel.
Für gleiche Teile wurden wieder dieselben Bezugszeichen gewählt und auf eine nochmalige Beschreibung der
Wirkungsweise und Ausführung dieser Teile verzichtet. Das vorliegende Ausführungsbeispiel unterscheidet sich
von dem der Fig. 1 dadurch, daß an den nicht mit Vertiefungen versehenen Stellen 5 der Halbleiterscheibe
eine elektrisch isolierende Schicht 12 und darauf eine elektrisch leitende Schicht 13 aufgebracht ist. Die
elektrisch isolierende Schicht 12 kann z. B. eine Oxydschicht sein, die aus dem Material der Halbleiterscheibe
1 gebildet wurde. Bei Verwendung von Silizium als Halbleitermaterial besteht die Isolierschicht beispielsweise
aus S1O2. Die elektrisch leitende Schicht kann z. B. aus einer aufgedampften Metallschicht, wie Ai
oder Au bestehen. Die Heerstellung der Schichten 12 und 13 kann beispielsweise in der Weise erfolgen, daß
zuerst das Halbleitermaterial oxydiert wird, dann die metallische Schicht 11 aufgedampft und nachfolgend die
Vertiefungen mit Hilfe photolithographischer Metho den durch Ätzen hergestellt werden. An die Schicht 13
wird eine gegenüber der Halbleilersehichl 1 negative Spannung angelegt. Die Spannungshöhe wird se
gewählt, daß die einfallende Elektronenstrahlung vor den nicht vervielfachenden Flächenanteilen 13, 12 und 5
auf die benachbarten vervielfachenden Flächenteile 3 gelenkt werden.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbei^p.u1 «aiii
ggf. auch auf die leitende Schicht 13 verzichtet werden In diesem Fall wird die freie Oberfläche der isolierender
Schicht 12 durch die ankommenden Elektronen negativ
aufgeladen und dadurch ein elektrisches Feld er/tugt
das weitere ankommende Elektronen auf die benach hai ton Halblcitcrflächcnteile 4 ablenkt.
Die Fig. 4 zeigt ein Anwendungsbeispicl (:
criini!:in'","CMisöcn Vcrvie!?aci:cr"!2!!c bei einer Bild verstärkerröhre. Die Röhre besteht aus dem Vakuumge faß 14. Auf der Innenseite des Eingangfenstei ·. 15, irr vorliegenden Fall beispielsweise einer plan-konkav gekrümmten F'ibcroptikschcibe, befindet sich die Photo kathode 16. Auf der Innen.v.iie des Ausgangsfensters 17 /.. L einer plan-konkav gekrümmten Glas- odei Fiberoptikscheibe, ist ein Leuchtschirm 18 angebracht Die Anode 19 ei;:· ■ ogenannten Bildverstärkerdioden s>stems -t mit der erfindungsgemäßcn Vervielfacher platte 20 elektrisch verbunden. An die Anode 19 bzw Vervielfacherplatte 20 wird eine gegenüber dei Kathode 16 positive Spannung von ' R 15 kV gelegt Das zu verstärkende Strahleiibilu wird mit Hilft geeigneter optischer Mittel. /.. B. eines Objektives au der äußeren Stirnfläche der Fiberoptikscheibe 1! abgebildet.
criini!:in'","CMisöcn Vcrvie!?aci:cr"!2!!c bei einer Bild verstärkerröhre. Die Röhre besteht aus dem Vakuumge faß 14. Auf der Innenseite des Eingangfenstei ·. 15, irr vorliegenden Fall beispielsweise einer plan-konkav gekrümmten F'ibcroptikschcibe, befindet sich die Photo kathode 16. Auf der Innen.v.iie des Ausgangsfensters 17 /.. L einer plan-konkav gekrümmten Glas- odei Fiberoptikscheibe, ist ein Leuchtschirm 18 angebracht Die Anode 19 ei;:· ■ ogenannten Bildverstärkerdioden s>stems -t mit der erfindungsgemäßcn Vervielfacher platte 20 elektrisch verbunden. An die Anode 19 bzw Vervielfacherplatte 20 wird eine gegenüber dei Kathode 16 positive Spannung von ' R 15 kV gelegt Das zu verstärkende Strahleiibilu wird mit Hilft geeigneter optischer Mittel. /.. B. eines Objektives au der äußeren Stirnfläche der Fiberoptikscheibe 1! abgebildet.
Durch die Photokathode 16 und die elektronenabbil dende Eigenschaft des Diodensystems trifft auf die
Vervielfacherscheibe 20 eine hochenergetische Elektro nenstrahlung auf, deren Intensitätsverteilung dem arr
Eingang eingegebenen Bildinhalt entspricht. Am Aus gang der Vervielfacherscheibe wird damit eine Elektro
nenstrahlung mit thermischer Energie erzeugt. Die Intensität dieser Strahlung entspricht dem Bildinhal
und ist gegenüber der auftreffenden Strahlung arr Eingang der Vervielfacherscheibe um mehr als da:
Tausendfache verstärkt. Der Ausgang der Verviel fächerscheibe dient als Kathode eines weiteren durcr
die Anodenelektrode 21 und dem Leuchtschirm Ii gebildeten Diodensystems mit elektrostatischer Linse
An die Anode 21 und dem elektrisch verbundener Leuchtschirm 18 wird eine gegenüber der Vc viel
fächerscheibe positive Spannung von z. B. 15 kV gelegt
Auf dem Leuchtschirm entsteht damit ein um mehren Größenordnungen verstärktes Bild des am Eingang
abgebildeten Strahlenbildes.
Die F i g. 5 zeigt ein weiteres Anwendungsbeispiel de
erfindupgsgemäßen Vervielfacherscheibe. Es handel sich hier um die Verstärkung der Strahlstromdicht«
einer Oszillographenröhre. Eine Erhöhung der Strahl stromdichte hat vor allem den Vorteil einer größerei
Leuchtdichte des Schirmbildes. In den in der F i g. 5 mi der Ziffer 22 bezeichneten Vakuumgefäß befindet siel
das bei derartigen Röhren übliche Straherzeugungssy stern 23 und das Ablenksystem 24. Die erfmdungsgemä
Be Vervielfacherschicht 20 steht dem Leuchtschirm 18 ii
gleichen und geringem Abstand gegenüber. An di< Vervielfacherscheibe 20 wird eine gegenüber de
Kathode des Strahlerzeugungssystems positive Span nung gelegt. Eine noch höhere positive Spannung lieg
am Leuchtschirm 18. Der vom Strahlerzeugungssystem 23 erzeugte und vom Ablenksystem 24 abgelenkte
höherenergetische Elektronenzahl erzeugt an der Auftreffstelle mit der Vervielfacherplatte eine Vielzahl
von Elektronen mit thermischer Energie. Diese Elektronen werden am Ausgang der Vervielfacherscheibe
em'Viert. Es ergibt sich eine dem Vervielfachungsgrad entsprechende Erhöhung der StrahlMromdirht.?.
Die emittierten Elektronen werden durch das zwischen
der Vervielfacherscheibe und dem Leuchtschirm befindliche
elektrische Feld beschleunigt, sie bewegen sich in senkrechter Richtung zur Vervielfacherscheibe und
Leuchtschirmfläche und treffen dann auf den Leuchtschirm auf. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte
Nahfeldfokussierung oder Kontaktabbildung, die in der englischen Sprache als »Proximity Focusing« bezeichnet
wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (14)
1. Vorrichtung zum Vervielfachen von Elektronen mit einer scheibenförmigen Elektrode, die von
mechanisch versteifenden Elementen getragen ist, aus Halbleitermaterial besteht, auf der Vorderfläche
mit Elektronen beaufschlagt wird und auf der Rückfläche eine Deckschicht aufweist, die den
Austritt der Elektronen mit thermischer Energie ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, daß
die scheibenförmige Elektrode (1) eine Vielzahl von Halbleiterflächenanteilen (4) aufweist, die auf der
Vorderfläche gegenseitig durch mechanisch versteifende Elemente (5) getrennt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Halbleiterflächenteile (4)
mindestens so groß ist, wie die Eindringtiefe der auftreffenden Elektronen und höchstens so groß wie
die Diffusionslänge von Elektronen mit thermischer Energie in diesem Halbleiter.
3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiterflächenteile (4)
aus einem p-leitenden, insbesondere einem möglichst hochdotierten p-leitenden Halbleitermaterial
besteht.
4. Vorrichtung nach einem c-.ier mehreren der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschicht (6) aus einer eine oder wenige
Atomlagen dicken Schicht aus einem elektropositiven
Metall, z. B. Caesium besteht.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche I bis 3, dadurch geke-nzeichnet, daß die
Deckschicht (6) aus einem p-leitenden Halbleitermaterial, insbesondere mit geringer F'cktronenaffinität
besteht.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Deckschicht (6) mehrlagig ausgebildet ist, insbesondere aus übereinanderliegenden η-leitenden Halbleiterschichten
unterschiedlichen Bandabstandes und unterschiedlicher Elektronenaffinität besteht.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
Mittel zur Erzeugung eines elektrostatischen Feldes vorgesehen sind, das ein Auftreffen der ankommenden
Elektronen auf die versteifenden Elemente (5) durch Ablenken auf die benachbarten vervielfachenden
Halbleiterflächenteile (4) weitgehend verhindert.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen der versteifenden
Elemente, insbesondere unter Zwischenverfügung einer Isolierschicht (12) mit einer elektrisch leitenden
Schicht (12) versehen sind, die auf einem gegenüber den Halbleiterflächenteilen (4) negativen
Potential liegt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnflächen der versteifenden
Elemente (5) mit einer Isolierschicht (12) versehen wi
sind, deren Oberfläche sich durch auftreffende Elektronen gegenüber den Halbleiterflächenteilen
(4) negativ auflädt.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die <·-,
scheibenförmige Elektrode (1) aus einer Halbleiterscheibe besteht, deren Frontfläche eine Vielzahl von
nebeneinanderliegenden Sacköffnungen (3) aufweist, und daß die Wände zwischen den Sacköffnungen
die versteifenden Elemente (5) sind und die Bodenflächen der Sacköffnungen die elektronenvervielfachenden
Halbleiterflächenteile (4) bilden.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die scheibenförmige Elektrode (11) aus einem netz- oder
lochplattenförmigen Träger besteht, dessen eine Oberfläche mit einer dünnen Halbleiterfo'ie (1)
versehen ist, wobei die nicht von den Stegen (5) des Trägers bedeckten Flächenteile die vervielfachenden
Halbleiterflächenteile (4) bilden.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halbleiterfolie (1) zunächst auf einer durchgehenden Trägerplatte (11) aufgebracht,
insbesondere epitaktisch abgeschieden ist, und danach in die Trägerplatte (U) bis auf die
Halbleiterfolie (1) durchgehende öffnungen (10) eingearbeitet sind.
13. Elektronenröhre mit einer Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß eine elektrostatische Abbildungslinse (21) zur bildhaften Abbildung des
aus der Vervielfacherelektrode (20) austretenden Elektronenbildes auf einer nachfolgenden Zielelektrode
(18) vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
den auftreffenden Elektronen zugewandten Oberflächen der Halbleiierflächenteile (4) mit einer
ρ+ -Schicht versehen sind.
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