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Technisches Gebiet
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung für eine Kettensäge zum Anhalten einer Sägekette.
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Allgemeiner Stand der Technik
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An einer Kettensäge ist im Allgemeinen eine Bremsvorrichtung zum Anhalten der Sägekette vorgesehen, falls es zu einem Rückschlag (kick back) oder dergleichen kommt. Viele solche Bremsvorrichtungen weisen eine Trommel, die sich einstückig mit einem Kettenrad dreht, um das die Sägekette gewunden ist, und ein Bremsband auf, das um eine Außenumfangsfläche der Trommel gewunden ist. Die Bremsvorrichtung ist derart ausgestaltet, dass beim Auftreten von Rückschlag oder dergleichen das Bremsband die Trommel festhält, um die Sägekette anzuhalten.
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Es ist auch eine Kettensäge bekannt, bei der zusätzlich zur Bremsvorrichtung eine Zusatzbremsvorrichtung vorgesehen ist. Beispielsweise ist die Kettensäge der
DE 3639650 A1 derart ausgestaltet, dass, wenn eine Gashebelsperre nicht betätigt wird, durch eine Bremsfeder, die eine Zusatzbremsvorrichtung bildet, an einem Endabschnitt des Bremsbands gezogen wird und das Bremsband die Trommel festhält. Bei einer derart ausgestalteten KETTENSÄGE kann ein vom Benutzer nicht beabsichtigter Betrieb der Sägekette verhindert werden, da der Anhaltezustand der Sägekette nicht aufgehoben wird, solange der Benutzer die Gashebelsperre nicht betätigt.
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Patentschriften des Stands der Technik
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Kurzdarstellung der Erfindung
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
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Bei der Kettensäge der
DE 3639650 A1 muss die Gashebelsperre zum Aufheben des Anhaltezustands der Sägekette entgegen der Federkraft der Bremsfeder betätigt werden. Dies erhöht zwingend die Kraft zum Betätigen der Gashebelsperre, wenn der Anhaltezustand der Sägekette aufgehoben wird, und bedeutet eine hohe Belastung des Benutzers. Wird jedoch zur Reduzierung der Belastung des Benutzers die Federkraft der Bremsfeder verringert, besteht die Gefahr, dass die Bremskraft der Zusatzbremsvorrichtung nicht ausreicht.
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Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Bremsvorrichtung für eine Kettensäge bereitzustellen, die einen vom Benutzer nicht beabsichtigten Betrieb der Sägekette verhindern und eine Steigerung der Belastung des Benutzers unterbinden kann.
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Mittel zum Lösen der Aufgabe
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Bremsvorrichtung für eine Kettensäge bereitgestellt, die an einer Kettensäge vorgesehen ist, die ein von einer Antriebsquelle drehend angetriebenes Kettenrad und eine um das Kettenrad gewundene und über das Kettenrad angetriebene Sägekette aufweist, und die die Sägekette anhält. Diese Bremsvorrichtung für eine Kettensäge weist ein Bremsband, das um eine Außenumfangsfläche einer Trommel, die sich zusammen mit dem Kettenrad dreht, gewunden ist und dadurch, dass an seinem Endabschnitt gezogen wird, die Außenumfangsfläche der Trommel festhält, die Drehung der Trommel anhält und einen Anhaltezustand der Trommel beibehält, einen Kopplungsmechanismus, an dem eine Bremsfeder angebracht ist und der sich zusammen mit einem Abzugelement bewegt und zwischen einem Bandzugzustand, in dem am Endabschnitt des Bremsbands gezogen wird, und einem Bandlockerungszustand wechselt, in dem das Ziehen am Endabschnitt des Bremsbands gelockert wird, und ein Verlagerungselement auf, das in eine erste Position vorgespannt ist und sich dadurch, dass ein vom Abzugelement gesonderter Betätigungsabschnitt betätigt wird, aus der ersten Position in eine zweite Position verlagert. Wenn sich das Verlagerungselement in der ersten Position befindet, verhindert es, dass der im Bandzugzustand befindliche Kopplungsmechanismus in den Bandlockerungszustand wechselt, und wenn es aus der zweiten Position in die erste Position zurückkehrt, wirkt es unmittelbar auf den im Bandlockerungszustand befindlichen Kopplungsmechanismus ein und lässt den Kopplungsmechanismus in den Bandzugzustand wechseln.
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Bremsvorrichtung für eine Kettensäge bereitgestellt, die an einer Kettensäge vorgesehen ist, die ein von einem Motor drehend angetriebenes Kettenrad und eine um das Kettenrad gewundene und über das Kettenrad angetriebene Sägekette aufweist, und die die Sägekette anhält. Diese Bremsvorrichtung für eine Kettensäge weist ein Bremsband, das um eine Außenumfangsfläche einer Trommel, die sich zusammen mit dem Kettenrad dreht, gewunden ist und dadurch, dass an seinem Endabschnitt gezogen wird, die Außenumfangsfläche der Trommel festhält, die Drehung der Trommel anhält und den Anhaltezustand beibehält, einen Kopplungsmechanismus, an dem eine Bremsfeder angebracht ist und der sich zusammen mit einem Abzugelement bewegt und zwischen einem Bandzugzustand, in dem am Endabschnitt des Bremsbands gezogen wird, und einem Bandlockerungszustand wechselt, in dem das Ziehen am Endabschnitt des Bremsbands gelockert wird, und ein Verlagerungselement auf, das sich dadurch, dass beim Anlassen des Motors eine Choke-Betätigung ausgeführt wird, verlagert und unmittelbar auf den im Bandlockerungszustand befindlichen Kopplungsmechanismus einwirkt und den Kopplungsmechanismus in den Bandzugzustand wechseln lässt.
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Wirkung der Erfindung
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Bei der erstgenannten Bremsvorrichtung für eine Kettensäge wird der Anhaltezustand der Sägekette nicht aufgehoben, solange nicht der Betätigungsabschnitt betätigt wird, um das Verlagerungselement in der zweiten Stellung zu positionieren. Auf diese Weise kann ein vom Benutzer nicht beabsichtigter Betrieb der Sägekette wirksam verhindert werden. Wenn der Anhaltezustand der Sägekette aufgehoben wird, genügt es, dass der Benutzer den Betätigungsabschnitt entgegen seiner Vorspannung in die erste Stellung betätigt, ohne dass es nötig ist, den Betätigungsabschnitt unmittelbar entgegen der Federkraft der Bremsfeder zu betätigen. Im Vergleich zum Stand der Technik kann daher eine Steigerung der Belastung des Benutzers stark unterbunden werden.
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Bei der letztgenannten Bremsvorrichtung für eine Kettensäge tritt durch das Durchführen einer Choke-Betätigung beim Anlassen des Motors der Kopplungsmechanismus in den Bandzugzustand ein, so dass die Sägekette in den Anhaltezustand eintritt. Auf diese Weise wird ein vom Benutzer nicht beabsichtigter Betrieb der Sägekette beim Anlassen des Motors verhindert. Die Choke-Betätigung und die Aufhebung derselben müssen nicht unmittelbar entgegen der Federkraft der Bremsfeder erfolgen, weshalb auch eine Steigerung der Belastung des Benutzers unterbunden wird.
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Kurzbeschreibung der Figuren
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Es zeigen:
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1 eine perspektivische Ansicht einer Kettensäge, auf die die vorliegende Erfindung angewandt wurde, von rechts hinten oben;
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2 eine Konstruktionsansicht der wesentlichen Elemente des Antriebssystems der Kettensäge;
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3 eine schematische Gesamtansicht des Aufbaus der Bremsvorrichtung der Kettensäge;
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4 einen Teil der Bremsvorrichtung, betrachtet von der entgegengesetzten Seite zu 3;
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5 erläuternde Ansichten des grundlegenden Betriebs des Kopplungsmechanismus, der die Bremsvorrichtung bildet (Stellungswechsel), wobei (A) die Stellung des Kopplungsmechanismus bei Normalstellung eines Handschutzes der Kettensäge und (B) die Stellung des Kopplungsmechanismus nach dem Drehen des Handschutzes aus der Normalstellung nach vorne darstellt;
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6 erläuternde Ansichten des Betriebs eines Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus, der die Bremsvorrichtung bildet, wobei (A) den Zustand des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus darstellt, wenn ein Sperrhebel der Kettensäge nicht betätigt wird, und (B) den Zustand des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus darstellt, wenn der Sperrhebel betätigt wird;
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7 erläuternde Ansichten des Betriebs der Bremsvorrichtung, wenn der Benutzer während der Benutzung der Kettensäge seine Hand von einem Oberseitengriff löst;
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8 erläuternde Ansichten eines Ablaufs zum Aufheben des Anhaltezustands der Sägekette durch die Bremsvorrichtung;
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9 eine schematische Gesamtansicht des Aufbaus einer weiteren, anderen Bremsvorrichtung; und
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10 erläuternde Ansichten der Wirkungsweise des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus, der die Bremsvorrichtung bildet.
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Ausführungsformen der Erfindung
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Im Folgenden soll unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben werden. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Kettensäge, auf die die vorliegende Erfindung angewandt wurde, von rechts hinten oben. Wie in 1 gezeigt, weist eine Kettensäge 1 einen Kettensägenhauptkörper 2, der einen Motor (nicht dargestellt) als Antriebsquelle aufnimmt, eine Führungsstange 3, die sich vom Kettensägenhauptkörper 2 nach vorne erstreckt, eine Sägekette 4, die um die Führungsstange 3 gewunden ist, einen Oberseitengriff 5, der sich oberhalb des Kettensägenhauptkörpers 2 in Vorne-hinten-Richtung erstreckt, einen Handschutz 6, der vor dem Oberseitengriff 5 angeordnet ist, und einen ungefähr U-förmigen Seitengriff 7 auf, der sich von einer linken Seitenfläche des Oberseitengriffs 5 bis zu einer linken Seitenfläche des Kettensägenhauptkörpers 2 erstreckt.
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Am Oberseitengriff 5 sind ein auf der Unterseite des Oberseitengriffs 5 vorgesehener Gashebel 8, ein auf der Oberseite des Oberseitengriffs 5 vorgesehener Sperrhebel 9 und ein Zustandsumschalthebel 10 vorgesehen.
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Der Gashebel 8 wird hauptsächlich zum Einstellen der Drehzahl des Motors betätigt. Der Gashebel 8 ist normalerweise in eine in 1 gezeigte Nichtbetätigungsstellung vorgespannt und wird betätigt, indem er vom Benutzer in den Oberseitengriff 5 eingedrückt wird. Der Sperrhebel 9 ist dazu vorgesehen, die Betätigung des Gashebels 8 einzuschränken. Das heißt, die Ausgestaltung ist derart, dass der Gashebel 8 nicht betätigt werden kann, solange der Sperrhebel 9 nicht betätigt wird. Der Sperrhebel 9 ist ebenso wie der Gashebel 8 normalerweise in einer in 1 gezeigte Nichtbetätigungsstellung vorgespannt und wird betätigt, indem er vom Benutzer in den Oberseitengriff 5 eingedrückt wird. Der Zustandsumschalthebel 10 wird hauptsächlich betätigt, um den Motor anzuhalten oder die Choke-Betätigung auszuführen. Der Zustandsumschalthebel 10 kann vom Benutzer in eine Anhaltestellung, in der der Motor in den Anhaltezustand versetzt wird, eine Betriebsstellung, in der der Motor betrieben werden kann, und in eine Choke-Stellung zum Durchführen der Choke-Betätigung gebracht werden.
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Der Handschutz 6 schützt die Hand des Benutzers und dient als ein Bremshebel zum Antreiben einer Bremsvorrichtung 20 (an späterer Stelle beschrieben). Der Handschutz 6 ist derart ausgestaltet, dass er um einen am Kettensägenhauptkörper 2 angebrachten Basisabschnitt 6a (an späterer Stelle beschrieben) als Drehmittelpunkt aus einer in 1 gezeigten Normalstellung in einem bestimmten Bereich nach vorne gedreht werden kann.
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Der Benutzer ergreift normalerweise mit der rechten Hand den Oberseitengriff 5 und mit der linken Hand den Seitengriff 7, und indem er unter geeigneter Betätigung des Gashebels 8 die um den Außenumfang der Führungsstange 3 umlaufende Sägekette 4 an ein Schneidobjekt wie etwa ein Holzstück anlegt, führt er einen Schneidvorgang durch. Wenn der Benutzer den Oberseitengriff 5 mit der rechten Hand ergreift, wird dabei der Sperrhebel 9 durch Hineindrücken ins Innere des Oberseitengriffs 5 betätigt, und der Gashebel 8 wird mit dem Zeigefinger der rechten Hand des Benutzers betätigt, die den Oberseitengriff 5 ergreift. Der Zustandsumschalthebel 10 wird hauptsächlich durch den Daumen der rechten Hand des Benutzers, die den Oberseitengriff 5 ergreift, in Vorne-hinten-Richtung betätigt.
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2 ist eine Konstruktionsansicht der wesentlichen Elemente des Antriebssystems der Kettensäge 1. Wie in 2 gezeigt, weist das Antriebssystem der Kettensäge 1 eine durch den Motor (Antriebsquelle) drehend angetriebene Antriebswelle (nicht dargestellt), eine an der Antriebswelle angebrachte Fliehkraftkupplung 11 und ein Kettenrad 13 auf, das einstückig mit einer Kupplungstrommel (ober Bremstrommel) 12 der Fliehkraftkupplung 11 vorgesehen ist. Die Sägekette 4 ist um die Führungsstange 3 (in 2 nicht dargestellt) und das Kettenrad 13 gewunden. Die Fliehkraftkupplung 11 überträgt die Drehung der Antriebswelle (also des Motors) auf die Kupplungstrommel 12, sobald die Drehzahl der Antriebswelle (des Motors) eine bestimmte Drehzahl übersteigt. Dadurch werden die Kupplungstrommel 12 und das Kettenrad 13 drehend angetrieben, und die Sägekette 4 wird über das Kettenrad 13 umlaufen gelassen, sodass die Sägekette 4 um den Außenumfang der Führungsstange 3 umläuft.
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3 und 4 sind erläuternde Ansichten einer Bremsvorrichtung 20 der Kettensäge 1. 3 ist eine schematische Gesamtansicht des Aufbaus der Bremsvorrichtung 20 und 4 zeigt einen Teil der Bremsvorrichtung 20, betrachtet von der entgegengesetzten Seite zu 3.
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Die in 3 und 4 gezeigte Bremsvorrichtung 20 weist als grundlegende Aufbauelemente ein Bremsband 21, einen Kopplungsmechanismus 22 und eine auf den Kopplungsmechanismus 22 einwirkende Spiralspannfeder 23 (entspricht der Bremsfeder der vorliegenden Erfindung) auf.
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Das Bremsband 21 hält die Drehung der Kupplungstrommel 12 an und bringt dadurch die Sägekette 4 zum Stillstand. Das Bremsband 21 ist um die Außenumfangsfläche der Kupplungstrommel 12 gewunden, und seine beiden Enden sind in unterschiedlichen Richtungen aus der Kupplungstrommel 12 herausgeführt. Ein Endabschnitt 21a des Bremsbands 21 ist durch ein Befestigungselement 31 wie beispielsweise einen Befestigungszapfen am Kettensägenhauptkörper 2 befestigt. Indem am anderen Endabschnitt 21b des Bremsbands 21 gezogen wird, hält dieses die Außenumfangsfläche der Kupplungstrommel 12 fest und hält die Drehung der Kupplungstrommel 12 an.
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Der Kopplungsmechanismus 22 ist an den Handschutz 6 und das Bremsband 21 gekoppelt und wird hauptsächlich gekoppelt an die Drehbewegung des Handschutzes 6 (entspricht dem Abzugelement der vorliegenden Erfindung) angetrieben. Konkret ist der Kopplungsmechanismus 22 derart ausgestaltet, dass seine Position zwischen einem Bandzugzustand, in dem am anderen Endabschnitt 21b des Bremsbands 21 gezogen wird, so dass das Bremsband 21 die Außenumfangsfläche der Kupplungstrommel 12 festhält, und einem Bandlockerungszustand wechselt, in dem das Ziehen am anderen Endabschnitt 21b des Bremsbands 21 gelockert (oder aufgehoben) ist. Wenn sich der Kopplungsmechanismus 22 im Bandzugzustand befindet, wird der Anhaltezustand der Drehung der Kupplungstrommel 12 (also der Anhaltezustand der Sägekette 4) aufrechterhalten, und wenn sich der Kopplungsmechanismus 22 im Bandlockerungszustand befindet, wird die Drehung der Kupplungstrommel 12 (also der Betrieb der Sägekette 4) zugelassen. In der vorliegenden Ausführungsform weist der Kopplungsmechanismus 22 einen ersten Kopplungshebel 221, einen zweiten Kopplungshebel 222 und ein Kopplungselement 223 auf.
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Ein Endabschnitt (einschließlich dessen Umgebung) des ersten Kopplungshebels 221 ist an einem Basisabschnitt 6a des Handschutzes 6 angebracht und wird einstückig mit dem Handschutz 6 angetrieben (gedreht). Der andere Endabschnitt des ersten Kopplungshebels 221 ist weiter vorne als der Basisabschnitt 6a des Handschutzes 6 angeordnet. In der vorliegenden Ausführungsform ist an einer Fläche gegenüber der Fläche, an der der eine Endabschnitt des ersten Kopplungshebels 221 am Handschutz 6 angebracht ist, ein Wellenabschnitt 221a gebildet, und der Wellenabschnitt 221a ist an einem Wellenlagerabschnitt (nicht dargestellt), der am Kettensägenhauptkörper 2 vorgesehen ist, drehbar gelagert.
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Der zweite Kopplungshebel 222 weist an einem mittleren Abschnitt einen Wellenabschnitt 222a auf, und der Wellenabschnitt 222a ist an einem Wellenlagerabschnitt (nicht dargestellt), der am Kettensägenhauptkörper 2 vorgesehen ist, drehbar gelagert. An einem Endabschnitt (einschließlich dessen Umgebung) des zweiten Kopplungshebels 222 ist ein Ende der Spiralspannfeder 23 angebracht, und am anderen Endabschnitt (einschließlich dessen Umgebung) des zweiten Kopplungshebels 222, der den Wellenabschnitt 222a (also den Drehmittelpunkt) einschließt, ist der andere Endabschnitt 21b des Bremsbands 21 befestigt (festgehakt). Das andere Ende der Spiralspannfeder 23 ist an einem Befestigungsabschnitt 32 wie etwa einem Ansatz befestigt, der am Kettensägenhauptkörper 2 gebildet ist. Daher übt die Spiralspannfeder 23 eine Vorspannkraft (Federkraft) auf den zweiten Kopplungshebel 222 aus, die den zweiten Kopplungshebel 222 in Drehung versetzt.
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Das Kopplungselement 223 koppelt den ersten Kopplungshebel 221 und den zweiten Kopplungshebel 222 drehbar aneinander. Konkret koppelt das Kopplungselement 223 den anderen Endabschnitt des ersten Kopplungshebels 221 und eine bestimmte Stelle, die weiter zum einen Endabschnitt hin angeordnet ist als der Wellenabschnitt 222a (Drehmittelpunkt) des zweiten Kopplungshebels 222. In der vorliegenden Ausführungsform ist das Kopplungselement 223 durch eine erste Kopplungsplatte 2231 und eine zweite Kopplungsplatte 2232 gebildet, und zwischen den Platten 2231, 2232 sind der andere Endabschnitt des ersten Kopplungshebels 221 und die bestimmte Stelle des zweiten Kopplungshebels 222 mit einem bestimmten Abstand angeordnet. Die zweite Kopplungsplatte 2232 weist außerdem einen Vorsprungabschnitt 2232a auf, der, wenn der Kopplungsmechanismus 22 sich in dem Zustand aus 3 befindet, weiter als der zweite Kopplungshebel 222 nach vorne vorspringt (siehe 4).
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5 ist eine erläuternde Ansicht des grundlegenden Betriebs (Positionswechsels) des Kopplungsmechanismus 22. 5(A) zeigt eine Position des Kopplungsmechanismus 22, wenn sich der als Abzugelement dienende Handschutz 6 in der Normalstellung befindet, und 5(B) zeigt eine Position des Kopplungsmechanismus 22, wenn der Handschutz 6 aus der Normalstellung nach vorne gedreht wurde.
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Wie in 5(A) gezeigt, wird die Drehung des ersten Kopplungshebels 221 in Pfeilrichtung A eingeschränkt, wenn sich der Handschutz 6 in der Normalstellung befindet. Daher wird der Kopplungsmechanismus 22 in einem Sperrzustand gehalten, in dem er seine Position nicht durch die Federkraft der Spiralspannfeder 23 wechselt. In diesem Fall befindet sich der andere Endabschnitt des zweiten Kopplungshebels 222, der am anderen Endabschnitt 21b des Bremsbands 21 befestigt ist, innerhalb seines Bewegungsbereichs in einer Position, die der Kupplungstrommel 12 am nächsten ist, und der Kopplungsmechanismus 22 befindet sich im Bandlockerungszustand.
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Wenn der Handschutz 6 aufgrund von Trägheitskraft, die im Falle eines Rückschlags auftritt, oder einer Betätigung durch den Benutzer aus der Normalstellung nach vorne gedreht wird, dreht sich damit auch der erste Kopplungshebel 221 in Pfeilrichtung B (siehe 5(B)). Dadurch wird der Sperrzustand des Kopplungsmechanismus 22 aufgehoben, und der erste Kopplungshebel 221 wird, wie in 5(B) gezeigt, durch die Federkraft der Spiralspannfeder 23 weiter in Pfeilrichtung B gedreht, und der zweite Kopplungshebel 222 wird in Pfeilrichtung C gedreht. Dadurch bewegt sich der andere Endabschnitt des zweiten Kopplungshebels 222 in einer Richtung weg von der Kupplungstrommel 12 und zieht am anderen Endabschnitt 21b des Bremsbands 21, und der Kopplungsmechanismus 22 wechselt aus dem Bandlockerungszustand in den Bandzugzustand. Dabei dreht sich der Handschutz 6 in seine vordere Drehstellung, die am weitesten vorne in seinem Bewegungsbereich liegt.
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Wenn sich der Kopplungsmechanismus 22 im Bandzugzustand befindet (siehe 5(B)) und der Handschutz 6 aufgrund einer Betätigung durch den Benutzer aus der vorderen Drehstellung in die Normalstellung zurückgebracht wird, wird durch die Rückstellbetätigung des Handschutzes 6 der erste Kopplungshebel 221 in Pfeilrichtung A gedreht, so dass der Kopplungsmechanismus 22 in den Bandlockerungszustand zurückkehrt (siehe 5(A)).
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Durch ihren oben beschriebenen grundlegenden Aufbau und ihre Betriebsweise kann die Bremsvorrichtung 20 für den Fall, dass Rückschlag auftritt oder der Benutzer den Handschutz 6 nach vorne bringt, die Sägekette 4 anhalten und den Anhaltezustand der Sägekette 4 beibehalten. In der vorliegenden Ausführungsform weist die Bremsvorrichtung 20 jedoch außerdem einen Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 für die Sägekette 4 auf, um einen vom Benutzer nicht beabsichtigten Betrieb der Sägekette 4 zu verhindern. Der Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 ist derart ausgestaltet, dass er den Kopplungsmechanismus 22 ständig im Bandzugzustand hält, solange der Sperrhebel 9 (entspricht dem Betätigungsabschnitt der vorliegenden Erfindung) nicht betätigt wird. In Folgenden wird der Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 beschrieben.
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Der Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 weist einen ersten Drehhebel 241, der in der Nähe des Kopplungsmechanismus 22 angeordnet ist, eine Kompressionsfeder 242, die auf den ersten Drehhebel 241 einwirkt, einen zweiten Drehhebel 243, der in der Nähe des Sperrhebels 9 angeordnet ist, und ein Kopplungskabel 244 auf, das den ersten Drehhebel 241 und den zweiten Drehhebel 243 aneinander koppelt (siehe 3).
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Der erste Drehhebel 241 weist an einem mittleren Abschnitt einen Wellenabschnitt 241 auf, und der Wellenabschnitt 241a ist an einem Wellenlagerabschnitt (nicht dargestellt), der am Kettensägenhauptkörper 2 vorgesehen ist, drehbar gelagert. Die Kompressionsfeder 242 ist an einem am Kettensägenhauptkörper 2 gebildeten Anbringungsabschnitt (nicht dargestellt) angebracht und spannt die eine Endabschnittsseite des ersten Drehhebels 241 (vom Kopplungsmechanismus 22 entfernter Endabschnittsbereich) dauerhaft vor.
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Der zweite Drehhebel 243 ist über ein im mittleren Abschnitt gebildetes Einführloch 243a von einer Lagerwelle (nicht dargestellt), die am Oberseitengriff 5 gebildet ist, drehbar gelagert. Der eine Endabschnitt (einschließlich dessen Umgebung) des zweiten Drehhebels 243 liegt am unteren Abschnitt des Sperrhebels 9 an oder ist daran gekoppelt, und der zweite Drehhebel 243 dreht sich zusammen mit einer Herabdrückbetätigung des Sperrhebels 9 um die Lagerwelle.
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Das Kopplungskabel 244 koppelt den einen Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 und den anderen Endabschnitt (einschließlich dessen Umgebung) des zweiten Drehhebels 243 aneinander. Der Teil des Koppelungskabels 244 auf der Seite des ersten Drehhebels 241 ist auf der Innenseite der Kompressionsfeder 242 angeordnet. Das heißt, das Kopplungskabel 244 erstreckt sich vom anderen Endabschnitt des zweiten Drehhebels 243 ins Innere des Oberseitengriffs 5 und des Kettensägenhauptkörpers 2, verläuft durch das Innere der Kompressionsfeder 242 und ist mit dem einen Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 verbunden. Das Kopplungskabel 244 ist beispielsweise als ein Bowdenzug gebildet und überträgt hauptsächlich die von der Drehung des zweiten Drehhebels 243 erzeugte Zugkraft, oder anders ausgedrückt, die den Sperrhebel 9 herabdrückende Betätigungskraft auf den einen Endabschnitt des ersten Drehhebels 241.
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6 eine erläuternde Ansicht der Betriebsweise des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24. 6(A) ist eine Ansicht, die einen Zustand des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 zeigt, in dem der Sperrhebel 9 nicht drückend betätigt wird (der Sperrhebel 9 sich also in der Nichtbetätigungsstellung befindet), und 6(B) ist eine Ansicht, die einen Zustand des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 zeigt, in dem der Sperrhebel 9 drückend betätigt wird.
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Wenn, wie in 6(A) gezeigt, der Sperrhebel 9 nicht drückend betätigt wird, ist der andere Endabschnitt des ersten Drehhebels 241, also der Endabschnitt (einschließlich dessen Umgebung), der auf der Seite liegt, die mit dem Drehmittelpunkt dazwischen dem von der Kompressionsfeder 242 beaufschlagten einen Endabschnitt gegenüberliegt, im Bewegungsweg des Kopplungsmechanismus 22 (gezeigt durch eine gedachte Linie) angeordnet. Konkret ist der andere Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 in einer ersten Position im Bewegungsweg des Kopplungsabschnitts des Kopplungshebels 221 und des Kopplungselements 223 am Kopplungsmechanismus 22 oder einer Stelle in dessen Umgebung angeordnet.
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Wenn der Sperrhebel 9 betätigt wird, dreht sich der zweite Drehhebel 243, wie 6(B) gezeigt, in Pfeilrichtung D und zieht am Kopplungskabel 244, und diese Zugkraft wird auf den einen Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 übertragen. Dadurch dreht sich der erste Drehhebel 241 entgegen der Federkraft der Kompressionsfeder 242 in Pfeilrichtung E. Der andere Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 verlagert sich daraufhin aus der Position im Bewegungsweg des Kopplungsmechanismus 22, oder konkreter in eine zweite, vom Bewegungsweg des Kopplungsabschnitts des Kopplungshebels 221 und des Kopplungselements 223 am Kopplungsmechanismus 22 oder einer Stelle in dessen Umgebung zurückgezogene zweite Position.
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Wenn die drückende Betätigung des Sperrhebels 9 aufgehoben wird, kehrt der Sperrhebel 9 in die Nichtbetätigungsstellung zurück, und damit kehrt der Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 aus dem Zustand in 6(B) in den Zustand in 6(A) zurück. Das heißt, der andere Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 kehrt aus der zweiten Position außerhalb des Bewegungswegs des Kopplungsmechanismus 22 in die erste Position im Bewegungsweg des Kopplungsmechanismus 22 zurück. Daher entspricht der erste Drehhebel 241 dem „Verlagerungselement” der vorliegenden Erfindung.
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Als Nächstes soll unter Bezugnahme auf 7 und 8 die Wirkungsweise des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 beschrieben werden. 7 zeigt erläuternde Ansichten des Betriebs der Bremsvorrichtung 20, wenn der Benutzer während der Benutzung der Kettensäge 1 seine Hand von einem Oberseitengriff 5 löst.
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7(A) zeigt einen Zustand der Bremsvorrichtung 20 während der Benutzung der Kettensäge 1. Während der Benutzung der Kettensäge 1 wird der Sperrhebel 9 vom Benutzer drückend betätigt, und der andere Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 befindet sich in der zweiten Position außerhalb des Bewegungswegs des Kopplungsmechanismus 22. Der Handschutz 6 ist in der Normalstellung und der Kopplungsmechanismus 22 befindet sich im Bandlockerungszustand. Daher kann sich die Kupplungstrommel 12 drehen, und die Sägekette 4 wird durch die Betätigung des Gashebels 8 durch den Benutzer betrieben.
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Löst der Benutzer während der Benutzung der Kettensäge 1 die Hand vom Oberseitengriff 5, so kehrt der Sperrhebel 9, wie in 7(B) gezeigt, aus der drückend betätigten Stellung in die Nichtbetätigungsstellung zurück, und damit dreht sich der zweite Drehhebel 243 des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 in Pfeilrichtung F. Daraufhin wird die auf das Kopplungskabel 244 wirkende Zugkraft aufgehoben, und der erste Drehhebel 241 dreht sich aufgrund der Federkraft der Kompressionsfeder 242 in Pfeilrichtung G. Dadurch verlagert sich der andere Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 aus der zweiten Position außerhalb des Bewegungswegs des Kopplungsmechanismus 22 (zurück) in die erste Position im Bewegungsweg des Kopplungsmechanismus 22. Indem nun der andere Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 den Kopplungsabschnitt des Kopplungshebels 221 und des Kopplungselements 223 am Kopplungsmechanismus 22 oder eine Stelle in dessen Umgebung drückt, bewirkt er einen Positionswechsel des Kopplungsmechanismus 22. Dadurch wird der Sperrzustand des Kopplungsmechanismus 22 aufgehoben.
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Wird der Sperrzustand aufgehoben, wird die Position des Kopplungsmechanismus 22 durch die Federkraft der Spiralspannfeder 23 weiter verändert. Das heißt, der zweite Kopplungshebel 222 dreht sich, wie in 7(C) gezeigt, in Pfeilrichtung C, und der andere Endabschnitt des zweiten Kopplungshebels 222 bewegt sich in einer Richtung weg von der Kupplungstrommel 12, wodurch der Kopplungsmechanismus 22 in den Bandzugzustand eintritt. Daher werden die Kupplungstrommel 12 und die Sägekette 4 unverzüglich angehalten, und der Anhaltezustand der Sägekette 4 wird beibehalten. Indem der Kopplungsmechanismus 22 aus dem Bandlockerungszustand in den Bandzugzustand wechselt, bewegt sich der Handschutz 6 ebenso wie für den Fall, dass Rückschlag auftritt, aus der Normalstellung in die vordere Drehstellung.
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8 zeigt erläuternde Ansichten eines Ablaufs zum Aufheben des Anhaltezustands der Sägekette 4 durch die Bremsvorrichtung 20 (allerdings ist der Handschutz 6 nicht dargestellt).
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8(A) zeigt einen Zustand der Bremsvorrichtung 20, in dem der Anhaltezustand der Sägekette 4 beibehalten wird (der gleiche Zustand wie der in 7(C) gezeigte). In diesem Fall befindet sich der Handschutz 6 in der vorderen Drehstellung. Der Sperrhebel 9 befindet sich in der Nichtbetätigungsstellung, und der andere Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24 befindet sich in der ersten Position im Bewegungsweg des Kopplungsmechanismus 22. Auch wenn der Benutzer in diesem Zustand versucht, den Handschutz 6 aus der vorderen Drehstellung in die Normalstellung zurückzubringen, liegt, wie in 8(B) gezeigt, der Kopplungsabschnitt des Kopplungshebels 221 und des Kopplungselements 223 am Kopplungsmechanismus 22 oder die Stelle in dessen Umgebung am anderen Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 an und lässt sich nicht weiter bewegen. Daher kann der Benutzer die den Kopplungsmechanismus 22 nicht bis in den Sperrzustandsposition zurückbringen, und wenn der Benutzer die Hand vom Handschutz 6 löst, tritt der Kopplungsmechanismus 22 aufgrund der Federkraft der Spiralspannfeder 23 in den Bandzugzustand ein. Mit einer bloßen Betätigung des Handschutzes 6 kann der Benutzer daher den Bandzugzustand des Kopplungsmechanismus 22 nicht in den Bandlockerungszustand wechseln lassen, also den Anhaltezustand der Sägekette 4 aufheben.
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Wenn aber der Benutzer den Sperrhebel 9 drückend betätigt, dreht sich der erste Drehhebel 241, wie in 8(C) gezeigt, in Pfeilrichtung E, und der andere Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 bewegt sich in die zweite Position außerhalb des Bewegungswegs des Kopplungsmechanismus 22. Daher wird der Kopplungsabschnitt des Kopplungshebels 221 und des Kopplungselements 223 am Kopplungsmechanismus 22 oder eine Stelle in dessen Umgebung nicht vom anderen Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 behindert. Deshalb kann der Benutzer den Handschutz 6 aus der vorderen Drehstellung in die Normalstellung zurückbringen, wodurch der Kopplungsmechanismus 22 in den Bandlockerungszustand eintritt, und der Anhaltezustand der Sägekette 4 wird aufgehoben. Löst der Benutzer jedoch die Hand vom Sperrhebel 9, bewegt sich der andere Endabschnitt des ersten Drehhebels 241 in die erste Position und drückt gegen den Kopplungsabschnitt des Kopplungshebels 221 und des Kopplungselements 223 am Kopplungsmechanismus 22 oder die Stelle in dessen Umgebung, weshalb der Sperrzustand des Kopplungsmechanismus 22 aufgehoben wird und er wieder in den Bandzugzustand zurückkehrt (siehe 7(B), (C)).
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Wie oben beschrieben, wechselt bei der Bremsvorrichtung 20 der Kopplungsmechanismus 22 aus dem Bandlockerungszustand in den Bandzugzustand, wenn sich durch die Trägheitskraft beim Auftreten von Rückschlag der Handschutz 6 nach vorne dreht. Wenn also beispielsweise Rückschlag auftritt, hält das Bremsband 21 innerhalb kürzester Zeit die Außenumfangsfläche der Kupplungstrommel 12 fest und hält die Drehung der Kupplungstrommel 12 und des Kettenrads 13 an, womit auch die Sägekette 4 angehalten wird.
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Die Bremsvorrichtung 20 (bzw. ihr Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 24) weist den ersten Drehhebel 241 auf, und der erste Drehhebel 241 wird durch die Kompressionsfeder 242 in die erste Position im Bewegungsweg des Kopplungsmechanismus 22 vorgespannt, und durch Betätigen des Sperrhebels 9 aus der ersten Position in die zweite Position außerhalb des Bewegungswegs des Kopplungsmechanismus 22 verlagert. Wenn sich der erste Drehhebel 241 in der ersten Position befindet, verhindert er einen Wechsel des im Bandzugzustand befindlichen Kopplungsmechanismus 22 in den Bandlockerungszustand, und wenn die Betätigung des Sperrhebels 9 aufgehoben wird und er aus der zweite Position in die erste Position zurückkehrt, wirkt er unmittelbar auf den Kopplungsmechanismus 22 ein und lässt den im Bandlockerungszustand befindlichen Kopplungsmechanismus 22 in den Bandzugzustand wechseln. Das heißt, solange bei der Bremsvorrichtung 20 der vorliegenden Ausführungsform der Benutzer den Sperrhebel 9 nicht betätigt, kann der Anhaltezustand der Sägekette 4 nicht aufgehoben werden. Auf diese Weise kann ein vom Benutzer nicht beabsichtigter Betrieb der Sägekette zuverlässig verhindert werden. Wenn der Anhaltezustand der Sägekette 4 aufgehoben wird, genügt es, dass der Benutzer den Sperrhebel 9 entgegen der Federkraft der Kompressionsfeder 242 betätigt, die den ersten Drehhebel 241 in die erste Position vorspannt, ohne dass es nötig ist, eine Betätigung auszuführen, die unmittelbar der Federkraft der als Bremsfeder dienenden Spiralspannfeder 23 entgegenwirkt. Die Betätigungskraft beim Aufheben des Anhaltezustands der Sägekette 4, also die Betätigungskraft des Sperrhebels 9 bleibt daher gering.
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In der oben beschriebenen Ausführungsform ist der Motor die Antriebsquelle der Kettensäge 1. Allerdings liegt in dieser Hinsicht keine Beschränkung vor, und die vorliegende Erfindung kann auch auf eine Kettensäge mit einem Elektromotor als Antriebsquelle angewandt werden.
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Die oben beschriebene Ausführungsform ist derart ausgestaltet, dass der erste Drehhebel 241 sich zusammen mit der Betätigung des Sperrhebels 9 zwischen einer ersten Position im Bewegungsweg des Kopplungsmechanismus 22 und einer zweiten Position außerhalb des Bewegungswegs des Kopplungsmechanismus 22 verlagert. Allerdings liegt in dieser Hinsicht keine Beschränkung vor. Es genügt, wenn der erste Drehhebel 241 zusammen mit einem Betätigungsabschnitt der Kettensäge 1, den der Benutzer betätigen kann und der nicht der Handschutz 6 ist, zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position verlagert wird. Beispielsweise kann der erste Drehhebel 241 derart ausgestaltet sein, dass er zusammen mit der Betätigung des Gashebels 8 zwischen der ersten Position und der zweiten Position verlagert wird. In diesem Fall wird der erste Drehhebel 241 durch Betätigen des Gashebels 8 zwischen einer ersten Position und einer zweiten Position verlagert. Auch auf diese Weise kann die gleiche Wirkung wie bei der oben beschriebenen Ausführungsform erzielt werden.
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Anstelle des ersten Drehhebels 241 kann auch ein Drehhebel vorgesehen sein, der sich zusammen mit der Betätigung des Zustandsumschalthebels 10 verlagert. Ein Ausgestaltungsbeispiel der Bremsvorrichtung 50 für diesen Fall wird nun unter Bezugnahme auf 9 und 10 beschrieben. In 9 und 10 sind Elemente, die identisch zu denjenigen der Bremsvorrichtung 20 der oben beschriebenen Ausführungsform sind, mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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9 zeigt eine schematische Gesamtansicht des Aufbaus einer anderen Bremsvorrichtung 50 mit einem anderen Aufbau als die Bremsvorrichtung 20. Wie in 9 gezeigt, weist die Bremsvorrichtung 50 das Bremsband 21, den Kopplungsmechanismus 22, die Spiralspannfeder (Bremsfeder) 23 und einen Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 54 auf.
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Um vor allem beim Anlassen des Motors noch wirksamer einen vom Benutzer nicht beabsichtigten Betrieb der Sägekette 4 zu verhindern, ist der Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 54 derart ausgestaltet, dass der Kopplungsmechanismus 22 bei einer Choke-Betätigung in den Bandzugzustand (also den Anhaltezustand der Sägekette 4) gebracht wird. Da bei der Choke-Betätigung die Drehzahl des Motors stärker als bei einem normalen Motorstart ansteigt, besteht die Gefahr, dass die Fliehkraftkupplung 11 die Drehung der Antriebswelle (des Motors) auf die Kupplungstrommel 12 überträgt. Der Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 54 verhindert daher vor allem einen Betrieb der Sägekette 4 in einem solchen Fall.
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Der Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 54 weist einen in der Nähe des Kopplungsmechanismus 22 angeordneten Drehhebel 541 und ein Kopplungskabel 542 auf, das den Zustandsumschalthebel 10 und den Drehhebel 541 aneinander koppelt. Der Drehhebel 541 ist über ein im mittleren Abschnitt gebildetes Einführloch 541a von einer Lagerwelle (nicht dargestellt), die am Kettensägenhauptkörper 2 gebildet ist, drehbar gelagert. Das Kopplungskabel 542 koppelt eine bestimmte Stelle am Zustandsumschalthebel 10 und einen Endabschnitt (einschließlich dessen Umgebung) des Drehhebels 541 aneinander. Ebenso wie das Kopplungskabel 242 in der oben beschriebenen Ausführungsform ist das Kopplungskabel 542 beispielsweise als ein Bowdenzug gebildet und überträgt die von der Betätigung des Zustandsumschalthebels 10 erzeugte Zugkraft auf den einen Endabschnitt des Drehhebels 541.
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Der Zustandsumschalthebel 10 ist außerdem über eine sich im Oberseitengriff 5 in Vorne-hinten-Richtung erstreckende Choke-Stange 543 an ein Choke-Betätigungselement 15 eines Vergasers 14 gekoppelt, der in der Nähe eines hinteren Endabschnitts des Oberseitengriffs 5 angeordnet ist. Das Choke-Betätigungselement 15 ist im Vergaser 14 aufgenommen und ist ein Element, das dazu dient, ein Choke-Ventil (nicht dargestellt), das stets in Öffnungsrichtung vorgespannt ist, schließend zu betätigen.
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10 sind erläuternde Ansichten der Wirkungsweise des Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 54 und zeigen die wesentlichen Elemente der Bremsvorrichtung 50 betrachtet von der entgegengesetzten Seite zu 9.
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10(A) zeigt einen Zustand der Bremsvorrichtung 50, wenn der Zustandsumschalthebel 10 nicht betätigt wird, also wenn sich das Zustandsumschalthebel 10 in der Betriebsstellung befindet. In diesem Zustand befindet sich der Handschutz 6 in der Normalstellung, und der Kopplungsmechanismus 22 wird im Sperrzustand gehalten und befindet sich im Bandlockerungszustand. Daher kann sich die Kupplungstrommel 12 drehen, und mit der Drehung der Kupplungstrommel 12 wird auch die Sägekette 4 angetrieben. Der andere Endabschnitt des Drehhebels 541, der den Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 54 bildet, also der Endabschnitt (einschließlich dessen Umgebung), der auf der Seite liegt, die mit dem Drehmittelpunkt dazwischen dem einen Endabschnitt gegenüberliegt, an den das Kopplungskabel 542 gekoppelt ist, befindet sich in einer Anfangsstellung, in der er nicht auf den Kopplungsmechanismus 22 einwirkt. Konkret befindet sich der andere Endabschnitt des Drehhebels 541 in einer Position in der Nähe des Vorsprungabschnitts 2232a der zweiten Kopplungsplatte 2232, die das Kopplungselement 223 des Kopplungsmechanismus 22 bildet (hier: unterhalb des Vorsprungabschnitts 2232a). Dies lässt sich auch so ausdrücken, dass der Drehhebel 541 durch ein Vorspannelement (beispielsweise eine Drehspirale), das das Choke-Ventil stets in Öffnungsrichtung vorspannt, über das Choke-Betätigungselement 15, die Choke-Stange 543, den Zustandsumschalthebel 10 und das Kopplungskabel 542 in die Anfangsstellung vorgespannt ist, in der er nicht auf den Kopplungsmechanismus 22 einwirkt.
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Wenn der Benutzer zum Erhöhen der Startleistung des Motors den Zustandsumschalthebel 10 wie in 10(B) gezeigt in Pfeilrichtung G dreht und aus der Betriebsstellung in die Choke-Stellung verlagert, zieht der Zustandsumschalthebel 10 am Kopplungskabel 542, und diese Zugkraft wird auf den einen Endabschnitt des Drehhebels 541 übertragen. Daraufhin dreht sich der Drehhebel 541 in Pfeilrichtung H, und der andere Endabschnitt des Drehhebels 541 wirkt unmittelbar auf den Kopplungsmechanismus 22 ein und lässt den im Bandlockerungszustand befindlichen Kopplungsmechanismus 22 in den Bandzugzustand wechseln. Konkret drückt der andere Endabschnitt des Drehhebels 541 gegen den Vorsprungabschnitt 2232a der zweiten Kopplungsplatte 2233 (hier: hebt sie drückend an) und verändert die Stellung des Kopplungsmechanismus 22. Dadurch wird der Sperrzustand des Kopplungsmechanismus 22 aufgehoben, und der Kopplungsmechanismus 22 tritt aufgrund der Federkraft der Spiralspannfeder 23 in den Bandzugzustand ein. Auch wenn also beim Anlassen des Motors versehentlich die Drehzahl des Motors erhöht wird und die Fliehkraftkupplung 11 die Drehung der Antriebswelle (des Motors) auf die Kupplungstrommel 12 überträgt, dreht sich die Kupplungstrommel 12 nicht, und der Betrieb der Sägekette 4 wird verhindert. Wenn der Kopplungsmechanismus 22 in die Bandzugzustandsposition wechselt, dreht sich der Handschutz 6 bis in die vordere Drehstellung.
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Wenn der Benutzer nach beendetem Anlassen des Motors den Zustandsumschalthebel 10 in die Betriebsstellung zurückbringt, kehrt auch der andere Endabschnitt des Drehhebels 541 in die Anfangsstellung zurück, in der er nicht auf den Kopplungsmechanismus 22 einwirkt. Indem der Benutzer den Handschutz 6 in die Normalstellung zurückbringt, kehrt auch der Kopplungsmechanismus 22 in den Bandlockerungszustand zurück. Es ist auch eine Ausgestaltung möglich, bei welcher der Zustandsumschalthebel 10 in die Betriebsstellung zurückkehrt, wenn der Benutzer den Gashebel 8 betätigt.
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Gemäß der Bremsvorrichtung 50 mit einem solchen Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus 54 wird ein vom Benutzer nicht beabsichtigter Betrieb der Sägekette 4 insbesondere beim Anlassen des Motors verhindert. Auch bleibt die Belastung des Benutzers (Betätigungskraft) beim Betätigen des Zustandsumschalthebels 10 gering.
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Die vorstehende Beschreibung erfolgte anhand einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und eines Abwandlungsbeispiels derselben, doch versteht es sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die beschriebene Ausführungsform und deren Abwandlungsbeispiel beschränkt ist und basierend auf dem technischen Gedanken der vorliegenden Erfindung weitere Abwandlungen, Änderungen und dergleichen möglich sind.
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Erläuterung der Bezugszeichen
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- 1: Kettensäge, 2: Kettensägenhauptkörper, 3: Führungsstange, 4: Sägekette, 5: Oberseitengriff, 6: Handschutz, 6a: Basisabschnitt des Handschutzes, 7: Seitengriff, 8: Gashebel, 9: Sperrhebel, 10: Zustandsumschalthebel, 11: Fliehkraftkupplung, 12: Kupplungstrommel, 13: Kettenrad, 14: Vergaser, 15: Choke-Betätigungselement, 20: Bremsvorrichtung, 21: Bremsband, 22: Kopplungsmechanismus, 23: Spiralspannfeder, 24: Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus, 221: erste Kopplungshebel, 222: zweite Kopplungshebel, 223: Kopplungselement, 241: erste Drehhebel, 242: Kompressionsfeder, 243: zweite Drehhebel, 244: Kopplungskabel, 50: Bremsvorrichtung, 54: Fehlbetriebsverhinderungsmechanismus, 541: Drehhebel, 542: Kopplungskabel, 2231: erste Kopplungsplatte, 2232: zweite Kopplungsplatte, 2232a: Vorsprungabschnitt
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 3639650 A1 [0003, 0004, 0005]