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Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen verbesserten Reitzügelsatz bzw. ein verbessertes Reitzügelset, und insbesondere auf einen Reitzügelsatz, der auf eine herkömmliche Art und Weise verwendet werden kann, aber gleichwohl geeignet ist, für das Reittier eine Reithilfe unabhängig vom Reiter vorzusehen.
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Hintergrund der Erfindung
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Die Steuerung bzw. Kontrolle eines Reittiers, typischerweise eines Pferdes oder eines Ponys, während es unter Sattel und Zaumzeug geritten wird, wird durch den Reiter erreicht und hängt von dem Niveau des Reiters an Fähigkeit und physischen Eigenschaften ab. Die Reiter erreichen die Steuerung bzw. Kontrolle des Reittiers durch den Sitz, das heißt die Verteilung des Gewichts des Reiters auf den Körper des Reittiers durch den Sattel; durch die Zügel; und durch Verändern der Position der Beine des Reiters bezüglich des Körpers des Reittiers.
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Um ein effektiver Reiter zu werden und in Kooperation mit einem Reittier zu arbeiten, müssen die Reiter lernen, ihre Hände unabhängig von deren Sitz und Beinen zu verwenden. Reiter streben danach, einen weichen, beständigen Kontakt mit dem Maul des Reittiers durch die Zügel, Hände und Arme zu halten. Falls sich ein Reittier in die Zügel lehnt oder seinen Kopf nach unten zieht, kann der Reiter Probleme haben, das Reittier zu steuern bzw. zu kontrollieren. Derartige Gewohnheiten können verursachen, dass der Reiter Vertrauen, Gleichgewicht und die Kontrolle über das Reittier verliert. Dies ist ein besonderes Problem für junge Kinder, welche nicht die Stärke oder das Gewicht von Erwachsenen besitzen, und die nicht die Reiterfahrung oder -fähigkeit von älteren Reitern besitzen könnten. Es ist nicht ungewöhnlich für ein Reittier, insbesondere ein Kinderpony, sich nach unten nach Gras zu bücken, während es geritten wird. Oftmals werden unerfahrene Kinder nach vorne aus dem Sattel herausgezogen. Das Kind kann nach vorne gezogen werden, und zwar derart, dass es nicht im Gleichgewicht ist, Steuerung bzw. Kontrolle verliert, oder es kann geradewegs aus dem Sattel herausgerissen werden und auf den Boden fallen.
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Dies ist nicht ein neues Problem. Viele Formen von Zaumzeugausrüstung wurden entwickelt, um dies anzusprechen. Zum Beispiel wird ein Typ von Zügel herkömmlicherweise verwendet, der als ein „Graszügel” bekannt ist. Ein „Graszügel” ist von dem in den Händen des Reiters gehaltenen Zügel getrennt. Ein Typ von „Graszügel” ist an einem Ende an dem Gebissring und an dem anderen Ende an dem Sattel, üblicherweise an einem der D-Ringe des Sattels, angebracht. Derartige Graszügel werden typischer Weise in Paaren verwendet. Ein weiterer Typ von „Graszügel” erstreckt sich von einem der D-Ringe des Sattels, durch einen der Gebissringe, über das Genick des Reittiers; durch den anderen Gebissring und zurück zu einem D-Ring auf der gegenüberliegenden Seite des Sattels. Diese Graszügel arbeiten auf unterschiedliche Weisen. Der erste Typ sieht eine feste Länge des Zügels vor, so dass, falls das Reittier schnappt oder seinen Kopf senkt, eine Kraft auf das Gebiss ausgeübt wird. Der zweite Typ sieht wiederum eine feste Länge des Zügels vor, aber übt Druck auf das Genick sowie auf das Gebiss aus.
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Beide dieser Typen von „Graszügel” können wirksam sein, ein Reittier daran zu hindern, seinen Kopf zu senken und/oder nach dem Gebiss zu schnappen. Jedoch werden sie von manchen als unansehnlich angesehen, manche Reittiere widersetzen sich diesen und in einigen Wettbewerbsdisziplinen sind diese nicht gestattet.
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Es ist nicht nur beim Kinderreiten, wo der Reiter erfahren kann, dass die Zügel aus den Händen gezogen bzw. gerissen werden. Erwachsene Reiter können dies ebenfalls erfahren. Das Reittier kann nach dem Gebiss schnappen und daher nach den Zügeln und den Händen des Reiters, und zwar aus Gewohnheit oder aufgrund einer Unbequemlichkeit im Maul oder aufgrund von einem Mangel an Erfahrung darin, von einem Reiter durch das Zaumzeug gesteuert bzw. kontrolliert zu werden.
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US 2,426,716 stellt eine Steuer- bzw. Kontrolleinrichtung für Pferde dar, die sehr ähnlich zu dem ersten Typ des oben beschriebenen „Graszügels” ist.
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Eine Anzahl von Versuchen, und zwar zusätzlich zu den oben beschriebenen „Graszügeln”, wurde gemacht, um Zaumzeuge zu entwickeln, die die oben erwähnten Probleme ansprechen.
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Zum Beispiel beschreibt
DE 3,201,931 einen Zügel, der ein flexibles Element an dem Ende des Zügels aufweist, das an dem Gebiss befestigt ist. Das flexible Element erstreckt sich zwischen dem Gebissring und einem an dem Zügel befestigten Clip. Wenn keine Kraft auf den Zügel ausgeübt wird, liegt das Ende des Zügels zwischen dem Gebissring und dem Clip lose bzw. ist schlaff. Wenn der Reiter eine Kraft auf den Zügel ausübt, beispielsweise eine Kraft, um das Reittier zu veranlassen, abzubremsen, muss diese Kraft das flexible Element auf dieselbe Länge wie die Länge des Zügels zwischen dem Gebissring und dem Clip dehnen, bevor die vollständige Kraft von dem Reiter auf das Gebiss übertragen werden kann. Daher gibt es ein allmähliches Aufbauen der Kraft auf dem Gebiss. Es wird behauptet, dass derartige Zügel vorteilhaft für Reiter sind, die mit ihren Händen herumfuchteln oder ihre Hände in einer zu groben Weise verwenden.
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FR 2,930,537 beschreibt eine Variation eines „Zugzügels”, wobei die Variation darin besteht, dass anstelle des Zugzügels, welcher durch die Gebissringe läuft, er durch Ringe läuft, die mit Clips an den Enden der Zügel in der Nähe der Gebissringe angebracht sind, und dass die Enden des Zugzügels, die an dem Sattel angebracht werden, dies mittels eines elastischen Elements bzw. Gummielements sind.
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US 5,094,062 beschreibt eine Variation eines Zügels, der sowohl als „deutsches Martingal” und „Market Harborough” bekannt ist. Eine derartige Einrichtung kombiniert im Effekt einen herkömmlichen Zügel mit einem Zugzügel. Ein herkömmlicher Zügel wird an den Gebissringen befestigt und zwei zweite Zügel erstrecken sich von dem Sattelgurt durch die Gebissringe und werden an Clips an den Standardzügeln befestigt. Die Variation, welche in
US 5,094,062 beschrieben wird, ist, dass anstelle der zweiten Zügel, die an dem Sattelgurt unter dem Körper des Reittiers befestigt werden, die zweiten Zügel an D-Ringen an dem Sattel befestigt sind.
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Sowohl
FR 2,930,537 und
US 5,094,062 vervielfachen den Betrag an Kraft, den ein Reiter auf das Reittier durch das Gebiss ausüben kann, und zwar durch den mechanischen Vorteil, der dadurch vorgesehen wird, indem die Zügel an einem Ende an dem Sattel oder Sattelgurt des Reittiers befestigt werden. Derartige Ausrüstungsstücke würden normalerweise nicht als für Kinder oder andere unerfahrene Reiter geeignet angesehen.
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WO 99/37579 beschreibt eine Reitsteuerhilfe bzw. Reitkontrollhilfe, die zusätzlich zu dem in den Händen des Reiters gehaltenen Standardzügeln auf jeder Seite des Reittierkopfs einen Zügel vorsieht, der sich von dem D-Ring des Sattels, durch das Gebiss, durch einen an dem Zaumzeug in der Nähe des Stirnriemens davon angebrachten Clip und zurück durch den D-Ring erstreckt, wodurch eine dreieckige Schleife gebildet wird. Der Zügel, der die Steuer- bzw. Kontrollhilfe bildet, kann im Wesentlichen nicht ausdehnbar sein, oder kann einen flexiblen Teil aufweisen.
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Keiner der Versuche, die oben beschriebenen Probleme anzusprechen, spricht das Problem der äußeren Erscheinung an. Außerdem würden alle der oben erwähnten Einrichtungen, mit Ausnahme des in der
DE 3,201,931 beschriebenen Zügels, die Zeit beträchtlich erhöhen, die erforderlich ist, um das Reittier für das Gerittenwerden vorzubereiten.
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Es ist deshalb das Ziel der Erfindung einen verbesserten Zügel vorzusehen, der effektiv dahingehend ist, ein Reittier daran zu hindern, seinen Kopf zu senken oder nach dem Gebiss zu schnappen, der schnell und einfach angebracht werden kann, und der nicht unansehnlich ist.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Gemäß der Erfindung ist ein Reitzügelsatz vorgesehen, der wenigstens einen ersten Zügel, dessen eines Ende an eine Komponente eine Zaumzeugs befestigbar bzw. anbringbar ist, und wenigstens einen zweiten Zügel aufweist, wobei der zweite Zügel Befestigungsmittel an jedem Ende davon besitzt, wobei die Befestigungsmittel an einem Ende des zweiten Zügels für eine Befestigung an einem Sattel aufgebaut sind, und wobei die Befestigungsmittel an einem weiteren bzw. anderen Ende des zweiten Zügelelements für eine Befestigung an dem ersten Zügel aufgebaut sind.
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Vorzugsweise weist der Reitzügelsatz zwei erste Zügel und zwei zweite Zügel auf, wobei jeder der ersten Zügel an Komponenten des Zaumzeugs an gegenüberliegenden Seiten des Zaumzeugs anbringbar ist, und jeder der zweiten Zügel an einem jeweiligen einen der ersten Zügel und dem Sattel anbringbar ist.
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Vorteilhafterweise weist das oder jedes zweite Zügelelement ein elastisches Teil bzw. einen elastischen Teil auf.
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Vorteilhafterweise weist der erste Zügel wenigstens ein Befestigungselement auf, an welches das zweite Zügelelement befestigt bzw. angebracht werden kann.
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Der erste langgestreckte Zügel kann eine Vielzahl von beabstandeten Befestigungselementen aufweisen.
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Das Befestigungselement kann ein Loch oder ein D-Ring kann.
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Die Befestigungsmittel des zweiten Zügels können aufgebaut sein, um an einem D-Ring befestigt bzw. angebracht zu werden.
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Die Befestigungsmittel an einem oder beiden Enden des zweiten Zügels können wenigstens eines der Folgenden aufweisen: ein Clip, ein Gurt, eine Schnürung und eine Schnalle.
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Der oder jeder erste Zügel kann eine innere Oberfläche und eine äußere Oberfläche aufweisen und der zweite Zügel kann an den ersten Zügel von der Innenseite davon befestigbar bzw. anbringbar sein.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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In den Zeichnungen, die bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellen und beispielhafterweise sind:
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1 ist eine schematische Darstellung des Reitzügels in einer Draufsicht;
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2 ist eine schematische Darstellung des Reitzügels im Gebrauch in einer Draufsicht;
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3 ist eine schematische Darstellung des an ein Reittier angebrachten Reitzügels in einer Seitenansicht; und
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4 ist eine schematische Darstellung der Komponententeile des Reitzügels.
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Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Die 1 und 4 stellen einen Reitzügelsatz gemäß der Erfindung dar, wobei der Zügelsatz zwei erste Zügel 1 aufweist. Ein Ende jedes ersten Zügels 1 weist Befestigungsmittel 2 für das Befestigen der Zügel 1 an einem Teil des Zaumzeugs, zum Beispiel einem Gebiss, auf. Befestigungsmittel 2 können Schnallen, Zaumhaken, Schlaufen oder Clips sein. Alternativ kann das Ende 2 des Zügels 1 beispielsweise auf einen Gebissring geheftet sein. Das andere Ende jedes ersten Zügels 1 sind aneinander befestigt. Einer der ersten Zügel 1 ist mit einer Schnalle 8 versehen, wobei der andere der ersten Zügel ein Loch 3 aufweist, um den Dorn der Schnalle aufzunehmen, wodurch die zwei ersten Zügel 1 miteinander befestigt sind.
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Jeder Zügel 1 weist eine Vielzahl von Löchern 3 auf. Diese Löcher 3 gestatten es einer Schnalle an dem Zügel 1 angebracht zu werden.
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Der Zügelsatz weist zwei zweite Zügel 4 auf. Jeder zweite Zügel 4 weist Befestigungsmittel an jedem Ende davon auf. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Befestigungsmittel an einem Ende des zweiten Zügels 4 in der Form einer Schnalle 6, deren Dorn 6a mit einem der Löcher 3 in dem ersten Zügel 1 in Eingriff kommt, wodurch der zweite Zügel 4 an dem ersten Zügel 1 befestigt wird. Die Befestigungsmittel an dem anderen Ende des zweiten Zügels 4 weisen einen federvorgespannten Clip 7 auf, welcher zur Befestigung an und Freigabe von an einem Sattel angebrachten D-Ringen geöffnet wird.
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Jeder zweite Zügel 4 weist einen Teil 5 auf, der aus elastischem Material, wie zum Beispiel Gummi, hergestellt ist, so dass, wenn eine Zugkraft an dem zweiten Zügel 4 angelegt wird, der Teil 5 sich dehnen wird.
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2 zeigt den Zügelsatz der Erfindung, wobei die ersten Zügel 1 an den Ringen 10 eines Gebisses 9 befestigt sind, und die Clips 7 der zweiten Zügel 4 sind an D-Ringe 12 eines Sattels 11 befestigt. Die Clips 7 müssen nicht verwendet werden. Alternative Befestigungsmittel, wie zum Beispiel ein Gurt, können verwendet werden. Zum Beispiel könnten ein Ledergurt mit einer Schnalle als eine Alternative zu den dargestellten Clips 7 verwendet werden.
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3 zeigt den Zügelsatz der Erfindung im Gebrauch auf einem gesattelten Reittier. Das Reittier ist mit einem Zaumzeug 13 ausgerüstet, welches das Gebiss unterstützt (siehe das Gebiss 9 in 2). Jeder erste Zügel 1 ist an einem der Gebissringe 10 befestigt. Die ersten Zügel 1 werden von einem Reiter auf eine herkömmliche Weise verwendet. Jeder zweite Zügel 4 ist an einem der ersten Zügel 1 und dem Sattel 11 befestigt, in diesem dargestellten Ausführungsbeispiel an den D-Ringen 12 befestigt.
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4 zeigt die Komponententeile des Zügelsatzes der vorliegenden Erfindung getrennt voneinander und zeigt ebenfalls Verlängerungsstücke 14, welche an die Schnallen 6 der zweiten Zügel angebracht werden, um jeden zweiten Zügel länger zu machen, wodurch es den zweiten Zügeln gestattet wird, mit Reittieren unterschiedlicher Größe verwendet zu werden.
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Die Wirkung des Zügelsatzes wird nun unter besonderer Bezugnahme auf 3 beschrieben werden. Wie von einem Fachmann verstanden wird, wenn der zweite Zügel 4 locker bzw. schlaff ist (in 3 gezeigt), hat der zweite Zügel 4 sehr wenig Auswirkung auf den ersten Zügel 1 und daher das Gebiss 9 und das Reittier. Der Reiter kann die ersten Zügel 1 auf dieselbe Weise verwenden, wie wenn die zweiten Zügel 4 nicht vorhanden wären. Jedoch, falls das Reittier seinen Kopf nach vorne ausstrecken sollte oder seinen Kopf zum Boden hin senken sollte, würden die zweiten Zügel 4 gespannt und dort, wo die zweiten Zügel 4 einen elastischen Teil aufweisen, würden sie sich dehnen. An dem Punkt, wo die zweiten Zügel 4 in Spannung kommen, wird eine Kraft auf das Maul des Reittiers über das Gebiss 9 ausgeübt. Unter der Annahme, dass der Reiter nicht an den ersten Zügeln 1 zieht, ist die auf das Gebiss von den zweiten Zügeln 4 ausgeübte Kraft unabhängig vom Reiter. Dies ist besonders günstig für junge Reiter, deren Reittiere oft eine Neigung haben, danach zu streben, Gras zu fressen, während sie geritten werden. Das Absenken des Kopfes, um Gras zu fressen, kann ein Kind aus dem Sattel über den Reittierkopf ziehen oder einfach das Kind aus dem Gleichgewicht bringen. Der Zügelsatz ist ebenfalls nützlich für unerfahrene Reiter, wenn sie das Reiten lernen. Die zweiten Zügel können in der Länge eingestellt werden, so dass ein leichter Kontakt durch das Gebiss auf das Maul des Reittiers gemacht wird. Der unerfahrene Reiter kann dann reiten, ohne sich zu sehr Sorgen machen zu müssen, die Geschwindigkeit des Reittiers durch das Gebiss zu steuern bzw. zu kontrollieren, während er versucht, auf eine ausbalancierte Weise in dem Sattel zu sitzen. Der Zügelsatz der Erfindung kann ebenfalls nützlich beim Training von jungen Reittieren oder Reittieren mit ungewünschten Gewohnheiten sein, und zwar besonders wenn die zweiten Zügel einen elastischen Teil aufweisen, der sich dehnt, wenn eine Zug(spannungs)kraft daran angelegt wird. Zum Beispiel kann bei einem jungen Reittier das Vorhandensein des zweiten Zügels dem jungen Reittier lehren, wie es sich im Hinblick auf seine Haltung einstellen soll, so dass das Gebiss am komfortabelsten in seinem Maul ist, wobei die Selbsteinstellung der Körperhaltung des Reittiers die Spannung in den zweiten Zügeln verändert. Eine weitere Verwendung des Zügelsatzes wäre bei dem Reittier, welches die Gewohnheit hat, nach dem Gebiss zu schnappen. Die Aktion des Schnappens nach dem Gebiss würde zur Folge haben, dass eine Kraft auf das Gebiss über die zweiten Zügel 4 ausgeübt wird. Ein derartiges Schnappen würde den Reiter nicht aus dem Gleichgewicht bringen, da die ersten Zügel 1 nicht aus den Händen des Reiters gezogen werden sollten.
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Ein weiterer Vorteil des Zügelsatzes der Erfindung besteht darin, dass die zweiten Zügel unauffällig sind und die äußere Erscheinung des Reittiers nicht beeinträchtigt, wenn es aufgezäumt ist.
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Der Zügelsatz der Erfindung wurde mit dem zweiten Zügeln befestigt an den D-Ringen des Sattels beschrieben. Selbstverständlich können die zweiten Zügel an einem anderen Teil des Sattels, wie zum Beispiel den Sattelgurten, befestigt sein. Jedoch stellen die D-Ringe einen passenden Befestigungspunkt dar.
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Der Zügelsatz der Erfindung wurde beschrieben unter Bezugnahme auf eine Befestigung an einem Gebiss. Jedoch werden Reittiere ebenfalls unter Verwendung von gebisslosen Zäumungen geritten. Bei einer gebisslosen Zäumung werden die Zügel an einem Teil des Zaumzeugs befestigt, durch welchen eine Steuer- bzw. Kontrollkraft über die Zügel von dem Reiter zu dem Reittier übertragen werden kann. Der erste Zügel des Zügelsatzes der Erfindung kann selbstverständlich an einem Teil einer gebisslosen Zäumung befestigt werden.
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Der Zügelsatz kann aus irgendeinem geeigneten Material hergestellt werden, welches bei der Herstellung von Zaumzeugen und Zügeln verwendet wird. Derartige Materialien schließen Leder und Gewebe ein.
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Der Zügelsatz kann in einer Vielfalt von unterschiedlichen Größen hergestellt werden, um Reittieren unterschiedlicher Größe zu passen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- US 2426716 [0007]
- DE 3201931 [0009, 0014]
- FR 2930537 [0010, 0012]
- US 5094062 [0011, 0011, 0012]
- WO 99/37579 [0013]