DE2118037A1 - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
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- G01M3/00—Investigating fluid-tightness of structures
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Description
- Leckölanzeigevorrichtung Die Erfindung betrifft eine Leckölanzeigevorrichtung für doppelwandige Heizöltanks, mit einem zwischen den beiden Tankwänden vom oberen Ende des Tanks bis zu dessen Boden geführten Halterohr, das ein Verbindungsmittel zwischen einer am unteren Rohrende vorgesehenen Sonde und einem oben angeordneten Anzeigeelement aufweist, wobei die Sonde aus einem Werkstoff wie Quellgummi besteht, der durch Wasser unbeeinflusstbleibt, unter der Einwirkung von öl jedoch aufquillt.
- Bei zahlreichen Lecköl-Anzeigevorrichtungen wird die chemische oder physikalische Änderung eines Sondenwerkstoffes unter der Einwirkung von öl ausgenutzt, um dadurch ein Signal auszulösen. Da die meisten Stoffe in gleicher Weise auf die Einwirkung von öl und Wasser reagieren, hat man auch schon Sondenkörper mit einem Werkstoff wie Bitumen umhüllt, der nicht durch Wasser, jedoch durch öl aufgelöst wird und erst dadurch den Zugang der Flüssigkeit zu dem beispielsweise quellförmigen Sondenkern ermöglicht. Jetzt stehen jedoch auch Werkstoffe in Form von beispielsweise Quell gummi zur Verfügung, die selbst nur unter der Einwirkung von öl zum Quellen gebracht werden, ihre Form unter Wassereinfluss aber nicht verändern. Zunächst hat man solche Werkstoffe verwendet, um durch die Volumenänderung entweder direkt Signalkontakte zu schliessen oder einen Signalschalter zu betätigen, Bei kleineren Heizöltanks ist jedoch der Aufwand für elektrische 5ignaleinrichtungen zu gross. Zum anderen wird jetzt behördlich verlangt, dass die Anzeige am oberen Tankende erfolgen soll. Man muss also eine Verbindung zwischen der unten anzubringenden Sonde und dem oben vorzusehenden Anzeigeelement schaffen, wozu ein Halterohr in der oberen Tankwand angebracht wird und bis zu der unten angebrachten Sonde reicht.
- Bei einer bekannten Anzeigevorrichtung dieser Art ist das freie untere Ende des Halterohres mit einer haubenförmigen Sonde umgeben, auf der sich das Anzeigeelement mittels einer dazwischen angeordneten Stützstange abstützt. Unter bleinwirkung soll dabei der Sitz der Haube am Halterohr aufgehoben werden, sodass sich die Stange mit dem Anzeigeelement nach unten bewegen kann, um dadurch eine Sichtanzeige zu schaffen.
- Einmal verändert sich die Form der Haube unter öleinwirkung jedoch nicht regelmässig. Zum andern bildet sich dort durch den festen Sitz am Rohrende nach längerer Zeit eine Haftkraft aus, die durch die Quellkräfte nicht ohne weiteres Uberwunden werden kann, und schliesslich muss die Sonde, um den notwendigen Fallweg für die Sichtanzeige sicherzustellen, mit grösserem Abstand vom Tankboden angebracht werden, sodass die Einwirkung erst beginnen kann, wenn der ölspiegel eine grössere Höhe erreicht und möglicherweise schon öl aus dem Aussentank ausgelaufen ist.
- Bei einer anderen bekannten Ausführung hat man daher am unteren Ende des Halterohres einen langgestreckten Sondenkörper festgelegt, dessen oberes Ende durch einen Draht mit dem Anzeigeelement verbunden ist, das durch eine Druckfeder nach oben in Richtung auf die Anzeigestellung gedrückt wird. Der Sondenkörper steht dabei ständig unter der Einwirkung dieser Federkraft, die sich vor allem an den Anschlusstellen bemerkbar macht, wobei örtlich verhältnismässig grosse Kräfte ausgeübt werden. Bei längerer Betriebs dauer wird daher der Sondenkörper selbst ausgelängt, und an den Anschlusstellen ergeben sich überproportionale Ausformungen, die schon eine ölanzeige auslösen können, ohne dass überhaupt Lecköl zur Einwirkung gekommen ist.
- Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Leckölanzeigevorrichtung auf möglichst einfache Weise äusserst betriebssicher zu machen und insbesondere zu verhindern, dass selbst bei aussergewöhnlich langer Betriebsdauer die Sonde irgendwelchen Änderungen unterworfen wird, die eine Anzeige verhindern könnten.
- ine erfindungsgemässe Leckanzeigevorrichtung ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass die Sonde die Form eines Druckstabes hat, der mit Umfangsspiel im Halterohr angebracht ist, sich an einem an dessen unterem Ende vorgesehenen Anschlag abstützt und durch eine darüber angebrachte Stützstange auf das Anzeigeelement einwirkt.
- titer ist die Sonde ausschliesslich durch das Gewicht des Anzeigeelementes und der Stützstange belastet. Einmal verteilt sich dieses Gewicht praktisch gleichmässig auf den ganzen Querschnitt des Druckstabes, und zum anderen sind die beiden Teile in der Regel aus Kunststoff herzustellen, sodass die belastung vernachlässigbar gering wird. örtliche Uberbeanspruchungen von Anschlusstellen sind ausgeschlossen, und man kann den Druckstab nahezu beliebig lang ausführen, um jede gewünschte Anzeigestrecke zu erhalten, ohne dass der Stab durch Aufquellen im Halterohr festgeklemmt werden kann. Es müssen keinerlei besondere Verbindungen hergestellt werden, sonuern es reicht völlig aus, wenn man die einzelnen Teile übereinanderstellt. Man muss nur dafür sorgen, dass die Sonde im beckfall Zutritt erhält, und dann vollzieht sich der Anzeigevorgang unmittelbar und rein mechanisch ausschliesslich durch Übertragung sehr geringer Druckkräfte, die ohne weiteres vom Sondenwerkstoff aufgebraucht werden können.
- Weitere Merkmale und Vorteile des Anmeldungsgegenstandes ergeben sich aus den Unteransprüchen und der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. Es zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt des oberen Teils der Anzeige-vorrichtung, Fig. 2 einen Längsschnitt des entsprechenden unteren Teiles und Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1.
- In der Zeichnung ist mit 1 die Stirnwand und mit 2 der obere Randteil eines Haushalts-Heizöltanks bezeichnet, welch letzterer eine quadratische öffnung 3 aufweist. 4 ist eine zur Innenauskleidung dienende Kuststoffblase und 5 ein zwischen 1 und 4 gebildeter Zwischenraum, in welchen bei defekter Blase Heizöl eintreten kann.
- In der Ausnehmung 3 sitzt mit ihrer achteckförmigen Mantelfläche 6 eine allgemein mit 7 bezeichnete Flanschbuchse.
- Die Unterseite 8 ihres Flansches ist kegel- oder pyramidenförmig geneigt, so dass an dieser Fläche entlang und durch die zwischen 3 und 6 gebildeten Dreieck-Kanäle 9 hindurch eine Tankentlüftung für den Raum 5 geschaffen wird.
- In eine untere Senkbohrung 10 der Flanschbuchse ist das Halterohr 11 eingeschraubt, dessen unteres Ende durch einen Ringdeckel 12 verschlossen ist und zusätzlich eine Querbohrung 13 für den ölzutritt besitzt. Der Ringdeckel 12 kann eingepresst, eingeschraubt, oder auf andere Weise dort befestigt sein.
- Auf diesem Ringdeckel sitzt lose ein Druckstab 14 aus Quellgummi oder einem anderen geeigneten Werkstoff, der nur unter der Einwirkung von öl, nicht jedoch durch Kondenswasser zum Aufquellen gebracht werden kann. Beim Ausführungsbeispiel beträgt der Innendurchmesser des Halterohres 11 mm, der Aussendurchmesser des Druckstabes 8 mm.
- Bei Zutritt von Heizöl quillt der Stab etwa gleichmässig um ca. 20 Prozent in Radial- und Axialrichtung, d.h. er erreicht niemals den Innendurchmesser des Halterohres, kann aber seine Länge um bis zu 36 mm vergrössern.
- Auf dem Druckstab 14 sitzt lose eine Stützstange 15, die oben in einer zentrischen Bohrung 16 der Flanschbuchse 7 geführt ist und zusätzlich in eine Ansenkung 17 im Boden eines Anzeigeelementes 18 eingreift, das die Form eines Zylinderbechers hat. Dieser Zylinderbecher ist mit geringem Seitenspiel in einer Sichthaube 19 geführt, die bei 20 auf den Flansch der Flanschbuchse aufgeschraubt ist.
- Die Teile 15, 18 und 19, evtl. auch die Flanschbuchse 7, bestehen aus Kunststoff, und zwar die Sichthaube aus glasklarem Kunststoff. Sie ist jedoch im unteren Teil mit einer undurchsichtigen Farbschicht 21 bedeckt, so dass der Becher 18, der beispielsweise die Aufschrift "Leck" tragen kann, in der gezeigten Ausgangsstellung unsichtbar bleibt. Zweckmässigerweise ist der Becher selbst in einer Signal farbe wie Rot oder Blut orange gehalten.
- Bei den hier gegebenen Abmessungen von ca. 800 mm Länge der Stange 15 kann das Gewicht der Teile 15 und 18 unter 50 p gehalten werden, d.h. die Druckbelastung des Druckstabes 14 bleibt dabei unter 0,1 kp/cm². Diese Belastung ist so gering, dass der Druckstab nicht einmal eine merkbare elastische Verformung erfährt, noch viel weniger eine bleibende Verformung. Wenn dagegen Lecköl in den Raum 5 einströmt, so hat dies unverzüglich durch die Bohrungen 13 und 13' in Deckel 12 Zutritt zum unteren Sondenende, und der Druckstab beginnt unverzüglich zu quellen. Während er sich in Umfangsrichtung frei dehnen kann, werden die-Quellkräfte in Längsrichtung zum Anheben der Stange 15 und des Bechers 18 verwendet. Die dabei verfügbaren Kräfte sind wenigstens um eine Zehnerpotenz grösser als die vorhergehende Belastung. Der Becher hebt sich daher kontinuierlich hinter der Abdeckung 21 hervor und gelangt ins Sichtfeld 22, gibt also die direkte optische Anzeige.
- Die ganze Anzeigevorrichtung kann ohne Lösen irgendwelcher Verb indungselemente frei aus der Aussparung 3 herausgehoben und überprüft oder ausgewechselt werden. Ebenso lässt sich die Sonde bzw. der Druckstab 14 schnell-dadurch auswechseln, dass man das Halterohr 11 aus schraubt. Man muss lediglich die Teile 11 und 15 austauschen, wenn die Vorrichtung an Tanks mit anderer Höhe angepasst werden soll. Stets ist es möglich, das untere Sondenende bis dicht an den Tankboden zu bringen.
- Da beim Anzeigevorgang praktisch keinerlei Reibungskräfte zu überwinden sind und die unmittelbar nach oben wirkende Verstellkraft verhältnismässig gross ist, kann grundsätzlich auch ausserhalb des Tankes, in oder an der Haube 19, ein Schalter angebracht werden, der auf elektrischem Wege eine optische oder akustische Signalvorrichtung betätigt.
- Die Schalterbetätigung kann beispielsweise durch den Becher oder ein anderes Anzeigeelement, ggf. aber auch durch das obere Stangenende direkt erfolgen, das hierzu abgesetzt und durch den Becher hindurchgeführt werden kann. Man kann auch das obere Stangenende unmittelbar als Anzeigeelement verwenden und zu einer Impulsgabe für einen entfernt angeordneten elektrischen Schalter auf pneumatischem oder hydraulischem Wege heranziehen.
- Alle dargestellten und geschilderten Merkmale sind auch dann als erfindungswesentlich anzusehen, wendies nicht ausdrücklich hervorgehoben ist. Die Einzelheiten der dargestellten Ausführung lassen sich jedoch in vielfältiger Weise abwandeln, ohne dass dabei der Erfindungsb ereich verlassen wird. So versteht es sich von selbst, dass man die gleiche Vorrichtung auch zur Überwachung anderer Flüssigkeinen verwenden kann, sofern eine Sonde eingesetzt wird, die unter Einwirkung dieser Flüssigkeit aufquillt.
Claims (8)
1. Leckölanzeigevorrichtung für doppelwandige Heizöltanks, mit einem
zwischen den beiden Tankwänden vom oberen Ende des Tanks bis zu dessen Boden geführten
Halterohr, das ein Verbindungsmittel zwischen einer am unteren Rohrende vorgesehenen
Sonde und einem oben angeordneten Anzeigeelement aufweist, wobei die Sonde aus einem
Werkstoff wie Quellgummi besteht, der durch Wasser unbeeinflusst bleibt, unter der
Einwirkung von öl jedoch aufquillt, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonde die Form
eines Druckstabes (14) hat, der mit Usfangsspiel im Halterohr angebracht ist, sich
an einem an dessen unterem Ende vorgesehenen Anschlag (12) abstützt und durch eine
darüber angebrachte Stützstange (15) auf das Anzeigeelement (18) einwirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Druckstab
(14), Stützstange (15) und Anzeigeelement (18) unverbunden lose übereinander sitzen
und jeweils gesondert lotrecht verschiebbar geführt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstange
(15) in einer in der Tankwand (2) festgelegten Flanschbuchse (7) geführt ist, an
der das Halterohr (11) und eine Sichthaube (19) befestigt sind, welch letztere die
Führung für das Anzeigeelement (18) bildet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sichthaube
(19) im unteren Teil (21) undurchsichtig und im oberen Teil (22) durchsichtig ausgebildet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Sichthaube (19) zylindrisch ausgebildet ist und das Anzeigeelement (18) die
Form eines Zylinderbechers hat.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass im Boden des Anzeigeelementes (18) eine Ansenkung (17) zum Zentrieren der Stützstange
(15) vorgesehen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz
der Flanschbuchse (7) in der Tankwand als Tankentlüftung mit entsprechendem Umfangsspiel
(19) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanschunterseite
(8) der Flanschbuchse kegel-oder pyramidenförmig ausgebildet ist und der z.B. achteckige
Buchsenmantel (6) drehschlüssig in eine etwa quadratische Tanköffnung (3) eingreift.
L e e r s e i t e
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712118037 DE2118037C3 (de) | 1971-04-14 | 1971-04-14 | Leckölanzeigevorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712118037 DE2118037C3 (de) | 1971-04-14 | 1971-04-14 | Leckölanzeigevorrichtung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2118037A1 true DE2118037A1 (de) | 1972-11-16 |
| DE2118037B2 DE2118037B2 (de) | 1973-10-31 |
| DE2118037C3 DE2118037C3 (de) | 1974-05-30 |
Family
ID=5804663
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19712118037 Expired DE2118037C3 (de) | 1971-04-14 | 1971-04-14 | Leckölanzeigevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2118037C3 (de) |
-
1971
- 1971-04-14 DE DE19712118037 patent/DE2118037C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2118037B2 (de) | 1973-10-31 |
| DE2118037C3 (de) | 1974-05-30 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |