DE2117129C3 - Schaltung zur Steuerung der Belichtungszeit bei einer einäugigen Spiegelreflexkamera - Google Patents
Schaltung zur Steuerung der Belichtungszeit bei einer einäugigen SpiegelreflexkameraInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung zur Steuerung der Belichtungszeit bei einer TTL-Spiegelreflexkamera
mit einem Lichtmeßstromkreis zur Erzeugung einer dem Logarithmus der Objekthelligkeit
proportionalen Ausgangsspannung, einem daran angeschlossenen, aus einem Umschalter und einem Speicherkondensator
bestehenden Speicherstromkreis zur Speicherung dieser logarithmierten Ausgangsspannung,
einem Zeitkreis zur Erzeugung einer dem Logarithmus der seit Belichtungsbeginn verstrichenen Zeit proportionalen
Ausgangsspannung und einem Vergleichsstromkreis, dessen beiden Eingängen die Ausgangsspan-
nungen des Lichtmeßstromkreises und des Zeitkreises zur Erzeugung eines von der Differenz der beiden
Ausgangsspannungen abhängigen Steuersignals für den Schließvorgang des Verschlusses zugeführt werden.
Bei einäugigen Spiegelreflexkameras ist es unmöglieh,
während der Belichtung eine Lichtmessung durchzuführen; deshalb wird der Lichtmeßwert vor der
Belichtung in dem Speicherkondensator gespeichert, und, um einen großen Bereich der Objekthelligkeit mit
dem Speicherkondensator erfassen zu können, wird die auf die lichtempfangende Fläche des Photowiderstandes
einfallende Beleuchtungsstärke zuvor logarithmiert.
Um nach Beginn der Belichtung ein Steuersignal zu deren Beendigung zu erhalten, muß ein Vergleich
zwischen dem Lichtmeßwert und der seit dem Belichtungsbeginn verstrichenen Zeit angestellt werden.
In bekannten Schaltungen wird deshalb, wenn die Objekthelligkeit als eine logarithmierte Spannung
gespeichert ist, ein dem logarithmierenden Prozeß gegenläufiger Prozeß, also eine Delogarithmierung
durchgeführt und die dabei erhaltene Spannung mit der Aiusgangsspannung eines Zeitgliedes z. B. in einem
Differenzverstärker verglichen.
In diesem Fill ist allerdings die quantitative Änderung
der logarithmierten Spannung bei Änderung von 1 EV des Belichtungswertes durch die Charakteristik des
Dehnungselementes beschränkt, und das Ergebnis der
quantitativen Spannungsänderung pro 1 EV im Verlauf der Logarithmierung ist sehr klein, wodurch leicht
Fehler entstehen können, die im Verlauf der Delogarithmierung die Genauigkeit stark mindern.
Zur Beseitigung dieses Nachteils wird bei vorgeschlagenen Schaltungen (DT-PS 17 72 106 und DT-OS
20 53 001) während der Belichtung eine dem Logarithmus der seit Belichtungsbeginn verstricheinen Zeit
proportionale Spannung durch den Zeitkreis erzeugt und diese mit der dem Logarithmus der Objekthelligkeit
proportionalen Ausgangsspannung des Lichtmeßstromkreises verglichen, um so das Steuersignal! zu erhalten.
Hierdurch kann auf die gegenlogarithmische Umwandlung
verzichtet werden.
Nach der DT-OS 20 53 001 liegen im Zeilkreis ein Zeitsteuerkondensator und Dioden in Serie an der
Spannungsquelle. Die Spannung zur Steuerung des Ladestromes des Kondensators wird zwischen den
beiden Enden der Dioden aufgedrückt. In diesem Fall ist die Spannung gleich der Spannung der Stromquelle,
wenn die Aufladung in Gang kommt. Hier stellt sich ein Problem. Die Spannung der Stromquelle ist nämlich
allgemein auf mindestens mehrere Volt bemessen, während die für eine Diode zulässige Spannung etwa
0,7 V beträgt. Dieses Problem wird auch schon in der DT-OS 20 53 001 aufgezeigt. Nach der Offenlegungsschrift
wird eine ausreichende Zahl von Dioden in Serie untereinander verbunden, womit vermieden wird, daß
die einzelnen Dioden durch übermäßige Spannung zerstört werden. Jedoch ist die unvermeidbare Verwendung
einer ausreichenden Anzahl Dioden höher und nicht von Vorteil bei der tatsächlichen Herstellung der
Schaltung.
Aber noch ein anderes Problem Hegt bei der Schaltung nach dieser Offenlegungsschrift vor. E;
wurde bereits erwähnt, daß die Stromquellenspannung zwischen beiden Enden der in Serie liegenden Dioder
durch den Zeitsteuerkondensator aufgedrückt wird Demgegenüber fordert eine Diode eine optimal«
Spannung an ihren beiden Enden, wenn sie ein« gewünschte Leistung erbringen soll. Das hat zi
bedeuten, daß die Spannung der Stromquelle entspre chend der Anzahl der in Serie liegenden Dioder
bemessen werden muß, wodurch die freie Wahl dei Spannung der Stromquelle nicht mehr möglich ist. Aucl
dieser Umstand ist ungünstig bei der Herstellung dei Schaltung.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, di< Schaltung nach der DT-OS 20 53 001 zu verbessern um
in ihrer Stelle eine Schaltung zu bringen, die günstiger
;inzurichten ist. Die neue Schaltung soll die Genauigkeit jer Belichtungssteuerung unter Berücksichtigung der
Dbjekthelligkeit ohne besonderen Aufwand verbessern.
Die Lösung dieser Aufgabt· besteht darin, daß der Zeitkreis einen Transistor enthält, dessen Basisvorspannung
durch ein anderes Element bestimmt ist und daß im Emitterkreis des Transistors ein Zeitsteuerkondensacor
und ein mit dem Belichtungsbeginn betätigbarer Schalter vorgesehen sind, bei dessen Betätigung die
Aufladung des Kondensators durch den Emitterstrom des Transistors beginnt. Bei dieser Schaltung wird die
Ladespannung des Kondensators proportional zum Logarithmus der seit Beginn der Belichtung verstrichenen
Zeit veränderlich und eine dem Logarithmus der verstrichenen Zeit proportionale Ausgangsspannung
des Integrationsstromkreises erzeugt und mit der Ladespannung eines Speicherkreiokondensators vergleichbar,
der die Ausgangsspannung des Lichtmeßstromkreises speichert. Es wird also eine Spannung, die
sich proportional mit dem Logarithmus der Zeit ändert, mit einer Spannung verglichen, die dem Logarithmus
der Objekthelligkeit proportional ist.
Gemäß der Erfindung werden dadurch in vorteilhafter Weise der Weg des Stromes zum Aufladen des
Zeasteuerkondensators und die beiden Punkte, zwischen denen die Spannung für die Steuerung des
Ladestromes aufgedrückt wird, voneinander getrennt. (Hier ist der Weg des Stromes nach der DT-OS
20 53 001 in Betracht zu ziehen, der zwischen den beiden Enden der in Serie liegenden Dioden verläuft, zwischen
denen die Steuerspannung ebenfalls aufgedrückt wird.) In anderen Worten, nach der vorliegenden Erfindung
verläuft der Weg des Stromes zwischen dem Emitter und dem Kollektor des genannten Transistors, wogegen
die Steuerspannung zwischen dem Emitter und der Basis dieses Transistors aufgedrückt wird. Mit dieser
Verbesserung kann die Steuerspannung unabhängig von der Spannung der Stromquelle gehalten werden, die auf
dem Weg des Stromes aufgedrückt ist. Das hat zur Folge, daß nur ein einziges Element, d. h. ein Transistor
an die Stelle einer ausreichenden Anzahl von Dioden tritt, womit erreicht wird, daß eine ganze Anzahl von
Elementen eingespart wird und daß zudem die Spannung der Stromquelle nach Wunsch frei gewählt
werden kann. Ferner sind mehrere Ausführungsformen nach Wahl möglich, weil die Steuerspannung an der
Basis des Transistors frei eingestellt werden kann. Beispielsweise sind auch Temperaturkompensation und
die Kompensation von Fluktuationen in der Spannung der Stromquelle möglich, wenn man die Spannung an
der Basis entsprechend einstellt.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung besteht der Zeitkreis aus einem Transistor mit einem vorbestimmten
Basispotential, in dessen Emitterstromkreis ein Zeitsteuerkondensator und in dessen Kolleklorstromkreis
ein Ausgangskondensator eingeschaltet ist. Diese Stromkreise werden über einen Auslöseschalter, der mit
Belichtungsbeginn geschlossen wird, mit der Stromquelle verbunden, und die Ladespannung des an dem
Kollektor des Transistors angeschlossenen Ausgangskondensators wird an den Eingang des Vergleichsstromkreises iv angelegt. Hierdurch wird erreicht, daß
die Spannung des Zeitsteuerkondensators, die im Verhältnis zum Logarithmus der Zeit wechselt, in die
Spannung eines Ausgangskondensators umgewandelt wird, welche auch im Verhältnis zur Zeit, aber mit einem
anderen Koeffizienten wechselt als der des Zeitsteuerkondensators, und diese Spannung wird mit der
Spannung aus dem Lichtmeßkreis, die im Speicherkreiskondensator gespeichert ist, verglichen. Im allgemeinen
Fall verzichtet man auf diese Umwandlung der Kondensatorspannung und vergleicht die Spannung des
Zeitsteuerkondensators direkt mit der des Speicherkreiskondensators.
In diesem Falle muß für den Zeitsteuerkondensa'.or ein solcher mit einer Kapazität
gewählt werden, mit der man einen geeigneten
ίο Koeffizienten für die Änderung der Spannung erhält, die
mit der in dem Speicherstromkreiskondensator gespeicherten Spannung zu vergleichen ist. Jedoch sollte die
Auswahl der Kapazität des Zeitsteuerkondensators in einem Bereich liegen, innerhalb dessen der Transistor
zuverlässig arbeiten kann und die Spannungsänderungen ihre Genauigkeit einhalten.
Wenn aber, wie bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung, die Spannungsänderung des Zeitsteuerkondensators
einmal in die Spannungsänderung des Ausgangskondensators umgewandelt ist, um mit der
Spannung in dem Speicherkreiskondensator verglichen zu werden, kann die Kapazität des Ausgangskondensators
so ausgewählt werden, daß ein geeigneter Koeffizient für den Vergleich mit der Spannung in dem
Speicherkreiskondensator vorhanden ist. Bei der Wahl des Zeitsteuerkondensators hat man also freie Hand,
ohne daß die normale Arbeitsfähigkeit des Transistors oder ein Verlust in der Genauigkeit der Spannungsänderung
zu befürchten wäre.
ίο Vorteilhaft ist auch, wenn ein den Werten der
Filmempfindlichkeit und Blendenöffnung entsprechender Spannungswert von einem Potentiometer in dem
Blendeneinstellkreis abnehmbar und dem Ausgangskondensator des Zeitkreises vor Beginn der Aufladung
aufdrückbar ist. Bei Vergleich der Spannung des Ausgangskondensators mit der Spannung des Speicherkreiskondensators,
wird die Spannung des Potentiometers im B'endenkreis auf den Ausgangskondensator
gegeben, wobei die voraufgedrückte Spannung die normale Arbeitsfähigkeit des Transistors nicht beeinträchtigt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Es
zeigt
Fig. 1 einen Belichtungszeitsteuerstromkreis einer die Belichtungszeit über das optische System messenden
einäugigen Spiegelreflexkamera,
Fig. 2 eine Vergrößerung des Hauptteils obigen Stromkreises,
F i g. 3 eine graphische Darstellung, die die Beziehung zwischen dem Logarithmus der Zeit und der Ladespannung
wiedergibt.
In dem Schaltbild des Belichtungszeitsteuerstromkreises
gemäß Fig. 1 sind die wesentlichen Funktionskreise, aus denen er sich zusammensetzt, durch
strichpunktierte Einfassungen markiert.
(H) ist der Lichtmeßstromkreis, dessen Ausgangsspannung
im Speicherstromkreis ^///^gespeichert wird; (vi) ist der Zeitkreis, im Blendeneinstellstromkreis (vj
(,0 wird auch die Information über die Filmempfindlichkeit
eingestellt, er ist verbunden mit dem Betätigungsstromkreis (vii), der außerdem mit dem Zeitkreis (vij
verbunden ist, dessen Ausgangsspannung proportional dem logarithmischen Wert der seit Belichtungsbeginn
(,s verstrichenen Zeit ist.
Die Ausgangsspannungen des Beiatigungisirumkreises
(vii) und des Speicherstronikreises (Hi) werden in
einem Vergleichsstromkreis (iv) verglichen, und bei
Spannungsgleichheit wird der Belichtungszeitsteuerstromkreis (viii) umgesteuert, um die Belichtung zu
vollenden. Dem Meß- oder Anzeigestromkreis (ix) werden die Informationen des LichtmeBstromkreises (H)
und des Filmempfindlichkeits- und Blendeneinstellstromkreises (v) zugeführt und dadurch die Verschlußzeit
zur Anzeige gebracht. Die in dem Speicherkreis (Hi) gespeicherte Ausgangsspannung des LichtmeBstromkreises
(H) ist proportional dem Logarithmus der Objekthelligkeit, und die Ausgangsspannung des Zeitkreises
(vi) ist proportional dem Logarithmus der seit Belichtungsbeginn verstrichenen Zeit. So kann ein
weiterer Bereich der Objekthelligkeit mit großer Genauigkeit erfaßt werden, und eine gegenlogarithmische
Umwandlung der Lichtmeßspannung zwecks Vergleich mit der Zeitmeßspannung ist nicht erforderlich.
Der Verbindungspunkt zwischen dem Photowiderstand Ro des LichtmeBstromkreises (H) und dem mit
diesem in Reihe geschalteten Festwiderstand R 1 ist mit dem Kontakt a des Umschalters 53 des Speicherstromkreises
(Hi)verbunden. Der Photowiderstand /found der
Festwiderstand R 1 sind mit dem Kollektorstromkreis des Transistors 773 zusammen mit dem dazu parallelgeschalteten
Widerstand R 2 und dem dazu in Reihe geschalteten veränderlichen Widerstand R 3 verbunden.
Der Emitter des Transistors Tr3 ist über den Widerstand R 5 an den positiven Pol der Stromquelle E
angeschlossen, um einen logarithmierenden Stromkreis zu bilden.
Der Transistor 7>4, der das gleiche Basispotential
wie der Transistor Tr 3 besitzt, ist ein Transistor mit der gleichen Charakteristik und dem gleichen Stromdurchgang.
Durch den veränderlichen Widerstand A4, verbunden mit dem Kollektor des genannten Transistors
Tr4, wird ein Einstellstromkreis (v) für die
Änderung der Filmempfindlichkeit und der Blende gebildet.
An den Emitter und den Kollektor des Transistors TrI mit einem festen Basispotential durch Verbindung
der Basis mit dem Kollektor des Kompensationstransistors TrX, zwischen dessen Basis und Kollektor der
Widerstand R 19 angeordnet und an dessen Basis der Widerstand R 10 als Vorwiderstand angeschlossen ist,
sind der Zeitsteuerkondensator Cl bzw. der Ausgangskondensator C2 angeschlossen. Zwischen dem Zeitsteuerkondensator
Cl und der positiven Seite der Stromquelle E ist ein Auslöseschalter 54 vorgesehen,
der gewöhnlich offen ist und gleichzeitig mit dem Beginn der Verschlußöffnung geschlossen wird. Parallel
zu dem Zeitsteuerkondensator CI und dem Ausgangskondensator C2 sind die beiden Entladeschalter 51 und
52 vorgesehen. Die Ladespannung des Ausgangskondensators C2 im Zeitkreis (vi), der mit dem Betätigungsstromkreis (vii) verbunden ist, welcher sich aus dem
veränderlichen Widerstand R 4 in Reihe mit dem Entladeschalter 52 zusammensetzt, wobei der Widerstand
R 4 auch dem Stromkreis fv^zur Einstellung der
Filmempfindlichkeit und Blende angehört, wird der Basis des Transistors TrS innerhalb des als Vergleichsstromkreis (iv) dienenden Differenzverstärkers zugeführt.
Der Kontakt b des Umschalters 53 in dem Speicherstromkreis (iii)isl mit der Basis des Transistors
7?6 als zweitem Eingang des Differenzverstärker verbunden.
Die Emitter der beiden Transistoren 7?5, 7r6 sind mit dem Kollektor des Transistors Tr 13 verbunden,
während am Emitier des Transistors Tr 13 der Widerstand R12 angeschlossen ist. Die Basis des
Transistors Tr 13 ist mit dem Verbindungspunkl zwischen dem Widerstand R 13 und der Diode D 2 zur
Temperaturkompensation verbunden. Vor dem Kollektor des Transistors Tr5 ist ein
Widerstand R 11 eingeschaltet. Diese Transistoren Tr 5
7>6 und Tr 13 bilden mit den Widerständen R\i und
R 12 den Vergleichsstromkreis (iv). Im Belichtungszeitsteuerstromkreis (viii) verbindet
ίο der Hauptschalter 55 die Spule Aides Elektromagneter
mit der Stromquelle E Außerdem bilden die Transistoren Tr 7, Tr8, Tr 9 und Tr 10 einen Schmitt-Trigger, und
an die Basis des Transistors Tr 7 als Eingangsseite schließt sich der Kollektor des Transistors 7>5 des
Vergleichsstromkreises (iv) an. An die Ausgangsseitc die der Kollektor des Transistors Tr 10 darstellt, ist die
elektromagnetische Spule M angeschlossen. In dem Augenblick, in dem der Hauptschalter 55 geschlossen
wird, werden die Transistoren Tr 9 und Tr !0 leitend und
die elektromagnetische Spule erregt. In einem Augenblick, in dem der Transistor TrS des Differenzverstärkers
umgesteuert wird, werden die Transistoren Tr 9 und Tr 10 gesperrt und die elektromagnetische Spule M
entmagnetisiert, wodurch der Schließvorgang des
Verschlusses beginnt. Der MeQ- oder Anzeigestromkreis
(ix)ist mit zwei Verstärkertransistoren TrII, Tr 12
ausgerüstet, um eine Delogarithmierung des Potentials am Kontakt a des genannten Umschalters S3 und der
Spannung des Ausgangskondensators C2 zu erhalten.
ίο Ferner ist ein doppelspuliges Amperemeter A
vorgesehen, dessen Spulen entgegengesetzt gewickelt sind, um die Differenz zwischen dem elektrischen
Potential am Kontakt a und der Spannung des Ausgangskondensators C2, nämlich die Belichtungszeil
anzuzeigen.
Fig.2 zeigt eine Teilansicht der Fig. 1 und den
wesentlichen Teil der vorliegenden Erfindung. Zu Beginn der Verschlußauslösung werden die beiden
Schalter 51,52 geöffnet, und wenn der Auslöseschalter
54 gleichzeitig bei Beginn der Verschlußöffnung geschlossen wird, so beginnt die Aufladung des
Zeitsteuerkondensators Cl und des Ausgangskondensators
C2.
Wie ändern sich nun die Ladespannungen V, und V2
dieser beiden Kondensatoren Cl, C2 im Verlauf der Zeit von dem Zeitpunkt an, zu dem der Auslöseschalter
54 geschlossen wird, also die Verschlußöffnung beginnt? Wenn die Spannung zwischen der Basis und
dem Emitter des Transistors Tr 1 den Wert Vm:\ besitzt,
so so wird diese das Basispotential des Transistors Tr2.
Der Widerstandswert des Widerstandes R 19 dient zur Spannungskompensation und ist so klein, daß er
vernachlässigt werden kann.
Es ergibt sich also, wenn die Ladespannung des
Zeitsteuerkondensators CI den Wert V, besitzt und die
Spannung Vnri zwischen der Basis und dem Emitter des
Transistors Tr 2 liegt:
m:x
und für den Kollektorstrom /des Transistors Tr 2 ergibt
sich:
vm-:2
' ι 'Ί ·
wobei Vo und v, die l'roportionalitätskonstanlcn von
Tr 2 sind.
Wenn die Kapazität des /eitsieiierkondcnsaiors (I
den Wert G aufweist, und die Ladcspannung Vi ist. so
folgt
Setzt man diese Formel in die Formel 11) ein. m<
Γοΐμΐ:
i„ lou / ί i"i ( ,.
/il/ (2)
Dm die Relation /wischen /und ι zu erhalten, wird die
Gleichung (2) nach der Zeil /differenziert.
C1 '■„
C1 '„
d/
di . 1
d/ ' Γ,
d/ ' Γ,
Vorausgesetzt, daß die Kenndaten von TrI und T'r2
gleich sind und der durch TrI fließende Strom /<
> ist, wird der Kollcktorstrom des Transistors Tr2 auch /u /.,
in einem Augenblick (7 = 0), wenn der Auslöseschalter
.*>4 geschlossen wird, so daß sich für den Wert K der
Formel (3)
ergibt.
In die Gleichung <?>) eingesetzt folgt:
C, r„
1 1
(4)
C, i'„ /η
I I
Γ Γ t
C1I, JaI, j t
•\f·
/„
''"■■'
low ( ' (
(c,r„ ' J '"μ /„:
(K)
<■,.·, ca-, c,„
( I11I \ C1 i\
15)
Vc, i,
■ I
Wie aus der Gleichung (b) hervorgeht, vergrößert sich
die l.adesp,Innung V· ;im Ausgangskondensator C'2
proportional /.um l.ogarilhmus der /eil von der Zeit an,
/.ίι der der Auslöseschaiier .S'4 geschlossen wird.
Γ i g. J zeigt die Relation /wischen der l.adespannung
Vj des Ausgangskondensators f'2 und der Zeit ab
Schließen des Auslöseschallcrs .S'4.
Werden die lllmenipfindlichkeit und der lilendenwert
geändert, so ändert sich auch der Widerstandswert des veränderlichen Widerstandes R 4 und auch die
Spannung am Ausgangskondensator C'2 im Anfangssiadiuin.
so daß. wie in Fig. 3 gezeigt, die Zeitcharakterisiik
der l.adespannung sieh bei Änderung der lilniempfindlichkeit und des Blendenwertes parallel
verschiebt.
Durch Änderung des Kapa/ilätsverhältnisses .·.' der
Kondensatoren il. (2 ist es möglich, jede beliebige
I .adecharakteristik des Kondensators C'2 zu erhalten.
Das elektrische Potential am Punkt ;f ist durch die Logarithniierung der Beleuchtungsstärke gegeben und
ändert sich um VIi bei Änderung um ein Grad der
Beleuchtungsstärke der lichtempfangenderi Hache (I HV).
Durch Änderung der Konstanten des Zeitkreises (/,. B. des Kiipa/itätsverhältnisies der Kondensatoren
( 1, C2 oder der Basisspannung des Transistors Tr2)
kann die Neigung der !.adecharakteristik des Kondensators
C2 (vgl. F i g. i) wunschgemäß geändert, und die
quantitative Änderung pro i IiV in dem Verlauf der Logarithniierung kann mit höchster Genauigkeit durch
geführt werden.
Im Falle, daß eine Delogarithmierung durch an sich
bekannte Mittel durchgeführt wird, wird die quantitati ve Änderung bei dem Vorgang der l.ogarithmierung he
einer Änderung von 1 EiV am Ausgang des Dehnungs elements durch die Charakteristik des logarithmischer
Dehnungselements begrenzt und die quantitative Änderung beim iogarithmischcn Verlauf klein, wodurch
die Genauigkeit schlechter wird.
Wenn beispielsweise ein Transistor im Verlauf dei Delogariihmierung eingesetzt wird, ist, wie sich gezeig
hat, die quantitative Änderung pro I EV am Eingang de
Delogarithmierungsstul'e auf 18 mV an der Basi: beschränkt, und zwar durch die Charakteristiken de
Basisspannung und des Kollektorstromes des Transi stors.
Wenn aber eine Schaltung gemäß vorliegende Erfindung verwendet wird, so kann die quantitativ*
Änderung pro 1 EV im Verlauf der l.ogarithmicruni willkürlich geändert werden. Unter der Voraussetzung
daß die Filmempfindlichkeit um 11 Grade va.riicrei kann (ASA b- ASA 6400), der Blcridcnwert um de
FaktorS (F 1,4 -F 16) und die Belichtungszeit I verschiedene Einstellungen aufweist (Viooo-I see) sei
wie die zur Verfugung stehende Spannung 3 V betrag so beträgt die quantitative Änderung pro ! EV bei de
logarithmierung bis zu 80 mV.
Die quantitative Änderung pro 1 EV wird bei de Ausführung gemäß der Erfindung größer, und dcmcn
sprechend wird eine Belichtungszeilsteuerung vo großer Genauigkeit möglich.
Hierzu 3 Blatt /.eiclmungen
709 642/151
il u,y: &
Claims (3)
1. Schaltung zur Steuerung der Belichtungszeit bei einer Spiegelreflexkamera mit einem Lichtmeß-Stromkreis
zur Erzeugung einer dem Logarithmus der Objekthelligkeit proportionalen Ausgangsspannung,
einem daran angeschlossenen, aus einem Umschalter und einem Speicherkondensator bestehenden
Speicherstromkreis zur Speicherung dieser logarithmierten Ausgangsspannung, einem Zeitkreis
zur Erzeugung einer dem Logarithmus der seit Belichtungsbeginn verstrichenen Zeit proportionalen
Ausgangsspannung und einem Vergleichsstromkreis, dessen beiden Eingängen die Ausgangsspannungen
des Lichtmeßstromkreises und des Zeitkreises zur Erzeugung eines von der Differenz der
beiden Ausgangsspannungen abhängigen Steuersignals für den Schließvorgang des Verschlusses
zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeitkreis einen Transistor (Tr2)
enthält, dessen Basisspannung durch ein Element (Tr i) bestimmt ist, und daß im Emitterkreis des
Transistors (Tr2) ein Zeitsteuerkondensator (Ci)
und ein mit dem Belichtungsbeginn betätigbarer Schalter (Si; S 4) vorgesehen sind, bei dessen
Betätigung die Aufladung des Kondensators (CX) durch den Emitterstrom des Transistors (Tr2)
beginnt.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Emitterstromkreis des Transistors
(Tr 2) ein Zeitsteuerkondensator (Ci) und in seinem Kollektorstromkreis ein Ausgangskondensator
(C2) eingeschaltet sind und die Ladespannung des im Kollektorkreis liegenden Ausgangskondensators
(C 2) an dem Eingang des Vergleichsstromkreises (iv) anliegt.
3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein den Werten der Filmempfindlichkeit
und Blendenöffnung entsprechender Spannungswert von einem Potentiometer (R 4) in dem
Blendeneinstellkreis (v) abnehmbar und dem Ausgangskondensator
(C2) des Zeitkreises vor Beginn der Aufladung aufdrückbar ist.
45
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2902070A JPS4837604B1 (de) | 1970-04-07 | 1970-04-07 | |
| JP2902070 | 1970-04-07 | ||
| JP2901970 | 1970-04-07 | ||
| JP2901970 | 1970-04-07 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2117129A1 DE2117129A1 (de) | 1971-10-21 |
| DE2117129B2 DE2117129B2 (de) | 1977-03-10 |
| DE2117129C3 true DE2117129C3 (de) | 1977-10-20 |
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