DE1497969C2 - Elektrische Schaltung zum Steuern der Belichtungszeit einer fotografischen Kamera - Google Patents
Elektrische Schaltung zum Steuern der Belichtungszeit einer fotografischen KameraInfo
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- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Schaltung zum Steuern der Belichtungszeit einer
fotografischen Kamera gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es sind bereits verschiedene Einrichtungen zum Einstellen der richtigen Belichtungszeit bekannt, die
nach grundsätzlich verschiedenen Prinzipien arbeiten. So ist es beispielsweise aus der FR-PS 13 44 644
bekannt, eine Lichtmessung durch das Aufnahmeobjektiv vorzunehmen, wobei in dem Strahlengang des durch
das Objektiv einfallenden Lichts eine fotoelektrische Zelle eines kameraeigenen Belichtungsmessers angeordnet
ist. Bei dieser bekannten Anordnung erfolgt die Einstellung der Belichtungszeit manuell durch
Abgleich einer Indexskala mit dem Zeigerausschlag des Belichtungsmessers. Eine derartige Kamera hat den
Vorteil, daß die Lichtmessung durch das Objektiv erfolgt, wobei die fotoempfindliche Zelle grundsätzlich
derart angeordnet werden kann, daß das auf sie auftreffende Licht ziemlich genau dem auf die
Filmebene auftreffenden Licht entspricht. Hierdurch wird eine außerordentlich genaue Lichtmessung gewährleistet.
Allerdings hat diese bekannte Anordnung den Nachteil, daß die Einstellung der erforderlichen
Belichtungszeit ausschließlich manuell erfolgen kann; eine automatische Einstellung ist nicht möglich.
Eine automatische Einstellung der Belichtungszeit ist bei einer elektrischen Schaltung der oben bezeichneten
Art möglich. Eine solche Schaltung ist z. B. bekannt aus der AT-PS 2 25 515. Bei dieser bekannten Schaltung fällt
bei Auslösen des Verschlusses Licht auf eine Fotozelle, so daß sich entsprechend der Objekthelligkeit der
Widerstand der Kollektor-Emitter-Strecke eines an die Fotozelle angeschlossenen Transistors ändert. Der in
der Betätigungsschaltung vorgesehene Zeitbegrenzungskondensator wird entsprechend des Widerstandes
der Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors mehr oder weniger schnell aufgeladen, so daß hierdurch die
Belichtungszeit entsprechend der Objekthelligkeit gesteuert werden kann. Diese bekannte elektrische
Schaltung gestattet also grundsätzlich die automatische Einstellung der Belichtungszeit. Nachteilig ist jedoch,
daß — da der Zeitbegrenzungskondensator nach Auslösen des Verschlusses aufgeladen wird — die
Fotozelle derart angeordnet werden muß, daß das Licht auf den Film fallen kann, ohne daß die Fotozelle im
Wege steht. Geht man nun beispielsweise von einer
einen hochschwenkbaren Spiegel aufweisenden Spiegelreflexkamera aus, so ist bei derartigen Kameras ein
fotoempfindliches Element an einer Stelle angeordnet, die optisch bezüglich des Spiegels die gleiche Entfernung
hat wie der Film. Hierdurch kann eine äußerst genaue Messung durchgeführt werden. Die oben
erläuterte bekannte Schaltung kann aber dann nicht mehr für die automatische Einstellung der Belichtungszeit
herangezogen werden, weil nach Öffnen des Verschlusses der dann hochgeschwenkte Spiegel die
Fotozelle verdeckt. Aus »Photographic Industries«, 1953, Nr. 5, Seiten 300 bis 302, ist eine einäugige
Spiegelreflexkamera bekannt, bei der in dem Strahlengang eine sog. X-Platte verwendet wird, die die
Funktion sowohl eines fotoelektrischen Wandlers als auch des Verschlusses übernimmt. Die X-Platte ist
jeweils an gegenüberliegenden Seiten mit Elektroden versehen. Fällt in einem Zustand Licht auf diese
X-Platte, so erzeugt sie am einen Elektrodenpaar eine objekthelligkeitsabhängige Spannung, wobei sie gleichzeitig
das Licht reflektiert. Wenn andererseits eine andere Spannung an das andere Elektrodenpaar
angelegt wird, was zum Aufnahmezeitpunkt geschieht, dann wird die Platte lichtdurchlässig, was ein Belichten
des dahinterliegenden Films gestattet. Nach Abschalten der zuletzt genannten Spannung wird die Platte wieder
reflektierend. Dieser Anordnung läßt sich jedoch keine Lösung dahingehend entnehmen, wie bei einer Kamera
mit hochschwenkbarem Spiegel die Belichtungszeit automatisch eingestellt weden kann, wenn gleichzeitig
gefordert ist, daß die Lichtmessung mit hoher Genauigkeit erfolgt, d.h. an einer Stelle, die der
Filmebene entspricht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektrische Schaltung der eingangs genannten Art
anzugeben, mit der bei einäugigen Spiegelreflexkameras eine automatische Belichtungszeit-Einstellung erfolgen
kann, wobei die Forderung besteht, daß die Lichtmeßschaltung das durch das Aufnahmeobjektiv
einfallende und an dem bewegbaren Spiegel reflektierte Licht empfängt.
Diese Aufgabe wird zunächst durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
Diese erfindungsgemäße Lösung berücksichtigt die Objekthelligkeit direkt vor dem Auslösen des Verschlusses.
Der Speicherkondensator ermöglicht es, daß trotz hochgeschwenkten Spiegels der der Objekthelligkeit
entsprechende Wert für die Bestimmung der Belichtungszeit zur Verfügung steht. Trotz äußerst
genauer Belichtungsmessung ist also dennoch eine automatische Einstellung der Belichtungszeit möglich.
Eine andere Lösung der obengenannten Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 2 angegeben.
Der Speicher- und Halteschaltkreis ermöglicht, den von der Lichtmeßschaltung entsprechend der Objekthelligkeit
bei Auslösen des Verschlusses abgegebenen Wert festzuhalten. Dieser Wert wird dann während der
gesamten Belichtungszeit konstant gehalten. Wenn das zeitproportionale Referenzsignal eine bestimmte Beziehung
zu dem gespeicherten Wert aufweist (z. B. wenn beide Signale gleich sind), kann z. B. der zweite
Verschlußvorhang ausgelöst werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
' Im folgenden wird die Erfindung an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
' Im folgenden wird die Erfindung an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 verschiedene Kameraanordnungen mit einer Lichtmessung durch das Objektiv,
Fig.2 ein Blockdiagramm der erfindungsgemäßen
Schaltung,
F i g. 3 eine detaillierte Darstellung eines Ausführungsbeispiels dererfindungsgemäßen Schaltung.
In F i g. 1 sind verschiedene Kamerasysteme mit unterschiedlich angeordneten fotoelektrischen Wandlern
gezeigt, bei denen die Lichtmessung durch das
ίο Kameraobjektiv erfolgt. Bei den Systemen gemäß
Darstellungen in Fig. l(A) und l(B) liegt der fotoelektrische Wandler 3 in der direkten Strahlenbahn des
durch das Kameraobjektiv 1 einfallenden Lichts, und zwar unmittelbar vor dem Verschluß 4 nahe des Films 5.
Bei der Ausführung (A) ist eine Vorsatzblende 2 vorgesehen, während die Ausführung (B) einen teildurchlässigen
Spiegel 6 aufweist, der in der Strahlenbahn angeordnet ist. Sowohl bei dem System (A) als
auch bei (B) muß die den fotoelektrischen Wandler bildende Fotozelle 3 aus der Bahn des durch das
Objektiv einfallenden Lichts, beispielsweise in Richtung des Pfeils a, ausgerückt werden, sobald der Kameraverschluß
ausgelöst wird. Bei den Ausführungen gemäß Fig. 1 (C) und l(D) handelt es sich um einäugige
Spiegelreflexkameras, bei denen die Fotozelle 3 vom teildurchlässigen Spiegel 6 bzw. vom totalreflektierenden
Spiegel 8 optisch den gleichen Abstand wie die Filmoberfläche 5 hat. Der totalreflektierende Spiegel 8
gemäß Ausführung nach Fig. 1 (D) wird bei der Verschlußauslösung in bekannter Weise hochgeklappt,
so daß die Fotozelle 3 während der Belichtung vom Spiegel abgedeckt ist.
Wenn der in der Zeichnung nicht dargestellte Auslöser zur Belichtung betätigt wird, finden in den in
F i g. 1 dargestellten Anordnungen folgende Funktionsvorgänge statt:
a) Verschiebung des fotoelektrischen Wandlers; Beginn der Blendeneinstellung; Aufklappen des
Spiegels,
b) Auslösung der Verschluß-Öffnungsbewegung; Beginn der Belichtungszeitsteuerung,
c) Auslösung der Verschluß-Schließbewegung,
d) Rückkehr der einzelnen Teile bzw. Elemente in ihre Ausgangsstellung.
Die neue elektronische Verschluß-Steuereinrichtung ist in der in F i g. 2 im Prinzip dargestellten Weise
aufgebaut, wobei der photoelektrische Wandler in der in F i g. 1 dargestellten Weise zur Lichtmessung durch das
Kameraobjektiv angeordnet ist.
In dem als Blockdiagramm ausgeführten Prinzipschaltbild gemäß F i g. 2 ist 3 die Fotozelle (fotoelektrischer
Wandler) und 11 die Speicherschaltung, welche über Schalter S\ ud 52 zwischen Fotozelle 3 und
Zeitbegrenzungsschaltung 9 eingeschaltet ist. Die Schaltung gemäß F i g. 2 ist im Prinzip bekannt, z. B. als
System zum Ausführen einer Speicheroperation oder als Speichersystem mit einem Transistor, einer Vakuumröhre
od. dgl. 10 bezeichnet die Verschluß-Betätigungs-Schaltung, welche von dem Ausgangssignal der
Zeitbegrenzungsschaltung 9 ausgelöst wird, 4 ist der mit der Betätigungsschaltung 10 gekoppelte Verschluß, Z? ist
eine Spannungsquelle und 5 der Hauptschalter. 53 bezeichnet den Schalter einer herkömmlichen Ver-Schlußsteuereinrichtung
ohne Speicherschaltung 11.
Bei der herkömmlichen Verschlußsteuereinrichtung ohne Speicherschaltung 11 wird zunächst der Hauptschalter
5 geschlossen, um die von der Quelle E
14
gelieferte Spannung an die Schaltung anzulegen; ferner wird die Fotozelle 3 über den Schalter 53 mit der
Belichtungszeitsteuerschaltung 9 (strichpunktierte Leitung) bei Verschlußauslösung verbunden. Nach Ablauf
einer von der Belichtungszeitsteuerschaltung 9 durch ein /JC-Zeitkonstantenglied oder eine gleichwertige
Schaltung bestimmten Zeit wird ein Signal zur Verschluß-Betätigungsschaltung 10 geleitet und der
Verschluß 4 geschlossen. Bei der neuen Verschlußsteuereinrichtung ist jedoch eine Speicherschaltung 11
zwischen Fotozelle 3 und Belichtungszeitsteuerschaltung 9 eingeschaltet. Die Speicherschaltung 11 speichert
den Lichtwert vor der Verschlußauslösung, und die Belichtungszeit wird nach diesem gespeicherten Wert
bestimmt.
Bei der Schaltung gemäß F i g. 2 ist der Schalter S\ vor der Verschlußauslösung stets geschlossen, während 52
geöffnet ist. Wenn der in der Zeichnung nicht dargestellte Verschlußauslöser betätigt wird, wird der
Schalter S\ vor der oben unter (a) genannten Betriebsphase geöffnet und die Speicherschaltung 11
von der Fotozelle 3 getrennt. Gleichzeitig mit dem öffnen des Verschlusses wird 52 geschlossen, um die
Schaltung 11 mit der Zeitbegrenzungsschaltung 9 zu verbinden. Die Zeitbegrenzungsschaltung 9 gibt nach
einer entsprechend dem in der Speicherschaltung gespeicherten Wert bemessenen Zeitspanne ein Signal
an die Verschluß-Betätigungseinrichtung 10, welche den Verschluß 4 schließt.
Im folgenden wird die erfindungsgemäße Schaltung an Hand eines bestimmten Schaltbeispiels näher
erläutert.
Bei dem in F i g. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel wird eine Spannung entsprechend dem Widerstandswert
zum Zeitpunkt der Lichtmessung durch die CdS-ZeWe in der Speicherschaltung gehalten und
entsprechend dieser Spannung eine konstante Stromzufuhr in einer Vergleichsschaltung bewirkt, wobei die zur
Aufladung erforderliche Zeit gleich der Belichtungszeit gemacht wird.
Bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel wird eine CtfS-Zelle als Photozelle benutzt. Wenn der Widerstand
der CdS-ZeMe während der Lichtmessung Rp ist, so ergibt sich die Belichtungszeit Tzu:
T=KxRp (1)
Der Transistor Tn, stellt bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 3 zusammen mit den Hilfswiderständen r/
und r2' einen Konstantstromkreis dar. Die CdS-ZeMe
liegt in Reihe mit dem Konstantstromkreis und mißt die vom Objekt einfallende Lichtmenge. Der Kondensator
C2 bildet zusammen mit Transistoren Tr2 und TrJ sowie
Hilfswiderständen r3', rj, rs', r6' und />' die Speicher- und
Halte-Schaltung. Transistoren TrJ und TrJ bilden
zusammen mit Hilfswiderständen r%, rs, dem Kondensator
Cd und dem Transistor Tr6' eine Differentialvergleichsstufe,
wobei der Transistor Tr6 zusammen mit den Widerständen /Ίο' und rn' einen Konstantstromkreis
bilden. Ein Transistor Tr7' liefert bei Ansteuerung
durch ein Ausgangssignal der Vergleichsstufe den Strom zur Erregung des Elektromagneten M, der den
Verschluß-Schließmechanismus betätigt. SM stellt den Hauptschalter dar, Si'.und £3' sind weitere Schalter und
E bezeichnet die Spannungsquelle für die Verschlußsteuereinrichtung.
Die Betriebsweise der vorstehend angegebenen Verschlußsteuereinrichtung ist wie folgt:
Zunächst wird vor dem Photographiervorgang der Hauptschalter SM geschlossen; zu diesem Zeitpunkt
sind sowohl der Schalter S]' als auch der Schalter 53'
geschlossen.
Sobald der Auslöseknopf gedrückt wird, wird zunächst der Schalter Si' geöffnet und danach die oben
unter (a) angegebene Betriebsphase durchgeführt.
Unmittelbar bevor der Schalter Si' geöffnet wird, ist
die Spannung Vp bestimmt durch den der vom Objekt auf die CdS-ZeWe einfallenden Lichtmenge entsprechenden
Widerstandswert Rp der Photozelle. Die Spannung Vc2 des Kondensators C2 steigt also auf Vp und diese
Kondensatorspannung Vc2 wird als Spannung V51 am
Widerstand rj auch dann gehalten, wenn der Schalter Si' geöffnet ist, und zwar unabhängig von dem am
Transistor TrJ anstehenden Eingangssignal. Diese
Spannung wird unmittelbar vor dem öffnen des Schalters Si' auf den Wert, d. h. auf Vst in Folge der
Eigenschaft der Speicherschaltung festgehalten.
Zu diesem Zeitpunkt sind die folgenden Bedingungen erfüllt:
V„-h'Rp
VSt=AVc2 = Ah1Rp
wobei A eine Konstante ist.
Die nächste Funktionsphase (b) wird durch weiteres Betätigen des Auslöseknopfes eingeleitet, wobei der
Verschluß-Öffnungsmechanismus ausgelöst und die Öffnungsbewegung des Verschlusses eingeleitet wird.
Dabei wird die Spannung Vst in der Speicherschaltung gehalten. Der Schalter S3', der mit dem Verschluß-Öffnungsmechanismus
gekoppelt ist, wird dabei geöffnet, so daß der Kondensator Cd über den Konstantstromkreis
des Transistors TrJ aufgeladen werden kann und seine Spannung Vd von Null ansteigt.
In der durch die Transistoren Tr* und Tr5' gebildeten
Vergleichsstufe ist der Transistor TrJ leitend und der
Transistor TrJ gesperrt, bis der Schalter S3' geöffnet
wird. Danach kann der Kondensator Cd aufgeladen werden, wodurch das Basispotential des Transistors TrJ
anwächst; unmittelbar nachdem die Basispotentiale der Transistoren TrJ und TrJ gleiche Werte annehmen,
wird der Leitungszustand dieser Transistoren umgekehrt, und der Transistor Tr7' wird leitend, so daß der
Elektromagnet M erregt wird. Der in der Zeichnung nicht dargestellte Verschluß-Schließmechanismus wird
bei Erregung des Elektromagneten M ausgelöst und der Verschluß geschlossen. Der Aufbau und die zuvor
erläuterte Funktionsweise der Verschlußsteuereinrichtung ermöglichen es, daß das Zeitintervall zwischen dem
Öffnen des Schalters S3' und der Zustandsumkehr der Vergleichsstufe gleich der Belichtungszeit gemacht
wird.
Diese Belichtungszeit t ist die Zeit zwischen dem öffnen des Schalters S3' und dem Zeitpunkt, bei dem die
Basen der Transistoren TrJ und TrJ gleiche Potentiale haben, d. h. gleich der Zeit, die notwendig ist, um den
Kondensator Cd so weit aufzuladen, daß seine Klemmenspannung Vd von Null auf Vst angewachsen
ist.
Es kann die folgende Beziehung eingeführt werden:
In dieser Gleichung ist D2 die auf den Kondensator
Cd während der Aufladung bezogene Konstante. Die
vorstehende Gleichung kann wie folgt ausgedrückt werden:
Lh ,„ D2A . _
t = -f- AVc2 = ~- ivRp
t = -f- AVc2 = ~- ivRp
I2.
I2-
Daher gilt:
t = k2Rp
t = k2Rp
(wobei k2 gleich dem konstanten Wert von
D2A
(3)
Aus den oben angegebenen Beziehungen ergibt sich, daß t die Belichtungszeit bilden kann, wobei die
folgende Gleichung erfüllt ist:
T=Jc2Rp
Wenn daher die Schaltungskonstante so gewählt wird, daß k2 gleich K\ ist, so läßt sich die Beziehung
(1): T=K[Rp erfüllen, und es ist möglich, die geeignete
Belichtungszeit zu bemessen.
Sodann wird bei Rückkehr des Auslöseknopfes die Schaltung in ihren ursprünglichen Zustand zurückgesetzt.
Bei der neuen Verschluß-Steuereinrichtung wird die vom Objekt auf die Photozelle CdSfallende Lichtmenge
vor der Verschlußauslösung bemessen und gespeichert, und der gespeicherte Wert bildet das Maß für die von
der Belichtungszeitsteuereinrichtung eingestellte Belichtungszeit. Die Schaltungsanordnung macht es
möglich, die genaue Belichtungszeit automatisch einzustellen, indem der Belichtungszeitsteuereinrichtung eine
Einstellungskorrektur zu dem Zeitpunkt des öffnens und Schließens des Verschlusses mitgeteilt wird. Zur
Berücksichtigung der Filmempfindlichkeit kann beispielsweise die Kondensatorkapazität, der Widerstand
od. dgl. geändert werden.
Da bei der neuen Verschlußsteuereinrichtung die Belichtungszeit durch Messung des durch das Kameraobjektiv
einfallenden Lichts an einer der Filmoberfläche entsprechenden Stelle bereits vor der Verschlußauslösung
bestimmt wird, kann die Einstellung der Belichtungszeit auch nicht durch Änderung der von der
Photozelle gemessenen Lichtmenge oder beim Hochklappen des Spiegels beeinflußt werden, so daß eine
genaue Belichtungszeiteinstellung gewährleistet ist.
Bei der neuen Verschlußsteuereinrichtung wird die Spannung, welche während der Lichtmessung linear
proportional zum Widerstand Rp der Photozelle ist, in der Speicherschaltung gespeichert, wodurch mit Hilfe
einer vergleichsweise einfachen Schaltung die Beziehung T=K\Rp(mit K\ = konstant) hergestellt ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
230 216/1
Claims (4)
1. Elektrische Schaltung zum Steuern der Belichtungszeit einer fotografischen Kamera, die einen
elektrisch betätigbaren Verschluß aufweist, mit einem Lichtmeßschaltkreis, der einen fotoelektrischen
Wandler aufweist und auf die Objekthelligkeit anspricht, und einer Betätigungsschaltung zum
Betätigen des Verschlusses nach Maßgabe eines von ι ο .dem Lichtmeßschaltkreis abgegebenen Ausgangssignals,
die eine einen Zeitbegrenzungskondensator aufweisende Zeitbegrenzungseinrichtung zum Bestimmen
der Verschlußzeit enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung ausgelegt
ist für die Verwendung in einer einäugigen Spiegelreflexkamera, bei der durch das Aufnahmeobjektiv
(1) einfallendes Licht von einem im Sucherstrahlengang gelegenen bewegbaren Spiegel
(8) reflektiert wird und auf den fotoelektrischen Wandler (3) fällt, und daß die Schaltung zu diesem
Verwendungszweck eine Speicherschaltung (11) mit einem weiteren, als Speicherkondensator dienenden
Kondensator ausgestattet ist, der ein Ausgangssignal von dem Lichtmeßschaltkreis über einen
Speicherschalter (Si) empfängt, der vor dem
Hochschwenken des Spiegels (8) öffnet, wobei die Speicherschaltung (11) zwischen dem Lichtmeßschaltkreis
(3) und der Betätigungsschaltung (9, 10) liegt und eine Lichtmenge von dem zu fotografierenden
Objekt unmittelbar vor dem Hochschwenken des Spiegels (8) elektrisch in dem Speicherkondensator
gespeichert wird, wodurch die Zeitbegrenzungseinrichtung (9) die Verschlußzeit nach Maßgabe des
in dem Speicherkondensator gespeicherten Wertes bestimmt.
2. Elektrische Schaltung zum Steuern der Belichtungszeit einer fotografischen Kamera, die einen
elektrisch betätigbaren Verschluß aufweist, mit einem Lichtmeßschaltkreis, der einen fotoelektrichen
Wandler aufweist und auf die Objekthelligkeit anspricht, und einer Betätigungsschaltung zum
Betätigen des Verschlusses nach Maßgabe eines von dem Lichtmeßschaltkreis abgegebenen Ausgangssignals,
die eine einen Zeitbegrenzungskondensator aufweisende Zeitbegrenzungseinrichtung zum Bestimmen
der Verschlußzeit enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltung ausgelegt ist für die
Verwendung in einer einäugigen Spiegelreflexkamera, bei der durch das Aufnahmeobjektiv (1)
einfallendes Licht von einem im Sucherstrahlengang gelegenen bewegbaren Spiegel (8) reflektiert wird
und auf den fotoelektrischen Wandler (3) fällt, und daß die Schaltung zu diesem Verwendungszweck
eine Schaltungseinrichtung (C2, TrI', Tr3') aufweist,
die das Ausgangssignal des Lichtmeßschaltkreises (CdS, TrY) elektronisch speichert und hält,
eine Schaltung (Tr6', Cd, S3'), die entsprechend der
seit dem öffnen des Verschlusses verstrichenen Zeit ein Referenzsignal erzeugt, aufweist, sowie einen
Vergleichsschaltkreis (Tr 4', Tr 5') aufweist, der ein von der ein Referenzsignal erzeugenden Schaltung
abgegebenes Signal und einen in der Speicher- und Halteschaltung gespeicherten Wert vergleicht und
die Betätigungsschaltung (Tr T, M) betreibt, um ein Schließen des Verschlusses herbeizuführen, wenn
zwischen den verglichenen Werten ein bestimmter Differenzwert vorliegt.
3. Elektrische Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der das Referenzsignal erzeugende
Schaltkreis (Tr6', Cd, S3') einen mit einem
Konstantstromkreis (Tr 6') verbundenen Kondensator (Cd) enthält, der mit einem konstanten Strom in
Verbindung mit dem öffnen des Verschlusses aufgeladen wird.
4. Elektrische Schaltung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtmeßschaltkreis
(CdS, TrV) mit einem Konstantstromschaltkreis (Tr Y) versehen ist, der mit einem lichtempfindlichen
Element (CdS) verbunden ist, um dadurch einen der Ausgabe des lichtempfindlichen Elements
(CdS) proportionale Spannung zu erzeugen und diese in dem Speicher- und Halteschaltkreis (Cl,
TrT, Tr 3') durch Verursachen eines konstanten Stroms zu speichern.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP4575765 | 1965-07-27 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1497969A1 DE1497969A1 (de) | 1969-04-03 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19661497969 Expired DE1497969C2 (de) | 1965-07-27 | 1966-07-22 | Elektrische Schaltung zum Steuern der Belichtungszeit einer fotografischen Kamera |
Country Status (1)
| Country | Link |
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Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT225515B (de) * | 1959-05-23 | 1963-01-25 | Meopta Narodni Podnik | Schaltungsanordnung zur selbsttätigen Regelung der Belichtungszeit |
| FR1344644A (fr) * | 1962-12-19 | 1963-11-29 | Kamera & Kinowerke Dresden Veb | Appareil photographique reflet à miroir à un seul objectif, équipé d'un dispositif de mesure du temps de pose |
-
1966
- 1966-07-22 DE DE19661497969 patent/DE1497969C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE1497969A1 (de) | 1969-04-03 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8125 | Change of the main classification | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8363 | Opposition against the patent |