DE2116623A1 - Kreiselbrecher mit hydraulischer Verstellung und hydropneumatischer Überlastsicherung - Google Patents
Kreiselbrecher mit hydraulischer Verstellung und hydropneumatischer ÜberlastsicherungInfo
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Description
Anlage zum Patentgesuch, der ·
Klöckner-Humboldt-Deutz H 71/13
Aktiengesellschaft
TO.1. April 1971
Ig/Sch
Kreiselbrecher mit hydraulischer Verstellung und hydropneumatischer
Überlastsicherung,
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kreiselbrecher, dessen Brechicegel über ein sphärisches Stützlager auf einem, in
einer im Brechergehäuse feststehenden Hohlachse längsverschieblich
geführten und als Kolben ausgebildeten Stützschaft gelagert ist, wobei der Stützschaft zusammen mit der feststehenden
Hohlachse eine Kolben-Zylindereinheit für die hydraulische
Verstellung des Brechkegels bildet.
Aus der deutschen Patentschrift 1 296 937 ist ein Brecher der
bezeichneten Art bekannt, dessen Hohlachse etwa in der Mitte durch eine Trennwand in zwei Zylinderräume unterteilt ist.
Der obere Zylinderraum bildet zusammen mit dem als Kolben ausgebildeten Stützschaft die Kolben-Zylindereinheit für die
hydraulische Verstellung des Brechkegels. Der untere Zylinderraum ist mit einem kompressiblen Medium gefüllt und gegen
die in der Trennwand angeordneten Verbindungsöffnungen zum oberen Zylinderraum über eine freibewegliche Kolbenscheibe
abgedichtet. Das kompressible Medium ist so hoch vorgespannt, daß die durch die Verbindungsöffnungen von oben auf die Kolbenscheibe
wirkende Hydraulikflüssigkeit beim Normalbetrieb
- 2
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des Brechers die Kolbenscheibe nicht nach unten verschieben
kann. Erst wenn unzerkleinerbares Gut, z.B. ein Eisenteil· in
den Brechspalt gelangt, wird der Yorspanndruck des kompressiblen
Mediums überschritten, wobei die Hydraulikflüssigkeit in den unteren Zylinderraum gedrückt wird und die Kolbenscheibe nach unten verschiebt, so daß der Brechkegel-nach
unten ausweichen kann. Die hydraulische Verstelleinrichtung
und die mit ihr zusammenwirkende hydropneumatische Überlastsicherung
muß in bestimmten Zeitabständen kontrolliert und gewartet werden«, In dieser Hinsieht weist die bekannte
Brecherkonstruktion einen gewissen Fachteil auf, da nämlich die Teile der hydropneumatischen Überlastsicherung, insbesondere die Kolbenscheibe nur von der Unterseite der Maschine
her zugänglich sind. Das setzt für Wartungs- und Reparaturarbeiten
voraus, daß unterhalb der Maschine ein genügend
großer Raum für derartige Arbeiten zur Verfügung steht. Da
der Raum unterhalb des Brechers gleichzeitig aber als Gutsammelraum
dient, muß vor jeder Wartung das zerkleinerte Gut ausgeräumt werden. Bei größeren Brechern kommt hierzu noch
die Schwierigkeit, daß entsprechende Stütz- und Hebewerkzeuge in diesen Raum unterhalb des Brechers- eingeführt werden,
müssen. Beim Zusammenbau nach erfolgter Wartung besteht für die Teile der Überlastsicherung die Gefahr, daß Fremdkörperteile
in den Zylinderraum der Überlastsicherung gelangen können. .
Aufgabe der Erfindung ist es, einen verbesserten Kreisel-
— 3 —
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brecher zu schaffen", sowie einen derartigen Brecher auch in
konstruktiver und fertigungstechnischer Hinsicht zu verbessern. Dies geschieht gemäß der Erfindung dadurch, daß innerhalb
der von dem Stutζschaft und der Hohlachse gebildeten
Kolben-Zylindereinheit für die hydraulische Verstellung ein mit einem vorgespannten, kompressiblen Medium gefüllter, wenigstens teilweise nachgiebig ausgebildeter Behälter als Überlastsicherung angeordnet ist. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung werden in vorteilhafter Weise die Nachteile der bekannten Brecherkonstruktion vermieden, da zu Wartungs- und Reparaturarbeiten nach Abheben des Brechkegels und des S.tützschaftes die Überlastsicherung von oben her frei zugänglich ist.
Kolben-Zylindereinheit für die hydraulische Verstellung ein mit einem vorgespannten, kompressiblen Medium gefüllter, wenigstens teilweise nachgiebig ausgebildeter Behälter als Überlastsicherung angeordnet ist. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung werden in vorteilhafter Weise die Nachteile der bekannten Brecherkonstruktion vermieden, da zu Wartungs- und Reparaturarbeiten nach Abheben des Brechkegels und des S.tützschaftes die Überlastsicherung von oben her frei zugänglich ist.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß1 der als
Überlastsicherung dienende Behälter im wesentlichen allseitig
von der im Zylinderraum enthaltenen Hydraulikflüssigkeit umgeben ist. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß man für die
Ausgestaltung des als Überlastsicherung dienenden nachgiebigen Behälters weitgehende Freiheit hat, da infolge des nahezu
von allen Seiten auf die Behälteroberfläche wirkenden Druckes der Hydraulikflüssigkeit die für eine Verformung des Behälters
günstigsten Flächen vorgesehen werden können. Die Vorteile dieser Anordnung ergeben sich insbesondere dann, wenn,
wie in einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung vorgesehen ist, die Überlastsicherung in an sich bekannter Weise aus einem
-."■■■ _ 4 _
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gasgefüllten Rohrzylinder besteht, der an seinem einen Ende offen ist und über einen im Rohrzylinder verschieblichen Kolben gegenüber der Hydraulikflüssigkeit abgeschlossen ist. Bei
dieser Ausbildung der Überlastsicherung braucht die Wandung
- zu
des gasgefüllten Zylinders nur so stark bemessen/sein, daß
sie den Drücken des vorgespannten Gases einschließlich der vorgeschriebenen Sicherheitszuschläge standhält. Die "bei einem
Durchfedern des Brechkegels auftretenden erheblichen Spannungsspitzen
in der Hydraulikflüssigkeit, die wegen der Viskosi- '
tat der Hydraulikflüssigkeit und der Trägheit der Kolbenbewegung
innerhalb der Überlastsicherung nicht zu vermeiden sind, brauchen daher bei der Auslegung des Rohrzylinders der Überlastsicherung
nicht berücksichtigt werden, weil hinsichtlich der Druckspitzen zwischen dem Gas im Inneren des Rohrzylinders
und der diesen umgebenden Hydraulikflüssigkeit des Zylinderraumes der Hohlachse ein weitgehender Druckausgleich besteht.
Hierdurch wird eine wesentliche konstruktive Vereinfachung erreicht..
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß im Zylinderinnenraum als Überlastsicherung eine gasge- .
füllte, elastische Blase angeordnet ist, die wie an sich bekannt, in einem mit wenigstens einer Öffnung versehenen
Schutzgehäuse angeordnet ist. Auch bei dieser Form der Über-.lastsicherung
ist es vorteilhaft, wenn die Hydraulikflüssigkeit das Schutzgehäuse weitgehend umgibt, so daß sich beim
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_· 5 —
Durchfedern des Brechfcegels ein Druckausgleich zwischen dem
Innenraum des Schutzgehäuses und dem Zylinderraum der "Verstelleinrichtung
ergibt.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
daß der als Überlastsicherung dienende Behälter an dem als Kolben ausgebildeten Stützschaft befestigt ist. Dies
hat den Vorteil, daß Inspektions- und Reparaturarbeiten vereinfacht werden, da der Stützschaft zusammen mit der Überlastsicherung
nach oben heraus gezogen werden kann.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der als Kolben wirkende Stützschaft hohl und nach unten
hin offen ausgebildet ist, und daß der als Überlastsicherung dienende Behälter innerhalb des Hohlraumes, vorzugsweise mit
Abstand von den Seitenwandungen des Hohlraumes, befestigt ist.
Durch diese Maßnahme ist es möglich, die Bauhöhe der gesamten
Brecheranordnung zu reduzieren. Diese Maßnahme bietet andererseits
die Möglichkeit, bei entsprechender Ausgestaltung des Hohlraumes im Stützschaft eine, als elastische Blase ausgebildete
Überlastsicherung unmittelbar in diesem Hohlraum anzuordnen, so daß ein Schutzgehäuse für die Blase entfallen kann,
da die von dem hohlen Stützschaft gebildete Wandung stark genug bemessen ist.
In vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kreisel-
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brechers ist ferner vorgesehen, daß der als Kolben ausgebil- dete
Stützschaft eine vom sphärischen Stützlager, ausgehende, '
etwa axial verlaufende Bohrung aufweist, die mit wenigstens
einem seitlich oberhalb der KoIbendichtung ausmündenden
Schmiermittelkanal· verbunden- ist, der seinerseits im Bereich der Zylinderwandung mit einer Leitung für die Zufuhr von
Schmiermitteln zum Stützlager in Verbindung steht.
In besonders vorteilhafter Ausgestaltung ist ferner vorgesehen, daß an der seitlichen Mündung des Schmiermittelkanals
auf der Kolbenoberfläche bzw. in der Zylinderwandung eine sich in axialer Richtung erstreckende Schmiermitteltasche
angeordnet ist, in die die Zuleitung für die Schmiermittel .von außen her mündet.
Die Erfindung wird an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, denen weitere Merkmale der Erfindung zu entnehmen
sind.Die Zeichnungen zeigen in
• Pig. 1 eine Ausführungsform, bei der eine
ams Rohrzylinder und Kolben bestehende Überlastsicherung am Stützschaft
befestigt ist,
Pig. 2 eine Ausführungsform mit im Hydraulikzylinder
feststehender Überlastsicherung
Pig. 3 eine Ausführungsform mit einer im Stützschaft
befestigten Gasblase mit Schutzgehäuse als Überlastsicherung.
- 7 -2Q9842/QSQ7
Bei dem in Pig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein
Lagergehäuge 1 mit einer zentral angeordneten Nabe 2 versehen,
in der die Hohlachse 3 für die Lagerung des Brechkegels
befestigt ist. Das Gehäuse 1 besteht bei dieser Ausführungsform aus drei Teilen, und zwar aus dem Lagergehäuse la, einem
vorzugsweise in Schweißkonstruktion ausgeführten Zwischenring 1b sowie einem auf dem Zwischenring aufgesetzten Gehäuseoberteil
1c. Die drei Gehäuseteile werden über Spannschrauben, vorzugsweise Dehnschrauben 1d miteinander verspannt, die
auf dem Umfang gleichmäßig verteilt sind» Das Lagergehäuse 1
weist außerdem eine seitliche Öffnung auf, in der in einer Lagerbüchse 4 die Antriebswelle 5 gelagert ist. Bin an der
Antriebswelle befestigtes Ritzel 6 steht mit einem Zahnrad 7 in Eingriff, das an einer auf der Hohlachse 3 gelagerten Exzenterbüchse
8 befestigt ist.
Der mit einem Brechfutter 9 versehene Brechkegel 10 ist ebenfalls drehbar auf der Außenseite der Exzenterbüchse 8 gelagert.
In senkrechter Richtung ist der Brechkegel aif einem
Stützschaft 11 abgestützt, der an· seinem oberen Ende ein aus
einer Kugelkalotte 12 und einer entsprechenden Kugelschale bestehendes sphärisches Lager aufweist. Bei Antrieb der Exzenterbüchse
über die Antriebswelle 5 kann so der Brechkegel
die bekannte Kreisel- bzw. Taumelbewegung ausführen.
Zur Einstellung der Brechspaltweite., d.h. der Spaltweite
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- . zwiβchen dem Brechfutter 9 des Brechkegels und dem mit dem
Gehäuse verbundenen Brechmantelfutter 14 ist der Stützschaft 11 als.Kolben ausgebildet, und an seinem unteren Ende mit ent-■
sprechenden Dichtungen 15 versehen. Zusammen mit der Hohlachse
5 bildet der Stützschaft eine Kolben-Zylindereinheit, über
die der Brechkegel mittels.einer Hydraulikflüssigkeit gehoben
oder gesenkt werden kann. Über eine Zuleitung 16 am unteren
Ende der Höhlachse wird die Hydraulikflüssigkeit in den Zylinderraum
eingeleitet. Mit Hilfe einer entsprechenden, nicht näher dargestellten Pumpe kann dann der Stützschaft 11 angehoben
bzw. gesenkt werden und auf diese Weise der Brechspalt
eingestellt werden.
Der als Zylinder ausgebildete obere Teil der Hohlachse ist
zweckmäßigerweise an seiner Innenwandung mit einer zusätzlichen
Schleißbtichse 17 versehen. Hierdurch wird mit Vorteil erreicht,
daß vor allem dann, wenn man die Schleißbüchse beispielsweise ^ aus Messing, Bronze oder ähnlichen Metallen herstellt, .nach
längerer Betriebsdauer nur diese Schleißbüchse ausgewechselt
werden muß, während der teure ,als Kolben ausgebildete Stützschaft
praktisch keinem Verschleiß unterliegt. ·
Die Hydraulikflüssigkeit ist' nahezu inkompressibel. Um nun bei
Eintritt von Eisenteilen oder ähnlichem in den Brechspalt ein
Ausweichen des Breehkegels nach unten zu ermöglichen, ist erfindungsgemäß
innerhalb des von der Hohlachse gebil'deten Zy-
'-■■-■'■;'■ ■■;■■.':-■■- - - 9 "Ζ.
linderraumes ein mit einem vorgespannten kompreseiblen Medium "
gefüllter, wenigstens teilweise nachgiebig ausgebildeter Behälter als Überlastsicherung angeordnet. Dieser besteht bei
der dargestellten erfindungsgemäßen Ausführungsform aus einem Eohrzylinder 18, der an seinem unteren Ende über Durchtrittsöffnungen
19 mit dem Innenraum der Hohlachse in Verbindung steht. Der Innenraum des. Rohrzylinders ist gegenüber dem mit
Hydraulikflüssigkeit gefüllten Innenraum der Hohlachse durch einen frei im Rohrzylinder beweglichen Kolben 20 abgeschlossen. An seinem oberen Ende weist der Rohrzylinder eine Ventilöffnung
21 auf, durch die er mit komprimiertem Gas, beispielsweise
Stickstoff,gefüllt werden kann. Die Druckhöhe der Gasfüllung
ist von der Brechergröße und damit von der Größe der auf den Brechkegel wirkenden Brechkräfte abhängig.
Die Durchtrittsöffnungen 19 für die Hydraulikflüssigkeit sind
in einem am unteren Ende des Rohrzylinders befestigten Mundstück 22 angeordnet. Hierbei sind die Durchtrittsöffnungen
zweckmäßigerweise mit Rückschlagventilen versehen, die bei
einem Durchfedern des Brechkegels nach unten einen schnellen
Durchfluß der Hydraulikflüssigkeit in den Innenraum des Rohrzylinders gestatten, den Rückfluß aber verhindern. Mach Durchgang
des im Brechgut enthaltenen Eisenteiles durch den Brechspalt
erfolgt der Rückfluß der in den Rohrzylinder eingepressten
Hydraulikflüssigkeit über zusätzliche, vorzugsweise einstellbare Drosselbohrungen im Mundstück, die so ausgelegt sind,
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daß die Hydraulikflüssigkeit aus dem Rohrzylinder unter dem
Druck des vorgespannten Gases langsam wieder ausgepreßt wird
und so der Brechkegel sich entsprechend verzögert in seine
ursprüngliche, d.h. in die Arbeitsstellung zurüekbewegt.
Hierdurch wird mit Vorteil erreicht, daß der Brechkegel schnell nach unten ausweichen kann, während die Aufwärtsbewegung abgebrarab erfolgt, um übermäßige Beanspruchungen, die bei einer ebenso schnellen Aufwärtsbewegung auftreten würden, zu vermeiden und um gleichzeitig dem Fremdkörper Zeit genug zu geben, aus dem Brechraum heraus zu fall en .- · -
ursprüngliche, d.h. in die Arbeitsstellung zurüekbewegt.
Hierdurch wird mit Vorteil erreicht, daß der Brechkegel schnell nach unten ausweichen kann, während die Aufwärtsbewegung abgebrarab erfolgt, um übermäßige Beanspruchungen, die bei einer ebenso schnellen Aufwärtsbewegung auftreten würden, zu vermeiden und um gleichzeitig dem Fremdkörper Zeit genug zu geben, aus dem Brechraum heraus zu fall en .- · -
In dem Mundstück 22 ist ferner noch eine Sackbohrung vorgesehen,
in die von unten her eine Meßsonde 23 hineinragt. Mit Hilfe dieser Meßsonde kann auf kapazitiven Wegen die Lage des
Brechkegels innerhalb der Maschine bestimmt werden und damit die Brechspaltweite ohne Schwierigkeiten eingestellt werden.
W Gemäß der Erfindung ist die Überlastsicherung so mit dem-als
Kolben ausgebildeten SSützschaft 11 verbunden,- daß sie allzeitig
von der -Hydraulikflüssigkeit umgeben ist. Dies hat den
besonderen Torteil, daß bei der Dimensionierung des Rohrzylinders dieser nur auf den Yorspanndruck des Gases (je nach
Brechergröße etwa 175 ibs 220 atü) ausgelegt zu werden braucht,
während die bei der Durchfederungauftretenden Druckajitzen unberücksichtigt
bleiben können, da durch den gleichzeitigen
Druckanstieg in der den Rohrzylinder umgebenden Hydraulik-
Druckanstieg in der den Rohrzylinder umgebenden Hydraulik-
■' "■- 11 -
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flüssigkeit zwischen dem Innenraum des Rohrzylindere und β einer
Außenseite in etwa ein Druckausgleich bestellt.
Die Schmierölversorgüng der Lagerflachen der Exzenterbuchse ·
des Brechkegels und insbesondere des sphärischen Stützlagere.
12, 13 erfolgt über wenigstens eine axial in der Wandung der
Hohlachse verlaufende läng-sbohrung 24,die an ihrem oberen
Ende über eine Seitenöffnung in eine axial ausgerichtete Tasche 25 mündet, aus der das Öl über weitere Bohrungen zentral
zu dem sphärischen Stützlager geführt wird. Das am Stützlager seitlich austretende öl läuft dann zwischen die gegenseitigen
Lagerflächen von Exzenterbüchse und Hohlachse bzw.
Exzenterbüchse und Brechkegel hindurch und tritt unter gleichzeitiger
Schmierung der Eingriffsstelle des Zahnrades 7 mit
dem Ritzel 6 über eine Rohrleitung 26 aus dem Brecher aus.
Nach Kühlung und Reinigung wird das Öl wieder im Kreislauf
zur Rohrleitung 27, die mit der Längsbohrung 24 in Verbindung
steht, wieder zurückgeführt.
Ein Vorteil dieser, erfindungsgemäßen Ausbildung des Kreieelbrechers
besteht vor allem darin, daß zu Inspektions- und Wartungsarbeiten nach Entfernung des Gehäuseoberteils Ic und
des Brechkegels mit Hilfe eines ohnehin vorhandenen Hebezeuges
der Stützschaft 11 zusammen mit der überlastsicherung 18 aus dem Brecher herausgezogen werden kann. Da es sich bei der
Überlastsicherung um ein gesondertes Bauteil handelt, kann
- 12 209842/0507
• - 12 - ...'■■,
dieses auf einfache Weise ausgewechselt werden, so daß nach
relativ kurzer Stillstandzeit der Brecher wieder in Betrieb genommen werden kann.
In Pig. 2 ist ein anderes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Brechers dargestellt. Bei diesem Brecher besteht das
Gehäuse ebenfalls aus drei Teilen 1a, 1b und 1c, in diesem _."."-.
Fall ganz in Stahlgußausführung. Die einzelnen Gehäuseteile * sind untereinander über gleichmäßig auf dem Umfang ihrer
Flansche verteilte Schraubenbolzen verbunden. Bei dem Brecher gemäß dieser Ausbildung ist die Überlastsicherung nicht mehr
am Stutζschaft 11 befestigt, sondern lose in den unteren Raum,
der Hohlachse gestellt. Ein mit Stegen versehener Abstandsring 28 fixiert die Überlastsicherung in radialer Richtung.
Auch bei dieser Ausbildungsform kann die Überlastsicherung in einfacher Weise nach Entfernung des Stützschaftes noch oben
aus der Hohlachse herausgezogen werden.
Die Schmierölzuführung zum sphärischen Stützlager ist bei dieser
Ausführungsform wesentlich vereinfacht. Die Hohlachse 3 weist an ihrem unteren Ende einen auf der Außenseite ringför-=
mig umlaufenden Kanal 29 auf, in den von außen die Schmierölzuleitüng
27 einmündet. Von dem Ringkanal ausgehend sind in der Wandung der Hohlachse wenigstens zwei axial verlaufende Kanäle
• ' vorgesehen, die im Bereich des kolbenförmig ausgebildeten
Stützschaftes oberhalb der Dichtungen nach innen gerichtete
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- Ϊ5 -
Öffnungen aufweisen. Die Öffnungen münden in einen auf dem Stützschaft vorgesehenen weiteren Ringraum 31. Der Stützschaft
weist "bei dieser Ausführungsform einen geschlossenen Hohlraum oder eine entsprechende, zentral angeordnete, axiale
Bohrung auf, die über radiale Kanäle 32 mit dem Ringraum 31
verbunden ist. Durch eine zentrale obere Öffnung 33 bzw. eine entsprechende zentrale Bohrung gelangt das Schmieröl zum
sphärischen Stützlager und von da über die Lagerflachen der
■Exzenterbuchse bzw. des Brechkegels zum Abzugsrohr 26.
Tig. 3 zeigt eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Kreiselbrechers. Bei dieser Ausführungsform ist der Stützschaft 11 rohrförmig ausgebildet und oben
durch die Iiagerkalotte 13 des sphärischen Stützlagers abgeschlossen.
Als Überlastsicherung ist bei dieser Ausführungsform
eine mit einem komprimierten Gas gefüllte elastische Blase vorgesehen, die sich in einem Schutzgehäuse 34 befindet.
Mit seinem oberen Ende ist die Überlastsicherung lösbar mit der Iiagerkalotte 13 verbunden. Hierin liegt ein wesentlicher
Vorteil, da die.Überlastsicherung zusammen mit
der Iiagerkalotte aus dem Brecher -herausgenommen werden kann,
ohne daß der schwere Stützschaft aus der Hohlachse entfernt
zu werden braucht. Auf diese Weise wird außerdem die Gefahr einer Beschädigung der empfindlichen Hochdruckdichtungen 15
durch den Aus- und Einbau vermieden. Die Ausbildung ist ins- ■
besondere für diese Art von Überlastsicherung von Bedeutung»
- 14 -209842/0507
da die Wandungen' der elastischen Blase, die vorzugsweise aus
. Gummi bestehen, möglicherweise eine Diffusion der in der Blase
eingeschlossenen Gase zu-lassen, laßt nach längerer Betriebszeit .der Torspanndruck der Gase. nach. Die Überlastsicherung
muß daher von Zeit zu Zeit wieder auf ihren Arbeitsdruck gebracht
werden, Zu diesem Zwecke ist am oberen Ende der Über-.
lastsicherung ein.-"Füllventil 35 angeordnet.
- Die Überlastsicherung kann aber auch in der Weise im Stützschaft
angeordnet werden, daß sie zunächst lose auf einem. Bund
mit entsprechenden Durchtrittsöffnungen an der unteren Öffnung des Stützschaftes aufliegt und gegen diesen durch die Befestigungsschrauben d,er lagerkalotte 13 gepreßt wird. Zu Kontrollzwecken
braucht bloß die Lagerkalotte entfernt zu werden, so daß die Druckkontrolle und gegebenenfalls das Nachfüllen von
Gas ohne. Herausnahme der Überlastsicherung erfolgen kann..
P. Der untere EeIl der Hohlachse ist bei dieser Ausführungsform
massiv ausgebildet und weist nur eine zentrale Bohrung 36 auf, durch die die Hydraulikflüssigkeit eingeführt wird. Die Bohrung
36 muß so bemessen sein, daß ohne Störung des Zuflusses der Hydraulikflüssigkeit
von unten her noch die. Sonde 23 zur Messung
der Spaltweite· hindurchgeführt werden kann. Diese Ausbildung
ist deshalb zweckmäßig, weil hierdurch das Volumen der Hydraulikflüssigkeit gering gehalten werden kann und somit die auch
bei Hydraulikflüssigkeiten vorhandene geringe Eompressiöilität
fast vollständig ausgeschlossen werden kann.
:"..■.,;.-■ - 15 -
209042/0107'
■ ■ 21T6623
Auch "bei dieser Ausführungsform ist die Überlastsicherung
vorteilhaft so in'dem hohl ausgebildeten Stützschaft angeordnet,
daß sie -weitgehend allseitig von der Hydraulikflüssigkeit
umgeben ist. Dies hat wieder den Vorteil, daß die Stärke des Schutzgehäuses nur in Bezug auf den vorgesehenen
Gasdruck der elastischen Blase ausgelegt werden muß. Beim Durchfedern ergibt sich durch die in das Schutzrohr eintretende
Hydraulikflüssigkeit, die die elastische Blase entsprechend der Durchfederung zusammendrückt, wieder in etwa ein Druckausgleich zwischen der die Überlastsicherung umgebenden Hydraulikflüssigkeit
und der in das Schutzgehäuse eindringenden Hydraulikflüssigkeit. Die beim Durchfedern auftretenden Druckspitzen
brauchen bei der Auslegung des Schutzgehäuses daher nicht .berücksichtigt werden.
Das Schutzgehäuse ist auch hier in vorteilhafter Weise mit
einem Mundstück 22 versehen, das Rückschlagventile und Drosselbohrungen für die Hydraulikflüssigkeit sowie eine Sackbohrung
für die Meßsonde 23 aufweist.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt. Die verschiedenen Merkmale der Ausführungsformen können vielmehr untereinander kombiniert oder ausgetauscht werden. .
Patentansprüche • - 16 -
209842L/OS07
Claims (11)
- - ."""· r -V- 2116823P a t e η t a n s ρ r ü c h e 'Kreiselbrecher, dessen Brechkegel Über ein sphärisches Stützlager auf einem, in einer im Brechergehäuse feststehenden Hohlachse längsverschieblich geführten und als Kolben ausgebildeten Stützschaft gelagert ist, wobei der Stützschaft zusammen mit der feststehenden Hohlachse eine Kolbenzylinder-Einheit für die hydraulische Verstellung des Brechkegels bildet, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der von dem Stützschaft (11) und der Hohlachse (.3) gebildeten Kolbenzylinder-Einheit ein mit einem vorgespannten, kompressiblen Medium gefüllter, wenigstens teilweise nachgiebig ausgebildeter Behälter (18) als Überlastsicherung angeordnet ist.
- 2. Kreiselbrecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Überlastsicherung dienende Behälter {18) im wesentlichen allseitig von der im Zylinderraum enthaltenen Hydraulikflüssigkeit umgeben ist. \
- 3. Kreiselbrecher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlastsicherung (18) in an sich bekannter Weise aus einem gasgefüllten Rohrzylinder besteht'* der an seinem einen Ende offen ist und über einen im Rohrzylinder verschieblichen Kolben (20) gegenüber der Hydraulikflüssigkeit'', abgeschlossen ist.- 17 - " ' 209842/0S07- /17 -
- 4. Kreiserbrecher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn-, zeichnet, daß im Zylinderraum"als Überlastsicherung eine gasgefüllte, elastische Blase angeordnet ist, die, wie an sich bekannt, in einem mit wenigstens einer Öffnung versehenen Schutzgehäuse angeordnet ist.
- 5. Kreiselbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 4} dadurch gekennzeichnet, daß der als überlastsicherung dienende Behälter' (18) an dem als Kolben ausgebildeten Stützschaft (11) ' befestigt ist.
- 6. Kreiselbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der als Kolben wirkende Stützschaft· (11) hohl und nach unten hin offen ausgebildet ist, und.daß der als Überlastsicherung dienende Behälter (18) innerhalb des Hohlraumes, vorzugsweise mit Abstand von den Seitenwandungen des Hohlraumes befestigt ist.
- 7. Kreiselbrecher nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der als Kolben ausgebildete Stützschaft (11) eine vom sphärischen Stützlager (12, 13) ausgehende etwa axial verlaufende Bohrung (33) aufweist, die mit wenigstens einem seitlich oberhalb der Kolbendichtung (15) ausmündenden Schmiermittelkanal (32) verbunden ist, der seinerseits im Bereich der Zylinderwandung mit einer leitung (24, 30) für die Zufuhr von Schmiermittel zum Stützlager in Verbindung steht.209842/0S07
- 8. Kreiselbrecher nach. Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, ■ daß an der seitlichen Mündung des Schmiermittelkanals (32) auf der Kolbenoberfläche, "bzw. in der Zylinderwandung eine sich in axialer Richtung erstreckende Schmiermitteltasche (25) angeordnet ist, in die die Zuleitung (24, 30) für die · Schmiermittel von außen her mündet·. . .
- 9. Kreiselbrecher nach einem der Ansprüche ί big 8, da-% durch gekennzeichnet, daß der als Zylinder ausgebildete obere (Teil der Hohlachse (3) an seiner Innenwandung mit einer zusätzlichen Schleißbüchse (17) versehen ist.
- 10. Kreiselbrecher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 3 oder 4,, dadurch gekennzeichnet, daß an der Überlastsicherung (18) ein Mundstück (22) angeordnet ist, das mit Rückschlagventilen versehene Durchtrittsöffnungen (19) für den Eintritt und zusätzliche, vorzugsweisefc einstellbare Drosselbohrungen für den Austritt von Hydraulikflüssigkeit aus der Überlastsicherung aufweist. -
- 11. Kreiselbrecher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der kolbenförmige Stützschaft(11) rohrförmig ausgebildet ist und oben durch die Lagerkalotte (13) des sphärischen Stützlagers abgeschlossen ist.209842/0507
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