DE2115427A1 - Korrosionsinhibitoren und Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Metallen - Google Patents
Korrosionsinhibitoren und Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von MetallenInfo
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- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
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Description
DR. ic. P(.1SCHFNRIEDFP. Oaae P,446
i.t-L. ;ii:i- Strafe 38
Albright & Wilson Limited, Oldbury bei Birmingham, Warwickshire, Großbritannien
Korrosionsinhibitoren und Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Metallen
Die vorliegende Erfindung betrifft korrosionsverhindernde Mittel jenes Typs, der in geringen Konzentrationen
(z.B. solchen von 1 bis 100 Teilen pro Million Teile) wäßrigen Systemen zugesetzt werden kann, um die
Korrosion von Metallen, die dem Angriff durch Wasser ausgesetzt sind, zu verhindern. Derartige Inhibitoren
finden z.B. zur Behandlung von industriellen Kühlwassersystemen technische Anwendung.
Zu den Substanzen, die bisher für diesen Zweck verwendet worden sind, gehören bestimmte Chromate. Die Chromate
weisen jedoch einen schwerwiegenden Nachteil auf: ihre Toxizität. Als Folge hiervon können Chromate nur
in begrenztem Umfang Anwendung finden. Ein Gegenstand
der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Mittel zu entwickeln, das als Korrosionsinhibitor wirksam
4/ ! Vy4
Ist* zugleich jedoch von Chromaten frei und beträchtlich
weniger toxisch als chromathaltige Inhibitoren ist,
Es wurde nun gefunden, daß aus den zahlreichen Verbindüngen*
die bisher als Korrosionsinhibitoren in Vorschlag gebracht und als verhältnismäßig wenig wirksam
befunden worden sind* zwei Verbindungen herausragen,
die miteinander zu einejn Mittel vermischt werden können, das eine überraschend synergistische Wirkung als
Korrosionsinhibitor aufweist. Wie festgestellt wurde,
können Aeetodiphosphonsäure und Zinksulfat gemeinschaft-'
lieh verwendet werden, um eine synergistische Inhibierung der Korrosion zu bewirken. Die Gemische entfalten
ihre technisch befriedigende Verhinderung der Korrosion in Abwesenheit von Chromaten und sind verhältnismäßig
ungiftig.
Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung ein korrosionsverhinderndes
Mittel, das im wesentlichen chromatfrei ist und aus Acetodiphosphonsäure oder einem Alkali-
oder Ammoniumsalz derselben und aus Zinksulfat besteht.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Verhinderung der korrosion von Metallen, die dem Angriff
durch korrosive wäßrige Systeme ausgesetzt sind,
und diese Methode besteht darin, dem Wasser eine zur Verhinderung der Korrosion ausreichende Menge des erfindungsgemäßen Mittels zuzusetzen.
Der Aeetodiphosphonsäure, die im folgenden kurz als
"ADPA1* bezeichnet wird, wird für gewöhnlich die Formel
CH-»C.0H(P0,Ho)o zugeschrieben. Sie kann durch Umsetzung
von Phosphortri chlorid mit über schlissiger Essigsäure
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und nachfolgende Wasserdampfdestillation des Reaktionsproduktes hergestellt werden oder auch durch die Einwirkung
von Acetylchlorid und bzw. oder Essigsäureanhydrid auf phosphorige Säure. Die ADPA kann nach der Lehre der
vorliegenden Erfindung als freie Säure oder als wasserlösliches Salz, z.B. als ein Tri- oder Tetranatrium-,
-kalium- oder -ammoniumsalz, verwendet werden.
Das synergistische Zusammenwirken 1st innerhalb eines
weiten Bereiches von Mischungsverhältnissen festzustellen. Im allgemeinen können die erfindungsgemäßen Mittel
5 bis 75 Gewichtsprozent, vorzugsweise 10 bis 60 Gewichtsprozent und beispielsweise 20 bis 50 Gewichtsprozent ADPA
oder ein Salz derselben enthalten und 20 bis 95 Gewichtsprozent, vorzugsweise J>0 bis 85 Gewichtsprozent und beispielsweise
40 bis 80 Gewichtsprozent Zinksulfat, und der Rest, sofern ein solcher vorhanden ist, kann im wesentlichen
aus wasserlöslichen, im wesentlichen nicht toxischen, chromatfreien Korrosionsinhibitoren, Schlamm-Dispergatoren
oder anderen konventionellen Bestandteilen von korrosionsverhindernden Mitteln bestehen. Wie gefunden wurde, kann
man durch Zugabe einer geringen Menge, z.B. von 2 bis 20 Gewichtsprozent eines Kupferkorrosionsinhibitors, wie
Natrium-Mercaptobenztriazol, Benzimidazol oder Benztriazol, besonders wirksame Mittel erhalten.
Darüber hinaus kann zusätzlich ein Schlamm-Dispergator, wie Tannin, oder ein Polyelektrolyt, wie Polyäthylenimin,
und bzw. oder ein Ligninsulfonat, z.B. Calcium-Ligninsulfonat, anwesend sein. Vorzugsweise sind die
ADPA und das Zinksulfat in im wesentlichen gleichen Mengen vorhanden.
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Die Mittel der vorliegenden Erfindung können den wäßrigen Systemen in Konzentrationen von 2 bis 100 Teilen
pro Million Teile, vorzugsweise von 5 bis 50 Teilen
pro Million Teile, am besten von 10 bis JO Teilen pro
Million Teile, z.B. von 20 bis 27 Teilen pro Million Teile, zugesetzt werden. Die ADPA ist vorzugsweise in
einer Konzentration von 2 bis 30 Teilen pro Million Teile,
noch besser von 5 bis 25 Teilen pro Million Teile, z.B. von 10 bis 20 Teilen pro Million Teile, vorhanden.
Das Zinksulfat ist vorzugsweise in einer Konzentration von 5 bis 40 Teilen pro Million Teile, am besten von
7 bis 30 Teilen pro Million Teile, z.B. von 10 bis 25
Teilen pro Million Teile, vorhanden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist Natrium-Mercaptobenztriazol,
das im folgenden kurz als NaMBT bezeichnet wird, gleichfalls vorhanden, und zwar in einer
Menge von 1 bis 5 Teilen pro Million Teile.
Die vorliegende Erfindung soll nun durch die nachstehenden Beispiele erläutert werden. Wasser, das ein p„ von 7j5
aufweist, wird bei 25°C 96 Stunden lang über Flußstahlrohrproben in Gegenwart von Angußstücken (coupons) aus
Aluminium, Gußeisen und Kupfer zirkulieren gelassen. Es wurde der Gesamtgewichtsverlust der Flußstahlproben bestimmt.
Unter der Annahme, daß das Metall gleichmäßig über die gesamte exponierte Oberfläche der Probe verteilt
entfernt worden war, wurde die Eindringtiefe (Penetration) in mm/Jahr errechnet. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden
Tabelle zusammengestellt.
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| Beispiel | Zusatzstoff | ADPA | Konzentration (Teile pro Million Teile) |
Penetration in mm/Jahr |
| Vergleichs versuch |
ADPA | 46,7 | ||
| ti | ADPA/ZnSO. | 25 | 12,2 | |
| tt | ADPA/ZnSO^ | 5 | 42,9 | |
| 1. | ADPA/ZnSO^/NaMBT ADPA/ZnSO^/NaMBT |
25/25 | 8,4 | |
| 2. | 5/20 | 8,5 | ||
| 3. 4. |
5/20/2 10/10/2 |
7,7 4,6 |
Bei den gebrauchten Abkürzungen bedeutet ADPA die Acetodiphosphonsaure und NaMBT das Natrium-Mercaptobenztriazol.
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Claims (2)
- PatentansprücheW Chromatfreies, korrosionsverhinderndes Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer Kombination von Acetodiphosphonsäure oder einem Salz derselben in einer Menge von vorzugsweise 5 bis 75 Gewichtsprozent, z.B. 10 bis 60 Gewichtsprozent, mit Zinksulfat in einer Menge von vorzugsweise 20 bis 95 Gewichtsprozent, z.B. 30 bis 85 Gewichtsprozent, und gegebenenfalls einem Korrosionsinhibitor für Kupfer, wie Natrium-Mercaptobenztriazol in einer Menge von vorzugsweise 2 bis 20 Gewichtsprozent besteht, wobei der Rest, sofern ein solcher vorhanden ist, aus im wesentlichen nicht-toxischen, chromatfreien Korrosionsinhibitoren, Schlamm-Dispergatoren oder anderen konventionellen Bestandteilen von korrosionsverhindernden Mitteln besteht.
- 2. Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Metallen, die der Einwirkung von korrosiven wäßrigen Systemen ausgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß dem korrosiven wäßrigen System 2 bis 30 Teile pro Million Teile Acetodiphosphonsäure oder eines Salzes derselben, 5 bis 40 Teile pro Million Teile Zinksulfat und gegebenenfalls 1 bis 5 Teile pro Million Teile eines Kupferkorrosionsinhibitors, wie Natrium-Mercaptobenztriazol, zugesetzt werden.109844/1794
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1519070 | 1970-03-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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|---|---|---|---|
| DE19712115427 Pending DE2115427A1 (de) | 1970-03-31 | 1971-03-30 | Korrosionsinhibitoren und Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Metallen |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE2115427A1 (de) |
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| NL (1) | NL7104228A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2240736A1 (de) * | 1972-01-17 | 1973-07-26 | Sherwin Williams Co | Stoffzusammensetzung zur inhibierung der metallkorrosion und verfahren zu ihrer herstellung |
| US4052160A (en) * | 1975-07-23 | 1977-10-04 | Ciba-Geigy Corporation | Corrosion inhibitors |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9485001B2 (en) | 2014-10-31 | 2016-11-01 | Skyworks Solutions, Inc. | Diversity receiver front end system with switching network |
-
1971
- 1971-03-30 NL NL7104228A patent/NL7104228A/xx unknown
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- 1971-03-30 DE DE19712115427 patent/DE2115427A1/de active Pending
- 1971-03-31 BE BE765091A patent/BE765091A/xx unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2240736A1 (de) * | 1972-01-17 | 1973-07-26 | Sherwin Williams Co | Stoffzusammensetzung zur inhibierung der metallkorrosion und verfahren zu ihrer herstellung |
| US4052160A (en) * | 1975-07-23 | 1977-10-04 | Ciba-Geigy Corporation | Corrosion inhibitors |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL7104228A (de) | 1971-10-04 |
| BE765091A (fr) | 1971-08-16 |
| FR2083690A1 (en) | 1971-12-17 |
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