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DE2113842A1 - Abbildungsverfahren - Google Patents

Abbildungsverfahren

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Publication number
DE2113842A1
DE2113842A1 DE19712113842 DE2113842A DE2113842A1 DE 2113842 A1 DE2113842 A1 DE 2113842A1 DE 19712113842 DE19712113842 DE 19712113842 DE 2113842 A DE2113842 A DE 2113842A DE 2113842 A1 DE2113842 A1 DE 2113842A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
image
layer
imaging method
recording medium
softenable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19712113842
Other languages
English (en)
Inventor
Lin Luke Chien-Chih
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Xerox Corp
Original Assignee
Xerox Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Xerox Corp filed Critical Xerox Corp
Publication of DE2113842A1 publication Critical patent/DE2113842A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G17/00Electrographic processes using patterns other than charge patterns, e.g. an electric conductivity pattern; Processes involving a migration, e.g. photoelectrophoresis, photoelectrosolography; Processes involving a selective transfer, e.g. electrophoto-adhesive processes; Apparatus essentially involving a single such process
    • G03G17/10Electrographic processes using patterns other than charge patterns, e.g. an electric conductivity pattern; Processes involving a migration, e.g. photoelectrophoresis, photoelectrosolography; Processes involving a selective transfer, e.g. electrophoto-adhesive processes; Apparatus essentially involving a single such process using migration imaging, e.g. photoelectrosolography

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Transfer Or Thermal Recording In General (AREA)
  • Decoration By Transfer Pictures (AREA)
  • Printing Methods (AREA)
  • Duplication Or Marking (AREA)

Description

Rochester, N.Y. 14 603
USA
Abbildungsverfahren
Die Erfindung betrifft ein Abbildungsverfahren unter Verwendung einer erweichbaren Schicht, in der ein Teilchenwanderungsmaterial nahe einer freien Oberfläche bildmäßig verteilt vorhanden ist.
Ein Teilchenwanderungsverfahren zur Bilderzeugung bei hoher Bildqualität und hoher Tönungsdichte, kontinuierlicher Tönung und hoher Auflösung ist beispielsweise durch die britische Patentschrift 1 152 365 und die belgische Patentschrift 7 32 14O bekannt. Bei einem solchen Verfahren wird ein Aufzeichnungsträger verwendet, der auf einer Unterlage eine Schicht eines erweichbaren Materials enthält, in der ein Teilchenwan— derungsmaterial diepergiert ist, wozu beispielsweise elektrisch lichtempfindliche Teilchen vorgesehen sein können. Der Aufzeichnungsträger wird folgendermaßen mit einem Bild versehen: Es wird ein latentes Bild beispielsweise durch elektrische Aufladung des Aufzeichnungsträgers und Bestrahlung mit einem Bildmuster aktivierender elektromagnetischer Strahlung wie z.Bο Licht erzeugt. Das latente Bild wird dann entwickelt, indem das Teilchenwanderungsmaterial in der erweichbaren Schicht zur bildmäßig verteilten Wanderung zur Schichtunterlage hin gebracht wird, wenn eine Erweichung der erweichbaren Schicht durchgeführt wird.
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Eine Art der Entwicklung besteht darin, den Aufzeichnungsträger einem Lösungsmittel auszusetzen, welches nur die erweichbare Schicht auflöst. Das Teilchenwanderungsmaterial (typischer Yfeise in Teilchenform), das der Strahlung ausgesetzt war, wandert dann durch die erweichbare Schicht und erzeugt ein Bild aus gewanderten Teilchen, das dem Strahlungsmuster des Originals entspricht und auf der Unterlage vorhanden ist. Das Material der erweichbaren Schicht wird durch das Lösungsmittel praktisch vollständig abgewaschen. Das Teilchenbild kann dann auf der Unterlage fixiert werden. Viele vorzugsweise angewendete lichtempfindliche Teilchenarten erzeugen nach dem vorstehend be-. schriebenen Verfahren ein Negativbild eines positiven Originals, d.h. die Teilchen lagern sich in bildmäßiger Verteilung entsprechend den durch die Strahlung beeinflußten Flächenbereichen ab. Es können jedoch auch Positivbilder von positiven Originalbildern erzeugt werden, indem die Verfahrensparameter geändert werden. Diejenigen Teile des lichtempfindlichen Materials, die nicht auf die Unterlage wandern, werden durch das Lösungsmittel zusammen mit der erweichbaren Schicht abgewaschen. Die erweichbare Schicht kann zumindest teilweise auf der Unterlage verbleiben und eventuell ein Muster aus nicht gewanderten Teilchen enthalten, das dem gewandaten Muster komplementär ist.
Unter der Bezeichnung "erweichbar11 soll ein Material verstanden ) werden, das für das Teilchenmaterial durchlässiger gemacht werden kann. Eine Änderung der Durchlässigkeit erfolgt normalerweise durch Auflösung, Schmelzen und Erweichen beispielsweise durch Wärmeeinwirkung, Lösungsmitteldämpfe, teilweise Lösungsmittel und Kombinationen dieser Einwirkungsarten.
Unter einer "brechbaren" Schicht oder einem entsprechenden Material soll ein Stoff verstanden werden, der während der Bildentwicklung zerbrechen kann, so daß Teile der Schicht in bildmäßiger Verteilung auf die Unterlage wandern können. Die brechbare Schicht kann teilchenförmig, halbkontinuierlich oder kontinuierlich sein, was verschiedenen Ausführungsformen von Aufzeichnungsträgern entspricht.
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Unter der Bezeichnung "nahe der Oberfläche" soll ein Zustand verstanden werden, wie er in Webster's New Collegiate Dictionary, 2« Auflage, i960, definiert ist. Ein solcher Zustand wird durch die Begriffe "in tatsächlicher Berührung, berührend, nahe, jedoch nicht in Kontakt, angrenzend" beschrieben.
Bei gewissen Verfahren der Erzeugung des latenten Bildes können nicht lichempfindliche oder neutrale brechbare Schichten und teilchenförmige Stoffe verwendet werden. Dabei wird ein elektrostatisches latentes Bild nach einem der vielen bekannten Verfahren erzeugt, beispielsweise durch bildmäßig verteilte Aufladung mit einer Maske oder Schablone oder durch Erzeugung eines Ladungsmusters auf einer separaten fotoleitfähigen Isolierstoffschicht gemäß der üblichen Xerografie und Übertragung dieses Ladungsmusters auf den Bildträger, indem beide Schichten in sehr geringen Abstand zueinander gebracht werden und ein Uberschlagsverfahren angewendet wird, wie es beispielsweise durch die US-Patentschriften 2 982 647, 2 825 814 und 2 937 943 bekannt ist. Ferner können Ladungsmuster entsprechend besonders ausgebildeten Elektroden oder Elektrodenkombinationen nach dem "TESI"-Entladungsverfahren hergestellt werden, wie es durch die US-Patentschriften 3 023 731, 2 919 967, 3 001 848 und 3 001 849 bekannt'ist. Es sind ferner auch Elektronenstrahlaufzeichnungsverfahren anwendbar, ein solches Verfahren ist beispielsweise durch die US-Patentschrift 3 113 179 bekannt.
Die Eigenschaften des erzeugten Bildes hängen von den Verfahrensschritten der Aufladung, Bestrahlung und Bildentwicklung sowie von der jeweiligen Kombination dieser Verfahrensschritte ab. Eine hohe Tönungsdichte, kontinuierliche Tönung und hohe Bildauflösung sind einige der erzielbaren Eigenschaften. Das Bild zeichnet sich allgemein durch eine fixierte oder nicht fixierte Teilchenstruktur aus, wobei eventuell nocfyfein Teil der erweichbaren Schicht sowie nicht gewanderte Teile der Teilchenschicht noch vorhanden sind.
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Durch die belgische Bitentschrift 743 209 ist eine weitere Verfahrensart der Bilderzeugung durch Teilchenwanderung bekannt, bei der ein mit einem Teilchenwanderungsbild versehener Aufzeichnungsträger mit einem- Abziehblatt in klebende Berührung gebracht wird. Bei einer Trennung beider Elemente verteilt sich der Aufzeichnungsträger typischerweise ungefähr in seiner Schichtmitte, wodurch gleichzeitig ein positives und ein komplementäres negatives Bild entstehen, die dem nicht gewanderten und dem gewanderten Teilchenmaterial entsprechen. Bei der folgenden Beschreibung der Erfindung zeigt sich, daß diese nicht die Zerteilung des Aufzeichnungsträgers in seiner Schichtmitte betrifft, sondern lediglich die Entfernung eines Teils des nicht gewanderten oder des gewanderten Teilchenmaterials auf eine Übertragungsfläche. Diese Entfernung kann gegebenenfalls wiederholt durchgeführt werden, so daß die Erzeugung mehrerer Kopien mit einem Aufzeichnungsträger möglich ist.
Demgemäß besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein verbessertes Abbildungsverfahren zu schaffen, das nach dem Prinzip der Materialübertragung unter Verwendung eines mit einem Bild versehenen Aufzeichnungsträgers mit erweichbarer Schicht arbeitet. Dieses Verfahren soll die Herstellung mehrerer Kopien auf unterschiedlichen Unterlagen unter Anwendung nur eines Aufzeichnungsträgers ermöglichen, so daß ein trockenes Vervielfältigen möglich ist.
Ein Verfahren der eingangs genannten Art ist zur Lösung dieser Aufgabe erfindungsgemäß derart ausgebildet, daß eine Übertragungsfläche mit der freien Oberfläche in Berührung gebracht und wieder von ihr getrennt wird, wobei ein Teil des Teilchenwanderungsmaterials in bildmäßiger Verteilung auf der Übertragungsfläche vorhanden ist« Das Teilchenwanderungsmaterial, das auf dem Bildträger verbleibt, kann dann mit einer weiteren Übertragungsfläche in Berührung gebracht werden, so daß bei Trennung dieser beiden Elemente ein weiterer Teil des Teilchenwanderungsmaterials auf die Übertragungsfläche übertragen ist. Das Vermögen des Aufzeichnungsträgers, nacheinander in dünne Schichten
zerteilt zu werden, ergibt sich beispielsweise durch das Vorhandensein eines Viskositätsgradienten in der erweichbaren Schicht. Ein solcher Gradient tritt in einigen Fällen durch das Entwicklungsverfahren auf, bei dem eine Teilchenwanderung und eine anfängliche Filmzerteilung erreicht wird. Eine solche Entwicklung ist beispielsweise durch die Verwendung eines Lösungsmitteldampfes möglicho In anderen Fällen kann die Anwendung thermoplastischer Stoffe kombiniert mit Wärmeeinwirkung einen solchen Viskositätsgradienten erzeugen. Temperaturen im Bereich von ca. 65 bis ca, 93° C reichen zur Erzeugung eines zufriedenstellenden Viskositätsgradienten aus. Werden thermoplastische Stoffe mit relativ geringer Viskosität bei Zimmertemperatur als erweichbare Schicht verwendet, so ist eine Wärmeeinwirkung nicht erforderlich, da die Lufttemperatur den Viskositätsgradienten erzeugt. Auch hat sich gezeigt, daß das Vorhandensein eines dispergierten Teilchenwanderungsmaterials in der Schicht das Vermögen der erweichbaren Schicht zur Zerteilung in dünne Einzelschichten und damit die Erzeugung mehrerer Kopien begünstigt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren beschrieben.
Fig. 1A und 1B zeigen schematische Darstellungen eines Aufzeichnungsträgers mit Schichtstruktur mit und ohne ein erzeugtes Bild.
Fig. 2A zeigt eine schematische Darstellung eines Aufzeichnungsträgers 18 mit Bindemittelstruktur, bei dem das Teilchenwanderungsmaterial 13 in einer erweichbaren Schicht 12 auf einer Unterlage 11 dispergiert ist. Fig. 2B zeigt eine typische Bindemittelstruktur, die mit einem Teilchenwanderungsbild versehen ist, welches aus dem Bereich 22 der erweichbaren Schicht 12 in den Bereich 24 unmittelbar unter dem Bereich 22 nahe an die Unterlage herangewandert ist und somit ein Bildmuster aus Teilchenwanderungsmaterial erzeugt hat. Bereiche der Bindemittelstruktur, aus denen das - Teilchenwanderungsmaterial 13 herausgewandert ist, können eine bildmäßige Konfiguration in der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 20 erzeugen.
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Fig. 3A zeigt einen mit einem Bild versehenen Aufzeichnungsträger der in Figo 2B dargestellten Art, der gemäß dem bereits "bekannten Verfahren zerteilt wurde» Dabei ist die Unterlage las Abzugsblatt und der Teil 34 entspricht dem umgekehrten oberen Teil des Aufzeichnungsträgers 20 aus Fig0 2B mit dem Bereich 22. Fig. 3B zeigt den in Fig. 3A dargestellten Aufzeichnungsträger mit einem Übertragungsblatt 36, das auf die obere Fläche der Schicht 30 aufgelegt und dann teilweise von ihr getrennt ist. Dabei ist auf die untere Fläche des Übertragungsblattes 36 eine dünne Schicht 38 von der Oberfläche der Schicht 30 übertragen,, Die Schicht 38 liefert somit eine Bildkopie, da die Teile 42 der Schicht 38 relativ frei von Teilchenwanderungsmaterial in bildmäßiger Verteilung sind. Bei direkter Betrachtung von der Seite der Schicht 38 her ist ein Bild zu erkennen, das dem Bildmuster in der Schicht 30 entspricht, jedoch einen umgekehrten Abbildungssinn hat.
In den Fig. 1A und 2A sind schematischeAusführungsformen eines Aufzeichnungsträgers 8 bzw. 10 dargestellt, der aus einer Unterlage 11 und einer erweichbaren Schicht 12 besteht, welche in dem in Fig. 1A gezeigten Fall nahe ihrer oberen Fläche eine Schicht eines Teilchenwanderungsmaterials 13 enthält. Fig. 1B zeigt einen Aufzeichnungsträger, nach dem er mit einem Bild versehen wurde. Das Teilchenwanderungsmaterial ist mit den Teilen 16 in die erweichbare Schicht hineingewandert und befindet sich nun nahe der Unterlage 11, während relativ nicht gewanderte Teile 14 der Teilchenwanderungsschicht nahe der Oberfläche des Aufzeichnungsträgers 10 verbleiben. Das Teilchenwanderungsmaterial 13 ist zwar als dünne Schicht innerhalb der erweichbaren Schicht 12 dargestellt, es kann jedoch auch als eine separate Schicht auf der erweichbaren Schicht 12 oder als eine Dispersion in dem erweichbaren Material vorhanden sein, wobei es von derselben oder einer anderen Art wie das erweichbare Material ist. Durch Anwendung solcher Doppelschichten können Stoffe verwendet werden, die für die Kopieerzeugung günstig sind. Weniger günstige Stoffe können in der erweichbaren Schicht 12 verwendet werden. Der Aufzeichnungsträger kann mit dem Bild
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direkt beim erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt oder zunächst in zwei Hälften aufgeteilt werden, wie es im folgenden noch beschrieben wird.
Eine eingehende Beschreibung der Unterlage 11, der erweichbaren Schicht 12 und der Teilchenwanderungsstoffe sowie von Abbildungsverfahren zur Erzeugung eines Teilchenwanderungsbildes finden sich in der bereits genannten britischen Patentschrift 1 152 365 und der belgischen Patentschrift 732 140.
Für die Schichtstruktur und die Bindemittelstruktur eines Aufzeichnungsträgers liegt eine vorzugsweise angewendete mittlere Teilchengröße des Teilchenwanderungsmaterials zwischen ca, 0,01 und ca. 2 Mikron, womit sich optimale Auflösung und möglichst große Tönungsdichte ergeben. Der vorzugsweise angewendete Stärkewert der erweichbaren Schicht 12 liegt zwischen ca. 0,5 und ca. 16 Mikron, optimal zwischen ca. 1 und ca.4 Mikron.
Viie bereits ausgeführt, wird bei Berührung eines Aufzeichnungsträgers der in Fig. 1B oder 2B gezeigten Art oder eines Aufzeichnungsträgers mit einem durch Zerteilung gewonnen Teilchenwanderungsbild der in Fig. 3A gezeigten Art mit einem Übertragungsblatt gemäß dem Verfahren nach der Erfindung nur ein Teil der oberen Fläche des Aufzeichnungsträgers auf das Übertragungsblatt übertragen, während auf dem Aufzeichnungsträger soviel erweichbares Material zurückbleibt, daß ein weiteres Übertragungs— bild erzeugt werden kann. Normalerweise können ca. sechs weitere Bilder erzeugt werden.
Das Übertragungsblatt 36 kann die Form eines Bandes, eines Blattes oder andere geeignete Formen haben, und seine Berührungsfläche soll in vorzugsweise nicht gleitende Druckberührung mit dem Aufzeichnungsträger 10, 20 oder 30 gebracht werden. Eine Unterplatte kann wahlweise vorgesehen sein, um den Berührungsdruck zwischen dem Übertragungsblatt 36 und dem Aufzeichnungsträger 10, 20 oder 30 zu regulieren und zu steuern. Wie noch ausgeführt
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wird, können das Übertraglingsblatt 36 und die Unterlage 11 oder 32 in verschiedenen Farben undurchsichtig, durchscheinend oder durchsichtig sein, was von der jeweiligen Betriebsart und dem endgültigen Verwendungszweck abhängt»
Das Übertragungsblatt 36 enthält im allgemeinen ein Material mit einer Oberfläche, die entweder beispielsweise durch Einwirkung von Wärme, Lösungsmitteln o.a. mit oder ohne Druckeinwirkung klebrig gemacht werden kann oder bereits klebrig ist, wozu sie beispielsweise mit einem Klebstoff beschichtet ist. Ein solches Material ist beispielsweise ein druckempfindliches Klebeband, Das Übertragungsblatt 36 wird mit seiner klebenden Fläche unter Anwendung einer Rolle gegen den Aufzeichnungsträger 10, 20 oder 30 gedrückt. Nach dieser Einwirkung wird das Übertragungsblatt 36 wieder vom Aufzeichnungsträger getrennt.
Typische als Übertragungsflächen 36 geeignete Bänder sind Bänder mit einer Unterlage aus Polyäthylenterephthalat-Polyesterfilm, Bänder mit einer Unterlage aus Zellophan oder Azetat wie z.Bο Scotch Brand Magic Transparent Tape No. 810, erhältlich von der 3M Company (diese Bänder werden wegen ihrer Durchsichtigkeit vorzugsweise angewendet), handelsübliche Abdeckbänder und ähnliche Klebebänder. Ferner können Farbübertragungspapier, Cronar (Mylar, beschichtet mit einem hydrophilen, gelatineartigen Material) von duPont sowie durch Wärme^ktivierte, warmschmelzende Klebstoffe verwendet werden.
Die Stärke des Übertragungsblattes 36 ist vorzugsweise relativ gering und liegt in der Größenordnung von ca. 0,075 mm oder weniger, wenn die erzeugten Bilder nicht als lichtabsorbierende und direkt zu betrachtende Bilder, also beispielsweise als Durchsichtbilder verwendet v/erden sollen. Dadurch wird die Bildauflösung bei Durchleuchtung nicht beeinträchtigt. Bei Filmen mit geringem Auflösungsvermögen kann die Schicht stärker sein und bis zu 2,5 mm Dicke haben. Das Übertragungsblatt 36, welches mit dem Aufzeichnungsträger 10,20 oder 30 in Berührung gebracht wird, muß.nicht eine dünne Schicht sein, sondern kann
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auch ein festes Element sein, beispielsweise Holz, Kunststoff, Metall o.ä„, welches den Anwendungsbereich des übertragenen Bildes auf die direkte Betrachtung durch Lichtabsorption beschränkt. Vorzugsweise ist eine solche Unterlage für das Übertragungsblatt 36 nicht durchsichtig, im Falle einer dicken Metallplatte soll das erzeugte Bild mit der Metalloberfläche einen Kontrast erzeugen, um die Betrachtung zu erleichtern.
Beim Andrücken des Übertragungsblattes 36 an den Aufzeichnungsträger stellen sich optimale Ergebnisse mit einem Druck von
ca. 3,5 bis 14 kg/cm ein.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren speziellen Erläuterung der Erfindung. Anteile und Prozentwerte beziehen sich auf das Gewicht, falls nicht anders angegeben. Die Beispiele stellen einige vorzugsweise Ausführungsformen der Erfindung dar.
Beispiel I
Ca. 5 Teile Staybelite Ester 10, ein teilweise hydrie^er Kolophoniumester der Hercules Powder Co0, werden in ca. 20 Teilen Zyclohexanon und ca. 75 Teilen Toluol gelöst. Unter Verwendung einer Tiefdruckwalze wird die Lösung dann auf einen 0,075 mm starken Mylar-Polyesterfilm aufgebracht, der mit einer dünnen, halbtransparenten Aluminiumschicht versehen ist. Die Schicht wird so aufgebracht, daß sie nach Lufttrocknung von ca. 2 Stunden Dauer bzw,, nach Verdunstung des Zyclohexanons und des Toluols eine Stärke von ca. 2 Mikron auf der aluminisieren Mylarunterlage hat. Dann wird eine Beschichtungsdispersion hergestellt, indem eine Dispersion aus ca. 10 Teilen der X-Form metallfreien Phthalocyanins in Teilchenform, hergestellt gemäß der US-Patentschrift 3 357 989, ca. 4 1/2 Teilen Piccolastic A-25, ein Polystyrolharz, und ca. 27 Teilen Piccopale 70 SF, ein stark verzweigtes Polyolefin, beide erhältlich von der Pennsylvania Industrial Chemical Co., und ca. 64 Teile Isopar G, ein langkettiger, gesättigter, aliphatischer Kohlenwasserstoff, Siedepunkt 157 bis 176 ° C, erhältlich von der Humble Oil and
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Chemical Co. gemischt wird. Diese Dispersion wird dann als Schicht auf die 2 Mikron starke Schicht aus Staybelite Ester 10 mit einem Aufstreichstab aufgebracht.
Dieser Aufzeichnungsträger wird mit einem Bild versehen, indem er gleichmäßig elektrostatisch auf ein Oberflächenpotential von ca. + 500 Volt aufgeladen und mit einem positiven optischen Bild bestrahlt wird, das eine Strichzeichnung enthält. Die Belichtungsstärke beträgt in den bestrahlten Bereichen ca. 3,2 Lux sek„ und wird mit einer Wolframfadenlampe erzeugt.
Der Aufzeichnungsträger wird entwickelt, indem er in die Dämpfe von Trichloräthan ca. 10 Sekunden lang eingetaucht wird. i)s ergibt sich ein mit einem Bild versehener Aufzeichnungsträger, da die Phthalocyaninteilchen in bildmäßiger Verteilung durch die Kunstharzschicht auf die Unterlage wandern„
Der Aufzeichnungsträger wird gemäß dem durch die belgische Patentschrift 743 209 bekannten Verfahren zerteilt. Der oberste Teil wird auf ein Übertragungsblatt übertragen, so daß sich eine Anordnung der in Fig. 3A gezeigten Art ergibt. Dieser Aufzeichnungsträger wird dann als Bildträger zur Erzeugung von sieben weiteren Übertragungsbildern verv/endet, indem er mit der erweichbaren Schicht nacheinander mit sieben PapierÜbertragungsblättern mittels einer Andruckrolle in Berührung gebracht wird, wobei eine Kraft von ca. 18 kg/Linearzentimeter erzeugt wird. Danach erfolgt ein Abziehen, wodurch sich ein spiegelbildlich verkehrtes Bild mit gleichem Abbildungssinn auf jedem der Übertragungsblätter ergibt.
Beispiel II
Ein Aufzeichnungsträger wird hergestellt, indem auf einem aluminisierten Polyesterfilm, erhältlich unter der Bezeichnung Mylar von E.I, duPont de Nemours & Co0, Inc., eine erweichbare Schicht von ca. 2 Mikron Stärke aus Staybelite Ester 10 mit darin dispergierten Zinkoxidteilchen von ca. 0,5 Mikron mittlerem Durchmesser mit einem Trockengewichtsverhältnis von Zinkoxid
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zu Bindemittel von ca. 1 : 1 gebildet wird. Dieser Aufzeichnungsträger wird gleichmäßig elektrostatisch mit einer Korona-Entladungsvorrichtung auf ein negatives Oberflächenpotential von ca. 240 Volt bei Dunkelheit aufgeladen und dann mit einem Lichtbild bestrahlt, dessen Stärke ca. 2150 Luxsek beträgt. Das latente Bild wird entwickelt, indem der Aufzeichnungsträger den Dämpfen eines halogenierten Kohlenwasserstoffs ausgesetzt wird, der unter der Bezeichnung Freon 113 im Handel erhältich ist. Die Einwirkung der Dämpfe beträgt ca. 10 Sekunden, wonach das Zinkoxid in den nicht beeinflußten Bereichen auf den Film gewandert ist. Der Aufzeichnungsträger wird dann gemäß dem aus der belgischen Patentschrift 743 209 bekannten Verfahren zerteilt. Dadurch ergibt sich ein Positivbild auf der oberen Hälfte der Anordnung. Die obere Hälfte wird mit transparentem Klebeband in Berührung gebracht, welches unter der Bezeichnung Scotch von der 3M Company erhältlich ist. Die Anordnung wird zwischen zwei Andruckrollen hindurchgeführt, von denen eine erwärmt ist. Der Aufzeichnungsträger berührt die erwärmte Rolle, wodurch ein Viskositätsgradient in der erweichbaren Schicht erzeugt wird, so daß eine dünne Schicht des Bildes auf das Klebeband übertragen wird. Dieses Verfahren wird sechs-mal wiederholt und ergibt auf besonderen Übertragungsbändern sechs Einzelbilder.
Beispiel III
Ein Aufzeichnungsträger wird hergestellt, indem eine ca, 4 Mikron starke Schicht aus erreichbarem Material auf einen 0,075 nun starken Mylarfilm aufgebracht wird. Die erweichbare Schicht wird gebildet, indem eine Mischung von 1 Volumenteil Edelstahlteilchen und 3 Vdumenteilen Piccotex 100, ein homologes Styrolcopolymer der Pennsylvania Industrial Chemical Co., aufgebracht wird. Die Edelstahlteilchen haben einen Durchmesser von 10 bis 44 Mikron. Der Aufzeichnungsträger wird einem bildmäßig verteilten Magnetfeld und gleichzeitig den Dämpfen von 1,1,1-Trichloräthan ca. 10 Sekunden lang ausgesetzt«, Dadurch v/andern die Edelstahlteilchen auf den Film und sammeln sich an den Rändern des Magnetfeldes, so daß eine Umrißlinie des magnetischen Bildes entsteht.
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Der Aufzeichnungsträger wird einem Lösungsmitteldampf für die Bindemittelschicht ausgesetzt und gemäß dem in Beispiel II beschriebenen Verfahren zerteilt. Die obere Halte des Bildes wird dann als Bildträger zur Erzeugung fünf weiterer Bilder verwendet, indem der Bildträger mit Cronarblättern in Berührung gebracht wird, die von E.I0 duPont de Nemours & Co. erhältlich sind. Vor dem Kontakt mit dem Bildträger wird jedes Blatt durch Wärmeeinwirkung aktivierte, Der Bildträger wird mit dem ihn berührenden Cronarblatt zwischen zwei Andruckrollen hindurchgeführt, die einen Druck von ca. 27 kg/Linearzentimeter erzeugen. Die den Bildträger berührende Rolle wird erwärmt, um einen Viskositätsgradienten in der erweidiaren Schicht zu erzeugen. P Auf diese Weise werden fünf Bilder mit fünf einzelnen Übertragungsblättern- erzeugt.
Vorstehend wurden bestimmte Anteile und Stoffmengen im Zusammenhang mit vorzugsweisen Ausführungsformen der Erfindung beschrieben, es können jedoch auch andere geeignete Stoffe, wie sie weiter oben aufgeführt sind, mit ähnlichen Ergebnissen bei unterschiedlichen Qualitätsgraden verwendet werden. Ferner können v/eitere Stoffe bereits bekannter oder noch nicht bekannter Art eingesetzt werden und Änderungen der Verfahrensschritte vorgesehen sein, die eine synergistische, verbessernde oder anderweitig günstige Auswirkung auf die jeweiligen Eigenschaften haben,
Beispielsweise können entsprechend der Auswahl hydrophiler oder hydrophober Eigenschaften der Teilchen relativ zum Bindemittel Übertragungsblätter in zweiter Generation hergestellt werden, die als lithografische Druckplatten verwendbar sind0
Ferner kann eine vorteilhafte Verbesserung des Bildkontrastes durchsichtige Auswahl des Teilchenwanderungsmaterials und der Übertragungsblätter insbesondere hinsichtlich der Färbung erzielt werden. Zahlreiche weitere Änderungen in Einzelheiten, verwendeten Stoffen, Verfahrensschritten und Anordnungen der Einzelteile sind dem Fachmann nach Kenntnis der vorstehenden Beschreibung möglich, sie werden insgesamt durch den Grundgedanken der Erfindung umfaßt.
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Claims (10)

  1. Patentansprüche
    , 1.rAbbildungsverfahren linter Verwendung einer erweichbaren Schicht, in der ein Teilchenwanderungsmaterial nahe einer freien Oberfläche bildmäßig verteilt vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Obertragungsflache (38) mit der freien Oberfläche in Berührung gebracht und wieder von ihr getrennt wird, wobei ein Teil des Teilchenwanderungsmaterials (40) auf der ubertragungsflache (38) vorhanden ist.
  2. 2. Abbildungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teilchenwanderungsrnaterial (40) mit Teilchen einer · mittleren Größe von ca. 0,01 bis cao 2 Mikron und eine erweichbare Schicht (12) mit einer Stärke von ca. 0,5 bis ca. 16 Mikron verwendet v/erden0
  3. 3c Abbildungsverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als erweichbares Material (12) ein Polystyrol und/oder ein aliphatisches Petroleumkohlenwasserstoffharz verwendet wird.
  4. 4. Abbildungsverfahren nach einem der Ansrpüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß weitere Übertragungsflächen (38) nacheinander mit der freien Oberfläche in Berührung gebracht v/erden, so daß weitere Teile des Teilchenwanderungsmaterials (4) in bildmäßiger Verteilung auf der jeweiligen Übertragungsfläche (38) vorhanden sind«
  5. 5. Abbildungsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Übertragungsfläche (38) Papier verwendet wird.
  6. 6. Abbildungsverfahrenmch einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Teilchenwanderungsmaterial (40) metallfreies x-Phthalocyanin verwendet wird.
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  7. 7. Abbildungsverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsflache (38) und die freie Oberfläche zwischen zwei Andruckrollen hindurchgeführt v/erden ο
  8. 8. Abbildungsverfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der Andruckrollen erwärmt wird.
  9. 9ο Abbildungsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Teilchenwanderungsmaterial (13,26,40) Zinkoxid verwendet wird.
  10. 10. Abbildungsverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine undurchsichtige Übertragungsfläche (38) mit einer klebrigen Schicht in Berührung mit der freien Oberfläche gebracht wird.
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DE19712113842 1970-03-23 1971-03-23 Abbildungsverfahren Pending DE2113842A1 (de)

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JPS4933663B1 (de) 1974-09-09

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