DE2113614C3 - Kontaktkörper, insbesondere für Kühltürme - Google Patents
Kontaktkörper, insbesondere für KühltürmeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kontaktkörper für den unmittelbaren Wärme- und/oder Stoffaustausch zwischen
einem flüssigen und gasförmigen Medium, insbesondere für Kühltürme, bei dem gewellte oder
gefaltete Rieselplatten längs ihrer waagerechten Unterkanten schräg abgeschnitten sind und umgekehrt
V-förmige Einschnitte bilden.
Es sind Kontaktkörper aus Rieselplatten bekannt (DT-AS 11 56 428), bei denen der untere Rand der
einzelnen ebenen Platten mit umgekehrt V-förmigen Ausschnitten versehen ist, wodurch Abtropfnasen
gebildet sind. Diese spitzen Abtropfnasen bedingen eine schlechte Auflage des Kontaktkörpers, so daß in die
V-förmigen Ausschnitte sehr genau eingreifende Stangen vorgesehen sind. Dadurch werden an die Montage
erhöhte Anforderungen gestellt.
Ferner ist ein Kontaktkörper bekannt (US-PS 29 86 379), dessen Plattenkörper aus abwechselnd
gefalteten und ebenen Rieselplatten zusammengesetzt ist. Dabei sind die Unterkanten mit quer zur
Plattenebene liegenden V-förmigen Ausschnitten versehen. Es sind also jeweils die gewellten Platten schräg
abgeschnitten, zwischen denen die ebenen Platten angeordnet sind.
Andererseits war es auch bekannt (DT-AS 12 61 484),
bei einem ebenfalls aus ebenen und gefalteten Platten zusammengesetzten Kontaktkörper, die ebenen Platten,
also jede zweite Platte, nach unten zu verlängern, um einen vergrößerten Ausflußquerschnitt zu erhalten und
um so einer Pfropfenbildung entgegenzuwirken, wenn im Gegenstrom die Luftströmung der Wasserströmung
entgegengerichtet ist.
Da neuzeitliche Kühltürme für immer größere Luftgeschwindigkeiten, beispielsweise für 3 bis 4 m/s
mit einer Wassermenge von beispielsweise 10 bis 20 m3m2 · Std. ausgelegt werden, müssen sehr hohe
Anforderungen an die Ausgestaltung der Abrinnkanten gestellt werden. Noch bei einer Faltenhöhe von 20 mm
der Platten sind Verstopfungen beobachtet worden. Dabei sammelt sich Wasser an der unteren Kante des
Kontaktkörpers an, so daß die Kanäle zwischen den gefalteten Schichten durch Wasser verstopft werden
und die Verstopfung von dem von unten kommenden Luftstrom durchbrochen wird. Dies führt zu einem
pulsierenden Vorgang und zu einem beträchtlichen Ansteigen des Druckgefälles der durch den Kontaktkörper
strömenden Luft. Dadurch steigen die Betriebskosten und sinkt die Leistungsfähigkeit des Kühlturms.
Der Erfindung liegi deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Kontaktkörper der eingangs geschilderten Art so
auszubilden, daß auch bei höheren Luftgeschwindigkeiten ein sicherer Austritt des Wassers ermöglicht wird.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß auf beiden Seiten von jeweils zwei benachbarten' einen umgekehrt V-förmigen Einschnitt bildenden
ίο gewellten Platten, deren Wellen sich kreuzen und sich
unter schrägem Winkel zur Senkrechten erstrecken,
jeweils eine ebenfalls gewellte Platte angeordnet ist!
deren Unterkante quer abgeschnitten ist und sich nach
unten über die schräg abgeschnittenen Kanten hinaus erstreckt.
Mit dieser Ausbildung ist einerseits das Abrinavermögen des Kontaktkörpers verbessert und andererseits
eine gute Tragfähigkeit erzielt. Im Gegensatz zum Stand der Technik bilden jeweils zwei benachbarte
Platten einen umgekehrten V-förmigen Einschnitt und sind die hieran anschließenden Platten jeweils nach
unten verlängert und quer abgeschnitten. Dadurch erhält man ausreichend große, offene Spalten zwischen
den Schichten, die das Wasser nicht zu überbrücken vermag. Vielmehr wird das Wasser nach unten längs der
verlängerten Platten abgeleitet. Diese verlängerten Platten dienen ferner zum Abstützen des Kontaktkörpers
auf verhältnismäßig schmalen Stützen, ohne daß eine Beschädigung oder ein Eindrücken erfolgt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Aufriß durch einen Kühlturm,
Fig.2 in vergrößertem Maßstab eine Seitenansicht des unteren Teils mehrerer Platten und
F i g. 1 einen Aufriß durch einen Kühlturm,
Fig.2 in vergrößertem Maßstab eine Seitenansicht des unteren Teils mehrerer Platten und
Fig.3 eine perspektivische Ansicht des Plattenaufbaus.
Bei der gezeigten Ausführungsform ist ein Kontaktkörper 10 in einem Gehäuse angeordnet, das unten ein
Sammelbecken 14 für das aus dem Kontaktkörper austretende Wasser besitzt. Unterhalb des Kontaktkörpers
weist das Gehäuse öffnungen 16 für den Lufteintritt auf. Die Luft wird aufwärts durch den
Kontaktkörper 10 geleitet und tritt am oberen Auslaß 18 aus, in dem ein Sauggebläse 20 mit Antriebsmotor 22
angeordnet ist. Das Wasser wird dem Kontaktkörper 10 von oben durch einen Verteiler 24 mit Ausströmöffnungen
26 auf der Unterseite zugeführt.
Der Kontaktkörper 10 besteht aus dünnen Schichten oder Platten, die sämtlich gefaltet oder gewellt und
lotrecht gestellt sind. Die Falten oder Wellungen 28,30
kreuzen einander in benachbarten Schichten unter einem Winkel, der mit 45° oder weniger, vorzugsweise
25 bis 40°, gegenüber der Lotrichtung steht. Die Schichten stützen sich gegeneinander ab und sind an den
Kontaktpunkten mittels eines geeigneten Bindemittels miteinander verleimt. Wasser und Luft strömen in
Gegenstrom durch den Kontaktkörper 10 hindurch. Zwischen den Schichten in dem Kontaktkörper werden
durchgehende Kanäle mit sowohl waagerechten als auch lotrechtem Verlauf und stets wechselnder Weite
von Null an den Kontaktstellen zwischen den Schichten bis zur doppelten Höhe der Falten oder Wellen
erhalten. Die Höhe der Falten odet Wellen kann sich auf
5 bis 25 mm belaufen und liegt vorzugsweise zwischen 10 bis 15 bis 20 mm, und die Kanalweite wechselt über
die ganze Oberfläche der Schichten zwischen Null bis zur doppelten Höhe der Falten oder Wellen.
Vorzugsweise sind die Schichten aus Fasern aus
Vorzugsweise sind die Schichten aus Fasern aus
Zellstoff oder anorganischem Werkstoff, wie Asbest, ausgeführt. Papierschichten aus Zellstoffen oder Asbest
werden durch Tränkung mit einem hierfür geeigneten Stoff, z. B. einem Harz, wie Phenolharz oder Melamin,
feuchtigkeitsfest. Die Schichten können auch aus Kunststoff bestehen.
An ihrer Unterkante sind die Platten ausgeformt, daß auch sehr große Wassermengen und Lüftgeschwindigkeiten
ohne Gefahr einer Verstopfung der unteren Kante zugelassen werden können, auch wenn die Höhe )0
der Falten oder Wellen verhältnismäßig klein ist.
Benachbarte Platten 32, 34 sind zu diesem Zweck paarweise mit schräggeschnittenen Kanten 36 bzw. 38
ausgeformt, die so einander zugekehrt sind, daß sie zusammen ein umgekehrtes V bilden. Zwischen jedem
Plattenpaar ist eine Platte 40 vorgesehen, deren Unterkante 42 quer abgeschnitten ist. Die Platte 40
erstreckt sich ferner abwärts unterhalb der untersten Spitzen der Platten 32, 34 und auf diese Weise erhält
man Spalten 44, die genügend groß sind, um einen ungestörten Durchlaß der aufwärts strömenden Luft
zuzulassen. Das Wasser folgt wenigstens zum größeren Teil den schrägen Kanten 36, 38, um dann längs der
verlängerten Platten 40 abzufließen.
Der Kontaktkörper 10 ruht auf Stützen 46 (Fig. 1),
auf denen die waagerechten unteren Kanten 42 der verlängerten Platten 40 aufliegen. Diese Kanten
erhalten ausreichendes Tragvermögen, um das Gewicht des Kontaktkörpers mit an diesem haftenden Wasser
und in gewissen Fällen Eis aufzunehmen, weswegen besondere Verstärkungen entbehrlich werden. Oft ist es
allerdings zweckmäßig, die Endteüe der nach unten gezogenen Platten 40 mit einem Belag eines Stoffes, wie
eines Kunststoffes, zu versehen, der den Platten erhöhte mechanische Festigkeit und Zähigkeit gibt.
Das gekühlte Wasser wird aus dem Sammelbecken 14 durch eine Leitung 47, in der ein Ventil 48 vorgesehen
ist, zur Verwendungsstelle weggeleitet, um dann in bekannter Weise zu den Verteilern 24 zurückzukehren.
Der Wasserstand in dem Sammelbecken wird mittels eines Schwimmers 50 geregelt, so daß neues Wasser
zugeführt wird, um Verluste beispielsweise durch Verdunstung in dem Kontaktkörper zu ersetzen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Kontaktkörper für den unmittelbaren Wärme- und/oder Stoffaustausch zwischen einem flüssigen Wasser und gasförmigen Luft Medium, insbesondere für Kühltürme, bei dem gewellte oder gefaltete Rieselplatten längs ihrer waagerechten Unterkanten schräg abgeschnitten sind und umgekehrt V-förmige Einschnitte bilden, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten von jeweils zwei benachbarten, einen umgekehrt V-förmigen Einschnitt bildenden gewellten Platten (32, 34), deren Wellen sich kreuzen und sich unter schrägem Winkel zur Senkrechten erstrecken, jeweils eine ebenfalls gewellte Platte (40) angeordnet ist, deren Unterkante (i2) quer abgeschnitten ist und sich nach unten über die schräg abgeschnittenen Kanten (36, 38) hinaus erstreckt
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE04253/70A SE338333B (de) | 1970-03-26 | 1970-03-26 | |
| SE425370 | 1970-03-26 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2113614A1 DE2113614A1 (de) | 1971-09-30 |
| DE2113614B2 DE2113614B2 (de) | 1977-05-05 |
| DE2113614C3 true DE2113614C3 (de) | 1977-12-15 |
Family
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