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DE2113209B - Verwendung von 2 Brom 2 nitro propandiol (1 3) bei der Frisch haltung von Schnittblumen - Google Patents

Verwendung von 2 Brom 2 nitro propandiol (1 3) bei der Frisch haltung von Schnittblumen

Info

Publication number
DE2113209B
DE2113209B DE2113209B DE 2113209 B DE2113209 B DE 2113209B DE 2113209 B DE2113209 B DE 2113209B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solutions
acid
treatment
substances
cut flowers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Bernd Dieter Sy Max Heinz Dipl Biol Dr 4000 Dussel dorf Holdt
Original Assignee
Henkel & Cie GmbH, 4000 Dussel dorf

Links

Description

0 bis 0,5 Gewichtsteile
lösungen vorhanden sein. Im Bereich dieser Mengen Analoge flüssige Mittel können beispielsweise fol-
gende Zusammensetzung haben:
20 bis 70 Gewichtsteile Zucker,
0,2 bis 3,0 Gewichtsteile sauer wirkende Substanzen,
0,01 bis 1,0 Gewichtsteile 2-Brom-2-nitropropan-
O bis 0,1 Gewichtsteile Wuchsstoffe,
Rest ad 100 Gewichtsteile Wasser.
Der erfindungsgemäß zu verwendende keimtötende Wirkstoff ist in derartigen Mitteln auch über einen längeren Zeitraum stabil und wird weder durch längere Lagerzeit noch durch die gleichzeitige Anwesenheit der übrigen BestanoU'.ile in seiner Wirkungsweise beeinträchtigt.
Beispiel 1
Es wurde eine Lösung hergestellt, die im Liter 0,05 g 2-Brom-2-nitropropandiol-(l,3) und 21 g Zucker enthielten. In die Lösung wurden Rosen (,Bei ange«), deren Blattwerk bis zum höchsten Stand des Blumenwassers entfernt und deren Stiele direkt vor dem Einbringen schräg angeschnitten worden waren, eingestellt.
Blütenentfaltung und Haltbarkeit dieser Rosen \varen gegenüber solchen, die in Leitungswasser eingestellt worden waren, merklich verbessert (8 Tage gegenüber 5 Tagen Frischhaltung). Üuer den Beobachtungszeitraum konnten keinerlei Schäden an Blattwerk und Blüten festgestellt werden.
Beispiel 2
Es wurde ein festes Mittel folgender Zusammensetzung hergestellt:
99,5 Gewichtsteile Dextrose,
0,25 Gewichtsteile 2-Brom-2-nitropropandiol-(l,3), 0,25 Gewichtsteile Borsäure.
In Lösungen, die jeweils 30 g dieses Mittels im Liter enthielten, wurden Chrysanthemen (Chrys. indicum) eingestellt, die, wie im Beispiel 1 beschrieben, vorbehandelt waren. Die Haltbarkeit von Blüten und Blättern der Proben war gegenüber solchen, die in Leitungswasser eingestellt waren, deutlich erhöht (17 Tage gegenüber 11 Tagen). Verfärbungen an Blüten und Blättern konnten im Beobachtungszeitraum nicht festgestellt werden.
Beispiel 3
Es wurde ein flüssiges Mittel folgender Zusammensetzung hergestellt:
55,55 Gewichtsteile Rohrzucker,
0,666 Gewichtsteile Bernsteinsäure,
0,333 Gewichtsteile AlCl3 · 6 H?O,
0,113 Gewichtsteile 2-Brom-2-nitropropandiol-(l,3), 0,03 Gewichtsteile Borsäure,
Rest ad 100 Gewichtsteile Wasser.
Zu Vergleichszwecken wurden flüssige Mittel hergestellt, in denen bei im übrigen identischer Zusammensetzung das 2-Brom-2-nitropropandtol-(l,3) durch die gleiche Menge der folgenden antimikrobiell wirksamen Substanzen ersetzt worden war: Na-SaIz von p-Chlorm-krpsol, Sorbinsäure, Hexamethylentetramin, Formalin, Omazide 24® (Handelsprodukt der Fa. Olirt-Chemicals), öiamin A® (quart. Ammoniumsalz, Handels* orodukt der Fa. Bayer).
Jeweils 30 ml dieser flüssigen Mittel wurden mit 11 Wasser verdünnt und in die Lösungen Rosen (»Bei ange«), Chrysanthemen (chrys. indicum) und Nelken eingestellt, nachdem die Schnittblumen, wie im Bei-
S spiel 1 beschrieben, vorbereitet worden waren. Während der eigentliche Verwelkungsprozeß bei allen Lösungen gegenüber Vergleichsversuchen mit Leitungswasser merklich verzögert wurde, blieben lediglich die in 2-Brom-2-nitropropandiol-(l,3) enthaltende Lösun-
o gen eingestellten Schnittblumen völlig frei von Blatt- und Blü'snschäden. In allen anderen Fällen traten nach 3 bis 6 Tagen je nach Pflanzenart mehr oder minder starke bräunliche Verfärbungen an Blättern und Blüten auf.
Es wurden Lösungen hergestellt, die im Liter 17 g Zucker (schweizerische Patentschrift 181 737, Beispiele) und zusätzlich
1. 0,1 g Dimethylbenzyl-dodecylammoniumchlorid gemäß Beispiel 2 vorgenannter schweizer Patentschrift,
2. 0,05 g 2-Brom-2-nitropropandiol-(l,3),
3. 30 ml eines konfektionierten Frischhaltemittels der Zusammensetzung:
55,55 Gewichtsteile Rohrzucker,
0,666 Gewichtsteile Bernsteinsäure,
0,333 Gewichtsteile AlCl3 · 6 H2O,
0,113 Gewichtsteile 2-Brom-2-nitropropan-
0,03 Gewichtsteile Borsäure,
Rest ad 100 Gewichtsteile Wasser
enthielten.
In die Lösungen 1 und 2 wurden Chrysanthemen, Rosen, Nelken und Spinnenchrysanthemen, in die Lösung 3 Chrysanthemen und Rosen eingestellt.
Die Haltbarkeit der behandelten Schnittblumen wurde wie folgt beurteilt:
Besonders zu beachten ist, daß das quartäre Ammoniumsalz gemäß Beispiel 2 der schweizerischen Patentschrift 181737 das Blattwerk der in dieser Patentschrift ausdrücklich genannten Chrysanthemen stark schädigt, das 2-Brom-2-nitropropandiol-(l,3) hingegen nicht.
Schon die alsbaldige Trübung des Vasenwaesers,
Rezeptur Haltbarkeit in Tagen
I : 2 ; 3
13 18 18 18
Chrysanthe (frühzeitige Blatt
men 13 schäden nach
(Welkeerscheinungen 9 Tagen)
und Blattschäden 9 11
nach 9 Tagen) I
Rosen 7
(Welkeerscheinungen i
und Blattschäden
nach 6 Tagen)
Nelken 9
(frühzeitige Welke
erscheinungen nach
3 Tagen)
Spinnen
das das quartä're Ammoniumsalz enthüll, liiflt eine starke Bakterienentwicklung vermuten. Zur Bestätigung\viirden mikrobiologische Versuche durchgeführt, bei denen 0,1 bzw. 0,01 ml des 4 Tage alten Blumenwassers mit Bouillonagar vermischt und auf übliche Weise entwickelt wurden.
Die Beobachtungen werden durch fol^nde Tabelle wiedergegeben:
Blumenwasser
je Petrischale
Wasser föhne Zucker)
Quartärsalzlösung*) erster Ansatz I zweiter Ansatz
Anzahl der ßakterienkolonien
2-Brom-2-nitropropandioI-
1,.!-Lösung*) erster Ansatz I zweiter Ansatz
O1ImI
0,01 ml
51
200
unzählige unzählige unzählige
1600
0 0
0 0
*) Zusammensetzung wie oben.

Claims (2)

2 1 13 206 ι ist 2-Brom-2-nitropropandioI-(l,3) im schwach sauren Patentansprüche: bis neutralen Bereich klar löslich, es bewirkt auch im Bereich der oberen Konzentrationsgrenze keine Schä-
1. Verwendung von 2-Brom-2-n:tropropan- digung an Blüten und Blattwerk der Schnittblumen. diol-(l,3) als antimikrobieller Zusatz in Lösungen 5 Gute konservierende Effekte können bereits mit zur konservierenden Behandlung von Schnitt- Behandlungslösungenerzieltwerden,dieaußer2-Bromblumen und in Mitteln zur Bereitung derartiger 2-nitropropandioI-(l,3) lediglich 4 bis 30 g/I eines Lösungen. Zuckers, z. B. Rohrzucker, enthalten. Dementspre-
2. Verfahren zur konservierenden Behandlung chend können auch Mittel zur Bereitung derartiger von Schnittblumen, dadurch gekennzeichnet, daß io Behandlungslösungen im einfachsten Fall aus 2-Bromman den Behandlungslösungen neben Zucker und 2-nitropropandiol-(l,3) und einem Mono- und/oder gegebenenfalls sonstigen üblichen Bestandteilen Disaccharid, wie z. B. Mannose, Gulose, G'ükose, von Frischhaltemitteln für Schnittblumen 2-Brom- Saccharose bestehen und beispielsweise die Zusammen-2-nitropropandiol-(l,3) in Mengen von 0,05 bis setzung 100 Teile Zucker, 0,00075 bis 0,75 Teile 100 mg/1 zusetzt. 15 2-Brom-2-nitropropandioI haben.
Zur Optimierung der Wirkung enthalten derartige
Behandlungslösungen bzw. Mittel zu ihrer Bereitung
jedoch noch weitere Bestandteile, insbesondere solche Substanzen, durch die eine schwach saure Reaktion
Die Erfindung betrifft die Verwendung von 2-Brom- 20 der Behandlungslösungen vorzugsweise im pH-Be-
2-nitropropandioI-(l,3) als antimikrobieller Zusatz in reich 4 bis 6 erreicht wird. Zu diesen sauer reagieren-
Lösungen zur konservierenden Behandlung von Schnitt- den Substanzen sind in erster Linie anorganische und
blumen und in Mitteln zur Bereitung derartiger Lö- organische Aluminiumsalze, wie z. B. Aluminium-
sungen. sulfat, Aluminiumchlorid, Ammonium—Aluminium
Lösungen zur konservierenden Behandlung von 35 sulfat, Natrium—Aluminiumsulfat, Kalium—Alumi-
Schnittblumen enthalten üblicherweise Substanzen niumsulfat, Aluminiumtartronat, Aluminiumformiat.
mit antimikrobieller und/oder fungicider Wirkung. zu zählen. Es können aber auch Nickelchlorid oder
Bei der Auswahl geeigneter Substanzen aus der Zinkchlorid, organische Säuren, wie Zitronensäure, großen Zahl von bekannten Verbindungen mit keim- Gerbsäure, Weinsäure, Bernsteinsäure oder schwache tötender Wirkung ist zunächst zu berücksichtigen, 30 anorganische Säuren wie Borsäure, Natriumbisulfat. daß eine ausreichende Wasserlöslichkeit des Zusatzes Natriumbisulfit oder saure Natriumphosphate sowie gegeben sein muß. Ferner müssen die zuzusetzenden gepufferte Mineralsäuren als sauer wirkende Subslan-Verbindungen farblos und in Kombination mit den zen verwendet werden. Besonders gute Konservierungssonstigen üblichen Bestandteilen der Behandlungs- effekte lassen sich erzielen, wenn der erfindungsgemäß lösungen bzw. der Mittel zur Bereitung derartiger 35 zu verwendende Wirkstoff in Kombination mit Bor-Lösungen verwendbar sein. säure eingesetzt wird, d. h. die gegebenenfalls in den
Die durch die genannten Kriterien bereits gegebene Behandlungslösungen vorhandenen sauer reagierenden Einschränkung der Anzahl geeigneter Substanzen wird Substanzen wenigstens zum Teil aus Borsäure bestehen, schließlich noch wesentlich dadurch eingeengt, dai3 Weitere Substanzen, die üblicherweise in Frischdie keimtötenden Zusätze mit den jeweiligen zu be- 40 haltemitteln für Schnittblumen enthalten sind und handelnden Schnittblumen verträglich sein müssen, ebenfalls in Kombination mit dem erfindungsgemäß wobei diese Verträglichkeit für eine möglichst große zu verwendenden keimtötenden Zusatz zu verwenden Anzahl von Pflanzenarten gegeben sein muß. Eine sind, sind Wuchsstoffe wie beispielsweise /Mndolvlcventuelle Unverträglichkeit des keimtötenden Zu- essigsäure, Chlorcholinchlorid, Gibberellinsäure, Satzes mit den Pflanzen zeigt sich beispielsweise darin, 45 i\-Naphthylessigsäure oder 2.4-Dichlorphenoxyessigdaß an Blüten und insbesondere Blattwerk bräunliche säure. 2-Brom-2-nitropropandiol-(i,3) wird bevorzugt Verfärbungen auftreten, zunächst in Form bräunlicher in Kombination mit /Mndolylessigsäure als Wuchs-Punkte, die sich dann über die ganze Blüte bzw. das stoff verwendet, wobei jedoch auch mit den sonstigen Blatt ausbreiten und eine vorzeitige Austrocknung üblicherweise eingesetzten Wachstumsstimulatoren eine bewirken, die zwar unterschiedlich von dem eigent- 50 volle Verträglichkeit gegeben ist.
liehen Verwelkungsprozeß ist, aber doch das Aussehen Mittel zur Bereitung von Lösungen zur konservietler Pflanzen beeinträchtigt. Die letztgenannte Tatsache renden Behandlung von Schnittblumen mit einem stellt einen wesentlichen Nachteil der üblicherweise Gehalt an 2-Brom-2-nitropropandiol-(l,3) können in für den genannten Zweck in Frage kommenden Kon- fester oder flüssiger Form konfektioniert werden,
servierungsmittel dar. SS Feste Mittel, die außer dem erfindungsgemäß zu
Die Anmeldcrin hat sich die Aufgabe gestellt, eine verwendenden Zusatz und Zuckern noch weitere Bekonservierende und keimtötende Substanz auszuwäh- standteile haben, können wie folgt zusammengesetzt !en, welche gleichzeitig den obengenannten Anforde- sein:
rungen genügt und die geschilderten Nachteile nicht *nn~ · . ·. ~ .
aufweist. 60 1°° Gewichtstelle Zucker,
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, 0,25 bis 15 Gewichtsteile sauer wirkende Sub-
daß man als keimtötenden Zusatz in Lösungen zur stanzen
konservierenden Behandlung von Schnittblumen und
Mitteln zur Bereitung derartiger Lösungen 2-Brom- 0,01 bis 5 Gewichisteile i-Brom-J-nitropropan-
2-nitropropandiol-(l,3) verwendet. 6g diol-(l,3),

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