DE2112961C2 - Elektro-optischer Flüssigkristall-Modulator - Google Patents
Elektro-optischer Flüssigkristall-ModulatorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektrooptischen Flüssigkristall-Modub'or mit zwei leitenden, lichtdurchlässigen Elektroden, zwischen denen eine Flüssigkristallschicht angeordnet ist, mit einen· Modulationssignalgenerator, der an die Elektroden ein Modulationssignal
anlegt, das die Flüssigkristallschicht Jurch Störung der molekularen Ausrichtung in den streuenden Zustand
steuert, und mit einem Wechselspannungsgenerator, dessen an die Elektroden angelegtes Ausgangssignal
eine beschleunigte Relaxation der Moleküle der Flüssigkristallschicht bewirkt
Vorrichtungen dieser Art werden insbesondere als optische Diffusoren oder auch als optische Anzeigeelemente für eine elektrische Größe verwendet
Ein derartiger elektro-optischer Modulator ist bereits aus »Appl.-Phys. Letters« 13, 1968, Seiten 132-133,
bekannt
Die von einer Flüssigkristallzelle entlang dem normalen Lichtweg durchgelassene Lichtmenge fällt
merklich ab, wenn man an diese Zelle eine Gleichspannung oder Wechselspannung anlegt, deren Amplitude
eine bestimmte Spannungsschwelle überschreitet. Wenn man diese Spannung zu Null macht, stellt man fest, daß
die Zelle ihren Zustand der Transparenz oder Spiegelreflexion verhältnismäßig langsam wieder gewinnt.
Bei der bekannten Anordnung wird eine Zelle aus gemischten nematischen und cholesterischen Flüssigkristallen verwendet, bei der der Streuzustand nach
Abschalten der Anregungsspannung mehrere Stunden erhalten bleibt Durch ein Lösch-Wechselfeld kann der
transparente Zustand in 0,5 bis 2,5 Sekunden wiederhergestellt werden. Bei einer Zelle mit nur einem
Flüssigkristall in derselben Phase kann die Erholungszeit, die bis zum Erreichen des transparenten Zustands
vergeht, in der Größenordnung von 0,25 Sekunden liegen, wenn kein Löschfeld angelegt wird. Diese
Erscheinung einer langsamen Erholung ist unangenehm,
.. denn sie, verhindert eine schnelle Modulation des
'optischen Trajismjssionsverroögens einer Ffössigkristallzelle.
Aus »IEEETransactions on Electron Peyices« EP 17,
(Januar 1970), Seiten 22—26, ist: esv ferner bereits
bekannt, zur Löschung der Anzeige eines Flüssigkristalls einen Löschimpuls, dessen Dauer z.B. 100us
beträgt, anzulegen. Bei komplexen Anzeigesystemen ist jedoch eins Vielzahl von Schaltelementen und Schaltkreiseil' erforderlich, um alle Punkte des Systems
getrennt zur Löschung anzusteuern.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen elektro-optischen
Flüssigkristall-Modulator zu schaffen, der ohne umfangreiche Schaltkreise mit vielen Schaltelementen zur
is schnellen Löschung der verschiedenen Anzeigezonen t'jskommt
Diese Aufgabe wird durch einen elektro-optischen Flüssigkristall-Modulator der eingangs genannten Art
gelöst, der gemäß der Erfindung dadurch gekeanzeichnet ist, daß das Ausgangssignal des Wechselspannungs
generators unabhängig vom Zustand des Modulationssignals permanent an die Elektroden angelegt ist und
das Modulationssignal dem Ausgangssignal additiv überlagert ist
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung beispielshalber erläutert Darin zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines elektro-optischen Flüssigkristall-Modulators nach der Erfindung; und
Fig.2 ein Diagramm zur Erläuterung seiner Wirkungsweise.
Eine Lichtquelle 1 beleuchtet eine streuende Zelle, die durch zwei lichtdurchlässige Platten 2 und 3 gebildet ist,
die an einem Träger 4 befestigt sind. Die Innenflächen der Platten 2 und 3 sind leicht metallisiert damit sie
leitend sind, aber dennoch eine gute Lichtdurchlässigkeit aufweisen. Sie bilden die Elektroden 6 und 7, die in
Kontakt mit dem Flüssigkristall 5 stehen, der das Innere der Zelle ausfüllt Der Flüssigkristall 5 befindet sich in
der nematischen Phase. Die Elektr-.de 6 ist an eine elektrische Modulationssignalquelle 11 angeschlossen,
die das Modulationssignal für den Modulator liefert Die Elektrode 7 ist mit einem Wechselspannungsgenerator
13 verbunden. Ein Entkopplungsglied 12 kann zur Entkopplung der Eingangsanschlüsse des Modulators
gegenüber dem Generator 13 vorgesehen sein.
Wenn zwischen den Elektroden 6 und 7 keine Spannung vorhanden ist, können sich die Moleküle des
Flüssigkristalls 5 in bezug auf die Innenflächen der so Platten 2 und 3 so ausrichten, daß sie das von der Quelle
1 kommende Licht nicht streuen. Wenn man zwischen diesen Elektroden 6 und 7 eine Wechselspannung oder
eine Gleichspannung anlegt, stellt man fest, daß von
einer bestimmten Spannungsschwelle an die molekulare Ausrichtung merklich gestört wird, was zur Folge hat,
daß das empfangene Licht von der Zelle gestreut wird.
Die Erfahrung zeigt, daß die Spannungsschwelle, von der an die elektrische Erregung die Streuungserscheinung entstehen lassen kann, von der Art der angelegten
Spannung abhängt. Die niedrigste Schwelle entspricht dem Anlegen einer Gleichspannung. Wenn eine
Wechselspannung angelegt wird, erhöht sich die Schwelle, und zwar um so mehr, je höher die Frequenz
der Wechselspannung ist. Das Gesetz der Änderung der
Spannungsschwelle V als Funktion der Frequenz f ist durch die in F i g. 2 wiedergegebene Kurve skizziert.
Diese Kurve teilt den Quadrant VOf'm zwei Zonen.
Der Bereich, in welchem die Zelle streut, entspricht
der oberen Zone, weil jeder Punkt dieses Bereichs eine
Spannungsamplitude definiert, welche die durch die Kurve festgelegte Schwelle überschreitet. Die zwischen
der Kurve und der /"Achse liegende Zone entspricht dem streuungslosen Zustand der Zelle,
Der Generator 13 legt an die Flüssigkristallzelle eine Wechselspannung an, deren Amplitude größer als die
Gleichspannungsschwelle OM von F i g. 2 ist, doch ist die Frequenz des Generators so bemessen, daß keine
Störung der Ausrichtung der Moleküle des Ftüssigkristalls verursacht wird. Wenn die Modulationssignalquel-Ie
11 ein Modulations- bzw. Steuersignal liefert, wird die molekulare Ausrichtung gestört, doch sobald dieses
Signal unterbrochen wird, erfoigt unter der Wirkung der
vom Generator 13 gelieferten Wechselspannung eine schnelle Wiederausrichtung.
Wenn der Generator 13 nicht vorhanden ist, erfordert
die molekulare Wiederausrichtung sehr viel mehr Zeit. Beispielsweise wird bei einer Flüssigkristallzelle in der
nematischen Phase, bei der die Wiederausrichtung spontan in 250 Millisekunden erfolgen kann, diese
Dauer auf 10 Millisekunden verringert, wenn ihr ein Generator 13 zugeordnet wird, der eine Wechselspannung
von 140 Volt Effektivwert bei 5 kHz liefert.
Bei der Schaltung von F i g. 1 wird das Steuersignal einfach der vom Generator 13 gelieferten Wechselspannung
überlagert Man kann an den Klemmen der Quelle 11 ein Sperrfilter 2 vorsehen, das auf die Frequenz der
Wechselspannung abgestimmt ist, um zu verhindern, daO ein Störwechselstrom Pber den Steuerkreis fließt.
Natürlich kann der Generator 13 mehrere Flössigkristallzellen
speisen.
Bei der vorstehend beschriebenen Anordnung sind die Amplitude und die Frequenz der vom Generator 13
abgegebenen Wechselspannung so bemessen, daß der diesen Koordinaten entsprechende Punkt in Fig,2
unter die Kurve der Schwellenspannung fällt, bei der die molekulare Ausrichtung gestört wird.
Natürlich ist es auch möglich, einen Generator vorzusehen, der zu der Flüssigkristallzelle eine Spannung
liefert, die beim Fehlen eines Steuersignals Amplituden-und Frequenzkoordinaten hat, die dem
Punkt E von Fig.2 entsprechen, während diese Koordinaten beim Vorhandensein eines Steuersignals
dem Punkt Fentsprechen, der auf der anderen Seite der Schwellenspannungskurve liegt. In diesem Fall ist der
Wechselspannungsgenerator gleichzeitig amplituden- und frequenzmoduliert.
Gemäß weiteren Ausführungsformen ist der elektrooptische Effek· ein dynamischer Streuungseffekt, wie er
auftritt, wenn sich der Flüssigkristall in der nematischen
Phase befindet. Wenn sich der Flüssigkristall in der smektischen oder cholesterischen Phase befindet,
bewirkt der Wechselspannungsgenerator gleichfalls eine Verkürzung der Erholungszeit.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Elektro-öpttscher Flössigkristall-Modulator mit
zwei elektrisch leitenden, lichtdurchlässigen Elektroden, zwischen denen eine Flüssigkristallschicht
angeordnet ist, mit einem Modulationssignalgenerator, der an die Elektroden· ein Modulationssignal
anlegt, das die Flüssigkristajlschicht durch Störung
der molekularen Ausrichtung, in den streuenden Zustand steuert, und miteitiem Wechselspannungsgenerator, dessen an die Elektroden angelegtes
Ausgangssignal eine beschleunigte Relaxation der Molekaie der Flüssigkristallschicht bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangssignal (V) des Wechselspannungsgenerators (13)
unabhängig vom. Zustand des Modulationssignals permanent art die Elektroden (6,7) angelegt 1st und
das Modulationssignal dem Ausgangssignal (V) additiv überlagert ist.
2. Elektro-optischer Modulator nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß sich der Flüssigkristall
(5) in der nematischen Phase befindet
3. Elektro-optischer Modulator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Entkopplungsanordnung (12) an die Elektroden (6) angeschlossen ist
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