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DE2111909B2 - Verfahren zur Aufbereitung eines Titan-Eisen-Erzes für die Herstellung von im wesentlichen reinem Titandioxid - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung eines Titan-Eisen-Erzes für die Herstellung von im wesentlichen reinem Titandioxid

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DE2111909B2
DE2111909B2 DE2111909A DE2111909A DE2111909B2 DE 2111909 B2 DE2111909 B2 DE 2111909B2 DE 2111909 A DE2111909 A DE 2111909A DE 2111909 A DE2111909 A DE 2111909A DE 2111909 B2 DE2111909 B2 DE 2111909B2
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carbon monoxide
titanium
ore
chlorine
iron
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DE2111909A
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Wendell Earl Woollahra Dunn Jun. (Australien)
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DUNN Inc WENDELL E
Original Assignee
DUNN Inc WENDELL E
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Publication date
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Publication of DE2111909B2 publication Critical patent/DE2111909B2/de
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/10Obtaining titanium, zirconium or hafnium
    • C22B34/12Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08
    • C22B34/1204Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 preliminary treatment of ores or scrap to eliminate non- titanium constituents, e.g. iron, without attacking the titanium constituent
    • C22B34/1209Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 preliminary treatment of ores or scrap to eliminate non- titanium constituents, e.g. iron, without attacking the titanium constituent by dry processes, e.g. with selective chlorination of iron or with formation of a titanium bearing slag
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Aufbereitung eines Titan-Eisen-Erzes für die Herstellung von im wesentlichen reinem Titandioxid, bei dem feinteiliges Ausgangsmaterial in einem Wirbelschichtreaktor bei Temperaturer, von oberhalb 700° C zunächst mit Kohlenmonoxid und danach mit Chlorgas behandelt wird und die bei dieser Behandlung verdampften Eisenchloride und anderen Metallchloride abgezogen werden.
Es ist ein solches Verfahren bekannt (US-PS 29 33 373), bei dem in den Wirbelschichtreaktor ein Bett von feinteiligem Erz und mit diesem vermischten feinteiligen kohlenstoffhaltigen Ausgangsmaterial eingebracht wird. Zur Behandlung des Erzes mit Kohlenmonoxid wird von unten in das Bett Luft derart eingeblasen, daß es in dem erwärmten Bett zu ausreichender Bildung von Kohlenmonoxid kommt. Dabei muß für eine schnelle und vollständige Verbrennung des Kohlenstoffs gesorgt werden. Während des Ablaufs des Verfahrens muß hin und wieder Kohlenstoff zugesetzt werden, um den Kohlenstoffgehalt des Erzes auf 20 bis 30% zu halten. Bei dem bekannten Verfahren erfolgt bei der Behandlung des Titan-Eisen-Erzes mit Kohlenmonoxid auch die Reduktion eines bestimmten Titandioxidanteils, der dann bei der anschließenden Behandlung mit Chlorgas in Form von Metallchlorid abgezogen wird. Die lange Chlorierungsdauer, die zur Erreichung der gewünschten TiO.,-Konzentration von rund 95°/o und eines entsprechend niedrigen Eisengehalts erforderlich ist, führt zu einem porösen Produkt mit großem Feinanteil. Ein solches porenreiches Produkt mit großem Feinanteil ist jedoch unerwünscht, da sein Einsatz bei dem Chlorierungsverfahren zur Herstellung von Titandioxidpigmenten zu weiteren Verlusten an Titan führt.
Fin ähnliches Verfahren ist aus der US-PS 21 20 602 bekannt, bei dem bei einer unter 10000C liegenden Temperatur im wesentlichen alle Eisenverbindungen des Titan-Eisen-Erzes zu Metall reduziert werden.
Auch ist ein Verfahren zur Aufbereitung eines titanhaltigen Erzes in einem Wirbelschichtreaktor bei Temperaturen im Bereich von 850 bis 1100° C bekannt (GB-PS 7 92 151), bei dem zur Aufrechterhaltung einer in diesem Temperaturbereich liegenden Temperatur dem Wirbelbett zur Kühlung der Reaktionszone ein Material zugesetzt wird, das sich während des Reaktionsablaufes chemisch nicht umsetzt, sich jedoch verflüchtigt.
Auch ist ein Verfahren zur Aufbereitung eines Titan-Eisen-Erzes bekannt (CH-PS 3 25 452), bei dem unter Ausschluß der Verwendung festen Kohlenstoffes zur Reduktion ein gasförmiges Gemisch von Kohlenmonoxid und Chlor in den Wirbelschichtreaktor eingeführt wird. Die Wirbelschicht wird auf einer Temperatur von 800 bis 950° C gehalten.
Auch bei dem Verfahren zur Chlorierung von II-menit, das in Chemisches Zentralblatt, 1961, S. 7700, beschrieben ist, wird die Reduktion mit Hilfe von CO2 unter gleichzeitiger Chlorierung durchgeführt.
Ausgehend von dem aus der US-PS 29 33 373 bekannten Verfahren hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, ein solches Verfahren anzugeben, bei dem weniger Titan in Form von Titanchlorid abgezogen wird und bei dem das Titandioxid eine zur Weiterverarbeitung besser geeignete Form aufweist.
Diese Aufgabe wird erfmdungsgemäß dadurch gelöst, daß der Zyklus der Kohlenmonoxid- und Chlorbehandlung mehrmals hintereinander wiederholt wird, wobei im Wirbelschichtreaktor eine Temperatur bis zu 1150° C eingehalten wird.
Durch den Wechsel zwischen Kohlenmonoxidbehandlung und Chlorbehandlung wird eine Reduktion des Eisenoxids zu metallischem Eisen vermieden. Während des Reduktionsteils des Zyklus wird die Außenschicht der Teile des feinteiligen Ausgangsmaterials, das zum größten Teil aus Eisen(III)-oxid besteht, zu Eisen(II)-oxid reduziert. In dem nachfolgenden Chlorierungsteil des Zyklus reagiert das Eiseri(II)-oxid mit Chlor gemäß der folgenden Gleichung
3 FeO -r x'2 Cl,
Fe2O3 + FeClx
Entgegen den Anmerkungen aus der US-PS 2120 602 wird eine Mischung von Eisen(II)- und Eisen(III)-chloriden beobachtet. Da die Reduktion im einzelnen Reduktionsschritt nicht sehr tief eingreift, wird auch die Reduktion des Titandioxids zu metallischem Titan wesentlich verringert, so daß entsprechend weniger Titan in Form von Titanchlorid aus dem Wirbelschichtreaktor abgezogen wird.
Durch die Wiederholung des Zyklus der Kohlenmonoxid- und Chlorbehandlung ist das Einbringen eines Kühlmittels in den Wirbelschichtreaktor nicht erforderlich.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann ein Produkt mit 950O TiO2 oder mehr und 0,5% oder weniger Eisen (bestimmt als FesOs) erhalten werden. Das Produkt ist wesentlich weniger porös als das nach den bekannten Verfahren hergestellte Produkt und eignet sich als Zwischenprodukt für die Weiterverarbeitung zu Titandioxidpigmenten, die sich als Farbpigmente oder als Füllstoffe für Gummi und Papiei eignen.
Vorzugsweise strömt bei jedem Zyklus das Kohlenmonoxid bis zu 30 Minuten und auch das Chlor bis zu 30 Minuten durch das Erz. Die untere Grenze liegt bei einer Minute. Besonders gute Ergt bnisse werden erzielt, wenn die Kohlendioxidbehandlung 20 Minuten und die Chlorbehandlung etwa 10 Minuten dauert. Vier Behandlungszyklen sind im allgemeinen ausreichend.
Das Kohlenmonoxid und das Chlor werden vorzugsweise von unten in das Erzbett des Wirbelschichtreaktors eingeführt. Die Zuführungsgeschwindigkeit des Kohlenmonoxids und des Chlors zum Reaktor wird so bemessen, daß das Kohlenmonoxid und das Chlor in dem Erzbett verbraucht und diese Gase eine Aufwirbelung des Erzbettes bewirken. Vorzugsweise wird im Arbeitstemperaturbereich und bei einer Erzbetthöhe im Bereich von 3 bis 152,5 cm die Zuströmgeschwindigkeit des Kohlenmonoxids u.id des Chlors im Bereich von 5,8 bis 61 cm/sec gehalten. Bei einer Betthöhe im Bereich von 3 bis 30,5 cm liegt die Zu-Strömgeschwindigkeit im Bereich von 5,8 bis 38 cm/ see. Die Gaszuströmungsgeschwindigkeit in dem Reaktor ist in bevorzugter Weise so groß, daß sich eine auf die Querschnittsfläche bezogene Strömungsgeschwindigkeit der heißen Gase durch den Reaktor 2$ bei Reaktionstemperatur von etwa 7,6 cm/sec einstellt, welches eine optimale Strömungsgeschwindigkeit ist. Höhere und geringere Strömungsgeschwindigkeiten sind jedoch auch wirksam. Kohlenmonoxid und das Chlor können mit Gasen wie z. B. Stick-Stoffdioxid verdünnt werden. Bei Verwendung eines Verdünnungsgases werden die obengenannten Strömungsgeschwindigkeiten benutzt.
Das erfindungsgemäße Verfahren soll nun an Hand der Figur näher beschrieben werden. Nach der Figur wird das Titan-Eisen-Erz, wie z. B. Ilmenit, in den Wirbelschichtreaktor 1 durch eine Eintragöffnung 2 eingeführt. Der Wirbelschichtreaktor kann aus Quarz oder einem keramischen Material wie feuerfestem Ziegelstein aufgebaut sein. Seine Innenwandung soll vorzugsweise gegenüber einer Mischung aus Chlor, Titantetrachlorid, Eisen(II)-chlorid, Eisen(III)-chlorid, Kohlenmonoxid und Sauerstoff für Temperaturen von mindestens 1250° C beständig sein. Die Reaktion erfolgt bei Temperaturen von 700 bis 115O0C. In diesem Temperaturbereich wird darüber hinaus der Temperaturbereich von 950 bis 10500C bevorzugt. Das Erz ruht auf einer Lochplatte 3 oder einer nicht dargestellten Frittenplatte und bildet das Erzbett 4. Die Löcher S der Lochplatte haben einen Durchmesser von vorzugsweise 0,8 bis 2,4 mm Über der Lochplatte 3 wird eine Wirbelschicht durch die Reaktionsgase aufrechterhalten, die am Boden des Wirbelschichtreaktors durch eine Gaszuführungsleitung 6 zugeführt werden. Kohlenmonoxid wire1 über ein Einleitungsrohr 7 und ein Dreiwegeventil 8 der Gaszuführungsleitung 6 zugeleitet. Das Chlor wird dem Dreiwegeventil 8 über ein Einleitungsrohr 9 zugeführt. Die aus den bei der Behandlung mit Kohlenmonoxid und Chlorgas verdampften Eisenchloride und andere Metallchloride, Kohlenmonoxid und Verdünnungsgase werden über eine Leitung 14 aus dem Wirbelschichtreaktor abgezogen. Das feste Endprodukt wird über ein seitliches Abzugsrohr 10 einem Behälter 11 zugeführt, in dem das aufbereitete Erz 12 abkühlen kann. Der Behältern kann nach Bedarf durch ein Ventil 13 entleert werden. Das Produkt kann zu einem nicht dargestellten Separator gefördert werden, in dem teilchloriertes Erz mit mehr als 0,5 Gewichtsprozent Fe2O.,, berechnet als Fe2O.,, abgetrennt wird.
Der Behandlungszyklus mit Kohlenoxid und Chlor kann 3- bis 12mal wiederholt werden. In manchen Fällen ist eine 3- bis lOfache Wiederholung und in wiederum anderen Fällen eine 3- bis 6fache Wiederholung ausreichend.
Beispiele
Ein Reaktor mit einem Volumen von 25 cm3, der elektrisch auf 1000° C erhitzt wurde, wurde mit 20 g Westralian-Sands-Ilmenit-Erz beschickt, das aus einer westaustralischen Lagerstätte von verwittertem Titan-Eisen-Erz stammt. Die Beispiele 4 und 5 unterscheiden sich in der Wiederholungszahl des Behandlungszyklus mit durch Kohlendioxid verdünntes Kohlenmonoxid und durch Kohlendioxid verdünntes Chlor. Ein ZykJus bestand aus Behandlung mit verdünntem Kohlenmonoxid (30 mmol/min CO + 30 mmol/min COo) während des 30 Minuten dauernden Reduktionsteüs des Zyklus und aus Behandlung mit verdünntem Chlor (30 mmol/min C!o + 30 mmol/min CO1,) während des etwa 20 Minuten dauernden Chlorierungsteils.
Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt:
Zahl der g Fe3O3 BTiO2 •/0 TiO2
Behand 2,452 11,82 75,8
lungen 1,225 11,73 84,4
Beispiel 1 2 0,200 11,78 94,4
Beispiel 2 3 0,028 11,66 96,9
Beispiel 3 4 0,026 11,71 97,5
Beispiel 4 12
Beispiel 5 16
Aus der Tabelle ergibt sich, daß die optimale Wiederholungszahl des Zyklus zwischen 3 und 20, vorzugsweise zwischen 3 und 12, liegt. Das erfindungsgemäße Verfahren kann natürlich auch für Titan-Eiscn-Erze aus anderen Lagerstätten eingesetzt werden.
Das Produkt kann dann unter reduzierenden Bedingungen, beispielsweise unter Kohlenmonoxid oder Methan, auf die Temperatur abgekühlt werden, bei welcher das restliche Eisen zu magnetischem FeO oder Fe3O4 reduziert wird, wobei die Kühlung zweckmäßigerweise bis herunter auf Zimmertemperatur erfolgt. Das gekühlte Reaktionsprodukt der Beispiele 1 und 2 kann durch einen üblichen Magnetabscheider geschickt werden, wobei eine Trennung in eine erste unmagnetische Fraktion mit weniger als 0,5 % Eisen und einer zweiten magnetischen Fraktion erfolgt. Die magnetische Fraktion kann zurückgeführt werden. Die unmagnetische Fraktion ist ein im wesentlichen reines Titandioxid.
Die unmagnetische Fraktion kann durch einen I uftsichter geschickt werden, in dem die weniger dichten Teilchen von den dichteren mit Hilfe eines Luftstroms getrennt werden. Die dichteren Teilchen stellen das im wesentlichen reine Titandioxid dar.
In Abweichung hiervon kann das erfindungsgemäß hergestellte Produkt ohne Kühlung unter Kohlenmonoxid durch Dichte-Klassifizierung in eine im wesentlichen reine Produktfraktion und eine eisenhaltige Fraktion getrennt werden.
Der Trennprozeß kann durch eine Wasserlaugung erfolgen, wenn calciumhaltige Erze aufbereitet werden. Das in dem Erz enthaltene Calcium wird zu Calciumchlorid umgesetzt, das bei der Reaktionstemperatur nicht verdampft und entfernt wird. Ein Gehalt an Calciumchlorid ist aber unerwünscht, weil dies wegen seiner hygroskopischen Eigenschaften insbesondere in feuchter Umgebung die Fließeigenschaften des Produktes beeinträchtigt. Die Laugung besteht darin, daß die im wesentlichen reine Titandioxidfraktion mit Wasser in Berührung gebracht und nach Auslaugung des Calciumchlorids getrocknet wird.
Das durch diese Reaktion hergestellte Produkt ist von weißer bis leicht gelblicher Farbe. Es hat eine spezifische Oberfläche von 0,1 bis 0,5 m2/g. Das Produkt absorbiert kein Wasser und bindet keine Hydroxylgruppen an seiner Oberfläche.
Es soll noch darauf hingewiesen werden, daß das in den Wirbelschichtenreaktor eingegebene Erz eine mittlere Teilchengröße von wenigstens 0,84 mm und vorzugsweise zu 9O°/o eine Teilchengröße von mehr als 0,19 mm aufweist. Es können aber auch Erze größerer oder kleinerer mittlerer Teilchengröße eingesetzt werden. Unter einem im wesentlichen reinen Eisenoxid freien Titandioxid wird in der vorliegenden Anmeldung ein Produkt mit wenigstens 95 °/o Titandioxid und vorzugsweise 0,5 Gewichtsprozent oder weniger Eisenoxid verstanden. Dieses Produkt kann noch geringe Mengen chlorierbarer Metalloxide
ίο (im allgemeinen weniger als 0,2 Gewichtsprozent, vorzugsweise weniger als 0,1 Gewichtsprozent) mit einem Rest nicht chlorierbarer Silikate od. dgl. enthalten.
Abschließend s;oll noch darauf hingewiesen werden, daß das Verfahrensprodukt nicht nur zu Titandioxidpigmenten aufgearbeitet werden kann, sondern ir manchen Fällen auch bereits selbst als Pigment eingesetzt werden kann. Es kann darüber hinaus al; Flußmittel zum Schweißen verwendet werden um wird hierfür als Überzug auf die Schweißelektrodei aufgebracht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Aufbereitung eines Titan-Eisen-Erzes für die Herstellung von im wesentliehen reinem Titandioxid, bei dem feinteiliges Ausgangsmaterial in einem Wirbelschichtreaktor bei Temperaturen von oberhalb 7000C zunächst mit Kohlenmonoxid und danach mit Chlorgas behandelt wird und die bei dieser Behandlung verdampften Eisenchloride und anderen Metallchloride abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Zyklus der Kohlenmonoxid- und Chlorbehandlung mehrmals hintereinander wiederholt wird, wobei im Wirbelschichtreaktor eine Temperatur bis zu i 150° C eingehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem Zyklus das Kohlenmonoxid bis zu 30 Minuten und auch das Chlor bis zu 30 Minuten das Erz durchströmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Querschnittsfläche bezogene Strömungsgeschwindigkeit der heißen Gase durch den Reaktor bei Reaktionstemperatur auf einen Wert von ungefähr 7,6 cm/ see eingestellt wird.
DE19712111909 1970-03-23 1971-03-12 Verfahren zur Aufbereitung eines Titan-Eisen-Erzes für die Herstellung von im wesentlichen reinem Titandioxid Expired DE2111909C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

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US2168670 1970-03-23

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DE2111909A1 DE2111909A1 (de) 1971-10-07
DE2111909B2 true DE2111909B2 (de) 1975-12-18
DE2111909C3 DE2111909C3 (de) 1976-07-29

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NO130535B (de) 1974-09-23
FR2083488A1 (de) 1971-12-17
NO130535C (de) 1975-01-08
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BE764466A (fr) 1971-08-16
DE2111909A1 (de) 1971-10-07
CA921264A (en) 1973-02-20
AT304452B (de) 1973-01-10
US3699206A (en) 1972-10-17
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ZA711288B (en) 1972-03-29
YU33808B (en) 1978-05-15
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ES389850A1 (es) 1974-06-16
SE374763B (de) 1975-03-17
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