DE2111861A1 - Umlaufverschluss fuer eine Kinokamera - Google Patents
Umlaufverschluss fuer eine KinokameraInfo
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Description
AGPA-GEVAERT AKTIENGESELLSCHAFT 11- März 1971
Leverkusen ' 10-ftt-ew
PK325/MK709
Die Erfindung betrifft einen Umlaufverschluss für eine Kinokamera mit mindestens einer zu der eine Belichtungsöffnung
aufweisenden Verschlußscheibe relativ verstellbaren Lamelle zur Änderung der Grosse der Belichtungsöffnung.
Bei bekannten Umlaufverschlüssen dieser Art Werden die Lamellen während des Laufs entweder über ein Rädergetriebe oder über eine
Spirale verstellt. Derartige Verstellvorrichtungen bauen insbesondere axial zum Verschluss sehr gross, so dass diese Umlaufverschlüsse
nicht zur Anwendung gelangen können, wenn ein möglichst kleinbauender Umlaufverschluss für beispielsweise eine
Taschenkinokamera gefordert wird.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, einen möglichst kleinbauenden
Umlaufverschluss zu schaffen, der ferner auch sehr einfach aufgebaut ist.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe bei einem Umlaufverschluss
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass ein in einer be-
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züglich der "Verschlußscheibe ortsfesten Führung verstellbarer
Steuerstift vorgesehen ist, welcher in eine bei einer Verstellung des Steuerstifts eine Verstellung der Lamelle relativ zur Verschlußscheibe
bewirkenden Steuerkurve der Lamelle eingreift und dass mindestens eine Anschlagkurve in die sich bei angetriebenem Verschluss
ergebende Bewegungsbahn des Steuerstifts bewegbar ist, die eine Verstellung des Steuerstifts ergebende Änderung der
Bewegungsbahn des Steuerstifts bewirkt. Bei einem deratigen Umlaufverschluss erfolgt demnach die Verstellbewegung im Gegensatz
zu den herkömmlichen Umlaufverschlüssen, bei denen diese axial erfolgte, in der Ebene des Verschlusses, so dass eine insbesondere
axial kleinbauende Verschlussbauweise erzielt ist. Ferner benötigt auch die die Verstelleinrichtung bildende Anschlagkurve
nur sehr wenig Raum. Der erfindungsgemässe Umlaufverschluss
ist in besonders vorteilhafter Weise für eine Taschenkinokamera verwendbar, bei der eine möglichst weitgehende Miniaturisierung
der Bauteile angestrebt werden muss. Der erfindungsgemässe Umlaufverschluss ermöglicht bei einer Taschenkamera erstmalig,
eine Überblendeinrichtung zur Herstellung von Überblendszenen mit der Kamera vorzusehen.
Um insbesondere zur Herstellung einer Überblendszene die Lamelle schrittweise im Sinne einer vollständigen Abblendung
der Belichtungsöffnung und anschliessend schrittweise im Sinne einer öffnung der Belichtungsöffnung zu verstellen, ist die Anschlagkurve
in Verstellrichtung des Steuerstifts bewegbar angeordnet. Eine sukzessive Verstellung der Anschlagkurve bewirkt
demnach eine sukzessive Verstellung der Lamelle im Sinne einer
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Ab- bzw. Aufblendung.
In Ausbildung des Erfindungsgegenstands ist eine bezüglich der Blendenscheibe radiale Führung des Steuerstifts vorgesehen. Die
Führung wird zweckmassigerweise durch ein Pederblech gebildet,
in dem der Steuerstift unter Überwindung einer durch das Federblech
bewirkten Friktion verstellbar ist. Der jeweils mit einem gewissen Schlag auf die Anschlagkurve aufschlagende Steuerstift
wird dadurch bei jedem Schlag durch die Anschlagkurve schrittweise um einen bestimmten Betrag verstellt.
In weiterer Ausbildung des Erfindungsgegenstands sind zwei Anschlagkurven vorgesehen, von denen die eine eine Verstellung
des Steuerstifts in der einen Richtung und die zweite eine Verstellung des Steuerstifts in der entgegengesetzten Richtung
bewirkt. Bei jedem Umlauf läuft der Steuerstift zwischen diesen beiden Anschlagkurven durch, so dass je nach Verstellrichtung
der Anschlagkurven eine Verstellung des Steuerstifts in der einen oder in der anderen Richtung bewirkt wird,
Zweckmässigerweise sind die Anschlagkurven auf einem in Verstellrichtung
des Steuerstifts verschieblichen Schieber angeordnet. Die Verschiebung des Schiebers kann beispielsweise
mittels eines Programmrads einer bekannten überblendeinrichtung bewirkt werden, welches für den automatischen Ablauf einer vollkommenen
Überblendszene einen Umlauf von 36O0 durchläuft und eine
entsprechende Nockenkurve aufweist, die für eine Abblendung eine
Verstellung des Schiebers im Sinne einer Verstellung der Lamelle
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in Abblendrichtung bewirkt, während des Rücktransports des Films
den Schieber in der die Schließstellung der Lamelle bewirkenden Stellung belässt und während der Aufblendung den Schieber im Sinne
einer Verstellung der Lamelle in Aufblendrichtung betätigt.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden
anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Umlaufverschluss
gemäss einem Ausführungsbeispiel nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Umlaufverschluss nach
Fig. 1 gemäss der Schnittlinie II-II in Fig. 1.
Der Umlaufverschluss ist auf einer Platine 1 angeordnet, welche, wie Fig. 2 zeigt, hinter einer das Objektiv 3 der Kinokamera, bei
der der Verschluss zur Anwendung gelangen soll, tragenden Frontplatte 2 und parallel zu dieser angeordnet ist. Die optische Achse,
die der Umlaufverschluss schneidet, ist mit 4 bezeichnet.
Der Umlaufverschluss besteht aus einer Verschlußseheibe 5>
welche auf einer auf eine Welle 10 aufgeschobene Buchse 9 gelagert ist. Die Verschlußscheibe 5 weist eine Belichtungsöffnung
6 auf, deren Grosse in dem Ausführungsbeispiel durch zwei relativ
zu der Verschlußscheibe 5 verstellbare Lamellen 7 und 8 änderbar ist und welche ebenfalls auf der Buchse 9 gelagert sind. Die Verschlußscheibe
5 wird in Üblicher Weise durch ein von einem nicht dargestellten Kameramotor angetriebenen Ritzel 11 angetrieben,
welches über eine Welle 12 mit dem Kameramotor verbunden ist und
mit einer Aussenverzahnung 5& der Verschlußscheibe 5 in Eingriff
steht. Ein Federblech 1j5 ist bezüglich der Verschlußplatte 5
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beispielsweise dadurch ortsfest auf der Buchse 9 gelagert, dass
ein Lappen 13a des Federblechs 13 in eine Ausnehmung 5b der
Verschlußscheibe 5 eingreift. In einem bezüglich der Verschlußscheibe 5 radialen Schlitz 13b des Pederblechs 13 ist ein Steuerstift
14 verstellbar gelagert. Jede der Lamellen 7 und 8 weist
eine Steuerkurve 15 bzw. 16 auf, in die der Steuerstift 14 eingreift.
Eine Verstellung des Steuerstifts 14 in der einen oder anderen Richtung des eine Führung bildenden Schlitzes 13b bewirkt
eine Verstellung der Lamellen 7 und 8 relativ zu der Verschlußscheibe
5 und bewirkt demgemäss eine Änderung der Grosse der
Belichtungsöffnung 6 im Sinne einer Verkleinerung bzw. Vergrösserung.
Die Verstellung des Steuerstifts 14 erfolgt mittels Anschlagkurven
17 bzw. 18, welche auf einem längs einer Stift-Schlitzführung 19, 20 in Verstellrichtung des Steuerstifts 14 bewegbaren
Schieber 21 angeordnet sind.
Die Verstellung des Steuerstifts 14 wird nun dadurch bewirkt,
dass beispielsweise die Anschlagkurve 17 in die Bewegungsbahn des mit der Verschlußscheibe 5 beispielsweise im Uhrzeigersinn
umlaufenden Steuerstifts 14 gebracht wird, so dass dieser auf die Anschlagkurve 17 aufschlägt und aufgrund der Ausbildung der
Anschlagkurve 17 einen bestimmten Betrag radial nach aussen
verstellt wird. Nachdem der Steuerstift 14 wieder von der Anschlagkurve 17 freigekommen ist, wird der Schieber 21 derart
bewegt, dass die Anschlagkurve 17 einen bestimmten Betrag nach aussen verstellt ist, so dass beim nächsten Umlauf des Steuer-
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stifts 14 die Anschlagkurve 17 wieder in seiner Bewegungsbahn
liegt und damit ein weiterer Anschlag des Steuerstifts 14 an der
Anschlagkurve 17 und eine weitere Verstellung des Steuerstifts radial nach aussen erfolgt. Durch sukzessive Verstellung des
Schiebers 21 erfolgt demnach eine sukzessive Verstellung des Steuerstifts 14 und damit eine Verstellung der Lamellen im Sinne
einer Öffnung bzw. Schliessung der Belichtungsöffnung 6. Die Anschlagkurve 18 dient in gleicher Weise der Verstellung
des Steuerstifts 14 radial nach innen im Verlauf einer entsprechenden
Verstellung des Schiebers 21.
Durch die getroffene Verschlussanordnung ist eine möglichst kleinbauende Bauform erzielt. Dieser Umlaufverschluss ist für
eine Ab- und Aufblendung von Filmszenen geeignet, so dass er vorzugsweise in einer Taschenkamera Verwendung finden kann, welche
eine überblendeinrichtung aufweist.
Ist die Taschenkamera mit einer bekannten Überblendvorrichtung ausgerüstet, welche vorzugsweise ein im Verlauf einer gesamten
Überblendung einen Umlauf von J>60 durchlaufendes Programmrad
aufweist, das alle Punktionen für eine Überblendung steuert, so kann die Verstellung des Schiebers 21 mittels einer in Verbindung
mit dem Programmrad stehenden Nockenscheibe geschehen, welche mit dem Schieber 21 beispielsweise über ein Stellglied 22 zusammenwirkt.
Die Nockenscheibe steuert den Schieber derart, dass während der Abblendung eines Pilmabschnitts der Schieber 21
sukzessive im Sinne einer Verstellung der Lamellen 7 und 8 in Schliessrichtung verstellt wird, der Schieber 21 während des
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Rücktransports des abgeblendeten Filmabschnitts in der eingemommenen
Schließstellung gehalten wird und während der Aufblendung des Filmabschnitts der Schieber 21 im Sinne einer Verstellung
der Lamellen 7 und 8 in Öffnungsrichtung verstellt wird.
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Claims (6)
- AGPA-GEVAERT AKTIENGESELLSCHAFT 11. März 197110-fü-ew Leverkusen325/MK 709PatentansprücheMy Umlaufverschluss für eine Kinokamera mit mindestens einer zu der eine Belichtungsöffnung aufweisenden Verschlußscheibe relativ verstellbaren Lamelle zur Änderung der Grosse der Belichtungsöffnung s dadurch gekennzeichnet f dass ein in einer bezüglich der Verschlußscheibe (5) ortsfesten Führung (Ij5b) verstellbarer Steuerstift (14) vorgesehen ist, welcher in eine bei einer Verstellung des Steuerstifts (14) eine Verstellung der Lamelle ( 7* 8 ) relativ zur Verschlußscheibe (5) bewirkende Steuerkurve (15;16) der Lamelle eingreift und dass mindestens eine Anschlagkurve (17| 18) in die sich bei angetriebenem Verschluss ergebende Bewegungsbahn des Steuerstifts (14), bewegbar ist, die eine eine Verstellung des Steuerstifts (14) ergebende Änderung der Bewegungsbahn des Steuerstifts (14) bewirkt .
- 2. Umlaufverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagkurve (17,· 18) für eine schrittweise Verstellung in Verstellrichtung des Steuerstifts (14) bewegbar angeordnet ist.209838/0491 - 9 -PK 325/ΜΚ 709
- 3. Umlaufverschluss nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine bezüglich der Verschlußscheibe (5) radiale Führung (Ij5b) des Steuerstifts (14) vorgesehen ist.
- 4. Umlaufverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (i?b) durch ein Federblech (I3) gebildet wird und der Steuerstift (14) unter Überwindung einer durch das Federblech (1]5) bewirkten Friktion verstellbar ist.
- 5. Umlaufverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Anschlagkurven (17* 18) vorgesehen sind, von denen die eine eine Verstellung des Steuerstifts (14) in der einen Richtung und die zweite eine Verstellung des Steuerstifts (14) in der entgegengesetzten Richtung bewirkt.
- 6. Umlaufverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagkurven (17* 18) auf einem in Verstellrichtung des Steuerstifts (14) verschieblichen Schieber angeordnet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen209838/0491Leerseite
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