DE2111658C3 - Verfahren zur Bildung eines konti nuierhchen Streifens aus Naturtabak - Google Patents
Verfahren zur Bildung eines konti nuierhchen Streifens aus NaturtabakInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bildung eines kontinuierlichen Streifens aus Naturtabak, insbesondere
zur Herstellung von aus dem Streifen zu schneidenden Zigarrendeckblältern.
Es sind bereits mehrere Verfahren zur Bildung eines kontinuierlichen Tabakstreifens aus Naturtabak
bekannt.
Eines dieser Verfahren besteht darin, aus den Blättern Bänder bzw. Streifen konstanter Breite zuzuschneiden,
die anschließend mit ihren Enden stumpf gegeneinander anstoßend verbunden bzw. aneinandergefügt
werden, wobei jedoch die einzelnen zugeschnittenen Blattabschnitte, bezogen auf die
Mittelrippe des Blattes, von der einen oder anderen Blattseite, d. h. von der linken oder rechten Blattseite
herrühren.
Bei Durchführung des bekannten Verfahrens erhält man einen Streuen, bei dem die Blattrippen in
der einen oder anderen Richtung ausgerichtet sind, je nachdem ob die einzelnen Blattabschnitte von der
linken oder der rechten Seite des Blattes herkommen. Bei einer derartigen Verfahrensweise tritt jedoch ein
vergleichsweise hoher Materialbedarf auf.
Du Form des einzelnen Tabakblattes zwingt weiterhin,
um den Materialverlust so gering wie möglich zu halten, dazu, das Blatt in mehrere schmale Bänder
bzw. Blattabschnitte zu zerschneiden. Wenn derartige schmale Bänder bzw. Blattabschnitte mit ihren Enden
aneinander anstoßend zu dem erwünschten Maicrialstreifen zusammengefügt sind, ist dieser
Materialstreifen infolge seiner geringen Breite brüchig; die Weiterbehandlung eines derartigen schmalen
Blattstreifens ist schwierig, und es besteht insbesondere die Gefahr der Bildung von Rissen, wodurch
der hergestellte Tabakstreifen unbrauchbar würde.
Ein anderes Verfahren besteht darin, jede Blatthälfte einer kontinuierlichen Blattreihe zu einer bestimmten
geometrischen, beispielsweise rechteckigen oder gleichschenklig trapezoidalen Form zuzuschneiden
und durch Verschieben die rechts von der Achse der Blattreihe lkeenden zugeschnittenen Blatthälften
zwischen die zugeschnittenen Blatthälften zu verlagern, die sich links von der Achse der Blattreihe befinden.
Die auf diese Weise zusammengefügten Abschnitte bzw. Blatthälften bilden dann einen Streifen,
bei dem die Blattripjjen jeweils aufeinanderfolgender Blatthälften entgegengesetzt gerichtet sind, was bei
der Weiterverarbeitung des Streifens nachteilig und unerwünscht ist. Unter der eben angesprochenen entgegengesetzten
Ausrichtung ist eine infolge der Verlagerung der einen Blatthälften zwischen die anderen
Blatthälften zwangläufig erreichte fischgrätenartig versetzte Ausrichtung der Blattrippen der einen
Blatthälften gegenüber den Rippen der anderen Hälfte zu verstehen. Somit besteht der Grund für die
angesprochene Nachteiligkeit darin, daß ein Streifen mit solchermaßen ausgerichteten Blattrippen seiner
Blatthälften ein unschönes Erscheinungsbild der fertigen Zigarre bietet. Dies beruht darauf, daß die
Streifen in der Praxis im allgemeinen spiralförmig um eine Tabakrolle gewickelt werden, so daß sich
die Blattrippen abheben bzw. hochstehen und Stellen übermäßiger Dicke bilden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Bildung eines aus trapezförmigen
Blattabschnitten hergestellten kontinuierlichen Streifens zu schaffen, bei dem die Blattrippen über die gesamte
Streifenlänge parallel verlaufen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eine Reihe bzw. Bahn in gleicher Weise ausgerichteter Tabakblätter gebildet wird, deren Blatt-
3 4
rippen auf jeweils ein und derselben Seite der durch Achse der zweiten Blattreihe liegenden zugeschnitte-
die Tabakblätter bestimmten Ebene liegen, daß an- nen Blatthälften geschoben werden.
schließend zu beiden Seiten der Mittelrippe trapez- Die Erfindung wird im folgenden an Hand der
förmige Blattabschnitte gleicher Höhe zugeschnitten Zeichnung in beispielhafter Weise näher beschrie-
und die die trapezförmigen Blattabschnitte umgeben- 5 ben. Die
den Blattränder entfernt werden, bevor die beiden Fig. 1, 2 und 3 geben die aufeinanderfolgenden
trapezförmigen Blatthälften eines Blattes derar* ver- Verfahrensschritte, bei der Durchführung des erfin-
lagert werden, daß ihre Basisseiten größerer Länge in dungsgemäßen Verfahrens wieder, während in den
einer Linie mit den Basisseiten kleinerer Länge von F i g. 4, 5 und 6 die Verfahrensschnitte einer abge-
zwei trapezförmigen Blatthälften der beiden benach- io wandelten Durchführungsform des erfindungsgemä-
barten Blätter gebsacht werden, und daß dann die ßen Verfahrens zeigen.
benachbarten trapezförmigen Blatthälften entlang In den Figuren ist ein Lösungsweg dargestellt.
der nicht parallelen Trapezseiten aneinandergefügt nach dem die trapezförmigen Blattabschnitte mit un-
bzw. miteinander verbunden werden. terschiedlichen Basiswinkeln der einzelnen Trapeze
Indem die beiden trapezförmigen Blattabschnitte 15 ausgeschnitten werden.
bzw. Blatthälften, die aus einem Tabakblatt züge- Gemäß Fig. 1 wird eine Reihe von Blättern 1,2
schnitten sind, in der angegebenen Weise verlagert und 3 gebildet, die mit ihrem Stiel nach vorn vorwerden,
d. h. in der Weise, daß die größere Basisseite wärts bewegt werden. Bei sämtlichen Blättern befinin
eine Linie mit der kleineren Basisseite der trapez- den sich die mit den Blattadern bzw. Blattrippen yerförmig
zugeschnittenen Blatthälfte der in der Blatt- 20 sehenen Blattseiten auf ein und derselben Seite einer
reihe benachbarten Tabakblätter gebracht wird. Bezugsebene.
werden zwei Streifen erhalten, bei denen die Blattrip- Die Blätter werden gemäß F ig. 2 entrippt, und je-
pen jeweils parallel zueinander verlaufen. des Blatt wird in zwei trapezförmige Blatthälften
Das erfindungsgemäße Verfahren ist weiterhin da- 4,5,6,7,8 bzw. 9 zerschnitten. Bei jedem Blatt sind
durch gekennzeichnet, daß die Basiswinkel der tra- 25 die beiden trapezförmigen Hälften 4,5 bzw. 6,7 bzw.
pezförmigen Blatthälften bzw. Blattabschnitte un- 8,9 relativ zur Blatt- bzw. Blattreihenachse symme-
gleich sind, wobei der größere Basiswinkel im'Be- trisch. Die beiden Basiswinkel jedes trapezförmigen
reich des dem ursprünglichen Blattstiel benachbarten Blattabschnittes sind verschieden voneinander, wobei
Blatteiles liegt. der jeweils größere Basiswinkel im Bereich des dem
Auf diese Weise werden die beim Zuschneiden 30 ursprünglich vorhandenen Blattstiel benachbarten
auftretenden Materialverluste minimal gehalten. Blatteil liegt, um das Blattmaterial maximal auszu-
Die Erfindung ist weiterhin dadurch gekennzeich- nutzen.
net, daß die trapezförmigen Blatthälften jeweils jedes Im Anschluß daran werden von jedem zweiten
zweiten bzw übernächsten Blattes in ihrer Blatt- bzw. übernächsten Blatt der Blattreihe, beispielsebene
um 180 verdreht werden. 35 weise von dem Blatt 2. die beiden trapezförmigen
Diese Drehung um 180 ermöglicht es, nicht nur Blattabschnitt. 6 und7 unter Beibehaltung der ur-
die Orientierung bzw. Richtung der Blattrippen zu sprünglichen Blattebene um 180 verdreht, und
verändern, sondern auch die nicht parallelen Seiten zwar der Blattabschnitt 6 in Uhrzeigerrichtung und
des einen trapezförmigen Blattabschnittes mit den der trapezförmige Blattabschnitt 7 in Gegcnubrnicht
parallelen Seiten der jeweils vorangehenden 40 zeigcrrichtung, so wie es in F i g. 2 durch die Pfeile
und der jeweils folgenden trapezförmigen Blatthälfte angedeutet ist.
zu verbinden. Im Anschluß daran wird jeweils ein Rand jedes Die Erfindung ist weiterhin dadurch gekennzeich- trapezförmigen Bauabschnittes mit einem Klebstoffnet,
daß zwei parallel nebeneinanderliegende Blatt- bzw. Leimauflrag versehen, und die aul'einanderfolreihen
gebildet werden, wobei die Blätter der einen 45 genden trapezförmigen Blauhälften werden überein-Reihe
umgekehrt zu den Blättern der anderen Reihe andergeschoben bzw. übcreinandergelegt. Auf diese
ausgerichtet sind, und daß die aus jedem Blatt der Weise werden zwei Streifen gebildet, von denen der
einen Blattreihe zugeschnittenen Blatthälften zwi- eine aus den Blatthälften 4, 6.8 und der andere aus
sehen die Blatthälften der Blätter der anderen Blait- den Blatthälften 5,7,9 zusammengesetzt ist.
reihe geschoben bzw. translatorisch verlagert wer- 50 Bei der an Hand der F i g. 4 bis 6 beschriebenen
den. Verfahrensweise werden gemäß Fig.4 zwei Blattrei-Die
Ausrichtung der beiden Blattreihen derart, hen gebildet, wobei die Blätter 10, 11, 12 die erste
daß bei der einen Blattreihe die Blattstiele und bei Blattreihe und die Blätter 13, 14, 15 die zweite
der anderen Reihe die Blatlspitzen vorlaufen, ge- Blattreihe bilden. Die Blätter der beiden Reihen
währleistet die Parallelität der Blattrippen jeder 55 werden in Pt'eilrichtung ausgerichtet. Bei den Blät-Blatthälftc
der einen Blattreihe mit den Blatthälften tem 10, 11, 12 der ersten Blattreihe liegen die Stiele
der anderen Blattreihe und erfordert nur das Ver- in Bewegungsrichtung vorn, während die Blätter 13,
schieben bzw. translalorische Verlagern der Blatt- 14, 15 der zweiten Blaureihe in umgekehrter Richhälften
der einen Reihe zwischen die BlaUhälflen der tung mit der Blaltspitzc nach vorn vorwärts bewegt
anderen Reihe. 60 werden.
Die Erfindung ist weiterhin dadurch gekennzeich- Gemäß Fig. 5 wird jedes Blatt der beiden Blattnet,
daß die sich links von der Achse der ersten Blatt - reihen in zwei trapezförmige Blattabschnitte bzw.
reihe befindenden zugeschnittenen Blatthälften zwi- Blattledern 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22 bzw. 23 /ersehen
die rechts von der Achse der zweiten Blatt- schnitten, wobei die beiden Basiswinkel jedes Trapereihe
liegenden Blauhälften verschoben bzw. trans- 65 zes unterschiedlich groß sind; dabei liegt der jeweils
latorisch verlagert werden und daß dann die rechts größere Basiswinkel im Bereich des dem ursprüngvon
der Achse der ersten Blattreihe liegenden züge- Hch vorhandenen Blattstiel benachbarten Blalteil.
schnittenen Blatthälften zwischen die links \on der Anschließend wird der trapezförmige Blattab-
schnitt 20 verschoben und zwischen den trapezförmigen Abschnitt 17 des Blattes 10 und den trapezförmigen
Abschnitt 19 des Blattes Il eingefügt; der trapezförmige Abschnitt 21 wird seinerseits zwischen
den trapezförmigen Abschnitt 16 des Blattes 10 und den trapezförmigen Abschnitt 18 des Blattes 11 verlagert
bzw. verschoben. Man erhält auf diese Weise gemäß F i g. 6 zwei nebeneinanderliegende Streifen,
von denen der eine aus den trapezförmigen Abschnitten bzw. Trapezen 16, 21, 18 und der andere
aus den Trapezen bzw. trapezförmigen Abschnitten 17, 20,19 zusammengesetzt ist.
Die Streifen, die gemäß der einen oder anderen erfindungsgemäßen Verfahrensweise gebildet werden
und anschließend für die Herstellung von Zigarrendeckblättern
zerschnitten werden, sind jeweils so gestaltet, daß bei jedem Streifen die Blattadern parallel
auf jeweils ein und derselben Seite des Streifens liegen. Bei der Weiterverarbeitung der Streifen sind infolge
der besonderen Ausrichtung der BlaUrippen
bzw. -ädern Zigarren herstellbar, die sich durch eine insbesondere glatte Oberfläche auszeichnen, also
eine Oberfläche ohne Verdickungsstellen infolge vorstehender Rippen bzw. Adern. Des weiteren sind alle
Zigarren weitestgehend identisch in ihrem Gesamter-1 scheinungsbild, so daß sie bei Darbietung in einer
Gruppe, z. B. in einer Zigarrenkiste, ein sehr zufriedenstellendes Aussehen gewährleisten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zur Bildung eines kontinuierlichen Streifens aus Naturtabak, insbesondere zur
Herstellung von aus den Streifen zu schneidenden Zigarrendeckblättern, wobei die einzelnen Tabakblätter
zu polygonalen Blattabschnitten zugeschnitten werden, die anschließend zu den Streifen
zusammengefügt werden, dadurch ge-io kennzeichnet, 'daß mindestens eine Reihe
bzw. Bahn in gleicher Weise ausgerichteter Tabakblätter gebildet wird, deren Blattrippen auf
jeweils ein und derselben Seite der durch die Tabakblätter
bestimmten Ebene liegen, daß anschließend zu beiden Seiten der Mittelrippe trapezförmige
Blattabschnitte gleicher Höhe zugeschnitten und die die trapezförmigen Blattabschnitte
umgebenden Blattränder entfernt werden, bevor die beiden trapezförmigen Blatthälften »0
eines Blattes derart verlagert werden, daß ihre Basisseiten größerer Länge in einer Linie mit den
Basisseiten kleinerer Länge von zwei trapezförmigen Blatthälften der beiden benachbarten Blätter
gebracht werden, und daß dann die benach- as harten trapezförmigen Bl.ttthälften entlang der
nicht parallelen Trapezseiten .ineinandergefügt bzw. miteinander verbunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Basiswinkel der trapezförmigen
Blatthälften bzw. Blattabschnitte ungleich sind, wobei der größere Basiswinkel im Bereich
des dem ursprünglichen Blattstiel benachbarten Blatteiles liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die trapezförmigen Blatthälften
jeweils jedes zweiten bzw. übernächsten Blattes in ihrer Blattebene um 180 verdreht
werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel nebeneinanderliegende
Blattreihen gebildet werden, wobei die Blätter der einen Reihe umgekehrt zu den Blättern
der anderen Reihe ausgerichtet sind, und daß die aus jedem Blatt der einen Blattreihe zugeschnittenen
Blatthälften zwischen die Blatthälften du Blätter der anderen Blattreihe geschoben
bzw. translatorisch verlagert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die sich links von der Achse so der ersten Blattreihe befindenden zugeschnittenen
Blatthälften zwischen die rechts von der Achse der zweiten Blattreihe liegenden Blatthälften verschoben
bzw. translatorisch verlagert werden und daß dann die rechts von der Achse der ersten
Blattreihe liegenden zugeschnittenen Blatthälften zwischen die links von der Achse der zweiten
Blattreihe liegenden zugeschnittenen Blatthälften geschoben werden.
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| DE19712111658 DE2111658C3 (de) | 1971-03-11 | 1971-03-11 | Verfahren zur Bildung eines konti nuierhchen Streifens aus Naturtabak |
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Publications (3)
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| DE2111658B2 DE2111658B2 (de) | 1973-03-29 |
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Country Status (1)
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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-
1971
- 1971-03-11 DE DE19712111658 patent/DE2111658C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2111658A1 (de) | 1972-09-21 |
| DE2111658B2 (de) | 1973-03-29 |
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