DE2110293C - Kamm - Google Patents
KammInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kamm mit an seinem Rücken um eine zu 'hm parallele Achse
schwenkbar angeordneten weiteren zwei Kämmen an seinen beiden Seiten.
Bei Verwendung eines Kammes zum Ordnen des Haupthaares entsteht durch das Einführen des Kammes
in eine Haa. trähne vom Kopf bis hin zur Spitze eine normale Kämmwirkung ur^ es erfolgt demzufolge
eine Entwirrung des Hrares. Wird in umgekehrter Weise verfahren, d. h., der Kamm ν ird in eine Strähne
so eingeführt, daß der Kamm zum Kopf hin bewegt wird, entsteht ein Aufschieben des Haares, und es
wird hier von einem Toupieren gesprochen. Als Toupieren bezeichnet man das Kräuseln der Haare,
um eine größere Haarfül'.i zu erreichen. Ein Toupieren der Haare wird von einem Großteil von weiblichen
Personen gehandhabt. Die sich durch das Aufschieben des Haares ergebene Kräuselung desselben
ist dadurch bedingt, daß das Haar, mikroskopisch gesehen, eine aus Schuppen gebildete Schutzschicht
hat. Wenn man also von der Spitze zum Kopf hin kämmt, so greift der Kamm hinter diese Schutzschicht,
die auch als Schuppensicht zu bezeichnen ist, und der Kamm schiebt einen Teil dieser Schuppenschicht
auf. Ein Toupieren der Haare erfolgt unter Zuhilfenahme eines hierfür besonders geeigneten
Kammes, um eine größere Haarfülle zu erreichen. Um eine gute und haltbare Frisur zu bekommen,
müßten die zu frisierenden Teile des Haares nach Menge und Beschaffenheit mehr oder weniger stark
toupiert werden. Je mehr kurzes Haar vorhanden ist, Um so leichter läßt es sich toupieren.
In diesem Zusammenhang sind Kämme bekanntgeworden, die eine derart feine Zahnung haben, daß
diese Zahnung noch besser hinter die Schuppensicht des Haares greift. Auch sind solche Kämme bekanntgeworden,
die z. B. links und rechts der Kammreih? je eine Bürstenreihe aufweisen, wobei diese Bürstenreihen
eine Toupierverbesserung mit sich bringen sollen. Nach der USA.-Patentschrift 2 176 460 ist ein
Kamm bekannt, an dessen Rücken schwenkbar zwei weitere Kämme angeordnet sind, und zwar an seinen
beiden Seiten.
Der Erfinder hat :-ich die Aufgabe gestellt, auf dem Gebiet der Toupierkämme eine verbesserte Ausführung
zu offenbaren, die sich insbesondere für schlecht zu toupierende Haare eignet. Als schlechi
toupierbare Haare bezeichnet man insbesondere Naturhaare, d.h. solche Haare, die nicht durch
Dauerwelle und Färben od. dgl. chemisch behandelt sind. Aber auch chemisch behandelte Haare lassen
sich mit dem Gegenstand der Erfindung besser toupieren, weil die Toupierwirkung hier leichter und
sauberer gegenüber dem Bekannten ist.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Kammrücken des Hauptkammes
einen sich uaer die gesamte Kammlänge erstreckenden Querschlitz aufweist, in dem ein separates
V-förmig aus den beiden kürzerzahnigen Seitenkämmen gebildetes Teil schwenkbeweglich eingesetzt ist,
dessen Zahnreihen mit der des Hauptkammes spitze Winkel bilden.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist darin zu erblicken, daß die Zahnreihen des V-förmigen Teiles
einen Winkel von etwa 45° aufweisen.
Die nachstehende Beschreibung dient zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Gegenstandes, von dem
ein Ausführungsbeispiel in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Darstellung und
Fig. 2 einen Schnitt nach LinieH-II in Fig. 1.
Wie den F i g. 1 und 2 zu entnehiren ist, weist der Hauptkamm 1 im Bereich seines Kammrückens 2
einen sich über die gesamte Kammlänge erstreckenden Schlitz 3 auf. In diesen Schlitz ist das V-förmige
Teil 4 schwenkbeweglich eingesetzt. Die beiden Zahnreihen 5 des Teiles 4 bilden einen Winkel von etwa
45°. Durch das Teil 4 wird infolge seiner federnden Wirkung ein intensives Aufschieben (Toupieren) des
Haares bewirkt. Somit ergibt sich auch bti schlecht
zu frisierendem Haar zwecks Erreichung einer größeren Haarfülle eine gute Toupierung. Beim Toupieren
der Haare von der Spitze zum Kopf toupiert vorwiegend die zur Haarspitze liegende Zahnreihe 5,
während sich die andere Zahnreihe 5 von unten an den Hauptkamm 1 aiilegt und weniger Wirkung ausübt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Kamm mit an seinem Rücken um eine zu ihm parallele Achse schwenkbar angeordneten
weiteren zwei Kämmen an seinen beiden Seiten, dadurch gekennzeichnet, daß der Kammrücken (2) des Hauptkammes (1) einen
sich über die gesamte Kammlänge erstreckenden Querschlitz (3) aufweist, in dem ein V-förmig aus
den beiden kürzerzahnigen Seitenkämmen gebildetes Teil (4) schwenkbeweglich eingesetzt ist,
dessen Zahnreihen (S) mit der des Hauptkammes (1) spitze Winkel bilden.
2. Kamm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnreihen (5) des V-förmigen
Teiles (3) p:ien Winkel von etwa 45° aufweisen.
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