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DE2110036C3 - Verfahren zur Spaltung von Ammoniumsulfat - Google Patents

Verfahren zur Spaltung von Ammoniumsulfat

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DE2110036C3
DE2110036C3 DE2110036A DE2110036A DE2110036C3 DE 2110036 C3 DE2110036 C3 DE 2110036C3 DE 2110036 A DE2110036 A DE 2110036A DE 2110036 A DE2110036 A DE 2110036A DE 2110036 C3 DE2110036 C3 DE 2110036C3
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Davy Powergas GmbH
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Spaltung von Ammoniumsulfat in Ammoniak und Ammoniumhydrogensulfat durch Erhitzen auf eine Temperatur zwischen 300 und 50O0C und Spaltung des gebildeten Ammoniumhydrogensulfat unter Bildung von Schwefeldioxyd.
Eine Reihe chemischer Verfahren, wie z. B. die Herstellung von ε-Caprolactam über Cyklohexanonoxim, ist mit einem Zwangsanfall an Ammoniumsulfat verbunden, für das keine praktische Verwertungsmöglichkeit besteht Als Düngemittel hat das Ammoniumsulfat nur begrenzte Bedeutung, zumal da das Abfallprodukt aus der ε-Caprolactam-Herstellung für Düngezwecke erst gereinigt werden müßte.
Aus der DT-PS 1 229 995 ist es bekannt, aus Ammoniumsulfat bei 350 bis 400° C Ammoniak abzuspalten und das entstandene Ammoniumhydrogensulfat durch Reduktion mit Schwefel, Schwefelwasserstoff und Wasserstoff bei etwa 400 bis 5500C in Schwefeldioxyd und Ammoniumsulfat zu spalten. Bei diesem Verfahren wird zwo. Jas gesamte Ammoniak wiedergewonnen, zur Reduktion ist jedoch entweder der teure Wasserstoff erforderlich oder es muß bei Einsatz von Schwefel oder Schwefelwasserstoff als Reduktionsmittel mehr. Schwefelsäure erzeugt werden, als in den vorgeschalteten, Ammoniumsulfat abgebenden Prozeß zurückgeführt werden kann. Der Zwangsanfall an Ammoniumsulfat würde dann nur durch eine Überschußproduktion an Schwefelsäure ersetzt werden, was häufig nicht erwünscht ist.
Aus den DT-PS 1 199 243 und 1 206 404 ist die Spaltung ammoniumsulfathaltiger Abfallschwefelsäure bei Temperaturen oberhalb 90O0C bekannt, wobei das in der Säure gelöste Ammoniumion im wesentlichen zu Stickstoff und Wasser verbrannt wird, so daß ein praktisch stickoxydfreies SO2-haltiges Gas entsteht Dieses Verfahren eignet sich zur Verbrennung von Abfallschwefelsäuren, die bei der Herstellung von Acrylaten anfallen.
Aus der DT-AS 1 246 693 ist die Verbrennung von Rückständen bekannt, die aus schwefelsauren Ammoniumsulfai-Lösungen bestehen und bei der Umsetzung ίο von Acetoncyanhydrin mit Oleum und Methanol zu Methylmethacrylai anfallen. Bei der Verbrennung dieser freie Schwefelsäure enthaltenden Lösungen herrscht in dem Verbrennungsofen eine stark saure Atmosphäre, wodurch das Entweichen von nicht oxydiertem Ammoniak verhindert wird. Ammoniumsulfat soll dagegen als Rohstoff zur Herstellung von Schwefelsäure nicht brauchbar sein, da das Ammonium zur Wiedervereinigung mit dem Sulfat neigen soll, so daß sich dadurch niedrige Ausbeuten an SO2 ergeben. Demgegenüber war nicht vorauszusehen, daß eine Ammoniumhydrogensulfat-Schmelze trotz des fehlenden Säureüberschusses und des höheren Ammoniakpartialdrucks vollständig zu Stickstoff verbrannt werden kann.
Aus der DT-AS 1 160 421 ist die Tiefiemperaturspaltung von Ammoniumsulfat zu Ammoniak und Schwefeldioxyd bekannt Zur Trennung des NH3 von dem SO2 muC das Gasgemisch mit einer Ammoniumhydrogensulfatlösung gewaschen und Ammoniumsulfat aus der gesättigten Waschlösung auskristallisiert und zur NH3-Abspaltung auf Temperaturen über 300°C erhitzt werden. Aus der dabei anfallenden Ammoniumhydrogensulfatschmelze muß wieder die Waschlösung hergestellt werden. Der Aufwand für diese Trennung steht in keinem Verhältnis zu dem Wert des gewonnenen Ammoniaks, zumal da die Ausbeuten an NHj und SO2 erheblich unter 100% liegen.
Schließlich wurde in der DT-AS 2 107 910 auch bereits vorgeschlagen, festes feinteiliges Ammoniumsulfat bei Temperaturen zwischen 800 und 12500C zusammen mit einem kohlenstoffhaltigen Brennstoff im wesentlichen zu Schwefeldioxyd, Wasserdampf und Stickstoff zu verbrennen. Dieses Verfahren ist geeignet, wenn der durch die Verbrennung bedingte Ammoniakverlust in Kauf genommen werden kann und nur auf die Rückgewinnung des in dem Ammoniumsulfat enthaltenen Schwefels Wert gelegt wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines Verfahrens zur Spaltung von gegebenenfalls verunreinigtem Ammoniumsulfat unter Rückgewinnung des Schwefelgehalts und bis zu 50% des Ammoniakgehalts. Insbesondere soll das neue Spaltverfahren zur Deckung des Schwefelsäurebedarfs und Teildeckung des Ammoniakbedarfs eines vorgeschalteten, mit AmmoniumsuIfat-Zwangsanfall verbundenen chemischen Prozesses dienen, ohne daß der Spaltprozeß zwangsweise an eine Schwefelsäure-Überschußproduktion gebunden ist
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei dem eingangs genannten Verfahren dadurch gelöst, daß das flüssige Ammoniumhydrogensulfat in einen Verbrennungsraum eingedüsf und bei Temperaturen zwischen 850 und 12500C mit einem kohlenstoffhaltigen Brennstoff verbrannt und dabei in den aus dem Verbrennungsraum austretenden Gasen eine Sauerstoffkonzentration zwischen 1 und 8 Volumprozent eingehalten wird. Das Ammoniumsulfat wird demnach in einer ersten Stufe in Ammoniak und Ammoniumhydrogensulfat gespalten. Das abgespaltene Ammoniak kann zur
Neutralisation des bei der Beckmann'schen Umlagezur Bildung von ε-Caprolactam anfallenden GenvSverwendet werden. Die Ammoniak-Abspal- «dBg erfolgt vorzugsweise in dem Temperaturbereich wn 350 bis 450° C in Gegenwart eines Überschusses an jynmoniumhydrogensulfat Das zu spaltende Ammoniujnsulfat wird mit einer vorzugsweise gerührten AmpMBiiumhydrogensulfal-Schmelze, die auf einer Tempejatur in dem genannten Bereich gehalten wird, gemischt, wobei spontane N H3-Abspaltung erfolgt Die MHi-Abspaltung kann durch ein Schleppmittel, beispielsweise Wasserdampf oder Stickstoff, beschleunigt werden. Vorzugsweise erfolgt die vollständige N H 3-Abtrennung anschließend in einer Kolonne, auf welche ^jIe mit Ammonhinisulfat beladene Ammoniumhydrogensulfat-Schmelze aufgegeben wird. Das Schleppmittel strömt in der Kolonne aufwärts und führt das abgespaltene Ammoniak über Kopf ab.
Die aus der Kolonne ablaufende Ammoniumhydrogensulfat-Schmelze wird teils in die Abspaltung zurückgegeben, teils der sich anschließenden Verbrennung zugeführt, die bei der Eindüsuhg in den Verbrennungsraum gebildeten feinen Hydrogensulfat-Tröpfchen ver dampfen; das dampfförmige Hydrogensulfat wird in der eigentlichen Verbrennungszone verbrannt. Die Verbrennung des Ammoniumhydrogensulfats erfolgt mit Hilfe eines kohlenstoffhaltigen Brennstoffs, wie z. B. Heizöl oder Erdgas. Wesentlich ist die Einhaltung einer Sauerstoffkonzentration zwischen 1 und 8 Volumprozent am Ausgang des Verbrennungsraums, damit das Auftreten von Ammoniak oder Stickoxyden im Verbrennungsgas vermieden wird. Das gebildete Verbrennungsgas kann in geeigneter Weise, beispielsweise durch Kontaktoxydation zu konzentrierter Schwefelsäure oder Oleum weiterverarbeitet werden.
Nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird das Ammoniumhydrogensulf.it bei einer Temperatur zwischen 950 und 11500C verbrannt. In diesem Temperaturbereich verläuft die Verbrennung mit optimaler Geschwindigkeit, ohne daß in dem Vcrbrennungsgas Ammoniak oder Stickoxide in merklicher Menge auftreten. Zweckmäßigerweise wird dabei in den aus dem Verbrennungsraum austretenden Gasen en Oj-Konzentraüon zwischen 1,8 und 4,5 volumprozent eingehalten.
Sofern das durch die Verbrennung gewonnene SO2-haltige Gas zur Deckung des Schwefelsäure-Bedarfs des vorgeschalteten Prozesses nicht ausreicht, kann in dem Verbrennungsraum zugleich Schwefel verbrannt werden. Im allgemeinen wird man jedoch das Schwfel-Defizit durch Verbrennung eines schwefelhaltigen Brennstoffs, beispielsweise eines schwefelhaitigen Heizöls decken könnea
Sofern in dem vorgeschalteten, Ammoniumsulfat abgebenden Prozeß auch durch organische Stoffe verunreinigte Ammoniumsulfat-Lösung anfällt, kann diese mit dem Ammoniumhydrogensulfat zusammen verbrannt werden. Auch andere schwefelhaltige Abfallstoffe, wie z. B. organische Verbindungen und/oder Ammoniumsalze enthaltende Abfallschwefelsäuren, wie sie beispielsweise bei der Herstellung von Meihylmethacrylat oder anderen Acrylaten anfallen, können mitverbrannt werden.
Zwei Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend an Hand der Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 das Fließschema einer Anlage für eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens mit zweistufiger Ammoniakabspakung, und
F i g. 2 das Fließschema einer Anlage für eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einstufiger Ammoniakabspaltung.
Nach F i g. 1 wird in einem Mischer 1, der beispielsweise ein Rührbehälter sein kann, über Leitung 2 zugeführtes festes Ammoniumsulfat mit einer Ammoniumhydrogensulfat-Schmelze gemischt Das eingetragene Ammoniumsulfat zersetzt sich teilweise, so daß durch Leitung 3 aus dem Mischer Ammoniak entweicht Die ammoniumsulfathaltige Ammoniumhydrogensulfat-Schmelze wird aus dem Mischer 1 über Leitung 4 auf eine Kolonne 5 gepumpt und darin im Gegenstrom mit überhitztem Wasserdampf behandelt Der über Kopf der Kolonne 5 durch Leitung 6 abgehende, ammoniakhakige Wasserdampf wird mit dem aus Mischer 1 entweichenden Ammoniak vereinigt und steht gegebenenfalls nach Kondensation des Wasserdampfs zur Verwendung in dem vorgeschalteten Prozeß zur Verfugung.
Die aus der Kolonne 5 ablaufende, im wesentlichen nur aus Ammoniumhydrogensulfat bestehende Schmelze wird teilweise über Leitung 7 in den Mischer 1 zurückgepumpt Ein der zugeführten Ammoniumsulfat-Menge entsprechender Teil der Ammoniumhydrogensulfat-Schmelze wird in dem Verbrennungsofen 8 mit Hilfe eines bei 9 zugeführten schwefelhaltigen Heizöls zu einem SCh-haltigen Gas verbrannt, das nach Passieren des Abhitzekessels 10 für die Kontaktoxidation zur Herstellung von Schwefelsäure zur Verfügung steht. Der in dem Abhitzekessel 10 erzeugte überhitzte Wasserdampf wird teilweise durch Leitung 11 der Kolonne 5 als Schleppmittel zugeführt, teilweise steht er bei 12 für andere Zwecke zur Verfügung.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 2 wird das Ammoniumsulfat über Leitung 14 einem Rührkessel 13 /u geführt, in dem sich eine Ammoniumhydrogensuliat-Schmelze befindet. In den Kessel 13 wird durch Leitung 15 als Schleppmittel Stickstoff eingeblasen. Aus dem Kessel entweicht durch Leitung 16 ein Nh-, NHi-Gemisch. Die ammoniumsulfathaltige Ammoniumhydrogensulfat-Sehmelze wird aus Kessel 13 durch Leitung 17 zur Hauptverbrennungskammer 18 eines Ofens gepumpt und in diesen eingedüst Gleichzeitig werden in die Kammer 18 geschmolzener Schwefel und organisch verunreinigte (NH4)2SO4-Lösung bei 19 bzw. 20 eingedüst. Heizöl und Luft werden der Hauptverbrennungskammer 18 seitlich bei 21 zugeführt. Das Verbrennungsgemisch wird nach Luftzugabe bei 22 in einer Nachverbrennungskammer 23 zu Ende verbrannt. Das SO2-haltige Gas steht nach Wärmeabgabe in einem Abhitzekessel 24 bei 25 für die Kontaktoxidation zur Verfügung.
Beispiel 1
In einem Rührkessel 1, in dem sich eine geschmolzene Mischung aus Ammoniumsulfat und Ammoniumhydrogensulfat befindet, werden auf etwa 400 kg Schmelze stündlich 132 kg festes (NH-i)2SO4 eingerührt 2. Die Schmelze wird durch Beheizung mit Dampf auf etwa 3900C gehalten. Aus dem Kessel entweichen außer dem am eingetragenen Salz anhaftenden Wasser 13,3 Nm3 Ammoniak 3. Die noch (NH-OaSO-t-haltige Schmelze 4 wird dann auf die Füllkörperkolonne 5 gepumpt und darin bei 380 bis 400°C mit überhitztem Wasserdampf behandelt. Mit dem Dampf entweichen etwa 8,4 Nm3 Ammoniak 6 aus der Kolonne. Das Ammoniak-Wasserdampf-Gemisch wird mit dem Ammo-
niak aus Rührkessel 1 vereinigt und steht für die Neutralisierung des Umlagerungsgemischs der f-Caprolactamherstellung zur Verfugung.
Von der aus Kolonne 5 ablaufenden Ammoniumhydrogensulfat-Schmelze 7, die noch etwa 1,9 Gewichtsprozent (NH4)2SO<( enthält, werden stündlich etwa 115 kg in den 10600C heißen Ofen 8 eingedüst. wobei zum Ausgleich von Schwefelverlusten stündlich etwa 0,8 kg Schwefel milverbrannt werden. Die Sulfat-Verbrennung erfordert 17,6 kg Heizöl (9) mit einem Heizwert von 10000 Kcal/kg. Den Ofen verlassen 350 Nm3 Verbrennungsgas mit 10400C. Es enthält 6,1 Volumprozent SO2, 0,3 Volumprozent SO3, 24,8 Volumprozent H2O, 5,9 Volumprozent CO2, 58,6 Volumprozent N 2 und 4,3 Volumprozent O2. In einer großtechnischen Anlage kann dem Verbrennungsofen ein Abhitzekessel 10 nachgeschaltet werden, in dem je t zu verarbeitendes (NHi)2SO4 etwa 1,121 Dampf (55 atü) erzeugt werden 11,12. Das Verbrennungsgas kann in bekannter Weise zu Schwefelsäure weiterverarbeitet werden.
Beispiel 2
In einen feuerbeheizten Kessel 13 werden auf 500 kg Schmelze, die aus vorwiegend Ammoniumhydrogensulfat, Ammoniumpyrosulfat und etwas Ammoniumsulfat besteht, stündlich 132 kg festes (NH^SO« eingetragen. Die Temperatur der Schmelze wird auf 395°C gehalten. Um die Entbindung des Ammoniaks zu unterstützen, wird Stickstoff als Schleppmittel eingeleitet, der den Kessel gemischt mit etwa 16 kg NH3 verläßt.
Eine Pumpe fördert stündlich etwa 116 kg Schmelze, die noch 6,7% (NHO2SO4 enthält, in den Hauptverbrennungsraum 18 eines Ofens. Hier werden außerdem 26 kg 50%ige wäßrige mit organischen Stoffen verunreinigte (NH<i)2SO4-Lösung, 0,8 kg geschmolzener Schwefel und 22 kg schweres Heizöl mit einem Heizwert von 10 000 kcal/kg eingeführt. Zum Zerstäuben der Flüssigkeiten dienen bekannte Vorrichtungen, die den Stoff eigenschaften angepaßt sind.
Das durch die Verbrennung*- und Reduklionsvorgänge entstehende Gas tritt mit etwa 10500C in den Nachbrennungsraum 23 ein. Sofern erforderlich, kann Sekundärluft zugesetzt werden, um bei etwa 95O0C die Oxidationsvorgänge zu vervollständigen. Den Ofen verlassen stündlich 443 Nm3 Gas mit 5,3 Volumprozent SO2 und 26,4 Volumprozent H2O, das gegebenenfalls nach üblicher Abhitzeverwertung auf Schwefelsäure weiterverarbeitet wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Spaltung von Ammoniumsulfat in Ammoniak und Ammoniumhydrogensulfat durch Erhitzen auf eine Temperatur zwischen 300 und 5000C und Spaltung des gebildeten Ammoniumhydrogensulfats unter Bildung von Schwefeldioxyd, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssige Ammoniumhydrogensulfat in einen Verbrennungsraum eingedüst und bei Temperaturen zwischen 850 und 12500C mit einem kohlenstoffhaltigen Brennstoff verbrannt und dabei in den aus dem Verbrennungsraum austretenden Gasen eine Sauerstoffkonzentration zwischen 1 und 8 Volumprozent eingehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ammoniumhydrogensulfat bei einer Temperatur zwischen 950 und 11500C verbrannt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den aus dem Verbrennungsraum austretenden Gasen eine Sauerstoffkonzentration zwischen 1,8 und 4,5 Volumprozent eingehalten wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Verbrennungsraum zugleich Schwefel verbrannt wird
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein ammoniumsulfathaltiges Ammoniumhydrogensulfat verbrannt wird.
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