DE2109913A1 - Einstellvorrichtung zur Einstellung eines Maschinenteiles oder eines Werkstuckes in eine von einer Anzahl diskreter Positionen - Google Patents
Einstellvorrichtung zur Einstellung eines Maschinenteiles oder eines Werkstuckes in eine von einer Anzahl diskreter PositionenInfo
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Description
Böblingen, 26.Februar 1971 wi-sk
Anmelderin: International Business Machines
Corporation, Armonk, N.Y. IO
Amtl.Aktenzeichen: Neuanmeldung
Aktenz.d.Anmelderin: Docket UK 969 501
Einstellvorrichtung zur Einstellung eines Maschinenteiles oder eines Werkstückes in eine von einer Anzahl diskreter
Positionen
Die Erfindung betrifft eine Einstellvorrichtung mit einem doppelt wirkenden,strömungsmittel-beaufschlagten Antriebselement zur Einstellung eines Maschinenteiles oder eines
Werkstückes in eine von einer Anzahl diskreter Positionen, mit einer Mehrzahl einzeln in Wirkstellung einstellbarer
Entlüftungsbohrungen an den diskreten Positionen des Antriebselements
und mit gleichzeitig wirksamer beiderseitiger Druckbeaufschlagung des Antriebselements. |
Zur Einstellung von Maschinenteilen oder Werkstücken in diskrete Positionen sind eine Vielzahl von Vorrichtungen unterschiedlicher
Wirkungsweise bekannt. Am meisten verbreitet sind Servosysteme, Schrittmotoren und Leitspindeln, wobei
das jeweils verwendete System in Abhängigkeit von den an die Verstellgenauigkeit und die Verstellgeschwindigkeit
gestellten Anforderungen gewählt wird. Erhöhte Anforderungen dieser Art bedingen im allgemeinen auch einen erheblich erhöhten
Kostenaufwand, insbesondere wenn es sich um Einstell-
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toleranzen in der Größenordnung von 10 tt und darunter handelt
und gleichzeitig eine extrem kurze Einstellzeit verlangt wird.
Die Erfindung geht aus von einer strömungsmittelbetriebenen Einstellvorrichtung, wie sie in der britischen Patentschrift
982 003 beschrieben ist. Zur Erhöhung der Einstellgeschwindigkeit einer solchen druckmittelbetriebenen Vorrichtung, mit
einem jeweils gleichzeitig beiderseits druckbeaufschlagten Antriebselement, das durch Druckabfall auf der einen oder
anderen Seite bis zu der eingeschalteten Entlüftungsöffnung verstellt wird, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß die
Druckbeaufschlagungsbereiche beiderseits des Antriebselements über je eine Drossel ständig an die Druckzufuhr angeschlossen
sind und daß parallel zu den Drosseln Umgehungsleitungen vorgesehen sind, die mittels mindestens eines in Abhängigkeit von
dem Druck in der anderen Druckmittelzuführleitung gesteuerten Schaltelementes geöffnet und geschlossen werden.
Mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Einstellvorrichtung wird daher eine erheblich beschleunigte Kolbenverstellbewegung
erzielt, da der ursprünglich auf den Kolben wirksame Druck im Moment der Einleitung der Kolbenverstellbewegung trotz der
gleichzeitigen Vergrößerung des Volumens des betreffenden Druckbeaufschlagungsbereiches unverändert aufrecht erhalten
wird; dies wird erfindungsgemäfc dadurch erreicht, daß die
ungedrosselte Umgehungsleitung sich selbsttätig öffnet, und
zwar sobald auf der Gegenseite der Druckabfall eintritt. Die somit wirksam gemachte Umgehungsleitung schließt sich
wieder, sobald der Kolben als Antriebselement seine Zielposition erreicht hat und durch Verschließen der Entlüftungsbohrung sich auf der entgegengesetzten Kolbenseite erneut
ein Gegendruck aufbaut.
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Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Einstell-,
vorrichtung sind in den Unter Einsprüchen enthalten. Weiterhin
ist von Bedeutung, daß die das Antriebselernent aufnehmende
Buchse, in welcher sich die einzelnen, die anzusteuernden Einstellpositionen des Antriebselements definierenden Entlüftungsbohrungen
befinden, auf einfache Weise austauschbar ist, so daß eine flexible Programmierung möglich ist. Mehrere
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig.l einen schematischen Längsschnitt nurch eine erste Ausführungsform einer strömmungsmittel
betätigten Einstellvorrichtung zur linearen Verstellung eines Teiles in eine von einer
Mehrzahl definierter Positionen;
Fig.la die Ansicht einer Laufbuchse mit einer Mehrzahl
von Entlüftungsbohrungen an definierten Positionen;
Fig.Ib einen Schnitt in der Ebene Ib-Ib der Fig.l;
Fig.2 eine vergrößerte Schnittdarstellung eines
Steuerventils für die Anordnung gemäß Fig.l, mit dem Ventilschieber in seiner Mittelstellung;
Fig.2a einen Teilschnitt der Ausbildung nach Fig.2f
jedoch mit dem Ventilschieber in einer seiner Endstellungen;
Fig.3 in schematischer Darstellung eine Alternativausführung
des Ventils zur Steuerung der Anordnung gemäß Fig.1 und
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Fig.4 eine schaubildliche Ansicht einer Einstellvorrichtung
zur Drehverstellung eines Teiles in eine Mehrzahl definierter Positionen.
In Fig.l ist ein in einem Zylinder 11 geführter Kolben 10
dargestellt, der mittels einer Schubstange 12 mit einem (nicht dargestellten) in verschiedene Positionen einzustellenden Teil
verbunden ist. Hierbei kann es sich z.B. um den Werkstückträger einer Werkzeugmaschine handeln.
Der Zylinder 11 besteht aus einer Laufbuchse 13 in einem Gehäuse
14, sowie einem Deckel 15. Die Kammer des Zylinders 11 wird durch den Kolben 10 in zwei gegeneinander abgedichtete
Bereiche aufgeteilt. In der Laufbuchse 13 befindet sich eine Anzahl Bohrungen 16a, 16b ... 16f (vergl.auch Fig.la), die in
axialer Richtung auf diejenigen Positionen verteilt sind, in die der Kolben 10 eingestellt'werden soll. Die Laufbuchse 13
ist im Gehäuse 14 des Zylinders 11 drehbar, und als Drehantrieb dient eine Schaltklinke 28 (Fig.Ib), welche mit einem stirnsei
tig am Umfang 13 befindlichen Zahnkranz 17 zusammenwirkt. Mittels dieser Drehbewegung wird jeweils eine der Bohrungen
16 mit einer längsverlaufenden Nut 18 im Gehäuse 14 ausgerichtet,
wie es in Fig.Ib in bezug auf die Bohrung 16a dargestellt ist.
Die Nut 18 ist mittels einer Bohrung 19 im Gehäuse 14 mit der Umgebung des Zylinders 11 verbunden, und die Nut 18, die Bohrung
19, die Schaltklinke 28 und der Zahnkranz 17 bilden zusammen ein Entlüftungssystem zur Entlüftung von jeweils einer
der Bohrungen 16a - I6f. Wie aus Fig.la deutlich wird, sind
die Bohrungen 16 in der Laufbuchse 13 so verteilt, daß jeweils nur eine dieser Bohrungen wirksam werden kann und eine
bestimmte Stellung des Kolbens 10 bewirkt.
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Die Beaufschlagung und Steuerung des Zylinders 11 mit Druckmedium,
z.B. Druckluft, erfolgt mittels eines Steuerventils 20, das das über eine Druckleitung 21 zugeführte Druckmedium über
Leitungen 22 und 23 mit je einem Rückschlagventil 24 bzw.25 den Stirnseiten des Zylinders 11 zugeführt wird.
Zur Erläuterung der Einstellung der Schubstange 12 mittels des Kolbens 10 in eine definierte Lage sei angenommen, daß
sich der Kolben 10 in einer Stellung in Ausrichtung mit einer der Bohrungen 16 befindet, in welcher die betreffende Bohrung
16 durch einen Dichtungsflansch 26 am Umfang des Kolbens 10
verschlossen ist. Beide Kammerbereiche des Zylinders 11 stehen unter Druck. Eine Hilfsstange 27 an der zur Schubstange 12
entgegengesetzten Seite des Kolbens 10, welche durch den Deckel 15 hindurchgeführt ist, bewirkt, daß die auf die beiden
Kolbenseiten wirksamen Druckkräfte genau übereinstimmen.
Zur Verstellung des Kolbens 10 in eine andere Einstellage wird die Laufbuchse 13 mittels der Schaltklinke 28 so verstellt,
daß eine andere der Bohrungen 16 mit der Nut 18 im Gehäuse 14 ausgerichtet wird, beispielsweise die Bohrung 16a, wie
in den Pig.l und Ib dargestellt. Sobald die Laufbuchse 13
diese Stellung erreicht hat, wird der betreffende Teil der
Kammer des Zylinders 11 über die Bohrung 16a, die Nut 18 und die Bohrung 19 entlüftet, so daß der Druck in dem betreffenden
Kammerteil auf den Umgebungsdruck absinkt. Infolgedessen bewegt sich nunmehr der Kolben 10 unter der Wirkung des Überdruckes
im anderen Kammerteil in Ausrichtung zur Bohrung 16a und dichtet diese mittels des Dichtungsflansches 26 ab. Nun
baut sich zu beiden Seiten des Kolbens 10 wiederum der gleiche Druck auf, so daß der Kolben mit der Schubstange 12 in dieser
Lage stehen bleibt.
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Das Steuerventil 20 wird nun anhand der Fig.2 und 2a inseinem
Aufbau und seiner Funktion erläutert. Die in Fig.l dargestellte Druckleitung 21 ist an einen Eingangskanal 39 angeschlossen,
der mit einer Kammer 40 eines Ventils 41 verbunden ist- Die beiden Enden der Kammer 40 des Ventils 41 haben ihrerseits Verbindung
mit Ausgangskanälen 42 und 43, die an die Leitungen 22 bzw. 23 (Fig.l) angeschlossen sind.
Im Bereich der Verbindung mit dem Eingangskanal 39 ist die Kammer 40 mit einer Ringnut 44 versehen. In der Kammer 4O
ist ein Ventilschieber 45 geführt, der in Fig.2 in seiner Mittellage dargestellt ist. In dieser Stellung des Ventilschiebers
45 ist die Verbindung vom Eingangskanal 39 zu den Ausgangskanälen 42 und 43 unterbrochen. Federn 46 und 47 zu
beiden Seiten des Ventilschiebers 45 bewirken die Beibehaltung der dargestellten Mittellagei von der einen oder der anderen
Seite zugeführter Druck bewirkt eine Störung des Kräftegleichgewichtes bezüglich des Ventilschiebers 45 mit der Folge einer
Verstellung des Ventils.
Im Ventilschieber 45 befinden sich zwei radiale Bohrungen 48 und 49, welche mit axialen Bohrungen 50 bzw. 51 Verbindung
haben; diese stehen ihrerseits über die beiden entgegengesetzten Enden der Kammer 40 mit den Ausgangskanälen 42 bzw. 43
in Verbindung.
In Fig.2 ist der Ventilschieber 45 gegen die Kraft der Feder
47 in seine rechte Endstellung verschoben dargestellt. In dieser Stellung des Ventilschiebers 45 gelangt das Druckmedium
aus dem Eingangskanal 39 durch die Bohrungen 48 und 5O im Ventilschieber 45 zum Ausgangskanal 42, während der Durchfluß
zum Ausgangskanal 43 verschlossen ist. Gleichzeitig gelangt jedoch unabhängig von der jeweiligen Stellung des Ventilschiebers
45 eine gewisse Menge Druckmittel ständig vom Eingangs-
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kanal 39 über Drosselventile 52 und 53 zu den Ausgangskanälen
42 bzw. 43. Es handelt sich bei den Drosselventilen 52 und 53 um einstellbare Nadelventile.
Das zuvor beschriebene Steuerventil 20 arbeitet folgendermaßen: Wenn der Kolben 10 sich in einer ersten Position befindet,
in welcher der Dichtungsflansch 26 eine der Bohrungen 16 verschließt, befindet sich das Steuerventil 20 in der in
Fig.2 dargestellten Stellung, in welcher der Ventilschieber 45
in seiner Mittellage steht; diese Lage wird durch das Gleichgewicht der Kräfte der Federn 46 und 47 aufrechterhalten sowie M
infolge des beiderseitigen gleichmäßigen Druckes, der mittels der Drosselventile 52 und 53 in den Ausgangskanälen 42 bzw. 43
aufgebaut ist. Mit der Entlüftung einer der Bohrungen 16, z.B. 16a, wie zuvor beschrieben, wird der Weg des Druckmediums vom
Eingangskanal 39 durch das Drosselventil 53, den Ausgangskanal
43 und die Leitung 23 zum rechten Bereich der Kammer im Zylinder 11 entlüftet. Der Verlauf des Druckabfalls innerhalb
dieses Leitungssystems ist abhängig von dem Durchflußwiderstand in den einzelnen Abschnitten. Den größten Widerstand bildet
hierbei das Drosselventil 53, so daß beim Entlüftungsvorgang das größte Druckgefälle in dessen Bereich auftritt. Wäre das
Drosselventil 53 nicht vorgesehen, sondern ein unbeschränkter Durchfluß möglich, so wäre der in der entlüfteten Kammer des ™
Zylinders 11 erzielbare Druckabfall entsprechend geringer.
Die Drosselventile 52 und 53 haben darüberhinaus noch eine weitere Funktion, in dem sie bei gleichzeitiger Druckbeaufschlagung
beider Bereiche der Kammer des Zylinders Il einen Druckabfall im gesamten System oder in Teilen des Systems,
z.B. in dem abgedichteten Kammerbereich des Zylinders 11, verhindern.
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Docket UK 9695Ο1
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Wie erwähnt, gelangt bei der Entlüftung der Bohrung 16a über den beschriebenen Weg Druckmedium in den linken Bereich der
Kammer des Zylinders 11. Unter der Wirkung dieses Druckes wird der Kolben 10 zu der entlüfteten Bohrung 16a, also nach
rechts verschoben, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die durch die Schnelligkeit der Füllung des linken Kammerbereichs
mit Druckmittel bestimmt ist. Wenn der Druckmittelzufluß zum linken Kammerbereich ausschließlich über das Drosselventil 52
stattfindet, ist die Vorschubgeschwindigkeit des Kolbens 10 entsprechend gering, insbesondere, wenn es sich um ein hydraulisches
Druckmedium handelt, das im Moment der Entlüftung auf der Gegenseite nicht expandieren kann, wie es bei Gasen der
Fall ist. Es wird darauf hingewiesen, daß im Falle der Verwendung eines flüssigen Druckmittels die Bohrung 19 selbstverständlich
in einen entsprechenden drucklosen Druckmittelbehälter mündet.
Das zuvor erwähnte Problem der Drosselung der Druckmittelzufuhr infolge des Drosselventils 52 beim Vorschub des Kolbens 10
wird durch den Aufbau des Ventils 41 vermieden, indem selbsttätig ein ungedrosselter Parallelweg zum Drosselventil 52 für
das Druckmittel aufgebaut wird. Wie erwähnt, kann der Druckabfall durch öffnung der Bohrung 16a sich nicht über das
Drosselventil 53 hinaus fortsetzen. Daher wird, infolge des Druckabfalls auf der rechten Ventilseite, der auf der linken
Ventilseite herrschende Druck nunmehr zur Verstellung des Ventilschiebers 45 in seine rechte, in Fig.2a dargestellte
Lage wirksam, wodurch über die Ringnut, die radiale Bohrung und die axiale Bohrung 50 sich selbsttätig ein ungedrosselter
Druckmittelweg parallel zum Drosselventil 52 bildet. Während-
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dessen ist die Zufuhr von Druckmitteln zur rechten Ventilseite durch das Drosselventil 53 wirksam gedrosselt. Durch die Verstellung
des Ventilschiebers 45 wird somit die Verstellgeschwindigkeit des Kolbens 10, und nur diese, beträchtlich erhöht.
Wird bei einem darauffolgenden Verstellvorgang einelinks vom Kolben 10 befindliche Bohrung 16 entlüftet, so wird in entsprechender
Weise der Ventilschieber 45 in sine linke Dndstellung verschoben und bildet nun einen ungedrosselten Druckmitteldurchfluß
parallel zum Drosselventil 53. Das Ventil 41 M erfüllt somit die Funktion einer automatischen Steuerung der
Druckmitteldurchflußverbindung zwischen Eingangskanal und Ausgangskanal über die Kammer 40 des Ventils.
Wenn der Kolben 10 in seine neue Lage in Ausrichtung zu der angesteuerten Bohrung 16 gelangt, wird die letzte Einstellphase
bis zum Stillstand des Kolbens 10 gedämpft. Wie aus Fig.l erkennbar, ist die Kolbenaußenfläche, abgesehen von
dem Dichtungsflansch 26, konisch abgerundet ausgebildet, wodurch der Ausfluß des Druckmittels aus der Kammer durch
die Bohrung 16 gedrosselt wird, sobald sich der Kolben 10 der betreffenden Bohrung 16 nähert; dadurch wird eine Dämpfung Λ
in der letzten Phase der Kolbenbewegung erzielt. ™
Mit fortschreitendem Abdecken der Bohrung 16 durch den Dichtungsflansch
26 wird auch der Durchfluß des Druckmediums durch die Bohrung 16 zunehmend gedrosselt. In dieser Phase ist die
Drosselung der Zufuhr von Druckmittel aus dem Eingangskanal 39 durch das entsprechende Drosselventil, z.B. das Drosselventil
53, besonders wichtig. Sobald nämlich die Abdichtung der Bohrung 16 einen bestimmten Grad erreicht hat, steigt der Druck
in dem zuvor entlüfteten Bereich der Kammer wieder gegen den Lieferdruck an, die Druckdifferenz zwischen linker und rechter
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Seite des Kolbens 10 verringert sich und der Ventilschieber
kehrt in seine in Fig.2 dargestellte Mittellage zurück. Die Genauigkeit der Einstellung des Kolbens 10 zu der ausgewählten
Bohrung 16 hängt daher maßgeblich von der Drosselwirkung des Drosselventils 53 bzw. 52 der jeweiligen Seite ab. Je größer
diese Drosselwirkung ist, desto geringer werden die Leckverluste zwischen dem Dichtungsflansch 26 des Kolbens 10 und
der ausgwwählten Bohrung 16 sein, und destogrößer ist demzufolge die Einstellgenauigkeit des Kolbens 10.
Einem überfahren der Zielposition des Kolbens 10 wirkt im
übrigen jeweils das Rückschlagventil 24 bzw. 25 entgegen.
Die in Fig.la dargestellte Laufbuchse 13 definiert, wie erwähnt,
durch die Lage der Bohrungen 16 eine Anzahl von Einstellpositionen für den Kolben 10 und das über die Schubstange 12 mit
diesem verbundene Element. Bei der Drehbewegung der Laufbuchse 13 gelangen die einzelnen Bohrungen 16 aufeinanderfolgend zur
Ausrichtung mit der Nut 18. Bei der in Fig.la dargestellten Ausführung kommen beispielsweise aufeinanderfolgend die Bohrungen
16a, 16b, 16c usw. zur Wirkung. Durch entsprechende Anordnung der Bohrungen 16 in der Laufbuchse 13 kann somit
die dargestellte Einstellvorrichtung auf einfache Weise programmiert werden, indem die Laufbuchse 13 gegen eine andere
mit einer entsprechend anderen Verteilung der Bohrungen 16 ausgetauscht
wird.
Bei der Alternativausführung für das Ventil 41 gemäß Fig.3
sind die Druckleitung 21 sowie die Leitungen 22 und 23 in
ihrer Anordnung und Funktion mit der Darstellung nach Fig.l Übereinstimmend. Von der Druckleitung 21 führen Leitungen 60
und 61 zu den beiden Seiten des Systems, wobei die Leitung 60 über eine Leitung 62 mit einer Drossel 63 ständig an die Leitung
22 angeschlossen ist. Die Drossel 63 kann als einfache
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Verengung in der Leitung 62 ausgebildet sein oder als einstellbares
Nadelventil. Entsprechend ist die Leitung 61 über eine Leitung 64 mit einer Drossel 65 ständig mit der Leitung 23 verbunden.
Zu jeder der Drosseln 63 und 65 ist eine Umgehungsleitung angeordnet, in welcher ein Ventil 66 bzw. 67 angeordnet
ist. Diese Ventile, die beispielsweise als Membranventil
ausgebildet sind, werden mittels eines über Leitungen 68 und 69 von den Leitungen 23 bzw. 22 zugeführten Steuerdruckes
gesteuert, und zwar öffnen die Ventile 66 und 67, wenn der Steuerdruck niedrig ist.
Die Funktion der in Fig.3 dargestellten Anordnung stimmt mit
der Funktion des Steuerventils 20 gemäß den Fig.l und 2 überein. Der Druckmittelzufluß zu einem der Bereiche des Zylinders
11 ist jeweils gedrosselt, solange nicht der Druck im anderen Teil abgefallen ist und infolgedessen das Ventil 66 bzw. 67
geöffnet und demzufolge die betreffende Umgehungsleitung frei ist. In der Endphase jeder Einstellbewegung des Kolbens 10,
wenn die angesteuerte Bohrung 16 zunehmend verschlossen wird, steigt, wie bereits zuvor beschrieben, der Druck in dem entlüfteten
Zylinderbereich an, und infolge dieses Druckanstieges wird das angeschlossene Ventil 66 bzw. 67 geschlossen, so daß
die Druckleitung 21 nunmehr ausschließlich über die Drosseln ^ 63 und 65 mit den Leitungen 22 bzw. 23 verbunden ist.
Anstelle der linear wirkenden Einstellvorrichtung gemäß Fig.l ist in Fig.4 ein Ausführungsbeispiel für eine Rotationseinstellvorrichtung
dargestellt, bei der ein Drehflügel 80 auf einer Welle 81 befestigt ist und innerhalb einer zylindrischen
Buchse 82 umläuft, zu welcher die Welle 81 konzentrisch geführt ist. Die Drehbewegung des Drehflügels 80 wird durch ein Anschlagsegment
83 begrenzt, das in einem (nicht gezeigten) äußeren zylindrischen Gehäuse stationär gelagert ist. Der
Drehflügel 80 teilt die durch die zylindrische Buchse 82,
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das Anschlagsegment 83 und die Welle 81 gebildete Kammer in zwei Bereiche auf, die durch den Drehflügel 80 jeweils gegeneinander
abgedichtet sind. In dem in Fig.4 nicht gezeigten äußeren stationären Gehäuse befindet sich eine als schraubenlinienförmiger
Kurvenzug verlaufende Nut 84, die ständig mit der Umgebung bzw. einem drucklosen Behälter verbunden ist,
analog zur Bohrung 19 im Gehäuse 14 der Ausführungsform gemäß
Fig.l. Die Buchse 82 ist relativ zu dem stationären äußeren
Gehäuse drehbar, wodurch jeweils eine der Bohrungen 85a,85b usw. mit der Nut 84 ausgerichtet wird.
Das Druckmittel wird bei dieser Ausführungsform über ein Ventil,
das mit dem gemäß Fig.2 übereinstimmend ausgebildet ist, den beiden Kammerb'ereichen beiderseits des Drehflügels 80
zugeführt, und zwar durch Leitungen 87 und 88 im Anschlagsegment 83. Die Arbeitsweise der in Fig.4 dargestellten Ausführungsform
stimmt im übrigen mit der Ausführung nach Fig.l überein, in dem bei der Einstellung einer der Bohrungen 85
auf die Nut 84 der entsprechende Bereich in der Buchse 82 entlüftet und in dessen Folge der Drehflügel 80 in diese
Position eingestellt wird, wobei dessen Dxchtungsflansch 86
die betreffende Bohrung 85 verschließt.
Im übrigen ist in analoger Weise die zylindrische Buchse 82 mit den Bohrungen 85 gegen eine andere austauschbar, und der
Drehantrieb erfolgt in analoger Weise über einen in Fig.4 dargestellten Zahnkranz, und zwar in gleichmäßigen Vorschubschritten,
in deren Folge die Bohrungen 85a,85b,85c,85d ...
851,85m,85n aufeinanderfolgend auf die Nut 84 ausgerichtet werden.
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Claims (4)
- PatentansprücheEinstellvorrichtung mit einem doppelt wirkenden r strömungsmittel-beaufschlagten Antriebselement zur Einstellung eines Maschinenteiles oder eines Werkstückes in eine von einer Anaahl diskreter Positionen, mit einer Mehrzahl einzeln in Wirkstellung einstellbarer Entlüftungsbohrungen an den diskreten Positionen des Antriebselements und mit gleichzeitig wirksamer beiderseitiger Druckbeaufschlagung des Antriebselements, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbeaufschlagungsbereiche beiderseits des Antriebselements (10;80) über je eine Drossel (52,53;63,65) ständig an die Druckzufuhr (21) angeschlossen sind und daß parallel zu den Drosseln Umgehungsleitungen vorgesehen sind, die mittels mindestens eines in Abhängigkeit von dem Druck in der anderen Druckmittelzuführleitung (22,23) gesteuerten Schaltelements (45;66,67) geöffnet und geschlossen werden.
- 2. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum öffnen und Schließen der Umgehungsleitungen ein von den beiden Druckmittelzuführleitungen (22,23) zwischen den Drosseln (52,53)und den Druckbe- f aufschlagungsbereichen (11)beiderseits beaufschlagter Ventilschieber (45) angeordnet ist, welcher in seinen Endstellungen die ungedrosselte Druckmittelzufuhr zum einen bzw. zum anderen Druckbeaufschlagungsbereich (11) freigibt.
- 3. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Umgehungsleitung ein vom Druck in der Druckmittelzuführleitung (22,23) der anderen Seite gesteuertes Schaltventil (66,67) angeordnet ist.109840/1193Docket UK 969 501
- 4. Einstellvorrichtung nach Anspruch 1/ dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebselement als Drehflügel (80) ausgebildet ist und die in einer zylindrischen Buchse (82) befindlichen Entlüftungsbohrungen (85) einzeln zum Zusammenwirken mit einer in einem stationären Gehäuse angeordneten schraubenlinienförmigen Nut /einstellbar sind.10984Π/1 1?3
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| DE19712109913 Pending DE2109913A1 (de) | 1970-03-03 | 1971-03-02 | Einstellvorrichtung zur Einstellung eines Maschinenteiles oder eines Werkstuckes in eine von einer Anzahl diskreter Positionen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2109913A1 (de) |
| FR (1) | FR2081645B1 (de) |
| GB (1) | GB1289901A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2140871A (en) * | 1983-06-03 | 1984-12-05 | Bowthorpe Hellermann Ltd | Piston and cylinder actuator control |
| GB2164094B (en) * | 1983-08-04 | 1988-03-30 | Emhart Ind | Electro-pneumatic actuator for glassware forming machine |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB982003A (en) * | 1962-06-02 | 1965-02-03 | Frederick George Grisley | Improvements in hydraulic or pneumatic programming apparatus |
| FR1490268A (fr) * | 1965-08-24 | 1967-07-28 | Int Harvester Co | Distributeur pour commander l'écoulement d'un fluide |
-
1970
- 1970-03-03 GB GB1289901D patent/GB1289901A/en not_active Expired
-
1971
- 1971-02-16 FR FR7106533A patent/FR2081645B1/fr not_active Expired
- 1971-03-02 DE DE19712109913 patent/DE2109913A1/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2081645B1 (de) | 1974-05-31 |
| GB1289901A (de) | 1972-09-20 |
| FR2081645A1 (de) | 1971-12-10 |
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