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Efostenlose Schiebeführung Die Erfindung betrifft eine pfostenlose
Schiebeführung für über einer Arbeitsplatte an einem mit Abstand darüber angeordneten
Rauchabzugskasten (bzw. Digestorium-AuSsatz) hochschiebbare Begrenzungsfenster,
wobei Frontfenster und Seitenfenster zwischen Arbeitsplatte und Abzugskasten mittels
Profilstäben ausschließlich aneinander geführt sind.
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Schiebefensteranordnungen dieser Art werden vornehmlich in physikalischen
und chemischen Labors verwendet, wobei die Arbeitstische dicht aneinandergefügt
sind bzw. eine durchgehende Arbeitsfläche bilden. Dabei ist es Jedoch notwendig,
daß man nach Wahl den Raum über Jedem Arbeitstisch nach allen Seiten abschirmen,
also die Fenster vollständig herunterziehen kann, und zum anderen soll die Tischfläche
für verschiedenartige Handhabungen aus allen Richtungen her zugängig sein. Zwischen
Tischfläche und Abzugskasten können daher die benachbarten Fenster ausschließlich
aneinander geführt werden.
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Für die Schiebeführungen wurden bisher recht verschiedenartige Profilleisten
verwendet, in der Regel für Jede der zahlreichen Führungen verschiedenartige Leisten.
Es ist auch bekannt, stirnseitig an den Seitenfenstern T-förmige Leisten anzubringen,
die in entsprechend profilierten Nuten im Rahmen des Frontfe-nsters eingreifen.
Zwar muß dabei keine völlig exakte Führung gewährleistet sein, und man kann verhältnismäßig
großes Führungsspiel vorsehen. Einmal ist aber der Gesamtaufwand relativ groß, und
zum anderen kann ein Formschlußeingriff in Rahmenteilen aus Holz leicht zum Festklemmen
führen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, mit einem einzigen, möglichst einfach
gestalteten Leistenprofil möglichst alle Schiebeführungen der vorg. Art auszustatten
Zu diesem Zweck werden wenigstens die an den Schiebefenstern angebrachten Führungs-Profilstäbe
ausschließlich durch identische Winkelleisten mit einem kurzen Eingriffsschenkel
und einem lcngeren Befestigungsschenkel gebildet, der zur Bildung eines Anschlages
zu seinem äußeren Ende hin innenseitig abgesetzt ist, wobei der Abstand des Anschlages
vom Eingriffs schenkel um ein Führungsspiel größer ist als die Dicke des Eingriffsschenkels.
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Das hier vorgeschlagene Winkelprofil kann praktisch für Jede der vorkommenden
Führungen verwendet werden. Es ist zudem so einfach aufgebaut, daß es wirtschaftlich
beispielsweise auch dort eingesetzt werden kann wo bisher gesonderte flache Führungsleisten
verwendet wurden. Man braucht lediglich dieses Winkelprofil vorrätig zu halten,
kann es in großen Mengen billig beschaffen und braucht nicht verschiedenartige Profile
auszuwhlen, zu sortieren, zu kennzeichnen und getrennt auf Länge zu schneiden. Da
der Befestigungsschenkel unter Bildung eines Anschlages abgesetzt ist, kann die
Leiste ohne schwieriges Ausrichten sofort exakt zu Jeder beliebigen Kante eines
Trägerteiles ausgerichtet werden und bildet dann mit diesem Teil eine Führungsnut,
in die der kürzere Schenkel einer gleich beschaffenen anderen Leiste eingreifen
kann.
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Nur wenn kein Auswandern aus dieser Nut infrage kommt, kann eine dritte
Leiste angebracht werden, wenn nicht eine Nut in den Führungsteil eingearbeitet
wird Das im Leistenprofil festgelegte Führungsspiel muß dem Jeweiligen Anwendungszweck
angepaßt sein und kann bei Schiebefenstern verhältnismäßig groß sein. Die Lei sten
sind für diesen Zweck aus gleitfähigem Kunststoff Jedoch völlig hinreichend, zumal
das Auswechseln der Leiste keine Schwie rigkeiten bereitet.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen
und der nachfolgenden Erläuterung der Zeichnung. Es zeigen Fig. 1 eine räumliche
Darstellung eines über einer Arbeits-Tischplatte angeordneten Rauchabzugskastens
mit einer Schiebefensteranordnung, Fig. 2 den Querschnitt einer für die Führungen
verwendeten Winkelleiste, Fig. 3 einen waagerechten Schnitt durch das rechte Seitenfenster
und den benachbarten Teil des zugehörigen Frontfensters in einer Ebene unterhalb
des Abzugskastens und Fig. 4 einen solchen waagerechten Schnitt durch den linken
Teil des Abzugskastens bei hochgeschobenen Fenstern.
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In der Zeichnung ist mit 1 die Tischplatte eines Labor-Arbeitstisches
bezeichnet, die in der Regel auf einem schrankförmigen Unterbau sitzt und nach hinten
durch eine kastenförmige Installationszelle 2 begrenzt wird, die verdeckt alle Installationen
fUr Gas, Wasser, Elektrizität usw. aufnimmt und einen lotrecht über der Tischplatte
angeordneten Rauchabzugskasten 3 mit seitlichen und vorderen Begrenzungswänden 15,
16, 17 trägt. Es ist ein 5auganschluß zu einem zentralen Gebläse vorhanden. Dadurch
ist es nicht notwendig, daß der Rauchabzugskasten nach der Seite und nach oben hin
luftdicht abgeschlossen ist.
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In dem Rauchabzugskasten sind unabhängig voneinander lotrecht verschiebbar
ein Front fenster 4 und zwei Seitenfenster 5 und 6 geführt. Alle Fenster sind über
Seile 7 mit in der Zelle 2 geführten Gegengewichten verbunden. ahrend die Seitenfenster
im Zellenbereich auf ihrer ganzen Länge geführt sein können, ist eine Führung iri
vorderen Bereich zwischen 1 und 3 nur an den benachbarten Fenstern möglich, wenn
dort durchgehende Pfosten vermieden werden sollen, um einmal die Tischfläche von
möglichst vielen Richtungen frei zugängig zu machen und zum anderen bei aneinanderstehenden
Labortischen eine durchgehende Arbeitsflche zu schaffen.
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Zur Führung werden nahezu ausschließlich Winkelleisten mit dem in
Fig. 2 gezeigten Profil verwendet. Diese Leisten 8 besitzen einen kurzen rechteckförmigen
Eingriffsschenkel 9 und einen längeren Befestigungsschenkel 10, der zur Bildung
einer Anschlagfläche 11 abgesetzt ist, wodurch eine Führungsfläche 12 begrenzt wird
und sich ein verdünnter äußerer Anschlußteil 13 ergibt. Die Breite b der Führungsfläche
12 ist dabei um das Führungsspiel s größer als die Dicke a des Eingriffsschenkels.
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Man kann also die Winkelleisten so ineinander haken, wie dies in Fig.
3 rechts unten dargestellt ist. Dort ist eine erste Leiste 81 mit ihrem Befestigungsteil
13 so in einem randseitigen Längsschlitz 14 des Fensterrahmens 61 befestigt, daß
die Anschlagfläche 16 auf der Randfläche 62 aufliegt, wobei der Eingriffsschenkel
nach außen bzw. rechts in Fig. 3 eingreift.
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Eine weitere Winkelleiste 82 ist so an die Randkante 44 des Frontfensterrahmens
41 angesetzt, daß die beiden Eingriffsschenkel einander mit dem vorgegebenen Führungsspiel
hintergreifen. Die Winkelnut 42 dient hier der seitlichen Führung der Leiste.
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Wie Fig. 4 erkennen läßt; ist die gleiche Führung zwischen den Fenstern
4 und 5 auf der anderen Seite des Front fensters vorgesehen. Die identisch beschaffenen
Winkelleisten tragen dort die gleiche Bezeichnung. Der Schnitt Fig. 4 ist Jedoch
im oberen Bereich durch den Kasten 3 gelegt, dessen Wände 15 und 16 eingezeichnet
sind. Dabei ist eine dritte Winkelschiene 83 an der Wand 16 befestigt und umgreift
mit ihrem Eingriffsschenkel 9 und ihrer Führungsfläche 12 die Außenkante 43 des
Frontfensterrahmens.
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Im vorderen Bereich ist daher das Frontfenster zusätzlich am Rauchabzugskasten
geführt in Verbindung der Führung des äußeren Endes der Seitenfenster. Damit diese
Seitenfenster nicht nach innen entweichen können, mußten die Nuten 42 eingearbeitet
werden.
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Auch am rückseitigen Ende der Seitenfenster sind in identischer Weise
wie 81 Winkelleisten 84 eingelassen. Diese ragen hier durch einen Schlitz 18 zwischen
zwei plattenförmigen Leisten 19, 20, die auf der Frontseite der Zellenteile 21,
23 angebracht sind, wobei der Eingriffsschenkel 9 in einer hierfür vorgesehenen
Nut 24 zu liegen kommt. 25 ist eine frontseitige Abdeckplatte der Zellenkonstruktion.
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Die Winkelleisten selbst bestehen zweckmäßigerweise aus einem zähelastischen
aber gleitfähigen Kunststoff und können ohne weiteres direkt an Holz laufen.
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Hauptvorteil der erfindungsgemäßen Profilleiste ist Jedoch, daß der
Eingriffsschenkel durch seine feste Zuordnung zur Anschlagfläche 11 stets ohne weiteres
mit vorgegebenem Führungsspiel einer Anschlußfläche des Trägerteiles zugeordnet
wird und dadurch einen fest umgrenzten Eingriffsraum für den entsprechenden Teil
einer anderen Führungsleiste bildet.
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Um bei der gezeigten Konstruktion die Führungslänge der Schiebefenster
auch im unteren Bewegungsbereich zu vergrdßern, sind die Fensterrahmen mit oberen
Verlängerungen 26 (Fig. 1) versehen.
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Auch die in Fig. 1 nicht gezeigten Winkelschienen der Fensterrahmen
sind bis zum oberen Ende der Vorsprünge durchgeführt.