[go: up one dir, main page]

DE2108007A1 - Vorrichtung zum Einbinden von Büchern - Google Patents

Vorrichtung zum Einbinden von Büchern

Info

Publication number
DE2108007A1
DE2108007A1 DE19712108007 DE2108007A DE2108007A1 DE 2108007 A1 DE2108007 A1 DE 2108007A1 DE 19712108007 DE19712108007 DE 19712108007 DE 2108007 A DE2108007 A DE 2108007A DE 2108007 A1 DE2108007 A1 DE 2108007A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grinding
book
arrangement
book block
attaching
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19712108007
Other languages
English (en)
Other versions
DE2108007C3 (de
DE2108007B2 (de
Inventor
Lionel John Bryant Rushent London French
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sulby Engineering Development Co Ltd
Original Assignee
Sulby Engineering Development Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sulby Engineering Development Co Ltd filed Critical Sulby Engineering Development Co Ltd
Publication of DE2108007A1 publication Critical patent/DE2108007A1/de
Publication of DE2108007B2 publication Critical patent/DE2108007B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2108007C3 publication Critical patent/DE2108007C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C9/00Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding
    • B42C9/0006Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding by applying adhesive to a stack of sheets
    • B42C9/0012Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding by applying adhesive to a stack of sheets with a roller
    • B42C9/0018Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding by applying adhesive to a stack of sheets with a roller for binding stacks of sheets one at the time
    • B42C9/0025Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding by applying adhesive to a stack of sheets with a roller for binding stacks of sheets one at the time and subsequently applying a cover

Landscapes

  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Package Closures (AREA)
  • Dovetailed Work, And Nailing Machines And Stapling Machines For Wood (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

Vorrichtung zum Einbinden von Büchern.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einbinden von Büchern, die eine Klammer zur Aufnahme des zu bindenden Buchblockes enthält.
Die bekannten Vorrichtungen dieser Art, insbesondere die zur Herstellung von leimgebundenen Büchern dienenden sind kompliziert, arbeiten mit mehreren Arbeitsgängen und sind dadurch in der Fertigung teuer, vor allem wenn es darauf ankommt, das Einbinden in stets gleichbleibender Qualität bei einer beliebig großen Anzahl von Büchern zu gewährleisten.
Wie schon angedeutet, handelt es sich im wesentlichen um Bücher, die mittels Klebstoff gebunden sind, wobei der gleiche Klebstoff normalerweise dazu verwendet wird, den
— 2 —
209809/0235
aus Papier, Pappe oder Kunststoff bestehenden Einband an dem Buchblock zu befestigen. Solche Bücher unterscheiden sich von denen, bei denen die einzelnen Lagen durch Nähen mittels Faden oder Draht geheftet werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfache "Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, mit der in einem einzigen Durchgang das komplette Einbinden erfolgen kann, gleichgültig ob es sich um Buchblöcke handelt, deren Lagen geheftet oder geklebt sind.
Eine Lösung wurde darin gefunden, daS zwischen Anordnungen zum Schleifen oder Schneiden des Buchrückens und zu dessen Beleimen und eine Anordnung zum Anbringen des Einbandes und eine Bedienungsstelle eine Führungsbahn für die hin- und herbewegliche Klammer angeordnet ist. Insbesondere befindet sich die Beleimungsanordnung zwischen der Bedienungsstelle und der Schleifeinrichtung und sie wird nur dann eingeschaltet, wenn sieh die Klammer auf dem Rückweg von der Schleifanordnung zu der Bedienungsstelle bewegt. An einem Ende der Führungsbahn sind die Anordnung zum Anbringen des Einbandes und die Bedienungsstelle angeordnet, während die anderen genannten Anordnungen in Abstand voneinander längs der Führungsbahn liegen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausfübrimgsbeispiel der Erfindung dargestellt und zwar zeigen:
— 3 —
209809/0235
Pig. 1 eine Ansicht in perspektivischer Darstellungsweise einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei sich die Bedienungsstelle unmittelbar auf der Vorder-4e*seite Tor einer Tür an der rechten Seite befindet und das Gestell der Vorrichtung eine solche Höhe aufweist, daß es sieh gerade etwa bis unterhalb der Taille einer stehenden weiblichen Person erstreckt; Fig. 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung teilweise geschnitten mit abgenommener Vorderwand; Pig. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung bei abgenommenen
Schutzhauben;
Fig. 4 eine Seitenansicht der Maschine bei abgenommener Seitenwand.
Das Gestell/ 1 der Vorrichtung ist aus Winkeleisen oder anderem Profilmaterial aufgebaut. Die Vorderwand 2 der Vorrichtung enthält eine schwenkbare Tür 3, die den Zugang zu der Vorrichtung zur Wartung, Reparatur und dergleichen erlaubt. An der Seitenwand 4· ist eine Anzahl Schalter und Druckknöpfe zur Bedienung der Vorrichtung angeordnet. Die Hauben 5 und 6 decken den Oberteil der Vorrichtung ab. An dem Gestell 1 sind senkrechtstehende Winkeleisen 7 (Fig.2) angeschraubt oder-geschweißt. Ferner sind Achsen 8 im oberen Bereich des Gestelles 1 an Schraubzapfen 9 angeordnet, um sie leicht einstellen zu. können. Eine gerade Führungsbahn 10 ist an Stützen 11 und 12 angebracht und erstreckt sich quer über die Vorrichtung. Eine der Führungsbahn·» 10 ähnliche, aber kürzere Leiste 13 ist ebenfalls an der Stütze
- 4 209809/0235
11. montiert. Eine ortsfeste Welle H tragt die umlaufenden Teile eines Riementriebes 15, der mit dem Motor 16 in Verbindung steht, welcher seinerseits an einer Halterung montiert ist, die schwenkbar auf einer der Achsen 8 sitzt, wodurch eine ständige Riemenspannung zwischen dem Motor und dem Riementrieb gewährleistet ist. Von dem Riementrieb 15 wird eine Riemenscheibe 18 angetrieben, die sich frei auf der Welle 19 dreht. Eine Kupplung 20 kann durch einen Magnet 21 betätigt werden, durch welche die Riemenscheibe 18 mit der Welle verbunden werden kann, wenn der Magnet nicht eingeschaltet ist. Wenn der Magnet Strom erhält, wird die Kupplung gelöst. Die Welle 19 trägt ein Kettenrad an einem Ende, das eine Kette 22 antreibt, die über ein frei umlaufendes Kettenrad am anderen Ende der Kette läuft. Die Kette 22 trägt einen Stift, der in einem Gleit-:1· stein eingreift, welcher seinerseits in einem Schlitz 24 in dem Körper 25 der Klammer hin- und herbeweglich ist. Der Klammerkörper 25 ist durch vier Rollen 26 abgestützt, die auf der Führungsbahn 10 laufen. Eine Klemmplatte 27 wird durch zwei Stehbolzen getragen, von denen eine 28 an einem Ende ein Schwenklager enthält, das leicht federnd belastet ist, um die Platte in der geraden Stellung zu halten. Die beiden Bolzen, die die Klemmplatte 27 tragen, sind an einer Leiste 29 befestigt, die einen Führungsbolzen 30 hat, welcher in einem Lager an dem Klammerkörper 25 gleitet; eine Druckfeder übt eine Zugkraft auf die Klemmplatte 27 gegen den Klammerkörper 25 aus, um den Buch-
- 5 -209809/0235
block 31 sicher zu halten, der eine beliebige Stärke innerhalb des maximalen Aufnahmebereiches der Klammer aufweisen kann. Eine Einbandkleameinrichtung 32 ist auf einem Lenker 33 montiert und in einer Stellung durch eine Stange 34 so gehalten, daß sie in ihrer geraden Stellung auf und abbewegt werden kann. Zwei Klemmbacken 35 und 36 sind verschiebbar auf der Platte der Einbandklemmeinheit 32 angeordnet. Die Klemmbacken 35 und 36 werden durch ein System von Winkelhebeln 37 betätigt, die ihrerseits mit Zugstangen 38 und 39 iß Verbindung stehen; um eine einfache Einstellung des Klemmbackens 36 zu erhalten, ist die Zugstange 39 mit einer weiteren Zugstange 4-0 durch eine Klemme 41 verbunden, die leicht und schnell gelöst und wieder festgemacht werden kann. Durch zwei Stangen 42 wird die Klemmeinheit 32 angehoben, wenn es erforderlich ist. Die Stangen 38, 42, 44 und 45 werden durch eine Sockenwelle 43 über Stößel betätigt. Die Nockenwelle 43 wird durch einen Motor 46 angetrieben und durch Mikroschalter 47 gesteuert in Verbindung mit den Druckknöpfen an der Seitenwand 4. Wenn die Stange 44 durch die Nockenwelle betätigt wird, bewegt sich der Hebel 48 und durch ihn die Stange 49, um die Klammer zu öffnen, wenn sich diese in den Stellungen der Fig. 1, 2 und 3 befindet. Die Stange 45 betätigt den Hebel 50, der seinerseits die Stange 51 bewegt, so daß sie nach vorwärts geht, um die Klammer in der genauen Stellung, die durch den Kolben 52 bestimmt ist, zu halten, der an der Platte 53 angreift,
- 6 209809/0235
die mit dem Klammerkörper 25 verbunden ist, um zu gewährleisten, daß die Klammer immer in der gleichen Stellung stehen bleibt, um exakt übereinzustimmen mit einem Einband für den Buchblock, der auf die Klemmeinheit aufgelegt wird in einer vorbestimmten Stellung. Die Hocken der Hockenwelle haben sämtliche sehr einfache Formen, so daß sie bei ihrer mechanischen Bearbeitung durch einen einfachen Drehvorgang mit einfachen Werkzeugen hergestellt werden können, d.h. es braucht lediglich gefräst oder gesägt zu werden, ohne komplizierte Werkzeugmaschinen. Die verschiedenen Stangen sind an ihren Enden so ausgebildet, daß eine Möglichkeit der Längenveränderung besteht. Wenn sich die Nockenwelle in der Normalstellung befindet, steht die Klammer fest und ist voll geöffnet, um einen Buchblock aufzunehmen, wobei die beiden Klemmbacken ebenfalls in ihrer vollen Öffnungsstellung sind. Wenn ein Druckknopf an der Seitenwand 4- betätigt wird, schließt sich ein Relais, wodurch der Motor 46 anläuft, um die Nockenwelle zu drehen, bis der Stromkreis wieder durch einen der Mikroschalter 47 unterbrochen wird, so daß die Nockenwelle zum Stehen kommt. Während dieser Teilumdrehung wird zunächst die Klammer geschlossen und daraufhin die Klemmeinheit nach unten be wegt, der Kolben 52 zurückgezogen, wobei die Klemmeinheit soweit nach unten geht, daß der Rücken des Buchblockes frei wird. Die Betätigung eines weiteren Druckknopfes bewirkt eine weitere Umdrehung der Nockenwelle, wodurch zuerst die Klammer in einer exakten Stellung angehalten, worauf sich
209809/023S
die Klemmeinheit in ihre ursprüngliche Stellung anhebt und augenblicklich die beiden Klemmbacken voll geschlossen werden, um schließlich die Klammer wieder zu öffnen, so daß das Buch herausgenommen werden kann. 9nxm± Da es mitunter wünschenswert ist, die Stärke des Klebstoffilmes auf dem Buchrücken zu erhöhen, ist ein Nocken vorgesehen, der mittels der Stange 54 die Klemmeinheit augenblicklich bevor die Klammer schließt, anhebt, so daß sich der Buchblock dabei um einen bestimmten Betrag anhebt, der durch die Länge ^ der Stange 54 bestimmt wird, welche auf die gewünschte Klebstoff stärke einstellbar ist. Um auch die Stärke des Buchblockes einstellen zu können, ist ein Handrad 41' an der Klemmeinrichtung 41 angeordnet, um die Klemmbacken auf die Stärke des Buchblockes einzustellen, indem ein weiterer Druckknopf betätigt wird, um ein anderes Relais zu schliessen, wodurch die Nockenwelle eine weitere Drehung ausführt und angehalten wird durch einen zweiten Mikroschalter, was bewirkt, daS die Klemmeinheit in ihre obere Stellung fährt, wobei die Klemmbacken in ihrer geschlossenen Stellung sind; φ der Yorgang zum Einstellen der Klemmeinheit auf die gewünschte Buchstärke verläuft so, daß zunächst die Klemmeinrichtung 41 gelöst und der Klemmbacken 36 mit Hand in seine voll geöffnete Stellung gebracht wird. Hierauf wird ein Buchblock in die offene Klammer gelegt und der die Klemmeinheit auslösende Druckknopf betätigt, wodurch die Klammer geschlossen wird und sich die Klemmeinrichtung bis in ihre obere Stellung angebt und die Klemmbacken in ihre geschlossene Stellung gehen.
- 8 209809/023S
Der äußere Backen 36 wird dann fest gegen den Buchblock gedrückt und die Klemmeinrichtung 41 zusammengepresst; darauf wird wieder der erste Druckknopf betätigt, der die Klemmbacken öffnet, die Klemmeinheit geht nach unten und die Klammer öffnet sich. Ein weiterer Druck auf diesen Knopf verursacht das Schließen der Klammer und das Nachuntengehen der Klemmeinheit, wobei der Buchblock in seiner richtigen Stellung in der Klammer verbleibt.
Ein Zentrifugalauswerfer 55 wird durch einen Motor 56 angetrieben und auf einer der Achsen 8 frei schwenkbar montiert. Die Welle des Motors 56 trägt zwischen dem Auswerfergehäuse und dem Motorkörper einen Eiemenscheibe 57, die mittels des Riemens 58 die Welle 59 der Abschleifvorrichtung 60 für den Buchrücken antreibt, die ebenfalls auf der Achse 8 schwenkbar angeordnet ist. Der Auswerfer 55 und die Schleifvorrichtung sind miteinander durch einen Treibriemen verbunden und in ihrem exakten Abstand zur Aufrechterhaltung der Riemenspannung durch einen auf der Zeichnung nicht dargestellten Bolzen gehalten, der in die Schleifvorrichtung eingeschraubt ist, mit seinem Kopf nach de« Auswerfergehäuse hin gerichtet. Das Gewicht des Auewerfers und der Schleifvorrichtung bewirkt, daß die beiden Aggregate um die Achse 8 schwenken, werden aber daran gehindert, durch die Leiste 61, die durch Schrauben 62 gehalten ist derart, daß durch Drehen dieser Schrauben der Auswerfer und die Schleifvorrichtung sich in Sehwenkrichtung um die Achse 8
- 9 -209809/0235
heben und senken. Das Schleifband 63 ist auf einem geeigneten Zylinder montiert, der eine Gummihülse zwischen dem Band und dem Zylinder trägt; eine Kappe sitzt über dem Zylinder und kann durch eine Sehrauhe an einem Ende der Schleifwelle festgemacht werden, wodurch die Gummihülse zusammengepresst und im Durchmesser etwas ausgehaucht wird, um das Schleifhand festzuhalten. Ein gezahntes Schneidwerkzeug kann den Zylinder ersetzen, um verschiedene Ausführungen für verschiedene Sohleifhandgrade und-typen zur Hand zu haben. Der Zylinder sitzt in einem Gehäuse, das ™ am Boden eine öffnung hat, die durch ein Rohr 64 mit dem Einlass des Auswerfers verbunden werden kann, so dafl der Papierstaub abgezogen und in einem Filtersack 65 gesammelt werden kann. Die Schleifvorrichtung hat eine feste Anschlagkante 66 zum Abstützen des Buchbloekes, wenn dieser gerauht oder geschnitten wird oder beim Einstellen der Schleifvorrichtung in einem Winkel, wobei auf den Buchrücken eine Kraft ausgeübt wird, die ihn gegen die genannte Anschlagkante drückt. ^
Wenn die Vorrichtung in Betrieb ist, läuft der Motor 16 kontinuierlich und treibt die Riemenscheibe 18 an.( Die Beleimungseinrichtung wird später beschrieben). Beim Einschalten der Vorrichtung schlieÄt ein Relais, welches den Magnet 21 mit Strom versorgt, und dabei die Kupplung 20 außer Eingriff bringt? ein dritter Druckknopf an der Seitenwand 4 öffnet beim Betätigem das Relais, so daß der Magnet
- 10 209809/0'2 35
abfällt und der "bewegliche Teil der Kupplung unter Federkraft an das Gegenstück der Kupplung an der Riemenscheibe angedrückt wird, so daß sich der Antrieb auf die Welle 19 überträgt unddie Kette 22 umläuft, welche mit Hilfe des oben erwähnten Kettenbolzens und des Gleitsteines in dem Schlitz der Klammer diese entlang der Führungsbahn auf der Maschine bewegt wird und wieder zurück in ihre Ausgangsstellung, wo sie angehalten wird durch eine Platte 67» die einen Mikroschalter 67a betätigt, der das Relais schließt, um die Kupplung zu lösen. Bei der Bewegung des Buchblockes wird dieser über die Schleifeinrichtung geführt und dabei der Buchrücken geschnitten und bzw. oder gerauht und zwar beim Hin- und Hergang der den Buchblock haltenden Klammer auf ihrer Bewegung auf der Führungsbahn 10; der Grad des Rauhens oder Schneidens wird durch die Schraube 62 eingestellt, die die Schleifeinheit anhebt, um die Wirkung zu erhöhen oder absenkt, um sie zu reduzieren.
Ein Klebstofftank 68 ist durch Schrauben an einer Heizplatte 69 gehalten, deren Temperatur durch geeignete elektrische Elemente und einen Thermostat geregelt wird; Außer dem Thermostat ist noch eine Wärmereguliervorrichtung vorgesehen, die durch die Tür 3 in der Vorderwand der Vorrichtung zugänglich ist. Die Heizplatte 69 ist schwenkbar an einer der Achsen 8 gelagert und kann durch einen Hagnet 70 gehoben oder gesenkt werden, der über einen Hebel 71 wirkt. Um ein Verschmutzen der Schleifeinrichtung zu ver-
- - 11 209809/0235
hindern, wird die Beleimungseinrichtung nach unten gefahren, während der Buchrücken deren Stelle passiert. Die Beleimungseinrichtung wird angehoben, wenn die Klammer wieder zurückfährt. Durch den Mikroschalter 72 erhält ein Relais Strom, wodurch der Hagnet 70 erregt wird und ein Mikroschalter 73 unterbricht den Stromkreis, nach dem das Buch die Beleimungseinheit passiert hat. Die letztere hat zwei Rollen 691, die sich entgegengesetzt drehen, wobei die Welle einer Rolle durch eine einfache Kupplung angetrieben wird, die durch zwei Stifte an einem angetriebenen Rad gebildet wird, die mit einem Querstift am Snde der Welle 74 zusammenwirken, die ihrerseits durch einen Treibriemen von dem Riementrieb 15 in Umlauf gesetzt wird. Die Welle 74 läuft in einem selbstzentrierenden Lager, das an dem Gestell 1 montiert ist, während ein anderes Lager der Welle an der Heizplatte 69 sitzt. Hierdurch erhält die Welle eine geringe Bewegung, wenn die Beleimungseinfaeit angehoben oder abgesenkt wird. Es ist zweckmäßig, die Beleimungseinheit durch eine besondere Heizplatte zu heizen, da hierdurch der Leimtank zum Reinigen entfernt werden kann, ohne dabei elektrische Leitungen oder dergleichen unterbrechen zu müssen. Die Beleimungseinheit ist mit Abstreifern für jede Rolle versehen, die durch Schrauben eingestellt werden können, um die jeweils gewünschte Leimschichtstärke bemessen zu können.
Alle Mikroschalter sind vorzugsweise verschiebbar angeordnet, so daS sie leicht zur genauen Zeiteinstellung justiert werden können.
- 12 -
209809/0235
Mikroschalter sind eine übliche und billige Art der Steuerung und alle Bewegungen der Vorrichtung können in gleicher Weise durch gerade verlaufende mechanische, hydraulische oder pneumatische Bewegungen durchgeführt werden. Die Klemmbewegung kann auch mittels Pedale erfolgen, die mit der Nockenwelle anstelle eines Motorantriebes verbunden werden.
Die gesamte Steuerung der Vorrichtung und der Vorschub des Buchblockes und des Einbändes vor dem Einbinden und das Herausnehmen des fertig gebundenen Buches wird durchgeführt, ohne daß sich der Bedienende bewegen muß, d.h. er kann die Vorrichtung int Sitzen bedienen.
Anhand der beschriebenen Ausführungsform ist es erkennbar, daß alle wesentlichen Teile leicht einstellbar sind, so daß ein großer Bereich verschiedenartiger Buchausführungen bearbeitet werden kann. Die Ausführungsform ist ferner so getroffen, daß der größte Teil der maschinellen Herstellung aus Dreh- und Bohrarbeit bestehen kann, was den Herstellungsprozeß sehr verbilligt.
Für alle üblichen Buchgrößen wird der Klammeranschlag aa der linken Seite der Vorrichtung zum Einrichten des Buchblockes benutzt. Zum Einrichten der Einbanddecke sind zwei Anschläge 75 am Ende der Klemmeinheit angebracht. Es können Magnete verwendet werden, um die Decken in ihrer Stellung
- 13 209809/0235
festzulegen, wenn mehr als ein Buchblock gleicher Größe zu bearbeiten ist.
Das leichte und schnelle Einstellen der Yorrißhtung macht sie geeignet, um entweder nur ein Buchblock oder in einem Durchgang mehrere hundert oder mehr ohne übermäßigen Zeitverbrauch zu bearbeiten.
Wenn nur ein Buchblock bearbeitet wird, muss die Decke an der Innenseite markiert werden, um anzuzeigen, wo die Decke über die vorneliegende Kante des Buchrückens gefaltet werden soll; der Bedienungsmann löst dann das Handrad an der Klemmeinrichtung 41 und verschiebt den äußeren Kleaabaeken 36 nach außen bis in seine Endstellung. Der Buchblock wird dann in die offene Klammer eingesetzt mit dem Kopf nach dem Klammeranschlag, während sich der Rücken gegen die obere Platte der Klemmeinheit anlegt. Die Betätigung des entsprechenden Druckknopfes bewirkt das Anheben der Klemmeinheit in ihre obere Stellung und das Schließen der Klemmbacken; der Bedienungsmann schiebt dann den äußeren Klemmbacken fest gegen den Buchblock und stellt das Handrad fest, drückt den entsprechenden Druckknopf ein, wodurch sich der Klemmbacken öffnet und die Klemmeinheit nach unten fährt. Hierauf wird die Decke in die Klemmeinheit eingelegt und in genauer Übereinstimmung mit dem Buchblock gebracht. Hierauf wird der Druckknopf betätigt, der der Klammer die Pendelbewegung ermöglicht, wobei die Klammer
-H-209809/0235
den Buchblock entlang der Führungsbahn über die Sehleifeinhelt fährt, wo der Hucken des Buches geschnitten oder gerauht wird und während die Klammer etwa gerade die Schleifeinrichtung passiert hat, hebt sich die Beleimungseinheit, so daß der Buchblock mit einer Leimschicht versehen wird, bevor er seine Ausgangsposition erreicht hat und anhält. Nun bewirkt das Betätigen des entsprechenden Druckknopfes das Anheben der Klemmeinheit, wobei die Decke gegen den beleimten Rücken des Buchblockes gepresst wird und sich dabei die Klemmbacken schließen, indem sie die Decke scharf um die Kanten des Buchrückens falten, bevor sie sich wieder öffnen, damit das Buch herausgenommen werden kann und zwar nach der Seite, da der Klammerzapfen 28 aus dem Weg schwenkt. Diese hier geschilderten Vorgänge laufen im Betrieb in wenigen Sekunden ab und wesentlich schneller als dies von Hand möglich wäre, auch dann, wenn das Buch vorher schon gebunden ist und lediglich der Einband von Hand befestigt wird.
Wenn eine Anzahl Buchblöcke zu bearbeiten sind, wird die Stellung der Einbanddecke an der Klemmeinheit durch Anschläge festgelegt, z.B. durch Hagnet an den Klemmbacken und die Decken werden in Stellung gebracht unmittelbar nachdem der Druckknopf betätigt ist, der die Pendelbewegung der Klammer einleitet.
BuehbBcke, die mittels Nähfaden oder Draht geheftet sind, können mit der neuartigen Vorrichtung schneller eingebunden
- 15 209809/0235
werden als dies manuell möglich ist, wobei auch ein Stoffeinband anstelle von Papier verwendet werden kann.
Die Besonderheit der neuartigen Vorrichtung, die Buchblockklammer zur Ausgangsstelle zum Anbringen und Falten der Decke zurückzubringen, bedingt eine sehr kurze Vorrichtung, so daß alle Einstellhandlungen durchgeführt werden können, ohne daß sich der Bedienungsmann von seinem Sitz erheben muß.
- 16 -
209809/0235

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ϋ Vorrichtung zum Einbinden von Büchern, die eine Klammer zur Aufnahme des zu bindenden Buchblockes enthält, dadurch gekennzeichnet, daß ZwischenAbordnungen zum Schleifen oder Schneiden (60) des Buchrückens und zu dessen Beleimen (68) und eine Anordnung zum Anbringen des Einbandes und einer Bedienungsstelle eine Führungsbahn (10) für die hin- und herbewegliche Klammer (25) angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, , daß die Anordnung zum Anbringen des Einbandes und die Bedienungsstelle an einem Ende der Führungsbahn (10) und die anderen ge-
    im
    nannten Anordnungen/Jbstand voneinander längs der
    Führungsbahn angeordnet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beleimungsanordnung (68) zwischen der Bedienungsstelle und der Schleifeinrichtung (60) angeordnet und nur dann eingeschaltet ist, wenn sich die Klammer (25) auf dem Rückweg von der Schleifanordnung (60) zu der Bedienungsitelle befindet.
    - 17 209809/0235
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleifeinrichtung (60) ein umlaufendes Schleifmittel (63) und einen Anschlag (66) für den Buchblock (31) enthält, ggjen den der Buchblock beim Umlauf des Schleifmittels (63) gedrückt ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schleif(63)- und BeIeimungsanordnung (68) durch eine schwenkbare Halterung getragen sind.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mittel zur Einstellung der Klammer (25) in Obereinstimmung mit der Anordnung zum Anbringen des Einbände s vorgesehen ist.
  7. 7· Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung (32) zum Anbringen des Einbandes einstellbar ist bevor der Buchblock (31) seine Bewegung zu den anderen Anordnungen beginnt.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung (32) zum Anbringen des Einbandes durch
    - 18 -
    209809/0 235
    ein Paar Klemmbacken (35,36) gebildet ist, die über ein Hebelgetriebe (37»38) von einer Nockenwelle (43) betätigt sind, wobei einer der Backen unabhängig vom Antrieb zur Anpassung an die Buchstärke einstellbar ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8,dadurch gekennzeichnet , daß die Backen (35,36) in Auf- und Abwärtsbewegung zur Bemessung der Stärke der Leimschicht einstellbar ist.
    209809/02'JB
    Leerseite
DE19712108007 1970-08-20 1971-02-19 Vorrichtung zum Einbinden von Büchern Expired DE2108007C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB4020870 1970-08-20

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2108007A1 true DE2108007A1 (de) 1972-02-24
DE2108007B2 DE2108007B2 (de) 1981-06-19
DE2108007C3 DE2108007C3 (de) 1982-02-18

Family

ID=10413746

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19712108007 Expired DE2108007C3 (de) 1970-08-20 1971-02-19 Vorrichtung zum Einbinden von Büchern

Country Status (6)

Country Link
JP (1) JPS5212613B1 (de)
CH (1) CH535660A (de)
DE (1) DE2108007C3 (de)
ES (1) ES389065A1 (de)
FR (1) FR2101377A5 (de)
GB (1) GB1350386A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2816775A1 (de) * 1978-04-18 1979-10-31 Alfred Heimann Klebemaschine zum binden von blattstapeln mit schmelzkleber
DE3218105A1 (de) * 1981-05-18 1982-12-02 Horizon Co., Ltd., Tokyo Vorrichtung zum binden von buechern

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5484311U (de) * 1977-11-28 1979-06-14
JPS57141857U (de) * 1981-02-26 1982-09-06

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1002729B (de) * 1954-09-16 1957-02-21 Hans Mueller Maschine zum Verleimen und Broschieren von Buechern
CH376087A (de) * 1960-03-01 1964-03-31 Mueller Hans Maschine zum Klebebinden von Büchern und Zeitschriften

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1002729B (de) * 1954-09-16 1957-02-21 Hans Mueller Maschine zum Verleimen und Broschieren von Buechern
CH376087A (de) * 1960-03-01 1964-03-31 Mueller Hans Maschine zum Klebebinden von Büchern und Zeitschriften

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2816775A1 (de) * 1978-04-18 1979-10-31 Alfred Heimann Klebemaschine zum binden von blattstapeln mit schmelzkleber
DE3218105A1 (de) * 1981-05-18 1982-12-02 Horizon Co., Ltd., Tokyo Vorrichtung zum binden von buechern

Also Published As

Publication number Publication date
DE2108007C3 (de) 1982-02-18
CH535660A (fr) 1973-04-15
ES389065A1 (es) 1974-04-01
GB1350386A (en) 1974-04-18
JPS5212613B1 (de) 1977-04-08
DE2108007B2 (de) 1981-06-19
FR2101377A5 (de) 1972-03-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69905305T2 (de) Kantenleimgerät
DE3743287C2 (de) Vorrichtung für die Befestigung von Randdrähten an Matratzenfederkernen mittels Klammern
DE1906939A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen einer Stossverbindung zwischen den Enden zweier Kartonbahnen
DE2108007C3 (de) Vorrichtung zum Einbinden von Büchern
DE2637078C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung des Fußes von gestanzten Strick- oder Wirkmaschinennadeln bzw. von Platinen, Nadelschiebern, Stößern o.dgl.
DE69808010T2 (de) Vorrichtung zum Umlegen von Umschlägen um Bücher
CH427735A (de) Tischheftmaschine
DE1871629U (de) Buchblock-hinterklebe- und kaptalmaschine.
DE1652203A1 (de) Vorrichtung zur Zufuehrung einer Schleifmittel- und Polierrotstange gegen die Schwabbelscheiben einer Schwabbelmaschine
EP0744245B1 (de) Gerät und Verfahren zum automatisierten Honen von langgestreckten, geradkantigen Schneidmessern
DE2364693B2 (de) Maschine zum umbuggen und verkleben der raender von schuhwerk
DE67210C (de) Verfahren und Maschine zum Binden von Büchern
DE4228943C1 (de) Näheinheit zur Erzeugung einer Naht
DE2265250C3 (de) Vorrichtung zum Klebezwicken von fest eingespanntem Schuhwerk
DE3819277C1 (de)
DE967822C (de) Maschine zum Herstellen von Broschueren
DE272369C (de)
DE905468C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Schuhwerk
DE2343915C2 (de) Vorrichtung zum Zwicken von Schuhwerk der Flexibel-Machart
DE704384C (de) Kraftangetriebener Schrauber fuer Schrauben und Muttern
DE69021876T2 (de) Vorrichtung und verfahren zum buchbinden.
DE569184C (de) Maschine zur Herstellung eines Wulstes an Matratzen
DE1411693C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Bucheinbänden
DE289747C (de)
DE541662C (de) Einrichtung an Steppdeckennaehmaschinen zum Einspannen des Steppdeckenrahmens

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee