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Verfahren und Vorrichtung zum Überführen von in Reihenformation voranbewegten,
flachen schmiegsamen Werkstücken insbesondere von Beuteln aus Kunststoffolien in
Schuppenformation Die Erfindung bezieht sich auf Maschinen zum Herstellen von Säcken
und Beuteln aus schmiegsamen Werkstoffen, insbesondere aus Kunststoffolien. Sie
betrifft Verbesserungen bekannter Verfahren und Vorrichtungen zum Stapeln solcher
Werkstücke.
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Die hohen Produktionsleistungen moderner Sack- und Beutelmaschinen,
die schmiegsame Kunststoffolien verarbeiten, lassen es nicht mehr zu, die mit hoher
Transportgeschwindigkeit in Reihenformation aus der Maschine austretenden Werkstücke
zur Verringerung ihrer Transportgeschwindigkeit frei auf ein langsam laufendes Förderband
abzuwerfen, um ihre mit hoher Geschwindigkeit laufende Reihenformation in eine langsam
laufende Schuppenformation umzuwandeln, aus der die Werkstücke störungsfrei in einen
Stapelkasten oder auf Stapelbändern überführt und zu kantengleichen Stapeln aufgesehichtet
werden können. Dieses bekannte Stapelverfahren ist nur auf Werkstücke aus verhältnismäßig
steifen Werkstoffen z. B. aus Papier anwendbar, die im Gegensatz zu solchen aus
schmiegsamen Kunststoffolien beim Abwerfen auf das langsam laufende Förderband und
von diesem in den Stapelkasten ihre flache Form und Wurfrichtung mit Sicherheit
beibehalten.
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Werkstücke aus Kunststoffolien erfahren beim Abwerfen aufgrund ihrer
Schmiegsamkeit und Gberflächenglätte unkontrollierbare Verschiebungen zur Seite
oder Drehungen und es kommt auch oft zum Uberschlagender Werkstücke.
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Um das zu vermeiden, pflegt man die in Reihenformation ankommenden
Werkstücke einem langsam laufenden Greiferförderer zu übergeben, der sie mit seinen
Greiferleisten an Ihrer Vorderkante erfaßt und in die gewünschte langsarn laufende
SchupPenformation überführt. Hierbei ergeben sich, wiederum durch die Schiegsamkeit
der Kunststoffolien bedingt, neue Schwierigkeiten; denn an der Übergabestelle zwischen
dem die Reihenformatlonmit hoher Fördergeschwindigeit zuführenden Förderer und dem
die Schuppenformation bildenden, langsam laufenden Greiferförderer erfahren die
Werkstücke unkontrollierbare Stauchungen, weil ihr vorlaufendes Ende vom Greiferförderer
mit geringer Geschwindigkeit und ihr nachlaufendes Ende mit der hohen Geschwindigkeit
der Reihenformation vor anbewegt wird. Die Stauchungen des nacnlaufenden Werkstückendes
versperren dabei dem nachfolgenden 9>2 -häufig den eg, so daß dessen vorlaufende
Kante die Greifer des Greiferförderers verfehlt.
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Diese Schwierigkeiten lassen sich vermeiden, wenn nach dem DBP 1 280
651 der Anmelderin die Förderebene der terkstücke in die Senkrechte verlegt und
dabei der Abstand zwischen dem die Reihenformation voranbewegenden Förderer und
dem die Schuppenformation bildenden Greiferförderer
so groß bemessen
wird, daß der mit der Geschwindigkeit der Reihenformation nachlaufende Teil des
vom Greiferförderer erfaßten Werkstückes genügend Platz findet, sich unter Schwerkraftwirkung
und Lenkung durch ein schwenkbares Leitblech stets nach einer Seite in eine geordnete
Schlaufe zu legen, die dem nachfolgenden Werkstück nicht den Weg zum Greiferförderer
versperrt. Diese bekannte Ausgestaltung der Übergabestelle ist jedoch nur dann betriebsfähig,
wenn die Reihenformation der Werkstücke in senkrechter Richtung abwärts läuft; denn
nur so nehmen die Werkstücke beim Überqueren des notwendigen groben Abstandes zwischen
dem schnell und dem langsam laufenden Förderer eine senkrecht hängende Lage in ihrer
Förderebene ein, in der sie mit ausreichender Sicherheit in den Greifbereich des
langsam laufenden Greiferförderers gelangen, sofern sie nicht durch äubere Einflüsse,
z. B.
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durch Luftbewegung zur Seite pendeln. Die bekannte Ausgestaltung der
Übergabestelle hat ferner zur Voraussetzung, daß Sie Werkstücke genügende gegenseitige
Abstände in der Eleihenformation aufweisen, damit das schwenkbare Leitblech noch
vor dem Eintreffen des nächsten Werkstückes in seine Ausgangsstellung zurückbewegt
werden kann.
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Bei horizontaler Förderebene der Reihenformation der Werkstücke, die
durch die Bauweise der meisten Hochleistungs-Sack- und Beutelmaschinen bedingt ist,
ist die bekannte Ausgestaltung der Übergabestelle unbrauchbar. Die mit
hoher
Geschwindigkeit in horizontaler Richtung voranbewegten Werkstücke würden aufgrund
ihrer Schmiegsamkeit an der breiten, offenen Übergabestelle nach unten aus der horizontalen
Förderebene abkippen und sich möglicherweise überschlagen. Das sichere Einfädeln
der Werkstücke in die Greifer des langsam laufenden Greiferförderers ist damit ausgeschlossen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
vorzuschlagen, die auch bei in horizontaler Förderebene mit hoher Fördergeschwindigkeit
in Reihenformation voranbewegten Werkstücken die sichere Übergabe in den langsam
laufenden, die gewünschte Schuppenformation der Werkstücke bildenden Greiferförderer
gewährleistet.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß so verfahren, daß der
hintere, noch im schnell laufenden Förderer für die Reihenformation befindliche
Teil des Werkstückes, nachdem es an seinem vorlaufenden Ende bereits vom langsam
laufenden Greiferförderer erfaßt wurde, im Bereich der Übergabestelle durch zwangsläufige
Fördermittel mit höherer Geschwindigkeit als der der Reihenformation aus dem schnell
laufenden Förderer herausgezogen und quer zur Werkstückförderebene aus ihr herausbewegt
wird. Das zwangsläufige, seitliche Herausziehen des hinteren Werkstückteiles aus
dem schnell laufenden Förderer erlaubt es, die Übergabe stelle, d.h. den Abstand
zwischen diesem schnell laufenden
Förderer und dem langsam laufenden
Greiferförderer so klein zu bemessen, daß die vorlaufende Werkstückkante ohne unzulässige
Ablenkung mit voller Sicherheit in die Greifer des Greiferförderers eingefädelt
wird. Das beschleunigte, seitliche Herausziehen des Werkstückes gewährleistet, daß
das hintere Werkstückende sich auch dann nicht mehr in der Bewegungsbahn des nachfolgenden
Werkstückes befindet, wenn die gegenseitigen Werkstückabstände in der Reihenformation
sehr klein sind.
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Das erfindungsgemäße Verfahren hat zur Voraussetzung, daß das schnell
fördernde, die Reihenformation der Werkstücke voranbewegende Fördermittel das Schlüpfen
der Werkstücke zuläßt. Diese Voraussetzung erfüllen Bandförderer und auch Vorziehrollenpaare,
die über ein Freilaufgesperre angetreiben sind.
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Eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung besteht
erfindungsgemäß aus einem Vorziehrollenpaar an der TTbergabestelle zwischen dem
die Werkstücke in Reihenformation voranbewegenden, schnell laufenden Förderer und
dem die Werkstücke mit geringerer Fördergeschwindigkeit in Schuppenformation voranbewegenden
Greiferförderer, dessen Förderebene vorzugsweise die Förderebene der genannten Förderer
kreuzt, dessen Umfangsgeschwindigkeit größer ist, als die Fördergeschwindigkeit
des schnell laufenden Förderers und von dessen im Arbeitstakt gegeneinander bewegbaren
Einzelrollen di eine oberhalb und die andere unterhalb der gemeinsamen Förderebene
der genannten Förderer angeordnet ist.
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Das Vorziehrollenpaar schließt sich, sobald das Werkstück von den
Greifern des Greiferförderers an seiner vorlaufenden Kante erfaßt ist, mit der Folge,
daß der noch im Bereich des die Reihenformation fördernden Förderers befindliche
Teil des Werkstückes an der Übergabestelle beschleunigt aus letzterem zur Seite
herausgezogen und dabei seitlich der Förderebene der Werkstücke in eine geordnete
Schlaufe gelegt wird. Der durch das beschleunigte Herausziehen des hinteren Werkstückteiles
gewonnene größere Abstand desselben vom nachfolgenden Werkstück genügt, um das Vorziehrollenpaar
auch bei hohen Produktionsleistungen rechtzeitig vor dem Eintreffen der Vorderkante
des nächsten Werkstückes wieder zu öffnen.
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Ein anderes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zur Durch führung
des Verfahrens ist erfindungsgemäß durch wenigstens einen sich über die Breite der
Reihenformation der Werkstücke erstreckenden, mit hoher Geschwindigkeit quer zur
Förderenbene letzterer bewegbaren Stab gekennzeichnet, der dann die Förderebene
kreuzt, wenn ein von dem langsam fördernden Greiferförderer erfaßtes Werkstück die
Übergabestelle passiert. Der Stab trifft an der Übergabestelle auf das Werkstück,
zieht dasselbe beschleunigt zur Seite aus dem schnell laufenden Förderer heraus
und legt es dabei seitlich der Förderebene der Werkstücke in eine geordnete Schlaufe.
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In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung dieses Ausführungsbeispieles
ist im Bereich der Übergabestelle, zwischen dem schnell-und dem langsam fördernden
Fördererlein Stab mit seinen Enden an zur Übergabestelle seitlich gelagerten Schwenkarmen
befestigt, so daß die Schwenkbahn des Stabes die Werkstückförderebene an der Übergabestelle
kreuzt. Dabei ist die Schwenkbewegung des Stabes zeitlich so gestaltet, daß dieser
während seiner Vorbewegung auf das die Übergabestelle passierende, vom langsam laufenden
Greiferförderer bereits erfaßte Werkstück auftrifft, dessen nachlaufenden Teil beschleunigt
zur Seite aus dem schnell laufenden Förderer herauszieht und in seine AusganBtellung
zurückkehrt, bevor das nächste Werkstück an der Übergabestelle eintrifft. Diese
Ausgestaltung ist jedoch wegen der oszillierenden Bewegung des Stabes nicht für
höchste Produktionsleistungen anwendbar.
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Eine andere Ausgestaltung des zweiten Ausführungsbeispiels, das insbesondere
in Verbindung mit Stapelvorrichtungen, z.B. quer zum Greiferförderer schrittweise
umlaufenden Stapelbändern oder hin- und herbewegbaren Stapeltischpauch bei höchsten
Produktionsleistungen einsatzfähig ist, benutzt anstelle eines oszillierenden Stabes
erfindungsgemäß ein gleichmäßig umlaufendes mit in der Taktzeit entsprechenden Abständen
angeordneten Querstäben verbundenes, die Werkstückförderebene im Bereich der Übergabestelle
kreuzendes Kettenpaar, dessen Gesamtanordnung
so getroffen ist,
daß der Greiferförderer mit den ihm ggf.
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zugeordneten Staptelvorrichtunginnerhalbder endlosen Bewegungsbahn
der Stäbe liegt.
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Das stetig umlaufende Kettenpaar läßt ohne weiteres beliebig hohe
Geschwindigkeiten der Stäbe zu. Es ist sowohl in Verbindung mit einem die Werkstücke
mit dem einen (oberen) als auch mit dem anderen (unteren) Trum übernehmenden Greiferförderer
anwendbar. Es ist auch zu beachten - und hiervon macht ein weiterer Gedanke der
Erfindung Gebrauch -daß zwischen der Übergabestelle und der Ablagestelle sich ein
längerer in der einen Umlaufrichtung und ein kürzerer in der entgegengesetzten Umlaufrichtung
ergebender Förderweg ergibt.
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In Verbindung mit Sack- und Beutelmaschinen, die die Werkstücke ebenfalls
in horizontaler Förderebene voranbewegen, wird nach einer weiteren diesen Gedanken
aufgreifenden Ausgestaltung der Erfindung die Gesamtanordnung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung vorzugsweise so getroffen, daß der langsam laufende Greiferförderer
derart geführt und in einer solchen Förderrichtung angetrieben ist, daß die Werkstücke
über den längeren Förderweg zwischen Übergabestelle und Ablegestelle gefördert werden.
Diese Gesamtanordnung ist besonders dann von Vorteil,wenn die Werkstücke noch nicht
erkaltete Schweißnähte aufweisen, wie es z.B. der Fall ist, wenn dieselben in der
Beutelmaschine durch Querschweißnähte von einer Schlauchbahn abfgetrenntwurden.
Solchen Werkstücken
muß vor ihrer Stapelung ausreichend Zeit zum
Erkalten der Schweißnähte gegeben werden, damit sie im Stapel nicht aneinanderkleben.
Bei der erörterten Gesamtanordnung durchlaufen die Werkstücke zunächst das eine
Greiferkettentrum, bevor sie im anderen an die Stapelvorrichtungen übergeben werden.
Sie haben bei verhältnismäßig geringer Baulänge der erfindungsgemäßen Vorrichtung
genügend Zeit zur Abkühlung ihrer Schweißnähte.
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Da die werkstücke sich im oberen längeren Trum des Greiferförderers
naturgemäß in lockerer Schuppenformation aufeinanderlegen, kann es zu leichter Berührung
des einen Werkstückes in den im Erkalten begriffenen Schweißnähten des benachbarten
kommen. Um hierbei mögliche, gegenseitige Anbackungen der Werkstücke zu vermeiden,
ist dieses Greiferkettentrum erfindungsgemäß in wellenförmigen Führungen geführt.
Hierdurch erfahren die Werkstücke während ihrer Voranbewegung im oberen Greifertrum
ständige gegenseitige Verschiebungen, die das gegenseitige Anbacken mit Sicherheit
verhindern.
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Die soeben erörterte, mit dem stetig umlaufenden Kettenpaar und daran
befestigten Stäben ausgestattete Vorrichtung zieht im Bereich der Übergabestelle
die "Schwänze" der noch in Reihenformation befindlichen, nachlaufenden Werkstücke
nach oben aus den die Reihenformation voranbewegenden, schnell laufenden Förderer
heraus und bewegt sie mit wesentlich größerer Geschwindigkeit in Transportrichtung
des Greiferförderers
voran, als dieser die von seinen Greifern
erfaßten, vorderen Werkatückteile voranbewegt (der "Schwanz" überholt den"Kopf").
Hierdurch kann es,besonders bei in Transportrichtung langen Werkstücken, zum Überschlagen
der Werkstücke oberhalb des oberen Greiferkettentrums und damit zu fehlerhafter
Schuppenformation kommen.
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Um das zu vermeiden, ist, nach einem weiteren Erfindungsgedanken nahe
dem Zulaufende des Greiferförderers zwischen
dessen Fördertrum
und dem parallellaufenden Trum des die Stäbe voranbewegenden Kettenpaares ein stillstehender,
sich über die Breite der Schuppenformation der Werkstücke erstreckender Umlenkstab
angeordnet. Der Umlenkstab verhindert das Umschlagen der Werkstückenden auf die
Schuppenreihe, indem er die von den umlaufenden Stäben mitgeführten Werkstückenden
ordnungsgemäß auf die Schuppenformation umlegt.
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Auf den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
in Seitenansicht dargestellt, und zwar zeigt: Fig.1 eine Vorrichtung zum Überführen
von in Reihenformation aus einer Beutelmaschine ausgetragenen Kunststoffbeuteln
in Schuppenformation mit einem an der Übergabestelle angeordneten, gesteuerten Vorziehrollenpaar
zum beschleunigten Herausziehen der Werkstückenden aus ihrer Reihenformation, Fig.2
die Vorrichtung nach Fig.l mit einem pendelnden Stab an der Übergabestelle zum beschleunigten
Herausziehen der werkstücke aus ihrer Reihenformation, Fig.3 eine andere Anordnung
der Vorrichtung nach Fig.1 mit in einer Richtung gleichförmig umlaufenden
Stäben
zum beschleunigten Heraussehen der Werkstücke aus ihrer Reihenformation, Fig.4 einen
Querschnitt der Vorrichtung nach Fig. 3 längs der Linie IV-IV.
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Die Fertigung von Beuteln in modernen Beutelmaschinen erfolgt bekanntlich
durch Legen von Trennschweißnähten über die Breite einer an einer Seite offenen
Schlauchbahn im Abstand der Beutelbreite und Austragen der so gebildeten Beutel
in einer Reihenformation, in der die Beutel nur geringe gegenseitige Abstände voneinander
aufweisen.
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Zum Austragen der Reihenformation der Beutel B aus der auf der Zeichnung
nicht dargestellten Beutelmaschine dient der Doppelbandförderer 1, der die Beutel
nur mit leichtem Druck zwischen seinen Einzelbändern hält, so daß die Beutel unter
der Wirkung äußerer Kräfte zwischen den Bändern schlüpfen können. Die Transportgeschwindigkeit
des in Richtung a fördernden Doppelbandförderers ist entsprechend der hohen Stückleistung
moderner Beutelmaschinen so groß, daß die Beutel nicht mit der erforderlichen Betriebssicherheit
an Stapelvorrichtungen übergeben und zu kantengleichen Stapeln aufgeschichtet werden
können.
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Dem Doppelbandförderer 1 ist ein Greiferförderer 2 nachgeschaltet.
Der Greiferförderer besteht in bekannter Weise aus einem Paar endloser Ketten 3,
die auf Umlenkkettenrädern
4, 5 laufen und die in gleichen Teilungsabständen
t mit sich über die Breite der Beutel erstreckenden Greiferleisten 6 besetzt sind.
Die Greifer 7 der Greiferleisten werden von ortsfesten, auf der Zeichnung nicht
dargestellt ten Steuerschienen geöffnet und geschlossen. Die Fördergeschwindigkeit
des Greiferförderers 2 ist kleiner bemessen als die des Doppelbandförderers 1. Dementsprechend
ist auch der Teilungsabstand t der Greiferleisten kleiner als der Teilungsabstand
der Beutel B während ihres Transpaktes in Reihenformation im Doppelbandförderer.
Der Greiferförderer 2 ist nach Fig. 1 so angeordnet, daß sein unteres Trum in die
Förderebene E - E des Doppelbandförderers fällt und in gleicher Transportrichtung
a läuft wie dieser.
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Dabei ist sein Abstand vom Doppelbandförderer an der Übergabestelle
A so klein bemessen, daß die mit ihrer Vorderkante aus dem Doppelbandförderer heraus
laufenden Werkstücke aufgrund ihrer Steifigkeit die Übergabestelle geradlinig überqueren
und damit sicher in die geöffneten Greifer 7 des Greiferförderers laufen.
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An der Übergabestelle zwischen dem schnell fördernden Doppelbandförderer
1 und dem langsam fördernden Greiferförderer 2 ist ein Vorziehrollenpaar 8,8' so
angeordnet, daß seine Förderebene F - F die Förderebene E - E der genannten Förderer
kreuzt, die untere Rolle 8 des Vorziehrollenpaares ist unterhalb der Förderebene
E - E ortsfest am Auslaufende des Doppelbandförderers 1 gelagert, während die obere
8' oberhalb der Förderebene E - E im Arbeitstakt
der Vorrichtung
gegen die untere vor- und zurückbewegbar ist. Die Umfangsgeschwindigkeit des Vorziehrollenpaares
ist größer bemessen als die Fördergeschwindigkeit des Doppelbandförderers 1.
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Sobald die vordere Kante des mit hoher Geschwindigkeit aus dem Doppelbandförderer
1 heraus laufenden Beutels B von einer Greiferleiste des langsam laufenden Greiferförderers
2 erfaßt worden ist, wird das Vorziehrollenpaar 8, 8' durch Abwärtsbewegen seiner
oberen Rolle 8' geschlossen. Hierdurch wird der sich noch in Reihenformation befindende
hintere Teil des Beutels beschleunigt aus dem Doppelbandförderer herausgezogen,
der, wie oben angedeutet, das Beutelende unter dem Zug des Vorziehrollenpaares schlüpfen
läßt. Das die Förderebene E - E der Förderer 1, 2 in der Förderebene F-F kreuzende
Vorziehrollenpaar lenkt den hinteren Teil des Beutels unter Bildung einer geordneten
Schlaufe S aus der Ebene E - E nach unten heraus und läßt das freie Werkstückende
auf eine zum Greiferförderer 2 parallele Tischplatte 9 fallen.
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Der durch das beschleunigte Vorziehen des Beutelendes erzielte Zeitgewinn
genügt, die obere Vorziehrolle 8' rechtzeitig vor dem Austreten des nächsten Beutels
aus dem Doppelbandförderer in ihre obere Ausgangsstellung zurückzubewegen. Der Greiferförderer
2 schleppt die Beutel in der aus Fig.1 ersichtlichen, aufgelockerten Schuppenformation
mit so geringer Transportgeschwindigkeit voran,daß dieselben
störungsfrei
und kantengleich in eine Stapelvorrichtung 10 abgeworfen werden können. Der Greiferförderer
2 ist so lang bemessen, daß die Schweißnähte der Beutel beim Abwerfen derselben
in die Stapelvorrichtung erkaltet sind.
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Das Vorziehrollenpaar ist am Umfang mit Teflon beschichtet, um das
Anbacken der Schweißnähte zu vermeiden. Das Vorziehrollenpaar kann bereits unmittelbar
vor dem Eintreffen des Werkstückendes geöffnet werden, so daß die an der nachlauf
fenden Werkstückkante befindliche Querschweißnaht beim Herauslaufen nur in lose
Berührung mit der unteren Vorziehrolle 8 gelangt.
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Die in Fig. 2 dargestellte Vorrichtung unterscheidet sich von der
nach Fig. 1 dadurch, daß anstelle eines Vorziehrollenpaares an der Ubergabestelle
A ein Stab 11 vorgesehen ist, der sich rechtwinklig über die Breite der Reihenformation
der Beutel B erstreckt. Der Stab 11 ist mit seinen Enden an seitlichen Schwenkarmen
12 befestigt, die so angeordnet sind, daß seine Schwenkbahn b die Förderebene E
- E der Förderer 1 und 2 an der Übergabestelle A kreuzt. Der Stab wird vermittels
eines beliebigen, an sich bekannten Antriebes im Arbeitstakt der Vorrichtung und
mit solchem zeitlichen Ablauf seiner Schwenkbewegung angetrieben, daß er den soeben
von dem Greiferförderer 2 erfaßten Beutel B während seiner Abwärtsbewegung unter
Bildung einer Schlaufe S' beschleunigt nach unten aus dem Doppelbandförderer 1 heraus
zieht und während der dadurch gewonnenen Zeitspanne in seine obere Ausgangsstellunng
zurückkehrt, bevor der nächste Beutel seine Schwenkbahn kreuzt
Bei
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 ist die Anordnung des langsam fördernden
Greiferkettenförderers 2 so getroffen, daß dieser die Beutel mit seinem oberen Trum
vom Doppelbandförderer 1 übernimmt, um sein Umlenkkettenrad 5' in sein unteres Trum
fördert und dort auf die darunter angeordneten Stapelbänder 13, 14 abwirft, die
quer zum Doppslbandförderer schrittweise umlaufen und die gebildeten Beutelstapel
zur Seite austragen. Auf mit ihren Einzelkettenrädern zu beiden Seiten des Greiferkettenförderers
2 angeordneten Kettenradpaaren 15, 15'; 16, 16'; 17, 17'; 18, 18' läuft ein Kettenpaar
19, 19' um, das mit einer Vielzahl von Stäben 11' in gleichen Teilungsabständen
t" besetzt ist.
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Die Stäbe 11' sind mit ihren Enden an den Einzelketten des Kettenpaares
19, 19' befestigt und erstrecken sich rechtwinklig über die Breite des Greiferförderers
2. Die Anordnung der Kettenradpaare 15 - 18 ist, wie Fig. 7 ohne weiteres erkennen
läßt, so getroffen, daß der Greiferförderer 2 mit seinen Stapelbändern.13, 14 innerhalb
der endlosen Bewegungsbahn der Stäbe t1 liegt und daß diese Bewegungsbahn die Förderebene
E - E der Beutel an der Übergabestelle A zwischen dem schnell fördernden Doppelbandförderer
1 und dem- langsam fördernden Greiferförderer 2 kreuzt. Die Stäbe 11' laufen in
gleicher Umlaufrichtung a um wie der Greiferförderer 2. Ihre Umlaufgeschwindigkeit
ist größer als die Fördergeschwindigkeit der vom Doppelbandförderer in Reihenformation
voranbewegten Beutel.
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Das obere Trum des Greiferförderers 2 ist mit Laufrollen 20, 20' in
seitlichen, wellenförmigen Führungen 21, 21' geführt, um die Förderbewegung der
schuppenförmig aufeinanderliegenden Beutel ungleichförmig zu gestalten und letztere
dadurch zu ständigen, gegenseitigen Verschiebungen zu veranlassen, die das Anbacken
der Beutel an die noch warmen Schweißnähte der benachbarten Beutel verhindern.
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Nahe dem Zulaufende des Greiferförderers 2 zwischen dessen oberem
Trum und dem oberen Trum des die Stäbe 11' voranbewegenden Kettenpaares ist ein
Umlenkstab 22 angeordnet, der sich über die Breite der Schuppenformation der Beutel
B erstreckt.
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Die umlaufenden Stäbe 11' treffen während ihrer Aufwårtsbewegung an
der Übergabestelle A auf die bereits an ihrem vorlaufenden Ende vom Greiferförderer
erfaßten Beutel B und ziehen deren nachlaufenden Teil unter Schlaufenbildung S "
beschleunigt nach oben aus dem Doppelbandförderer 1 heraus.
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Dabei heben die Stäbe 11' das freie Beutelende bis in ihr oberes Trum,
wo es von ihnen abgleitet und in Schuppenformation in das obere Greiferförderertrum
fällt. In Transportrichtung lange Beutel werden dabei von den schnell laufenden
Stäben 11', wie in Fig. 3 dargestellt, mit ihrem freien Ende über ihre vom Greiferförderer
langsam voranbewegte Vorderkante hinwegbewegt und auf den Umlenkstab 22 abgeworfen,
der sie im weiteren Verlauf ihrer langsamen Voranbewegung
durch
den Greiferförderer in die dargestellte, geordnete Schuppenformation umlegt.
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Die Beutel gelangen in dieser Schuppenformation in das untere Greiferförderertrum,
aus dem sie auf die Stapelbänder 13, 14 abgeworfen werden.