DE2102977A1 - Spiegel und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Spiegel und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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Description
zu der Patent- und Gebrauchsmusterhilfsanmeldung
der Firma +.
COMBINED OPTICAL INDUSTRIES LIMITED 198-200 Bath Road, Slough, Buckinghamshire, England
betreffend
Spiegel und Verfahren zu seiner Herstellung
Spiegel und Verfahren zu seiner Herstellung
Priorität: 23. Januar 1970, Großbritannien, Nr. 3435/70
Die Erfindung betrifft verbesserte Spiegel und Verfahren zu deren Herstellung.
Es sind Rückspiegel für Kraftfahrzeuge bekannt, die eine vordere und eine hintere Reflexionsfläche aufweisen,
wobei die hintere Reflexionsfläche einen Winkel gegenüber der vorderen Reflexionsfläche aufweist und
diese Flächen verschiedene Reflexionseigenschaften be-
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sitzen, derart, daß der Fahrer tagsüber, wenn sich der
Spiegel in einer ersten Stellung befindet, von der einen Reflexionsfläche eine Reflexion bestimmter Intensität ,
und dann, wenn sich der Spiegel in einer anderen, zweiten Stellung befindet, eine Reflexion geringerer Intensität
starken Lichts erhält, beispielsweise des Fernlichts eines nachfolgenden Fahrzeugs«
Derartige Spiegel, wie die üblichen Planspiegel, wurden wegen der geringen Kosten von Glas aus diesem Material
hergestellt. Die Herstellung von Glasstücken mit nichtparallelen Oberflächen erfordert jedoch die Bearbeitung
einzelner Stücke.
Gemäß vorliegender Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung eines Spiegels zur Verfügung gestellt, bei dem
ein transparenter Kunststoff zu einem transparenten Körper mit einer glatten Fläche und einer zur glatten Fläche
parallel bzw. in gleichem Abstand angeordneten zweiten Fläche vergossen wird, welch letztere aus linearen Prismen
besteht, die aus einer Richtung einfallendes Licht zusammen in eine gemeinsame Richtung reflektieren, die verschieden
ist von der Richtung, in die die glätte Fläche dieses einfallende Licht reflektiert, wobei die iteflexionskraft
der glatten Fläche und der Prismen unterschiedlich ist, um einen Spiegel variabler Reflexiönskraft zu erhalten.
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Die glatte Fläche kann eben oder gebogen sein, während die·aus linearen Prismen gebildete Oberfläche vorzugsweise
mit irgendeinem geeigneten Metall versilbert bzw. überzogen ist. Ist die glatte Fläche gebogen bzw. gekrümmt,
ob nun ein- oder zweidimensional, so folgen die Abmessungen der Prismen den Konturen der oder jeder
Krümmung der glatten Fläche.
Die Erfindung ist im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigt:
Figur 1 eine Rückansicht eines Tag- und Nachtspiegels für die Verwendung in einem
Kraftfahrzeug;
Figur 2 eine Ansicht eines imides des in Figur 1 ^
gezeigten Spiegels, in der die Dicke desselben in vergrößertem Maßstab
dargestellt ist;
Figur $ zeigt einen Ausschnitt aus Figur 2. In Figur 1 ist ein im wesentlichen rechteckiger Spiegel
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gezeigt, der für die Anordnung als Rückspiegel in einem Kraftfahrzeug bestimmt ist und eine glatte Fläche und
eine zweite, parallel bzw. in gleichem Abstand angeordnete Fläche aufweist. Diese zweite Fläche besitzt eine
Mehrzahl linearer Prismen, die sich quer über sie erstrecken. Die linearen Prismen, deren Anordnung auf der
hinteren Fläche des Spiegels aus Figur 2 zu ersehen ist, sind mit 10 bezeichnet.
Die tatsächliche Form der Prismen ist am besten aus Figur J zu erkennen, aus der zu entnehmen ist, daß es
bei einem in der Nähe des oberen Randes der Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeuges anmontierten Planspiegel
in der Praxis lediglich einen kleinen Winkel o< in der Größenordnung von 3,25 ° zwischen der Reflexionsfläche 14 der linearen Prismen und einer i-bene gibt,
die zu der glatten Fläche 15 des Spiegels parallel ist. Für andere Zwecke kann dieser Winkel Jedoch bis zu 10 °
groß sein. Vorzugsweise werden ein Spitzenwinkel von 90 für die Prismen und 4-8 Prismen pro Zentimeter
gewählt. ·
Im Gebrauch kann der Spiegel für ein Kraftfahrzeug in einer Tag- und Nachtspiegelanordnung eingebaut sein, bei
welcher der Winkel des Spiegels derart geändert werden
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kann, daß ein von einer Lichtquelle hinter dem Fahrzeug einfallendes Licht entweder bei Nacht von der glatten
Frontfläche oder tagsüber von der weiteren, die Vielzahl von Prismen aufweisendenFläche reflektiert wird. Vorzugsweise
hat die glatte Fläche eine Reflektionskraft in der Größenordnung von 5 # bis 45 #» während die prismatische
Fläche eine Reflexionskraft in der Größe von 55 % oder j|
mehr aufweist. Diese Werte sind von verschiedenen Faktoren abhängig, wie von dem benutzten Material und der örtlichen
Gesetzgebung. Es versteht sich, daß die Befestigung des Spiegels eine Einrichtung aufweist, mittels welcher
der Winkel des Spiegels relativ zur Position des Fahrers verändert werden kann.
Der beschriebene Spiegel wird erfindungsgemäß durch das
Formgießen transparenten Kunststoffes hergestellt, vor-
zugsweise unter Verwendung von Methaerylat, wie es unter
den Warenzeichen DIAKON oder PLEXIGLAS im Handel ist. Dabei wird eine Form verwendet, bei welcher die
Ausbildung der linearen Prismen mittels irgendeiner der herkömmlichen Techniken zur Herstellung von Formen erzielt
wird. Die vordere Fläche kann zweckmäßig mit einer abriebfesten Lackschicht überzogen sein, während
die die Vielzahl von Prismen aufweisende Fläche ver- silbert bzw. mit einer Metallschicht überzogen ist,
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vorzugsweise mittels Aufbringung von Aluminium im Vakuum, und diejenige Seite des Spiegels bildet, die
vom einfallenden Licht abgewandt ist. Auf diese V/eise kann Schmutz bzw. Staub, der sich in den Winkeln der
Prismen ansammelt, den Gebrauch des Spiegels nicht beeinträchtigen.
Der Spiegel und das Verfahren zu seiner Herstellung, die oben anhand eines Beispiels beschrieben wurden,
weisen den Vorteil auf, daß sich die Gesamtdicke des Spiegels zwischen der oberen Begrenzungsfläche 11 und
der unteren Begrenzungsfläche 12 nicht ändert. Es erlaubt ein sehr genaues Gießen, vermittelt dem Spiegel
gute optische Eigenschaften und ermöglicht es, Spiegel mittels eines einzigen Gießvorgangs herzustellen, die
alle die gleichen Abmessungen aufweisen. Demgegenüber konnten die bisher bekannten Spiegel mit divergierenden
Flächen nur als Vielfache geformt und mußten dann geschnitten werden, falls die Spiegeleinheiten Ende an
Ende angeordnet waren. Wegen der Keilform konnte man nicht die eine Spiegeleinheit über der anderen formen,
da der obere Teil der einen dicker sein würde als der untere Teil der anderen, oberhalb angeordneten. Der Spiegel
nach der Erfindung kann als Planspiegel oder als ein Spiegel geformt werden, der in einer oder zwei Richtungen gebogen
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bzw. gekrümmt ist. In den letztgenannten Fällen folgen die Prismen zweckmäßig der Kontur oder den Konturen der
vorderen Fläche. Auf diese Weise wird ein Tag- und Nachtspiegel zur Verfügung gestellt, der wegen seiner gießtechnischen
Herstellung erheblich billiger ist als irgend ein Gegenstand, der mit entsprechenden optischen Eigenschaften
aus Glas erhalten werden kann.
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Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung eines Spiegels, dadurch
—g ekennzeichnet , daß ein transparenter Kunststoff zu einem transparenten Körper mit einer
glatten Fläche und einer zur glatten Fläche parallel
bzw. in gleichem Abstand angeordneten zweiten Fläche vergossen wird, welch letztere aus linearen Prismen
besteht, die aus einer Richtung einfallendes Licht zusammen in eine gemeinsame Richtung reflektieren, die
verschieden ist von der Richtung, in die die glatte Fläche dieses einfallende Licht reflektiert, wobei die
Reflexionskraft der glatten Fläche und der Prismen unterschiedlich
ist, um einen Spiegel variabler Reflexionskraft zu erhalten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die aus Prismen bestehende Fläche
mit einer reflektierenden Metallschicht überzogen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß als transparenter Kunststoff
Methacrylat verwendet wird.
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4. Spiegel, dadurch gekennzeichnet , daß er aus einem gegossenen, transparenten Kunststoff
besteht und eine glatte Fläche (15) und parallel bzw. in gleichem Abstand dazu eine zweite Fläche (14)
aus linearen Prismen (10) aufweist, die einfallendes Licht in eine gemeinsame Richtung reflektieren, die
von derjenigen Richtung verschieden ist, in die das gleiche einfallende Licht von der glatten Fläche
reflektiert werden wird, wobei die Reflexionskraft ™
der glatten Fläche von derjenigen der Prismen verschieden
ist, um einen Spiegel variabler Reflexionskraft zu erhalten.
5. Spiegel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Prismenfläche (14) eine reflektierende
Metallschicht aufweist.
6. Spiegel nach Anspruch 4 oder 5» dadurch gekenn- V
zeichnet , daß die reflektierenden Oberflächen
der Prismen (10) einen Winkel (α) von 3,25° bis 10° gegenüber einer Ebene aufweisen, die zu der glatten
Fläche (15) parallel ist.
7. Spiegel nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet , daß zwischen 4 bis 8
Friaatn (10) pro Zentimeter vorgesehen sind.
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- 10 -
8. Spiegel nach einem der Ansprüche 4 bis 7f dadurch
gekennzeichnet , daß die glatte Fläche (15) eine Reflexionskraft zwischen 5 und 45 % und die
Prismen (10) eine Reflexionskraft von mindestens 55 % aufweisen.
9. Spiegel nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet , daß die glatte Fläche
(15) in mindestens einer Richtung gebogen ist und die Prismen (10) der Krümmung der glatten Fläche folgen.
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