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DE219032C - - Google Patents

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Publication number
DE219032C
DE219032C DENDAT219032D DE219032DC DE219032C DE 219032 C DE219032 C DE 219032C DE NDAT219032 D DENDAT219032 D DE NDAT219032D DE 219032D C DE219032D C DE 219032DC DE 219032 C DE219032 C DE 219032C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
siphon
float
tank
valve
working
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT219032D
Other languages
English (en)
Publication of DE219032C publication Critical patent/DE219032C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F5/00Sewerage structures
    • E03F5/20Siphon pipes or inverted siphons

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 219032 -■ KLASSE 85 c. GRUPPE
E. MAETZ in FRANKFURT a. M.
die unter Heberwirkung stehen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Oktober 1908 ab.
Bei Klärbehältern, durch welche Flüssigkeiten infolge Heberwirkung hindurchgeleitet werden, entstehen bekanntlich an der höchsten Stelle mit der Zeit Luft- und Gasansammlungen, durch welche der Flüssigkeitsstand immer mehr sinkt, bis schließlich ein Abreißen der Hebersäule erfolgt. Hiermit sind aber meistens unangenehme Betriebsstörungen verbunden, und man muß zu deren Vermeidung von Zeit zu
ίο Zeit diese Luft- und Gasansammlungen, die naturgemäß in jeder Flüssigkeit, besonders in fäulnisfähigem Abwasser, immer mehr oder weniger vorhanden sind, entfernen. Dies geschieht meistens durch irgendeine Luftabsaugevorrichtung, oder indem man zeitweise die Auslaß- und Zufluß Öffnungen des Heberbehälters verschließt und in den Behälter durch eine Leitung Wasser, sogenanntes Arbeitswasser, laufen läßt, welches dann die Luft- und Gasansammlungen hinausdrückt. Alle diese Vorrichtungen erfordern indessen eine gewisse Bedienung und Wartung, und für die Luftabsaugevorrichtung braucht man auch immer irgendeine Energiequelle.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diese Entleerung von Luft- und Gasansammlungen in selbsttätiger Weise herbeizuführen. Sie bedient sich hierzu des zweiten der oben angegebenen Mittel, nämlich der Einführung von sogenanntem Arbeitswasser in den Behälter.
Um diese Einführung des Arbeitswassers, sowie auch die erforderliche Abstellung der Auslaß- und ZulaßÖffnungen des Heberbehälters selbsttätig zu bewerkstelligen, ist geniäß der Erfindung der Heberbehälter mit einem Hochbehälter verbunden. In diesem Hochbehälter hängen zwei Schwimmer, von welchen der eine mit dem Abflußventil der Heberleitung verbunden ist, während der andere Schwimmer die Zuleitung des Arbeitswassers beeinflußt. Die Einrichtung ist derart getroffen, daß bei leerem Hochbehälter der eine Schwimmer das Abflußventil der Heberleitung geschlossen hält, während der andere Schwimmer bei leerem Hochbehälter das Arbeitswasserventil geöffnet hält, so daß Arbeitswasser in den Heberbehälter einströmt. Bei gefülltem Hochbehälter gibt umgekehrt der eine Schwimmer das Abflußventil der Heberleitung frei, so daß sich dieses öffnet, und der andere Schwimmer schließt die Arbeitswasserzufuhr. Der Hochbehälter ist mit dem Heberbehälter durch ein Arbeitsventil verbunden, welches durch zwei Schwimmer, und zwar einen im Heberbehälter und einen im Hochbehälter, belastet ist. Die Belastung ist derart gewählt, daß beim Freigeben des in dem Heberbehälter befindlichen Schwimmers durch das in diesem Behälter herabsinkende Wasser das Arbeitsventil sich öffnet, während es beim Ansteigen des Wassers im Hochbehälter, sobald das Wasser den in diesem
(2. Auflage, ausgegeben am 30. Mär\ igw.J
Behälter befindlichen Schwimmer anhebt, sich schließt. Zwischen dem Hochbehälter und dem Heberbehälter ist außerdem noch in annähernd gleicher Höhe mit dem Arbeitsventil ein Entlüftungsventil q angeordnet, durch welches die auszutreibenden Gase und die Luft durch das im Heberbehälter ansteigende Wasser hinausgedrängt werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Vorrichtung schematisch im Schnitt dargestellt.
Durch den Schwimmer α ist das Auslaßventil b am Ende der Abflußleitung c geschlossen. Das Fußventil d in der Zuflußleitung e ist ebenfalls geschlossen, und zwar arbeitet dieses in bekannter Weise, indem es nur Flüssigkeit in die Zuflußleitung e eintreten, aber keine austreten läßt.
Der Heber ist durch die Zuflußleitung e und den Behälter f einerseits und die Abflußleitung c anderseits gebildet. Die Heberwirkung erfolgt ebenfalls in bekannter Weise, indem der Flüssigkeitsstand im Zulaufbecken g höher liegt wie derjenige im Abflußbecken h.
Es sind nun alle Auslaß- und Zuflußelemente geschlossen, einschließlich der Schlammablaßvorrichtung i, und es sind das Arbeitsventil k infolge der Schwere des Öffnungsschwimmers I sowie des Schließschwimmers m und das Arbeitswasserventil η infolge des Gewichtes des Schwimmers 0 geöffnet.
Läuft nun Arbeitswasser durch das offene Ventil η zu, so gelangt es durch den Hochbehälter p und das offene Arbeitsventil k, durch welches bedeutend mehr Wasser abfließen, als durch das Ventil η zufließen kann, in den Behälter f und füllt diesen sowie alle an ihn angeschlossenen Leitungen voll. Die Leitungen sowie der Behälter selbst sind so angeordnet, daß sich nirgends Luft- und Gasansammlungen festsetzen können, dieselben vielmehr alle durch das selbsttätige Entlüftungsventil q entweichen müssen.
Beim weiteren Hochsteigen des Arbeitswassers im Behälter f wird der Schwimmer I, der inzwischen auch voll Wasser gelaufen ist, von dem aufsteigenden Wasser überschwemmt, wodurch keine weitere Änderung in dem Verlauf des Arbeitsvorganges entsteht als die, daß sich das Arbeitsventil k leichter schließt. Das Schließen tritt aber erst dann ein, und das ist wichtig, wenn das Arbeitswasser durch das Arbeitsventil k hindurch in den Hochbehälter p gestiegen ist und den Schwimmer m erreicht bzw. gehoben hat.
Es ist ohne weiteres verständlich, daß durch die vollständige Ausfüllung aller Räume in dem Heberbehälter f und dessen Anschlußleitungen durch Wasser, also durch die vollständige Beseitigung aller Luft und Gase aus demselben, kein sogenannter schädlicher Raum entsteht. Solange nämlich dem Behälter f Wasser zuläuft, steht derselbe unter Atmosphärendruck, während derselbe im Zustande der Heberwirkung unter Vakuum steht. Wäre nun an der höchsten Stelle noch eine Luft- und Gasansammlung, nachdem das Arbeitsventil abgeschlossen ist, und die Heberwirkung würde eintreten, dann würde diese Luft- und Gasansammlung sofort expandieren, und der Wasserspiegel würde nach dem Mariotteschen Gesetz bedeutend nach unten gehen.
Das Arbeitswasser steigt dann im Hochbehälter p weiter und überschwemmt auch den Schwimmertopf a, wodurch das Auslaßventil b geöffnet wird, in welchem Augenblick die Heberwirkung in Tätigkeit tritt. Das Arbeitswasser steigt im Hochbehälter p noch bis zu dem Schwimmer 0, hebt diesen und schließt dadurch das Arbeitswasserventil η ab, so daß der Hochbehälter p einen dauernden Wasservorrat hat.
Sinkt infolge von Luft- und Gasansammlungen der Flüssigkeitsstand im Heberbehälter f bis unter den Schwimmertopf I, so reißt letzterer durch sein Gewicht das Arbeitsventil k auf. Der Schwimmertopf I ist derart angeordnet, daß derselbe vorher vom Flüssigkeitsstand frei wird, ehe die Hebersäule abreißen kann.
Da im Heberbehälter f Vakuum herrscht, wird durch das offene Arbeitsventil k der Wasservorrat des Hochbehälters p sehr rasch in den Heberbehälter f ablaufen, der Hochbehälter'^» wird also leer werden, und es werden der Reihe nach das Arbeitswasserventil η geöffnet, so daß Arbeitswasser zufließt, und das Auslaßventil b geschlossen, so daß nichts mehr aus dem Heberbehälter herauslaufen kann. Das nun fortlaufend zufließende Arbeitswasser fließt in den Heberbehälter f und drängt die entstandenen Luft- und Gasansammlungen durch das Entlüftungsventil q hinaus, und der beschriebene Vorgang wiederholt sich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Entfernung von Luft- und Gasansammlungen aus Klärbehältern, die unter Heberwirkung stehen, bei welcher die Luft- und Gasansammlungen durch in den Behälter eingeführtes sogenanntes Arbeitswasser aus dem Behälter herausgedrückt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Heberbehälter mit einem Hochbehälter (p) verbunden ist, in welchem bei leerem Hochbehälter ein Schwimmer (a) das Abflußventil (b) der Heberleitung geschlossen und ein anderer Schwimmer das Arbeitswasser-
    ventil (n) dauernd geöffnet halten, und welcher von dem Heberbehälter (f) durch ein Arbeitsventil (k) getrennt ist, das durch einen im Heberbehälter und einen im Hochbehälter befindlichen Schwimmer (I, m) derart belastet ist, daß beim Freigeben des im Heberbehälter befindlichen Schwimmers (I) durch das Wasser das Arbeitsventil (k) sich öffnet und beim Anheben des im Hochbehälter befindlichen Schwimmers (m) durch das ansteigende Wasser das Arbeitsventil (k) sich schließt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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