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DE218622C - - Google Patents

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Publication number
DE218622C
DE218622C DENDAT218622D DE218622DA DE218622C DE 218622 C DE218622 C DE 218622C DE NDAT218622 D DENDAT218622 D DE NDAT218622D DE 218622D A DE218622D A DE 218622DA DE 218622 C DE218622 C DE 218622C
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DE
Germany
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wire
profile
groove
oarlocks
machine
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT218622D
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English (en)
Publication of DE218622C publication Critical patent/DE218622C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21GMAKING NEEDLES, PINS OR NAILS OF METAL
    • B21G3/00Making pins, nails, or the like
    • B21G3/005Nails or pins for special purposes, e.g. curtain pins
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21GMAKING NEEDLES, PINS OR NAILS OF METAL
    • B21G3/00Making pins, nails, or the like
    • B21G3/18Making pins, nails, or the like by operations not restricted to one of the groups B21G3/12 - B21G3/16

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVI 218622-KLASSE Te. GRUPPE
KRAFT & CO. in HOHENLIMBURG i.Westf.
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Schuhdollen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. September 1908 ab.
Bisher wurden Schuhdollen, die als Ersatz für Schuhnägel dienen und besonders bei Militär-, Arbeits- und Bergschuhen Verwendung finden, aus Fasson- oder Profildraht hergestellt, der in gewünschter Länge abgeschnitten und umgebogen wurde. Die Profildrähte werden durch Ziehen hergestellt. Die Herstellung der Drähte nach dem bekannten Ziehverfahren bietet insofern außerordentliche Schwierigkeiten, als sich das dünne, eigenartig gestaltete Profil sehr schwer in die Zieheisen einarbeiten läßt, was man bei Betrachtung des fertigen Drahtstückes, wie es in Fig. 2 dargestellt ist, leicht erkennen kann. Es erscheint angebracht, hier näher darauf einzugehen, wie das Profil in die Zieheisen eingearbeitet wird. Man benutzt hierzu, nachdem ein schmaler Schlitz in das betreffende Stahlstück, eingearbeitet ist, Stahldurchschläge von der Form, wie sie nachher das fertige Drahtstück besitzen soll. Selbstverständlich sind hierzu eine Anzahl Durchschläge erforderlich, beginnend von einem schlankgehaltenen Durchschlag bis zum letzten, welcher das endgültige Profil ergibt. Für das vorhegende Profil sind die Durchschläge einerseits schon sehr schwierig herzustellen, denn beim Härten findet sehr leicht ein Reißen an der mittleren Einschnittstelle statt. Des ferneren verziehen sich die Durchschläge beim Härten' außerordentlich leicht. Wenn nun, was sehr leicht vorkommt, irgendeiner der zum Eintreiben benutzten Durchschläge bricht, während das Profil noch nicht ganz vollendet wurde., so ist das Anfertigen eines Durchschlages, welcher genau, wie der vorbenutzte, in die. bereits geschaffte Nut passen muß, außerordentlich schwierig und sind Feinheiten bei Anfertigung des Durchschlages zu beachten, wie sie bei sonstigen Profilen .wohl kaum vorkommen. Der zur weiteren Nacharbeitung des Profils dienende neue Durchschlag sollte nur an irgendeiner Stelle nicht auf 1Z100 mm genau an die Wandung des bereits vorgearbeiteten Loches anschließen, so ist der Durchschlag bzw. die geschaffene Ziehform nicht mehr zu verwenden. Die Gründe hierfür lassen sich, ohne weitschweifig zu werden, nicht im einzelnen ausführen, sie sind aber jedem Fachmann hinlänglich bekannt. Beim Ziehen selbst bildet das eigenartige Profil des Drahtes große Schwierigkeiten, wie sich schon aus der Form des Drahtstückes erkennen läßt. Die Verwendung geteilter Zieheisen für das vorliegende Profil verbietet sich von selbst, weil bei der außerordentlichen Pressung und Ausarbeitung des Drahtstückes an den Stoßstellen der Zieheisen sich selbst bei genauester Bearbeitung derselben ein feiner Grad ansetzen würde, welcher beim Bearbeiten durch die folgenden Zieheisen zur Zerstörung des Materials führen würde. Es war ja eben bemerkt, daß der Draht selbstverständlich nicht in einem einzigen Ziehgang hergestellt werden kann, er muß vielmehr nacheinander mehrere Ziehformen durchlaufen. Wenn der vorbereitete Draht Grad angesetzt hat, so wird er bei der folgenden Form stauen und den Draht zerstören. Hiernach ist versucht worden, das Profil durch Walzen herzustellen, und zwar durch Scheibenwalzen. Hierbei ist die Herstellung der Walzen von· ausschlaggebender Bedeutung. Da der Draht kalt gewalzt werden muß, muß die Walze,

Claims (2)

welche aus einer Scheibe besteht, gehärtet werden. Es ist bekannt, daß das Härten scheibenförmiger Körper außerordentliche Schwierigkeiten dadurch bietet, daß beim Härten regelmäßig ein mehr oder minder starkes Verziehen des Stückes stattfindet. Dieses Verziehen tritt bei Scheibenwalzen für den vorliegenden Zweck ganz besonders auf, weil sie bei verhältnismäßig großem Durchmesser außerordentlich ίο schmal sind. Außerdem stellen sich beim Härten dieser Walzenscheiben leicht sogenannte Haarrisse ein, welche die Scheiben unbrauchbar machen. Hierdurch erklärt es sich, daß eine fertige Scheibe außerordentlich teuer in der Herstellung wird, weil jede mehrere unbrauchbare Vorgängerinnen besitzt. Es ist des ferneren auch erklärlich, daß die scharfen Kanten der Scheibenwalzen sehr schnell abnutzen oder auch gar in kleinen Partikelchen ausbrechen, wodurch die Scheiben unbrauchbar werden. Hierdurch verteuert sich die Herstellung der Drähte in außerordentlichem Maße, so daß man mit Erfolg Scheibenwalzen zur Herstellung der Dollendrähte nicht verwenden kann. Hiermit sind die bekannten Mittel zur Anfertigung der Dollendrähte erschöpft. Diese Mittel ließen sich freilich anwenden und werden auch heute noch angewandt, bedingen aber bei der Eigenart des Drahtprofils so hohe Kosten, daß sich die Schuhdollen infolge ihres hohen Preises mit Erfolg bisher nicht einführen konnten. Nach dem vorliegenden Verfahren wird zunächst darauf verzichtet, dem Drahte ein Profil zu geben, welches mit dem erforderlichen übereinstimmt, es wird vielmehr zunächst das in Fig. ι der Zeichnung dargestellte Profil, dessen Anfertigung keine Schwierigkeiten bietet, hergestellt. Zur Erklärung, des weiteren Arbeitsganges wird hier zwischengeschaltet, daß die Schuhdollen aus Drahtstücken, welche auf passende Länge von einer Maschine abgeschnitten werden, auf derselben Maschine über einen Dorn - gebogen und fertiggestellt werden. Da diese Maschine ohnehin vorhanden ist, läßt sie sich in leichter Weise dazu benutzen, ohne daß. eine wesentlich in Betracht kommende erhöhte Arbeitsleistung von der Maschine verlangt würde, mittels eines Stempels, welcher von der Maschine auf und nieder bewegt wird, die Nut b in den Draht nach Fig. 1 einzudrücken, und zwar jedesmal für die Länge, welche für eine Dolle notwendig wird. Da die bisher benutzte Maschine schneidet und biegt, ist dieselbe in einem auf und nieder gehenden Arbeitsschritte ausgestattet. An diese braucht nur noch an passender Stelle der vorhin erwähnte Stempel, welcher leicht anzufertigen und zu ersetzen ist, befestigt zu werden, um dem Drahtstück das endgültige Profil zu geben. Da die Länge einer einzigen Dolle auch nur kurz ist, kommt eine wesentliche Kraft zum Eindrücken der Nut nicht in Frage. Beispielsweise kann das Verfahren in folgen-. der Weise ausgeführt werden. Vor der Maschine, welche das Abschneiden des Drahtes auf die ■ vorgeschriebene Länge besorgt, wird ein geeignet geformter Stempel 0. dgl. angeordnet, der in einen in Fig. 2 dargestellten Fassondraht a eine Nut b eindrückt, wie es der in Fig. 2 gezeichnete Profilstab c darstellt. Statt einer Nut b könnten auch mehrere eingearbeitet werden. Der wesentliche Vorteil, der durch das Verfahren nach der Erfindung erzielt wird, besteht, wie schon erwähnt, darin, daß die zur Herstellung der Nut verwendete Kraft, weil die Nut jedesmal nur in ein kurzes Drahtstück eingearbeitet wird, sehr gering ist, wodurch sich die Herstellung der Dollen wesentlich verbilligt. Sobald der Stempel die Nut eingedrückt hat, schiebt sich das Drahtstück durch zu diesem Zwecke bekannte Mechanismen selbsttätig weiter, wird auf Länge abgeschnitten und zu. der in Fig. 3 dargestellten Dolle d gebogen. Die Dollen werden beim Gebrauch in bekannter Weise mit der scharfen Kante in die Schuhsohlen und Absätze eingetrieben, das Leder greift über die Nut b und hierdurch werden die Dollen festgehalten. Pate nt-A ν sr rüciie:
1. Verfahren zur Herstellung sogenannter Schuhdollen, dadurch gekennzeichnet, daß, statt die Dollen aus fertiggezogenen Profildrähten, von denen die zur Herstellung der Dollen erforderlichen Stücke abgeschnitten werden, herzustellen, diese aus Drähten, die zweckmäßig im Querschnitt die Gestalt eines einseitig . zugeschärften Rechtecks '(Fig. 1) haben, durch Eindrücken der Nut ■ auf eine Länge, wie für die Herstellung einer Dolle benötigt wird, hergestellt werden.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Maschine, welche in bekannter Weise das Abschneiden der Drahtenden bewirkt, ein Stempel angeordnet
■ ist, der die Nut in den Profildraht vor der weiteren Bearbeitung eindrückt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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